MAGAZIN. Betriebsdatenerfassung. Kosten senken mit HR-Software. Die Zukunft sichern. Dynamische Speicher - verwaltung in RPG

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1 OKTOBER 2003 AUSGABE ,00 CHF 21, I98E ISSN B MAGAZIN MIDRANGE IT-Wissen und Lösungen für eserver im Unternehmensnetzwerk I.T.P. VERLAG + Mobile Mitarbeit + Hard- und Software + BDE + MDE + Betriebsdatenerfassung Optimale Aussichten für Personal und Controller Kosten senken mit HR-Software Mit Linux auf der iseries Die Zukunft sichern RPG-Programmierer müssen umdenken Dynamische Speicher - verwaltung in RPG Markt über sicht HR: Lohn und Gehalt, Zeit, Zutritt Technik- Forum Fragen zu SQL Trigger-Programmen Mit Sonderheft eserver- und iseries-lösungen auf der SYSTEMS 2003

2 Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser Überkapazitäten Alle Welt spricht von Konsolidierung besonders diejenige, in der die iseries ein Zuhause hat. Wir verstehen darunter das Zusammenführen verschiedener Server(lasten) auf einer Maschine, was den Vorteil zentraler Administration und einfacher Wartung mit sich bringt. Geld sparen sollen und wollen wir alle und wie gelingt das am besten? Richtig: Mit dem konsequenten Abbau von Personal... Jetzt ist es nicht so, dass ich ein Gegner notwendiger Unternehmens - entscheidungen wäre ganz im Gegenteil. Dass in schlechten Zeiten einer geopfert werden muss, damit die anderen überleben können, leuchtet durchaus ein. Dennoch sind und bleiben Personalfragen immer auch eine Frage des Stils: Wir sprechen und entscheiden über Menschen, die eine fragile Persönlichkeit, oft eine Familie und nicht zuletzt eine empfindliche Seele haben. Natürlich schickt es sich längst nicht mehr, am Arbeitsplatz überhaupt noch Mensch zu sein es sei denn, diese Menschlichkeit lässt sich gewinnbringend für CRM-Aktivitäten nutzen. Und dennoch: Mir persönlich missfällt die Art, mit der so mancher seine humanen Ressourcen zu pflegen beliebt. Dazu gehört auch der Tenor von Pressemeldungen, die sich um strategische Neuausrichtung und Personalabbau drehen. Ein kleines Beispiel dafür möchte ich zitieren Entlassungswelle als geglättete Woge: Im Rahmen des Ausbaus der Managementebene hat XY auch die allgemeine Personalsituation konsolidiert. Dabei wurden Überkapazitäten in den Bereichen Administration und Entwicklung, die durch den Zusammenschluss von X und Y entstanden waren, abgebaut. Parallel dazu erfolgen in den kommenden Monaten verstärkt Neueinstellungen in den Bereichen Marketing und Vertrieb, um die expansive Ausrichtung von XY wirkungsvoll zu unterstützen. Laut lexikalischer Definition steht Konsolidierung für die Sicherung des Bestandes oder der Finanzen. In der Wirtschaft versteht man darunter auch die Umwandlung einer kurzfristigen in eine langfristige Schuld. Dass Überkapazitäten langfristig nicht tragbar sind, versteht sich von selbst. Dass ein menschlicher Umgang mit Mitarbeitern nicht nur Stil- sondern auch Gewissensfrage ist, sollte sich ebenfalls von selbst verstehen. Herzlichst, Ihr Michael Wirt Midrange MAGAZIN Oktober

3 Midrange MAGAZIN Oktober 2003 Inhalt Betriebsdatenerfassung Die Ermittlung von eingesetzten Personal- und Maschinenzeiten muss in der modernen IT praktisch nebenhergehen. Die Daten müssen dem Controller und dem Management jederzeit für Planungsaufgaben zur Verfügung stehen. Karlheinz Peter, Thorsten Reuper (l), Bernd Hau (r) beide Geschäftsführer und Vice President der Agilisys Automotive GmbH: Durch den Einstieg von Agilisys haben wir ein hervorragendes Senior-Management und eine Kapitalkraft, die uns zu einem verlässlichen und stabilen Partner für die Automobil-Zulieferer macht. Human Resources Jens Göbel Geschäftsführer der Schilling Software GmbH: Wir unterstützen unsere Kunden bei der Kostensenkung durch konsolidierte Systeme auf der iseries als Konsolidierungsplattform. Geschäftsführer der PKS GmbH: Auf der AS/400 war in der Vergangenheit immer alles ganz einfach. Die neue Strategie heißt Integration auf iseries. Damit die Arbeit auch in der HR-Abteilung leichter und günstiger wird, ist die IT zur Optimierung der einzelnen Prozesse gefragt. Titelthema Irgendwie irgendwo irgendwann Betriebsdatenerfassung für mobile Mitarbeit MDE perfekt am WWS MDE-Technik bei Adelholzener in Dogas/400 integriert Aktuelles Zentrale Personalverwaltung, verteilte Datenverantwortung Die Frage des Monats im August 2003 Hinterfragt Update und proalpha, Upos/m und/oder Upos/i Kosten senken Optimale Aussichten für Personal und Controller Auf dem Weg Agilisys Automotive schreibt schwarze Zahlen WebSphere? Aufmerksam zugehört Die Zukunft sichern Mit Linux auf der iseries nach vorne COMMON-Info Jahreskonferenz in Lüneburg vom November Macher der Märkte Macher der Märkte Technik & Integration Technik-Forum Fragen zu SQL Trigger-Programmen Zeitfenster Sicherung Probleme beim 7 x 24-Stunden Betrieb Arbeiten mit WebSphere WebSphere Development Studio Dynamische Speicher verwaltung in RPG Neue Möglichkeiten erfordern Umdenken der RPG-Programmierer Open Source macht Ressourcen frei Mit iseries und Linux zum Microsoft-freien Büro Marktübersicht HR Abteilung: Talentschuppen, RZ und Kontrollorgan Human Resources Lohn und Gehalt, Zeit und Zutritt Tabellarische Anbieterübersicht HR Länderübergreifend Steinel realisiert mit Loga internationale Payroll-Lösung HR Auswahl HRM-Software im Mittelstand IT-Projekte fest im Griff amsbg gewinnt mit intelligentem Arbeitszeitmanagement Rubriken Editorial Impressum Inserenten Beilagen GO NEXT

4 Titelthema Irgendwie irgendwo Betriebsdatenerfassung für mobile Mitarbeit irgendwann Im Rahmen der Betriebsdatenerfassung nimmt die Ermittlung von Personalzeiten eine ganz besondere Rolle ein. Ob als bloßes Planungsinstrument oder entscheidende Größe im Controlling: Auch moderne Unternehmen, die ihre Human Resources unabhängig von Ort und Zeit fl exibel einsetzen, müssen Mittel und Wege fi nden, die mobile Mitarbeit im wahrsten Sinne des Wortes berechenbar zu machen. Das Arbeiten hat sich im Zuge der Technisierung in vielerlei Hinsicht verändert. So hat sich der Einzelne viel stärker als je zuvor in kollaborative Prozesse einzufügen, und von der inhaltlichen Seite her gesehen werden immer mehr Flexibilität und thematische Varianz abverlangt. Es mag gerade die zunehmende Vernetzung der Wertschöpfungsprozesse sowohl in produzierenden als auch in Dienstleistungsbranchen sein, die starre Systeme mehr und mehr verdrängt; das gilt natürlich insbesondere auch für Arbeitsort und -zeiten. Heute hier und morgen da Nicht nur das Home Office, sondern auch der Mitarbeiter auf Zeit im Sinne der immer häufiger anzutreffenden Mitarbeiter-Leasing - und Sourcing- Modelle verschaffen den beschäftigenden Unternehmen zwar einerseits eine ganze Reihe von Vorteilen, bringen aber auf der Soll-Seite des imaginären Kosten/Nutzen-Kontos auch einige Pro- bleme mit sich. Um nur ein paar Herausforderungen zu nennen: Wie sind die Informationsflüsse für externe Mitarbeiter (in beiden Richtungen) zu gewährleisten, wie sieht es mit der Konsistenz und Aktualität von Datenbeständen aus? Und nicht zuletzt stellen sich die Fragen nach Leistungskontrolle und Entlohnung. Angst vor neuen Wegen? Zwar ist längst erwiesen, dass die Heimarbeit einen sehr guten Wirkungsgrad hat, weil man hierbei in aller Regel sehr motiviert an die Sache herangeht und entsprechend effizient arbeitet: Die Arbeitszeit wird nicht klassisch abgesessen, zumal die Betonung mehr auf dem Erreichten liegt. Allerdings schrecken noch immer vor allem kleine und mittelständische Unternehmen vor dem Einrichten von Telearbeitsplätzen zurück. Hier mag die Sorge vor dem Kontrollverlust eine bremsende Rolle spielen und das Bauchgefühl, der Mitarbeiter könnte für teures Geld statt zu arbeiten faul auf der Couch oder im Garten herumlungern. Fester Bestandteil der Abläufe Die Praxis zeigt allerdings, dass der Vertrauensvorschuss mehrfach zurückgezahlt wird, und der Heimarbeiter sich erst recht ins Zeug legt, um diesen zu rechtfertigen; die wahren Zeittotschläger sitzen da oft eher direkt in der Firma. Hinzu kommt, dass der Markt eine Vielzahl an Lösungen hervorgebracht hat, die eine dezentrale Leistungskontrolle ermöglichen und eine ganze Reihe von Endgeräten und Softwarelösungen machen die mobile Mitarbeit messbar. Das ist auch ganz entscheidend, denn was für das Controlling Inhouse unverzichtbar ist, gilt natürlich ganz besonders auch hinter den Unternehmenstoren: Im Idealfall muss der Projektverantwortliche oder auch der Abteilungsleiter auf Mausklick die Gesamtheit der verbrauchten Zeit für Kostenstellen oder 6 Oktober 2003

5 Titelthema Sie interessieren sich für das Thema Betriebsdatenerfassung? Ein Blick auf lohnt sich mit Sicherheit! auch Arbeitszeit-Übersichten sämtlicher Mitarbeiter abrufen können. Denn die Stunden als mithin teuerster Produktionsfaktor gehören nun einmal in die Kalkulation. Mausometer & Co. Ein vergleichsweise einfacher Ansatz ist, die reine Arbeitszeit am PC über ein im Hintergrund aktives Programm aufzuzeichnen. In etwa vergleichbar mit der Logik des Bildschirmschoners registriert das System nennen wir es hier einmal Mausometer jede Mausbewegung und wertet sie als aktive Arbeit. Ein Protokoll gibt schließlich darüber Auskunft, wie lange der angemeldete User eingeloggt war und wie viel Zeit davon er den Rechner aktiv genutzt hat. Vor dem inneren Auge ist der Programmierer in seinem Home Office zu sehen, der ein kleines Skript schreibt, dass stochastische Mausbewegungen simuliert; und der ganze Aufwand nur, weil der Filius sich dagegen verwehrt hat, dass Papa den Hamster auf dem Mausrad anbindet. Natürlich lässt sich das bloße Am- Arbeitsplatz-Sitzen auch mit allen erdenklichen technischen Finessen nachweisen. Rechnergestützte Personalzeiterfassung Praktikabel oder unpraktikabel mithin bleibt bei diesen automatisierten Ansätzen jedoch das Wichtigste ungeklärt, nämlich die Frage, wie viel der Zeit wofür aufgewandt wurde. In aller Regel wird daher für die Personalzeiterfassung sowohl im Unternehmen als auch außerhalb der Mitarbeiter direkt in die Dokumentation einbezogen. Die Autorisation erfolgt al Gusto beispielsweise per Chipkarte, Schlüsselanhänger mit Ausweisfunktion oder sogar Biometrie-Technologie. Wahrheitstreue und Genauigkeit der Mitarbeiter vorausgesetzt, führt das zu den präzisesten Ergebnissen. Was bleibt, sind lediglich die Fragen, mit welchem Komfort die erforderlichen Angaben gemacht werden können und wie hoch der Grad der Integration der Zeitwirtschaft in die Enterprise Resource Planning- (ERP-) Systeme ist. Es gilt: Je höher die Integration, desto genauer lassen sich mithilfe der Betriebsdatenerfassung die Ist-Daten über Zustände und Prozesse im Unternehmen abbilden. Bahn frei für den Außendienst Das Mobile Business ist übrigens in vielen Anwendungen schon Realität geworden. So hat beispielsweise die DB Telematik, als hundertprozentige Tochter der Deutschen Bahn AG unter anderem für Beratung, Planung, Realisierung, Betrieb und Service aller Telekommunikations-Dienste des Bahn-Konzerns verantwortlich, unlängst ein mobiles Service Management für Techniker eingeführt. Auf Basis von Mobilfunk-Technologie bildet das System den gesamten Workflow des technischen Außendienstes von der Disposition über die Auftragsübermittlung an Techniker vor Ort bis hin zu deren Rückmeldung nach Abschluss des Auftrags im zentralen ERP-System ab; zum Einsatz kommt der Nokia Communicator 9210i. Überzeugender Nutzen Die Mitarbeiter werden somit ortsunabhängig in die für sie relevante Unternehmenskommunikation eingebunden. Seit Einführung des Systems haben sich die Latenzzeiten zwischen der Leistungserbringung und deren Verrechnung von ursprünglich vierzehn auf einen Tag deutlich verringert. Abgerundet wird die insgesamt überaus positive Bilanz durch zeitnahe Berichte an das Management. Interesse geweckt? In diesem Sinne: Viel Vergnügen bei der Lektüre Ihres Midrange MAGAZINS. M.W. Midrange MAGAZIN Oktober

6 Titelthema MDE-Technik bei Adelholzener in Dogas/400 integriert MDE perfekt am WWS Bei den Adelholzener Alpenquellen werden stündlich Flaschen abgefüllt, die zunehmend auch außerhalb Bayerns abgesetzt werden. In der Unternehmens-IT setzt man auf den Getränke-Softwarespezialisten Copa Systeme. Herzstück ist Dogas/400, eine Branchenlösung zur Abwicklung aller administrativen und logistischen Vorgänge auf dem IBM iseries-server. Außerdem kommt das integrierte Warenwirtschaftssystem IWS/400 zum Einsatz. Dieses schafft den durchgängigen Informationsfluss von der Materialdisposition über den Einkauf, die Bestandsführung und Lagerverwaltung bis hin zur Rechnungsprüfung und Bewertung. Dogas/400 bietet Kommunikationsschnittstellen zu MDE-Systemen im Zentrallager von Adelholzener. Das Zentrallager für Ersatzteile und Werbemittel beinhaltet insgesamt Artikel. Nach anfänglichem Einsatz von MDE-Geräten im Offline-Betrieb Daten wurden im Gerät gespeichert und gelegentlich via Docking-Station und PC ins WWS-System übertragen erfolgte in diesem Jahr die Umstellung auf Wireless-Online-Betrieb. Dazu wurden neue MDE-Geräte von PSC eingeführt. Wir hatten nie die exakten Bestände, es kam immer wieder zu Überschneidungen und es bestand stets die Gefahr des Datenverlustes, wenn eines der Geräte Schaden genommen hätte, berichtet der Leiter Einkauf, Johann Hartl. Auch EDV-technisch bietet die Online-Lösung mehr Komfort. Die neuen MDE-Geräte stellen exakt die iseries- Masken dar und sind direkt mit den Copa-Systemen verbunden. Das macht die Handhelds zu einem vollwertigen Terminal und eröffnet uns neue Möglichkeiten, lobt EDV-Leiter Wolfgang Schillmeier. Jegliche Programmanpassung ist nur noch im Copa-Programm auf der iseries vorzunehmen. Früher war das ein großer Aufwand. Warenentnahme online verbucht Verbunden über zwei Sender mit einem Wireless-LAN setzt Adelholzener die MDE-Geräte hauptsächlich bei Abgangsbuchungen im Lager ein. Etwa 100-mal pro Tag sind Lagerartikel an Mitarbeiter auszugeben. Dabei gibt der Lagerist zuerst in das MDE-Gerät ein, was für ein Vorgang läuft z.b. eine Entnahme. Dann wird der Abholer anhand seines Barcode-Chips, den jeder Mitarbeiter wegen der Zeiterfassung bei sich führt, eindeutig identifiziert. Anschließend wird die betreffende Kostenstelle des Abholers eingegeben. Außerdem wurde in dem System die Möglichkeit geschaffen, einzelne Projekte abzubilden etwa eine Entnahme dem Neubau Labor zuzuordnen. Die 5-stelligen sprechenden Kostenstellen-Nummern sind einfach strukturiert. Dann holt der Lagerist den Artikel, scannt den entsprechenden Barcode am Regal bzw. am Artikel und gibt die Menge ein. Alle Artikel sind mit Barcode-Etiketten versehen, die beim Wareneingang gedruckt werden. Mit dem Scannen und der Mengenerfassung wird vor Ort im Lager online ein Datensatz für das WWS auf der iseries abgesetzt, welcher Mitarbeiter welche Anzahl welchen Artikels entnommen hat. In diesem Augenblick ist bereits im System gebucht. Der aktuelle Lagerbestand ist neu berechnet, so der IT-Chef. Von den unternehmensweit rund 200 Usern können 80 z.b. in Produktion, Vertrieb oder Logistik über PCs im Ethernet-Netzwerk direkt auf Informationen aus Dogas/400 bzw. IWS/400 zugreifen. Durch sofortige Buchung sind immer präzise Lagerbestandsinformationen vorhanden. Täglich werden bei Bestandsunterschreitung unter automatischer Berücksichtigung der Wiederbeschaffungszeiten Bestellvorschlagslisten generiert. Nutzen schafft Akzeptanz Die Wireless-Lösung rentiert sich mittelfristig, erklärt EDV-Leiter Schillmeier. Bei Bedienbarkeit, Aufwand für Einführung und Support bis hin zum 8 Oktober 2003

7 Titelthema Nutzen in der täglichen Arbeit sind die Erwartungen erfüllt: Die Prozesse werden um Einiges beschleunigt, die Entnahme geht ruckzuck. Das ist ganz wichtig, wenn z.b. in der Produktion eine Anlage steht und ein Ersatzteil gebraucht wird. Den ganz großen Vorteil für die EDV sieht er aber in der komfortablen Einstellbarkeit: Es müssen nur das für das Wireless-LAN konfigurierte MDE-Gerät und die TelNet-Sitzung (AS/400-Session) bereitgestellt werden, mehr ist für die einzelnen Geräte nicht notwendig keine interne Programmierung, auch kein Laden von Stammdaten usw. Die Bedienerfreundlichkeit hebt Einkaufsleiter Hartl hervor: Die MDE- Geräte sollten einfach zu bedienen sein, und das Display musste für die Darstellung der iseries-bildschirmmaske groß genug sein. Das Gerät ist wirklich handlich. Mit dem Gummizug kann man es immer an der Hand behalten und arbeiten. Deutlich verbessert habe sich zudem die Fehlerquote. Das Verfahren hat auch bei den Mitarbeitern Lageristen wie Abholer eine große Akzeptanz gefunden. Keine Wartezeiten, problemloses Handling, permanent hohe Verfügbarkeit aller Artikel am Lager haben dazu beigetragen. Wenn man sieht, wie gut das funktioniert und Nutzen bringt, überlegt man natürlich, wo diese Technik noch Sinn machen würde, gibt der IT-Chef einen Ausblick. Nach neuen Einsatzgebieten in Warenannahme und Stichtagsinventur gab es auch Gespräche mit dem Logistikleiter. Schillmeier sieht in diesem Bereich noch Rationalisierungspotenziale. COPA Systeme GmbH D Wesel (+49) 0281/ Kommentar zum Titelthema Systeme zur Betriebsdatenerfassung ermöglichen es, jederzeit über aktuelle Informationen wie über den momentanen Zustand einer Fertigung oder über den Personaleinsatz innerhalb eines Unternehmens zu verfügen. Dadurch lassen sich Produktionsabläufe optimieren, Fertigungszeiten verkürzen und Kosten senken. Die mit Hilfe von BDE-Systemen erfassten Daten sind Grundlage jeder modernen Unternehmens planung und -steuerung, Auftragsabwicklung und Logistik. Im Fokus effizienter betriebswirtschaftlicher Planung steht heute vor allem die straffe und medienbruchfreie Organisation von personal- und produktionstechnischen Abläufen. Dazu zählen auch die genaue Erfassung von Arbeitsstunden eines jeden Mitarbeiters, die Einbeziehung von Akkord- oder Kurzarbeit und Überstunden sowie die dementsprechend individuell gestaltete Lohnberechnung am Ende des Monats. SOU Systemhaus GmbH & Co.KG als Anbieter der ERP-Komplettsoftware sou.matrixx hat die Notwendigkeit zur Ergänzung ihres Portfolios um die Betriebsdatenerfassung auch im Human Relations-Bereich erkannt. Daher komplettiert das Modul Personalund Zeitwirtschaft von der Syllwasschy GmbH, Bretten, geliefert und als integrierter Bestandteil in der Software eingesetzt nun das Angebotsspektrum. Das Modul beinhaltet die Bereiche Personalabrechnung, Zeiterfassung & Auswertung, Personal-Info- System sowie Personalkostenplanung. So können sämtliche, für zeitgemäße Personalplanung und -steuerung wichtigen Aufgaben schnell und effizient erledigt werden. Der Kommentator Marco Mancuso ist kaufm. Geschäftsführer der SOU Systemhaus GmbH & Co. KG, Schwetzingen Midrange MAGAZIN Oktober

8 Aktuelles Zentrale Personalverwaltung, Die Frage des Monats im August 2003 verteilte Datenverantwortung Die Frage: Die Internationalisierung der Unternehmen schreitet voran. Ist Ihre Human Resource-Software auf diese Herausforderung vorbereitet? Das Ergebnis: Von insgesamt 704 Teilnehmern antworteten 50,7 Prozent (357 Stimmen) mit Ja und 49,3 Prozent (347 Stimmen) mit Nein. Der Kommentar: Die Lohn- und Gehalts-Software ist beim internationalen Einsatz von HR- Lösungen der Knackpunkt. Unternehmen in Deutschland expandieren zunehmend in die Nachbarländer Europas. Dementsprechend rüsten die Firmen ihre IT-Systeme für den internationalen Einsatz. Über 50 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage geben an, dass sie ihre HR-Lösungen bereits darauf vorbereitet haben. Fast genauso viele der 704 Teilnehmer fühlen sich noch nicht genügend präpariert. Vermutlich ist die Zahl der nicht vorbereiteten Unternehmen wesentlich höher. Hier stellt sich die Frage, worauf es eigentlich bei der Internationalisierung der HR-Software ankommt. Damit das internationale Personalmanagement eines Unternehmens nicht auf Sand gebaut wird, ist es wichtig, die Kosten länderübergreifend mithilfe der HR-Software kontrollieren zu können. Denn was nützt die beste Strategie, wenn sie nicht durch Budgetzahlen untermauert werden kann? Hierbei ist eine Ja 50,7% 704 Teilnehmer haben abgestimmt Nein 49,3% Die Internationalisierung der Unternehmen schreitet voran. Ist Ihre Human Resource-Software auf diese Herausforderung vorbereitet? vom Management oft wenig beachtete Anwendung entscheidend: die Lohnund Gehalts-Software. Sie garantiert die Qualität der Budgetdaten. Im Idealfall liefert sie alle Informationen rund um die Stellen und Personalkosten. Das ist Egbert Becker, Vorstandsvorsitzender der P&I AG, Wiesbaden: Den meisten Firmen fehlt eine einheitliche, international einsetzbare Lohn- und Gehalts-Software. notwendig, weil Forecasts und Analysen ohne korrekte, vollständige und aktuelle Zahlen wertlos sind. Hier liegt der Knackpunkt: Oft sind die Personalmanagement-Systeme der Unternehmen bereits für den internationalen Einsatz gerüstet, aber jedes Land betreibt seine eigene Lohn- und Gehalts-Software mit separaten Datenbanken. Diese Lösungen sind in der Regel nicht kompatibel, so dass Personalabteilungen Daten für Reports und Auswertungen aus unterschiedlichen Quellen teilweise manuell zusammentragen müssen. Bei dieser Methode sind Fehler und verzerrte Abfrageergebnisse zum Beispiel wegen unterschiedlicher Systematiken beim Speichern der Personal- und Budgetdaten vorprogrammiert. Wenn jedoch auf so ermittelten Kennzahlen Management- Entscheidungen aufbauen, kann dies zu Fehleinschätzungen und folglich zu finanziellen Nachteilen für das Unternehmen führen. Kurz: Für eine effektive Personalplanung und für die länderübergreifende Kostenkontrolle fehlt den meisten Firmen das entscheidende Glied in der Prozesskette, nämlich eine einheitliche, international einsetzbare Lohn- und Gehalts-Software. Diese Lücke sollten Unternehmen schließen: Mit Lösungen, die Personaldaten zentral speichern und die Abrechnungsregeln verschiedener Länder vollständig im Standardumfang der Software enthalten. So bekommen Personalmanager eine konsistente Datenbasis, mit der sie per Knopfdruck die Kosten für ihre HR-Programme und -Strategien kontrollieren sowie übergreifende Auswertungen und Berechnungen durchführen können. Egbert Becker, Vorstandsvorsitzender der P&I AG, Wiesbaden 10 Oktober 2003

9 Aktuelles Update und proalpha, Upos/m und/oder Upos/i Hinterfragt Die OEM-Partnerschaft der update solutions AG mit proalpha hat Fragezeichen aufgeworfen. Was wird aus dem bewährten iseries-produkt Upos? Sind und bleiben die bestehenden Investitionen geschützt? update weiß zu beruhigen: Diversifi kation ist gefragt. Die bestehende Produktlinie bleibt erhalten, wird gepfl egt und auch weiterentwickelt! Ende August hatte update angekündigt, ihr eigenes ERP-Portfolio um das Produkt von proalpha zu erweitern. Die Softwarelösung werde kurzfristig mit speziellen Branchenfunktionalitäten ausgestattet und unter dem Label Upos/m vermarktet. So könne man sein Spezialwissen den Upos-Branchen Metallverarbeitung, Elektro- und Elektronikindustrie, Holz- und Möbelherstellung sowie für andere Variantenfertiger plattformunabhängig bereitund damit einem größeren Anwenderkreis zur Verfügung stellen. Bei dieser Erweiterung seien aber Kosten/Nutzen-Aspekte zu berücksichtigen: Zeitliche Restriktionen und finanzielle Risiken machten eine Neuentwicklung wirtschaftlich wenig sinnvoll. Die Ziele der update AG sind vielfältig: Bestandskundensicherung durch Perspektivenschaffung, Neuabschlüsse, Sicherung des Know-hows und Erweiterung der Zielgruppe. Künftig will man neben der iseries auch andere Hardwareplattformen bedienen, gleichzeitig das Entwicklungsrisiko und die Entwicklungszeit reduzieren. Synergien sollen genutzt und Ressourcen optimiert werden. Im Klartext heißt das: Die bestehende Produktlinie Upos-Handel wird beibehalten. Hier besteht laut update die Chance, in einem speziellen Segment deutliche Marktanteile zu gewinnen. Für Upos-Fertigung gilt: Das eigene ERP-Portfolio mit Upos (ab sofort Upos/i für iseries) wird um die proalpha-lösung auf OEM-Basis erweitert. update will diese kurzfristig mit den bekannten Branchenfunktionen ausstatten und unter dem Label Upos/m (m für multiplattformfähig) vermarkten. Vorstand Bernd Cyris nennt das Veredelung der ProALPHA-Lösung gemäß der Branchenzielgruppen von update. Für Kunden mit iseries wird Upos/i wie bisher angeboten, implementiert und stetig weiterentwickelt, so die Kernaussage der Kulmbacher ERP- Spezialisten, die sämtliche Fragezeichen des iseries-marktes beseitigen soll. update verfüge über zahlreiche Programmierer im Windows- und Unix- Umfeld, die in das Upos-Entwicklungsteam integriert würden. Diese Mannschaft werde künftig sowohl für die (Weiter-)Entwicklung von Upos/i als auch für Upos/m verantwortlich sein. update Solutions AG M.W. Midrange MAGAZIN Oktober

10 Aktuelles Optimale Aussichten für Personal und Controller Kosten senken Die aktuelle Wirtschaftslage im iseries-markt und der Einsatz von Software zur optimalen Verwaltung der Personaldaten war das Thema eines Gesprächs von Jens Göbel, Geschäftsführer der Schilling Software GmbH, und Michael Wirt. Michael Wirt: Herr Göbel, viele meiner Gesprächspartner klagen über Umsatzund Gewinneinbrüche. Wie sehen Sie die momentane Wirtschaftslage? Jens Göbel: Zurzeit werden Investitionen in neue Software verschoben. Selbst bei Seminaren und Schulungen stellen wir fest, dass die Kunden sich sehr zurückhalten. Es wird eben in allen Bereichen gespart. Ich habe dafür Verständnis, dass in einer wirtschaftlich angespannten Zeit alle darauf achten, Kosten zu reduzieren. Die hohe Zahl der Insolvenzen verdeutlicht diese Situation. Schilling hat per das im November 2002 erstellte Planergebnis erreicht. Wir schreiben gute schwarze Zahlen. Was die weitere Entwicklung betrifft, so ist zu bedenken, dass die Nachfrage nach Standard-Software von der konjunkturellen Lage abhängt. Hier gibt es einige Lichtblicke, aber von einer konjunkturellen Erholung kann aufgrund der aktuellen Fundamentaldaten noch nicht die Rede sein. Das Gesamtjahr 2003 wird sich daher ähnlich wie 2002 entwickeln. Für 2004 sind wir tendenziell optimistisch; nicht zuletzt aufgrund der fortschreitenden Konsolidierung im Anbietermarkt, wie das jüngste Beispiel DCW zeigt. Michael Wirt: Die IBM hat die iseries in ihren Funktionen stark erweitert bzw. gewandelt. Wie passt sich Ihre HR-Software diesem Wandel an? Jens Göbel: Im Bereich HR sind rund 70 Prozent eines Releases funktionale Erweiterungen bzw. gesetzlich bedingte Anpassungen. Etwa 30 Prozent investieren wir in die Analyse und Nutzung neuer technologischer Funktionen. Wir prüfen dabei auch sehr genau, wie wir neue technologische Möglichkeiten der iseries nutzen können. Unser Produkt ist daher technologisch und funktional stets auf dem neuesten Stand. Michael Wirt: Welchen Stellenwert hat der Integrationsgedanke, den die IBM mit der iseries so forciert, in Ihrem Hause? Jens Göbel: Schilling Software unterstützt seine Kunden weitgehend bei der Server-Konsolidierung. Die Kostensenkung durch konsolidierte Systeme ist unbestritten, ebenso die Qualität der iseries als Konsolidierungsplattform. Jedoch werfen wir als Rechnungswesen-Softwarehaus einen kritischen Blick auf die Sicherheit der Integration. So betrachten wir etwa eine Web-Applikation und eine Rechnungswesen-Software auf einem Server mit besonderer Sensibilität. Michael Wirt: ASP ist speziell im Lohnund Gehaltbereich immer mehr als Einsatzform gewählt worden. Wie stellt sich für die Schilling Software dieser Bereich dar? Jens Göbel: Wir haben uns nach der Übernahme von Topas Mitte 2000 zunächst auf die funktionale Weiterentwicklung und Abrundung des Produkts konzentriert und anschließend unsere Anstrengungen auf die Erweiterung unseres Marktanteils konzentriert. Mit über 100 Neuinstallationen waren wir dabei sehr erfolgreich. ASP ist im Umfeld HR sicherlich ein interessantes Thema, das wir aufmerksam beobachten. Neben den technologischen Voraussetzungen 12 Oktober 2003

11 Aktuelles Jens Göbel, Geschäftsführer der Schilling Software GmbH von Seiten des Produkts bedarf es dazu entsprechender organisatorischer, vertrieblicher und servicetechnischer Rahmenbedingungen. Schon heute setzen einige Kunden Topas ein, um als ASP- Dienstleister im Bereich HR aufzutreten. Die Entscheidung, ob Schilling selbst ASP-Dienste anbieten wird, werden wir zu gegebener Zeit unter entsprechenden konjunkturellen Bedingungen treffen. Michael Wirt: Welche neuen Funktionen erwarten Ihre Kunden von der Applikation? Jens Göbel: Im Bereich HR bestehen hauptsächlich zwei Schwerpunkte in der Software-Entwicklung: die funktionale Weiterentwicklung sowie die gesetzlichen Änderungen und Anforderungen. Die gesetzlichen Änderungen sind in der Regel für ein neues Kalenderjahr und stehen relativ spät zum Jahresende fest. Zwischen der endgültigen Fassung und dem Inkrafttreten bleiben uns häufig nur wenige Wochen Zeit, diese programmtechnisch umzusetzen. Deshalb konzentrieren wir uns bei diesem Release ausschließlich auf diese Punkte. Im September bringen wir ein neues Release heraus, das umfangreiche Erweiterungen beinhaltet. In diesem Jahr sind es u. a. folgende Punkte: browsergestützte grafische Oberfläche, Bewerberver waltung, Schnittstelle Archivierung, GDPdU-Ausgabe. Michael Wirt: Welche Rolle spielt Linux für Schilling und deren Kunden? Jens Göbel: Schilling Software hat sich als Spezialist für Rechnungswesen- Lösungen auf der Plattform iseries eine Spitzenposition im deutschsprachigen Raum erarbeitet. Durch die bereits angesprochenen Konsolidierungsprozesse im Anbietermarkt hat sich unsere Stellung nochmals verbessert. Dieser Markt ist für uns auch in den nächsten Jahren groß genug, so dass wir eine Portierung auf andere Plattformen nicht planen. Wir verkennen aber nicht, dass der Marktanteil von Linux-basierten Lösungen in Zukunft wachsen wird. Für diesen Bedarf verfügen wir im SoftM Konzern mit SoftM Suite über eine plattformübergreifende Lösung, die derzeit auf OS/400 und Windows verfügbar ist und künftig auch auf Linux eingesetzt werden kann. Schilling Software GmbH D Bremen (+49) 0421/ Midrange MAGAZIN Oktober

12 Aktuelles Agilisys Automotive schreibt schwarze Zahlen Auf dem Weg Gegen Ende letzten Jahres übernahm die Agilisys International die Brain International AG. Der Geschäftsbereich Agilisys Automotive, vormals Brain Automotive, bietet iseriesbasierte, Automotive-spezifi sche, globale Business- und Logistiklösungen an. Die Geschäftsführer der Agilisys Automotive GmbH, Bernd Hau, Geschäftsführer und Vice President of EMEA Sales, und Thorsten Reuper, Geschäftsführer und Vice President EMEA Development & Support, standen Michael Wirt für ein Gespräch zur Verfügung. Michael Wirt: Was hat sich seit der Übernahme durch Agilisys geändert? Bernd Hau: Im Wesentlichen wurde die Managementstruktur verschlankt und das Unternehmen als solches weniger komplex organisiert. Thorsten Reuper und ich sind die Geschäftsführer und bilden zusammen mit dem Finanzchef Dr. Armin Großklaus die Geschäftsführung. Alle deutschen Hauptstandorte sind erhalten geblieben; ebenso wurde die Präsenz an den internationalen Standorten in der Form ergänzt, als dass Agilisys Automotive neben den bestehenden Offices auch über ein Partnermodell die internationalen Kunden betreut. Seit der Übernahme am 1. Dezember 2002 kön- nen wir auch wieder von einem geregelten Auftragseingang sprechen: so wurden bis dato sowohl die Umsatzziele als auch die Renditeziele erreicht; Agilisys Automotive schreibt schwarze Zahlen. Michael Wirt: Ist das Geschäft mit der heute doch stark abgespeckten Mannschaft noch zu stemmen? Bernd Hau: Die Mannschaft ist zwar wie Sie sagen abgespeckt, doch haben wir eine hohe Seniorität und Professionalität im vorhandenen Team, also Berater und Techniker mit langjähriger Projekterfahrung und großer Kompetenz im Automotive-Umfeld. Wir haben aber auch erkannt, dass man Kapazitätsspitzen bei entsprechendem Auftragseingang sehr ernst nehmen muss. 14 Oktober 2003

13 Aktuelles Michael Wirt: Wie sieht das Produktportfolio von Agilisys Automotive heute aus? Thorsten Reuper: Agilisys Automotive konzentriert sich voll und ganz auf Logistiklösungen, die die spezifischen Prozesse der Automobil-Zulieferindustrie abbilden. Daher wird unser Hauptprodukt, das iseries-basierte Automotive-Paket XPPS, selbstverständlich weiterhin entwickelt; wir werden dazu eine dedizierte Release-Politik praktizieren, indem wir über neue Releases neue Automotive-Funktionalitäten einbinden werden. XPPS ist zwischenzeitlich auch als Windows-NT-Applikation verfügbar. Michael Wirt: Welchen Stellenwert hat die iseries von IBM in Ihrem Haus? Thorsten Reuper: Die iseries hat bei uns nach wie vor eine zentrale, strategische Bedeutung: Zum einen pflegen wir weit über Installationen auf der iseries; zum anderen hat sich diese Server-Plattform technologisch immer weiterentwickelt und wird sich auch in Zukunft weiterentwickeln und das mit allen wegweisenden Standards. Damit ist auch der Investitionsschutz für unsere Kundenbasis gesichert. Michael Wirt: Was für eine Rolle spielt der Bereich Technologie heute im Unternehmen? Thorsten Reuper, Geschäftsführer und Vice President EMEA Development & Support Thorsten Reuper: Es hat sich insbesondere seit dem e-hype eindeutig gezeigt, dass bei allen IT-Lösungen die Funktionalität im Vordergrund stehen muss. Technologisch orientieren wir uns an Industriestandards das heißt: Im Bereich der IBM iseries-automotive-lösung werden wir auf unserer Basis aufsetzen; bei den SCM-Applikationen, wie etwa bei SupplyWEB, arbeiten wir mit plattformneutralen Technologien. Aber schlussendlich werden wir an der hohen funktionalen Tiefe unserer Lösungen gemessen und daran, dass unsere Kunden durch den Einsatz von Agilisys-Produkten in sehr kurzer Zeit signifikante ROI-Effekte (Return on Investment) erzielen und sich damit Wettbewerbsvorteile verschaffen. Michael Wirt: Mit welchen Partnern arbeiten Sie zusammen? Bernd Hau: Wir haben uns hier völlig neu aufgestellt und uns noch konsequenter auf die Anforderungen unseres Zielmarktes ausgerichtet. Heute autorisieren wir Partner, die unserer Gesamtstrategie gerecht werden. Michael Wirt: Wo steht Ihr Unternehmen in einem Jahr? Bernd Hau: Neben den mehr als Bestandskunden mit Installationen sowie unseren praxiserprobten, branchenspezifischen Automotive-Lösungen haben wir durch den Einstieg von Agilisys ein hervorragendes Senior- Management und eine Kapitalkraft, die uns wieder zu einem verlässlichen und stabilen Partner für die Automobil- Zulieferer machen. Future Three als jüngste Akquisition seitens Agilisys beschreibt den Weg, wie wir unsere Marktführerschaft zusätzlich verstärken und ausbauen. Schon heute arbeiten 70 Prozent aller Tier1-Zulieferer mit Lösungen von Agilisys Automotive und diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen. Bernd Hau, Geschäftsführer und Vice President of EMEA Sales Agilisys Automotive GmbH D Filderstadt (+49) 0711/ Midrange MAGAZIN Oktober

14 Aktuelles Aufmerksam zugehört WebSphere? Seit einigen Monaten werde ich von Kollegen aus diversen Firmen angesprochen, die auf Grund von Informationen, die sie aus dem Internet gezogen, postalisch empfangen oder auf Infoveranstaltungen erhalten haben, sagen, dass sie ab jetzt mit WebSphere arbeiten wollen. Wenn ich daraufhin antworte, dass ich das sehr interessant fi nde, mich jedoch dafür interessieren würde, was man im Einzelnen realisieren möchte, so erlebe ich häufi g einen unmittelbaren Erklärungsnotstand. Zuallererst ist WebSphere ein von der IBM eingeführter Markenbegriff, der für Software aus dem Hause IBM steht. Nicht mehr und nicht weniger. Weiterhin wird mit diesem Begriff unterschwellig ausgesagt, dass es sich um Software handelt, die in irgendeiner Beziehung zu Netzwerk- und Web-Technologien steht. Ziemlich allgemein, nicht wahr? Präziser wird die Sache schon, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass sich WebSphere-Software in unterschiedliche Kategorien einordnen lässt. Es gibt WebSphere Applikations Frameworks, die zur Entwicklung eigener Web-basierter Anwendungen herangezogen werden können. Es gibt die Familie der WebSphere Applikations-Server, die sozusagen die Runtime-Umgebung für Netzwerk- und Web-basierte Anwendungen bereitstellen. Es gibt Client-Programme, die Dialogschnittstellen zum Server bereitstellen. Es gibt WebSphere Anwendungs-Entwicklungswerkzeuge, mit denen Server-basierte, Client-basierte und Netzwerk-basierte Anwendungen erstellt werden können. Ist die Unterhaltung erst einmal an diesen Punkt angelangt, so kommt oft die Bemerkung, dass man eigentlich mit WebSphere programmieren wollte und damit ist die Katze aus dem Sack. Was der Techniker jetzt noch weiter wissen muss, finden Sie auf den Seiten 27, 28. Sie erreichen den Autor Klaus-Peter Luttkus unter der Mailadresse > 16 Oktober 2003

15 Aktuelles Mit Linux auf der iseries nach vorne Die Zukunft sichern Die iseries-welt befi ndet sich im Umbruch: Der eine modernisiert, der andere implementiert neue Standardlösungen, wieder andere tauschen sowohl Soft- als auch Hardware aus. Ein Spiegelbild des Marktes scheint eine Umfrage der PKS GmbH abzugeben. Das Midrange MAGAZIN sprach mit Karlheinz Peter, Geschäftsführer des Unternehmens, über Budgetfragen, Loyalität, Abwanderungsgedanken und die Zukunft von Linux. Michael Wirt: Der Markt im iseries- Umfeld wandelt sich. Wie sehen Sie die momentane Auftragslage? Karlheinz Peter: Wir kennen den Markt seit 1988, haben damals damit begonnen, Software, die IBM für die iseries entwickelt hatte, auf anderen Plattformen verfügbar zu machen. Neben der Multiplattformfähigkeit ist eine Modernisierung der existierenden Lösungen gefragt, die wir mit unseren Produkten ebenfalls abdecken können. Aktuell ist ein Trend zu Linux zu erkennen neben der starken Dominanz von Windows. Das Interesse an Veränderung im Markt ist zurzeit überraschend groß, aber die Investitionsentscheidungen fallen mit großer zeitlicher Verzögerung. Michael Wirt: Trotz guter Argumente? Karlheinz Peter: Mit unserer Lösung AX/ware Server Builder 400 unterscheiden wir uns deutlich von den Werkzeugen, die auf den 5250-Datenstrom aufsetzen. Wir produzieren ein Kommunikationsprotokoll für Clients, also eine echte Client/Server-Lösung. Dieser Ansatz befreit von sämtlichen Beschränkungen, die es bei 5250 gibt, gleichzeitig wird keine interaktive Leistung mehr gebraucht. Michael Wirt: Was treibt den typischen AS/400- und iseries-user um? Karlheinz Peter: Auf der AS/400 war in der Vergangenheit immer alles ganz einfach. Von IBM gab es eine komplette Umgebung und man konnte sich darauf verlassen, dass sie funktioniert. Mit Windows und Unix ist das Leben viel komplizierter. Wenn man sich den Markt anschaut, haben viele Leute mit einer unüberschaubaren Auswahl zu kämpfen. Es gibt neue Programmiersprachen wie Java, alle möglichen Werk- zeuge um grafische User-Interfaces zu bauen, es gibt die 4GL-Tools, Massen an Lösungen, die den Anwender irritieren. Unsere Idee war: Keep it simple. Wir haben eine grafische Entwicklungsumgebung geschaffen, mit der bestehende RPG-Anwendungen und Cobol-Programme übernommen werden können. Sie generiert Code für eine AS/400 oder C-Code für andere Plattformen, so auch für Linux. Wir glauben, dass Linux im IBM-Umfeld, speziell im AS/400- Umfeld, immer wichtiger wird. Michael Wirt: Ist das für Sie am Markt schon spürbar? Karlheinz Peter: Die Anfragen nehmen zu, allerdings gibt es noch wenige konkrete Umsetzungen. Zurzeit findet das Linux-Geschäft eher auf Marketing- Ebene statt. Die Leute wollen aber in den Startlöchern stehen. Michael Wirt: Wie beurteilen Sie die aktuelle Marktsituation? Karlheinz Peter: Wir haben in letzter Zeit viel in Marketing investiert auch in Direktmarketing. Wir haben AS/400-Anwender-Unternehmen angerufen, um die Marktsituation abzuklopfen und dabei festgestellt: Die Anzahl der Anfragen im Hinblick auf Modernisierung und Portierung ist relativ hoch. Das Interesse an sich ist sogar enorm hoch. Viele Unternehmen denken darüber nach, wie Kosten eingespart werden können, was mit den iseries-standardmodellen sehr gut möglich wäre. Es gibt aber auch viele, die über einen kompletten Plattformwechsel nachdenken, was angesichts der hohen AS/400-Loyalität überrascht. Michael Wirt: Wann hat diese Aktion stattgefunden? Karlheinz Peter: Von Mitte April bis Mitte Juli. Von Unternehmen, die wir kontaktierten, hatten 279 die AS/400 bereits verlassen, 136 waren gerade dabei, sie zu verlassen. Diesen Zahlen haben uns, um ehrlich zu sein, schon ein bisschen schockiert. Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Karlheinz Peter, Geschäftsführer der PKS GmbH Midrange MAGAZIN Oktober

16 Aktuelles Anwender, die nach wie vor sehr loyal sind es ist ja auch eine Supermaschine. Was uns ein bisschen Sorgen bereitet, ist die Thematik Software-Häuser. Erst der Trubel um Brain, dann die Meldungen DCW/SAP. Die Fragezeichen in Sachen Produktentwicklung könnten in vielen Fällen einen Plattformwechsel nach sich ziehen. Michael Wirt: Und die Loyalen? Karlheinz Peter: Die haben sehr positiv reagiert. Auf Kontakte kamen insgesamt 526 Interessenten kurz- und mittelfristig. Das mittelfristige Interesse allerdings überwog. Es gibt eine große Anzahl von Anwendern, die aus Budgetgründen warten müssen, obwohl der Return On Investment hoch ist: Wenn ich statt der Enterprise-Edition eine Standard-Edition kaufen kann, spare ich kurzfristig Geld ein. Und das Geld, das ich brauche, um eine Anwendung serverfähig zu machen, macht nur einen Bruchteil der Einsparungen aus. Das müsste eigentlich zu schnellen Entscheidungen führen, aber unser Eindruck ist. Michael Wirt: Trotz deutlicher Funktionserweiterung der iseries, die ja auch ganz gut in Ihre Angebotspalette passt...? Karlheinz Peter: Was uns an der Funktionserweiterung sehr gut gefällt, ist das Partitioning-Konzept, d. h. die Möglichkeit, zusätzliche Partitionen einzusetzen wie z.b. für Linux. Ebenfalls positiv ist die PASE-Umgebung zu werten, die es natürlich leichter macht, Software auf die iseries zu portieren und die Attraktivität der Plattform erhöht. Ein ebenfalls interessanter Bereich, den die IBM ja auch anbietet, ist das Thema Web- Facing. Big Blue setzt hier quasi selbst das Signal: Weg von 5250 auf zu neuen User-Interfaces. Das trifft genau das Ziel, das wir auch mit unserem Server Builder erreichen. IBM regt hier deutlich das Interesse an, die Kunden suchen nach Alternativen. Da kommen wir oft ins Geschäft, weil die Kunden unseren Keep-it-simple -Ansatz schätzen. Wir realisieren diesen Ansatz mit weniger Aufwand und der Möglichkeit, hinterher nicht nur Web-Interfaces zu haben, sondern auch Windows-Interfaces oder XML-Integration oder.net-integration oder was auch immer. Michael Wirt: Sie sprechen mit Ihren Produkten sowohl ISVs als auch Endkunden an wie sind diese Bereiche verteilt? Karlheinz Peter: Im Moment liegt der Schwerpunkt ganz klar noch bei den Software-Häusern. Die bauen unsere Technologien in ihre Anwendungen ein und wir erreichen so einen hohen Multiplikatoreffekt. Es gibt aber inzwischen auch einige größere Endkunden, für die wir aktiv sind vornehmlich gehobener Mittelstand, dem natürlich auch größere Einsparpotenziale winken als den typischen KMUs. Was wir heute mit Software-Häusern machen (nämlich Plattformunabhängigkeit schaffen), scheint auch für die Endanwender immer interessanter zu werden. Wenn jemand seine Plattform verlässt, setzt er häufig neue Standardpakete ein, individuelle Lösungen werden damit nicht abgedeckt. Für diese Situation haben wir das Werkzeug Visual OOC entwickelt, mit dem sich Individualentwicklungen sehr kostengünstig übernehmen lassen. Michael Wirt: Wie ist der aktuelle Status der ISVs? Karlheinz Peter: Die erleben immer wieder, dass Kunden mit Abwanderung drohen. Nach dem Motto: Wir haben ja Eure Software, die gefällt uns auch ganz gut, aber unsere Geschäftsführung hat entschieden, das die neue Strategie Windows-based heißt. Bei Mittelständlern kommt ein neuer IT-Leiter da hört sich das dann ähnlich an. Meist haben die ISVs keine Windows-Lösung im Angebot. Da wir die vorhandene aber auf Windows migrieren können, haben sie die Möglichkeit, den AS/400- und iseries-kunden auch dann weiter zu betreuen, wenn er die Plattform verlässt. Es muss also niemand wegen eines Plattformwechsels seine Kunden verlieren. PKS Software GmbH D Ravensburg (+49) 0751/ Midrange MAGAZIN Oktober

17 Aktuelles Jahreskonferenz in Lüneburg vom November COMMON-Info Intelligente Innovationen Dynamik im Mittelstand heißt das Motto der diesjährigen Jahreskonferenz von COMMON Deutschland, die vom November in Lüneburg stattfi nden wird. Damit wagt sich die unabhängige IBM Benutzerorganisation endgültig aus der Ecke der iseries- und RPG-Fans heraus auf das weite Feld der Mittelstands-IT, die zunehmend von heterogenen Landschaften mit Servern und Betriebssystemen aller Art geprägt ist. Das außerordentlich vielfältige Konferenz-Programm, das soeben erschienen ist (www.common-d.de), zeigt somit auch, wo die mittelständischen IT-Verantwortlichen derzeit der Schuh drückt: Die traditionell einfach zu handhabende iseries ist umrahmt von hochkomplexen Netzwerken mit einem ganzen Zoo an Hard- und Software, deren Integration und Integrität alles andere als leicht zu managen ist. Komplexität als Programm: Java, XML, Web Server, Websphere, Web your business, Linux, Windows, SQL und Security beherrschen neben den klassischen RPG-, Kommunikations- und Datenbank-Themen drei Tage lang die Vortragsreihen der COMMON Jahreskonferenz. Europäische und amerikanische Experten werden über ihre Erfahrungen und Entwicklungen berichten. Aber auch die großen Strategen wie Dr. Frank Soltis werden wieder zu Wort kommen. Es sieht ganz so aus, als ob die COM- MON Jahreskonferenz auch dieses Mal das Highlight zum Jahresende wird. Es ist wieder einmal beachtlich, was die ehrenamtlichen Planer bei COMMON zu einem außerordentlich günstigen Preis in ein 3-Tage-Power-Programm gegossen haben. Ein Muss für jeden mittelständischen IT-Verantwortlichen, aber zunehmend auch für Entwickler und Berater! COMMON Deutschland e.v. D Leinfelden-Echterdingen (+49) 0711/ Auszug aus dem geplanten Programm IT Management Security als Management Aufgabe Computing on Demand iseries Navigator Sicherheit aus Managementsicht XML XML-eXtreme Java basiertes Online Reporting RPG Mit RPG nach Linux RPG IV & ILE Communications Neues in Domino 6.5 Wireless Access Send without FTP iseries Openness Notes Domino Web Server Technologien Tomcat und JBoss WebSphere Applications Server V5 Development mit CODE und eclipse Java Web Anwendungen mit dem Java Open Source Framework STRUTS Java Entwicklung als Modernisierungs- und Integrationsinstrument WDSC: Java and Web Tools Betriebssysteme Koexistenz (OS/400; Linux; Win.) Neue IBM Middleware für Linux Windows Integration auf iseries WebSphere Entwickeln mit WDSc praktische Beispiele Web your business Web-Enabling mit WebSphere Websphere Portal Host Access Transformation Server (HATS) Data Base Database was sich an der Datenbankarchitektur geändert hat. Realtime Datenintegration Security Single Sign-On Tivoli Security Datensicherheit auf der iseries Labor QuickPlace 3.0 RPG-UIM-APIs WebSphere Anmeldung zur Jahreskonferenz online unter: 20 Oktober 2003

18 Macher der Märkte Laut einer neuen Trendence-Umfrage legen IT-Studenten bei der Wahl ihres künftigen Arbeitgebers größten Wert auf attraktive Aufgaben und ein kollegiales Umfeld. Als vergleichsweise unwichtig erachten Sie das Einstiegsgehalt und das Übernehmen sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung. Im Durchschnitt rechneten die Befragten mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 43,0 Stunden Wishful Thinking? im Bereich Mittelstand und Großkunden verantwortlich. Zollar, der die Auszeichnung jetzt in New York übergab, würdigte damit auch Heinz- Paul Bonns persönliches Engagement. Seine betont mittelstandsorientierte Sichtweise habe der IBM neue Impulse gegeben und trage dazu bei, dass Big Blue die Bedürfnisse der KMU besser verstehen und umsetzen könne. Die ATOSS Software AG hat ihr Management im Bereich Consulting verstärkt. Jürgen Wintzen (Foto oben) und Markus Zieglmeier (Foto unten) wurden jeweils zum Director Consulting berufen. Der Diplom- Ingenieur Jürgen Wintzen (37) trägt die Verantwortung für das operative Geschäft der Standorte Hamburg, Düsseldorf/ Meerbusch und Frankfurt; der Diplom-Informatiker Markus Zieglmeier (35) ist für München und Stuttgart zuständig. Beide sind bereits seit Oktober 2001 respektive seit Mitte 1995 für ATOSS tätig. Mit einer einzigartigen Auszeichnung hat die IBM dem Vorstandsvorsitzenden der GUS Group, Heinz-Paul Bonn, für das in knapp zwei Jahrzehnten gezeigte Engagement der GUS Group gedankt. Wie kaum ein anderes Unternehmen hätte sich GUS für den Markterfolg der IBM iseries in Deutschland engagiert, betonte Al Zollar, als General Manager iseries bei IBM für das weltweite Produktgeschäft Comprendium will die Internationalisierung vorantreiben und hat mit Mark Bardoe (Foto oben) und Robert Rinaldo (Foto unten) zwei international erfahrene IT-Manager verpflichtet. Bardoe, der künftig als Vice President Marketing und Business Development bei Comprendium agiert, kommt von Meta4 in Spanien, wo er ebenfalls als Vice President für Marketing & Alliances verantwortlich war. Zu den vorherigen Karrierestationen des 43-jährigen gehörten u. a. Cap Gemini und Baan. Robert Rinaldo nimmt bei Comprendium die Position des Vice President für Finanzen ein. Der 39-jährige war zuvor Chief Financial Officer bei TempoSoft in Paris und während seiner beruflichen Laufbahn auch für Inktomi und Baan tätig. Mit den beiden Neuzugängen will Comprendium, Spezialist für multilinguales Enterprise Content Management, insbesondere die Geschäfte in Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien forcieren. Im Zuge der Neustrukturierung des Managements hat Manfred Terzer, der zuletzt als Vice President für das Produkt-Marketing verantwortlich war, das Unternehmen verlassen Oktober 2003

19 Macher der Märkte Mark Sorenson hat die Position des Senior Vice President Information Access and Recovery Software bei EMC übernommen. Er berichtet direkt an Mark Lewis, Executive Vice President of Open Software Operations. Sorenson kommt von Hewlett-Packard (HP) und soll die Entwicklung und Integration von EMCs Access and Recovery Software überwachen. Dieser Bestandteil des EMCschen Open Software-Angebots regelt die Verfügbarkeit sowie das Management von Daten und schützt sie vor unberechtigten Zugriffen. Sorenson bringe über zwei Jahrzehnte an Erfahrung, Verständnis für die Trends der Branche und neue Technologien sowie ausgeprägte Führungsqualitäten mit, so EMC. Vor seinem jetzigen Wechsel war er als Vice President der Storage Software Division bei HP tätig. Die gleiche Position hatte er bei Compaq inne bis Compaq von HP übernommen wurde. Citrix Systems hat Siegmar Beier (40) zum Channel Program Manager Central Europe ernannt. Mit der Besetzung dieser Position will das Unternehmen das Partner- Marketing für Deutschland, Österreich und die Schweiz ausbauen. Siegmar Beier werde in erster Linie für die Erstellung von Marketingund Vertriebsprogrammen zur Unterstützung von Partnern im Vertriebsprozess verantwortlich sein, so Citrix. Vor seinem Wechsel zu dem Infrastruktur- Anbieter hatte der Diplom-Informatiker acht Jahre für Sun Microsystems gearbeitet. Zuletzt verantwortete er für das Global SAP Alliance Team von Sun die Entwicklung eines Sun/SAP- Vertriebsportals zur Optimierung der Prozesse bei SAP-Projekten. Dr. Steve Garnett, Siebel-Gründungsmitglied und Ex-Chef von Siebel Systems EMEA, hat beim On- Demand-Lösungsanbieter salesforce.com die Position des General Managers EMEA übernommen. Steve Garnett ist als CRM-Spezialist bekannt, er soll die Wachstumsoffensive bei salesforce.com in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika vorantreiben. Vor seinem Wechsel zu Siebel arbeitete Garnett unter Larry Ellison bei Oracle und war viele Jahre Mitglied des Oracle European Management Teams. Mein Job bei Siebel war erledigt, erklärte Garnett jüngst. Bei salesforce.com lösen wir ein ähnliches Problem, aber völlig ohne Risiko. salesforce.com entwickelt und vertreibt CRM-Applikationen als On-Demand-Service im Internet. Midrange MAGAZIN Oktober

20 Technik & Integration Fragen zu SQL Trigger-Programmen Technik- Forum Sie sind nun wieder eingeladen, die Diskussion spezieller technischer Probleme mit zu verfolgen. Bitte schicken Sie Fragen, Anregungen oder Antworten zu den vorgestellten Themen ebenso wie Ihre Kritik an unsere -adressen oder Listing Frage: Dürfen in SQL geschriebene Trigger Updates vornehmen: auf andere Dateien, auf die getriggerte Datei selber? Wie ist das mit der Änderung des After Images, ist dies erlaubt? Antwort: Das Datenbank-Management-System stellt sicher (versucht es zumindest), dass ein Before-Trigger keine anderen Trigger-Ereignisse auslösen kann. Diese Prüfung gelingt immer dann, wenn versucht wird, eine SQL- Fortschreibe-Operation auszuführen oder ein SQL-Programm aufzurufen, das mit MODIFIES SQL DATA erstellt wurde. Von Versuchen zur Umgehung dieser Limitierung mit dynamischen Aufrufen anderer Programme oder mit Record Level Access ist dringend abzuraten; falls diese in einem Release-Stand möglich sind, bedeutet dies noch lange nicht, dass die Prüfung in einem anderen Release-Stand nicht zur Laufzeit zuschlägt. Die Modifikation des After Images im Buffer durch einen Before-Trigger, wird in diesem Sinne nicht als Update gewertet, sondern ist der vorgesehene Weg, eine Fortschreibe-Anforderung durch ein Trigger-Programm zu modifizieren. Frage: Kann man SQL-Trigger auf ein Produktions-System verteilen, indem man das generierte C-Programm transportiert und den Trigger mit ADDPF- TRG aktiviert, oder muss man die SQL- Source verteilen und mit RUNSQLSTM den Trigger erstellen? Antwort: Das Deployment also die Verteilung von SQL-Programmen ist sicherlich einer der gegenwärtigen Schwachpunkte von SQL-Triggern, Procedures und Functions. Der einzige dokumentierte Weg der Verteilung besteht im Transport der Quelldateien mit den SQL- Anweisungen und der Ausführung der Quellen auf jedem Zielsystem. Zur Ausführung dieser Operationen müssen dann auf dem jeweiligen System die Voraussetzungen erfüllt sein, was die Anwesenheit des C-Compilers und der QSYSINC einschließt. Eine ähnliche Problematik tritt im Recovery-Fall auf, die insbesondere bei Teil-Wiederherstellungen nicht ausgeklammert werden kann und darf. Frage: Wie ist das mit der Begrenzung auf maximal 6 Trigger pro Datei und den Release-Abhängigkeiten genau? Antwort: Diese Begrenzung ist mit V5R1 generell aufgehoben die Grenze von 300 Trigger-Programmen pro Datei gilt für alle Arten von Trigger-Programmen. Frage: Ich habe Probleme mit dem Debuggen von SQL-Triggern, wenn ich SET OPTION probiere, bekomme ich Syntaxprobleme. Wo muss dieses Statement genau stehen? Antwort: Das korrekte Statement für die List View lautet: SET OPTION DBGVIEW = *LIST. Für die Statement- Sicht ist die Angabe von *STMT erforderlich. Mit V5R2 kommt noch die Auswahl *SOURCE dazu, die Debugging auf Ebene der SQL-Statements erlaubt. Die Anweisung ist nur möglich für SQL-Programme und muss im Body vor der SQL-Anweisung angegeben werden im Allgemeinen also unmittelbar vor dem BEGIN-Statement (siehe Listing). Frage: Entfernt die RMVPFTRG-Datei *alle SQL-Trigger sauber oder muss das SQL-Statement drop trigger verwendet werden? Antwort: Um mit Radio Eriwan zu sprechen: Im Prinzip ja, aber ich habe mit der SQL-Variante die besseren Erfahrungen gemacht. Das Problem besteht in der Konsistenz zwischen Repository und dem realen Installationszustand des Systems und da scheinen manche Aufgaben asynchron erledigt zu werden; jedenfalls ist es mir schon gelungen, Fehler im Repository zu erzeugen, die man zwar reparieren lassen kann, aber ein RCLSTG *DBXREF ist eine aufwändige Aktion. Die SQL- Oberfläche hat zudem den Vorteil, dass die Änderungen unter Commit durchgeführt werden können. Den Autor Dieter Bender erreichen Sie unter > 24 Oktober 2003

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