Modular isier ung von Informatik-Studiengängen

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1 Modular isier ung von Informatik-Studiengängen Prof. Dr. Klaus G. Troitzsch Universität Koblenz-Landau Modularis ierung die Gliederung von Studiengängen in Lerneinheiten (Module), deren Voraussetzungen und Lernziele so genau beschrieben sind, dass sie zwischen verschiedenen Studiengängen gleicher oder verschiedener Hochschulen vergleichbar und kombinierbar werden 1

2 noch: Modularis ierung nicht: Vereinheitlichung (dann bestünde kein I nteresse mehr, Angebote verschiedener Hochschulen zu kombinieren) nur: Beschreibung von Schnittstellen zwischen Lehrveranstaltungen, die eine sinnvolle Zusammenstellung ermöglicht Modulbeschreibung besteht aus: Zielsetzung des Moduls Lernziele / Gliederung Voraussetzungen, Verwendbarkeit zu erwartende Arbeitsbelastung Leistungsnachweise, Benotung, Kreditpunkte begleitendes Studienmaterial Literaturhinweise 2

3 Beispiele für Module Informatik I mit Übung und Praktikum (ein Semester, V4+Ü2+P2, ein Leistungsnachweis) Informatik I und II jeweils mit Übung, Informatik I auch mit Praktikum (zwei Semester, 2V4+ 2Ü2+ 1P2, zwei Leistungsnachweise) Modulbegriff ein Modul fasst alle Veranstaltungen zusammen, die alle in jedem Fall zusammenhängend hören müssen kleinste noch sinnvoll isoliert zu hörende Einheit eine Übung zu einer Vorlesung ist also kein Modul 3

4 noch: Modulbegriff eine zweisemestrige Veranstaltung, die so aufgebaut ist, dass man den zweiten T eil nicht ohne den ersten verstehen kann, und die erst erfolgreich absolviert ist, wenn auch der zweite T eil erfolgreich gehört wurde, ist nur ein Modul Wie k ommen wir zu Modulen? Empfehlung der GI zu Standards zur Akkreditierung von Studiengängen der Informatik und interdisziplinären Informatik-Studiengängen an deuts chen Hochschulen vom 29. Juni 2000 top-down... 4

5 Gliederungsgesichtspunkte Informatik: Grundlagen der Informatik, Informatik der Systeme, Angewandte Informatik Mathematische, natur- und ingenieurwiss. Grundlagen: Mathematik, Physik und Elektrotechnik Allgemeine Grundlagen: Zusatzkompetenzen, Förderung der Persönlichkeitsbildung, ökonomische und juristische Grundlagen Anwendungs - oder Nebenfach: Veranstaltungen aus einem Fach, das die Grundlage einer Anwendung der I nformatik bildet Anwendungsspezifische Anteile nur T yp 2 Anteile anderer beteiligter Fachdisziplinen nur Typ 3 Beispiel Mathematik Diskrete Mathematik Algebr a Analys is Logik Statistik und Stochastik Numerik Optimier ung Die GI -Empfehlungen listet praktisch alle Module auf hinsichtlich der I nformatik ist sie nicht so detailliert... 5

6 Beispiel Analysis-Modul Zielsetzung: Beherrschen der wesentlichen Erkenntnisse der Analysis, soweit s ie für die I nformatik von Bedeutung s ind Lernziele / Gliederung: < Aufzählung der I nhalte der einzelnen Wochen...> Voraussetzungen: Abitur; Verwendbarkeit: Stochastik-Modul, Numerik, Computer gr aphik,... zu er war tende Arbeits belastung: ca. 30 % der gesamten Arbeitszeit des Semesters (= 276 Arbeitsstunden!) Leistungsnachweise: 2-stündige Klausur; Benotung: nach Punktsystem, für ein ausreichend sind 50 % der Punkte nötig; Kreditpunkte: 9 ECT S-Punkte begleitendes Studienmaterial: Foliensatz und Skript unter Literaturhinweise: <zwei bis drei Lehrbücher...> Rezept zur Modularisierung Analyse unser j eweiligen Prüfungs- und Studienordnungen Prüfungsordnungen enthalten immer schon eine Übersicht der verpflichtenden und optionalen Module (Pflichtlehrveranstaltungen und Wahlpflichtlehr ver ans taltungen) ohne nähere Bestimmung der Lehrinhalte 6

7 noch: Rezept zur Modularisierung Studienordnungen enthalten darüber hinaus eine Übersicht über Art (Veranstaltungstyp: Vorlesung, Übung, Seminar etc.) Umfang (in SWS und gegebenenfalls ECT S-Punkten) der einzelnen Module Reihenfolge, in der die Veranstaltungen belegt und gehört werden sollen. noch: Rezept zur Modularisierung Studienführer (Students Handbooks, von Ausschüssen für Studium und Lehre erarbeitet und vom Fachbereichsrat beschlossen) und kommentier te Vorlesungsverzeichnisse enthalten darüber hinaus bereits Beschreibungen der Veranstaltungen 7

8 Fazit das meiste Material liegt schon bereit man muss es nur aufbereiten und zusammenstellen... damit demnächst Hochschulwechsler mit verlässlichen I nformationen zu ihren neuen Prüfungsausschussvorsitzenden kommen... 8

(vom 18. September 2002, NBl. MBWFK Schl.-H. S. 621 ff.) zuletzt geändert durch Satzung vom 15. März 2007 (NBl. MWV Schl.-H. 2007 S.8f.

(vom 18. September 2002, NBl. MBWFK Schl.-H. S. 621 ff.) zuletzt geändert durch Satzung vom 15. März 2007 (NBl. MWV Schl.-H. 2007 S.8f. Studienordnung (Satzung) für Studierende des Bachelorstudienganges Computational Life Science an der Universität zu Lübeck mit dem Abschluss Bachelor of Science (vom 18. September 2002, NBl. MBWFK Schl.-H.

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