Sozialraumorientierung und Netzwerk

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1 Sozialraumorientierung und Netzwerk im Kontext Unterstützte Beschäftigung Daniel Franz, Universität Hamburg

2 Gliederung Sozialraumorientierung warum jetzt? Aktuelle Situation und Begründungslinien Sozialraumorientierung worum geht s? Arbeitsebene Individuum Arbeitsebene Netzwerk Arbeitsebene Organisation Arbeitsebene Sozialstruktur Fazit 2

3 Unterstützte Beschäftigung - Inhalte Unabhängig von Art und Schwere der Behinderung in den Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts Ausgangspunkt: der behinderte Mensch, seine Potenziale und Interessen Vorbereitung in der Schule Anschließend an den individuellen Bedarf, dauerhafte Unterstützung Berücksichtigung anderer Lebensbereiche Förderung von Selbstbestimmung, Wahlmöglichkeiten und Teilhabe (BAG UB 2008, 1) 3

4 SRO Warum jetzt? Die individuenbezogene Perspektive bedarf der Ergänzung durch eine sozial-räumliche Perspektive, die die Gestaltung des Gemeinwesens in den Blick nimmt (Thimm 2005, 327). Einzelfallhilfen versuchen, AdressatInnen für ein Leben fit zu machen, das aber oft nur mit einem guten Beziehungsnetz gemeistert werden kann (Früchtel & Budde 2006, 202). Es geht um die Kontexte, in denen Menschen leben! 4

5 SRO Worum geht s? Sozialstruktur Kooperation & Vernetzung II Sozialplanung/-raumanalyse Rechtlicher Rahmen Organisation zielgruppenübergreifend Koordination & Vernetzung I Barrieren in den Betrieben Netzwerk Fallübergreifend (z.b. U-Kr) Fallunspezifisch (z.b. Ressourcenfinder) Individuum Mit dem Willen arbeiten Ressourcenorientierung 5 Nach: Früchtel, Budde & Cyprian 2007

6 Arbeitsebene Netzwerk S N O I Fallübergreifende Zusammenarbeit Kooperation mit dem sozialen Netzwerk Vernetzung mit anderen Lebensbereichen (Wohnen, Bildung) z.b. im Rahmen von Unterstützerkreisen Fallunspezifisches Arbeiten Präventives Arbeiten Auffinden von Schlüsselpersonen 6

7 Arbeitsebene Organisation S N O I Für die eigene Organisation Programm und Organisationsstruktur müssen einander entsprechen. Für die Arbeitsplätze der KlientInnen? Gibt es Verfahren oder Strukturen, die eine Barriere darstellen? Können diese verändert werden? 7

8 Arbeitsebene Sozialstruktur S N O I Fragestellung: Wie sind die regionalen Bedarfslagen? Gibt es Lücken oder Überangebote? Ziel bessere Koordination und Kooperation Methode Sozialraumanalysen 8

9 Literatur Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung (2008): Unterstütze Beschäftigung - Erfordernisse, Chancen und Perspektiven: Stand: Ciolek, Achim (2006): Das Ambulante Arbeitstraining der Hamburger Arbeitsassistenz. In: Hirsch, S. & Lindmeier, C. (Hrsg.): Berufliche Bildung von Menschen mit geistiger Behinderung. Weinheim, Basel. Beltz Verlag Franz, Daniel & Beck, Iris (2007): Umfeld- und Sozialraumorientierung in der Behindertenhilfe. Empfehlungen und Handlungsansätze für Hilfeplanung und Gemeindeintegration. Hamburg, Düren. DHG-Eigenverlag. Franz, Daniel; Lindmeier, Bettina & Ling, Karen (2011): Personenorientierte Hilfen, Netzwerkförderung und Nahraumorientierung In: Beck, I. & Greving, H. (Hrsg.): Gemeindeorientierte pädagogische Dienstleistungen. Stuttgart. Kohlhammer Früchtel, Frank & Budde, Wolfgang (2006): Wie funktioniert fallunspezifische Ressourcenarbeit? Sozialraumorientierung auf der Ebene von Netzwerken. In: Budde, W.; Früchtel, F. & Hinte, W. (Hrsg.): Sozialraumorientierung. Wege zu einer veränderten Praxis. Wiesbaden. VS Verlag für Sozialwissenschaften Früchtel, Frank; Budde, Wolfgang & Cyprian, Gudrun (2007): Sozialer Raum und Soziale Arbeit 2: Fieldbook: Methoden und Techniken. Wiesbaden. VS Verlag. Thimm, Walter (2005): Helfen als Beruf - Gedanken zur Beendigung einer 30- jährigen Hochschullehrertätigkeit. In: Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete. 74. Jg. (Heft 4)

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