Professionelles Projektmanagement in der Praxis

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1 Professionelles Projektmanagement in der Praxis Veranstaltung 1 Teil 3 ( ): Exkurs: Innovationsmanagement SS

2 Agenda Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun. Innovationen Innovationsmanagement Innovationsprozess Widerstände und Promotoren Beispiel: Webbasierte Telefonkonferenz Literatur J.W. von Goethe 2

3 Innovationen Was sind Innovationen? Innovationen sind im Ergebnis qualitativ neuartige Produkte oder Verfahren, die sich gegenüber dem vorangehenden Zustand wie immer das zu bestimmen ist unterscheiden. J. Hauschildt (1997). Erfindung (Invention) ist noch keine Innovation, aber notwendige Vorstufe. Beispiele: Innovationsarten Produktinnovationen Dienstleistungsinnovationen Prozessinnovationen Neuartige Produkte Verbesserte Produkte Neuartige DL Verbesserte DL Neue Verfahren Verbesserte Verfahren 3

4 Innovationsmanagement Was heißt Innovationsmanagement? Innovationsmanagement ist die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung des Prozesses von der Ideenfindung bis zur Umsetzung einer Neuerung. 1 % Inspiration 99 % Transpiration Neues Produkt A. Einstein Aufgaben des Innovationsmanagements Innovationsziele und strategie definieren und verfolgen Schaffung der notwendigen Innovationskultur Sicherstellung einer professionelle Umsetzung der Innovationsprozesse Implementierung eines leistungsfähigen Innovationscontrollings 4

5 Innovationsprozess Realisierung Ideengenerierung Markteinführung Idee Entdeckg. Beobachtg. Forschung Entwicklung Erfindung Einführung Probleme, Verbesserungspotentiale erkennen Lösungen erarbeiten Lösungen bewerten/ auswählen Auffälligkeit, Abhängigkeit, Existenz eines unbekannten Stoffes/Ablaufs feststellen Entdeckung/ Beobachtung theoretisch fundieren und empirisch überprüfen Zusammenhänge/Effekte erkenn Umsetzung der Forschungsergebnisse in Konstruktionen / Prototypen Für bestimmten Zweck nutzbar machen Auf Alternative mit definierten Merkmalen festlegen Patentierung Produkt auf Markt bringen bzw. Verfahren in der Fertigung einsetzen Innovation nutzbar machen Quellen: Hausschild (1997), Bösch (2004) 5

6 Widerstände Widerstände sind (fast) normal da Innovationen Änderungen bewirken, Routine stören, mit Umbruch verbunden sind usw. Arten von Widerständen Innerbetriebliche: Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter Zwischenbetriebliche: Partner, Kunden, Lieferanten Behörden und Prüfungsinstitutionen Wirkung Verhindern Verzögern Verändern 6

7 Promotoren-Modell Promotoren: Personen, die einen Innovationsprozess aktiv und intensiv unterstützen und Widerstände abbauen und überwinden Fach-Promotor Erfinder, Fachexperte Kenner der technologischen Materie Erkennt neue Chancen und Möglichkeiten Beherrscht Details Schafft Lösungen Macht-Promotor Hat hohes hierarchisches Potential Sponsor, Pate der Innovation Stellt Budgets und Kapazitäten für die Innovation bereit Blockiert interne Oppositionen 7

8 Idealitätsprinzip Entwickle zunächst visionär die Idealvorstellungen, die die potentiellen Kundengruppen des neuen Produktes / der neuen Dienstleistung / des neuen Verfahren haben Setze diese Vorstellung so um, dass die Realisierung der Idealvorstellung möglichst nahe kommt 8

9 Beispiel: Webbasierte Telefonkonferenz Grundidee: Durchführung virtueller Meetings anstelle von Präsenzmeetings - ohne Qualitätsverlust Vorteile: Zeit- und Kosteneinsparungen Lösungsansatz: Kombination von klassischer Telefonkonferenz und Intranet-Technologie Entwicklung Prototyp Ablauf der Produktentwicklung 1. Potentielle Nutzergruppen identifizieren 2. Idealvorstellungen entwickeln 3. Realisierung des Produktes gemäß Idealvorstellung 1. Potentielle Nutzergruppen Unternehmensleitung Meetingleiter: Sitzungsleiter, Moderatoren, Referenten Meetingteilnehmer 9

10 Beispiel: Webbasierte Telefonkonferenz 2. Idealvorstellung 3. Realisierung Manager Wie hoch sind die Kosteneinsparungen? Keine Investitionen Effektivere Meetings Modul berechnet Kosteneinsparungen (Erfahrung: >> 90%) Nutzung von PC & Telefon Kombination des Produktes mit Meeting-Management-Methodik Moderator Einfachste Bedienung Teilnehmereinladung in gewohnter Form (per Mail) Einfaches Moderatorportal mit Basisfunktionen & Mail-Anbindung Teilnehmereinladung erfolgt automatisiert per Mail Teilnehmer Kinderleichte Bedienung Teilnahme vom Arbeitsplatz aus Teilnehmer erhält Einladungsmail und muss zur Teilnahme lediglich Link anklicken: 1 einziger Klick für 1 ganze Sitzung 10

11 Beispiel: Webbasierte Telefonkonferenz 11

12 Literatur zum Vertiefen Bösch, Daniel: Effizienz und Effektivität im Innovationsmanagement in Seicht, Gerhard1: Jahrbuch für Controlling und Rechnungswesen, Wien, 2004 Gemünden, Hans Georg; Högl, M.: Management von Teams, 2. Auflage, Gabler, Wiesbaden, Hauschildt, Jürgen: Innovationsmanagement, 2. Auflage, Verlag Vahlen, München, Horsch, Jürgen: Innovations- und Projektmanagement, Gabler, Wiesbaden, Klein, Bernd: TRIZ/TIPS - Methodik des erfinderischen Problemlösens, Oldenbourg, Vortrag! 12

13 Zitate Charles H. Duell, US Patentamt, 1899 G.C. Lichtenberg, 18. JH unbekannter Autor 13

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