EXPRESS-Zertifikate und CASH COLLECT-Zertifikate

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1 EXPRESS-Zertifikate und CASH COLLECT-Zertifikate

2 In den Aktienmarkt einsteigen und das eingesetzte Geld plus Gewinn schon frühzeitig zurückbekommen diese Möglichkeit bieten EXPRESS-Zertifikate. Sie sind ein noch recht junges Mitglied der immer größer werdenden Zertifikatefamilie. Zertifikate das sind intelligente Finanzinstrumente mit klar definierten Auszahlungsprofilen. Sie als Investor erwerben durch den Kauf dieser Zertifikate den Anspruch auf einen Geldbetrag oder auf Lieferung von Aktien oder eines anderen Basiswertes. Die Art der Tilgung entscheidet sich spätestens am Bewertungstag. Mit EXPRESS-Zertifikaten können Sie recht einfach attraktive Renditen erzielen. Wenn der zugehörige Basiswert, beispielsweise der DJ EURO STOXX 50, an einem bestimmten Beobachtungstag auf oder über dem so genannten Call-Level notiert, erhalten Sie den Nominalbetrag zuzüglich eines stattlichen Zusatzbetrages zurück. Auch wenn der Basiswert am ersten Beobachtungstag unter seinem Call-Level notiert, kann sich das Investment noch lohnen. Denn an künftigen Beobachtungstagen jeweils ein Jahr später wiederholt sich der Überprüfungsprozess. Notiert der DJ EURO STOXX 50 oder ein anderer Basiswert dann über dem Call-Level, erhalten Sie Ihr Geld plus einen erhöhten Extrabetrag zurück. CASH COLLECT-Zertifikate bieten eine Alternative zu EXPRESS-Zertifikaten. Auch hier kommt es zu einer jährlichen Überprüfung des Basiswertes. Wenn der zugrunde liegende Index oder die Aktie über dem Basispreis notiert, erhalten Sie auch hier eine attraktive Auszahlung. Allerdings werden CASH COLLECT-Zertifikate nicht vorzeitig zurückbezahlt. Ihr investiertes Geld bleibt über die gesamte Laufzeit gebunden. Sie können jedoch dann Jahr für Jahr eine stattliche Auszahlung erhalten, wenn der Basiswert über dem Basispreis notiert. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, wie die EXPRESS- und CASH COLLECT-Zertifikate im Detail funktionieren. Darüber hinaus erklärt die Broschüre die Funktionsweise anhand von Beispielen und gewährt Ihnen einen Blick hinter die Kulissen. Viel Spaß bei der Lektüre!

3 Inhalt Die Grundlagen 6 Das Wichtigste in Kürze 6 Der Emittent 7 Allgemeine Einführung 8 EXPRESS-Zertifikate 9 Der EXPRESS-Mechanismus 9 Die Basiswerte: Aktien und Indizes 12 Das Ertragsprofil 12 Der Aufbau 14 Die Rolle der Dividenden 15 Die Quanto-Funktion 15 Sinnvolle Variationen 17 Die defensive Variante 17 Die offensive Variante BEST-EXPRESS-Zertifikate 18 Die Bonus-Variante EXPRESS-Bonus-Zertifikat 20 Die einfache Variante EASY-EXPRESS-Zertifikate 22 CASH COLLECT-Zertifikate 26 Der CASH COLLECT-Mechanismus 26 Der Aufbau 28 Exkurs: Optionen 29 Digitale Optionen 31 EXPRESS- oder CASH COLLECT-Zertifikate? 33 Szenario-Analyse 33 Fazit 35 Tipps für die Praxis 36 Die Auswahl 36 Die Kursentwicklung 37 Der Handel 37 Zertifikate als Geldanlage 39 Hinter den Kulissen 39 Die Besteuerung von Privatanlegern 40 Impressum 41

4 EXPRESS-Zertifikate und CASH COLLECT-Zertifikate EXPRESS-Zertifikate und CASH COLLECT-Zertifikate Der Emittent Die Grundlagen Das Wichtigste in Kürze Ein EXPRESS-Zertifikat wird von einem Emittenten strukturiert und zum Kauf angeboten. Dabei handelt es sich meist um bekannte inländische Banken, Sparkassen oder genossenschaftliche Institute sowie um die deutschen Tochtergesellschaften internationaler Investmentbanken. Gegenwärtig bieten in Deutschland die meisten Emissionshäuser derartige Zertifikate an. Grundsätzlich zeichnen sich Zertifikate durch ein hohes Maß an Transparenz aus. Das Auszahlungsprofil am Laufzeitende und die Möglichkeiten einer vorzeitigen Rückzahlung sind klar definiert. Dabei ist jedes Zertifikat anders. Den Unterschied machen Parameter wie der Call-Level, der PROTECT-Level, die Laufzeit oder die Höhe der möglichen Rückzahlungsbeträge aus. Da es sich bei EXPRESS-Zertifikaten aus rechtlicher Sicht um Inhaberschuldverschreibungen handelt, nimmt der Emittent die Rolle des Schuldners ein. Der Emittent erhält den Erlös aus dem Verkauf des Zertifikates und ist im Gegenzug verpflichtet, eine bestimmte Leistung zu erbringen, die in den Zertifikatsbedingungen für das EXPRESS-Zertifikat genau festgelegt ist. Die Zertifikate-Visitenkarte zeigt ein Beispiel: 1 Bei EXPRESS-Zertifikaten zahlt der Emittent vorzeitig den Nominalbetrag zuzüglich eines Zusatzbetrages zurück, wenn der Basiswert an einem Beobachtungstag auf oder über dem Call-Level notiert. Steht der Basiswert auch am letzten Beobachtungstag unter dem Call-Level, so zahlt der Emittent den Nominalbetrag zurück, wenn der Basiswert über dem PROTECT-Level notiert. Ist dies nicht der Fall, zahlt der Emittent einen Betrag zurück, der sich am Kurs des Basiswertes orientiert. Wenn sich das EXPRESS-Zertifikat auf einzelne Aktien bezieht, kann der Emittent alternativ Aktien liefern. Verpflichtung zur Zahlung oder zur Lieferung von Aktien DJ EURO STOXX 50 EXPRESS-Zertifikat ISIN DE 000 SCL 3XM 2 Call-Level ,10 Punkte Express-Beträge 6 108%/116%/124%/132% PROTECT-Level ,08 Punkte Bezugsverhältnis 8 41,121 : 1 Laufzeit Beobachtungstage , , , Der Emittent ist die Bank, die das Zertifikat auf den Markt bringt. 2. Der DJ EURO STOXX 50 ist der Basiswert, auf den sich das Zertifikat bezieht. Neben diesem Index können sich EXPRESS-Zertifikate auch auf einzelne Aktien oder auf andere Indizes beziehen. 3. Die Bezeichnung EXPRESS-Zertifikat charakterisiert den Typ des Zertifikates. 4. Die ISIN-Nummer identifiziert das Zertifikat eindeutig. Alternativen hierzu sind die sechsstellige Wertpapierkennnummer (WKN) oder die Valorennummer in der Schweiz. 5. Der Call-Level ist die entscheidende Kursmarke bei EXPRESS-Zertifikaten. Dieser Wert bestimmt an den jeweiligen Beobachtungstagen, ob es zu einer vorzeitigen Rückzahlung kommt oder nicht. 6. Die Rückzahlungsbeträge bestimmen den Betrag, den der Inhaber des EXPRESS-Zertifikates bei einer vorzeitigen Tilgung erhält. Kommt es zu einer Rückzahlung nach dem ersten Beobachtungstag, würde er in diesem Beispiel 108 Prozent des Nominalbetrages erhalten. Bei einer Tilgung nach dem zweiten Beobachtungstag wären es 116 Prozent. 7. Der PROTECT-Level wird am Laufzeitende relevant. Er markiert den Punkt, bis zu dem der Inhaber des EXPRESS- Zertifikates vor Kursverlusten geschützt ist. 8. Das Bezugsverhältnis sagt aus, auf wie viele Einheiten des Basiswertes sich das Zertifikat bezieht. 9. Die Laufzeit gibt den letztmöglichen Fälligkeitstag des Zertifikates an. 10. An den Beobachtungstagen wird überprüft, ob der Basiswert auf oder über dem Call-Level notiert. Ist dies der Fall, kommt es zu einer vorzeitigen Rückzahlung. Da der Emittent die Rolle des Schuldners einnimmt, ist die Bonität also die Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen von besonderer Bedeutung. Zwar gilt die Bonität der Kreditinstitute in Deutschland als zweifelsfrei. Doch die Verpflichtungen aus Zertifikaten unterliegen im Gegensatz zu Giro-, Termin- und Spareinlagen nicht der Einlagensicherung. Bei einer Insolvenz gibt es also keinen Schutz. Ebenso sollten Sie als Anleger auf die Expertise des Emittenten achten. Der Emittent sollte über ein umfassendes Know-how bei Zertifikaten und anderen verbrieften Derivaten verfügen. Diese Erfahrung garantiert Ihnen, dass Ihre Wünsche und Interessen berücksichtigt werden, dass beispielsweise die Zertifikate attraktiv ausgestattet sind und jederzeit handelbare Preise gestellt werden, zu denen Sie kaufen und auch verkaufen können. Der Emittent sollte zudem über ein umfassendes Serviceangebot zum Thema verfügen und jederzeit aktuelle Kurse veröffentlichen. Sal. Oppenheim zählt nicht nur zu den führenden Emittenten von Zertifikaten. Das renommierte Bankhaus verbindet mit Erfolg Innovation und Tradition. Seit der Gründung im Jahr 1789 war Sal. Oppenheim zu jeder Zeit ein Motor des Fortschritts offen für neue Entwicklungen in Industrie und Wirtschaft, offen für Kunst und Kultur und natürlich immer offen für innovative Finanzprodukte. Sal. Oppenheim ist heute die führende Privatbank Europas. Sie befindet sich seit nunmehr 218 Jahren ausschließlich im Besitz von Privatpersonen. Diese Unabhängigkeit ist ein wichtiges Fundament für den geschäftlichen Erfolg. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt auf der Vermögensverwaltung und dem Investment Banking. Sal. Oppenheim betreut und verwaltet ein Vermögen von derzeit 148 Milliarden Euro. Die Bonität des Emittenten für Anleger von großer Bedeutung Derivate-Expertise und umfassender Service ein wichtiges Kriterium Innovation und Tradition seit mehr als 200 Jahren 6 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 7

5 EXPRESS-Zertifikate und CASH COLLECT-Zertifikate EXPRESS-Zertifikate Bei Zertifikaten und anderen Derivaten in der Spitzengruppe Beliebtes Anlageinstrument mit vielfältigen Varianten Bilanzsumme betrug Mitte 2007 rund 38 Milliarden Euro bei einem Eigenkapital von über 2 Milliarden Euro. Über 3490 Mitarbeiter arbeiten an mehr als 30 Standorten in Deutschland und in Europa. Im Bereich der strukturierten Produkte zählt Sal. Oppenheim zu den führenden Emissionshäusern in Europa. Eine umfangreiche Palette von Aktienanleihen, Discount-, PROTECT-Bonus-, Outperformance-, TWIN-WIN- und sonstigen Zertifikaten wird privaten und institutionellen Anlegern in Deutschland, der Schweiz, in Italien und Österreich angeboten. Bezogen auf die Umsätze zählt das Privatbankhaus in Deutschland zu den Top 5. Für institutionelle Anleger strukturiert das Bankhaus auch innovative Portfolioangebote im Rahmen von Privatplatzierungen oder OTC-Geschäften. Allgemeine Einführung Zertifikate sind moderne Geldanlageinstrumente, die sich einer immer größeren Beliebtheit erfreuen. Das Derivate-Forum, ein Zusammenschluss der führenden Emittenten, zu dem auch Sal. Oppenheim gehört, schätzt, dass deutsche Anleger Ende 2006 schon mehr als 120 Milliarden Euro in Zertifikaten investiert hatten. Der Begriff Zertifikat ist keine rechtlich geschützte Bezeichnung. Es ist ein Sammelbegriff für verschiedene Arten von derivativen Wertpapieren. In den vergangenen Jahren hat sich bei verbrieften Derivaten die Einteilung in Hebelprodukte, wie Optionsscheine und Turboscheine, sowie Anlageprodukte durchgesetzt. Zu den Anlageprodukten zählen Anlagezertifikate und strukturierte Anleihen. EXPRESS-Zertifikate Der EXPRESS-Mechanismus EXPRESS-Zertifikate sind durch ein klares Auszahlungsprofil gekennzeichnet. Es wird von verschiedenen Parametern eindeutig bestimmt. Beispiel: ein EXPRESS-Zertifikat auf die XY-Aktie mit einem Call-Level von 100,00 Euro und einer Laufzeit bis zum 14. April Die Beobachtungstage finden an folgenden Terminen statt: 1. Überprüfung: nach 13 Monaten am Überprüfung: Überprüfung: Letzte Überprüfung bei Bewertung am Notiert die XY-Aktie an den Beobachtungstagen über dem Call-Level, endet die Laufzeit. Dem Inhaber werden dann einmalig folgende Beträge zurückgezahlt: 1. Termin: EUR 110,00 2. Termin: EUR 115,00 3. Termin: EUR 120,00 Letzter Termin: EUR 125,00 Der PROTECT-Level liegt bei,00 Euro. Während diese Größen von vornherein feststehen, ist der Kurs des Basiswertes variabel. Er bestimmt letztlich über die Höhe der Rückzahlung bei Fälligkeit. Dabei ist der Kurs an den jeweiligen Beobachtungsterminen entscheidend. Sal. Oppenheim als einer der führenden Emittenten bietet bereits eine Vielzahl verschiedener Zertifikate an. Dazu zählen beispielsweise Indexzertifikate, die bekannte Börsenindizes wie den DAX oder den DJ EURO STOXX 50 eins zu eins nachbilden, oder auch Basket-Zertifikate, die sich auf einen Aktienkorb beziehen. Ausgefeilte Produkte wie EXPRESS-, CASH COLLECT-, PROTECT-Bonus-, PROTECT-Discount-, VICTORY- und TWIN-WIN-Zertifikate komplettieren die Palette. Basiswert PROTECT-Level Elemente des EXPRESS-Zertifikates Call-Level Zertifikate mit unterschiedlichen Chanceund Risikoprofilen Das Risiko ist bei Zertifikaten deutlich geringer als bei Hebelprodukten. Die einzelnen Typen weisen aber deutliche Unterschiede in ihrem Risikoprofil auf. Am risikoärmsten sind Garantiezertifikate, die ihrem Besitzer eine Rückzahlung in Höhe des Ausgabepreises sichern. Mit Airbag-, PROTECT-Discount- und PROTECT-Bonus-Zertifikaten setzen Investoren auf Teilabsicherungsstrategien. Einen solchen Teilschutz bieten auch EXPRESS- und CASH COLLECT-Zertifikate. Hier geht der Investor tendenziell ein Kursrisiko ein, das mit dem der zugrunde liegenden Aktie oder Index vergleichbar ist. Laufzeit und Beobachtungstage Express- Beträge Genau wie die Risiken unterscheiden sich auch die Gewinnchancen der einzelnen Zertifikatevarianten. Wie bei anderen Geldanlagen gilt: Je höher das Risiko, umso größer ist auch die Renditemöglichkeit. Es liegt auf der Hand, dass ein Garantiezertifikat, das Kursverluste zum Laufzeitende ausschließt, geringere Ertragschancen bietet als beispielsweise ein Outperformance-Zertifikat. 8 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 9

6 EXPRESS-Zertifikate EXPRESS-Zertifikate Das Beispiel zeigt, dass EXPRESS-Zertifikate durch wesentlich mehr Parameter definiert werden als beispielsweise Discount-Zertifikate. Die folgende Übersicht zeigt die Parameter des EXPRESS- Papiers auf die XY-Aktie, um die Wirkungsweise zu verdeutlichen. Das folgende Schaubild verdeutlicht die Wirkungsweise von EXPRESS-Zertifikaten nochmals: Emissionstag Festlegung des Ausgangsniveaus der XY-Aktie Call-Level = EUR 100,00 EXPRESS-ZERTIFIKAT AUF DIE XY-AKTIE 1. Beobachtungstag XY-Aktie notiert auf oder über dem Call-Level von EUR 100,00? ja Rückzahlung von EUR 110, nein Express-Betrag 2. Beobachtungstag XY-Aktie notiert auf oder über dem Call-Level von EUR 100,00? nein ja Rückzahlung von EUR 115,00 Aktienkurs in Euro XY-Aktie Call-Level PROTECT-Level Beobachtungstage Beobachtungstag 4. Beobachtungstag XY-Aktie notiert auf oder über dem Call-Level von EUR 100,00? nein XY-Aktie notiert auf oder über dem Call-Level von EUR 100,00? nein ja ja Rückzahlung von EUR 120,00 Rückzahlung von EUR 125,00 Der Call-Level bleibt während der Laufzeit konstant. Dagegen steigt der mögliche Express-Betrag nach jedem Beobachtungstermin an. Am ersten Beobachtungstag würde der Inhaber eine Rückzahlung von 110,00 Euro erhalten, wenn die XY-Aktie über dem Call-Level notiert. Gelingt das nicht, kommt es zu keiner vorzeitigen Rückzahlung. XY-Aktie schließt zwischen dem PROTECT-Level von EUR,00 und dem Call-Level von EUR 100,00? nein Lieferung der XY-Aktie, die unter dem PROTECT-Level von EUR,00 notiert. ja Rückzahlung von EUR 100,00 Auch am zweiten Beobachtungstag notiert die XY-Aktie unter dem Call-Level. Die mögliche Tilgung zu 115,00 Euro kommt daher nicht zustande. Nach einer Kurserholung notiert die XY-Aktie schließlich am dritten Beobachtungstag über dem Call-Level. So kommt der Inhaber des EXPRESS-Zertifikates in den Genuss einer Rückzahlung von 120,00 Euro. Der PROTECT- Level von,00 Euro wird in diesem Beispiel nicht relevant. Er käme nur am letztmöglichen Rückzahlungstermin ins Spiel. Natürlich stellt sich auch bei EXPRESS-Zertifikaten die Frage: Aktie oder Zertifikat? Der Anleger könnte die XY-Aktie direkt erwerben oder den indirekten Weg über das EXPRESS-Zertifikat wählen. Im Beispiel kam es nach dem dritten Beobachtungstermin nach drei Jahren und einem Monat zu einer vorzeitigen Rückzahlung zu 120,00 Euro. Die XY-Aktie notierte zu diesem Zeitpunkt über dem Call-Level bei 109,56 Euro. So hätte das EXPRESS-Zertifikat in diesem Beispiel eine bessere Kursentwicklung gebracht. Anlageentscheidung: Aktie oder EXPRESS-Zertifikat? Hätte die XY-Aktie jedoch schon zu Beginn stark zugelegt und zum ersten Beobachtungstag nach 13 Monaten eine Steigerung von mehr als 10 Prozent verzeichnet, wäre der direkte Aktienkauf die bessere Alternative gewesen. Ob das EXPRESS-Zertifikat oder der Basiswert die bessere Wahl ist, hängt somit von der Kursentwicklung des Basiswertes ab. Dabei kommt dem Kurs an den Beobachtungsterminen eine entscheidende Bedeutung zu. Tendenziell eignen sich EXPRESS-Zertifikate für Anleger, die moderate Kurssteigerungen erwarten. Kurs an den Beobachtungstagen und bei Fälligkeit bestimmt die Rückzahlung 10 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 11

7 EXPRESS-Zertifikate EXPRESS-Zertifikate Die Laufzeit kann schon vorzeitig enden Standardaktien und Indizes: umfangreiches Angebot an Basiswerten möglich Die maximale Laufzeit von EXPRESS-Zertifikaten ist klar definiert. Im Beispiel hat das Zertifikat auf die XY-Aktie eine Laufzeit von maximal vier Jahren und einem Monat. Sie endet spätestens am 7. April Kommt es zu einer Rückzahlung am letztmöglichen Termin, ist zum einen der Kurs der XY-Aktie am Bewertungstag relevant, der in der Regel eine Woche vor dem Fälligkeitstag terminiert wird. Der Börsenhandel wird meist an diesem Tag eingestellt. Natürlich kann die Laufzeit schon vorzeitig enden, wenn die XY-Aktie an einem der Überprüfungstage über dem Call-Level notiert. Die Gutschrift des Geldbetrages erfolgt spätestens am Fälligkeitstag, der meist fünf Bankarbeitstage nach dem Bewertungstag terminiert wird. Die Gewinnchancen von EXPRESS-Zertifikaten sind im Gegensatz zum direkten Aktienkauf begrenzt. Dafür kann der Anleger schon bei Seitwärtsbewegungen oder kleinen Anstiegen des Basiswertes hohe Express-Zahlungen vereinnahmen. Einen Vorteil hat der Aktionär allerdings: Er verdient nicht nur an den Kurssteigerungen, sondern auch an den Dividendenzahlungen. Dem Zertifikatskäufer entgehen die Ausschüttungen. Denn der Emittent benötigt die Dividenden, um die Struktur des EXPRESS-Zertifikates zu finanzieren. Die Basiswerte: Aktien und Indizes EXPRESS-Zertifikate, denen im Beispiel die Aktie der XY AG zugrunde liegt, können sich auf Aktien oder Indizes beziehen. Sal. Oppenheim startete sein Angebot mit Zertifikaten auf den DJ EURO STOXX 50. Aber auch dividendenstarke Aktien aus dem DAX wie Daimler, Deutsche Telekom, E.ON, ThyssenKrupp und TUI eignen sich als Basiswerte. Und auch Standardtitel aus dem europäischen Ausland wie ABN AMRO Holding N.V. oder Royal Dutch Shell Group kommen für EXPRESS-Zertifikate in Frage. EXPRESS-Index-Zertifikate bieten gegenüber Zertifikaten auf einzelne Aktien den Vorteil, dass Sie als Investor nicht nur an der Kursentwicklung einer einzelnen Aktie partizipieren, sondern an einen breiten Aktienkorb. Beim DJ EURO STOXX 50 investieren Sie gleich in fünfzig Titel, beim NIKKEI 225 sogar in 225 Titel. Sie erzielen somit eine breite Risikostreuung und senken Ihr Anlagerisiko. Das Ertragsprofil Da die endgültige Laufzeit bei EXPRESS-Zertifikaten nicht von vornherein feststeht, gestaltet sich eine Betrachtung des Ertragsprofils schwieriger als bei anderen Zertifikatearten. Die folgende Grafik zeigt das Auszahlungsprofil des EXPRESS-Zertifikates aus dem Beispiel im Vergleich zur XY-Aktie. Dargestellt ist das Profil zum ersten Beobachtungstag. Zu beachten ist, dass bei einer Notierung des Basiswertes unterhalb des Call-Levels keine vorzeitige Auszahlung erfolgt, sondern die Laufzeit um mindestens ein weiteres Jahr verlängert wird. EXPRESS-ZERTIFIKAT AUF DIE AKTIE DER XY AG (ERSTER BEOBACHTUNGSTAG) Rückzahlung in Euro Express-Betrag Call-Level Aktienkurs in Euro Die Auszahlungsprofile an den folgenden Beobachtungstagen sind mit der oberen Grafik vergleichbar. Allerdings erhöht sich der Express-Betrag für das EXPRESS-Zertifikat schrittweise auf 125,00 Euro. Am letzten Überprüfungstag kommt schließlich der Sicherheitslevel ins Spiel, wie die folgende Grafik verdeutlicht. Rückzahlung in Euro Aktie EXPRESS-ZERTIFIKAT AUF DIE AKTIE DER XY AG (LETZTER BEOBACHTUNGSTAG) PROTECT-Level Express-Betrag Aktie Call-Level Aktienkurs in Euro express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 13

8 EXPRESS-Zertifikate EXPRESS-Zertifikate Der Express-Betrag hat sich nun auf 125,00 Euro erhöht. Sollte die XY-Aktie am letzten Beobachtungstag über dem Call-Level von 100,00 Euro notieren, erhält der Inhaber 125,00 Euro pro Zertifikat. Der Anleger bekommt eine Rückzahlung in Höhe des Call-Levels von 100,00 Euro, wenn die XY-Aktie zwischen dem Sicherheitslevel von,00 Euro und dem Call-Level notiert. Bei Kursen unterhalb der Grenze von,00 Euro bekommt der Investor die XY-Aktie und muss den Verlust tragen. EXPRESS-Zertifikate bieten also zusätzlich eine Teilabsicherung. Im Unterschied zu PROTECT- Bonus- oder PROTECT-Outperformance-Zertifikaten wirkt dieser Teilschutz auch, wenn die XY- Aktie während der Laufzeit unterhalb der Sicherheitsgrenze von,00 Euro notierte. Entscheidend ist lediglich der Kurs am letzten Beobachtungstag. Um eine Aussage zu treffen, ob das EXPRESS-Zertifikat oder ein Direktinvestment in eine Aktie die bessere Alternative gewesen wäre, reicht ein Blick auf den Aktienkurs am letzten Beobachtungstag nicht aus. Die Kursentwicklung während der Laufzeit vor allem an den Beobachtungstagen ist entscheidend. Doch hierzu später mehr. Die Rolle der Dividenden EXPRESS-Zertifikate kann man sich als Optionskomponenten innerhalb eines komplexen Modells vorstellen. Genau wie bei anderen Zertifikaten wird die Struktur auch bei EXPRESS- Papieren hauptsächlich aus der Dividende finanziert. Bei einem Direktinvestment in eine Aktie oder in einen Performance-Index wie etwa den DAX würden Sie als Investor an den Dividenden partizipieren. Bei EXPRESS-Zertifikaten verzichten Sie auf die Ausschüttungen. Sie investieren die Dividenden indirekt in Optionen, die Ihnen ein vorteilhaftes Auszahlungsprofil ermöglichen. Tritt Ihre Markterwartung ein und der Basiswert notiert an einem der Stichtage über dem Call-Level, erhöht sich der Wert der Optionskomponenten. Sie als Inhaber des EXPRESS-Zertifikates erhalten dann eine attraktive Rückzahlung. Im ungünstigsten Fall wenn der Basiswert an keinem der Beobachtungstermine über dem Call-Level notiert nimmt der Wert der Optionskomponenten ab. Sie erhalten dann eine Rückzahlung zum Nominalbetrag. Oder: Wenn der Basiswert am letzten Beobachtungstag unter dem Sicherheitslevel notiert, erhalten Sie den Wert des Basiswertes ausbezahlt. Komplexes Modell aus verschiedenen Optionskomponenten Der Aufbau Im Beispiel der XY-Aktie wurde deutlich, dass das Auszahlungsprofil und die Dauer der Laufzeit von EXPRESS-Zertifikaten an eine Reihe von Bedingungen geknüpft sind. An den Beobachtungstagen kommt es jeweils darauf an, ob der zugrunde liegende Basiswert auf oder über beziehungsweise unter einer bestimmten Kursschwelle liegt. Im positiven Fall kommt es zur vorzeitigen Rückzahlung eines bestimmten Betrages. Scheitert der Basiswert an der Kursgrenze, kommt die vorzeitige Tilgung nicht zustande. Es ist offensichtlich, dass die Konditionen des Zertifikates umso attraktiver ausfallen, je mehr Dividende für den Kauf der Optionen zur Verfügung steht. Denn in diesem Fall kann der Emittent mehr Geld in die Struktur investieren, was dem Inhaber des EXPRESS-Zertifikates höhere Rückzahlungsbeträge ermöglicht. Eine hohe erwartete Dividende wirkt sich zweifelsohne positiv auf EXPRESS-Zertifikate aus. Aus diesem Grund sind Zertifikate auf dividendenstarke Basiswerte wie den DJ EURO STOXX 50 oder die Deutsche Telekom besonders attraktiv. Die Quanto-Funktion Höhe der Dividenden für die Rückzahlungsbeträge entscheidend Ein solches Zahlungsprofil lässt sich mit gewöhnlichen Call- und Put-Optionen, die wir Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt noch vorstellen werden, nicht abbilden. Vielmehr sind EXPRESS- Zertifikate das Ergebnis eines ausgefeilten Modells von verschiedenen Optionskomponenten, die sich zudem noch untereinander beeinflussen können. Der Dividende kommt bei der Konstruktion vieler Zertifikate eine zentrale Rolle zu. Meist gilt: Je höher die Ausschüttung, umso attraktiver ist das EXPRESS-Zertifikat. Neben den Ausschüttungen gibt es jedoch weitere Finanzierungsmöglichkeiten für den Emittenten. Ein Beispiel hierfür ist Japan. Das Land des Lächelns ist nicht gerade für hohe Dividendenrenditen bekannt. Doch der Emittent kann die Zinsdifferenz nutzen. Genau wie andere Indizes außerhalb des Euro-Währungsverbundes wird auch der NIKKEI 225 nicht in Euro berechnet, sondern in der Landeswährung japanischer Yen. Ein Investment in japanische Aktien oder Indizes wäre somit generell mit Währungsrisiken verbunden. Verliert der japanische Yen gegenüber dem Euro an Wert, belastet das die Performance. Andererseits kann die Fremdwährung auch zusätzliche Rendite bringen, wenn sie gegenüber dem Euro aufwertet. 14 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 15

9 EXPRESS-Zertifikate Sinnvolle Variationen Sie sollten deshalb die Entscheidung treffen, ob Sie die Chancen der Fremdwährung nutzen und gleichzeitig die Wechselkursrisiken eingehen wollen. Wenn Sie sich den Wechselkursdifferenzen nicht aussetzen wollen, müssen Sie auf die Chancen des japanischen Aktienmarktes trotzdem nicht verzichten. EXPRESS-Quanto-Zertifikate schalten Währungsschwankungen von vornherein aus. Sinnvolle Variationen EXPRESS-Zertifikate durchlaufen inzwischen einen Reifeprozess. So gibt es neben den klassischen EXPRESS-Papieren bereits einige Variationen. Diese neuen Varianten helfen Ihnen, Ihr Investment noch genauer auf Ihre Markterwartung abzustimmen. PROTECT-Level Währungsschutz Die defensive Variante Basiswert Elemente des EXPRESS-Quanto-Zertifikates Call-Level Eigentlich scheint es nicht besonders schwierig zu sein, mit EXPRESS-Zertifikaten erfolgreich abzuschneiden. Der Basiswert muss nichts anderes tun, als an einem der Beobachtungstage auf oder über seinem Ausgangskurs, dem Call-Level, zu notieren. Doch Aktienmärkte können in Phasen eintreten, in denen sich auch diese Hürde als zu hoch erweist. Laufzeit und Beobachtungstage Express- Beträge In solchen Situationen helfen defensive EXPRESS-Zertifikate. Der Unterschied: Mit jedem Beobachtungstag sinkt der Call-Level. Damit wird es für den Basiswert einfacher, die für eine vorzeitige Rückzahlung nötige Bedingung zu erfüllen. Um die defensive Variante zu veranschaulichen, verändern wir das Beispiel von Seite 9 etwas. Als zusätzliches Element kommt bei EXPRESS-Quanto-Zertifikaten also der Währungsschutz hinzu. Genau wie bei klassischen EXPRESS-Papieren stellt sich an den Beobachtungstagen die Frage, ob der Basiswert auf oder über dem Call-Level notiert oder nicht. Wenn der Basiswert auf oder über dem Call-Level steht, kommt es zu einer vorzeitigen Rückzahlung. Der Devisenkurs spielt aufgrund der Quanto-Funktion keine Rolle. Denn das Investment wird so gestellt, als wäre der Wechselkurs zwischen Euro und Fremdwährung konstant geblieben. Zur Finanzierung der Struktur werden auch bei der Quanto-Variante die Dividenden verwendet. Allerdings reichen die Ausschüttungen allein oftmals nicht aus, um EXPRESS-Zertifikate mit attraktiven Express-Beträgen zu kreieren. Der Investor profitiert bei Quanto-Zertifikaten auf japanische Indizes von der Zinsdifferenz, da die Zinsen aktuell im Euroraum höher als in Japan sind. Das EXPRESS-Zertifikat bezieht sich wiederum auf die Aktie der XY AG. Die Laufzeit beträgt ebenfalls maximal vier Jahre und ein Monat. Die erste Beobachtung findet nach einem Jahr und einem Monat statt. Danach wird der Basiswert jährlich überprüft. Der Call-Level soll anfangs bei 100,00 Euro liegen. Danach nimmt er mit jedem Beobachtungstag ab: 1. Termin: EUR 100,00 2. Termin: EUR 95,00 3. Termin: EUR 90,00 Letzter Termin: EUR 85,00 Da es die XY-Aktie nun leichter hat, die Rückzahlungsbedingung zu erfüllen, fallen die Rückzahlungsbeträge etwas niedriger aus. Wäre dies nicht der Fall, gäbe es schließlich keinen Grund, das klassische EXPRESS-Zertifikat der defensiven Variante vorzuziehen. Notiert die XY-Aktie an den Beobachtungstagen über dem Call-Level, so werden folgende Beträge zurückgezahlt: 1. Termin: EUR 108,00 2. Termin: EUR 113,00 3. Termin: EUR 118,00 Letzter Termin: EUR 123,00 16 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 17

10 Sinnvolle Variationen Sinnvolle Variationen Die folgende Grafik verdeutlicht die Wirkungsweise eines defensiven EXPRESS-Zertifikates: EXPRESS-ZERTIFIKAT AUF DIE XY-AKTIE (DEFENSIVE VARIANTE) 160 Um diese Variante zu verdeutlichen, greifen wir wieder auf das Beispiel der XY-Aktie zurück. Die maximale Laufzeit beträgt wiederum vier Jahre und ein Monat. Der Call-Level bleibt diesmal konstant bei 100,00 Euro. Wenn die XY-Aktie an den Beobachtungsterminen über dem Call-Level notiert, erhält der Inhaber des offensiven EXPRESS-Zertifikates mindestens folgende Summen ausgezahlt: 1. Termin: EUR 108,00 2. Termin: EUR 113,00 3. Termin: EUR 118,00 Letzter Termin: EUR 123, Express-Betrag Wenn die XY-Aktie über den Express-Betrag hinaus steigt, bekommt der Anleger den Aktienkurs ausbezahlt. Aktienkurs in Euro XY-Aktie PROTECT-Level Call-Level Beobachtungstage Die folgende Grafik zeigt das offensive EXPRESS-Zertifikat: EXPRESS-ZERTIFIKAT AUF DIE XY-AKTIE (OFFENSIVE VARIANTE) Während das klassische EXPRESS-Zertifikat erst nach drei Jahren zurückgezahlt worden wäre, kommt es bei der defensiven Variante bereits nach dem zweiten Termin zu einer Tilgung. Allerdings fällt der Express-Betrag etwas niedriger aus. Dafür erhöht sich jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass der Investor eine vorzeitige Rückzahlung erhält. Die offensive Variante BEST-EXPRESS-Zertifikate Während sich der defensive Anleger mehr Sicherheit wünscht, will der offensive Investor zusätzliche Chancen. Ein Gewinn von 6, 8 oder 10 Prozent ist sicher nicht schlecht. Doch in guten Börsenjahren steigen Aktien mitunter um 20 Prozent oder mehr. Klassische EXPRESS-Zertifikate sind für solche Marktphasen nicht optimal. Denn die maximale Rendite ist von vornherein auf den Express-Betrag begrenzt. Offensive EXPRESS-Zertifikate schalten diese Schwäche aus. Der Anleger nimmt bei dieser Variante einen niedrigeren Express-Betrag in Kauf, den er mindestens bekommt, wenn der Basiswert über dem Call-Level notiert. Wenn der Basiswert jedoch über dem Rückzahlungsniveau steht, kommt dem Investor die gesamte Performance zugute. Aktienkurs in Euro XY-Aktie PROTECT-Level Express-Betrag Call-Level Beobachtungstage Im Beispiel würde es gleich nach dem ersten Beobachtungstag zu einer Rückzahlung kommen. Dabei spielt das offensive EXPRESS-Zertifikat seine Stärken aus. Da die XY-Aktie bei 121,00 Euro also über dem Mindest-Express-Betrag notiert, erhält der Inhaber des Zertifikates eine Auszahlung von 121,00 Euro. Bei der klassischen Variante (Seite 9) hätte sich der Investor mit 110,00 Euro begnügen müssen. Offensive EXPRESS-Zertifikate bieten also deutlich höhere Gewinnchancen als die klassische Variante. Dafür fällt die Mindest-Rückzahlung, die der Zertifikateinhaber bei einer Seitwärtsbewegung bekommt, etwas geringer aus. 18 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 19

11 Sinnvolle Variationen Sinnvolle Variationen Die Bonus-Variante EXPRESS-Bonus-Zertifikate Neben offensiven und defensiven EXPRESS-Zertifikaten gibt es eine weitere Variante: die Bonus- Variante. Während der Laufzeit verhalten sich EXPRESS-Bonus-Zertifikate zunächst wie klassische EXPRESS-Papiere. Wenn der Basiswert am Beobachtungstag auf oder über dem Call-Level notiert, endet die Laufzeit. Der Inhaber des Zertifikates bekommt dann eine vorzeitige Rückzahlung. Er erhält den Ausgabepreis zuzüglich eines Gewinnbetrages. Der Unterschied von EXPRESS-Bonus-Zertifikaten wird am letzten Beobachtungstag deutlich. Dann bekommt der Zertifikateinhaber eine Rückzahlung in Höhe des Nominalbetrages zuzüglich des Gewinnbetrages, wenn der Basiswert über dem Sicherheitslevel notiert. Bei der klassischen Variante kommt der Anleger erst in den Genuss dieser Bonuszahlung, wenn der Basiswert über dem Call-Level steht. Um die Bonus-Variante genauer zu beleuchten, greifen wir wieder auf das bewährte Beispiel der XY-Aktie zurück. Die maximale Laufzeit beträgt wiederum vier Jahre und ein Monat. Der Call-Level bleibt konstant bei 100,00 Euro. Wenn die XY-Aktie an den Beobachtungsterminen über dem Call-Level notiert, erhält der Inhaber des offensiven EXPRESS-Zertifikates mindestens folgende Summen ausgezahlt: 1. Termin: EUR 107,00 2. Termin: EUR 112,00 3. Termin: EUR 117,00 Letzter Termin: EUR 122,00 Die Grafik macht den Unterschied zwischen klassischen EXPRESS-Zertifikaten und EXPRESS- Bonus-Zertifikaten deutlich. Dargestellt ist das Auszahlungsprofil am letztmöglichen Beobachtungstag. Notiert der Basiswert über dem Call-Level, bekommt der Anleger die höchstmögliche Rückzahlung. Bei der klassischen Variante sind es 125,00 Euro. Bei der Bonus-Variante fällt die Tilgung mit 122,00 Euro etwas geringer aus. Dafür ist es bei EXPRESS-Bonus-Zertifikaten wahrscheinlicher, dass der Anleger in den Genuss des Express-Betrages kommt. EXPRESS-ZERTIFIKAT AUF DIE XY-AKTIE (BONUS-VARIANTE) Aktienkurs in Euro PROTECT-Level XY-Aktie Express-Betrag Call-Level Beobachtungstage EXPRESS-BONUS-ZERTIFIKAT AUF DIE AKTIE DER XY AG (LETZTER BEOBACHTUNGSTAG) Rückzahlung in Euro Classic-EXPRESS-Zertifikat EXPRESS-Bonus-Zertifikat 110 Aktie Aktienkurs in Euro Nehmen wir an, die XY-Aktie hätte folgenden Verlauf genommen. An den ersten drei Beobachtungstagen hätte der Titel immer den Call-Level verfehlt. Daher entscheidet der letzte Überprüfungstermin über die Höhe der Rückzahlung. Im Beispiel steht die XY-Aktie bei 89,00 Euro, also über dem Sicherheitslevel von,00 Euro. So kommt der Inhaber des EXPRESS-Bonus- Zertifikates in den Genuss einer Rückzahlung von 122,00 Euro. Der Besitzer eines klassischen EXPRESS-Papiers hätte sich indes mit 100,00 Euro begnügen müssen. EXPRESS-Bonus-Zertifikate haben den Vorteil, dass Anleger auch dann eine akzeptable Rendite erwirtschaften, wenn der Basiswert während der Laufzeit eine leicht fallende Kursentwicklung zeigt und an keinem der Beobachtungstage über dem Call-Level notiert. Die möglichen Express-Beträge fallen gegenüber klassischen EXPRESS-Papieren geringer aus. 20 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 21

12 Sinnvolle Variationen Sinnvolle Variationen Die einfache Variante EASY-EXPRESS-Zertifikate EASY-EXPRESS-ZERTIFIKAT AUF DIE AKTIE DER XY AG Die bisher vorgestellten Varianten haben eins gemeinsam: Während der meist mehrjährigen Laufzeit verfügen alle über mehrere Bewertungstage, an denen eine vorzeitige Rückzahlung der EXPRESS-Zertifikate möglich ist. EASY-EXPRESS-Zertifikate hingegen besitzen nur einen Bewertungstag, und zwar am Ende der Laufzeit. Dementsprechend ist auch die Laufzeit der Zertifikate relativ kurz, in der Regel zwischen 13 und 18 Monaten. Aufgrund dieser Besonderheit zeichnen sich EASY-EXPRESS-Zertifikate auch durch eine besonders unkomplizierte Funktionsweise aus. Denn notiert der zugrunde liegende Basiswert am Bewertungstag auf oder über dem Call-Level, so zahlt das Zertifikat den Express-Betrag aus und der Anleger erhält eine entsprechende attraktive Rendite. Wie bei allen EXPRESS-Zertifikaten spielt es keine Rolle, ob der Basiswert vor dem Bewertungstag den Call-Level unterschritten hat. Es zählt alleine der Schlusskurs des Basiswertes am Bewertungstag. Sollte der Basiswert jedoch unter dem Call-Level notieren, zahlt das Zertifikat einen Betrag, der der Kursentwicklung des Basiswertes am Bewertungstag bezogen auf die gesamte Laufzeit entspricht. Zudem kann der Anleger zwischen offensiveren und defensiveren EASY-EXPRESS-Zertifikaten wählen. Denn die Höhe des Call-Levels bestimmt das Risiko des Investments. Liegt der Call-Level weit unterhalb des Referenzstands des Basiswertes bei Emission, ist eine Rückzahlung des Express- Betrages wahrscheinlicher, als wenn der Call-Level auf oder oberhalb des Referenzstands liegen würde. Dementsprechend bietet die erste Variante mehr Sicherheit, die zweite Variante bei sonst identischer Ausstattung jedoch eine höhere Rendite. Trotz der einfachen Produktstruktur hat der Anleger also auch hier die Möglichkeit, das Produkt entsprechend seiner Erwartung für den Basiswert auszusuchen. Ein Beispiel soll die Funktionsweise eines EASY-EXPRESS-Zertifikates verdeutlichen: Rückzahlung in Euro Aktienkurs in Euro Das beispielhafte EASY-EXPRESS-Zertifikat bezieht sich auf die Aktie der XY AG, die bei Emission des Zertifikates auf 10,00 Euro notiert. Der Call-Level wurde bei 8,00 Euro festgelegt, was einem Risikopuffer von 20 Prozent entspricht. Sollte die Aktie am Ende der 13-monatigen Laufzeit auf oder über 8,00 Euro notieren, erhält der Anleger den Express-Betrag von 110,00 Euro, was einer Rendite von 10 Prozent entspricht. Notiert die Aktie aber unterhalb von 8,00 Euro, erhält der Anleger einen Betrag entsprechend der Performance der Aktie seit Emission. Die folgende Szenario-Analyse zeigt Ihnen die verschiedenen Rückzahlungsvarianten eines EASY- EXPRESS-Zertifikates detailliert auf: SZENARIEN-ANALYSE EASY-EXPRESS-Zertifikat 8 Aktie Call-Level Basiswert: XY-Aktie Nominalbetrag: EUR 100,00 Referenzstand bei Emission: EUR 10,00 Anfänglicher Verkaufspreis: EUR 100,00 Call-Level: EUR 8,00 Laufzeit: 13 Monate Express-Betrag: EUR 110,00 Emissionspreis % 5% Call-Level 4 10% Emission 35 % Laufzeit 22 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 23

13 Sinnvolle Variationen Verlauf Aktie Performance Aktie Rückzahlung EASY-EXPRESS-Zertifikat Rendite 1 Die Aktie steigt stark an und notiert am Laufzeitende weit oberhalb des Call-Levels + 25% EUR 110,00 (Express-Betrag) 10% 2 Die Aktie tendiert seitwärts und schließt am Laufzeitende leicht im Plus + 5% EUR 110,00 (Express-Betrag) 10% 3 Die Aktie verliert zunächst stark, erholt sich dann aber wieder und schließt am Laufzeitende oberhalb des Call-Levels 10% EUR 110,00 (Express-Betrag) 10% 4 Die Aktie verliert stark und schließt am Laufzeitende unterhalb des Call-Levels 35% EUR 65,00 (Rückzahlung entsprechend der Performance der Aktie) 35% EASY-EXPRESS-Zertifikate eignen sich also für Anleger, die grundsätzlich von einer Seitwärtsbewegung des zugrunde liegenden Basiswertes ausgehen und einen kurzen Anlagehorizont bevorzugen. Zudem kann je nach Ausgestaltung eine eher offensivere oder defensivere Variante gewählt werden. 24 express-zertifikate und cash collect-zertifikate

14 CASH COLLECT-Zertifikate CASH COLLECT-Zertifikate CASH COLLECT-Zertifikate Mit EXPRESS-Zertifikaten können Anleger schon frühzeitig gewinnen. Wenn der Basiswert am Beobachtungstag auf oder über dem Call-Level notiert, bekommt der Inhaber den Nominalbetrag plus Zusatzbetrag zurück. Er kann somit sein Investment schon frühzeitig als erfolgreich bezeichnen. Um den Funktionsmechanismus zu verdeutlichen, werfen wir wieder einen Blick auf das Beispiel der XY-Aktie. Ein CASH COLLECT-Zertifikat auf diesen Titel soll eine Laufzeit von vier Jahren und drei Monaten haben. Der Basispreis liegt bei 100,00 Euro, der PROTECT-Level bei 50,00 Euro. Die erste Überprüfung findet nach einem Jahr und drei Monaten statt. Danach kommt es zu jährlichen Beobachtungen. Wenn die XY-Aktie über dem Basispreis notiert, erhält der Anleger eine Auszahlung von 7,00 Euro. Allerdings bringt eine solch frühzeitige Tilgung auch Probleme mit sich. Denn der Anleger muss nun nach einer neuen Investmentmöglichkeit suchen. Das Reinvestieren der Rückzahlung ist erneut mit Transaktionskosten verbunden, die die Nettorendite schmälern. Sal. Oppenheim verlangt bei den meisten EXPRESS-Zertifikaten kein Agio. Der Anleger muss jedoch eine Geld-/Briefspanne (Spread) von in der Regel 1 Prozent akzeptieren. Beim Erwerb über einen Discount-Broker oder die Hausbank fallen jedoch weitere Spesen an. Die Depotbanken erheben genau wie beim Kauf von Aktien oder anderen Wertpapieren Ordergebühren von durchschnittlich etwa 1 Prozent. Diese Kosten fallen an ganz gleich, ob Sie ein Jahr oder fünf Jahre investiert sind. Es liegt auf der Hand, dass die jährliche Rendite umso stärker geschmälert wird, je kürzer die Laufzeit ist. Nehmen wir an, dass ein EXPRESS-Zertifikat eine Rendite von jährlich 7 Prozent verspricht und beim Erwerb Gebühren von 2 Prozent anfallen. Dann würden die Transaktionskosten den Gewinn bei einem Jahr Laufzeit auf etwa 5 Prozent drücken. Bei einer Rückzahlung nach zwei Jahren würde der Gewinn in etwa 6 Prozent p.a. betragen. Bei einer Tilgung nach vier Jahren würde die jährliche Nettorendite bei etwa 6,5 Prozent liegen. Emissionstag 1. Beobachtungstag 2. Beobachtungstag 3. Beobachtungstag 4. Beobachtungstag Festlegung des Ausgangsniveaus der XY-Aktie XY-Aktie notiert auf oder über dem Call-Level von EUR 100,00? nein XY-Aktie notiert auf oder über dem Call-Level von EUR 100,00? nein XY-Aktie notiert auf oder über dem Call-Level von EUR 100,00? nein XY-Aktie notiert auf oder über dem Call-Level von EUR 100,00? ja ja ja ja Basispreis = EUR 100,00 Zahlung von EUR 7,00 Zahlung von EUR 7,00 Zahlung von EUR 7,00 Rückzahlung von EUR 107,00 nein Der CASH COLLECT-Mechanismus Doch auch für dieses Problem gibt es eine Lösung. CASH COLLECT-Zertifikate weisen viele Parallelen zu EXPRESS-Papieren auf, allerdings auch einen entscheidenden Unterschied: Die Laufzeit ist von vornherein klar festgelegt. Zu vorzeitigen Rückzahlungen kann es nicht kommen. XY-Aktie hat während der Laufzeit nie den PROTECT-Level von EUR 50,00 berührt oder unterschritten? nein Lieferung der XY-Aktie, die unter dem PROTECT-Level von EUR 50,00 notiert. ja Rückzahlung von EUR 100,00 Genau wie bei EXPRESS-Zertifikaten muss sich der Basiswert auch bei CASH COLLECT- Papieren regelmäßigen Prüfungen unterziehen. Wenn der Basiswert auf oder über dem Basispreis steht, sammelt das Zertifikat Geld an. Der Inhaber hat so jedes Jahr die Chance auf eine Auszahlung. Der Anlagebetrag bleibt während der Laufzeit investiert. Neben der Chance auf jährliche Auszahlungen bieten CASH COLLECT-Zertifikate eine intelligente Teilabsicherung. Falls der Basiswert während der Laufzeit nie auf oder unter den PROTECT- Level fällt, bekommt der Investor bei Fälligkeit mindestens den Nominalbetrag zurück. 26 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 27

15 CASH COLLECT-Zertifikate CASH COLLECT-Zertifikate Der Aufbau CASH COLLECT-Zertifikate sind eine Kombination aus einer Aktie ohne Dividendenanspruch (Zero-Strike-Call) und digitalen Optionen. Der Inhaber eines CASH COLLECT-Papiers auf eine Aktie kauft indirekt eine Aktie ohne Dividendenanspruch. Darüber hinaus erwirbt er weitere Elemente: eine Serie von digitalen Call-Optionen und einen Down-and-Out-Put. Der Anleger verkauft darüber hinaus indirekt eine Call-Option mit einem Basispreis in Höhe des Basispreises des Zertifikates. CASH COLLECT-Zertifikat = Zero-Strike-Call + Serie von digitalen Call-Optionen + Down-and-Out-Put verkaufte Call-Option Der verkauften Call-Option kommt noch eine weitere Bedeutung zu. Durch den Verkauf fließt dem Emittenten Geld zu, was zur Finanzierung der Struktur beispielsweise zum Erwerb der digitalen Optionen benötigt wird. Darüber hinaus werden auch bei CASH COLLECT-Zertifikaten die Dividenden zur Finanzierung der Struktur benötigt. Aus diesem Grund eignen sich dividendenstarke Titel besonders gut als Basiswerte von CASH COLLECT-Zertifikaten. Die Struktur von CASH COLLECT-Zertifikaten ist recht anspruchsvoll. Wenn Sie tiefer in die Materie einsteigen möchten, finden Sie im folgenden Exkurs viel Wissenswertes über Optionen. Die Grundlagen helfen Ihnen, den Aufbau und die Funktionsweise von vielen Zertifikaten besser zu verstehen. Exkurs: Optionen Down-and-Out-Put ist für die Teilabsicherungsstrategie verantwortlich Der Kurs des gesamten Zertifikates ist stets die Summe aus diesen Einzelteilen. Im ungünstigsten Fall wenn der Basiswert bei Fälligkeit unter dem Basispreis notiert und während der Laufzeit einmal den PROTECT-Level berührt oder unterschritten hat sind sämtliche Optionsbestandteile wertlos. Der Anleger erhält dann den Basiswert. Die digitalen Optionen liefern ein Auszahlungsprofil, das leicht nachvollziehbar ist. Der Inhaber einer digitalen Call-Option erhält am Laufzeitende eine vorher festgelegte Auszahlung, wenn der Basiswert auf oder über dem Basispreis notiert. Bei CASH COLLECT-Zertifikaten kommen die digitalen Optionen an den Beobachtungstagen ins Spiel. Dann wird überprüft, ob der Basiswert auf oder über dem Basispreis steht. Ist dies der Fall, erhält der Inhaber des Zertifikates eine Auszahlung. Der Down-and-Out-Put ist für die Teilabsicherungsstrategie verantwortlich. Genau wie eine herkömmliche Verkaufsoption gewinnt auch dieser Put an Wert, wenn der Kurs des Basiswertes fällt. Er gleicht somit mögliche Kursrückschläge aus. Allerdings funktioniert dieser Absicherungsmechanismus nur bis zu einem gewissen Punkt: dem PROTECT-Level. An dieser Stelle befindet sich die Down-and-Out-Schwelle der Put-Option. Wird sie vom Basiswert berührt oder unterschritten, verfällt der Down-and-Out-Put wertlos und das CASH COLLECT-Zertifikat büßt seinen Teilschutz ein. Die verkaufte Call-Option begrenzt die Auszahlungsbeträge an den Beobachtungstagen und am Bewertungstag. Ob der Basiswert deutlich oder nur geringfügig über dem Basispreis notiert, ist an den Beobachtungstagen unerheblich. Zusätzliche Kursgewinne bedeuten keine höhere Auszahlung. Optionen, die an Terminbörsen wie der Eurex gehandelt werden, gehören neben Futures zu den Termingeschäften. Eine Option ist das Recht, einen bestimmten Basiswert (zum Beispiel eine Aktie oder einen Index) zu einem klar festgelegten Basispreis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Dieses Recht gilt während einer bestimmten Laufzeit. Das Bezugsverhältnis sagt aus, wie viele Optionen nötig sind, um eine Einheit des Basiswertes zu kaufen oder zu verkaufen. Bei einem Bezugsverhältnis von 10 zu 1 beziehen sich zehn Optionen auf eine Einheit des Basiswertes. Das Recht kann der Inhaber der Option während der Laufzeit ausüben. Dann spricht man von einer Amerikanischen Option. Das Pendant hierzu ist die Europäische Option, die der Inhaber nur am Laufzeitende ausüben kann. Für dieses Recht zahlt der Käufer einen Preis, den Optionspreis, der sich wiederum aus dem inneren Wert und dem Zeitwert zusammensetzt. Optionspreis = Innerer Wert + Zeitwert Hierbei wird der innere Wert einer Option nur vom Kurs des Basiswertes beeinflusst. Eine Kaufoption (Call) auf eine Aktie gewinnt an Wert, wenn der Kurs der zugrunde liegenden Aktie steigt. Und sie verbilligt sich, wenn der Basiswert fällt. Bei einer Verkaufsoption (Put) ist es umgekehrt. Somit setzt der Anleger mit Call-Optionen auf steigende Notierungen, während er mit Put-Optionen von fallenden Preisen des Basiswertes profitiert. Optionen zählen neben Futures zu den Termingeschäften 28 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 29

16 CASH COLLECT-Zertifikate CASH COLLECT-Zertifikate Die inneren Werte von Calls und Puts auf Aktien lassen sich wie folgt berechnen: Innerer Wert (Call) = (Aktienkurs - Basispreis)/Bezugsverhältnis Innerer Wert (Put) = (Basispreis - Aktienkurs)/Bezugsverhältnis Während sich der innere Wert einer Option recht einfach ermitteln lässt, gestaltet sich die Berechnung des Zeitwertes deutlich schwieriger. Der Käufer der Option zahlt einen Aufpreis auf den inneren Wert für die Chance, dass sich der Basiswert in die gewünschte Richtung bewegt und den inneren Wert der Option vergrößert. Der Zeitwert nimmt während der Laufzeit ab und sinkt am Fälligkeitstag auf null. Dabei erfolgt der Zeitwertverlust nicht linear. Er beschleunigt sich während der Laufzeit und ist kurz vor Fälligkeit besonders groß. Der Zeitwert wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Er ist beispielsweise umso größer, je länger die Laufzeit der Option ist. Wenn bis zum Fälligkeitstag ein langer Zeitraum verstreicht, ist es schließlich wahrscheinlicher, dass der Basiswert die gewünschte Bewegung vollzieht und die Option einen zusätzlichen inneren Wert ansammelt. Auch die vom Markt erwartete Schwankungsbreite (implizite Volatilität) des Basiswertes beeinflusst den Zeitwert. Eine steigende implizite Volatilität erhöht den Optionspreis, während eine rückläufige Volatilität die Option verbilligt. Digitale Optionen Neben gewöhnlichen Call- und Put-Optionen gibt es inzwischen eine Reihe exotischer Optionen, die sich durch besondere Auszahlungsprofile auszeichnen. Zu den bekanntesten Exoten gehören die Korridor-Optionsscheine, die an Wert gewinnen, wenn der Basiswert innerhalb einer bestimmten Bandbreite (Korridor) verharrt. Andere exotische Optionen liefern digitale oder stufenweise Auszahlungsprofile. In CASH COLLECT-Zertifikaten sind digitale Call-Optionen enthalten. Der innere Wert dieser Optionen kann nur zwei Werte annehmen, beispielsweise 1,00 Euro oder null. Welchen Wert die Option schließlich annimmt darüber entscheidet einzig und allein der Kurs des Basiswertes am Ausübungstag. Zuvor spiegelt der Preis der digitalen Option die Wahrscheinlichkeit wider, dass der Basiswert den Basispreis übersteigt (Call) oder unterschreitet (Put). Die folgenden beiden Grafiken zeigen, wie sich der innere Wert eines digitalen Calls während der Laufzeit verhält. Es ist ein digitaler Call auf die XY-Aktie mit einem Basispreis von 100,00 Euro dargestellt. Das Beispiel zeigt: Solange die XY-Aktie auf oder über dem Basispreis von 100,00 Euro notiert, hat der digitale Call einen inneren Wert von 1,00 Euro. Sinkt der Aktienkurs unter diese Grenze, fällt der innere Wert der digitalen Option schlagartig auf null. In CASH COLLECT- Zertifikaten sind digitale Optionen enthalten Der Einfluss der Volatilität ist bei Optionen aus dem Geld und am Geld sehr hoch. Als aus dem Geld bezeichnet man eine Option, deren Basiswert unter (Call) bzw. über (Put) dem Basispreis notiert. Bei Optionen im Geld steht der Basiswert über (Call) bzw. unter (Put) dem Basispreis. Optionen werden als am Geld bezeichnet, wenn der Basiswert in der Nähe des Basispreises notiert. Neben Laufzeit und Volatilität wird der Zeitwert bei Aktien von den erwarteten Dividenden sowie vom Zinsniveau beeinflusst. Einflussfaktor Optionspreis Call Optionspreis Put Basiswert steigt + Längere Laufzeit + + Implizite Volatilität steigt + + Erwartete Dividende steigt + Zinsniveau steigt + 30 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 31

17 CASH COLLECT-Zertifikate EXPRESS- oder CASH COLLECT-Zertifikate? INNERER WERT EXPRESS- oder CASH COLLECT-Zertifikate? KURSVERLAUF DER XY-AKTIE 115 Beide Zertifikatsvarianten bieten zahlreiche Vorteile. Auf den zurückliegenden Seiten haben Sie bereits eine Menge Theoretisches über EXPRESS- und CASH COLLECT-Papiere erfahren. Doch welches ist die bessere Variante? XY-Aktie 100 Basispreis Wie so oft kommt es bei der Beantwortung dieser Frage auf Sie als Anleger an. Welche Markterwartung haben Sie? Wie lange wollen Sie investiert bleiben? Und wie risikobereit sind Sie? Aktienkurs in Euro Laufzeit Aufgrund der Möglichkeit der vorzeitigen Tilgung sind EXPRESS-Zertifikate eher etwas für kurzbis mittelfristig orientierte Anleger. Wer ein solches Papier kauft, hofft in der Regel auf eine schnelle Rückzahlung nach etwas mehr als einem Jahr. Die folgenden Beobachtungen bieten zusätzliche Gewinnchancen für den Fall, dass der Basiswert zuvor am Call-Level scheitert. CASH COLLECT-Zertifikate sind tendenziell für mittel- bis langfristig orientierte Investoren geeignet. Die folgende Szenario-Analyse zeigt, wie sich beide Zertifikatearten im Praxistest schlagen. DIGITALER CALL AUF DIE XY-AKTIE Innerer Wert in Euro 1,25 1,00 0,75 0,50 0,25 0 0,25 0,50 0 Laufzeit Optionen zeichnen sich generell durch hohe Gewinnchancen bei ebenfalls hohen Risiken aus. Mit Optionsscheinen, Turboscheinen und anderen Hebelprodukten können risikofreudige Anleger Gewinne von 100 Prozent und mehr erzielen, aber auch einen Totalverlust erleiden. Aus diesem Grund ist für den Erwerb dieser Produkte die Termingeschäftsfähigkeit nötig. Bevor eine Bank ihren Kunden Optionsscheine oder Turbos verkauft, muss sie über die besonderen Risiken aufklären. Szenario-Analyse Im folgenden Kapitel betrachten wir fünf Szenarien. Dabei werden ein EXPRESS- und ein CASH COLLECT-Zertifikat miteinander verglichen. Beide beziehen sich auf die XY-Aktie. Bei dem EXPRESS-Zertifikat handelt es sich um das Beispiel von Seite 8. Zur Erinnerung: Der Call-Level liegt bei 100,00 Euro. Wenn die XY-Aktie auf oder über dieser Marke notiert, erhält der Inhaber folgende Rückzahlungen: 110,00 Euro am ersten Termin, 115,00 Euro nach der zweiten Beobachtung, 120,00 Euro nach der dritten Prüfung und 125,00 Euro am letzten Termin. Der PROTECT-Level liegt bei,00 Euro. Bei dem CASH COLLECT-Zertifikat greifen wir auf das Beispiel von Seite 26 zurück. Der Basispreis beträgt hier 100,00 Euro. Der PROTECT-Level wurde auf 50,00 Euro festgelegt. Nach den Beobachtungstagen erhält der Anleger eine Auszahlung von 7,00 Euro, wenn die XY-Aktie auf oder über dem Basispreis notiert. Für den Kauf von EXPRESS-, CASH COLLECT- und anderen Anlagezertifikaten ist in der Regel keine Termingeschäftsfähigkeit notwendig. Zwar sind in diesen Produkten Optionskomponenten enthalten. Sie dienen hier jedoch nicht der Spekulation, sondern werden gezielt eingesetzt, um bestimmte Auszahlungsprofile zu erreichen. Das Risiko von Anlagezertifikaten ist in der Regel mit einem Direktinvestment in eine Aktie oder einen Index vergleichbar. Oftmals ist es sogar niedriger. 32 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 33

18 EXPRESS- oder CASH COLLECT-Zertifikate? EXPRESS- oder CASH COLLECT-Zertifikate? VERSCHIEDENE SZENARIEN DER XY-AKTIE Der Inhaber des CASH COLLECT-Zertifikates kann sich an den ersten beiden Überprüfungsterminen über eine Ausschüttung von jeweils 7,00 Euro freuen. Nach der dritten Prüfung geht er leer aus, weil die XY-Aktie inzwischen unter den Basispreis gesunken ist. Auch bei der letzten Beobachtung scheitert die Aktie am Basispreis. Immerhin blieb der PROTECT-Level unversehrt, so dass der Anleger keinen Schaden erleidet. Er bekommt am Laufzeitende 100,00 Euro ausbezahlt. Aktienkurs in Euro Call-Level Beobachtungstage Welches die bessere Alternative ist, kann man hier nicht eindeutig sagen. Denn die Laufzeiten sind unterschiedlich. Die annualisierte Rendite ist beim EXPRESS-Zertifikat höher. Besonders gut hätte in diesem Szenario im Übrigen ein offensives EXPRESS-Zertifikat abgeschnitten. Denn am ersten Prüfungstermin notierte die XY-Aktie bei 121,00 Euro. Diesen Betrag hätte der Inhaber eines offensiven EXPRESS-Papiers erhalten. Szenario 1: Klarer Aufwärtstrend Szenario 2: Kurzer Schwächeanfall Szenario 1 Szenario 2 Szenario 3 Szenario 4 Szenario 5 Szenario 1: Im ersten Szenario zeigt die XY-Aktie, die anfangs bei 100,00 Euro notiert, einen klaren Aufwärtstrend. Unter geringen Schwankungen klettert der Titel kontinuierlich nach oben. Der Inhaber des EXPRESS-Zertifikates erhält daher bereits nach der ersten Beobachtung nach etwa einem Jahr eine Rückzahlung von 110,00 Euro. Auch der Besitzer des CASH COLLECT-Zertifikates kann sich freuen. Er bekommt an den ersten drei Beobachtungsterminen eine Auszahlung von jeweils 7,00 Euro. Nach der letzten Prüfung erhält er nochmals 7,00 Euro sowie den Nominalbetrag von 100,00 Euro. Denn die XY-Aktie steht während der gesamten Laufzeit über dem Basispreis von 100,00 Euro. Szenario 2: Im zweiten Szenario erleidet die XY-Aktie zunächst einen Schwächeanfall. Der Titel fällt von 100,00 auf 65,20 Euro. Danach erholt sich die Aktie wieder. Weil der Basiswert an den ersten beiden Beobachtungstagen unter dem Call-Level notiert, verlängert sich die Laufzeit des EXPRESS-Zertifikates. Bei der dritten Prüfung nimmt die XY-Aktie schließlich die Hürde von 100,00 Euro. Der Inhaber des EXPRESS-Papiers erhält eine Rückzahlung von 120,00 Euro. Szenario 4: Im vierten Szenario zeigt die XY-Aktie einen enttäuschenden Verlauf. Sie fällt permanent und notiert bei Fälligkeit bei 89,49 Euro. Diese Entwicklung ist für Besitzer von EXPRESS- und CASH COLLECT-Zertifikaten gleichermaßen frustrierend. Denn an keinem der Beobachtungstermine notiert der Basiswert über dem Basispreis. Somit kommt es beim EXPRESS-Zertifikat nicht zu einer vorzeitigen Tilgung. Der Inhaber des CASH COLLECT- Papiers bekommt keine Ausschüttung. Immerhin: Da die XY-Aktie bei Fälligkeit über dem PROTECT-Level des EXPRESS-Zertifikates von,00 Euro notiert und während der Laufzeit nie den PROTECT-Level des CASH COLLECT-Zertifikates bei 50,00 Euro verletzte, werden beide Investments zu 100,00 Euro getilgt. Der Anleger erleidet also in beiden Fällen keinen Verlust. Szenario 5: Im letzten Szenario schneidet die XY-Aktie noch schlechter ab als in Szenario 4. Sie bricht dramatisch ein und notiert am letzten Beobachtungstag bei 52,67 Euro. Für den Inhaber des EXPRESS-Zertifikates ist das besonders bitter. Denn er muss nun einen Verlust realisieren. Da die XY-Aktie unter dem Sicherheitslevel von,00 Euro notiert, bekommt der Besitzer des EXPRESS-Zertifikates die Aktie geliefert. Er realisiert einen Verlust von 47,33 Prozent und hat zudem auf die Dividendenzahlungen verzichtet. Szenario 4: Konstanter moderater Kursrückgang Szenario 5: Dramatischer Kursverfall Szenario 3: Nur kurzfristiger Aufwärtstrend Der Besitzer des CASH COLLECT-Zertifikates geht an den ersten beiden Terminen leer aus. Erst nach der dritten Überprüfung bekommt er eine Ausschüttung von 7,00 Euro. Bei Fälligkeit erhält der Investor 107,00 Euro. Unterm Strich ist das EXPRESS-Zertifikat hier die bessere Wahl. Szenario 3: Im dritten Szenario steigt die XY-Aktie zunächst von 100,00 auf 122,00 Euro. Dann geht es mit dem Basiswert bergab. Bei Fälligkeit notiert der Titel schließlich bei 83,11 Euro. Für den Käufer des EXPRESS-Zertifikates ist die spätere Entwicklung unerheblich. Er bekommt bereits nach der ersten Überprüfung 110,00 Euro ausbezahlt. Der Inhaber des CASH COLLECT-Zertifikates kommt in diesem Szenario mit einem blauen Auge davon. Es macht sich bezahlt, dass der PROTECT-Level von 50,00 Euro besonders tief gewählt wurde. Weil diese Grenze unversehrt geblieben ist, erhält der Investor 100,00 Euro bei Fälligkeit. Fazit Die Szenario-Analyse hat gezeigt, dass man nicht klar sagen kann, welches der beiden Produkte die bessere Wahl ist. Je nach Szenario hat ein anderes Investmentprodukt die Nase vorn. Bei der Auswahl ist vieles Geschmackssache. Sowohl EXPRESS- als auch CASH COLLECT-Zertifikate haben jedoch viele Vorteile und sind sinnvolle Investmentalternativen. 34 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 35

19 Tipps für die Praxis Tipps für die Praxis Tipps für die Praxis Die Kursentwicklung Das folgende Kapitel gibt Ihnen einige Tipps für die Praxis. Sie haben bereits eine Menge über die Funktionsweise von EXPRESS- und CASH COLLECT-Zertifikaten erfahren. In der Szenario- Analyse konnten Sie nachvollziehen, wie sich beide Investmentprodukte in verschiedenen Situationen schlagen. Nun stellt sich die Frage, welches Zertifikat das richtige für Sie ist. Die Angebotspalette ist bei diesen beiden Varianten gegenüber Discount-, PROTECT-Bonus- und Outperformance-Zertifikaten noch vergleichsweise überschaubar. Dennoch bieten EXPRESS- und CASH COLLECT-Zertifikate viele Vorteile und sind aus der Investmentlandschaft schon nicht mehr wegzudenken. Die Auswahl des richtigen Zertifikates hängt von der Markterwartung des Anlegers ab. Der Kurs des Basiswertes am Bewertungstag sowie die Kursentwicklung während der Laufzeit speziell an den Beobachtungsterminen bestimmen den Zeitpunkt, die Art und die Höhe der Rückzahlung. Diese Parameter geben somit Aufschluss darüber, welches Zertifikat die beste Alternative ist. Anleger sind nicht dazu verpflichtet, ein Zertifikat bis zum Laufzeitende zu halten. Als Emittent stellt Sal. Oppenheim stets attraktive An- und Verkaufskurse. Der Handel ist somit börsentäglich möglich. Sie sollten beachten, dass der Kurs eines Zertifikates nicht wie bei Aktien das Ergebnis von Angebot und Nachfrage ist. Vielmehr ist er die Summe seiner Einzelkomponenten. Auswahl des Basiswertes als erster Schritt Szenario-Analyse hilft bei der Auswahl Die Auswahl Der erste Schritt ist auch hier die Auswahl des Basiswertes. Als Investor mit einem mittel- bis langfristigen Anlagehorizont entscheiden Sie sich sicherlich für eine Aktie oder einen Index, von dem Sie mindestens eine Seitwärtsbewegung erwarten. Dividendenstarke Aktienbarometer wie der DJ EURO STOXX 50 sind besonders gut als Basiswert geeignet. Nutzen Sie diese Broschüre, um verschiedene Szenarien durchzuspielen, und prüfen Sie, ob der Basiswert zu Ihrem persönlichen Risikoprofil passt. Wenn Sie etwas länger investiert bleiben wollen, sollten Sie eher auf CASH COLLECT-Zertifikate setzen. Denn bei EXPRESS-Papieren kann es schon frühzeitig zur Tilgung kommen. Wer etwas weniger Risiko gehen will, sucht nach konservativeren Zertifikaten, beispielsweise nach defensiven EXPRESS-Zertifikaten. Eine Alternative hierzu wäre ein CASH COLLECT-Zertifikat mit besonders tiefem PROTECT-Level. Um festzustellen, welches der beiden Zertifikate für Sie besser geeignet ist, ist ein klares Szenario nötig. Sie als Anleger sollten sich eine Meinung bilden, wohin die XY-Aktie in welchen Zeitraum steigen könnte. Weiterhin sollten Sie sich Gedanken über mögliche Rückschlaggefahren machen. Wie groß ist das Kursrisiko, wenn sich das Unternehmen doch nicht wie gewünscht entwickelt? Wenn sich der Kurs des Basiswertes bewegt, reagiert in der Regel auch der Kurs des EXPRESSoder des CASH COLLECT-Zertifikates. Der Kurs der Zertifikate kann aber auch schwanken, wenn sich der zugehörige Basiswert nicht bewegt. Denn in beiden Zertifikaten sind verschiedene Optionskomponenten enthalten. Der Exkurs an den Terminmarkt zeigte, dass klassische Call- und Put-Optionen sowie digitale Optionen auf die Veränderung verschiedener Parameter reagieren. Änderungen von Restlaufzeit, Volatilität, Dividendenerwartungen und Zinsniveau beeinflussen den Preis der Optionen und somit auch der Zertifikate. Der Handel Der Kurs eines Zertifikates ist nicht das Ergebnis von Angebot und Nachfrage. Der Emittent passt den Preis immer an das Marktgeschehen an. Sie müssen aus diesem Grund das Zertifikat nicht zwangsläufig während der Zeichnungsphase erwerben oder am Erstverkaufstag zugreifen. Sie können die Zertifikate jederzeit kaufen oder verkaufen. Dabei können Sie zwischen dem börslichen Handel und dem außerbörslichen Direkthandel mit dem Emittenten wählen. Dennoch ist es oftmals sinnvoll, das Zertifikat in einer frühen Phase zu erwerben, da nach Auflage der Kurs des Zertifikates im Vergleich zum Emissionspreis teurer werden kann. Kauf und Verkauf funktionieren genauso wie der Handel von Aktien oder anderen Wertpapieren. Sie wählen Ihr Zertifikat aus, das mit seiner Wertpapierkennnummer (WKN) eindeutig definiert ist. Die WKN war einst eine sechsstellige Nummer. Da die Zahl der Zertifikate und anderer verbriefter Derivate rasant in die Höhe schnellte, wurden jedoch diese Nummern knapp. So wurde im Herbst 2003 die alphanumerische WKN eingeführt, die aus sechs Zahlen oder Buchstaben besteht. Lediglich die Buchstaben I und O sind ausgeschlossen, um Verwechslungen mit den Ziffern 0 und 1 zu vermeiden. Verschiedene Faktoren beeinflussen den Kurs Kauf und Verkauf jederzeit möglich Seit Herbst 2003 existieren alphanumerische Kennnummern 36 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 37

20 Tipps für die Praxis Tipps für die Praxis SAL... SBL... SCL... Bei Sal. Oppenheim beginnen bei allen neuen Emissionen die WKN mit den Buchstabenfolgen SAL, SBL, SCL usw. Sie können somit einfach erkennen, ob es sich um ein Zertifikat des Bankhauses Sal. Oppenheim handelt, und müssen sich eigentlich nur die letzten drei Zeichen merken. Die ISIN-Nummer beginnt bei Zertifikaten von deutschen Emittenten mit der Länderkennung DE. Es folgt zunächst dreimal die Ziffer 0. Daran schließt sich die WKN an, bevor eine Prüfziffer die ISIN-Nummer komplettiert. Beispiele: WKN SAL 123 ISIN DE 000 SAL Den Kauf- oder Verkaufsauftrag können Sie wie gewohnt Ihrer Hausbank oder Ihrem Discount- Broker erteilen. Das Institut leitet den Auftrag an eine der Börsen entweder in Stuttgart (EUWAX) oder in Frankfurt (Smart Trading) weiter. EXPRESS- und CASH COLLECT-Zertifikate von Sal. Oppenheim können Sie darüber hinaus im außerbörslichen Direkthandel erwerben. Die meisten Discount-Broker bieten diesen Service inzwischen an. Doch ganz gleich, ob Sie sich für den börslichen oder den außerbörslichen Handel entscheiden: Sal. Oppenheim als Emittent stellt grundsätzlich jederzeit handelbare Preise für seine Zertifikate. Sie müssen also nicht warten, bis ein anderer Anleger genau das Zertifikat verkauft, das Sie zu kaufen beabsichtigen. Die Zertifikatsumsätze an den Wertpapierbörsen geben keinen Aufschluss über die Handelbarkeit der Zertifikate. Der Emittent sorgt permanent für ausreichend Liquidität. Der Verkaufskurs der Bank wird Briefkurs, der Ankaufskurs Geldkurs genannt. In unserem Beispiel der XY AG heißt das: Der Emittent verkauft Ihnen das EXPRESS-Zertifikat zum Briefkurs von 100,00 Euro und kauft es zum Geldkurs von 99,90 Euro zurück. Die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs, die auch als Geld/Brief-Spanne oder Spread bezeichnet wird, ist für Sie als Investor ein Kostenfaktor. Der Emittent erhebt aber bei EXPRESS- und CASH COLLECT- Zertifikaten keine weiteren Gebühren wie einen Ausgabeaufschlag, eine Management- oder Verwaltungsgebühr. Berücksichtigen Sie aber, dass Ihre Hausbank für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren sowie die Depotführung Gebühren erhebt. Nach dem Kauf sollten Sie sich kontinuierlich über die aktuellen Kurse informieren. Viele Emittenten bieten ihre Kurse im Teletext und im Internet an, auf die Sie kostenlos zugreifen können. Allerdings sind diese Kurse immer indikativ. Aus rechtlichen Gründen dienen sie nur zur Information, auch wenn sie unmittelbar aus der gleichen Quelle stammen, mit der auch die handelbaren Kurse berechnet werden. Wo Sie die Kurse der Oppenheim Zertifikate finden können, erfahren Sie auf der letzten Seite dieser Broschüre. Zertifikate als Geldanlage EXPRESS- und CASH COLLECT-Zertifikate bieten Ihnen attraktive Gewinnmöglichkeiten. Doch genau wie beim Aktienkauf sind auch Verluste nicht ausgeschlossen. Theoretisch ist sogar der Totalverlust des eingesetzten Geldes möglich, wenn sich die zugrunde liegende Aktie in die falsche Richtung bewegt oder die betreffende Aktiengesellschaft in arge wirtschaftliche Nöte gerät. Sie sollten sich aus diesem Grund vor dem Kauf umfassende finanzielle, rechtliche und steuerliche Beratung einholen. Es gibt keine goldene Regel, wie viel Geld Sie in EXPRESS- oder CASH COLLECT-Zertifikate investieren sollten. Grundsätzlich erscheint der gleiche Betrag sinnvoll, den Sie auch in den Basiswert investieren würden. Betrachten Sie Ihr Zertifikat als einzelnen Bestandteil einer gesamten Anlagestrategie. Stellen Sie Ihr Investment von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand und handeln Sie, wenn Ihr Ausgangsszenario für den Basiswert nicht mehr zutrifft. Auch kann es sinnvoll sein, Verluste zu realisieren, weil sich die Situation grundlegend geändert hat. Schauen Sie nicht tatenlos zu, wenn das Zertifikat die Abwärtsbewegung einschlägt. Da die Laufzeit von Zertifikaten begrenzt ist, sollten Sie nicht versuchen, Verluste auszusitzen. Hinter den Kulissen Um ein attraktives Angebot an Zertifikaten anbieten zu können, arbeiten hinter den Kulissen des Emittenten die Abteilungen Strukturierung, Handel, Vertrieb, Marketing, Dokumentation, Risikocontrolling und Abwicklung Hand in Hand. Die Palette von EXPRESS- und CASH- COLLECT-Zertifikaten wird von Sal. Oppenheim entsprechend der Marktentwicklung permanent aktualisiert. Ausschlaggebend für eine Emission ist nicht allein die Nachfrage, sondern auch die Möglichkeit, die Risiken aus den Zertifikaten kontrollieren zu können. Dies widerspricht allerdings einem weitverbreiteten Vorurteil: Der Emittent, der eine breite Zertifikatepalette anbietet, spekuliert nicht gegen den Anleger und versucht damit, eigene Aktienbestände gegen einen Kursverfall zu Lasten des Käufers des Zertifikates abzusichern. Selbst wenn dies grundsätzlich denkbar wäre, verfügen die Banken zum einen nicht über derart große Bestände in einzelnen Werten. Zum anderen konzentriert sich die Nachfrage der Anleger je nach Marktlage immer auf bestimmte Werte, die sich aber nicht unbedingt in den Eigenbeständen der Banken wiederfinden. Schließlich müssten die Emittenten die gezahlte Optionsprämie als Verlust tragen, wenn sich die Aktie seitwärts entwickelt. Grundsätzlich nehmen die Emittenten deshalb eine neutrale Position gegenüber dem Anleger ein. 38 express-zertifikate und cash collect-zertifikate express-zertifikate und cash collect-zertifikate 39

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