Was versteht man unter Recherche? Recherche ist nichts anderes als das mühselige Beschaffen von Wissen!

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1 Was versteht man unter Recherche? Recherche ist nichts anderes als das mühselige Beschaffen von Wissen! Nicht nur Profis wie Journalisten müssen für ihre Texte recherchieren. Je hochwertiger eine Textarbeit sein soll beziehungsweise je weiter man sich von eigenen Erfahrungen entfernt, desto wichtiger wird eine Recherche. Wir verraten euch, wie das möglichst effizient geht um Zeit und Nerven zu sparen. Warum noch übers Recherchieren sprechen, wenn man doch nur zu googeln braucht? Das mag sich jetzt vielleicht mancher von euch fragen. Und ja, Google, Suchmaschinen oder das Internet können einem das (Schreib-) Leben sehr erleichtern. Wer Futter für seine Arbeit braucht, kann hier fündig werden. Man kann sich aber auch in der schieren Masse an Informationen, die im Netz oder anderswo lauern, einen Wolf suchen. Wer nicht aufpasst, läuft Gefahr, entweder gar nichts (sprich, nicht das Richtige) oder aber viel zu viel zu finden. hier ein paar Tipps, wie effizient recherchiert wird, wie strukturiert vorgegangen, und Zeit gespart wird. Schritt 1: Überleg, was du schreiben willst Vielleicht wisst ihr schon, was ihr schreiben wollen. Dann könnt ihr diesen Schritt überspringen. Alle anderen, die nur eine ungefähre Vorstellung haben, sollten versuchen, diese etwas genauer zu fassen zu bekommen. Als hilfreich hat es sich erwiesen, wenn man dazu Fragen an den Text stellt. Nehmen wir an, es soll etwas über Angeln im Mittelmeer geschrieben werden. Fragt man sich dann zum Beispiel: 1. Was fällt mir spontan zu Angeln im Mittelmeer ein? Über welches Wissen verfüge ich? Was könnte ich dazu schreiben? (Wissen klarmachen) 2. Was weiß ich zu diesem Thema nicht? Was würde ich gern wissen? Was müsste ich noch herausfinden? (Lücken und Handlungsbedarf erkennen) 3. Was könnte meine Leser beim Thema Angeln im Mittelmeer interessieren? Was könnten sie darüber wissen oder lesen wollen? (Betriebsblindheit überwinden.)

2 Schritt 2: Überprüfe, was du davon vorrätig hast Logisch, was einer selbst an Wissen im Kopf mit sich herumträgt oder irgendwo als Material vorrätig ist, muss nicht noch recherchiert werden. Macht also eine Bestandsaufnahme. Schauet zunächst bei euch selbst nach, was zum Thema Angeln im Mittelmeer vorrätig ist. Zeitungsausschnitte, Kopien, Dateien, und Ähnliches mehr? Haltet es wie ich und legt euch beispielsweise einen (Datei-) Ordner mit solchen Informationshappen an. Wer auf ein solches Materialarchiv zugreifen kann, muss nicht langwierig woanders recherchieren. Ausnahme: Es handelt sich um Dinge, die leicht (wieder-) zu finden sind. (Lexikon) Dann ist eine schnelle Recherche effektiver als ein übergroßes Archiv. Schritt 3: Wähle für alles andere Rechercheart und Quelle aus Überleget bei allen Informationen, die nicht vorrätig sind, wo man sie herbekommen kann. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten: Allgemein zugängliche Quellen wie Fachbücher, Zeitschriften, Branchenblätter, Verbandsschriften oder Software. Interne, das heißt persönliche oder schulische Quellen wie Artikelsammlungen, Mitschriften, Arbeitsmäppchen, Berichte, Protokolle, s und anderer Schriftverkehr. Diverse Möglichkeiten des Internets wie Suchmaschinen, Verzeichnisse, Themenportale, Social Websites, Newsgroups, Mailinglisten, Netzwerke oder Foren. Tieferer Einstieg in große Datenbestände wie (Online-) Archive, Bibliotheken oder Datenbanken. Expertenbefragungen wie Interviews, Vor-Ort-Termine oder kurze telefonische Rückfragen. Pressestellen Behörden.BH, Gemeinde Verbände, Vereine. Institute, Universitäten, Museen NGOs Greenpeace, AI, Global2000.je nach Thema einfach nachdenken: Wer weiß was zu meinem thema und gibt die Information weiter! Schritt 4: Nutzt ruhig mehrere Quellen Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier und neigt zur Bequemlichkeit. Dennoch ist es nützlich, auch andere Quellen heranzuziehen als seine Lieblings-Suchmaschine, oder die Suche über die ersten drei Treffer hinaus fortzusetzen. Was sich leicht finden lässt, muss bekanntlich nicht immer gut sein. Und jede Quelle, jeder Autor hat seine eigene Perspektive und seinen eigenen Schwerpunkt. Je mehr Quellen man

3 also in die Recherche einbezieht, desto ausgewogener werden die Informationen, und desto besser kann sich ein eigenes Urteil bilden. Kombinieret mehrere Recherche-Möglichkeiten. Für einen qualitativ hochwertigen Arbeit könnten man zum Beispiel in Internet und Büchern recherchieren. Für eine Expertenmeinung könnten man diesen Experten ebenfalls per Internet suchen und dann per Telefon befragen. Und so weiter, und so fort. Schritt 5: Legt eure Vorgehensweise fest Übertragt alle diese Ergebnisse anschließend auf eine Aufgabenliste beziehungsweise einen Rechercheplan. Was ist noch zu tun was ist schon getan.usw Überlegt, in welcher Reihenfolge vorzugehen ist, und halte die nächsten Schritte fest. Setzt euch klare Fristen, damit die Suche nicht ausufert. Hat man sorgfältig gearbeitet, muss diese Liste nur noch Punkt für Punkt durchgegangen und eventuell gelegentlich korrigieren werden. Die eigentliche Denkleistung ist getan. Schritt 6: Achtet auf die Glaubwürdigkeit der Quellen Gerade, wenn man im Internet unterwegs ist, sollten man die Glaubwürdigkeit der Quellen immer überprüfen. Fragt euch stets: Kann das stimmen? Ist das vernünftig und glaubwürdig? Hab ich das schon mal gehört? Natürlich können auch Bücher eine einseitige Meinung wiedergeben. Der Vorteil solcher von Redaktionen oder Lektoraten erstellten und überarbeiteten Produkte ist aber, dass hier von ausgebildeten Leuten eine erste Auswahl und Überprüfung schon vorgenommen wurde. Man braucht nur darauf zu achten welchen Hintergrund die Anstalten haben und was sie sonnst so veröffentlichen, wie steht ihre Glaubwürdigkeit im Allgemeinen da. Im Internet kann dagegen jeder ungeprüft schreiben und veröffentlichen, was er möchte. Das macht einerseits den Reiz dieses Mediums aus, andererseits aber auch seine Gefahr. Und so findet man neben vielen Perlen auch genug, wovon man besser die Finger lässt. Versucht deshalb, die Fundstücke einzuschätzen. Achtet zum Beispiel darauf, in welchem Umfeld sich eine Information befindet, ob die Seite einen seriösen Eindruck macht, ob es sich um einen bekannten Experten handelt, ob der Ton sachlich bleibt oder beleidigend wird, ob nur Meinungen wiedergegeben werden oder man auch erläuternde Hintergrundinformationen bekommt, welche Ziele der Verfasser verfolgen könnte und ähnliches ASLO: Wer steckt dahinter warum schreibt er so und nicht anders, versucht aus dem Umfeld der Seite abzulesen Wes Geistes Kind der Urheber ist das kann beispielsweise

4 beim Thema Empfängnisverhütung einerseits eine religiöse orientierte Quelle sein oder andererseits ein Pharmaunternehmen das die Pille verkaufen will die Inhalte werden unterschiedlicher nicht sein können. Sucht immer nach Bestätigung - Gibt es andere Quellen die das gleiche schreiben, achtet aber darauf (Impressum) ob es tatsächlich eine andere Quelle ist oder der selbe Seitenbetreiber einfach über eine zweite Seite den selben Käse verzapft. Gibt es nur einzige Quelle ist die Information mit Vorsicht zu genießen! Gute Quellen sind die Onlineportale der großen Medien Süddeutsche Zeitung, FAZ, ORF.oder Presseportale der Messeveranstalter wie Düsseldorf (REHA) oder Frankfurt.., Pressestellen der Unternehmen. Ein guter Anfang kann auch die Recherche bei Wikipedia sein, aber wie bereits erwähnt glaubt nicht alles nur einer Quelle! Datenbanken wie die der Bibliotheken im ganzen Land. Wichtig ist auch: Versucht immer herauszufinden; wie alt ist eine gefundene Information. Das Internet ist bereits einige Jahre alt und was vor 25 Jahre guter Wissensstand war, kann heute für einen Lacher im Klassenzimmer sorgen. Schritt 7: Belegen und zitieren Je nachdem, was, beziehungsweise für wen man schreibt und welches Material verwendet wird, kann es Sinn machen, die Ausbeute der Recherche zu belegen und zu zitieren. Zum Beispiel eine Expertenmeinungen als Zitat wiedergeben. Führt alle Studien an. Nennt alle Literaturangaben, auch für die weitere Recherche des Lesers. Das ist nicht nur ein schöner Zusatznutzen für den Leser. So zeigt ihr vor allem auch, dass euch ein ausgewogener, sorgfältig recherchierter Text wichtig war. Und natürlich könnt ihr damit auch wieder etwas für die Glaubwürdigkeit eures eigenen Texte tun. Achtet lediglich darauf, dass ihr a) nicht übertreiben und eure Texte aus lauter Zitatwüsten bestehen (das ruiniert nicht nur das Lesevergnügen, das verstößt auch gegen das Urheberrecht) b) und eure Quellen korrekt wiedergeben und deutlich sichtbar auf besagten Urheber (das heißt den Autor der Ursprungsquelle) verwiesen wird. Und und Probiert es einfach mal was aus, und findt euren eigenen Weg. Hauptsache, ihr merkt euch eine Grundregel, die man auch jedem angehenden Journalisten einbläut: Erst denken, dann recherchieren, dann schreiben. Nur so spart man Zeit und Nerven.

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