UBS Health Forum Seepark Thun, vom 31. März 1. April 2014 mit Dr. med. Jürg Kuoni und Anita Kunz

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1 UBS Health Forum Seepark Thun, vom 31. März 1. April 2014 mit Dr. med. Jürg Kuoni und Anita Kunz

2 2 Drei Botschaften Stress macht stark sofern er zügig abgebaut wird! Essen macht stark wenn es unserer Darmflora schmeckt! Bewegung macht stark denn Sitzen gefährdet Ihre Gesundheit! ehealth via Internet oder Apps für Mobiltelefone & Tablets können hilfreiche Gesundheitsmanager sein. Sie können Sie aber ganz im Gegenteil auch durch app-surde oder fahrlässige Diagnosen in die Arme der Pharmaindustrie oder in die diagnostische Maschinerie der Medizin katapultieren. Und hier gilt: Wer nichts hat, ist nicht gut genug untersucht. Im Workshop zeigen wir auf, wo bei den elektronischen Helferlein Gefahren und Risiken lauern. Und wir arbeiten mit einfachen Tools zum Erkennen des eigenen Stress-Levels und zur Stärkung der Resilienz. Eine internationale Plattform für die Körperfett-Analyse liefert eine sinnvolle Risikoeinschätzung jenseits des Body Mass Index. Und mit effizienten Übungen für Ihre Körperhaltung sorgen wir zudem dafür, dass die 90 Minuten Workshop Ihre Gesundheit nicht gefährden.

3 3 Inhalt Drei Botschaften... 2 Arbeiten mit Handys und Tablets... 4 Eine app-surde Diagnose am Beispiel Herzinfarkt (ipad)... 4 Drei Fallbeispiele:... 4 Appologie... 5 Der App-Markt... 5 Eine App-SWOT... 5 Charakterisierung der ehealth User... 6 Wer entwickelt Gesundheits-Apps?... 6 HON the Health On the Net... 7 Internationaler Vergleich Schweiz Schweden Dänemark... 7 Anwendung von drei wissenschaftlich validierten ehealth Tools... 8 Schlussfolgerung... 9

4 Arbeiten mit Handys und Tablets 4 Eine app-surde Diagnose am Beispiel Herzinfarkt (ipad) Bitte nicht mit verwechseln! Ein bisschen weniger app-surd Zwar nicht absurd, aber trotzdem unzuverlässig. Zwei Krebserkrankungen (Prostata- und Brustkrebs) sowie das app-solute Megathema Ernährung gehören zu den häufigsten Downloads. Drei Fallbeispiele: iphone: Vook Prostate Cancer iphone: Kleve-Wesel Mammografie Video iphone: ebalance Leichter abnehmen

5 Appologie Weltweit haben rund 2,5 Milliarden Menschen einen Internetzugang, der Großteil von ihnen nutzt die Suchmaschine Google. Heute gibt es schätzungsweise gleich viele Apps. (Apple+Android) Der App-Markt 1. Anbieter: ihr Interesse ist selten transparent. 2. Adressaten: Gesundheitswesen, Politik, Wissenschaft, Laien (Öffentlichkeit, Betroffene) Eine App-SWOT Vorteile Nachteile Anbieter kostengünstig, interaktiv Angebot aktuell, unlimitiert, vielfältig, zeitliche & räumliche Angebot Entgrenzung Hypertextualität Bild-Text-Ton-Video Nutzer=Produser Anonymität, Prod-user (User werden zu Produzenten von Nutzer Infos) Patient Selbstverantwortung Patient Arzt Apps verordnen, bessere Kommunikationsbasis mit Patient Arzt Nach Dr. Constanze Rossmann, Medien + Gesundheit Anbieter nicht transparent Qualität, Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit sind unklar keine qualitativen Studien vorhanden Datenschutz nicht gewährleistet, Haftung gesetzlich nicht geregelt Informationsüberfluss überfordert Datenflut, kompetente Patienten, muss sich rechtfertigen 5

6 Charakterisierung der ehealth User Der klassische Nutzer - Eher junge Leute (18-39) - Besser gebildet - Mit höherem sozialem Status - Eher Männer (zwar sind Frauen generell mehr an Gesundheitsfragen interessiert, gleichzeitig ist ihr Internetzugang aber tiefer) Drei unterschiedliche Typen: - Die Gesunden: 60%. Sie suchen Infos zur Prävention - Die Frischdiagnostizierten: 5%. Suchen in den ersten Wochen nach der Diagnose - Die chronisch Kranken und ihre Angehörigen: 35%. Sie haben eine starke Bindung zum Netz Motive zur Nutzung: - Akutes Problem vor dem Arztbesuch (Befunde sprechen dafür, dass in Zukunft (jüngere) Patienten vorinformiert zum Arzt gehen). - Per Zufall auf Gesundheitsinformation im Netz gestossen - Gesteigertes Interesse an eigener Gesundheit Wer entwickelt Gesundheits-Apps? Trend: - Pharmaindustrie tendiert zur Medikalisierung banaler Befindlichkeitsstörungen: Schüchternheit z.b. wird zur sozialen Phobie und sollte medikamentös behandelt werden. - Healthism, d.h. Verabsolutierung von Gesundheit als zentrales Lebensthema. Das bringt den Krankenkassen neue Kunden. 6

7 HON the Health On the Net 1995 wurde die Stiftung in Genf gegründet. Der HONcode ist ein Verhaltensindex zum ethischen Handeln in Bezug auf Gesundheitsinformationen im Internet mittels Zertifizierung. - Sachverständlichkeit - Komplementarität: Infos ersetzen nicht den Arzt - Quellenangaben - Belegbarkeit von Nutzen und Effizienz - Finanzierung ist offengelegt - Transparenz: z.b. Kontakt - Datenschutz mhealth App: Mobile-Health: Grösster Anbieter: netdoktor.de (HONcode zertifiziert). Ist er besser als andere? FDA Approved App Internationaler Vergleich Schweiz Schweden Dänemark /

8 Anwendung von drei wissenschaftlich validierten ehealth Tools 8 1. Stressabbau 2. Körperfett-Analyse 3. Herzrhythmus-Flexibilität 24-Stunden Messung

9 Schlussfolgerung Does an App a Day Keeps the Doctor Away Busy. Online-Literatur

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