GRAFCET-Pläne der Mechatroniker -Abschlussprüfung Teil1, Frühjahr 2013

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1 Nachfolgend finden Sie die 5 Teil-GRAFCETs o. a. Prüfung normgerecht dargestellt und geringfügig optimiert. Beim abgebildeten GRAFCET handelt es sich um keinen echten Ablauf. Es ist eine reine Verknüpfung die lediglich in die Ablaufform gebracht wurde. (Kennzeichen: 2 Schritte jeweils die gleiche Transition einmal mit und einmal ohne Negation) Das Rücksetzen des Zählers ist überflüssig und könnte entfallen, da es im Teil-GRAFET 41 ohnehin erfolgt. Der Teil-GRAFCET erhielt die Nummer 1, die Nummer des ersten Schrittes. Er wird später im FC 1 erstellt. Datei: GRAFCETs.docx Seite 1 von 10 Gerhard Schmidt

2 Umgewandelt in Wertetabellen ergibt sich folgende Logik, die bequem in ein SPS-Programm umgesetzt werden kann: P1: NOT AUS betätigt P4: Solldruck o.k. A1 S3 P1 A1 0B1 S3 P Reset Zykluszähler A1 Z := steigende Flanke! 1 0 Deaktiviere Automatik Freigabe Steuerung A1 AUTO_off_1 A1 S3 0B1 Freigabe M1: Hauptventil EIN A1 0M Dies ergibt 6 Netzwerke im FC 1. Datei: GRAFCETs.docx Seite 2 von 10 Gerhard Schmidt

3 Auch dieser Teil-GRAFCET wurde normgerecht dargestellt. 2 Punkte mussten geändert werden: Die Abschaltbedingung S3 kann entfallen, da diese ohnehin in der Freigabe integriert ist. Außerdem hätte S3 als weitere Bedingung oben eingefügt werden müssen. Dies hätte nur unnötig den Aufwand in die Höhe getrieben. Damit der Teil-GRAFCET 41 überhaupt arbeiten kann, muss der Schritt 4a verlassen werden. Dies ist nur durch einen Zusatzschritt (4a) möglich. Bei der Realisierung von G41 mit S7-GRAPH kann dies entfallen, da S7-GRAPH nicht wie kontinuierlich wie GRAFCET, sondern flankengesteuert arbeitet. Eine Realisierung des Schrittes 4 als einschließender Schritt hätte die Realisierung vereinfacht. Der Merker_1 könnte auch entfallen und durch S4 ersetzt werden. Der Teil-GRAFCET erhielt die Nummer 3, die Nummer des ersten Schrittes. Er wird später im FC 3 erstellt. Datei: GRAFCETs.docx Seite 3 von 10 Gerhard Schmidt

4 Umgewandelt in Wertetabellen ergibt sich folgende Logik, die bequem in ein SPS-Programm umgesetzt werden kann: Setzen von Merker_1 (Automatik) Zylinder Ausfahren im Tippbetrieb S4 Freigabe S3 S: Merker_1 S4 Freigabe S6 1B2 1M Flankenauswerung wäre gefordert, hat allerdings keinerlei Auswirkung Rücksetzen von Merker_1 (Tippen) S4 Freigabe S3 R: Merker_ Zylinder Einfahren im Tippbetrieb S4 Freigabe S7 1B1 1M Flankenauswerung wäre gefordert, hat allerdings keinerlei Auswirkung Initialisiere Automatik S4 Freigabe S3 AUTO_init Deaktiviere Automatik S4 Freigabe S3 AUTO_off_ Dies ergibt 5 Netzwerke im FC 3. Set und Reset von Merker_1 werden in einem Netzwerk zusammen gefasst. Datei: GRAFCETs.docx Seite 4 von 10 Gerhard Schmidt

5 Auch dieser Teil-GRAFCET wurde normgerecht dargestellt. Die Blinkerzeugung wird in der Praxis nicht per Schrittfolge realisiert in jeder SPS gibt es Taktgeneratoren. In der S7 sind dies die Taktmerker. Der Ablauf wurde somit einfacher. Eine weitere Vereinfachung ist das Weglassen von Schritt 102, da dieser bei NICHT Merker_1 aktiviert wird. Bei der dargestellten Alternative bleibt der Ablauf ohne Schritt 102 im Schritt 100 stehen. Die Aktion von von Schritt 102 wird nach Schritt 100 verlagert. Auch hier GRAFCET handelt es sich um keinen echten Ablauf. Es ist eine reine Verknüpfung die lediglich in die Ablaufform gebracht wurde. (Kennzeichen: 2 Schritte jeweils die gleiche Transition einmal mit und einmal ohne Negation) Der Teil-GRAFCET erhielt die Nummer 100, die Nummer des ersten Schrittes. Er wird später im FC 10 erstellt. Datei: GRAFCETs.docx Seite 5 von 10 Gerhard Schmidt

6 Umgewandelt in eine Wertetabellenergibt sich folgende Logik, die bequem in ein SPS-Programm umgesetzt werden kann: P2: Meldeleuchte Betriebsart Merker_1 S3 Taktmerker P (0) X 1 X = ohne Einfluss 0 1 (1) X 1 X = ohne Einfluss Dies ergibt 1 Netzwerk im FC 10. Datei: GRAFCETs.docx Seite 6 von 10 Gerhard Schmidt

7 Auch dieser Teil-GRAFCET wurde normgerecht dargestellt. Wichtige Anpassung: Die zwangssteuernde Aktion G41 { } am Schritt 100 sorgt dafür, dass der Automatikablauf beim Abschalten von S3 (Steuerung aus) abgebrochen wird. Beim Original GRAFCET fehlt dies und der Ablauf bleibt auch bei Steuerung AUS aktiv und kann sogar neu gestartet werden. Der Teil-GRAFCET erhielt die Nummer 200, die Nummer des ersten Schrittes. Er wird später im FC 20 erstellt. Datei: GRAFCETs.docx Seite 7 von 10 Gerhard Schmidt

8 Umgewandelt in Wertetabellen ergibt sich folgende Logik, die bequem in ein SPS-Programm umgesetzt werden kann: Deaktiviere Automatik A1 AUTO_off_ P10: 1M1 ist eingefahren S3 1B1 P P11: 1M1 ist ausgefahren S3 1B2 P P3: Grundstellung S3 1B2 P Dies ergibt 4 Netzwerke im FC 20. Datei: GRAFCETs.docx Seite 8 von 10 Gerhard Schmidt

9 Auch dieser Teil-GRAFCET wurde normgerecht dargestellt. Wichtige Anpassungen: Das Rücksetzen des Zählers wurde auf fallende Flanke umgestellt. Dadurch bleibt der Zählerstand des letzten Zyklus bis zum Start des neuen Zyklus erhalten. Die Transition zum Schritt 45 sollte sicherheitshalber Z >= 3 lauten, damit der Zähler manipulationssicher ist. Die dritte Verzweigung ist zudem überflüssig. Die Funktionen werden ohnehin alle übergeordnet abgefragt und ein Sprung zu Schritt 1 ist zudem nicht möglich. Eine Endtransition wäre möglich. Verzweigungen werden von der SPS gem. DIN EN von links nach rechts abgearbeitet und sobald die erste Transition erfüllt ist, wird die weitere Abfrage abgebrochen. Aus diesem Grund würde die dritte Transition ohnehin nie abgefragt werden, denn Z ist immer >= 3 oder < 3. Datei: GRAFCETs.docx Seite 9 von 10 Gerhard Schmidt

10 Als letztes wurde die Transition zum Sprung nach Schritt 41 mit einer Transition ergänzt, da diese offensichtlich vergessen wurde. Ohne Negation würde Schritt 45 keinen Sinn ergeben und nicht die Anforderungen erfüllen. In der Funktionsbeschreibung, Seite 33 steht:... Nach erneuter Betätigung des Tasters -S5 erfolgt ein neuer Durchlauf.... Also muss folglich der Taster losgelassen werden. Dies erfordert die Abfrage NICHT S5. Der Teil-GRAFCET erhielt zwingend die Nummer 41, die Nummer des ersten Schrittes. Er wird im FB 41 in S7- GRAPH erstellt. Datei: GRAFCETs.docx Seite 10 von 10 Gerhard Schmidt

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