Lehrmethode Projektlernen...

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1 Lehrmethode Projektlernen... Eine Initiative zur breiten Implementierung an der FH München München am 27. April 2005 Alexander Wass Dr. Cornelia Schödlbauer

2 "Überhaupt lernt niemand etwas durch bloßes Anhören, und wer sich in gewissen Dingen nicht selbst tätig bemüht, weiß die Sachen nur oberflächlich." Goethe, zu Eckermann, 1831

3 Aktuelle Situation und Folgerungen Hochschullandschaft verändert sich Bachelor- und Masterstudiengänge Leistungspunktesystem (ETCS) Hochschulranking Konkurrenz um Studenten Konkurrenz um Ressourcen Innovation möglich! Vielfalt der Lehre! Variabilität der Lehrformen! Bei den Besten dabei sein! Durch attraktive Lehre! Durch Kooperationspartner!

4 Warum diese Initiative? Projektlernen braucht Unterstützung, um......für die aktuelle Situationen Nutzen zu bringen...von mehr Lehrenden praktiziert zu werden...als QM-Merkmal von den FHs besser vermarktet...von den Studierenden optimal genutzt zu werden weil die Zeit reif ist

5 Ziele Fachbereichsübergreifend Projektlernen etablieren Best practise ermöglichen Integration des Projektlernens in das modulare Studiensystem Multiplikatoren qualifizieren, zu eigenen Projekten motivieren Vorhandene Erfahrungen nutzen Ganzheitliches, studiengemäßes Projektmanagement einführen Erfolgsorientiert und professionell handeln Evaluation der didaktischen Qualität Wirksamkeit nachweisen Öffentlichkeitsarbeit für die Attraktivität der FH München

6 Was ist Projektlernen? Projektlernen......heißt Kooperation von Hochschule und Industrie, Wirtschaft oder Verwaltung...bietet den Studierenden anspruchsvolle Herausforderungen...knüpft an ihren Interessen an...fördert eigenständiges Arbeiten durch Anwendungsbezug...ist interdisziplinär (und interkulturell)...erzielt ein konkretes Ergebnis...braucht den Lehrenden als Facilitator

7 Warum Projektlernen? Herkömmlicher Fachunterricht Projektlernen Lernen im Stundenrhythmus Lernen aus getrennten Schubläden Lernen braucht keine innere Anteilnahme Gelenktes Lernen Lernen heißt Konkurrenz Einsames Lernen Konzentrierte Beschäftigung mit einem komplexen Thema über längere Zeit Ganzheit der Sache, Ganzheit der Lernenden: mit Kopf, Herz und Hand Emotionale Beteiligung und persönliche Auseinandersetzung mit lebensrelevanten Themen Selbständiges, selbstgesteuertes, von realen Erfordernissen geleitetes Lernen Teamarbeit als Erfolgsbedingung Lernen mit anderen

8 Wissen frisch vom Markt - das Konzept I WAS: seit mehreren Semestern interdisziplinäre Projekte für Fachbereich Informatik (FB 07) und Fachbereich AW (FB 13) der FH München WOMIT: Logistik, Technologien, Personal und Arbeitsschwerpunkte kommen aus dem Umfeld des Dozenten ZIEL: aktuelle, praxisnahe Forschung und Entwicklung ermöglichen (1 Semester) ZIEL: Verwirklichung eines sinnvollen Prototyps. Die Projektbeteiligten wählen das Thema im vorgegebenen Rahmen selbst

9 Wissen frisch vom Markt - das Konzept II ANGEBOT: max. 20 Plätze für Studierende aus den Fachbereich 07 & 13 VORAUSSETZUNGEN: Kreativität und Interesse an Teamarbeit VORBEREITUNG: eine Einführungsveranstaltung, ausführliche Dokumentation im Internet ABSCHLUSS: Präsentation der Arbeiten in der Öffentlichkeit

10 Projekt WS 2004/05: Projekt EHome Schwerpunkt Wetterstation EIB (Elektroinstallationsbus) AV (Audio Video Vernetzung) Besuch Musterhaus in Neubiberg -> Fortsetzung im laufenden Semester Projekt Findikus Webbasiertes Fundamt (Konzeption & Umsetzung Prototyp) Kooperation mit der Stadt München

11 Erfolgsfaktoren: so gelingt s! Werbung für die Lehrveranstaltung (brainpool) Gemeinsam ein machbares Projekt mit realistischen Zielen erarbeiten (Stichwort: Spielwiese als Vorgabe) Straffe Moderation (Standards setzen) Auf Gruppenzusammensetzung und Rollenverteilung achten (Gruppendynamik) Richtige Einschätzung der Teilnehmer (skills) Kontinuierliche Überprüfung der Ziele auf Realisierbarkeit (Erfolgserlebnisse) Fordern und fördern (Wertschätzung)

12 Projektmanagement Projektmanagement und Projektleitung klären PM-Tools den Erfordernissen anpassen Milestones & Präsentationen Abschlußpräsentation & Feier Belohnung (Noten, Zeugnisse, Teilnahmebestätigungen) Hier ist eine Aufwertung erforderlich!

13 Anforderungen an das Lehrpersonal I hard skills Praxisnähe (eigene Praxis oder Kooperationspartner) Vertieftes Anwendungs-Know How Plattform bieten können (Spielwiese) Grundlagen des Projektmanagement beherrschen Ressourcenmanagement Öffentlichkeitsarbeit

14 Anforderungen an das Lehrpersonal II soft skills vom Lehrenden zum Lernbegleiter ( facilitator ) Grundlagen der Gruppendynamik Führung Moderationserfahrung Empathie Kommunikationstalent Teamplayer sein können

15 Fazit I: Nutzen für Studierende verbessertes Fachwissen Vermittlung von Schlüsselqualifikationen nachhaltige Motivation fachliches und methodisches Anwendungswissen souverän mit Unternehmen/Institutionen umgehen Teamfähigkeit, Sozialverhalten, Verantwortung

16 Fazit II: Nutzen für Sie Kontinuierliche Fortbildung mehr Flexibilität und Kreativität aktuelle und anwendungsbezogene Lehre Aktualisierung der Lehrinhalte durch Zusammenarbeit mit Unternehmen Anregungen für anwendungsbezogene Forschung

17 Fazit: Es lohnt sich! Komplexe Projekte haben Langzeitwirkung Sie motivieren die Studierenden Sie sind das Gegenprogramm zur Wissensbulimie vor den Prüfungen Sie sind Alleinstellungsmerkmale für innovative FHs Sie sind eine notwendige Ergänzung konventioneller Lehrformen! Just do it!

18 Pilotprojekt Kurzkonzept Auftaktveranstaltung für beteiligte Fachbereiche Unterstützung beim Finden geeigneter Kooperationspartner Live Coaching zu Beginn und Ende, 1x während des Semesters Fortbildungssequenzen zu verschiedenen Aspekten der Projektarbeit, z.b. Projektmanagement, Kooperationspartner gewinnen, methodische Werkzeuge, Gruppendynamik, Öffentlichkeitsarbeit Durchführung verschiedener Evaluationsmethoden u.a. Einführung und Auswertung eines Lerntagebuchs bei den Studierenden Abschließende Evaluation, Dokumentation Öffentlichkeitsarbeit

19 Weiterführende Literatur Didaktiknachrichten DiNa Nov./2003 ISSN , Schwerpunktthema Projektlernen 1 Didaktiknachrichten DiNa März/2004 ISSN , Schwerpunktthema Projektlernen 2 Alexander Wörner: Studienprojekte in der akademischen Ausbildung. In HSW 3/2003 Beck, Kent; Fowler, Martin: Extreme Programming planen, ISBN Digitale Kindersicherung. Studenten entwickeln TV-Bedienungsführung. Süddeutsche Zeitung,

20 Support Projektcoaching Dipl. Ing. Alexander Wass Projektcoaching Dr. Cornelia Schödlbauer Didaktische Unterstützung Didaktikzentrum der Bayrischen Fachhochschulen diz

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