10 Jahre Mikrofinanz bei der Credit Suisse. Investitionen in soziale und wirtschaftliche Innovation

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1 10 Jahre Mikrofinanz bei der Credit Suisse Investitionen in soziale und wirtschaftliche Innovation

2 3 EDITORIAL Die Partnerorganisationen und Projekte der Credit Suisse INHALT EXPERTENSTIMMEN 4 MIKROFINANZ UND DIE MILLENNIUMSENTWICKLUNGSZIELE Essay von Joseph Deiss, ehemaliger Bundespräsident und Präsident der 65. Uno-Generalversammlung credit-suisse.com/mikrofinanz 14 ANLEGER ALS WICHTIGER MOTOR IN DER ENTWICKLUNG Klaus Tischhauser, Mitgründer und Geschäftsführer responsability 24 MIKROFINANZ HEUTE EINE SOZIALE INVESTITION Rupert Scofield, CEO FINCA International CREDIT SUISSE PlaNet Finance Swisscontact Accion Opportunity International Women s World Banking FINCA International 6 ZEHN JAHRE ENGAGEMENT FÜR MIKROFINANZ Interview mit Arthur Vayloyan responsability 2 Die Vereinten Nationen streben bis 2015 die Reduktion der in Armut lebenden Bevölkerung um die Hälfte an. Aus dem Bericht des Uno-Generalsekretärs Ban Ki-moon geht hervor, dass der Mikrofinanz in diesem Zusammenhang eine wichtige Bedeutung zukommt auch wenn kritische Stimmen dies immer wieder in Frage stellen. Wir sind vom positiven Beitrag der Mikrofinanz zur Zielerreichung überzeugt. Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung des Sektors ist jedoch eine enge Zusammenarbeit von Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, Privatsektor und Zivilgesellschaft. Die Finanzdienstleistungsbranche sollte dabei eine Schlüsselrolle übernehmen. Die Credit Suisse gehörte zu den frühen Verfechtern der Idee, denn als weltweit tätiger Finanzdienstleister entwickeln wir innovative Produkte und Dienstleistungen, welche die Spitze mit der Basis der Einkommenspyramide verbinden. Damit unterstützen wir ökonomisches Wachstum und sozialen Wandel in Schwellen- und Entwicklungsländern. Dieser Beitrag an die wirtschaftliche Entwicklung und für grössere gesellschaftliche Stabilität ist auch wichtig für unseren langfristigen Geschäftserfolg. Gemeinsam mit erfahrenen Partnern engagieren wir uns daher seit mehr als zehn Jahren für den Bereich Mikrofinanz. Wir führen erfolgreich Initiativen, Experten und Ressourcen aus der gesamten Bank zusammen, um für Kunden, Mikrofinanzinstitutionen und Kleinstunternehmer Wert zu schaffen. Im Rahmen unserer Microfinance Capacity Building Initiative unterstützen wir zudem Mikrofinanzinstitutionen bei der Entwicklung und Verbesserung von Prozessen oder der Personalausbildung. Um den Austausch zwischen globaler Finanzwelt und lokalen Organisationen zu fördern, verbringen einige unserer Mitarbeitenden mehrere Wochen bei unseren Partnerorganisationen in aller Welt. Für unseren umfassenden Ansatz wurden wir im Juni von der «Financial Times» und der International Finance Corporation bei den Sustainable Finance Awards in der Kategorie «Sustainable Global Bank of the Year» ausgezeichnet. Viel bedeutsamer als diese Auszeichnung aber erscheint uns, dass wir durch unser Engagement bis Ende 2011 rund 1,9 Millionen benachteiligten Menschen einen Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglichen konnten. Die eingeschlagene Richtung scheint zu stimmen, der Weg zum Ziel ist aber noch weit Women s World Banking 3 FINCA International 5 Accion 2 Opportunity International 4 Swisscontact 6 PlaNet Finance responsability 21 MIKROFINANZ UNTERSTÜTZT DIE WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Selbständigkeit durch Kleinstkredite 22 DIE EVOLUTION DES MIKROFINANZSEKTORS Vom Start-up zum Finanzintermediär 26 GLOBAL CITIZENS PROGRAM Eine Mitarbeiterin der Credit Suisse bloggt über ihren dreimonatigen Einsatz in Ghana UNSERE PARTNER 9 BANK AUF RÄDERN IN MALAWI Opportunity International 15 PARTNERPERSPEKTIVEN PlaNet Finance 16 TV-SERIE VERMITTELT WISSEN DIREKT INS WOHNZIMMER Women s World Banking 20 PARTNERPERSPEKTIVEN Accion 28 MIT GELEASTEN KÜHEN ZUM EIGENHEIM Swisscontact COVER Urs Rohner, Präsident des Verwaltungsrats der Credit Suisse Group AG IMPRESSUM Die Bezeichnung «Credit Suisse» ist sofern nicht anders angegeben der globale Markenname für die von den Tochtergesellschaften und verbundenen Unternehmen der Credit Suisse Group AG weltweit erbrachten Dienstleistungen im Investment Banking, Private Banking und Asset Management. Die Credit Suisse Group AG hat ihren Sitz in Zürich. Jede Gesellschaft der Credit Suisse Group AG unterliegt eigenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen, und bestimmte Produkte und Dienstleistungen sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder für alle Kunden verfügbar. Produkte oder Dienstleistungen werden nur dort angeboten, wo dies nach geltendem Recht zulässig ist. Das vorliegende Dokument wurde von der Credit Suisse Group AG und/oder ihren verbundenen Unternehmen (nachfolgend «Credit Suisse») erstellt. Die darin geäusserten Meinungen sind diejenigen der Credit Suisse zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses. Aufgrund einer veränderten Sach- oder Informationslage können sie jedoch ändern. Es stellt weder ein Angebot noch eine Empfehlung oder Aufforderung seitens oder im Auftrag der Credit Suisse zum Erwerb oder Verkauf von Anlageinstrumenten oder zur Vornahme sonstiger Transaktionen dar. Die Credit Suisse lehnt jede Haftung im Zusammenhang mit den hier enthaltenen Informationen ab. Das vorliegende Dokument darf ohne die schriftliche Genehmigung der Credit Suisse weder auszugsweise noch vollständig vervielfältigt werden. Copyright 2012 Credit Suisse Group AG und /oder mit ihr verbundene Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten. Herausgeber: Credit Suisse Group AG Redaktion: Nicola Mohler (Leitung), Alice Bordoloi, Regula Brechbühl, Dorothée Enskog, Fiona Kelly, Mandana Razavi Mitarbeit: Marika Canonica, Patrick Elmer, Laura Hemrika, Daniel Huber, Fabienne de Lannay, Schirin Razavi, Marion Struber, Tracy Turner Projektverantwortung: Marika Canonica, Laura Hemrika, Mandana Razavi Realisation & Gestaltung: bürograf & Stillhart Konzept und Gestaltung GmbH Fotografie: Bernard van Dierendonck (S. 9 13), FINCA International (S. 25), responsability (S. 14), Swisscontact (S. 30), Uno (S. 4), Women s World Banking (S ) Druck: nc ag Auflage: Ex. Die Bank auf Rädern: Ein Projekt von Opportunity International, die die Bank ins Dorf bringt.

3 EXPERTENSTIMMEN 5 Joseph Deiss, ehemaliger Bundespräsident und Bundesrat, Präsident der 65. Uno-Generalversammlung Mikrofinanz und die Millenniums- Entwicklungsziele Im Jahr 2000 lancierten über 100 Staatschefs in den Vereinten Nationen in New York die Millenniums-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDGs), die bis 2015 erreicht werden sollen. Das erste der insgesamt acht Ziele ist, die extreme Armut und Hunger weltweit zu halbieren hat die Uno-Generalversammlung nicht nur einen Gipfel zum Stand der Umsetzung der Millenniumsziele abgehalten, sondern das Jahr 2005 auch zum Internationalen Jahr des Mikrokredits erklärt. Damit wurde die Bedeutung der Mikrokredite und der Mikrofinanz im Zusammenhang mit den Millenniumszielen explizit betont. Im September 2010 bestätigten die in New York versammelten Staats- und Regierungschefs anlässlich der allgemeinen Debatte der Generalversammlung ihr Engagement für das Erreichen der gesetzten Ziele. Auch wenn gewisse Verzögerungen festzustellen waren, insbesondere im Bereich der Kindersterblichkeit und der Gesundheitsversorgung der Mütter, so wurde klar, dass die Chancen zum Erreichen der Ziele gut und die Mitgliedsländer sehr engagiert sind. Diese Hoffnungen wurden erst kürzlich bestätigt. Gemäss dem letzten Global Monitoring Report der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds von 2011 mit dem Titel «Improving the Odds of Achieving the MDGs» wurde das Ziel, die extreme Armut zu halbieren, bereits 2010 erreicht: Zwischen 1990 und 2010 sank der Anteil der Personen, die mit weniger als 1.25 US-Dollar leben müssen, von 1,8 Milliarden auf 883 Millionen. Nur drei Wochen nach dem Millenniumsgipfel von 2010 hielt die Uno-Generalversammlung eine Folgedebatte über das Internationale Jahr des Mikrokredits ab. Dabei wurde nochmals auf das «Blaubuch» und die Gründung einer Beratungsgruppe für einen allen zugänglichen Finanzsektor aufmerksam gemacht. Zudem wurde der Generalversammlung der Bericht des UNO- Generalsekretärs Ban Ki-moon vom 9. August 2010 zur Rolle des Mikrokredits und der Mikrofinanz bei der Bekämpfung der Armut vorgelegt (Originaltitel «The Role of Microcredit and Microfinance in the Eradication of Poverty»). Der Bericht zeigt die Vorteile, aber auch die Grenzen von Mikrokrediten auf und schliesst mit Empfehlungen zur Öffnung des Finanzsektors, die zur Beseitigung der Armut beitragen könnten. Die Versammlung fand somit zum richtigen Zeitpunkt statt, konnte doch die wichtige Rolle der Mikrofinanz in der Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele aufgezeigt werden. Die Aufmerksamkeit, die der Mikrofinanz in den letzten Jahren zukam, ist ebenso als Erfolg zu werten wie das beträchtliche Wachstum dieses Bereichs. Es besteht kein Zweifel mehr, dass die Mikrofinanz ein wichtiges Instrument auf dem Weg zu besseren Lebensbedingungen der Ärmsten ist. Die Öffnung der Finanzdienstleistungen gehört heute zu den Strategien, die dafür sorgen können, dass es den mittellosesten Bevölkerungsgruppen besser geht. Ein Beispiel ist der leichtere Zugang von Frauen zu Finanzdienstleistungen: Diese gewinnen dadurch an Selbstständigkeit und werden seltener von der Gesellschaft ausgeschlossen, was sich indirekt positiv auf die Schulbildung und die medizinische Versorgung ihrer Kinder auswirkt. Gefördert wurde diese Entwicklung durch eine solide Partnerschaft zwischen Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor. Es sind innovative Methoden und neue Akteure in Erscheinung getreten. Diese Tendenzen sind erfreulich. In seinem Bericht wies der Uno-Generalsekretär auch auf gewisse Grenzen hin. So profitieren nicht alle Regionen gleich stark, und ländliche Gebiete werden oft vernachlässigt. Weil es sich als schwierig erweist, mit der Mikrofinanz die Ärmsten zu erreichen, ist es wichtig, die lokale Verankerung der Banken zu fördern. Eine grundlegende Erkenntnis besteht aber vor allem darin, dass die Mikrofinanz zwar zu einem besseren Leben der Ärmsten beiträgt, es dem Sektor aber nicht gelingt, ihnen einen langfristigen Weg aus der Armut zu ebnen. Wichtig wäre, mit der Mikrofinanz vermehrt die Schaffung produktiver Tätigkeiten zu fördern. Es sind somit verschiedene Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Entwicklung vom Mikrokredit hin zur Mikrofinanz kann als Vorbild dienen, um das Konzept der Finanzdienstleistungen für alle zu konkretisieren. Es sind Massnahmen gefragt, die dafür sorgen, dass der Finanzsektor die Schaffung von Arbeitsplätzen und produktiven Aktivitäten fördert, die auch den Ärmsten und der ganzen Gesellschaft zugutekommen. Klar ist auch, dass Banken und die gesamte Finanzdienstleistungsbranche bei der Weiterentwicklung der Mikrofinanz eine wichtige Rolle übernehmen müssen. Einerseits weil es dabei um eine Frage der gesellschaftlichen Verantwortung geht, anderseits weil der Sektor über die nötige Expertise verfügt. Schliesslich hat die Branche ein direktes Interesse daran, dass sich diese Leistungen auch in Schwellen- und Entwicklungsländern etablieren, reifen diese doch zu zukünftigen interessanten Partnern heran. Die grosse Herausforderung besteht für Banken, Versicherungen und anderen Finanzdienstleistern darin, einerseits Produkte zu offerieren, welche die Entwicklung vorantreiben und Solidaritätselemente beinhalten, und andererseits keine Kompromisse einzugehen, die die wirtschaftliche Funktionsweise der Kreditinstrumente betrifft, da sich sonst keine nachhaltige Wirkung entfalten kann. Im Wesentlichen geht es für Banken und Finanzinstitute also darum, die Mikrofinanz zu einem Sektor zu machen, der langfristig wirtschaftlich überlebensfähig ist. Auch wenn man optimistisch davon ausgehen kann, dass die Millenniums-Entwicklungsziele bis im Jahr 2015 erreicht werden, können wir uns nicht auf dem bis heute Bewirkten ausruhen. Denn selbstverständlich reicht es nicht, den halben Weg zurückzulegen und sich damit zu begnügen, die Hälfte der Not zu beseitigen. Wir müssen versuchen, auch die andere Hälfte konsequent anzugehen und die extreme Armut ganz zu besiegen. Die Welt ist dazu in der Lage. Die Akteure des Finanzsektors haben noch viel Spielraum, um mit innovativen Mikrofinanzdienstleistungen entscheidend und nachhaltig zu einer Welt beizutragen, in der niemand in Armut leben muss. Joseph Deiss Millennium Development Goals Die acht Millenniums-Ziele, die von der Uno bis 2015 erreicht werden wollen ZIEL 1: Bekämpfung von extremer Armut und Hunger ZIEL 2: Primärschulbildung für alle ZIEL 3: Gleichstellung der Geschlechter / Stärkung der Rolle der Frauen ZIEL 4: Senkung der Kindersterblichkeit ZIEL 5: Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter ZIEL 6: Bekämpfung von HIV / Aids, Malaria und anderen schweren Krankheiten ZIEL 7: Ökologische Nachhaltigkeit ZIEL 8: Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung

4 6 CREDIT SUISSE CREDIT SUISSE 7 Interview mit Dr. Arthur Vayloyan, Head of Private Banking Switzerland and Global External Asset Managers, Credit Suisse 10 Jahre Engagement für Mikrofinanz Für immer mehr Kunden ist bei Anlageentscheidungen nicht nur die fi nanzielle Rendite zentral. Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen, die ökonomische, ökologische und soziale Aspekte verbinden, steigt stetig. Insbesondere Mikrofi nanz bietet hier interessante Möglichkeiten. Die Credit Suisse engagiert sich bereits seit zehn Jahren in diesem Bereich. Arthur Vayloyan, Leiter Private Banking Switzerland and Global External Asset Managers und früher Verfechter der Idee, spricht über den Anfang, die Entwicklung und den Ausblick des Sektors. Noch vor nicht allzu langer Zeit war Mikrofinanz ein Thema für ein paar wenige Entwicklungsexperten. Mittlerweile hat sich das Konzept jedoch zu einem eigenen Wirtschaftssektor mit grossem Wachstumspotenzial entwickelt. Erklären Sie uns, warum Mikrofinanz so erfolgreich wurde. Die Grundidee von Mikrofi nanz besteht darin, benachteiligten Menschen, insbesondere in Entwicklungsländern, Zugang zu Finanzdienstleistungen zu verschaffen; beispielsweise in Form von Kleinstkrediten, Sparguthaben oder Versicherungen. Denn noch heute sind schätzungsweise zwei Drittel der Weltbevölkerung von dem formellen Finanzsystem ausgeschlossen, weil sie weder über ein regelmässiges Einkommen noch über notwendige Sicherheiten verfügen. Der Erhalt eines Kleinkredits ermöglicht beispielsweise die Gründung eines eigenen Geschäfts und damit die Existenzsicherung. Im Rahmen unserer Beratungstätigkeit machten wir zudem die Erfahrung, dass sich die Anleger zunehmend für die gesellschaftliche und umweltpolitische Situation auf der ganzen Welt interessierten. Themen wie Armutsbekämpfung oder die Auswirkungen des Klimawandels sind in den Medien omnipräsent und beschäftigen die Menschen weltweit. Kunden suchen daher nach Anlagemöglichkeiten, die über den rein fi nanziellen Ertrag hinausgehen. Die Mikrofi nanz bietet hier entsprechende Möglichkeiten und hat bis heute viele Anleger überzeugt. Und weshalb investiert eine Bank wie die Credit Suisse in den Bereich Mikrofinanz? Die Credit Suisse versteht sich nicht nur als Bank, sondern auch als Mitglied der globalen Gesellschaft. Als weltweit tätiges Finanzunternehmen können wir Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern den Zugang zu entsprechenden Produkten Arthur Vayloyan, Head of Private Banking Switzerland and Global External Asset Managers, war ein früher Verfechter von Mikrofinanz. und Dienstleistungen anbieten und damit die wirtschaftliche und soziale Entwicklung vieler Regionen unterstützen. Wie bereits erwähnt, werden wir in unseren Bemühungen durch die zunehmende Zahl von Anlegern bestärkt, die sich für nachhaltige Anlagelösungen interessieren. Die Credit Suisse hat das Potenzial der Mikrofinanz bereits früh erkannt. Welche Herausforderungen waren zu Beginn des Mikrofinanzengagements zentral? Als wir vor zehn Jahren anfi ngen, war es nicht einfach, innerhalb der Bank Unterstützung für dieses damals noch als «exotisch» geltende Engagement zu gewinnen. Zum Glück konnten wir auf den Einsatz von Mitarbeitenden zählen, die diese Idee erfolgreich umgesetzt und weiterentwickelt haben. So waren wir auch relativ früh in der Lage, Kunden für Anlagelösungen zu gewinnen, die die Spitze mit der Basis der Einkommenspyramide ver- binden. Zudem haben wir von Anfang an auf die Zusammenarbeit mit erfahrenen und spezialisierten Partnern gesetzt und uns zum Beispiel an der Gründung der Firma responsability Social Investments AG beteiligt heute einer der weltweit führenden Vermögensverwalter in der Mikrofi nanz. Mittlerweile führt die Credit Suisse Initiativen, Experten und Ressourcen aus allen Bereichen der Bank zusammen, um für Kunden, Mikrofinanzinstitutionen und Kleinstunternehmer nachhaltigen Mehrwert zu schaffen. Richtig. Die Credit Suisse konnte sich aufgrund der intensiven Auseinandersetzung mit Marktpraktiken, Experten und Kunden über die letzten zehn Jahre ein umfassendes Verständnis und fundierte Fachkenntnisse auf dem Gebiet aneignen, so dass heute alle unsere Geschäftsdivisionen entsprechende Produkte und Dienstleistungen anbieten. Neben Anlageprodukten für private und institutionelle Kunden und der Strukturierung und Verwaltung von entsprechenden Lösungen gewinnt auch das Investment Banking an Bedeutung, da einige Mikrofi nanzinstitute mittlerweile eine beeindruckende Grösse erreicht haben und den Weg auf den freien Kapitalmarkt suchen. Auch unsere Research-Spezialisten beschäftigen sich regelmässig mit dem Thema, zu welchem mittlerweile über 20 Studien veröffentlicht wurden. Im Rahmen unserer Microfi nance Capacity Building Initiative hilft die Bank zudem Mikrofi nanzinstitutionen bei der Entwicklung und Optimierung von Prozessen oder der Personalausbildung. Zusätzlich engagieren sich weltweit zahlreiche Mitarbeitende mit ihrem gesamten Finanz- und Berufswissen direkt vor Ort und verbringen bis zu mehrere Monate bei Partnerorganisationen. Im Juni wurden wir von der «Financial Times» und der IFC für unseren umfassenden Ansatz in der Kategorie «Sustainable Global Bank of the Year» ausgezeichnet. Wie gross sind die Investitionen der Credit Suisse im Bereich Mikrofinanz? In den letzten Jahren ist der Mikrofi nanzsektor stark gewachsen. Spezialisierte Mikrofi nanzfonds verwalten Vermögen von über 8 Milliarden US-Dollar. Die ungedeckte Nachfrage ist noch um ein Vielfaches grösser. Die Credit Suisse verwaltet im Bereich Mikrofi nanz momentan ein Vermögen in der Grössenordnung Das langfristige Mikrofinanz-Engagement der Credit Suisse und ihren Partnern Mitgründerin der Gesellschaft respons- Ability Lancierung des responsability Global Microfinance Fund Mitwirkung am UNO- Jahr des Mikrokredits Lancierung des respons- Ability Microfinance Leaders Fund Richtungsweisende IPOs Microfinance Capacity Building Initiative Verwahrungsstelle und Verwalter IFC-KfW Lancierung der Credit Suisse FINCA Local Currency Microfinance Note FT/IFC Sustainable Finance Award Besondere Auszeichnung Lancierung des Base of the Pyramid Fund IC Asia Women Microfinance Fund auf der Plattform Lancierung des responsability Fair Trade Fund

5 8 CREDIT SUISSE UNSERE PARTNER 9 «Unsere Kunden suchen nach Anlagemöglichkeiten, die über den rein finanziellen Ertrag hinausgehen.» Arthur Vayloyan von 1,6 Milliarden Dollar und dürfte somit einer der derzeit grössten Akteure im Markt sein. Und mit welchen Herausforderungen hat die Mikrofinanzbranche heute zu kämpfen? Das ist je nach Land und Reifegrad des Sektors verschieden. Heute existiert ein Bewusstsein dafür, dass ein regulatorischer Rahmen wichtig für den nachhaltigen Erfolg dieses Sektors ist. In gewissen Ländern gilt es, die gesetzlichen Richtlinien zu verstärken beziehungsweise weiterzuentwickeln. Ansonsten sieht sich die Branche mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert wie der traditionelle Finanzsektor. Zudem können einige Mikrofi nanzinstitutionen ihre Effi zienz noch steigern. Die Förderung einer Corporate Governance, zum Beispiel durch einen kompetenten Verwaltungsrat, bleibt zentral für die Institutionen. Swiss Capacity Building Facility Die Swiss Capacity Building Facility (SCBF) ist eine innovative öffentlich-private Partnerschaft, die Finanzdienstleister wie zum Beispiel Mikrofi nanzinstitutionen, Sparkassen und Geschäftsbanken sowie Versicherungsgesellschaften in Entwicklungsländern unterstützt, so dass diese Unternehmen mit ihren Dienstleistungen einkommensschwache Personen sowie Kleinstunternehmen erreichen können. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die bessere Versorgung von Menschen in ländlichen Gebieten, Frauen und Landwirten sowie auf die Förderung der Arbeitsfähigkeit und auf Einkommen schaffende Massnahmen gelegt. Die SCBF konzentriert sich auf die zwei grössten Herausforderungen der Finanzintermediäre bei der Ausweitung ihrer Reichweite: Förderung und Bindung kompetenter und motivierter Führungskräfte und Mitarbeiter und Finanzierung durch Investoren, um Bestehen und Wachstum der Institute zu sichern. Die SCBF wurde mit dem Ziel gegründet, das besondere Wissen der Schweiz bezüglich der Entwicklung des Finanzsektors in Entwicklungsländern sowohl von Seiten der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) als auch führender Schweizer Unternehmen zu vereinen und zu nutzen. Die Credit Suisse unterstützt die SCBF seit 2010 und gehört zusammen mit Financial Systems Development Services Und welche Prognose stellen Sie dem Mikrofinanzsektor? Welche Entwicklungen erwarten Sie als Nächstes? Indem Investoren vermehrt soziale Anliegen in ihre Entscheidungen einfl iessen lassen und da der Leistungsausweis von Mikrofi nanzinvestitionen bis heute solide ist, werden die Geldfl üsse weiterhin zunehmen. Investoren und die Öffentlichkeit verlangen zudem mehr Transparenz hinsichtlich der sozialen und fi nanziellen Ergebnisse. Durch einen entstehenden Wettbewerb sollten die Refi nanzierungskosten tendenziell abnehmen. Mikrofi nanzinstitutionen werden in den nächsten Jahren ihre Prozesse noch effi zienter gestalten und operative Kosten, auch dank den neuen Technologien, senken können. Die fl ächendeckende Ausdehnung von Absatzkanälen wird es möglich machen, Produkte und Dienstleistungen wie POS- (Point of Sales-) Zahlungen, Mobile Banking und das Postnetz auch in abgelegenen ländlichen Gebieten anzubieten. Ich glaube auch, dass ein höherer Grad an Professionalisierung längerfristig mit einer stärkeren Integration von Mikrofi nanzinstitutionen in den lokalen Finanzsystemen einhergehen wird. Interview: Mandana Razavi BRAVE NEW BUSINESS: Um einen Videobericht über das grosse Potenzial kleiner Investitionen zu sehen, scannen Sie den QR-Code oder besuchen Sie credit-suisse.com/mikrofinanz AG (FIDES), swiss microfi nance holding, Swisscontact, Zurich Insurance Group Ltd. (Zurich) und der DEZA zu ihren Gründungsmitgliedern. Später beteiligten sich dann auch Allianz SE Reinsurance (Zurich), Bamboo Finance, Swiss Re und Syngenta Foundation for Sustainable Agriculture. Bis zum Jahr 2016 wird die Initiative fast 55 Finanzintermediäre unterstützen und dadurch armen Haushalten (rund 2,8 Millionen Familienmitgliedern) Zugriff auf Finanzdienstleistungen verschaffen. Dies ermöglicht Menschen am unteren Ende der Wirtschaftspyramide, ihr wirtschaftliches Potenzial auszubauen, ihre Familien mithilfe besserer Unterkünfte zu schützen und in Gesundheit und Bildung zu investieren. Die erste Phase des Kapazitätenaufbaus und der technischen Unterstützung bereitet Intermediäre auf soziale Investitionen im Umfang von bis zu 30 Millionen Schweizer Franken aus dem Schweizer Privatsektor vor. Zu den Projekten gehören beispielsweise: Ausweitung der Reichweite von Finanzdienstleistungen auf ländliche Gebiete im Senegal über die Nutzung von Mobilfunktechnologie und ein Netzwerk an Servicestellen in Dorfl äden Förderung des Zugangs zu Sparkonten durch arme Frauen und Menschen in ländlichen Gebieten Ecuadors Weitere Informationen: Opportunity International Bank auf Rädern rollt zur Kundschaft Die Credit Suisse engagiert sich seit 2002 im Bereich Mikrofi nanz. Dabei arbeitet sie mit einer Reihe ausgewählter Partnerorganisationen zusammen und unterstützt diese fi nanziell. Begleitet von Kreditberatern von Opportunity International besuchten wir zwei Kleinkreditnehmer im Süden Malawis. E s ist früh am Morgen, als uns Ellen Patrick mit dem jüngsten ihrer vier Kinder vor ihrem Haus in Mathambi, einem kleinen Dorf im Hinterland des Mulanje-Distrikts im Süden Malawis, empfängt. Der Distrikt ist nach dem gleichnamigen Bergmassiv benannt, das die Landschaft im Süden Malawis prägt und dessen höchster Gipfel mit 3002 Metern zugleich der höchste Berg Zentralafrikas ist. Patrick führt uns durch ihr bescheidenes Haus mit seinen rauchgeschwärzten Wänden. Sie ist spät dran und drängt zum Aufbruch. Auf roter Lehmerde geht es über Hintersträsschen vorbei an kleinen Läden, Nähwerkstätten und über einen Gemüsemarkt zu ihrer kleinen Bäckerei. Ihre Angestellte hat bereits mit dem Zubereiten des Teigs begonnen. Schnell wäscht sich die Chefi n die Hände und macht sich mit an die Arbeit. Rund 600 Brötchen backen die beiden an einem normalen Tag und verkaufen sie danach auf dem Markt für 10 Kwacha, was umgerechnet ein paar Rappen entspricht. An einem guten Tag nimmt sie so rund 34 Franken ein. Kredit über eine Vertrauensgruppe Sichtlich erfreut berichtet Patrick, wie sich ihre Lebensumstände verbessert haben. Die 30-jährige alleinerziehende Mutter kann heute ihre drei eigenen Kinder und ein Adoptivkind selber ernähren. Selbst Waise, veränderte sich ihr Leben grundlegend durch die Chance, die ihr der erste Kredit bot. Vor zwei Jahren wurde sie als Mitglied in die Vertrauensgruppe Tisaiwale aufgenommen. «Tisaiwale» bedeutet in der Lokalsprache Chichewa «nicht vergessen». Die Vertrauensgruppen treten als Kreditnehmer gegenüber der Bank auf, d. h., das Kollektiv bürgt für die einzelnen Mitglieder. So erhielt Patrick ihren ersten Kredit über Kwacha (rund 28 Franken). Damit kaufte sie einen Sack Mehl, Öl und Salz und begann, Brötchen zu backen und zu verkaufen. Sie erzielte einen Umsatz von Kwacha, wovon sie Kwacha in ein Sparkonto einzahlte. Der Grundstein für ein erfolgreiches Kleinstunternehmen war gelegt. Dank der von Opportunity International gegründeten Mikrofi nanzbank kann Patrick Finanzdienstleistungen in ihrem kleinen Malawi Dorf im Hinterland Malawis nutzen, sonst mehrere Gehstunden von der nächsten Bankfi liale entfernt. Opportunity International ermöglicht Menschen, die bis anhin keinen Zugang zu einer Bank hatten, mithilfe moderner Technologie Bankdienstleistungen in Anspruch zu nehmen. In Patricks Fall ist die «Bank» de facto ein alter roter Lastwagen, der jeden Montag in ihr Dorf fährt und Finanzdienstleistungen anbietet. Dies erspart den Mikrounternehmern den langen Weg zur nächsten Bankfi liale. Im Heck des Fahrzeugs ist eine kleine, aber voll ausgestattete Bankfi liale untergebracht. Mithilfe von Smart Cards und biometrischen Fingerabdrücken, die mit modernen Scannern eingelesen werden, identifi zieren die zwei Bankangestellten ihre Kunden, die in den wenigsten Fällen über Ausweispapiere verfügen und oft weder lesen noch schreiben können. Diese Identifi kationsmöglichkeit kommt auch in den kleinen Filialen der Städte zur Anwendung, sowohl am Bankschalter als auch an Geldautomaten. «Wir müssen immer wieder neue Wege gehen, bis wir auch den letzten Menschen im entlegensten Dorf erreicht haben, der unsere Dienste benötigt, um erfolgreich zu sein.» Vicki Escarra, CEO Opportunity International

6 Martha Chawanda verkauft Secondhand-Kleidung. Mit einem Kleinkredit konnte sie ihr Geschäft aufbauen, das es ihr heute ermöglicht, ihre beiden Kinder zur Schule zu schicken.

7 Ellen Patrick bäckt zusammen mit ihrer Angestellten bis zu 600 Brötchen an einem normalen Arbeitstag. Dadurch verdient sie an einem guten Tag rund 30 Franken. 02 Die Bank kommt zum Kunden: Jeden Montag rollt der Geländewagen in die Stadt und bietet Kunden in abgelegenen Regionen Malawis Zugang zu Finanzdienstleistungen. 03 Im Heck des Toyotas befindet sich eine kleine Bankfiliale. Die Kunden, die oft keine Ausweise besitzen und weder lesen noch schreiben können, werden mit Hilfe von Smart Cards und biometrischen Fingerabdrücken identifiziert. Sparkonto heute wichtiger als Kredit «Früher war es mir nicht möglich, Kleider und Essen für mich und meine Kinder zu kaufen. Dank der Starthilfe von Opportunity International konnte ich ein kleines, erfolgreiches Geschäft aufbauen», erzählt Patrick rückblickend. Mittlerweile seien für sie aber weniger die Kredite wichtig als vielmehr ein sicherer Ort für ihr erspartes Geld: «Bevor der Bank-Truck ins Dorf kam, habe ich das verdiente Geld meistens sofort wieder ausgegeben. Heute zahle ich es jeden Montag auf mein Sparkonto ein und hebe nur dann etwas ab, wenn ich es brauche.» Mit dem Kreditberater ihrer Gruppe, Antony Musonzo, ist sie sehr zufrieden, da er sie nicht nur bei Finanzproblemen, sondern auch bei Fragen rund ums Geschäft berät. Musonzo arbeitet seit drei Jahren für Opportunity International. Für ihn ist Patrick die ideale Kundin. Sie zahlt immer pünktlich und hat mittlerweile den fünften Kredit erhalten. Abgesehen davon freut er sich darüber, wie sich Patrick seit dem ersten Kredit persönlich verändert hat. «Früher war Patrick sehr schüchtern und unsicher. Heute nimmt sie aktiv und selbstbewusst an den Treffen der Vertrauensgruppe teil.» Auch ihr Ansehen in der Gemeinde ist merklich gestiegen. Das zeigt sich daran, dass sie häufig zu Hochzeitskomitees oder Organisationskomitees der Kirche eingeladen wird und andere Frauen im Dorf berät. meinem Konto kann ich problemlos die laufenden Kosten bezahlen», erzählt Chawanda. «Oft tue ich dies per Handy über das Mobile Banking von Opportunity, was sehr praktisch ist. Es gibt keine langen Warteschlangen und selbst nachts, wenn alle Banken geschlossen sind, kann ich Geld an meine Mutter überweisen, die in der Hauptstadt Lilongwe lebt.» Dank ihres erfolgreichen Geschäfts kann Chawanda ihre Kinder auf eine Privatschule schicken, ihre Mutter unterstützen und Geld für ein eigenes Haus sparen. Kein Wunder also, dass sie abends mit zufriedenem Gesichtsausdruck ihre Ware in grossen Taschen verstaut. Während die Sonne allmählich hinter dem Mulanje-Massiv versinkt, schaut Chawanda zuversichtlich dem nächsten Geschäftstag entgegen. Daniel Huber WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN: Um den Film über die Anwendung mobiler Technologie in Malawi direkt auf Ihr Smartphone zu laden, scannen Sie bitte den QR-Code oder besuchen Sie credit-suisse.com/mikrofinanz. Weitere Information zu Opportunity International finden Sie unter 02 Geldüberweisung über das Mobiltelefon In Mulanje, am Fusse des mächtigen Gebirgsmassivs, betreibt Martha Chawanda ihren Marktstand. Am Strassenrand, direkt gegenüber der neuen Filiale von Opportunity, baut sie ihren Stand mit Secondhand-Kleidung auf. Auf ihrem Schoss sitzt eines der beiden Waisenkinder, die sie bei sich aufgenommen hat. Als ihr Mann vor fünf Jahren starb, stand Chawanda plötzlich alleine mit zwei Kindern und ohne jegliches Einkommen da. Als Mitglied der Vertrauensgruppe «Maganizo Abwino» (Gute Gedanken) bekam sie einen ersten Kredit über Kwacha. Dieses Geld bildete den Grundstock für ein kleines Secondhand-Kleidergeschäft. Nachdem sie den ersten Kredit zurückbezahlt hatte, waren auf dem Sparkonto noch Kwacha übrig. Diese investierte sie zusammen mit weiteren Kwacha aus einem zweiten Kredit in ein grösseres Geschäft. Mittlerweile tilgt sie ihren fünften Kredit. Ihr Geschäft läuft gut. In der gegenüberliegenden Opportunity- Filiale zahlt sie regelmässig Geld auf ihr Konto ein. In dieser Woche waren es über Kwacha. «Von dem Geld auf Opportunity International Opportunity International wurde 1971 mit dem Ziel gegründet, Kleingewerbetreibende in die Lage zu versetzen, zu wichtigen Akteuren bei der Bekämpfung der weltweiten Armut zu werden. Seitdem haben über 14 Millionen Menschen Kleingewerbekredite erhalten. Opportunity International hat ihre Dienstleistungen erweitert und bietet Menschen am Rande der Gesellschaft die Möglichkeit, Sparkonten zu eröffnen, Versicherungen abzuschliessen und sich weiterzubilden. Opportunity International ist weltweit führend beim Aufbau von anpassbaren, nachhaltigen Banken in den Entwicklungsländern und betreibt aktuell 39 Geschäftsbanken und Mikrofinanzinstitutionen in mehr als 20 Ländern.

8 14 EXPERTENSTIMMEN EXPERTENSTIMMEN 15 Anleger als wichtiger Motor in der Entwicklung Bislang waren vorwiegend öffentliche Investoren die Geldgeber im Mikrofi nanzbereich. In jüngster Zeit interessieren sich aber immer mehr private Anleger für diesen Sektor. Die Wirkung fi nanzieller Integration hängt jedoch auch davon ab, wie zugänglich Mikrofi nanz für Investoren ist. D as Mitwirken privater Investoren im Mikrofi nanzsektor ist ein relativ neues Phänomen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in den letzten zehn Jahren ganz generell die Zahl der Microfi nance Investment Vehicles (MIVs) von einer Handvoll auf beinahe 100 gestiegen ist. Zudem hat sich die Anzahl der MIVs, die über eine für private Investoren ausreichende Grösse und entsprechende Zugänglichkeit sowie über ein professionelles Management verfügen, deutlich erhöht. Es gehört zu den vordringlichsten Zielen der öffentlichen Investoren, die bislang die Mikrofi nanz dominiert haben, einen «Crowding-in»-Effekt im privaten Sektor zu erzeugen. Die Nachfrage im wachsenden Mikrofi nanzsektor lässt sich aber nur dann decken, wenn dieser Zugang zu den Kapitalmärkten erhält und das Interesse der Investoren weckt. Über viele Jahre hinweg wurden Mikrofi nanzinstitutionen (MFIs) nahezu ausschliesslich von öffentlichen Geldgebern fi nanziert oder als Investitionsvehikel genutzt. Gleichzeitig haben sie den Weg für Investoren aus dem privaten Sektor geebnet, die hoffentlich eines Tages die Führungsrolle übernehmen werden. Weshalb aber hat Mikrofi nanz in den letzten zehn Jahren mehr private Anleger angezogen, und welche Entwicklungen haben diesen Trend gestützt? Ein robuster Sektor Dass die UNO das Jahr 2005 zum Jahr der Mikrokredite erklärte und Prof. Muhammad Yunus den Nobelpreis erhalten hat, trug sicherlich dazu bei, dass Investoren auf die Mikrofi nanz aufmerksam wurden. Noch wichtiger ist, dass die MFIs inzwischen auch bei ihrer Geschäftsführung ein Niveau erreicht haben, das sie für Investoren zunehmend attraktiv macht. Für den beständigen Wachstum des Mikrofi nanzsektors sind etwa eine bessere Corporate Governance, effi zientere Prozesse, eine stärkere Regulierung und besser informierte Investoren als Gründe zu nennen. Experten vertreten seit Jahren die Ansicht, dass die Mikrofi nanz ein robustes Wachstumsgebiet mit geringer Korrelation zu traditionellen Märkten sei, was sich im Zuge mehrerer weltweiter Krisen bestätigt hat. Obwohl dieser Sektor noch in den Kinderschuhen steckt, zeichnet er sich durch einen ungebrochenen Wachstumstrend aus und bietet den Investoren stabile und positive, wenn auch bescheidene Renditen. Klaus Tischhauser, Mitgründer und Geschäftsführer responsability responsability Social Investments AG Die Anlageschwerpunkte von responsability, das mit einem verwalteten Vermögen von rund 1 Milliarde US- Dollar zu den global führenden Vermögensverwaltern für Social Investments gehört, sind Mikrofinanz, KMU- Finanzierung, Fair Trade und andere Bereiche mit möglichem Wachstum wie Gesundheit und Bildung. Diese Anlagelösungen eröffnen Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern Zugang zu Märkten und Informationen sowie zu weiteren entwicklungsrelevanten Dienstleistungen. Private und institutionelle Anleger können durch ihre Investition eine finanzielle Rendite erzielen und gleichzeitig zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung beitragen. Aktionäre des 2003 gegründeten, unabhängigen Vermögensverwalters responsability sind renommierte Schweizer Finanzinstitute, ein Social-Venture-Capital- Unternehmen sowie Mitarbeitende von responsability. Das von responsability verwaltete Vermögen ist aktuell in 374 Unternehmen und 73 Ländern angelegt. Investoren, die Hand anlegen Investitionen, die sowohl mit klassischen finanziellen Vorteilen als auch mit gesellschaftlichem Nutzen verbunden sind, sind in den letzten zehn Jahren beliebter geworden. Viele Banken haben begonnen, ihren Kunden entsprechende Anlagemöglichkeiten zu bieten. Dadurch haben sie neue Chancen für spezialisierte Investment Manager und potenzielle Kunden geschaffen. Zwar erhält diese Seite der Wertschöpfungskette im Vergleich zu den Endkunden der Mikrofinanz meist weniger Aufmerksamkeit, aber die Zugänglichkeit für Investoren und die Schaffung von Anlagechancen darf nicht vernachlässigt werden. Denn besonders für institutionelle Anleger sind diese Aspekte relevant, da sie bevorzugt in reife und stabile Sektoren investieren. Lässt sich der Erfolg der Mikrofinanz auch in anderen Bereichen wiederholen? Unsere Erfahrungen zeigen, dass es für die Entwicklung einer Gesellschaft problematisch ist, wenn viele Menschen keinen Zugang zu den elementarsten Produkten und Dienstleistungen haben, dass man aber mit geschäftlich orientierten Ansätzen die Situation des Einzelnen und der gesamten Gesellschaft nachhaltig verbessern kann und gleichzeitig denjenigen Investoren Wertpotenzial bietet, die wissen, dass Partnerperspektiven PlaNet Finance Arnaud Ventura, Vizepräsident und Mitgründer von PlaNet Finance Was motiviert Sie, im Bereich Mikrofinanz tätig zu sein? Dieser Bereich zeigt, dass Unternehmen auch für die Gesellschaft und nicht nur für die Aktionäre von Nutzen sein können. Darüber hinaus hat mich in den letzten 14 Jahren vor allem die Tatsache begeistert, dass Mikrofinanz einen dringenden Bedarf deckt: noch immer haben Milliarden von Menschen keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen. Welches Chancen sehen Sie in den kommenden Jahrzehnten für die Mikrofinanz? Es bieten sich grosse Chancen. Ein Beispiel ist die Art und Weise, wie die Branche die Technologie zum Ausbau ihrer Reichweite einsetzen wird. Darüber hinaus gibt es weiterhin viel zu tun für Mikrofinanzinstitutionen. man einen Mehrwert erzielen kann, indem man echten Nutzen schafft. Bislang zahlten Kunden meist mehrere Hundert Prozent Zinsen für informelle Kredite ohne Kundenschutz und selbst Sparen war mit zusätzlichen Kosten verbunden. Heute erhalten sie sowohl ein bedeutend zinsgünstigeres offizielles Darlehen, das mehr Sicherheit bietet, als auch Zinsen auf ihr Sparguthaben. Millionen leiden unter den Mehrkosten für arme Haushalte und zahlen für minderwertige Produkte und Leistungen hohe Preise sei es für Gesundheit, Ausbildung oder Hygiene. Bietet ein Unternehmen hochwertigere Produkte und Leistungen zu gleich hohen oder niedrigeren Preisen an, kann es sich hier potenziell einen neuen Kundenstamm erschliessen. Wie bei der Mikrofinanz können Investoren auch bei der Entwicklung dieser Grundleistungen für die betroffenen Menschen eine bedeutende Rolle übernehmen. Zwar lassen sich einige in der Mikrofinanz gewonnene Erkenntnisse auf andere Bereiche übertragen, aber das persönliche und finanzielle Engagement und die Zusammenarbeit von öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren darf nicht unterschätzt werden, wenn man versucht, den Erfolg der Mikrofinanz in anderen Bereichen zu wiederholen. Klaus Tischhauser; Mitgründer und Geschäftsführer responsability Paris Was ist die grösste Errungenschaft dieser Branche? Ihr rasanter Wandel; in weniger als zehn Jahren wurde die Mikrofinanz zu einem nachhaltigen Sektor, der Millionen von Menschen dauerhaften Zugang zu Finanzdienstleistungen verschafft. Was war in den letzten Jahrzehnten die grösste Überraschung im Mikrofinanzbereich? Die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Modelle weltweit, die zeigt, wie kreativ und innovativ diese Branche ist. Welche Nutzen bringen Partnerschaften, wie die mit der Credit Suisse, Ihrer Organisation und der Branche im Allgemeinen? Durch die Unterstützung unseres Programms «Robustness» ermöglichte die Credit Suisse PlaNet Finance, einen Beitrag zur Entwicklung einer soliden Mikrofinanzbranche in China zu leisten, was auf innovative Risikomanagement-Tools sowie die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Aufsichtsbehörden zurückzuführen ist.

9 16 UNSERE PARTNER UNSERE PARTNER 17 Women s World Banking TV-Serie vermittelt Wissen direkt ins Wohnzimmer Einkommensschwache Frauen für Fragen des Sparens und Haushalten zu sensibilisieren, ist ein schwieriges Unterfangen. Durch die Einbindung von Finanzfragen in die Episoden einer TV-Serie will Women s World Banking die Frauen des mexikanischen Bundesstaates Chiapas erreichen. L ucio, seine Frau Rocío und ihre zwei Kinder, Franco Lorenzo und Luz, sitzen zu Hause am Tisch. Lucio nimmt ein paar Geldscheine aus einer Blechdose. «Das sind unsere ganzen Ersparnisse. Nicht viel, aber immerhin schon etwas.» «Wie viel haben wir denn schon gespart?», fragt Rocío. «Etwas weniger als Pesos (393 US-Dollar)», antwortet ihr Mann Lucio. «Eine ganze Menge!», kommentiert Sohn Franco Lorenzo. Seine Schwester Luz fragt: «Was wirst du mit dem Geld machen, Papa?» «Dieses Geld ist für uns alle!», erklärt er. Wir erleben die Dreharbeiten zu einer Szene des TV-Dramas «Mucho Corazón: Donde el Amor Florece» (Mit viel Herz: Wo die Liebe blüht) mit. Die neue Edutainment-TV-Serie ist unter der Mitwirkung der Regierung des Bundesstaats Chiapas entstanden einer der ersten mexikanischen Bundesstaaten, die ihre Verfassung an die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen angepasst haben. PCI-Media Impact, eine vor 27 Jahren gegründete Nichtregierungsorganisation, die im Bereich Edutainment (d. h. in der Verknüpfung von Bildung und Unterhaltung) führend ist, baute die lokale TV-Produktionskapazität auf. Die TV-Serie thematisiert die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung, von wirtschaftlichen Rechten, Geschlechtergleichheit und Respekt für die indigene Bevölkerung. Die Szene mit Lucio und seiner Familie stammt aus einer von sieben Folgen mit fi nanzbezogenen Themen, die mit der Unterstützung von Women s World Banking (WWB) in das bereits bestehende Programm eingebaut wurden (es handelt sich um die Episoden 25 31). Das Ziel der Zusammenarbeit: den Fernsehzuschauern die Bedeutung von Sparen für Wohnen, Erziehung und Vorsorge für gesundheitliche Notfälle aufzuzeigen und ihnen nahezubringen, wie man ein Haushaltsbudget aufstellt und auf bestimmte Ziele hin spart. Frauen in ihrem Wohnzimmer ansprechen Der ersten Analyse der Global Financial Inclusion Database der Weltbank zufolge hatten im Jahre 2011 lediglich sieben Prozent der Erwachsenen in Mexiko ein offi zielles Bankkonto. Mexico Die Analyse zeigt, dass es meist die Frauen sind, die unter dem mangelnden Zugang zu Finanzdienstleistungen leiden. Vielen Frauen fällt Sparen leicht, doch muss man sie bei der Planung und der Zielsetzung des Sparens unterstützen. Mary Ellen Iskenderian, CEO von WWB, meint dazu: «Zeit fi nden, um zu einer Bank zu gehen, insbesondere in einem frauenfeindlichen Umfeld, steht nur selten ganz oben auf der Prioritätsliste. Hinzu kommt, dass die meisten Frauen kein Vertrauen in die Banken haben und glauben, dass sie sich nicht gut genug mit dem Thema auskennen, um gezielt um Hilfe bitten zu können.» Folglich gehört die Aufklärung über die Vorteile des Sparens zu den zentralen Anliegen von WWB. Die Forschung hat gezeigt, dass traditionelle Bildungsmethoden wie zum Beispiel Präsenzschulungen tendenziell und insbesondere bei Erwachsenen ineffi zient sind. Deshalb hat WWB eine Strategie entwickelt, die Informationen eng mit den Produkten verknüpft. «Wir gehen davon aus, dass soziale Medien Verhaltensweisen und Einstellungen in Bezug auf die Verwaltung von Haushaltsgeld und das Women s World Banking Frauen die Mittel und Möglichkeiten zu bieten, ihre eigene wirtschaftliche Sicherheit aufzubauen, ist das Ziel von WWB seit Gründung der Organisation vor mehr als 30 Jahren. Mit einem globalen Netzwerk von 39 Mikrofinanzinstitutionen in 27 Ländern erreicht die Organisation 26 Millionen Kunden, von denen 80 Prozent Frauen sind. Im Strategiepapier für die Jahre 2011 und 2013 legt WWB folgende Vision dar: «Eines Tages werden alle Frauen in der Lage sein, eine sichere finanzielle Zukunft für sich selbst und ihren Haushalt aufzubauen.» Sparen ändern können. Bei eingeschränkter Mobilität ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir die Frauen in ihrem Zuhause über Produkte informieren können», erklärt Iskenderian. Realismus ist gefragt Um die Serienfi guren und Situationen zu identifi zieren, mit denen sich die fi nanzbezogenen Bildungsthemen am besten darstellen lassen, arbeiteten die Partner eng mit den Drehbuchautoren zusammen. «Bei der Drehbucharbeit war es wichtig, das Thema so mit der Biografi e der TV-Figuren und den Handlungssträngen zu verknüpfen, dass die Zuschauer die angesprochenen fi nanziellen Themen nicht als unrealistisch empfi nden würden», erklärt Sean Southey, Executive Director bei Media Impact. In der Serie «Mucho Corazón» werden daher nicht einfach komplexe fi nanzielle Themen beschrieben. Vielmehr wird gezeigt, was diese Themen für die indigenen Familien in Chiapas konkret bedeuten. Und das Konzept scheint aufzugehen. «Mucho Corazón» wird in 20 mexikanischen Bundesstaaten und 7 Ländern (Kolumbien, Vereinigte Staaten, Kanada, Panama, Peru, Guatemala und Ecuador) ausgestrahlt und wurde sogar in die von der indigenen Bevölkerung von Chiapas gesprochene Maya- Sprache Tzotzil übersetzt. Verständnis für die verschiedenen Rollen Nicht nur für die Fernsehzuschauer, sondern auch für die Schauspieler ist es wichtig, sich mit den Hauptfi guren identifi zieren und von diesen lernen zu können. «Ich fi nde es äus- Eine Szene aus dem Edutainment-TV-Drama «Mucho Corazón»: Lucio, seine Frau Rocío und ihre zwei Kinder, Franco Lorenzo und Luz, sitzen gemeinsam am Tisch und diskutieren darüber, was sie mit dem angesparten Geld machen sollen. Scannen Sie diesen QR-Code, um den Trailer von «Mucho Corazón» direkt auf Ihrem Smartphone anzusehen. «Mikrofinanz bietet Frauen nicht nur Hoffnung und neue Möglichkeiten, sondern führt ihnen vor Augen, dass auch sie eine Chance verdient haben.» Mary Ellen Iskenderian, Präsidentin und CEO Women s World Banking serst interessant, die Rolle von Rocío zu spielen. Es ist so, als wenn ich am eigenen Leib verspüre, wie mein Leben ausgesehen hätte, wenn ich nicht im Film Karriere gemacht hätte», meint Ana Lilia Nucamendi, die Darstellerin von Rocío. «Ich kann mich mit meiner Rolle identifi zieren: Durch die wirtschaftlichen Einschränkungen, mit denen meine eigene Familie konfrontiert wurde, habe ich bereits frühzeitig gelernt, vorsichtig mit meinen fi nanziellen Ressourcen umzugehen und stets weniger auszugeben, als ich verdiene, um zu sparen.» Anfänglich kritisierten die Zuschauer Rocío allerdings für einige Verhaltensweisen, so

10 18 UNSERE PARTNER 01 Um ihr eigenes Leben zu verbessern, nutzt die Hauptfigur Maruch Regierungsprogramme für Frauen und ermutigt andere Frauen ihrer Gemeinschaft, ihren eigenen Tomatenanbaubetrieb zu gründen. 02 Mit der Darstellung realistischer Situationen können die Produzenten von «Mucho Corazón» den indigenen Bevölkerungsgruppen finanzrelevante Botschaften näherbringen «Mucho Corazón» wird wöchentlich in 20 mexikanischen Bundesstaaten sowie in 7 Ländern ausgestrahlt. 02 beispielsweise, als sie sich in einer Episode darüber ärgerte, dass ihr Mann seiner Familie nicht gesagt hatte, dass er bereits seit Längerem gespart hatte. «Ich musste verständlich machen, warum Rocío verärgert war. Nicht weil Lucio hinter ihrem Rücken gespart hatte, sondern weil er sie nicht zuvor um ihre Meinung gefragt hatte. Denn das war die Botschaft dieser Szene: dass Frauen kämpfen müssen, um sich Gehör zu verschaffen und damit man auf ihre Meinungen Wert legt.» Eingehende Diskussionen Zur Vertiefung und Diskussion der angesprochenen Themen wird im Anschluss an jede Episode von «Mucho Corazón» eine 30-minütige Talkshow ausgestrahlt: «Hablemos de Mucho Corazón» (Lasst uns über Mucho Corazón reden). Die Talkshow hat sich als ein wichtiger Bestandteil der Sendung bewährt. Hier vermitteln Experten aus den verschiedensten Bereichen praktische Informationen. Gleichzeitig können die Fernsehzuschauer Fragen stellen. «Alles ist so teuer und Arbeiter wie ich werden nicht gut bezahlt. Können Sie mir ein paar Tipps geben, wie ich sparen kann?» und «Wie hoch sind die Zinssätze von Sparkonten?», sind nur einige der Fragen, die die Zuschauer als Reaktion auf eines der angesprochenen Finanzthemen an den Sender schickten. Daran erkennt man, dass die Zuschauer durchaus mehr zum Thema Kreditwesen und Sparen lernen möchten. «Es war unglaublich zufriedenstellend zu sehen, dass die Leute die Talkshows ansehen und interagieren. Je mehr Wissen man den Frauen vermitteln kann, desto besser werden sie mit ihren Finanzen umgehen und folglich die Zukunft ihrer Familie in die Hand nehmen können», sagt Isabel Aguilera de Sabines, Präsidentin der staatlichen Behörde für die ganzheitliche Entwicklung der Familie. Neben der Talkshow wurde ein System zur Bewertung der Wirkung der Sendung ausgearbeitet, um Reichweite und Effi zienz der Fernsehshow zu untersuchen. So wurden im Vorfeld der Ausstrahlung der Episoden mit fi nanzorientierten Themen in 20 Stadtverwaltungen insgesamt 600 persönliche Befragungen durchgeführt. Die Resultate werden mit dem Ergebnis einer Wirkungsanalyse verglichen, die nach erfolgter Ausstrahlung Mucho Corazón «Mucho Corazón» wurde erstmals am 25. Januar 2012 ausgestrahlt und erzählt die Geschichte von Maruch, einer jungen indigenen Frau aus einer ländlichen Gemeinde im mexikanischen Staat Chiapas. Maruch ist ein Opfer von Belästigung, Korruption und Diskriminierung aufgrund ihrer Rassenund Geschlechtszugehörigkeit. Sie kämpft darum, ihr eigenes Leben zu verbessern und ihre Familie zu unterstützen, auch wenn sie mit Ungerechtigkeiten konfrontiert wird und viele gefährliche Situationen durchstehen musste. Maruch nutzt Regierungsprogramme für Frauen und unterstützt andere Frauen in ihrer Gemeinde, ähnliche Probleme zu bewältigen. 03

11 20 UNSERE PARTNER CREDIT SUISSE 21 der Episoden in den Gemeinden durchgeführt werden soll. Zudem werden Fokusgruppen aus den Zuschauern der Serie zusammengestellt, damit ein vertieftes Verständnis darüber erlangt werden kann, wie die Show und die fi nanziellen Themen von den Zuschauern aufgenommen wurden. Bei den Dreharbeiten von «Mucho Corazón» endet die Szene mit Lucio und seiner Familie. «Du arbeitest so hart auf dem Feld, [Lucio]. Ich habe mir überlegt, dass wir uns eine Bewässerungspumpe kaufen könnten», schlägt Rocío vor. «Ja, das wäre schön, ich könnte dann schneller arbeiten und die Qualität des Bodens verbessern. Wir sollten weiter sparen, bis wir unser Ziel erreicht haben», entgegnet Lucio. «Aber könnten wir nicht einfach das Geld von Don Justo leihen? Er hat doch genug Geld», Partnerperspektiven Accion Michael Schlein, Präsident und CEO Accion Was gehört zu den grössten Errungenschaft der Mikrofinanzbranche? Die ursprüngliche Vision von Accion, in Armut lebenden Menschen die Möglichkeit zu geben, ihren Einfallsreichtum und Erfolgswillen zu nutzen, stellte einen gewaltigen Umbruch dar. Unser Experiment in Brasilien Anfang der Siebzigerjahre war ein bemerkenswerter Moment in der Geschichte der Mikrofi nanz. Heute wird das Modell in der ganzen Welt angewendet und hilft, das Leben von Millionen hart arbeitender Menschen zu verbessern. Wir sind natürlich ungemein stolz, dass wir daran beteiligt waren. Was hat Sie im Mikrofinanzbereich in den letzten Jahrzehnten am meisten überrascht? Der Multiplikations-Effekt in der Branche ist gewaltig. Neben den Millionen von Menschen, die bereits von der Mikrofi nanz profi tiert haben, hat der Bereich auch zur Schaffung gleicher Ausgangsbedingungen beigetragen. Es sind neue Branchen entstanden, die Mikrofi nanzkunden wichtige und oftmals lebensverändernde Dienstleistungen anbieten. Dies ist ein bemerkenswerter Schritt in Richtung einer besseren Welt. wirft Franco Lorenzo ein. Lucio denkt über diese Bemerkung nach und sagt dann: «Nein, mein Sohn. Das ist keine gute Idee. Ich glaube, es ist besser, wenn wir weiter sparen und die Pumpe später kaufen. Wenn man von anderen Leuten Geld leiht, wird dies im Endeffekt immer teurer.» Mit dieser Bemerkung endet die Szene. Sie wirkt als Auslöser und Impuls für eine Verhaltensänderung. Autor Fabienne DeLannay WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN: Wenn Sie mehr über Women s World Banking erfahren möchten, besuchen Sie bitte die Website Boston Welche Chancen sehen Sie in den kommenden Jahrzehnten für die Mikrofinanz? Wir glauben an eine Welt, in der jede Person Zugriff auf eine umfassende Auswahl qualitativ hochwertiger und erschwing- licher Finanzdienstleistungen hat. Richtige fi nanzielle mittel ermöglichen einkommensschwachen Menschen eine Hilfsbessere Chance, ihre Fähigkeiten zu nutzen und reale wirtschaftliche Gewinne zu erzielen, um dadurch für sich selbst und ihre Familien eine bessere Zukunft aufzubauen. In den letzten Jahren wurden in der Mikrofi nanzbranche grundlegende Praktiken zum Schutz der Kunden entwickelt. Die gemeinsame Unterstützung und Weiterentwicklung dieser Praktiken durch die Mikrofi nanzunternehmen ist ein wesentlicher Schritt, um wichtige Finanzdienstleistungen auf die 2,5 Milliarden Menschen auszuweiten, die keinen Zugriff auf diese Dienstleistungen haben und deren Leben durch einen solchen Zugang drastisch verbessert werden könnte. Welchen Nutzen bringen Partnerschaften, wie die mit der Credit Suisse, Ihrer Organisation und der Branche im Allgemeinen? Um eine gesunde und dynamische Mikrofi nanzbranche aufzubauen, die auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingeht und deren unternehmerisches und wirtschaftliches Potenzial fördert, benötigen wir gesunde und dynamische Institutionen. Genau da setzen wir ein, was wir am besten können: Accion baut Partnerschaften wie beispielsweise mit der Credit Suisse auf, die uns den Geschäftsbetrieb in einigen der schwierigsten Regionen der Welt ermöglichen. Dort kann unsere fünfzigjährige Erfahrung eine nachhaltige Auswirkung auf das Leben hart arbeitender Menschen haben, die von den weltweiten Wirtschaftssystemen ausgegrenzt sind. Wir arbeiten in Gemeinden, in denen selbst Kleinstbeträge starke und nachhaltige Auswirkungen haben. Heute helfen wir insgesamt 5 Millionen unternehmerisch tätigen Kunden in 21 Ländern. Selbstständigkeit durch Kleinstkredite: Mikrofinanz unterstützt die wirtschaftliche Entwicklung Mikrofi nanz ist ein wirkungsvolles Instrument für ökonomisches Wachstum und sozialen Wandel in Schwellen- und Entwicklungsländern. Damit die Menschen am unteren Ende der Einkommenspyramide davon profi tieren können, ist die Beteiligung der Privatwirtschaft gefragt. Trotz erheblichen Fortschritten in den vergangenen zehn Jahren ist heute Schätzungen zufolge erst ein Bruchteil der weltweiten Nachfrage nach Mikrofi nanzkrediten gedeckt. Mikrofi nanzinstitute (MFIs) bedienen derzeit global rund 150 Millionen Kunden. Dennoch haben heute rund 2,5 Milliarden Menschen am unteren Ende der Einkommenspyramide noch immer keinen Zugang zu grundlegenden Finanzdienstleistungen wie Krediten, die ihnen beispielsweise den Aufbau eines Kleinunternehmens und damit ein regelmässiges Einkommen ermöglichen würden. Die lokalen Kapitalmärkte sind oft unterentwickelt und die Banken zögern, Kredite an MFIs zu vergeben, weil sie das Geschäftsrisiko überschätzen. Darüber hinaus gestatten Regulierungsbehörden den MFIs oft nicht, Spareinlagen anzunehmen und zu verwalten. Die Finanzierungslücke von geschätzten 200 Milliarden US-Dollar kann von Spendern nicht gefüllt werden. Daher ist die Beteiligung der Privatwirtschaft gefragt. Lösungen für die Basis der Einkommenspyramide 2002 gründete die Credit Suisse zusammen mit anderen Finanzdienstleistern die auf sozial verantwortliche Anlagen in Schwellen- und Entwicklungsländern spezialisierte respons- Ability Social Investments AG. Seither sind Anlagemöglichkeiten in Mikrofi nanz für sozial interessierte Investoren möglich. Im November 2003 wurde der responsability Global Microfi nance Fund aufgelegt, der mit 5,6 Millionen Dollar startete und als erster Mikrofi nanzfonds überhaupt die Genehmigung zum öffentlichen Vertrieb in der Schweiz erhielt. Im Juli 2012 erreichte dieser ein Fondsvermögen von 565 Millionen Dollar. Durch diese Geldanlagen erhalten MFI das notwendige Kapital, das sie an Mikrounternehmer und Haushalte mit niedrigem Einkommen vergeben. Seit 2003 stellte der Fonds Refi nanzierungen für rund 2,2 Milliarden Dollar bereit, die als Mikrokredite an über 1,8 Millionen Menschen vergeben wurden. Das Fondsangebot der Credit Suisse in diesem Bereich ist ständig gewachsen, ebenso die Anzahl der Kunden. Eine neue Studie der Credit Suisse bestätigt, dass Mikrofi nanzanlagen dem Bedürfnis der Kunden entsprechen, die mit ihren Investitionen Armut bekämpfen, Unternehmertum fördern und Men- Erreichte Kleinstunternehmer (in Tausend) Quelle: responsability Global Microfi nance Fond. Fondsvolumen (in Mio. US-Dollar) schen im Sinne der Selbsthilfe unterstützen wollen. 1 Die Credit Suisse arbeitet derzeit mit über privaten und institutionellen Kunden zusammen, welche in Mikrofi nanz anlegen und verwaltet damit ungefähr 1,6 Milliarden Dollar an Kundengeldern. Positive Erfahrungen mit Mikrofi nanzanlagen und deren niedrige Volatilität sorgten für einen kontinuierlichen Vertrauensschub bei den Anlegern. Die erfolgreiche Überwindung der Finanz- und der Wirtschaftskrise zeigte die Widerstandsfähigkeit des Mikrofi nanzsektors. 2 Innovation als Chance im Bankgewerbe Nachhaltigkeit gilt heute an den Kapitalmärkten als Megatrend. Die Credit Suisse hat sich früh im Mikrofi nanzsektor engagiert und ihre Erfahrung, ihre Expertise und ihr weltweites Netzwerk genutzt, um den Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern Zugang zu Kleinkrediten, Versicherungen und anderen Finanzdienstleistungen zu ermöglichen. Die besonderen Bedürfnisse und Merkmale von Haushalten mit niedrigem Einkommen verlangen spezifi sche Produkte und Prozesse. Die Credit Suisse hat ihr Angebot und ihre Aktivitäten im Bereich der nachhaltigen Anlagemöglichkeiten in den letzten Jahren ständig ausgebaut. Dies trägt dem wachsenden Kundeninteresse an Dienstleistungen mit Bezug zu Umweltund Gesellschaftsthemen Rechnung. Um Mikrofi nanz einem breiteren Publikum bekannt zu machen, veröffentlicht ein spezialisiertes Analystenteam monatlich Studien zu Diversifi kati-

12 22 CREDIT SUISSE CREDIT SUISSE 23 onseigenschaften sowie zu Besonderheiten des Sektors in afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Des Weiteren bieten wir Beratungsdienstleistungen für diesen Sektor an, etwa bei Börsengängen oder anderen Kapitalmarkttransaktionen. Wissens- und Kompetenzaustausch Die Credit Suisse erkannte, dass neben dem Fachwissen und der globalen Präsenz auch die eigenen Mitarbeitenden wirkungsvoll eingesetzt werden können, um Unterstützung bei den MFI vor Ort zu leisten. Denn die MFI-Partner brauchten nicht nur Kapital von Investmentfonds, um ihr Kreditportfolio auszuweiten, sondern profitieren insbesondere auch vom Kompetenz- und Wissensaustausch. Die Credit Suisse lancierte deshalb 2008 die Microfinance Capacity Building Initiative, welche die Anlagenfinanzierung ergänzen, das Management und das operative Geschäft der Anlagenempfänger stärken und das Wachstum der Branche unterstützen soll. Diese Initiative stiess sowohl bei den MFI als auch Mitarbeitenden auf grosses Interesse, profitieren doch beide Seiten von diesem Austausch. Langfristige Erfolgsaussichten Der Erfolg des Mikrofinanzmodells bestärkt die Credit Suisse darin, weiterhin Innovationen in diesem Bereich zu fördern. Bildung, Landwirtschaft, Gesundheitswesen und Wohnraum sind nur einige Bereiche, in denen es Möglichkeiten zu positiven Veränderungen gibt. Einerseits besteht die Rolle der Credit Suisse darin, Mittel für vielversprechende Initiativen zu beschaffen und entsprechend zuzuteilen sowie Studien und Analysen zu erstellen. Andererseits unterstützen unsere Partner und Mitarbeitenden durch Know-how und Coaching die Ausarbeitung innovativer Geschäftsmodelle. Dadurch wird verantwortungsvolle Finanzierung zu einem grundlegenden Element, um das Angebot sozialer und wirtschaftlicher Lösungen an der Basis der Einkommenspyramide auszubauen. Patrick Elmer; Leiter Responsible Investments & Philanthropy Services, Laura Hemrika; Leiterin Microfinance Capacity Building Initiative 1 Credit Suisse Microfinance Capacity Building Initiative, in Zusammenarbeit mit dem Microfinance Communications Council, «Taking Stock of Microfinance: Perception Survey Among Wealth Holders and Their Advisers in the US, Europe and Asia, 2011». 2 Nannette Hechler-Fayd herbe, Microfinance Research Quarterly, «Microfinance uncorrelated but not disconnected», April 2010, und Marion Struber, Microfinance Research Quarterly, «Microfinance an attractive portfolio diversifier», September Die Evolution des Mikrofinanz-Sektors Vom Start-up zum Finanzintermediär Als die Credit Suisse vor mehr als einer Dekade begann, sich an Mikrofinanzaktivitäten zu beteiligen, stand der Sektor am Scheideweg. Die Wurzeln der Mikrofinanz reichen bis ins frühe zwanzigste Jahrhundert zurück. In seiner heutigen Ausprägung entstand der Sektor aber erst in den späten Siebzigerjahren. Die ersten Mikrofinanzinstitute (MFIs) bewiesen (vgl. Grafik 1) mit Spendenunterstützung und Darlehen aus der Öffentlichkeit, dass die Kreditwährung an die Basis der Wirtschaftspyramide («Bottom of the Pyramid», BOP) ein nachhaltiges Geschäftsmodell sein konnte. Als die Credit Suisse 2002 in diesem Feld tätig wurde, befand sich der Sektor an einem Scheideweg, entweder konnte er sein riesiges Potenzial ausschöpfen und durch Zugang zu Finanzdienstleistungen das Leben der Armen verbessern oder aber er würde ein leeres Versprechen bleiben. Neue Finanzierungsquellen waren dringend nötig, um den Sektor voranzubringen. Der Aspekt der zweifachen Rendite (finanziell und sozial) bei Mikrofinanzanlagen war sowohl für private als auch für institutionelle Anleger attraktiv. Dank deren Unterstützung konnten die MFIs Ende 2010 über 100 Millionen Kreditkunden mit über 87 Milliarden US-Dollar an Kreditvolumen erreichen. Ein zentraler Entwicklungsfaktor dieses Wachstums war der Übergang von Nichtregierungsorganisationen zu regulierten Nichtbank-Finanzinstituten. Dieser Trend kann sowohl an der steigenden Anzahl aktiver Kreditnehmer bei gewinnorientierten Instituten abgelesen werden von 42 Prozent im Jahr 2002 auf 58 Prozent im 2010, als auch am Anstieg des sich im Umlauf befindlichen Kreditsaldos von 67 Prozent auf 76 Prozent auf der Grundlage der Daten von MixMarket (vgl. Tabelle 1). Der Wandel zur Kommerzialisierung wurde damit kritisiert, das ursprüngliche Ziel aus den Augen zu verlieren. Die Branchendaten zur sozialen Performance scheinen dies jedoch zu entkräften: Die Anzahl weiblicher Kreditnehmer (von MFIs, die geschlechtsspezifische Daten liefern) zeigt, dass ihr Anteil von 61 Prozent im Jahr 2002 auf 92 Prozent im 2010 angestiegen ist. Der durchschnittliche Kreditsaldo weiblicher Kreditnehmer stieg im selben Zeitraum von 181 auf 585 Dollar und deutet auf eine grössere Nachfrage hin. Tabelle 1: Entwicklung des Mikrofinanz-Sektors von 2002 bis 2010 Global Gesamtanzahl MFIs 522 1,440 1,341 Davon reguliert Davon Angaben über Gewinnorientierung Davon Angaben über weibliche Kreditnehmer 414 1,018 1,044 Gesamtzahl aktive Kreditnehmer (in Mio.) Davon reguliert Davon gewinnorientiert Davon weibliche Kreditnehmer Bruttokreditsaldo (in Milliarden US-Dollar) Davon reguliert Davon gewinnorientiert Davon weibliche Kreditnehmer Durchschnittlicher Kreditsaldo je aktiver Kreditnehmer (in US-Dollar) Davon reguliert ,230 Davon gewinnorientiert ,159 Davon weibliche Kreditnehmer Median Portfolio at Risk > 30 Tage (in Prozent) Davon reguliert Davon gewinnorientiert Davon weibliche Kreditnehmer Quelle: MixMarket, Credit Suisse. Daten aus 2011 wurden nicht berücksichtigt, da unvollständig. Grafik 1: Die Entwicklungsphasen des Mikrofinanz-Sektors Reifegrad Finanzierungsquellen: Schenkungen, Subventionen Erhalt der sozialen Aufgabe Finanzierungsquellen: Schulden (Darlehen), Mezzanine- Finanzierung, Eigenkapital Credit Suisse 2002 Break-even Finanzierungsquellen: Betriebsmittellinien, Darlehen, erstrangige Anleihen, nachrangige Anleihen, hybrides Kapital, Eigenkapital Credit Suisse 2012 Neugründung Wachstum/Expansion Reifephase Branchenentwicklung Grafik 2: Mikrofinanz und ihre potenzielle Vermittlerrolle Bildung Sozialer Wohnungsbau Gesundheitswesen Abfall MF Finanzintermediär Kleingewerbekredite Landwirtschaft / Fair Trade Zugang zu Wasser Energie Die Rolle der MFIs Die Daten zeigen, dass die Entwicklung des Mikrofinanzsektors zu einem Zwiespalt geführt hat. Ein Teil des Sektors geht weiter in Richtung eines gewinnorientierten Finanzsektors und der andere, unregulierte Teil konzentriert sich hauptsächlich auf die soziale Wirkung und weniger auf Rentabilität, indem er weiterhin das untere Segment der armen Bevölkerung bedient. Die gewinnorientierten Anbieter dürften sich in die lokalen Finanzmärkte integrieren, indem die MFIs sich zu regulierten Banken wandeln oder von Geschäftsbanken übernommen werden. Regulierte Finanzinstitute sind gut positioniert, um als Vermittler bei der Finanzierung verschiedener Sektoren in lokalen Märkten zu fungieren. Unsere Partner-MFIs haben bereits damit begonnen, spezielle Finanzprodukte anzubieten, die den zusätzlichen Bedarf an der Basis der Wirtschaftspyramide decken, wie beispielsweise im Bereich der Landwirtschaft, Bildung, erschwinglicher Wohnraum, Energie und Zugang zu Wasser. Erfolge und neue Erkenntnisse aus diesen Projekten werden den Sektor auf die nächste Entwicklungsstufe heben und neue Chancen für das Impact Investing eröffnen (vgl. Grafik 2). Ob sie mit gemeinnützigen Unternehmern zusammenarbeiten und somit auf das soziale Leben und/oder die Umwelt in den Gemeinden vor Ort einwirken oder ob sie mit traditionelleren Unternehmen oder Stiftungen kooperieren, um deren Projekte und Geschäfte an der Basis der Wohlstandspyramide auszuweiten MFIs können Entwicklung fördern, indem sie Zugang zu ihren Kunden verschaffen, als auch Finanzprodukte ermöglichen, die Zugang zu Gesundheitsvorsorge, Bildung und Energie bieten. Hierbei wird Technologie eine wichtige Rolle spielen. Die verbleibenden gemeinnützigen und unregulierten MFIs werden weiterhin das ausgeschlossene, untere Segment der Armen bedienen und bleiben für ihren Finanzbedarf von der philanthropischen Gemeinschaft abhängig. Wir erwarten in der kommenden Dekade weiterhin Chancen für Anlagen und philanthropische Aktivitäten im Bereich Mikrofinanz und Impact Investing. Der Zugang zu Finanzmitteln ist zwar ein Schlüsselfaktor für nachhaltige, langfristige Entwicklung, aber zusätzliches Fachwissen wird gebraucht der Sektor ist noch jung und nicht frei von Risiken. Aufstrebende Sektoren zeichnen sich durch Jungunternehmen aus, die erst selbsttragend werden müssen. Der Sektor und seine Teilnehmer werden reifen, aber dieser Entwicklungsprozess birgt Finanzierungsrisiken und Risiken aufgrund von Geschäftseinstellungen und Gesetzesänderungen in sich. Eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Finanzinstituten, ihren Kunden sowie grossen Unternehmen und Stiftungen könnte den Sektor auf die nächste Entwicklungsstufe heben und den Ausblick langfristig verbessern. Marion Struber, Thematic Research t

13 24 EXPERTENSTIMMEN EXPERTENSTIMMEN 25 Interview mit Rupert Scofield, FINCA International Mikrofinanz heute eine soziale Investition Mikrofinanz ist inzwischen ein bekanntes Konzept und nicht mehr nur ein Thema für Entwicklungsexperten. Heisst das, Ihre Arbeit ist getan? Wie sieht Mikrofinanz in der Zukunft aus? Mikrofi nanz erreicht Millionen von Menschen, aber unsere Arbeit ist noch längst nicht getan. Wir müssen die Angebotspalette für die Kunden mit Spar-, Überweisungs- und Versicherungsprodukten laufend erneuern und erweitern. Auch bei der Verbesserung von Transparenz und Kundenschutz liegt noch Arbeit vor uns. Wichtige nächste Schritte sind Partnerschaften wie die zwischen FINCA und der Credit Suisse. Sie tragen dazu bei, dass wir unsere Marktforschung ausbauen und unsere Produktgestaltung verbessern können. Auch branchenweite Initiativen wie die Smart Campaign, bei der es um die Integration von Kundenschutz und kundenorientierten Dienstleistungen in das Mikrofi nanzgeschäft geht, sind wichtige nächste Schritte. Mit welchen Herausforderungen hat die Mikrofinanzbranche zu kämpfen heute und in Zukunft? Aus meiner Sicht hat die Branche vier zentrale Herausforderungen zu bestehen: erstens die Skalierung des Mikrofi nanzbereichs in eine Grössenordnung, mit der wir die drei Milliarden Menschen, die weltweit in Armut leben, erreichen können, zweitens den Wandel zu regulierten Finanzinstituten mit Einlagengeschäft, drittens die Wahrung der Nachhaltigkeit angesichts zunehmender Regulierung und staatlicher Eingriffe und viertens das unethische Verhalten einiger Mikrofi nanzinstitutionen (MFI). Mit Unterstützung der Credit Suisse gehen wir die ersten drei Herausforderungen mit der FINCA Development Academy an, einer eigenen Schulungseinrichtung, die unsere Mitarbeitenden in den kommenden Jahren professionalisieren wird. So sichern wir uns die personellen Kapazitäten, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Wie stellen Sie sicher, dass Sie mit Ihrer Arbeit die gewünschte Wirkung erzielen? Das Wichtigste ist, Wirkungen zu messen. FINCA war das erste internationale Mikrofi nanznetzwerk, das ein strenges Tool zur Washington Mikrofi nanz und soziales Unternehmertum gewinnen zunehmend an Bedeutung. Rupert Scofi eld, CEO unseres Mikrofi nanzpartners FINCA International und erfahrener sozialer Unternehmer, spricht mit uns über künftige Trends und Chancen in beiden Bereichen. FINCA International Die Mission von FINCA International besteht darin, Finanzdienstleistungen für die einkommensschwächsten Unternehmer weltweit bereitzustellen, damit diese Arbeitsplätze schaffen, Vermögen aufbauen und ihren Lebensstandard verbessern können. FINCA erbringt mit seinen 21 Tochterinstitutionen in Afrika, Eurasien, im erweiterten Vorderen Orient und in Lateinamerika Finanzdienstleistungen für mehr als Kunden weltweit fast zwei Drittel dieser Kunden sind Frauen. Kundenbeurteilung entwickelt hat, das Verbesserungen des Lebensstandards unserer Kunden prüft und Aufschluss über die Notwendigkeit neuer Produkte und die Zufriedenheit mit bestehenden Produkten gibt. Unser Social Performance Audit Committee lässt regelmässig die soziale Performance messen, so dass gewährleistet ist, dass wir die soziale Performance mit derselben Akribie verfolgen wie die fi nanzielle Performance. Welche Rolle spielt kommerzielles Kapital im Mikrofinanzbereich? Kommerzielles Kapital muss eine wichtige Rolle in diesem Bereich spielen, denn die Spenden allein reichen nicht aus, um den Bedarf der Kunden an Produkten und Dienstleistungen zu decken. Um das Angebot für die Kunden zu optimieren, hat sich FINCA wie auch andere Mikrofi nanzinstitutionen zunächst Fremdkapital an den Kapitalmärkten besorgt. Mit der Zeit wurden immer mehr und bessere Produkte entwickelt, unter anderem die Lokalwährungsanleihe, die die Credit Suisse 2011 für uns konzipiert hat. Als die Mischung aus Zuschüssen und Anleihen nicht mehr ausreichte, beschafften wir uns Eigenkapital von sozial verantwortlichen Anlegern. Rupert Scofield, CEO FINCA International und erfahrener sozialer Unternehmer Wir hören in letzter Zeit immer öfter die Begriffe «Social Business» und «soziales Unternehmertum». Sie haben ja auch gerade ein Buch darüber veröffentlicht. Was verbirgt sich hinter diesen Begriffen und welche Bedeutung haben sie? Soziales Unternehmertum heisst für mich, effektive Geschäftspraktiken einzusetzen, Wert auf Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit zu legen, soziale Probleme aufzugreifen und sozialen Wandel herbeizuführen. Soziale Unternehmen wenden sich gegen Fälle von Marktversagen, die ohne Gegenmassnahmen zu schweren langfristigen Konsequenzen führen. Mit seinem Ansatz der doppelten oder dreifachen Rendite (double or triple bottom line) kann soziales Unternehmertum Positives für die Gesellschaft und/oder die Umwelt bewirken. Mein Buch «The Social Entrepreneur s Handbook» ist ein Aufruf zum Handeln an bestehende und potenzielle soziale Unternehmer. Es erzählt die spannende Geschichte, wie aus einer blossen Idee das globale Finanzdienstleistungs-Netzwerk FINCA wurde. Was verbindet Mikrofinanz und soziales Unternehmertum? Mikrofi nanz war die Antwort auf ein schweres Marktversagen: In Entwicklungsländern bekamen Unternehmer mit geringem Einkommen keine Kredite, um ihre Geschäftsaktivitäten zu fi nanzieren. Mikrofi nanz ist ein klassisches Beispiel für traditionelle Geschäftspraktiken, die soziale Probleme in einer skalierbaren und zugleich nachhaltigen Weise angehen. FINCA hat Kredite in Höhe von USD 500 Millionen an über Mikrounternehmer mit geringem Einkommen rund um den Globus vergeben. Ausserdem haben wir über Arbeitsplätze geschaffen. Auf welche Trends muss man beim Thema soziales Unternehmertum achten? Das Bewusstsein für soziales Unternehmertum und dessen Unterstützung ist enorm gestiegen. Immer mehr Universitäten bieten Studiengänge für angehende soziale Unternehmer an. Im Unternehmensbereich fordern Mitarbeitende und Aktionäre eine Verantwortung ein, die über fi nanzielle Gewinne hinausgeht. Als Antwort auf Marktversagen entstehen soziale Unternehmen in den verschiedensten Branchen und Sektoren, z. B. im Bildungs-, Gesundheits- und Umweltbereich. Vor welchen Herausforderungen steht die Social-Business- Branche heute, und wie können wir darauf reagieren? Wie können die Credit Suisse oder ihre Kunden einen Beitrag leisten? Aus meiner Sicht stehen soziale Unternehmer vor mehreren grossen Herausforderungen. Erstens fehlt Startkapital, denn die Finanzierung ist für jedes soziale Unternehmen entscheidend. Ohne Investoren geht es nicht. Zweitens fehlt vielen sozialen Unternehmern eine betriebswirtschaftliche Ausbildung. Daran droht so manche vielversprechende Idee zu scheitern. Und drittens fehlt soziales Kapital. Soziale Unternehmen sind meist viel erfolgreicher, wenn sie zu einem grösseren Netzwerk gehören. Sowohl im Anlageprozess als auch bei der technischen und betriebswirtschaftlichen Ausbildung für soziale Unternehmer kann die Credit Suisse weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Welche zukünftige Entwicklung erwarten Sie für die Social- Business-Branche? Ich bin fasziniert, wie die Dynamik für transformative soziale Unternehmen in den letzten zehn Jahren zugenommen hat, weil Organisationen Tools und Technologien entwickeln, um Sozialund Umweltprobleme zu lösen. Das Zukunftsproblem ist das Problem der Grössenordnung: Da die Branche wächst, müssen soziale Unternehmen skalierbare Modelle schaffen, damit diese Dynamik erhalten bleibt. Netzwerke sozialer Unternehmen werden wichtig sein, um Wachstum, den Austausch von Best Practices und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen zu ermöglichen. Welche Rollen können Banken im sozialen Unternehmertum übernehmen? Ich glaube, Banken können eine Schlüsselrolle spielen, indem sie die für den Erfolg notwendigen Instrumente bereitstellen: Startkapital, Anlegermobilisierung, Ausbildung, Technologie und die Weitergabe von Sachkapital. Wenn Banken den Zugang zu Kapital ermöglichen und Wissen und Technologie weitergeben, ist dies eine Investition zum Wohl der Gesellschaft, die sowohl einen sozialen als auch einen fi nanziellen Ertrag bringen kann. Laura Hemrika WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN: Mehr zu FINCA International erfahren Sie auf Scannen Sie diesen QR-Code, um ein Video zur FINCA Development Academy direkt auf Ihrem Smartphone anzusehen, oder gehen Sie auf credit-suisse.com/mikrofinanz

14 26 CREDIT SUISSE CREDIT SUISSE 27 Credit Suisse Global Citizens Program Erfahrungsaustausch HR Training Center Gepostet am 25. Juli 2012 Es ist mein erster Tag im Büro des Personalausbildungszentrums in der Circle Branch. Auf dem Bild ist die Aussicht von meinem Büro zu sehen. Anastasia (verantwortlich für Aus- und Weiterbildung) und Stella (ein Trainee aus dem nationalen Dienstleistungsbereich) nahmen mich herzlich in Empfang. Beim Rundgang durch die Räumlichkeiten lernte ich die Tätigkeit der Organisation und deren Mitarbeitenden vor Ort ein wenig besser kennen. Zu meinem Erstaunen bietet die Mikrofinanzorganisation nicht nur Finanzprodukte, sondern auch Schulungen an. Vormittags haben Anastasia und ich den Ausbildungsplan von Opportunity International in Ghana angeschaut. Im ersten Halbjahr hatte das kleine Team sowohl interne wie auch externe Schulungseinheiten durchlaufen. Ich bin über die hohe Qualität der Berichte und des bestehenden Ausbildungsmaterials überrascht. Einiges davon werden wir später überprüfen. Zudem gibt es im August ein viertägiges Onboarding-Programm für alle neuen Mitarbeitenden. Am 1. August (unserem Schweizer Nationalfeiertag) wird die Schulung in Accra abgehalten. Anastasia und Stella bereiten sich gerade darauf vor. Ich freue mich schon jetzt auf diese Schulung und werde euch auf dem Laufenden halten. Onboarding Program Gepostet am 8. August 2012 Das Onboarding Program hat begonnen. Es geht um die Kommunikation zwischen Human Resources (HR) und der Informationstechnologie (IT). Wir betrachten alle Arbeitsabläufe und werden versuchen, für alle neuen Mitarbeitenden einen Standardablauf umzusetzen. Ich werde für die Zweigstellenleiter eine Checkliste anfertigen. Sie sind meine Zielgruppe. Arbeit, Sitzungen und Termine werden hier um einiges flexibler gehandhabt. Das heisst auch, dass ich manchmal vom ursprünglichen Plan abweichen muss. Ich versuche, mich dieser etwas entspannteren Einstellung anzupassen: Doch alles wird zu gegebener Zeit erledigt, wenn auch nicht sofort. hrtrainingstrategy.wordpress.com Pia Elia, Mitarbeiterin der Credit Suisse, arbeitete im Rahmen des Global Citizens Program drei Monate mit der Mikrofi nanzorganisation Opportunity International in Accra, Ghana, zusammen. Hier einige Auszüge aus ihrem Blog: Halbzeit meines Einsatzes Gepostet am 27. August 2012 Nachdem ich eine Woche krank war, beginne ich nun die zweite Hälfte meines Einsatzes. Es ist an der Zeit, kurz zu überlegen, was ich bisher erreicht habe. Projekte: Bestehendes Ausbildungsmaterial, Aus- und Weiterbildungspläne und Ausbildungsberichte überprüfen und Feedback geben Interviews und Meetings mit allen beteiligten Personen Coaching und Feedback für Ausbilder und HR-Mitarbeitende, die an den Ausbildungseinheiten teilnehmen Onboarding-Prozess Herausforderungen: Umgang mit einer anderen Arbeitskultur Anpassung des Ausbildungsmaterials an das ghanaische Umfeld Entscheidungen über die Bedürfnisse und Möglichkeiten fällen Praktikable Lösungen finden Nächste Schritte: Coaching und Feedback fortsetzen Neue Module für das Middle Management festlegen Neues Material für diese neuen Module erstellen Persönliche Erfahrungen: Insgesamt bin ich stolz darauf, was ich während meines Einsatzes bisher erreicht habe. Insbesondere der Anfang war sehr hart, da ich auf unerwartete Schwierigkeiten traf Lernen, tägliche Arbeitsabläufe anders anzugehen Umgang mit äusserst unterschiedlichen Bedingungen Aktiv neue Beziehungen eingehen Ausbildungsmodule Gepostet am 31. August 2012 Es wird ein zweiwöchiges Programm für das Middle Management mit dem Titel «Emerging Leaders Program» veranstaltet. Es beinhaltet unterschiedliche Module, die sich speziell an Mikrofinanzinstitutionen richten. Das Ausbildungsprogramm wird hauptsächlich durch britische Ausbilder durchgeführt. Die angesprochenen Themen reichen von technischen Fähigkeiten wie Kundendienst und Mikrofinanzmethoden bis hin zu Sozialkompetenzen wie tägliches Zeitmanagement und allgemeine Kommunikationsfähigkeiten. Ich werde eine Übersicht dieser Module anfertigen und den zusätzlichen Ausbildungsbedarf des Middle Management mit dem HR Senior Management und den HR Business Partners besprechen. Eine der Herausforderungen von Opportunity International in Ghana ist das schnelle Wachstum. Neue Zweigstellen werden mit neuem Personal und Managern eröffnet. Menschen mit begrenzter Arbeitserfahrung übernehmen Führungsrollen. Es ist daher wichtig, neue und bestehende Manager zu unterstützen, damit sie die ungewohnten Aufgaben erfolgreich bewältigen können. Gemeindetreffen Gepostet am 6. September 2012 Heute hatte ich die grossartige Gelegenheit, an einem Kunden-Meeting in der Nähe von Accra teilzunehmen. Die Kundenberaterin von Opportunity International Savings and Loans besucht diese Gemeinde ungefähr einmal wöchentlich. Sie informiert neue Kunden und besucht bestehende Kunden. Am Morgen waren rund 50 Menschen dabei, überwiegend Frauen. Die Kundenberaterin besprach Themen rund um Gruppenkredite wie Zinsen, Versicherung und die Erwartungen der Bank. All dies fand in der ghanaischen Sprache Twi statt (glücklicherweise hatte ich einen Übersetzer). Diese Gruppenkredite (üblicherweise an 5 bis 35 Personen) sind für die Mitglieder oft der Beginn einer Übergangsphase. Die Kredite beginnen bei rund GHC 400 (200 Schweizer Franken) und reichen bis zu GHC (2 500 Franken): Das ist Mikrofinanz. Mit jedem Mitglied verhält sich die Gruppe solidarisch, sie dient der Bank jedoch auch als Sicherheit. Die Gruppenmitglieder sind wie eine grosse Familie, die versucht, auf eine «etwas andere Art» etwas zu erreichen. Nach der Sitzung hatte ich die Möglichkeit, die Schulklasse gegenüber dem Sitzungsort sowie den Lehrer und seine Schüler zu besuchen. Die Schüler lernen in einem Klassenzimmer im Freien. Sie waren jedoch sehr diszipliniert und hörten ihrem Lehrer aufmerksam zu. Dieser Besuch zeigte mir, wie wichtig die Arbeit von Opportunity International ist. Das war für mich ein tolles Erlebnis! Pamela Thomas-Graham Chief Talent, Branding and Communications Officer, Credit Suisse Unsere Mitarbeitenden sind ein wichtiger Bestandteil unserer Bestrebungen, eine verantwortungsbewusste Mikrofinanzbranche und gut geführte Mikrofinanzinstitutionen mitzuentwickeln. Neben der Finanzierung von Projekten für den Kapazitätsaufbau sind wir als Bank in der einzigartigen Ausgangslage, unsere Fähigkeiten und Kenntnisse im Bereich der Finanzdienstleistungen mit unseren zahlreichen Mikrofinanzpartnern teilen zu können. Das Global Citizens Program ist eine von mehreren Initiativen, über die unsere Mitarbeitenden einen solchen Beitrag leisten können. Mitarbeitende aus allen Bereichen der Bank verbringen bis zu drei Monate vor Ort und unterstützen unsere Partnerinstitute bei geschäftlichen Herausforderungen. Gelernt wird im Rahmen dieses Programms in beiden Richtungen: Unsere Partner erwerben neue Fertigkeiten und erhalten neue Perspektiven, während unsere Mitarbeitenden von einer unvergleichlichen Aus- und Weiterbildungserfahrung profitieren. Die Global Citizens erlangen so ein besseres Verständnis für das Ausmass der globalen Finanzsysteme und insbesondere für den Mikrofinanzsektor. Sie müssen ihre Komfortzone verlassen und fernab vom Bekannten ihre Leistung erbringen. Sie sind herausgefordert, unkonventionelle Lösungen zu entwerfen und umzusetzen sowie einen nachhaltigen Wandel anzustossen bei unseren Partnern und nach ihrer Rückkehr auch bei der Credit Suisse. GLOBAL CITIZENS PROGRAM Um einen Film über das Global Citizens Program direkt auf Ihrem Smartphone anzusehen, scannen Sie bitte diesen QR-Code oder besuchen Sie credit-suisse.com/mikrofinanz.

15 UNSERE PARTNER 29 Swisscontact Mit geleasten Kühen zum Eigenheim Ein regelmässiges Einkommen oder gar Ersparnisse sind für afrikanische Kleinbauern alles andere als leicht zu erwirtschaften. Die schweizerische Stiftung für technische Entwicklungszusammenarbeit Swisscontact möchte diesen Umstand gemeinsam mit ihrem lokalen Partner Juhudi Kilimo verändern. «Stellen Sie sich vor, wir befi nden uns auf einer kleinen Farm im Rift Valley Kenias», beginnt Veronique Su, Regionalleiterin bei Swisscontact East Africa, an einem Anlass zum Thema Mikrofi nanz. «Der Kleinbauer Jomo Kombo ernährt sich und seine Familie von den Erträgen seiner Milchkuh. Die Existenz der Familie ist abhängig von diesem einen Tier. Doch in den darauffolgenden Monaten verbreitet sich ein Krankheitserreger, Kombos Kuh wird infi ziert und stirbt. Die Familie steht vor dem Nichts. Die Milchkuh war ihre einzige Einkommensquelle und traditionelle Finanzdienstleistungen kann sie ohne vorhandene Sicherheiten nicht in Anspruch nehmen.» Su weist mit dem geschilderten Szenario nur auf einen Teil der Probleme hin, mit denen sich Kleinbauern vieler Orte Ostafrikas konfrontiert sehen: keine Diversifi zierung der Einkommensquelle, kein Zugang zu fi nanziellen Mitteln und keine fi nanzielle Unterstützung. «Mikrofinanz ist der Kraftstoff für das Unternehmertum in den Schwellenländern. Wir haben noch nie fehlende Innovationskraft oder private Initiative festgestellt im Gegenteil.» Samuel Bon, CEO Swisscontact Mikroleasing als finanzielle Innovation In Kenia leben 75 Prozent der Bevölkerung in ruralen Gebieten und sind von der Landwirtschaft abhängig. Deshalb werden dort Finanzdienstleistungen der etwas anderen Art benötigt. An diesem Punkt setzt die NPO Swisscontact mit einer fi nanziellen Innovation an: dem Mikroleasing-Projekt. Es wurde 2006 in Kenia eingeführt und hat zum Ziel, Kleinbauern produktive Güter anstelle eines monetären Kredits zur Verfügung zu stellen. Das geleaste Objekt selbst stellt den Kredit dar. Es dient als Sicherheit und die Abzahlung ist an die damit verbundenen Erträge gekoppelt. Die Bezahlung erfolgt über die kommerzielle Mikroleasing-Organisation Juhudi Kilimo. Erst am Ende der Transaktionsperiode wird das Eigentumsrecht abgetreten. Hanspeter Kurzmeyer, Leiter Corporate Citizenship bei der Credit Suisse, fasst das von der Bank unterstützte Projekt so zusammen: «Das anfängliche Experiment entpuppte sich nach und nach als Erfolgsgeschichte. Es zeigt, wie eine fi nanzielle Innovation Einfl uss auf das soziale und ökonomische Leben haben kann. Im Idealfall profi tiert das gesamte familiäre Umfeld davon.» Mikroleasing anstelle von Mikrokrediten Weshalb Mikroleasing, wenn es bereits Mikrokredite gibt? Monetäre Kredite werden nicht jeder Situation gerecht: Oftmals können die Voraussetzungen für einen Krediterhalt nicht erfüllt werden oder die generellen Kreditbedingungen sind nicht geeignet für den Cashfl ow von Kleinbauern. Bereits der Zugang zu einem Finanzdienstleistungsservice ist problematisch, wie Veronique Su erklärt: «Kleinbauern müssen oftmals mehrere Stunden in Kauf nehmen, um einen Finanzdienstleister zu erreichen. Kaum angekommen, müssen sie feststellen, dass die monatlichen Raten, die sie bezahlen müssten, nicht mit ihrem Cashfl ow übereinstimmen.» Zudem entsteht durch die Vergabe von Geldkrediten zusätzlicher Druck. Es gibt immer jemanden, der krank ist oder Schulden hat, dadurch wird der Kredit für Dinge verwendet, die kaum oder gar keine Erträge einbringen. Durch die neue Form des Mikroleasings können solche Schwierigkeiten umgangen werden. Milch das weisse Gold Im Juni 2006 wurde der Grundstein für das Mikroleasing in Ostafrika gelegt. Von zwei Forschungsstudien begleitet, dauerte das Pilotprojekt in Kenia von 2006 bis Milchkühe, Gefl ügel, Bienenstöcke und Bewässerungspumpen gehörten Swisscontact Kenia Swisscontact ist die Organisation des schweizerischen Privatsektors für Entwicklungskooperation. Sie fördert durch Beratung, Aus- und Weiterbildung die privatwirtschaftliche und soziale Entwicklung in ausgewählten Ländern in Süd- und Osteuropa. Nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe bekämpfen Swisscontact und seine lokalen Partner effektiv die Armut.

16 Die Mehrheit der Kenianer lebt von der Landwirtschaft. 02 In Kenia leben 75 Prozent der Bevölkerung in ruralen Gebieten und benötigen deshalb Finanzdienstleistungen der etwas anderen Art Kleinbauern erhalten beim Mikroleasing produktive Güter, wie zum Beispiel Hühner, anstelle von monetären Krediten. zu den ersten Gütern, die den Kleinbauern zur Verfügung gestellt wurden. Nachdem 2008 die Resultate der Studien positiv bewertet wurden, entwickelte sich im April 2009 daraus ein Mikroleasing-Unternehmen namens Juhudi Kilimo. «Juhudi Kilimo» bedeutet auf Swahili «landwirtschaftliche Bemühungen». Seit der Gründung des Unternehmens wird Mikroleasing in zahlreichen Regionen Kenias angeboten. Es hat sich einiges verändert, wie die Zahlen aus dem Jahr 2011 zeigen. Die Angebotspalette an Produkten wurde stetig erweitert, so sind nun nebst den genannten Gütern auch Wassertanks, Eselskarren und Kettensägen hinzugekommen. «Die Milchkühe bleiben jedoch der Dauerbrenner», betont Su, «Milch wird in Kenia als weisses Gold bezeichnet. Der lokale Verbrauch und die Märkte dafür sind immens.» Die Vorteile, die sich für die Kleinbauern aus dem Mikroleasing ergeben, sind vielfältig. Sie erwerben dank diversen Ausbildungen nicht nur Fähigkeiten im landwirtschaftlichen Anbau oder in der Viehzucht, sondern auch im Umgang mit Finanzen. Zudem können sie ihre Einkommensströme erweitern und diversifizieren, dadurch reagieren sie wiederum weniger empfindlich auf mögliche Preisschwankungen oder andere unvorhersehbare Ereignisse. Eine vielversprechende Zukunft Dennoch existieren zahlreiche Herausforderungen bezüglich Mikroleasing, die noch gemeistert werden müssen: «Einerseits ist nie genügend Kapital im Verhältnis zur Nachfrage von Produkten vorhanden; es fehlt an Geld, um genügend Nutztiere und Produkte zu kaufen. Andererseits muss das Distributionsnetzwerk weiter ausgebaut werden. Auch das Portfolio sollte verstärkt diversifiziert 50 Prozent der geleasten Produkte sind Milchkühe und die Produktepalette erweitert werden.» Trotz diesen Herausforderungen ist Swisscontact zuversichtlich und es sind bereits Bestrebungen im Gange, Mikroleasing-Projekte auch in Tansania und Uganda einzuführen. Seit der kleinen Spende aus dem Jahr 2006 verwaltet Juhudi Kilimo heute Nutztiere und Produkte im Wert von über 5 Millionen US-Dollar. Schirin Razavi WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN: Wenn Sie mehr über Swisscontact erfahren möchten, besuchen Sie die Website Mehr Chancen für Mikrounternehmer. Die Credit Suisse engagiert sich seit 10 Jahren im Bereich Mikrofinanz. Li Xiaoyan und ihr Mann Han Dongdong haben ihr Grillrestaurant in der Inneren Mongolei im Jahr 2009 eröffnet. Mit einem Mikrokredit der chinesischen Tochtergesellschaft von Accion, einem Partner der Credit Suisse, bauen die beiden ihr Geschäft nun aus. Das hilft ihnen, ihre Familie zu unterhalten und für die Zukunft zu sparen. credit-suisse.com/mikrofinanz Sofern nicht anders angegeben, bezieht sich die Bezeichnung «Credit Suisse» auf den globalen Markennamen für die in den Bereichen Investment Banking, Asset Management und Private Banking angebotenen Dienstleistungen der Tochtergesellschaften und verbundenen Unternehmen der Credit Suisse Group weltweit. Jede rechtliche Einheit der Credit Suisse Group unterliegt besonderen aufsichtsrechtlichen Anforderungen, und bestimmte Produkte und Dienstleistungen sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder Jurisdiktionen oder für alle Kundentypen verfügbar. Es ist nicht beabsichtigt, Produkte und Dienstleistungen in Ländern oder Jurisdiktionen anzubieten, in denen ein solches Angebot nach geltendem inländischem Recht rechtswidrig wäre. Dies sind Beispiele der Vorteile von Mikrofinanzprojekten, sie zeigen nicht die künftig erreichten Projektergebnisse auf.

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