Wirtschaftsführer für Rechtsreferendare

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1 Ein Informationsdienst des Richard Boorberg Verlages 2. Halbjahr 2009 Wirtschaftsführer für Rechtsreferendare Ausbildungsplätze (Wahlstation/Anwaltsstation) im juristischen Vorbereitungsdienst Traineeprogramme und Stellen für junge Juristen Tätigkeitsfelder von Juristen in Unternehmen Informationen und juristische Literatur für Studenten, Rechtsreferendare und Berufseinsteiger BOORBERG

2 1 Inhalt IN EIGENER SACHE In eigener Sache Der richtige Einstieg in den schönsten aller Berufe Die Reform der Juristenausbildung eine Zwischenbilanz Stiefkind Verwaltungsstation Es muss nicht immer das Landratsamt sein Die juristischen Bachelor- und Masterstudiengänge der Universitäten und Fachhochschulen Der MBA das besondere Etwas für den Juristen Überblick über Schwerpunktstudien in der Wahlstation Aufbaustudien Berufsbegleitende Weiterbildung Impressum auch wenn vielen von Ihnen keine andere Wahl bleiben mag, als den Anwaltsberuf zu ergreifen, so sollten Sie doch eines nicht vergessen: Es handelt sich hierbei um den schönsten aller Berufe. So begeistert formuliert es einer, der es wissen muss, weil er die tägliche Praxis gut kennt: Dr. Volker Römermann ist Rechtsanwalt und vorwiegend im Bereich des deutschen und internationalen Wirtschaftsrechts sowie des Berufsrechts tätig. Aus seiner langjährigen Erfahrung heraus weiß er um die Hürden und Fallstricke, mit denen junge Kollegen zu kämpfen haben, die den Weg in die Selbstständigkeit wagen. Ein klares Konzept und eine professionelle Strategie sind von Anfang an vonnöten, um die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse in der richtigen Form zu bündeln und ein eigenes Profil zu entwickeln, das auf dem Markt der Ratsuchenden erkannt werden kann. Dr. Römermann hat deshalb in dieser 42. Ausgabe des Wirtschaftsführers für Rechtsreferendare am Beispiel der im Richard Boorberg Verlag erscheinenden Reihe Anwaltsstrategien aufgezeigt, mit welchen Problemen der Berufseinsteiger konfrontiert ist und welche Hilfestellung dieser von der Buchreihe erwarten darf. Dabei sind Fragen des Berufsrechts ebenso relevant wie Fragen des Marketings, der Werbung, der Vergütung, der Steuern sowie des Kanzlei- und Personalmanagements, aber auch der inhaltliche Umgang mit den ersten Mandaten. Deutlich wird dabei die Vielfältigkeit des Tätigwerdens eines jungen Anwalts, der im schönsten aller Berufe Rechtsanwender, Unternehmer, Personalchef und Marketingstratege in Personalunion sein darf aber auch sein muss. Ein klares Konzept ist deshalb nicht erst beim Berufseinstieg wichtig. Da die Möglichkeiten juristischer Ausbildung immer bunter und facettenreicher werden, wird es auch immer wichtiger, sich rechtzeitig über den einzuschlagenden Weg Gedanken zu machen. Rechtsreferendarin Birte Thomasen hat in mehreren Beiträgen die Auswirkungen der Reform der Juris tenausbildung unter unterschiedlichen Aspekten dargestellt. Ihre Zwischenbilanz zeigt auf, was die Reform bewirkt hat und wo diese stecken geblieben ist. Sie informiert über Ausbildungsinhalte und Berufsperspektiven juristischer Bachelor- und Masterstudiengänge, die mittlerweile in den meisten Bundesländern an Universitäten und Fachhochschulen angeboten werden. Eine Vielzahl von Weichenstellungen und Kombinationen ist möglich und nötig. So kann zum Beispiel die juristische Ausbildung nicht nur durch einen Master of Laws (LL.M.) weitergeführt, sondern durch einen wirtschaftswissenschaftlichen Master of Business Adminis tration (MBA) ergänzt werden. Für Professor Dr. Jochen Deister von der heilbronn business school ist dieser Zusatzabschluss das marktgerechte besondere Etwas für den Juristen. Die vielen Wahlmöglichkeiten als Chance und nicht als Qual begreifen kann nur, wer sich gut informiert: Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

3 2 Der richtige Einstieg in den schönsten aller Berufe Von Rechtsanwalt Dr. Volker Römermann Mit der passenden Strategie in den Anwaltsberuf Anwaltsstrategien schon der Titel der im Richard Boorberg Verlag erscheinenden Taschenbuch-Reihe zeigt ein modernes Verständnis des Anwaltsberufs und deutet gleichzeitig auf eine häufige Unterlassung hin: Rechtsanwälte neigen nämlich zum planlosen day-to-daybusiness. Eiligen, fristgebundenen Angelegenheiten laufen sie, häufig von drängenden Mandanten verfolgt, nach. Für die eigentlich wichtigen, über das langfristige Schicksal der Kanzlei entscheidenden Fragen bleibt dann keine Zeit. Urgent but not important steht im Zentrum der Tätigkeit, nicht aber important but not urgent. Vor lauter Einzelproblemen, durch die der Anwalt auf diese Weise täglich stolpert, verliert er so er ihn jemals hatte den Gesamtüberblick darüber, wo sein Unternehmen Anwaltskanzlei steht und wohin es steuert. Etliche Rechts - anwälte etwa nehmen jeden erdenk - lichen Fall an unabhängig vom Fach - gebiet, unabhängig vom Wert, von ihrer persönlichen Neigung, von der Person des Mandanten, von der Vergütung und wundern sich, wenn nach Ablauf einer gewissen Zeit die Kanzlei ohne jedes Profil am Markt dasteht und der Anwalt keine Zeit mehr hat für neigungsorientierte Spezialisierung, zumal er sich täglich in neue Gebiete einarbeiten muss. Dann nimmt die Kanzlei ein Image der Inkompetenz an, denn ohne Spezialisierung können jedenfalls komplexe Angelegenheiten nicht seriös bearbeitet werden und der moderne Mandant bemerkt das. Problematisch wird es, wenn der Anwalt Honorare nicht aushandeln kann, sondern sich mit gesetzlichen, in vielen Bereichen nicht kostendeckenden Tarifen abfinden muss, wenn er die Kosten nicht mehr decken kann, wenn er reduziert und dadurch noch weiteren Image - schaden und Mandanteneinbußen erleidet und schließlich in die Insolvenz gerät und damit nach einer falschen, aber immer noch herrschenden Kammerpraxis seine Zulassung verliert. Diesem leider! allgegenwärtig zu beobachtenden Phänomen will die neue Reihe des Richard Boorberg Verlages entgegenwirken und schon dieser Ansatz ist verdienstvoll, rüttelt er doch hoffent- lich! schon den Berufsstarter auf, setzt Warnzeichen, ohne ihn aber von diesem schönsten aller Berufe abzuschrecken. Nicht die häufig anzutreffende Angstmacherei vor dem Anwaltsberuf ist schließlich das richtige Rezept gegen augenfällige Mängel, sondern deren Eindämmung durch eine fortschreitende Professionalisierung der Berufsträger. Die einzelnen Bände der Reihe sollen hier als roter Faden dienen, der auf dem Weg in die Selbstständigkeit eine wertvolle erste Orientierung bieten kann. Was darf ich? Fragen des Berufsrechts Wer sich als Rechtsanwalt niederlassen will, muss zuallererst einmal die recht - lichen Rahmenbedingungen seiner Arbeit kennen. Band 1 der Reihe widmet sich damit konsequenterweise den Anwaltsstrategien im Berufsrecht. Anwaltliches Berufsrecht ist eine Materie, die sich seit den grundlegenden Bastille -Entscheidungen des BVerfG vom geradezu explosionsartig entwickelt hat. Schon die seither erschienenen Bücher, Kommentare, Handbücher und Monographien sind selbst für den Experten kaum noch zu überblicken. Von einem kleinen Einführungsband dürfen keine tiefgehenden, problemorientierten Erörterungen erwartet werden. Mario Axmann, der in seinem Hauptberuf Geschäftsführer der Rechtsanwaltskammer Stuttgart ist, konzentriert sich demgemäß auf einige wesentliche Aspekte des Berufsrechts. Für den Berufseinsteiger ist das hilfreich, um sich der Gefahren, die in diesem Bereich verborgen sind, bewusst zu werden. Das Berufsrecht gehört, wie es im Vorwort zu Band 1 heißt, neben dem Vergütungsrecht und dem Kanzleimanagement zum unverzichtbaren Basiswissen und Handwerkszeug eines jeden Rechtsanwalts. In dem Band werden alle relevanten berufsrechtlichen Regelungen kompakt und übersichtlich dargestellt, die in der täglichen Praxis immer wieder Fragen aufwerfen und beachtet werden müssen. Insbesondere kann sich der Berufseinsteiger hier über die allgemeinen und speziellen anwaltlichen Berufspflichten informieren: Was bedeutet die Verpflichtung zu Unabhängigkeit und Sachlichkeit konkret? Welche Berufspflichten spielen im Verhältnis zu meinem Mandanten, im Verhältnis zu Gerichten und Behörden, im Verhältnis zu gegnerischen Anwälten oder zu anwaltlichen Partnern und Mitarbeitern eine Rolle? Welche Formen der Zusammenarbeit mit Berufskollegen sind unter dem Aspekt des Berufsrechts möglich? Praktisch sind beispielsweise auch die 10 Gebote für das Verhalten bei Kanzleidurchsuchungen. Dazu muss man wissen, dass Staatsanwälte in den letzten Jahren verstärkt dazu neigen, Anwaltskanzleien aus nichtigen Gründen durchsuchen zu lassen was einige Richter, wenn ihnen der Antrag mundgerecht serviert wird, offenbar ohne allzu großes Federlesen mitmachen und dass sie nicht selten erst vom BVerfG gestoppt werden konnten (vgl. nur BVerfG NJW 2006, 3411; 2007, 2752). Axmann weist ferner darauf hin, dass der Staat durch die Prozesskosten- und Beratungshilfe Rechtsanwälte in Frondiens - te nimmt, um eine eigene soziale Aufgabe zu erfüllen nämlich auch den Bedürftigen Zugang zum Recht zu verschaffen. Nicht der Staat übernehme in solchen Fällen die Kosten, sondern die Anwaltschaft werde gezwungen, ihre Leistungen zu Beratungshilfe- und Prozesskostenhilfesätzen zu erbringen, die in aller Regel nicht kostendeckend sind. Axmann lässt die m.e. eindeutig zu bejahende Frage offen, ob sich ein Anwalt dieser Verpflichtung wenigstens dann entziehen kann, wenn er auf das Gebiet nicht spezialisiert ist. Die Auffassung, die dies ablehnen will, kommt zu der den berechtigten Berufsinteressen der Anwaltschaft eindeutig zuwiderlaufenden Konsequenz, dass ein Fachanwalt für Medienrecht den an ihn herangetragenen Beratungshilfefall im Scheidungsrecht annehmen und sich neu in dieses für ihn fernliegende Rechtsgebiet einarbeiten müsste zu Gebühren, die noch nicht einmal die Anschaffung eines Anfänger- Lehrbuches decken. Wie vermarkte ich meine Kanzlei? Ein erfolgreicher Start in den Anwalts - beruf ist heute ohne entsprechende Werbung und Kanzleimarketing nicht mehr

4 3 denkbar. Der zweite Band der Anwaltsstrategien stellt deshalb Anwaltsstrategien beim Kanzleimarketing vor ein Gebiet, das für jeden Rechtsanwalt exis - tenziell notwendig ist und dessen Ignoranz viele Berufsträger in die persön - liche Katastrophe führt. Es ist vor diesem Hintergrund absolut richtig, das Marketing zu einem der ersten Themen zu erheben, in das sich ein Anwalt einlesen und mit dem er sich vertraut machen muss. Der Band beginnt mit einer äußerst hilfreichen Übersicht über die klassischen Marketing-Elemente. Dem praktizierenden Rechtsanwalt ist häufig nicht bewusst, dass man um mit den Worten eines Marketing-Gurus zu sprechen nicht kein Marketing betreiben kann. Seine Preis-/Honorarpolitik ist allerdings oft zufallsbedingt, seine Distributionspolitik (wo biete ich meine Leistungen an?) hängt von punktuellen Wünschen der Mandanten ab, seine Kommunikationspolitik wird mit dem Vertreter der örtlichen Gelben Seiten jährlich neu ausgehandelt und beschränkt sich darauf. Zu Beginn des Marketingthemas muss daher ein Anreißen der Spielfelder stehen, auf dem sich das reichlich vorhandene Instrumentarium einsetzen lässt. Bodenständig und damit praxisnah gehen die Autoren sodann zu einem Leitfaden für die Erstellung eines Marketingplans über, von der Mind Map bis zur Budgetplanung. Auch die Einzeldarstellung aller Schritte ist hilfreich, wenngleich die Grundlage jeder Marketingplanung, nämlich die umfassende kritische Selbstanalyse etwa anhand des SWOT-Modells, doch etwas vernachlässigt wird (dazu ausführlich Rachelle Römermann, Anwaltliches Marketing-Management, 2003). Eine Spezialisierung wird dabei durchaus als Marketing-Strategie gesehen, wenn auch vor einer Spezialisierungswut gewarnt wird. An einer fachlichen Spezialisierung kommt heute kein Rechtsanwalt vernünftigerweise mehr vorbei und das ist auch gut so: für seine Mandanten (Qualität durch Spezialisierung), aber auch für ihn selbst (Stichworte: neigungsorientiertes Arbeiten, Qualität, Haftungsvermeidung, Mandantenakquise durch Profil, Erzielung auskömmlicher Einnahmen). Vorrangig stellt sich für den jungen Anwalt natürlich die Frage, wie er potenti- elle Mandanten auf sich aufmerksam machen soll. Wie akquiriert man überhaupt Mandanten und worauf ist bei der Werbung zu achten? Für den Berufseinsteiger entscheidend zu beachten ist dabei der berufsrechtliche Rahmen jeder Anwaltswerbung. Die Autoren begnügen sich deshalb auch nicht mit der landläufigen Erläuterung des 43 b BRAO, der durch die der 6 ff. BORA konkretisiert wird und nach dem Werbung erlaubt ist, soweit sie über die berufliche Tätigkeit in Form und Inhalt sachlich unterrichtet und nicht auf die Erteilung eines Auftrages im Einzelfall gerichtet ist. Vielmehr weisen sie auf die oft übersehene Gefahr hin, dass ein Werbeverstoß nicht nur berufsrechtliche, sondern auch wettbewerbsrechtliche Sanktionen nach sich ziehen kann. Das ergibt sich daraus, dass das UWG grundsätzlich unabhängig neben dem anwaltlichen Berufsrecht steht, so dass ein Verstoß gegen berufsrechtliche Normen, die die Werbung beschränken, zugleich einen Verstoß gegen die 1 ff. UWG darstellt. Umgekehrt stellen Verstöße des Anwalts gegen 3, 5, 6 und 7 UWG regelmäßig auch unsachliche Werbung nach 43 b BRAO dar. Das hat zur Folge, dass gegen einen Anwalt, der einen Werbeverstoß begeht, von der Rechtsanwaltskammer sowohl berufsrechtlich als auch im UWG-Verfahren vorgegangen werden kann. Gleichzeitig, und dies wird häufiger der Fall sein, können auch Konkurrenzanwälte gegen ihre Kollegen wettbewerbsrechtliche Maßnahmen ergreifen. Die eigentlichen Berufsrechtsnormen (mit hilfreicher Checkliste zur Zulässigkeits - prüfung) werden von den beiden Autoren beide Geschäftsführer der Rechts - anwaltskammer Stuttgart zwangläufig oftmals eher restriktiv eingeschätzt. Das gilt etwa, wenn sie aus 7 Abs. 2 BORA ableiten, qualifizierte Angaben ( Spezialist o. Ä.) seien generell unzulässig, wo Fachanwaltsgebiete bestünden. Zuweilen ist die Darstellung dem im Berufsrecht üblichen und unvermeidlichen Phänomen rascher Veralterung unterworfen, etwa wenn es um die bei Erscheinen des Bandes im Jahre 2006 noch geltenden Beschränkungen im Hinblick auf die Namenswahl von Sozietäten und bei Zweigstellen geht. Im anwaltlichen Werberecht zeigt sich die rasante Entwicklung besonders eindringlich; zu jeder von Anwälten geplanten Einzelmaßnahme muss daher unbedingt aktuelle Spezialliteratur konsultiert bzw. die Rechtsprechung recherchiert werden. Wer sich im Marketing auskennt, hat den Grundstein für eine auch wirtschaftlich erfolgreiche Kanzlei gelegt womit wir beim Thema Gebühren angekommen wären. Was kann ich verdienen? Fragen rund ums Geld Die Anwaltsstrategien zur Vergütungsabrechnung finden sich im dritten und vierten Band der Reihe. Der dritte Band liefert für den Leser, der noch nie mit dem RVG und dem GKG zu tun hatte, eine erste Einführung in die gesetzliche Abrechnungspraxis. Spezielle Probleme können bei dieser begrenzten Zielsetzung nicht diskutiert, ja noch nicht einmal erwähnt werden. Das gilt beispielsweise für die durchaus praxisrelevante Frage, welche Vergütung berechnet werden darf, wenn bei außergerichtlicher Beratung keine Vereinbarung getroffen wurde. Die einschlägige Vorschrift des 34 RVG lässt den Benutzer hier im Stich und der dritte Band leider auch: Er verweist auf eine übliche Vergütung, ohne näher darauf einzugehen, wie diese berechnet werden könnte. Praktisch und anschaulich wiederum werden dem Berufseinsteiger abschlie - ßend einige Musterabrechnungen an die Hand gegeben. Im vierten Band findet dieser übersichtlich die rechtlichen Rahmenbedingungen der Beratungs- und Prozesskostenhilfe dargestellt sowie ausweislich des Untertitels Hinweise zur Vergütungsoptimierung. Neben der Vergütungsabrechnung stellt das Thema Steuern für viele Juristen ein rotes Tuch dar. Umso wichtiger ist es, diesem dumpfen Empfinden eine prägnante Darstellung entgegenzusetzen, die einen mentalen Zugang eröffnet und Hemmschwellen abbaut. Bei näherem Hinsehen ist Steuerrecht nämlich sowohl für den anwaltlichen Unternehmer selbst als auch für seine tägliche Beratung ein unverzichtbarer, wenn auch vielleicht ungeliebter Bestandteil. Den Themenkomplex Steuern und Bilanzen behandeln die Bände 6 und 7

5 4 der Reihe Anwaltsstrategien. Der Autor ist Anwalt in einer internationalen Großkanzlei. Ihm gelingt es tatsächlich, den Leser auf knappem Raum der Band füllt gerade 100 Seiten durch eine Vielzahl von Übersichten, Schemata, Beispielen und mit einem abschließenden Glossar in diese für ihn bis dahin häufig unbekannte Welt vordringen zu lassen. Dieser Ansatz setzt sich in Band 7 zur Buchhaltung und Bilanzierung fort, wobei dem Berufseinsteiger die wichtigsten Instrumentarien der Bilanzanalyse für die Mandatsbearbeitung an die Hand gegeben werden. Die Organisation von Kanzlei und Mitarbeitern Voraussetzung für eine erfolgreiche Anwaltskarriere ist schließlich auch ein funktionierendes Kanzleimanagement: Die Autoren des Bandes 8 stellen zutreffend die goldene Regel auf, dass eine erfolgreiche Anwaltskarriere regelmäßig nur aufgrund nachhaltiger Spezialisierung und Büroorganisation möglich sei. Im weiteren Verlauf der Darstellung in diesem Band finden sich zahlreiche Checklisten, die nicht nur, aber auch dem Berufsanfänger ganz konkret aufzeigen, wie er seine Kanzlei zu organisieren hat und auch, wie er das erste Mandantengespräch managed. Das Pendant zum Kanzleimanagement findet sich im Personalmanagement (Band 9). Personal ist die wichtigste Ressource in jeder Kanzlei. Anwaltliche Dienstleistungen können nur durch anwaltliches und nichtanwaltliches Personal erbracht und auch für den Mandanten erkennbar kommuniziert werden. Gute Mitarbeiter und das in ihnen verkörperte Know-how sind daher ein Schlüssel zum Erfolg. Umso erstaunlicher, dass wie die Autoren zu Recht feststellen in Anwaltskanzleien alle wichtigen Bereiche defizitär sind: Personalauswahl, -füh - rung und -entwicklung. Kein Wunder, dass in Kanzleien, die es geschafft haben, eine strategische Ausrichtung zu finden, deren Umsetzung dann häufig noch scheitert: Das Change Management ist nicht vorhanden oder dilettantisch, die Mitarbeiter tragen die Strategie nicht mit. Fehler, die insoweit begangen wurden, lassen sich später kaum noch korrigieren. Die ersten Mandate... Die Reihe Anwaltsstrategien unterstützt den Berufseinsteiger aber nicht nur als Anwalt in eigener Sache, sondern gibt ihm auch erste Hilfestellungen bei der Ausübung seines Berufs. Der fünfte Band behandelt deshalb die Anwaltsstrategien im Zivilprozess. Der Autor schildert zu Beginn das typische anwaltliche Vorgehen im zivilrechtlichen Mandat von der Sachverhaltserfassung deren Schwierigkeiten keinesfalls unterschätzt werden dürfen über die rechtliche Würdigung und Gestaltungsmittel bis zur Prozessführung. Viele der Praxistipps sind insbesondere für den Berufsanfänger hilfreich. Während dem allgemeinen Klageverfahren in der juristischen Ausbildung üblicherweise Raum gegeben wird, erweist sich der Zugang zu speziellen, in der Praxis aber bedeutsamen Verfahrensarten wie etwa der einstweiligen Verfügung als schwieriger. Gerade in diesem Bereich versucht der Band auch, konkrete Hilfestellung zu geben. So rät der Autor in einem Praxistipp, im Rahmen des einstweiligen Verfügungsverfahrens solle der Anwalt eine benötigte eidesstattliche Versicherung nicht vorformulieren, sondern dies dem Mandanten überlassen, da es nicht um Rechtsausführungen, sondern um Tatsachen gehe und der Mandant hierfür auch die strafrechtliche Verantwortung trage. Dies ist aber nicht unbedingt ratsam, da Mandanten mitunter zu weitschweifigen, den juristisch relevanten Tatbestand aber nicht unbedingt ausfüllenden Darstellungen neigen. Die vom Mandanten formulierte Erklärung kann also für prozessuale Zwecke unzureichend sein und muss dann vom Anwalt schließlich doch nachgebessert werden. Umgekehrt sind ausladende Erklärungen gefährlich, da sich die eidesstattliche Versicherung stets auf den gesamten Inhalt bezieht. Die Erklärung, so der Praxistipp weiter, solle zudem nicht auf die Antragsschrift verweisen. Gerade der zuletzt genannte Aspekt hat eine erhebliche praktische Relevanz. Viele eidesstattliche Versicherungen enthalten in der Praxis keine eigenen Ausführungen, sondern verweisen auf einen dem Versichernden (angeblich) in letzter Fassung bekannten Schriftsatz. Diese Handhabung wird von einigen Gerichten toleriert, obgleich sie prozessual wohl unzulässig ist, denn diese Versicherung hat keinen eigenen Inhalt mehr. Darüber hinaus ist unbedingt zu empfehlen, eine telefonische Kontaktaufnahme mit dem Vorsitzenden Richter einige Stunden nach Einreichung des Verfügungsantrages ggfs. sogar früher vorzunehmen. In einstweiligen Verfügungsverfahren zeigen sich Vorsitzende Richter typischerweise noch eher gesprächsbereit als in Klageverfahren, und der Prozess - vertreter sollte diese Möglichkeit keinesfalls ungenutzt lassen, um den Richter von seiner Auffassung zu überzeugen bzw. Gegenargumente zu entkräften. Wer abwartet, bis eine Entscheidung vorliegt, verschenkt diese Gelegenheit. Zum Inhalt der Klageschrift liefert der Autor zahlreiche, unbedingt beachtenswerte Tipps. Dazu zählt auch der Kampf gegen scheinbar nicht auszurottende Leerfloskeln, die noch immer standardmäßig verwendet werden, wie etwa die abstrakte, nur Hilflosigkeit ausdrückende Bitte um richterlichen Hinweis nach 139 ZPO. Vollkommen zu Recht kritisiert der Autor derartigen Nonsens und mahnt zur Konzentration. Mit dem Thema Anwaltsstrategien im elektronischen Rechtsverkehr erfolgt in Band 11 eine gewisse Ergänzung zu Band 5. Die Autoren behandeln dort insbesondere das elektronische Mahnverfahren und stellen vorab detailliert die elektronische Kommunikation mit den Gerichten und deren technische Voraussetzungen dar. Dieser Band ist sicher nicht nur etwas für die jüngeren Anwälte, sondern gerade und besonders auch für die etwas fortgeschritteneren Berufs - träger, die sich scheuen, die heutigen Möglichkeiten elektronischer Bearbeitung und auch die damit verbundenen Zwänge zur Anpassung anzunehmen und daraus den maximalen Vorteil für die Organisation ihrer Kanzlei zu ziehen.... und noch mehr Fragen! Die weiteren bislang erschienenen Bände der Reihe Anwaltsstrategien widmen sich juristischen Themen, die Gegenstand von Mandaten sein können: Band 13 enthält Anwaltsstrategien bei der Vertragsgestaltung. Der Autor legt zunächst die mandatstechnischen Rahmenbedingungen einschließlich

6 5 Mandatsannahme, Haftungsbeschränkung ( 51 a BRAO) und Vergütungsvereinbarung dar, um sodann zum eigent - lichen Gegenstand dieses Bandes, der Vertragsgestaltung, zu gelangen. Dabei werden die rechtlichen Grundlagen kurz und prägnant aufgefrischt, beispielsweise die Unterscheidung von AGB und Individualvereinbarungen. Der Autor räumt berechtigt mit der verbreiteten Fehlvorstellung auf, etwa das (standardisierte) Ausfüllen von Leerräumen in Formularen befreie von dem rechtlichen Korsett, in das Allgemeine Geschäftsbedingungen vom Gesetzgeber eingebunden sind. Sowohl die typische Grundstruktur von Verträgen als auch wichtige und gängige Klauseln werden praxisnah vorgestellt, und die Tipps sollten von dem noch wenig erfahrenen Vertragsgestalter berücksichtigt werden. Anwaltsstrategien im Familienrecht behandelt Band 17, Eheverträge und Scheidungsvereinbarungen sind Gegenstand von Band 18. Die aufgrund der emotionalen Komponenten im Familienrecht spezifische Herangehensweise an das anwaltliche Mandat wird im ersten der beiden Bände näher erörtert. Der Autor beginnt seine Darlegungen mit dem Tipp, das Verbot des Parteiverrats in 356 StGB zu beachten und deswegen bei dem Wunsch einer einvernehmlichen Scheidung als Interessenvertreter beider Parteien äußerste Vorsicht walten zu lassen. Sodann werden typische Mandatssituationen praxisgerecht aufbereitet einschließlich der Musterschriftsätze und Checklisten für die Informationsaufnahme durch den Anwalt. Eheverträge und Scheidungsvereinbarungen unterlagen in den letzten Jahren einer intensiven Diskussion, ausgelöst durch Gesetzesvorhaben und eine kritische Rechtsprechung, welche die Wirksamkeit derartiger Vereinbarungen mehrfach in Frage gestellt hat. Der Autor stellt den aktuellen Stand dar und bietet durch zahlreiche Nachweise Gelegenheit zur Vertiefung in weiterführender Rechtsprechung und Literatur. Die Bände 17 und 18 sind im Paket hervorragend geeignet, um sich mit dem Familienrecht vertraut zu machen und auch die aktuellen Probleme zu erkennen. Auch das Erbrecht ist Gegenstand zweier Bände: 19 und 23. Band 19 legt den Schwerpunkt auf das Erbrecht, Vermögensnachfolge und Erbstreitigkeiten, Band 23 hingegen auf das Pflichtteilsrecht. Ähnlich wie im Bereich des Familienrechts wird damit also ein Beratungs - schwerpunkt aus der allgemeinen Darstellung ausgekoppelt und das Gesamt - thema etwas leichter verdaulich serviert. Pflichtteils- und Pflichtteilsergänzungsansprüche bilden in der Tat einen Schwerpunkt der erbrechtlichen, auch forensischen Tätigkeit. Mit der übersichtlichen und fundierten Einführung ist der Berufsanfänger auf die ersten Mandate bestens vorbereitet. Mit den Anwaltsstrategien im Arbeitsrecht befasst sich Band 20 der Reihe. Das Gebiet des Arbeitsrechts ist von so hoher praktischer Bedeutung und erstreckt sich auf so viele Teilgebiete, dass es sich vielleicht auch hier angeboten hätte, den Weg mehrerer Bände zu beschreiten. Die Begrenzung auf einen Band musste zwangsläufig dazu führen, dass manches nur angerissen werden konnte und mancher Tipp etwas vage bleibt. Dennoch hat die Autorin mit dem Werk eine beacht - liche Leistung vorgelegt und von den praxisrelevanten Themen keines ausgelassen: von dem Einstellungsgespräch (erlaubte/verbotene Fragen, allerdings nur sehr exemplarisch dargestellt) über den Anstellungsvertrag, einzelne Pflichten, Sanktionen bei Versäumnissen, Aufhebungs-, Abwicklungsverträge, Kündigung, Betriebsübergang (der berühmte 613 a BGB), Betriebsverfassung, Prozesse mit Musterschriftsätzen. Für eine Einarbeitung in das Arbeitsrecht ist dieser Band bestens geeignet. Ein weiterer Band (Nummer 25) behandelt ein sehr spezielles Thema: Anwaltsstrategien bei Auseinandersetzungen unter GmbH-Gesellschaftern. Die Autoren sind Rechtsanwälte in einer Stuttgarter Wirtschaftskanzlei und haben den mit einem Umfang von mehr als 200 Seiten bisher umfangreichsten Band geliefert, der profunde Kenntnisse vermittelt, wie sich schon bei Betrachtung des umfangreichen Literaturverzeichnisses erahnen lässt. Wer mit Gesellschafterstreitigkeiten zu tun hat, ist gut beraten, diesen Band heranzuziehen. Er gibt zuverlässig Auskunft über die wesentlichen Konfliktfelder derartiger Auseinandersetzungen: von der (ggfs. missbräuchlichen) Geltendmachung des Rechts auf Auskunft und Einsicht nach 51 a GmbHG über die Abhaltung einer Gesellschafterversammlung bis hin zu den nie enden wollenden Konflikten über die angemessene Höhe der Abfindung. Abschließend kann dem Berufsanfänger nur geraten werden, sich mit den Grundlagen seines Berufes früh vertraut zu machen; das gilt insbesondere für Bereiche wie das Berufsrecht oder Fragen des Marketings, die sich angesichts der ersten Mandate nicht direkt aufdrängen und deshalb viel zu oft vernachlässigt werden. Unter Berücksichtigung der hier vorgestellten Anwaltsstrategien sollte dann einem erfolgreichen Einstieg in den Anwaltsberuf, den schönsten aller Berufe, nichts mehr im Wege stehen. Anwaltsstrategien hrsg. von Rechtsanwalt Dr. Mario Axmann und Rechtsanwalt Dr. Thomas A. Degen, beide Geschäftsführer der Rechtsanwaltskammer Stuttgart und Herausgeber des Internet-Portals erschienen im Richard Boorberg Verlag GmbH & Co KG, Scharrstr. 2, Stuttgart bzw. Levelingstr. 6 a, München Die Reihe vermittelt das Know-how für einen erfolgreichen Start in den Anwaltsberuf. Hier findet der Berufs - einsteiger die für die Mandantenberatung notwendige Basis im Prozessrecht und in den wichtigen Spezialgebieten. Die Einzelbände zum Preis von je 19,80 haben einen kompakten Umfang und bieten einen schnellen Zugriff auf konkrete Problemstellungen. Die Herausgeber und Autoren der Reihe sind selbst erfolgreiche Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte und verfügen über langjährige Erfahrung im Rahmen juristischer Aus- und Fortbildung. Nähere Informationen zu den einzelnen Bänden finden Sie im Internet unter Rubrik»Aktuelles/Anwaltstrategien«oder unter

7 6 Die Reform der Juristenausbildung eine Zwischenbilanz Von Rechtsreferendarin Birte Thomasen, Diplomjuristin und Europajuristin Bald feiert sie ihren siebten Geburtstag: Am 1. Oktober 2002 trat die Neufassung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Juristen (JAPrO) in Baden-Württemberg in Kraft. Baden-Württemberg war damit das erste Bundesland, das die auf Bundesebene verabschiedete Reform in Landesrecht umsetzte. Eine Reform, die von vielen Seiten Studenten, Referendaren und Praktikern aller Art lange herbeigesehnt wurde. Sie war das Ergebnis einer mehr als ein Jahrzehnt währenden Diskussion. Nicht ohne Grund wurde heftig debattiert und gestritten. Immerhin sollte die Juristenausbildung in Deutschland grundlegend verändert werden. Dabei bestand schnell Einigkeit zwischen allen Beteiligten, dass der Grundgedanke sein muss, das Ausbildungsziel des Einheitsjuristen zugunsten einer spezialisierten Ausbildung aufzugeben. Gegenstand eines langen Prozesses waren vielmehr Art und Umfang der Neuerungen: kein leichtes Unterfangen, eine Ausbildung zu reformieren, die in ihren Grundzügen bereits mehr als 200 Jahre alt war. Die Ziele der Reformer waren entsprechend hoch gesteckt. Grund genug Bilanz zu ziehen. Was wurde genau verändert und warum? Wo haben sich die Veränderungen bereits positiv ausgewirkt? Und wo sind noch nicht alle Wünsche in Erfüllung gegangen? Wo lässt sich noch nachbessern? Was sieht auf dem Gesetzespapier gut aus, hat aber noch nicht den Weg in die praktische Umsetzung gefunden? Fragen, denen der Artikel aus der Sicht einer Referendarin, die gerade den schriftlichen Teil des Zweiten Staatsexamens hinter sich gebracht hat, auf den Grund gehen will. Warum sich etwas ändern musste Es ist kein Geheimnis, dass Änderungen bitter notwendig waren. Studium und Referendariat wurden mehrheitlich als nicht mehr zeitgemäß empfunden. Grund hierfür war vor allem die starre Ausrichtung der Ausbildung an der Tätigkeit in der Justiz. Referendare erwerben mit der Zweiten juristischen Staatsprüfung die Befähigung zum Richteramt. Diese Formulierung lässt schon vermuten, wie die Ausbildung jahrzehntelang gestaltet war. Alles war auf die Bildung eines Einheitsjuristen ausgerichtet. Jemand, der möglichst alles kann. Natürlich auch möglichst umfassend und auf jedem Rechts- und Berufsgebiet. Eine Ausrichtung, die als überholt galt und an der beruflichen Realität meilenweit vorbeiging. Zwischen den Ansprüchen, die an den Berufseinsteiger gestellt werden, und dem, was der angehende Volljurist in seiner Ausbildung erlernt, klaffte eine große Lücke. Denn das wahre Leben sah damals wie heute anders aus. Ein Fakt, den die jungen Juristen mit voller Wucht zu spüren bekamen, wenn sie dem kuscheligen Lernkokon vor dem Zweiten Staatsexamen, in dem sie von der vorbeirauschenden Wirklichkeit nur wenig mitbekamen, hinaus in die Berufswelt entstiegen. Die Absolventen von Studium und Referendariat in Deutschland konnten gewiss sein, eine der weltweit gründlichsten Juristenausbildungen der Welt genossen zu haben. Tatsache ist jedoch, dass der weitaus größte Teil der jetzigen Volljuristen keinen Nutzen daraus ziehen konnte. Ebenso wenig aus dem Umstand, dass ihnen mit bestandenem Assessorexamen auf dem Papier die Befähigung zum Richteramt bescheinigt wurde. Denn diese Tür blieb für sie verschlossen. Sei es, weil es nicht den eigenen Wünschen entsprach, den Richterberuf zu ergreifen oder in den höheren Verwaltungsdienst zu gehen. Sei es, weil die Noten, die als Einstellungsvoraussetzung verlangt wurden, sich als unüberwindbare Hürde darstellten, weil der Absolvent zu den regelmäßig etwa 40 Prozent gehört, die ihr Zweites Staatsexamen mit der Note ausreichend abschließen. Ganz ähnlich sah es im Übrigen bei den Staatsanwaltschaften aus. Und bei den Notariaten. Und natürlich in der freien Wirtschaft. Dem Großteil der Nachwuchs juristen blieb also schlicht nichts anderes übrig, als sich die Anwaltsrobe über zustreifen, um sich auf dem hart umkämpften Anwaltsmarkt ein Stück vom Kuchen zu sichern. Notfalls auch als Ein-Mann- Kanzlei. Die Zahlen sprechen für sich: Über 80 Prozent aller Absolventen beantragen nach der Zweiten Staatsprüfung die Rechtsanwaltszulassung. Die Zahl der Rechtsanwälte in Deutschland ist in den vergangenen Jahren ständig angestiegen. Anfang 2008 waren Rechtsanwälte zugelassen, fast doppelt so viele wie Genau darauf bereitete die Berufseinsteiger aber bis dato niemand vor. Studium und Referendariat waren gleichsam da - rauf ausgerichtet, sie möglichst vielseitig zu bilden. Den speziellen Anforderungen an den Anwaltsberuf wurden sie nicht gerecht. Denn hier war Spezialisierung gefragt. Vertieftes Detailwissen in einem ganz bestimmten Bereich. Nischen als oft einzige Chance, wirtschaftlich ein Bein auf den Boden zu bekommen. Das Gleiche gilt für die vielen anderen Fähigkeiten, die ein Anwalt mitbringen muss, um zu bestehen. Die Arbeit des Anwalts beschränkt sich eben nicht nur auf die Vertretung des Mandanten vor Gericht. Er ist vielmehr als Schlichter, Vermittler und umfassender Dienstleister in Sachen Recht gefragt. Die Vermittlung der hierfür erforderlichen interdisziplinären Fähigkeiten und berufsbezogenen Kenntnisse eine Leistung, die Einheitsstudium und Vorbereitungsdienst nicht zu leisten vermochten. Kein Wunder, war doch das Wahlfach viele Jahre das einzige Gebiet, in welchem Studenten oder Referendaren etwas Spezialwissen abverlangt wurde. Aber auch dies führte in den Köpfen der Auszubildenden mehr oder weniger ein Schattendasein. Grund hierfür war, dass das angeeignete Wissen in den meisten Ländern darunter auch in Baden-Württemberg frühestens in der mündlichen Prüfung abgefragt wurde. Zur Erinnerung: Reformansätze Die angedachten Reformmodelle waren vielfältiger Natur. Die unterschiedlichs - ten teils sehr weitgehenden Variationen wurden auf Bundes- und Länderebene diskutiert. Zur Erinnerung: Da gab es beispielsweise die Vorschläge des badenwürttembergischen Justizministers Prof. Ulrich Goll, die sich an dem Motto Reform durch Spezialisierung orientierten. Neben Vorschlägen zur Reform des juristischen Studiums sah sein Konzept ein Fünf-Punkte-Modell zur Lösung der Probleme im praktischen Ausbildungsbereich vor. Danach sollte der Referendar sich für den Vorbereitungsdienst auf eines der Berufsfelder Justiz, Verwaltung, Anwaltschaft oder Wirtschaft konzen-

8 7 trieren. Beim gemeinsamen Zweiten Staatsexamen sollte es bleiben, wobei sich die Prüfung jedoch aus einem allgemeinen und einem speziellen Teil für die jeweiligen Sparten zusammensetzen sollte. Nach Ansicht des Justizministers sollte die Spezialisierung auch nach außen hin in der Berufsbezeichnung zum Ausdruck kommen. Assessoren sollten sich also künftig Wirtschafts-, Justiz- oder Anwaltsassessoren nennen. Der Beamtenstatus der Referendare sollte nach der Vorstellung von Prof. Goll entfallen. Beibehalten werden sollte eine staatliche Ausbildungsvergütung jedoch auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Noch weiter ging damals der bayerische Weg. Nach den Vorstellungen des bayerischen Staatministeriums für Justiz sollte der einheitliche staatliche Vorbereitungsdienst gänzlich abgeschafft werden. Vorgeschlagen wurde ein Referendariat in einer bestimmten Sparte, das mit einem bereichsspezifischen Staatsexamen abschließen sollte, das entweder die Befähigung zum Richteramt bzw. zum höheren Verwaltungsdienst oder die Befähigung zur Rechtsanwalts tätigkeit bescheinigte. Zuständig für die Abnahme der Prüfung sollte jeweils der Staat oder die Anwaltschaft sein. Bei dem Beamtenstatus der Referendare im Staatsdienst sollte es bleiben, wohingegen für den Anwaltsreferendar das Modell eines vergüteten privatrechtlichen Arbeitsverhältnisses mit dem Ausbilder vorgeschlagen wurde. In dieselbe Richtung ging damals die Per - s pektive der Anwaltschaft. Weg von der Entwicklung eines Einheitsjuristen, hin zu einer nach Berufsfeldern getrennten Ausbildung der Referendare. Gefordert wurde eine langfristige praktische Kanzleitätigkeit als Schwerpunkt der Anwaltsausbildung. Deutscher Anwaltsverein (DAV) und Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) dachten an die Vermittlung theoretischen Wissens an eigens zu gründenden Anwaltsakademien. Eine Beteiligung der Anwaltschaft über die Ausbildung an sich, insbesondere im finanziellen Bereich, lehnte die Anwaltschaft dagegen strikt ab. Einigkeit bestand im Grunde also nur, was die grobe Richtung betrifft: Wie so oft lag die Tücke im Detail. Insbesondere der künftige Status der Referendare und ihre Vergütung, die Zuständigkeit von Staat und/oder Anwaltschaft für Ausbildung und Prüfung in organisatorischer und finanzieller Hinsicht waren Gegenstand ausgiebiger Diskussionen. Auf halber Strecke stehen geblieben Die Reform von 2002 blieb letztlich hinter den Ansätzen zurück. Nur ein Teil der Vorschläge wurde nach langem Hin und Her im Ergebnis tatsächlich umgesetzt. Dennoch hat die JAPrO damals zahlreiche Änderungen erfahren. Hiervon waren nicht nur die Referendare betroffen. Die Neuerungen setzten notwendigerweise bereits in der universitären Ausbildung an. Schwerpunktprüfung der Universitäten Die für die Studenten wesentlichste Änderung betraf den Aufbau des Studiums selbst, das grundlegend umstrukturiert wurde. Die Erste juristische Staatsprüfung umfasst seitdem eine staatliche Pflichtfachprüfung (Staatsprüfung), die von den Landesjustizprüfungsämtern durchgeführt wird, und eine universitäre Schwerpunktbereichsprüfung (Universitätsprüfung), die von den Universitäten selbst vorbereitet und durchgeführt wird. Die staatliche Pflichtfachprüfung fließt zu 70 Prozent in die Endnote ein, die Schwerpunktbereichsprüfung zu 30 Prozent. 26 ff. JAPrO enthalten Rahmenvorgaben für die Gestaltung und Prüfung durch die Universitäten in den Schwerpunktbereichen, die an Stelle der ehemaligen Wahlfächer getreten sind und umfangreicher und praxisorientierter sein sollen. Die Ausfüllung des Rahmens ist den Universitäten vorbehalten. Diese entscheiden selbst, welche Schwerpunktfächer sie anbieten. 27 ff. JAPrO geben auch insofern den Rahmen vor: Mögliche Gegenstände der Schwerpunktausbildung sind exemplarisch ausgewählte Rechts- oder Lebensbereiche oder eine Grundlagendisziplin. Möglich sind beispielsweise Schwerpunkte mit internationalem oder wirtschaftlichem Bezug. Die Ausbildung im Schwerpunktbereich dient der Ergänzung und Vertiefung der in der Pflichtfachausbildung erworbenen Kenntnisse. Sie ist insbesondere darauf gerichtet, die Fähigkeit zur praktischen Rechtsanwendung zu fördern. Viele Universitäten haben, den Zielen der Reform entsprechend, Schwerpunktbereiche eingeführt, die eine frühzeitige intensive anwaltliche Ausrichtung ermöglichen. Praxisorientierung Dem Ziel der frühzeitigen Anwalts- und Praxisorientierung dienen die in 3 JAPrO geregelten neuen Lehrveranstaltungen. Die Vermittlung von interdis - ziplinären Schlüsselqualifikationen oder Fremdsprachen sowie von Grundkenntnissen in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Verhandlungsmanagement, Gesprächsführung, Mediation und Rhetorik um nur eine Auswahl zu nennen wurde beispielhaft in die JAPrO aufgenommen. Der Nachweis über den Besuch solcher Veranstaltungen ist Voraussetzung für die Zulassung zur staatlichen Pflichtfachprüfung. Die Universitäten bieten zudem Lehrveranstaltungen an, in denen in Kleingruppen Fälle im Lichte der beruflichen Praxis besprochen werden. Insgesamt berücksichtigt die Unterrichtsvermittlung verstärkt die Bedeutung des jeweiligen Rechtsgebiets aus Sicht der Anwaltschaft. Rechtsberatung und Rechtsgestaltung sind Bestandteile des Grundstudiums geworden. Staatliche Pflichtfachprüfung Mit Rücksicht auf den neu geschaffenen Schwerpunktbereich und die damit zusammenhängende universitäre Prüfung wurde der Pflichtstoff für das staatliche Pflichtexamen angemessen reduziert ( 8 JAPrO). Ebenso die Zahl der Klausuren für das Pflichtexamen. In Zukunft werden im staatlichen Teil des baden-württembergischen Examens insgesamt sechs Klausuren geschrieben, davon drei im Zivilrecht, eine im Strafrecht und zwei im öffentlichen Recht ( 13 JAPrO). Der Zeitpunkt, zu dem die Pflichtfachprüfung abgelegt wird, entscheidet zugleich über den zeitlichen Rahmen der Schwerpunktbereichsprüfung. Diese muss spä-

9 8 testens nach Abschluss des schriftlichen Teils der Staatsprüfung beendet sein ( 33 JAPrO). Dadurch soll eine Verlängerung des Studiums verhindert werden. Vorbereitungsdienst Kernpunkt der Reform hinsichtlich des Vorbereitungsdienstes war die Verlängerung der Rechtsanwaltsstation entsprechend der bundesrechtlichen Vorgabe auf insgesamt neun Monate. Zum Ausgleich wurden alle anderen Pflichtstationen entsprechend gekürzt. Die Rechtsanwaltsstation wurde in zwei gleich lange Blöcke geteilt, die durch die Verwaltungsstation unterbrochen werden: die Pflichtstationen Anwalt I und II. Im Rahmen der Ausbildung beim Anwalt soll der Referendar unter anderem Mandantengespräche führen, Klage- und Klageerwiderungsschriftsätze anfertigen, Gerichtstermine wahrnehmen sowie Rechtsmittelbegründungsschriften anfertigen. Des Weiteren ist es Aufgabe des Stationsausbilders, dem Referendar weitmöglich Aufgaben der Rechtsgestaltung und Rechtsberatung zu übertragen und ihn mit berufsrechtlichen Fragen sowie der Organisation einer Kanzlei vertraut zu machen. Über die Pflichtstationen ist von den Referendaren ein sog. Berichtsheft zu führen, in dem die bearbeiteten Fälle vermerkt sind. Laut einer Empfehlung der Rechtsanwaltskammer Stuttgart sollen in diesem Berichtsheft am Ende sechs Besprechungen mit Mandanten inklusive Aktenvermerk, zwei Mandantenschreiben hinsichtlich der Prozess - aussichten, ein Terminsbericht über Streitschlichtungsverfahren, sechs gerichtliche Schriftsätze, vier Gerichts - termine mit Terminsbericht an den Mandanten, drei Anträge im Mahn- oder Insolvenzverfahren, vier Entwürfe von Honorarabrechnungen, zwei Kostenfestsetzungsanträge und einiges mehr auftauchen. In der Struktur des Vorbereitungsdienstes folgt die erste Anwaltsstation damit an dritter Stelle nach Zivilstation und der Station in Strafsachen. Dies sollte den möglichst frühen und damit von der Examensvorbereitung noch nicht beeinträchtigten Beginn der ersten Anwaltsstation ermöglichen. Bis 2002 sah der Ausbildungsplan für Referendare nur eine einzige viermonatige Anwaltsstation vor, die unmittelbar vor dem schrift - lichen Teil des Examens abzuleisten war. Eingeleitet werden die Anwaltsstationen jeweils durch einen Lehrgang, welchen die Rechtsanwaltskammern in eigener Verantwortung organisieren. Rechtzeitig zur Reform hatte die Bundesrechtsanwaltskammer die wesentlichen Lerninhalte für den Theorieunterricht im reformierten Referendariat beschlossen und somit die Weichen für eine bundesweit einheitliche Anwaltsausbildung gestellt. Gegenstand des Unterrichts sollte dabei unter anderem die Darstellung des Anwalts in den verschiedenen Rechtsgebieten sein. Nicht zu kurz kommen sollten auch das Berufsrecht, das Gebührenrecht, Steuern, Zusammenarbeitsformen oder Haftungsfragen. Zudem wurde der Komplex Anwaltsrecht in den Pflichtstoff zum Zweiten Staatsexamen aufgenommen ( 51 JAPrO). Seit der Reform sind die Referendare nun auch nicht mehr Nutznießer des Beamtenstatus, sondern befinden sich in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis. Trotzdem eine spürbare Verbesserung? Neun Monate Rechtsanwalt Positiv wirkt sich in jedem Fall die neunmonatige Anwaltsstation aus. Anders als vor 2002 ist so endlich mehr als ein bloßes Reinschnuppern ähnlich einem Praktikum gewährleistet. Wer mag, kann zudem während der dreimonatigen Wahlstation zwischen schriftlichem und mündlichem Teil des Examens in einer Kanzlei arbeiten und so weitere inten sive Erfahrungen sammeln. Besonders effektiv ist es natürlich, wenn alle drei Stationen in derselben Kanzlei verbracht werden. Denn so besteht die Möglichkeit, Mandate von der ersten Besprechung bis zu einer etwaigen streitigen Entscheidung zu begleiten oder auch selbstständig zu betreuen. Auch die Stationsausbilder zeigen regelmäßig mehr Engagement in der Ausbildung des ihnen zugewiesenen Referendars, wenn dieser ihnen über einen längeren Zeitraum zur Verfügung steht. Dieser kann ihnen einen Teil der zur Ausbildung aufgebrachten Zeit anschließend durch aktive Mitarbeit zurückgeben. Vo raussetzung hierfür ist allerdings, dass beide Seiten Interesse an der Ausbildung zeigen und motiviert an die Sache herangehen. Für andere ist die Aufspaltung der Anwaltsstation wiederum eine willkommene Möglichkeit, in verschiedene Spezialgebiete Einblick zu bekommen. Diese Gruppe entscheidet sich in der Regel, die Stationen in unterschiedlichen Kanzleien zu verbringen. Beides hat Vor- und Nachteile und ist letztlich Typfrage. Leider ist der straffe Lehrplan, den die Verwaltungsvorschriften vorsehen, auch für diejenigen, die in Vollzeit mitarbeiten, in der Praxis kaum einzuhalten, wenn der Stationsausbilder den Ablauf in der Kanzlei nicht gänzlich der Referendarsausbildung unterordnen will und der Referendar nebenher auch noch Zeit braucht, sich der Examensvorbereitung zu widmen. So bleibt die Anfertigung eines (der Wahrheit entsprechenden) Berichtshefts in dem von der Rechts - anwaltskammer Stuttgart empfohlenen Umfang wohl eher eine Wunschvorstellung. Dennoch kann festgestellt werden, dass die Anwaltsstation einen wertvollen Beitrag zur Berufsvorbereitung und hinsichtlich der Anforderungen im Examen leistet. Denn nur hier bietet sich dem Referendar die Möglichkeit, echte anwaltliche Schriftsätze verschiedenster Art anzufertigen. Vorausgesetzt, er verbringt seine Station auch in einer Kanzlei, in der so bodenständige Arbeiten überhaupt anfallen, und er legt ein gewisses Maß an Eigeninitiative an den Tag. Hier gilt: Nur für den, der etwas lernen möchte, wird die Anwaltsstation sinnvoll sein. Denn zu verlockend ist nach wie vor für viele Kandidaten die Möglichkeit, nur auf dem Papier einem Stationsausbilder zugewiesen zu sein eine Folge auch des immer noch unüberschaubar umfangreichen Prüfungsstoffes. Hier dreht sich der Referendar weiterhin im Kreis. Was bringen ihm neun Monate Anwaltsstation, wenn im die Zeit fehlt, tatsächlich in der Kanzlei mitzuarbeiten. Wenn er stattdessen monatelang dennoch alle Rechtsgebiete und darüber hinaus auch noch die Klausurentechnik pauken muss. Er verbringt seine Zeit letztlich doch beim kosten - pflichtigen Repetitor oder zumindest Tag

10 9 (und Nacht) zwischen seinen Büchern in der Bibliothek. Ein Dilemma, aus dem er wohl nur herauskommt, wenn er endlich Gelegenheit bekommt, sich auf das Wesentliche in einem bestimmten Bereich zu konzentrieren. Einführungslehrgang Eine der wichtigsten Neuerungen der Vorbereitungszeit der insgesamt dreiwöchige Einführungslehrgang ist gleichzeitig der größte Kritikpunkt in der reformierten Anwaltsstation. Er findet in zwei Blöcken jeweils zu Beginn der Anwaltsstationen statt. Durchgeführt wird er von den regionalen Anwaltskammern zentral und für alle gleichzeitig in den Bezirken der jeweiligen Kammern. Dies bedeutet für einen Großteil der Referendare, dass sie einen kaum zumutbaren Anfahrtsweg von teils mehreren hundert Kilometern in Kauf nehmen müssen. So wird aus einem Unterricht, der mit 5 Stunden angesetzt ist, regelmäßig ein Tagesausflug quer durchs Bundesland. Viel von der besonders in der zweiten Anwaltsstation knappen Lernzeit geht so verloren. Der Kurs in Bruchsal beispielsweise, organisiert durch die Rechtsanwaltskammer Karlsruhe, wurde täglich von 8.45 Uhr bis 13 Uhr durchgeführt. Als Veranstaltungsort wurde das Bürgerzentrum gewählt, ein Raum mit dunkler Holzvertäfelung und ohne Fenster. Zu 14 verschiedenen Themen referierten die Dozenten in höchst unterschiedlicher Qualität. Die Inhalte erstreckten sich entsprechend den Vorgaben der Bundesrechtsanwaltskammer in erster Linie auf Themen, die den Berufseinsteiger betreffen. Besonders knifflig war es für den Durchschnittsreferendar, sich inhaltlich auf diese stark berufsrechtlich orientierte Ausrichtung des Lehrgangs einzulassen. Was als Ziel und Stärke des Kurses angepriesen wurde, der durchweg von Praktikern gehalten wird, ist somit gleichzeitig auch seine größte Schwäche. Denn zu Beginn der ersten Anwaltsstation ist der Referendar noch damit beschäftigt, sich auf dem für ihn neuen Terrain der Anwaltskanzlei zurechtzufinden. Die auf ihn einströmenden Informationen aus dem Einführungslehrgang werden daher vorerst mit dem Gedanken, sie beim Berufseinstieg wieder hervorzuholen, zu den Akten gelegt. Zu diesem frühen Zeitpunkt im Referendariat fehlt vielen Referendaren noch die Fähigkeit, das im Einführungslehrgang Vermittelte mit den Anforderungen im Staatsexamen zu verknüpfen. Also geschieht, was meistens bei viel zu erlernender Stofffülle geschieht: Gelernt wird nur, was auch geprüft wird. Der zweite Teil des Lehrgangs liegt zeitlich wieder nahe am Examen. Dies führt dazu, dass der Prüfling den Schwerpunkt auf das Lernen für das Zweite Examen legt. Wenn es sein muss denn immerhin herrscht im Einführungslehrgang Anwesenheitspflicht eben auch, während der Dozent einen von vorne berieselt. Leider war genau dies festzustellen. Denn nicht jeder, der ein guter Jurist ist, muss auch ein guter Redner und Dozent sein. Entsprechend war auch die Reaktion der Referendare am Beispiel Bruchsal: Ein Teil der angehenden Volljuristen er schien erst gar nicht, ein weiterer Teil trug sich in die Anwesenheitsliste ein, um den Rest des Tages im Vorraum des Saals oder im Café zu verbringen. Dieser Teil betrat den Vorlesungssaal erst wieder gegen Ende der Veranstaltung, wenn die Dozenten die wohlweislich erstellten zweiten Anwesenheitslisten auslegten. Als hätte sich eine Grippeepidemie ausgebreitet, wurde der Saal von Tag zu Tag leerer. Fest steht in jedem Fall, dass die Ausrichtung des Vorbereitungsdienstes auf den Anwaltsberuf schon jetzt deutlich spürbar ist. Also auch für diejenigen, die zu den ersten Absolventen nach dem neuen Recht gehören. Fühlbar ist aber auch und gerade für diejenigen in der Übergangsphase, dass nunmehr eine große Lücke zwischen den Anforderungen im Examen und der Vorbereitung im Referendariat besteht. Es scheint, als sei bei der Reform vergessen worden, dass vor dem Start einer Anwaltskarriere immer noch eine ganz große Hürde zu überwinden ist: die Zweite juristische Staatsprüfung. Die hierfür so wichtige Taktik bei der Bearbeitung von Examensklausuren, insbesondere bei der steigenden Anzahl von Kautelarklausuren, wird weder in den Arbeitsgemeinschaften noch in dem Lehrgang vermittelt. Dabei werden hier wieder gänzlich andere Anforderungen an den Referendar gestellt als in den Stationen oder später im Beruf. Es bleibt in diesem Bereich dabei: Entweder man beherrscht quasi von Natur aus das richtige Klausurenschreiben, bringt es sich selber bei oder und so halten es auch im Referendariat noch etwa 50 Prozent man geht den Weg zum Repetitor. Es ist also wieder einmal (kostenpflichtige) Eigen initiative gefragt. Ein Umstand, der den Referendaren ja schon aus der Vorbereitung zum Ersten Examen bestens bekannt ist. Sinnvoll wäre hier sicherlich ein intensiver begleitender Unterricht durch Anwälte in den Arbeitsgemeinschaften der Stammdienststelle selbst, in der regelmäßig Fälle aus der anwaltlichen Perspektive besprochen werden, Fragen gestellt werden können und ein Dialog entstehen kann. Das Examen Am deutlichsten spürbar ist die anwaltliche Ausrichtung der Juristenausbildung wohl im Examen selbst. Hier sieht der Referendar sich mitunter mit acht Klausuren in einem Termin konfrontiert, die allesamt hauptsächlich anwaltliche Fragestellungen zum Gegenstand haben. Ein schweres Los vor allem für die Referendare, denen ein Teil der Reform, nämlich eine frühzeitige Ausrichtung auf die Denkweise in der Rechtsberatung und auf das Schreiben von Anwaltsklausuren, bereits im Studium fehlt. Besonders schwierig ist es also für diejenigen, die sich in der Schwebephase zwischen alter und neuer JAPrO befinden und ihre universitäre Ausbildung noch mit bis zu acht Klausuren, die rein staatlich orga - nisiert waren, und ohne Schwerpunktfächer abschlossen. Für diese erfolgt die erste Begegnung mit den speziellen Anforderungen des Anwaltsberufs dann erst im Referendariat. Ein notwendiges Übel, denn irgendwer muss ja den Anfang machen. Auswirkungen untersucht Bologna-Bericht 2008 Auf der Herbstkonferenz der Justizminis - terinnen und Justizminister am 17. November 2005 in Berlin ist der Ausschuss zur Koordinierung der Juristenausbil-

11 10 Die Juristenausbildung befindet sich nach wie vor im Wandel und das ist auch gut so. Noch gibt es einige Bereiche, in denen Handlungsbedarf besteht. Insbesondere der Vorbereitungsdienst ist noch nicht ausreichend optimiert. Er wurde zwar grundlegend reformiert und auf die Anwaltstätigkeit ausgerichtet. Dies allein reicht allerdings nicht aus. Im Gegenteil: Geblieben ist der Anspruch der praktischen Ausbildung, dass am Ende ein universell einsetzbarer Allround- Assessor steht. Gegen das Modell des Einheitsjuristen ist an sich auch nichts einzuwenden, denn er bietet Gewähr für eine fundierte und umfassende Ausbildung. Der feine, aber gewichtige Unterschied zu früher ist, dass dieser jetzt noch umfassender ausgebildet wird. Denn von einer Straffung der Lehrpläne, wie dies im Studium vollzogen wurde, ist im Assessorexamen nichts zu spüren. Stattdessen wurde mit dem Anwaltsrecht ein weiteres kaum zu überblickendes Rechtsgebiet in den Pflichtstoff aufgenommen. Dieses Pensum muss von den Referendaren nach wie vor innerhalb von 24 Monaten erlernt werden. Doch wie Abhilfe schaffen? Diskussionsmodelle zur Neustrukturierung des Vorbereitungsdienstes gibt es viele. Unabhängig von Detailfragen um Trägerschaft, Zulässigkeit und Ausgestaltung, die einer zügigen Reform im Wege stehen, heißt das Schlagwort hier Spartenvorbereitungsdienst. Wobei dies irreführend ist, denn die einheitliche Ausbildung gänzlich abschaffen und nur noch Anwälte oder Nur-Richter auszubilden, führt auch in die falsche Richtung. Es ist unabdingbare Voraussetzung einer fundierten juristischen Ausbildung, sich neben der Grundlagenausbildung in allen Rechtsgebieten während des Studiums einen Überblick in verschiedene Bedung beauftragt worden, über die Auswirkungen des Gesetzes über die Reform der Juristenausbildung zu berichten. Untersucht werden sollte die Reform auf ihren Erfolg und mit Blick auf weiteren Reformbedarf. Hierzu wurden drei Fragebögen entwickelt. Absolventen der ersten Prüfung, des Referendariats sowie Arbeitgeber und Berufseinsteiger sind zu Wort gekommen. Studium Mit der Anwaltsorientierung im Studium zeigen sich die Absolventen noch nicht ganz zufrieden. Hier ist zufolge der Studie das Optimum noch nicht erreicht. Zwar findet bereits in nennenswertem Umfang eine Einbindung der Anwaltschaft in das juristische Studium statt. Das Angebot an spezifisch anwaltsorientierten Lehrveranstaltungen wird aber von 58 Prozent der Befragten als unzureichend oder mäßig eingestuft. Vorbereitungsdienst Als Ergebnis der Evaluation unter den Absolventen des geänderten Vorbereitungsdienstes kann festgehalten werden, dass dieser nun spürbar besser auf den Beruf des Anwalts vorbereitet. Nach Ansicht der Befragten gelingt es den Anwälten im theoretischen Unterricht jedoch kaum, die spezifisch anwaltsorientierte Sicht bei der Bearbeitung von Fällen zu vermitteln. Nur 14 Prozent der Befragten fühlten sich durch den Unterricht gut auf die anwaltliche Sicht bei der Bearbeitung von Fällen vorbereitet. Arbeitgeber/Absolventen neuen Ausbildungsrechts Bezeichnend für die Halbherzigkeit der Reform ist auch das Ergebnis der Umfrage in dieser Gruppe. Die Hälfte derer, die geantwortet haben, meint, Studium und Vorbereitungsdienst seien auch nach der Reform zu sehr auf den Beruf des Rich ters ausgerichtet. Die vollständigen Ergebnisse können im Internet abgerufen werden. 1 Eine Wiedergabe der Feststellungen kann hier nur ganz auszugsweise erfol- gen. Insgesamt bleibt aber festzuhalten, dass die Evaluation die Reform in ihrer Umsetzungsphase abbildet und der Reform Zeit eingeräumt werden muss. Verlässliche Angaben können erst in einigen Jahren gemacht werden, wenn mehrere Jahrgänge ihre Ausbildung nach neuem Recht absolviert haben. Dennoch zeigen die Ergebnisse, dass die Umsetzung der Reform auch in anderen Ländern als Baden-Württemberg die Betroffenen bis jetzt noch nicht überzeugt. Was geblieben ist Das bisherige System der zweistufigen Ausbildung (Universität und Referendariat) wurde beibehalten. Nicht trennen konnte man sich zudem von der Idealvorstellung des juristischen Generalis - ten. Geblieben ist auch, dass die Referendare Wandler zwischen den Welten sind. Sie müssen nicht nur den Anforderungen gerecht werden, die an sie als Berufsanfänger gestellt werden. Davor steht für den Referendar noch die große Hürde des einheitlichen Zweiten Staatsexamens. und was (vielleicht) kommt Ein Ende der Diskussion um die Ausbildung der deutschen Juristen ist bisher nicht in Sicht. Es scheint aber, als wäre mehr als sechs Jahre nach der ersten grundlegenden Neuerung Bewegung in die Sache gekommen. Gestufte Kombinationsstudiengänge Die neueste radikale Verjüngungskur setzt bereits im Studium an: Das Referendariat soll abgeschafft werden und das Staatsexamen durch die Abschlüsse Bachelor und Master ersetzt werden. In Baden-Württemberg ermöglicht eine am 13. September 2008 in Kraft getretene Änderung der JAPrO die Erprobung derartiger Studienstrukturen. Die entsprechenden Vorschriften finden sich dort in den 35a 35e, 62a. Ziel der neuen Ausbildung nach dem baden-württembergischen Modell soll vor allem die internationale Vergleichbarkeit von Studienabschlüssen sein. Die Absolventen sollen sich zudem möglichst schnell in alle möglichen juristischen Berufe einarbeiten können. 2 Spartenvorbereitungsdienst 1 Der vollständige Bologna-Bericht 2008 ist abrufbar unter 2 Mehr Informationen zu den neuen Studienstrukturen: siehe S. 14.

12 11 Stiefkind Verwaltungsstation Es muss nicht immer das Landratsamt sein Von Rechtsreferendarin Birte Thomasen, Diplomjuristin und Europajuristin rufsgebiete zu verschaffen. Wer später als Anwalt arbeitet, muss verstehen, wie ein Richter denkt und arbeitet, und umgekehrt. Die Arroganz und das Unverständnis auf beiden Seiten sind ohnehin schon viel zu groß. Wünschenswert wäre ein abgestufter Vorbereitungsdienst. Zunächst sollte allen Referendaren eine einheitliche Ausbildung mit den üblichen Pflichtstationen gewährt werden, um gemeinsame Strukturen zu schaffen. Erst im Anschluss sollten sich die Ausbildungswege trennen. Jeder Referendar müsste dann in der für ihn passenden Sparte, z.b. entweder als Staats- oder als Anwaltsreferendar, schwerpunktmäßig ausgebildet werden. Um das Pensum zu schaffen, wäre eine Verlängerung des Referendariats denkbar und sinnvoll. Bleiben sollte dagegen die gemeinsame Zweite juristische Staatsprüfung. Allerdings müsste sich die Zweiteilung auch dort widerspiegeln. Denkbar wäre eine aus einem allgemeinen Teil, der von allen Referendaren einheitlich zu absolvieren wäre, und einem besonderen Teil zusammengesetzte Prüfung. Geprüft würde hier nur, was Gegenstand der speziellen praktischen Ausbildung im jeweiligen Bereich ist. Schmalspurjuristen sind dann nicht zu erwarten. Möglich ist auch die Aufspaltung in ein staatliches Anwaltsexamen einerseits und ein dem herkömmlichen Examen ähnliches Staatsexamen als Abschluss für die Staatsreferendare. Bei Letzterem wäre dann natürlich eine Entschlackung des Prüfungsstoffes insbesondere hinsichtlich des Anwaltsrechts erforderlich. Was spricht eigentlich gegen eine Station bei der Gemeinde oder im Landratsamt? Auch hier lassen sich mit entsprechendem Einsatz sicher viele Erfahrungen jenseits des Verfassens von Bescheiden aller Art sammeln. Weitere positive Aspekte liegen auf der Hand: Die meisten Ämter erfüllen den verständlichen Wunsch vieler Referendare, mehr Zeit zum Lernen und Klausurenschreiben zu haben, gerne. Oftmals sind anscheinend beide Seiten nicht auf die tägliche Anwesenheit des Auszubildenden aus, so dass Raum für andere Dinge bleibt. Außerdem liegt das nächste Amt meist gleich um die Ecke und durch die räumliche Nähe spart man Geld und die vor dem Examen ohnehin knappe und damit wertvolle Zeit. Trotzdem, nach einem Blick in die einschlägigen juristischen Internetforen ist schnell klar, dass die Verwaltungsstation unter den Referendaren die unbeliebteste Stage im Vorbereitungsdienst ist. Eine Umfrage im eigenen Bekanntenkreis ergibt hier keine anderen Erkenntnisse. Aber woran liegt das? Ist es die drohende Bearbeitung von Rechtsgebieten, hinter denen eine vermeintlich langweilige Materie steckt? Oder ist das damit verbundene angestaubte Image der Rathäuser und Amtsstuben entscheidend? Einige wagen es deshalb, den ausgetrampelten Pfad in Richtung Speyer oder ins nächste Landratsamt zu verlassen. Wie die folgenden Erfahrungsberichte zeigen, führen auch viele andere Wege ins Ziel. Der Mehraufwand an Zeit und Mühe lohnt sich anscheinend. Die befragten Referendare gaben übereinstimmend an, während ihrer Verwaltungsstation Mitte 2008 wertvolle und besondere Eindrücke gewonnen zu haben. Und nicht zu vergessen: Auch im Lebenslauf macht sich etwas juristische Unternehmungslust ganz gut. Ulrich Eix Landeskriminalamt Baden-Württemberg Taubenheimstraße Stuttgart Homepage: Dienstagmorgen, halb sieben beim Frühstück. Die Nachrichten melden: Die Tageszeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, dass in Musterstadt eine islamistische Terrorzelle unter Beobachtung der Behörden stehe. Die Polizei lehnt jede Stellungnahme ab. Ankunft im Landeskriminalamt (LKA) um neun. Im Büro wartet bereits die Chefin mit einer Akte unter dem Arm, die einen roten Stempel trägt. Es gibt eine hochgeheime Sache in Musterstadt. Wir haben zu prüfen, ob unsere Einheiten ihre gewünschten Maßnahmen so durchführen können. Nur eine Konstellation, die die Verwaltungsstation beim LKA zu einer spannenden Angelegenheit macht. Die zu behandelnden Themen der juris - tischen Abteilung des LKA und damit des Referendars bewegen sich im Rahmen des dem LKA durch das PolG und die DVOPolG zugewiesenen Aufgabenbereichs. Projektarbeit, Widersprüche sowie rechtliche Recherchen und Stellungnahmen umfassen die tägliche Arbeit. Eine Bewerbung sollte so früh wie möglich direkt an das LKA gerichtet werden, da die Stellen rar sind und (in Baden- Württemberg) auf ca LKA-Mitarbeiter maximal zwei Referendare kommen. Richtig beim LKA ist, wer Interesse und Verständnis für die Polizeiarbeit aufbringt. Neben einem guten Judiz sollte man die Fähigkeit mitbringen, sich schnell in Rechtsgebiete und Sachverhalte einarbeiten zu können. Hilfreich sind außerdem Kenntnisse im Allgemeinen und Besonderen Verwaltungsrecht bzw. Straf- und Strafprozessrecht. Allerdings sind die Aufgaben oft so speziell, dass sie für das Examen wenig relevant sind. Nicht erwünscht beim LKA sind sensationslüsterne und weltfremde Juristen. Sicher ist einem beim LKA eine abwechslungsreiche Station am Puls der Zeit. Zwar ist Verschwiegenheit oberstes Gebot. Aber ein verschmitztes Grinsen freitagmorgens ist erlaubt, wenn die Nachrichten dann melden: Wie die zuständigen Behörden soeben mitteilen, wurde in Musterstadt letzte Nacht eine Terrorzelle ausgehoben.

13 AEC EISELE CONSULTING Wirtschaftsprüfung Steuerberatung AEC Eisele Consulting Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung Hohenstaufenring 43 45, Köln Geschlossene Fonds, Gesellschaftsrecht, Kapitalmarktrecht, Steuerrecht, Immobilienrecht Internet: Telefon: 0221/ Wahlstation/Anwaltsstation: Ausbildungsplätze: 2 4 pro Jahr Anforderungen: möglichst Prädikatsexamen; Interesse an wirtschafts - rechtlichen Fragestellungen. Ansprechpartner: Dipl.-Kfm. Mathias N. Eisele, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Ausgestaltung von Beteiligungsmodellen z. B. Genussrechte, Kommanditbeteiligungen, Anleihen, Gesellschaftsrecht, Verlag- und Urheberrecht, Markenrecht, Erstellung von Verkaufsprospekten nach dem Verkaufsprospektgesetz, Branchenbezogene Rechtsgebiete: Musikrecht, Filmrecht, Finanzierung, Immobilienrecht, Ausschreibungsverfahren der UN und andere internationale Einrichtungen. Agilent Technologies Deutschland GmbH Herrenberger Straße Böblingen Das führende Messtechnik- Unternehmen für Elektronik, Kommunikation, Life Science und Chemische Analysentechnik Zahl der Beschäftigten: (weltweit ) Telefon: / Telefax: / Ausbildungsplätze 07-12/2009: 1 Anforderungen: gute Englischkenntnisse, MS-Office-Kenntnisse, Teamfähigkeit Stellen/Tätigkeitsfelder in den Unternehmensbereichen Rechts- und Vertragswesen Wirtschaftsrecht Arbeitsrecht Ansprechpartnerin: Frau Brigitte Wieland, Telefon: / , Telefax: / , ALL3MEDIA TV-SERVICES GmbH Gotzkowskystr. 20/ Berlin Branche: Medienunternehmen (Film- und Fernsehproduktion) Beratung der MME MOVIEMENT Gruppe Zahl der Beschäftigten: ca. 30 Telefon: 0 30/ Telefax: 0 30/ Ausbildungsplätze 07-12/2009: 2 Anforderungen: Vorkenntnisse im Urheber- und Medienrecht wünschenswert Abteilung Business & Legal Affairs am Hauptstandort in Berlin Ansprechpartner: Marcus Lee, LL.M., Business & Legal Affairs, Telefon: 0 30/

14 Allianz Gruppe Königinstraße München Versicherungen, Finanzdienstleistungen Internet: Ausbildungsplätze: nicht begrenzt Anforderungen: 1. Staatsexamen mindestens vollbefriedigend, sehr gute Englischkenntnisse, betriebswirtschaftliche Kenntnisse wünschenswert, Interesse an globalen Kapitalmärkten Verschiedene Unternehmensbereiche am Standort München Allianz SE (Holding): Group Legal Services: mindestens 3 Monate: Schwerpunkte: Kapitalmarkt-, Gesellschafts-, Wettbewerbs-, Kartellrecht, M & A Allianz Investment Management SE und Allianz Global Investors: Investment- und Kapitalmarktrecht, Unternehmensbilanzierung und -bewertung Allianz Deutschland AG: Personal und Tarifpolitik, Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, Prozessfinanzierung, Schadenabteil (Frankfurt), Luftfahrtsachversicherung Amadeus Germany GmbH Marienbader Platz 1, Bad Homburg EDV-Lösungsanbieter für die Tourismus - branche, größtes europäisches Reise reservierungssystem Telefon: / Telefax: / Ausbildungsplätze: 1 Anforderungen: Gute Kenntnisse im Zivil- und Wirtschaftsrecht, Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge, gute englische Sprachkenntnisse Ansprechpartner: RA Dr. Tobias Hemler (Zivil-/Wirtschaftsrecht) Telefon: / Schwerpunkte: Vertrags-, EDV- sowie Handels- und Wirtschaftsrecht Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände im Haus der Deutschen Wirtschaft Hausanschrift: Breite Straße Berlin Briefanschrift: Postfach Berlin Spitzenverband Zahl der Beschäftigten: 100 Telefon: 0 30/ Telefax: 0 30/ Ausbildungsplätze 07-12/2009: ca. 4 Fachabteilungen Arbeitsrecht, Arbeitsmarkt, Soziale Sicherung Anforderungen: Prädikatsexamen, englische Sprachkenntnisse, Freude an der politischen Bewertung arbeits- und sozialrechtlicher Fragestellungen Ansprechpartnerin: Frau Anton, Telefon: 0 30/ Traineeprogramme: Bereiche: Rechtsabteilungen der angeschlossenen Verbände Anforderungen: Mobilität, fundierte Rechtskenntnisse, politisches Gespür, gesellschaftspolitischer Gestaltungswille, Englisch Ziel: Qualifizierung für verantwortliche Tätigkeit in den angeschlossenen Verbänden und der BDA Ansprechpartnerin: Frau Wiecker, Telefon: 0 30/

15 Willi Betz Unternehmensgruppe Max-Planck-Str Reutlingen Branche: Transport-, Spedition- und Logistik Zahl der Beschäftigten: Unternehmensgruppe Telefon: / Telefax: / Internet: Ausbildungsplätze: 07-12/2009 Anforderungen: Prädikatsexamen, gute Englischkenntnisse, EDV-Kenntnisse (MS-Office) Rechtsabteilung: Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht, Transport- und Logistikrecht Ansprechpartner: Dr. Bernd Widmann Telefon: / BHF-BANK Aktiengesellschaft Frankfurt am Main Finanzdienstleistungen Zahl der Beschäftigten: ca Telefon: 0 69/ Telefax: 0 69/ Homepage: Ausbildungsplätze 3 4 jährlich in der Zentrale der Bank Anforderungen: Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge, Kenntnisse im Wirtschaftsrecht, gute Sprachkenntnisse (Englisch). Ansprechpartner: RA Dr. Jürgen Ziebe Konzernrechtsabteilung Zentrale/Bank-, Börsen- und Unternehmensrecht Ansprechpartner: RA Dr. Jürgen Ziebe Rechtsanwälte bnt Rechtsanwälte For further information see bnt ist ein Rechtsberatungs unter nehmen, das sich ausschließlich auf Mittel- und Osteuropa spezialisiert. Mit derzeit zehn Büros und mehr als 100 Anwälten in MOE und Deutschland beraten wir Unter neh - men, Be hörden und private Personen in allen Bereichen des Wirtschafts- und Ver wal tungsrechts. Anwaltsstation/Wahlstation Anforderungen: Wegen der internationalen Tätigkeit der Kanzlei sind neben fundierten rechtlichen Kenntnissen sehr gute Kenntnisse der deutschen und der englischen Sprache unerlässlich. Kenntnisse in der Landessprache am jeweiligen Standort sind erwünscht, aber nicht erforderlich, andere Fremdsprachen sind wegen der internationalen Mandantschaft wünschenswert. Sofern der Wunsch nach Vertiefung bestimmter rechtlicher Spezialisierungen besteht, sollten diese bei der Bewerbung bereits angegeben werden. Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf und Angabe des gewünschten Aufenthaltszeitraums sind an das Sekretariat des jeweiligen Standorts zu richten: Bratislava: Vilnius: Budapest: Prag: Tallinn: Minsk: Riga: Warschau: Kiew: Nürnberg:

16 Richard Boorberg Verlag GmbH & Co KG Scharrstraße Stuttgart Verlag Zahl der Beschäftigten: ca. 200 Telefon: 07 11/ Telefax: 07 11/ Ausbildungsplätze 07-12/2009: Die genaue Zahl steht noch nicht fest Anforderungen: gute juristische Kenntnisse, Interesse am Verlags - geschäft und Mitarbeit im Lektorat a) Lektorat b) Zeitschriftenredaktion c) Werbung/Vertrieb Anforderungen: breite Allgemeinbildung, gute juristische Kenntnisse, sicheres Sprachgefühl, Bereitschaft zur Mitarbeit im Vertrieb, von Vorteil: kaufmännische Vorbildung, Verwaltungsausbildung oder Kenntnisse im Verlags wesen Ansprechpartner: Herr Rechtsanwalt Markus Ott Robert Bosch GmbH Postfach Stuttgart Elektrotechnik Zahl der Beschäftigten: über Telefon: 07 11/ Wahlstation in der zentralen Rechtsabteilung bei Stuttgart sowie in Rechtsabteilungen weltweit, z. B. Chicago, Shanghai, Bangalore, Tokyo, Madrid, Paris, Istanbul, Curitiba (Brasilien). Anforderungen: Prädikatsexamen, Sprachkenntnisse (flüssiges Englisch in jedem Fall; teilweise gute arbeitsfähige Kenntnisse der Landessprache erforderlich). Ansprechpartner: Für eine wirtschaftsrechtliche Station in der Konzernzentrale oder außerhalb Deutschlands: Dr. Lutz Kniprath, 07 11/ , Für eine steuerrechtliche Station in der Konzernzentrale: Dr. Albrecht von Oefele, 07 11/ , Für eine Station im gewerblichen Rechtsschutz in der Konzern zentrale: Dr. Paul-B. Schönborn, 07 11/ , Für eine arbeitsrechtliche Station in der Konzernzentrale: Birgit Isenmann, 07 11/ , Für eine Station in der Personalabteilung in der Konzernzentrale: Martin Dinkelacker, 07 11/ , Bayerischer Rundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts Juristische Direktion Rundfunkplatz München Branche/Tätigkeitsbereich: Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Bayern Telefon: 0 89/ Wahlstation/Rechtsanwaltsstation/Verwaltungsstation*: Wir bieten in der Juristischen Direktion im Jahr ca. 4 8 Ausbildungsplätze. Anforderungen: Überdurchschnittliches Examen, medienrechtliche Vor kennt nisse sind von Vorteil, gute Ausdrucksfähigkeit, Fremdsprachenkenntnisse Stellen/Tätigkeitsbereiche: Programmrecht (Urheberrecht, Persönlichkeits- und Gegendarstellungs - recht; Werberecht, Wettbewerbsrecht), Europarecht, Rundfunkorganisa - tions- und -verfassungsrecht, Arbeits- und Sozialrecht, Marken- und Titelschutzrecht, Zivilrecht, Rundfunkgebührenrecht und sonstiges Verwaltungsrecht, Telekommunikationsrecht, etc. In Bayern ist der Bayerische Rundfunk als Ausbildungsstelle für die Berufsfelder Verwaltung sowie Arbeits- und Sozialrecht als Ausbildungsstelle im Rahmen des Pflichtwahlpraktikums zugelassen. Ansprechpartnerin: Barbara Nickel, Juristische Direktion Telefon: 0 89/ , * Bei einer Ausbildung in Bayern ist das Ableisten der Verwaltungsstation beim Bayerischen Rundfunk aufgrund der bayerischen JAPO nicht möglich.

17 Thomas Cook AG Human Resources Management Thomas Cook Platz Oberursel Touristik Telefon: 06171/ Telefax: / Internet: In unserem Bereich Personal bieten wir Ihnen die Möglichkeit Ihre Wahlstation in der Wahlfachgruppe Arbeit- und Sozialrecht abzuleisten. Hier werden Sie im Rahmen Ihrer Tätigkeit als Rechtsreferendar (m/w) einen Einblick in die Tätigkeitsfelder des Personalbereiches erhalten und entsprechende Fragestellungen des Individual- und des kollektiven Arbeitsrechts bearbeiten. Dafür verfügen Sie über fundierte Kenntnisse im Arbeits- und Sozialrecht und kennen sich gut mit dem MS-Office-Paket aus. Wenn Sie außerdem ein überdurchschnittliches Engagement und eine ausgeprägte Fähigkeit zur Teamarbeit mitbringen, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Ferner suchen wir für die Konzernrechtsabteilung, die als Stabsstelle die rechtliche Betreuung sämtlicher Konzerngesellschaften übernimmt, hoch motivierte Rechtsreferendare mit Prädikatsexamen und guten Englischkenntnissen, die idealerweise im Ausland erworben wurden. Ansprechpartnerin: Petra Lissner D.A.S. Prozessfinanzierung AG Thomas-Dehler-Str München Branche: Finanzdienstleistung, Prozessfinanzierung Zahl der Rechtsanwälte: 8 Telefon: 0 89/ Telefax: 0 89/ Internet: Ausbildungsplätze: 1 2 Ausbildungsplätze pro Halbjahr Anforderungen: Sie passen zu uns, wenn Sie ein Prädikatsexamen abgelegt haben, kommunikativ und teamorientiert sind und Ihre Arbeits - ergeb nisse gegenüber Kollegen sachlich und sicher vertreten können. Wir freuen uns über Ihre schriftliche Kurzbewerbung, die Sie bitte per Post oder per an richten. Tätigkeitsfelder: Sie haben die Möglichkeit, in einem jungen Team von Juristen die Erfolgsaussichten anspruchsvoller Prozesse mit hohen Streitwerten zu prüfen. Es handelt sich dabei vorwiegend um Prozesse aus dem all - gemeinen Zivilrecht, im Speziellen aus den Bereichen des Erb-, Arzt - haftungs- sowie des Insolvenzrechts. Sie können Ihr im Studium und Referendariat erlerntes Wissen in vollem Umfang praxisrelevant einbringen und bekommen dabei Einblick in die unterschiedlichen Arbeits- und Vorgehensweisen von Rechtsanwälten und Richtern. Deutsche Bahn AG Potsdamer Platz Berlin Verkehrsunternehmen Zahl der Rechtsanwälte: über 100 Telefon: 0 30/ Telefax: 0 30/ Anwalts- und Wir bieten Ausbildungsplätze. Anforderungen: Prädikatsexamen, Flexibilität, Teamgeist und Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen Ansprechpartner: RAin Dr. Sandra Otto, Dr. Jutta Ecke-Hüttemann, Rechtsabteilung (GR), Telefon: 0 30/ , Rechtsabteilung (GR) Schwerpunkte: Vertrags- und Vergaberecht, Bauvertragsrecht und Projektbetreuung, Europarecht und Rechtspolitik, Öffentliches Recht mit Umwelt- und Eisenbahnrecht, Gesellschaftsrecht, Wettbewerbs-, Marken- und Medienrecht, Kartellrecht

18 Deutsche AG Deutsche Lufthansa AG Rechtsabteilung, FRA CJ/A LAC, Airportring Frankfurt am Main Branche: Luftverkehr Zahl der Beschäftigten: Konzernweit Ausbildungsplätze im Bereich Arbeits-, Wirtschafts- und Zivilrecht Wir erwarten: überdurchschnittliches Engagement Teamgeist Kenntnisse in den entsprechenden Rechtsgebieten Sprachkenntnisse (engl.) Ansprechpartner: Frau Christina Kremser-Wolf Tel.: 069/ Konzernjustiziariat Einsatzort: Frankfurt am Main DZ BANK AG Deutsche Zentral- Genossenschaftsbank Platz der Republik Frankfurt am Main Banken/Finanzdienstleistungen Zahl der Beschäftigten: ca (Deutschland) Telefon: 0 69/ Telefax: 0 69/ Internet: Referendariat im Bereich Recht (Wahlstation) Ausbildungsplätze: laufend 1 2 Ausbildungsplätze Anforderungen: Sie haben Ihr erstes Staatsexamen mit dem Ergebnis befriedigend oder besser abgeschlossen und interessieren sich für eine juristische Tätigkeit im Finanzsektor. Sie sind innovativ, kooperativ und zeichnen sich durch ausgeprägte analytische und theoretische Fähigkeiten aus? Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge, Flexibilität und Engagement sind für Sie selbstverständlich und Sie verfügen über sehr gute Englisch - kenntnisse? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung! Tätigkeitsfeld: Sie erhalten einen umfassenden Einblick in die Arbeitsweise einer europä - isch ausgerichteteten Geschäftsbank. Dabei haben Sie die Möglichkeit, in allen Bereichen des Wirtschaftsrechts mit den Schwerpunkten Allgemeines Bankrecht, Kapitalmarktrecht, Kreditrecht, Gesellschaftsrecht sowie Wettbewerbsrecht mitzuarbeiten. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, entsprechend Ihrer Vorkenntnisse und Interessen, alle Bereiche kennenzulernen oder hoch spezialisiert zu arbeiten. Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag GmbH Mainzer Landstraße Frankfurt Verlag Zahl der Beschäftigten: 840 Telefon: 0 69/ Telefax: 0 69/ Ausbildungsplätze 3 bis 4, ganzjährig in Rechtsabteilung/ Redaktion der juristischen Fachzeitschriften Anforderungen: Interesse am Verlagsgeschäft, gute juristische Allgemeinbildung, gern Interesse an Redaktion/Lektorat Ansprechpartner: Herr RA Torsten Kutschke Stellen/Geschäftsfelder: 1) Mitarbeit in Rechtsabteilung des Verlages und/oder 2) Mitarbeit in Redaktion/Lektorat der Zeitschrift Kommunikation & Recht

19 Kernkraft E.ON Kernkraft GmbH Tresckowstr Hannover Energieerzeugung Telefon: 05 11/ Telefax: 05 11/ Ausbildungsplätze 2009: 2 Anforderungen: mindestens befriedigendes Erstes Staatsexamen Rechtsabteilung (konzernübergreifend), Staats- und Verwaltungsrecht sowie Wirtschafts- und Finanzrecht Schriftliche Bewerbungen bitte an: E.ON Kernkraft GmbH Recht Kraftwerke Tresckowstr Hannover Ansprechpartnerin: Annette Meister Tel.: 05 11/ E.ON Netz GmbH Bernecker Straße Bayreuth Übertragungsnetzbetreiber Zahl der Beschäftigten: 1500 Telefon: 09 21/ Telefax: 09 21/ Ausbildungsplätze regelmäßig: 1 pro Halbjahr Arbeits- und Sozialrecht/Wirtschaftsrecht Anforderungen: Prädikatsexamen, MS-Office-Kenntnisse, Zielstrebigkeit und überzeugendes Auftreten Schwerpunkte: Arbeits- und Zivilrecht, Vertragsgestaltung, Liegenschaftsrecht, Energiewirtschaftsrecht Einsatzort: Bayreuth Ansprechpartner: Dr. Oliver Engel, Telefon: 09 21/ , Telefax: 09 21/ EBDI Kohlrainstraße 10 CH-8700 Küsnacht/ZH Institut für technische und betriebliche Sicherheitsberatung Zahl der Beschäftigten: 4 Telefon: Telefax: Dienstleistungen: Rechtsberatung (Organisationsrecht, Produkthaftung, technisches Recht, Gutachten) Vertragsgestaltung (AGB, QS-Vereinbarungen, allg. Wirtschaftsverträge) Produktdokumentation (Warn- und Sicherheitshinweise, Gebrauchsanleitungen) Qualitätssicherung (Legal-Audit, Risk-Management, Krisenmanagement) Seminare & Schulungen Ausbildungsplätze: Bewerbungen für 2009 Anforderungen: engl. Sprachkenntnisse, gute IT- und EDV-Kenntnisse (Apple, Internet) Ansprechpartner: RA Hans-Joachim Hess, Telefon:

20 freenet AG freenet AG - Personalabteilung - Deelbögenkamp 4c Hamburg Telekommunikation und Internet Zahl der Beschäftigten: ca Telefon: 0 40/ Internet: Wahl- oder Wahlpflichtstation: Ausbildungsplätze (ca. 8 jährlich) in der Konzernrechtsabteilung an den Standorten Hamburg und Büdelsdorf Anforderungen: Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge, Spaß am Arbeiten als Teamplayer, ganz tägige Mitarbeit an mehreren Tagen in der Woche. Ausbildungsstand Wahl- oder Wahlpflichtstation die Unterstützung der Rechtsabteilung bei der Beantwortung von Rechtsfragen insbesondere auf den Gebieten des Telekommunikationsund Medienrechts, Handels- und Gesellschaftsrechts, Datenschutz - rechts und Wettbewerbsrechts sowie bei allgemeinen zivilrechtlichen und strafrechtlichen Fragen das Erstellen und Überprüfen von Verträgen sowie Allgemeinen Geschäftsbedingungen für uns und unsere Tochterunternehmen die Recherche von Rechtsfragen und Rechtsprechungsentscheidungen vor allem zu Themen aus dem Bereich des Telekommunikations- und Medienrechts und des allgemeinen Zivilrechts Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft Höhnerweg Weinheim Die Freudenberg-Gruppe ist ein weltweit tätiges und breit diversifiziertes Familien - unternehemen mit Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Dichtungen, Schwingungstechnik, Vliesstoffe, Spezialchemikalien, Haushaltsprodukte (Vileda ) Zahl der Beschäftigten: ca Umsatz (2007): ca. 5,3 Mrd. Euro Telefon: / Telefax: / Internet: Ausbildungsplätze: 1 2 Anforderungen: überdurchschnittliche juristische Kenntnisse, sehr gutes Englisch Ansprechpartnerin: Anne Kotz, Rechtsabteilung Die zentrale Rechtsabteilung betreut mit 10 Juristen die Rechtsange legen - heiten der Konzernführungsgesellschaft sowie der Teilkonzerngesellschaften. Die Vielzahl der Produkte, die stark international ausgerichtete Zusammen - arbeit mit strategischen Partnern und der besondere Charakter eines in der Rechtsform einer Personengesellschaft geführten Konzerns ergeben ein für Juristen vielseitiges und interessantes Arbeitsspektrum. Gleiss Lutz Rechtsanwälte Dr. Doris-Maria Schuster Mendelssohnstraße Frankfurt/Main Gleiss Lutz ist eine der führenden international tätigen Kanzleien in Deutschland. Sie ist auf nationales und internationales Wirtschaftsrecht spezialisiert. An 5 Standorten bietet sie mit über 235 Anwälten und daneben mit ausgewählten Partnerkanzleien in England, Belgien, Niederlande und den USA umfassende Rechts beratung. Telefon: 0 69/ Telefax: 0 69/ Anwaltsstation und Als Referendar steht Ihnen jedes unserer Tätigkeitsfelder offen. Von einem Tutor betreut, lernen und arbeiten Sie an praktischen Fällen. Sie profitieren von internen Weiterbildungsmöglichkeiten. Ausbildungsplätze in Berlin, Frankfurt/M., München, Stuttgart, Brüssel und bei Partnerkanzleien, z. B. in London, Paris, Hongkong, Tokio Hoher Bedarf in den Fachgebieten: Arbeitsrecht, Bank-, Finanz- und Kapitalmarktrecht, Gesellschaftsrecht/M&A, Gewerblicher Rechtsschutz, Kartellrecht, Öffentliches Recht/Immobilienrecht, Prozessführung/Schiedsgerichtsbarkeit, Steuerrecht. Anforderungen: mindestens voll befriedigendes Examen, sehr gutes Englisch.

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