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1 Konzept für die Zusammenarbeit zwischen Kreis, Kommunen und Sozialzentren Der Bürgermeister als erster Vermittler Zur Vorlage in der Sitzung der E 4 am Einführung Im Jahr 2004 konnte der Kreis Nordfriesland Einvernehmen mit dem kreisangehörigen Raum über die Neustrukturierung der 25 Sozialämter in 7 Sozialzentren erzielen. Die Entscheidung über die Übernahme der arbeitsmarktpolitischen Verantwortung nach dem SGB II wurde nur aufgrund des erzielten Einvernehmens mit dem kreisangehörigen Raum getroffen. Der Beschluss des Kreistages dazu erfolgte am einstimmig. Mit Einbindung des kreisangehörigen Raums besteht ein großer Vorteil gegenüber der Arbeitsweise und Struktur der Bundesagentur für Arbeit. Wenn dieser Vorteil aktiv genutzt und umgesetzt werden kann, wird er zum Erfolg der Option beitragen und als Entescheidungskriterium für eine weitere kommunale Trägerschaft angeführt werden können. 25 Sozialämter in Sozialzentren ab

2 2. Aktuelle Situation in der Region Die Dienstleistungen und gesetzlichen Aufgaben der Sozialzentren sind den Bürgerinnen und Bürgern, die im direkten Hilfebezug stehen bekannt. Die derzeitige Wahrnehmung der kleinen und mittelständischen Betriebe, an die sich das Dienstleistungsangebot im Bereich Personalvermittlung und Fallmanagement richtet, beschränkt sich jedoch weitgehend auf den Bereich der Zusatzjobs, der tendenziell sogar als Bedrohung wahrgenommen wird, wenn es um konkurrierende Marktbereiche geht. Nordfriesland ist geprägt von kleinen und mittelständischen Betrieben, die nach bisheriger Erfahrung Wert auf kurze Wege, wenige und kontinuierliche AnsprechpartnerInnen legen. Bisherige Bemühungen durch z.b. die Akquisiteure der IHK und Kreishandwerkerschaft sowie auch der PersonalvermittlerInnen Kontakte aufzubauen, konnten einen Teil der notwendigen Kontaktpflege erfüllen und somit zu den guten Vermittlungsergebnissen führen. Das sog. Regionale Bündnis in der Region Leck/ Niebüll, das in allen Regionen Nordfrieslands eingeführt werden soll, trägt ebenfalls durch stärkere Kooperation zwischen Unternehmen und Sozialzentren dazu bei. Wenn zukünftig die Dienstleistungen der Sozialzentren in Bezug auf Personalauswahl, Qualifizierung, passgenaue Vermittlung, über weitere wichtige Akteure in den Regionen Nordfrieslands beworben bzw. ins Blickfeld der Unternehmen gebracht wird, trägt dies maßgeblich zum Erfolg des Gesamtprojektes Option bei. Die Vertreter des kommunalen Haupt-und Ehrenamtes der Einzugsbereiche der Sozialzentren sind diese wichtigen Akteure, die wir für diese Netzwerkarbeit gewinnen wollen. In der Rolle eines Botschafters/Botschafterin könnten sie immer auch die Idee der kommunalen Variante der Personalvermittlung in ihrer Region vertreten. 2

3 3. Ziele 3.1. Wir gewinnen die VertreterInnen des kommunalen Haupt-und Ehrenamtes als BotschafterInnen und nutzen die Kontakte in der Region 3.2. Eine Vernetzung mit den Sozialzentren wird aufgebaut und gepflegt 3.3. Durch Beteiligung des Haupt-und Ehrenamtes erhalten wir Ideen aus der Mitte der Gesellschaft 4. Schritte zur Umsetzung der Ziele 4.1. Unter Federführung der sieben Trägerkommunen in Kooperation mit den entsprechenden Sozialzentrumsleitungen werden 7 regionale Veranstaltungen mit folgenden Schwerpunkten durchgeführt: Informationen über die Dienstleistungen der SZ im Bereich Personalvermittlung u.a.; Klärung der Rolle der Bürgermeister als Wegbereiter in Mitverantwortung für das Gelingen der Option, Türöffner und Begleiter (die Benennung könnte anstatt BGM 1. Vermittler auch Botschafter für Arbeit lauten). Klärung der Rolle der SZ (Leitung, PV, FM) in Bezug auf die Zusammenarbeit mit dem Haupt-und Ehrenamt (Ansprechpartner, Teilnahme an Sitzungen, Beteiligung an Aufgaben usw.) Ideenbörse zu Möglichkeiten der Unterstützung und Vernetzung. 3

4 Für die Ideenbörse werden seitens der SZ zur Veranschaulichung konkrete Möglichkeiten der zukünftigen Zusammenarbeit benannt, die dann durch die TN ergänzt werden können: Ermitteln eines Ausbildungsplatzes, Praktikumsplatzes und/oder Arbeitsplatzes und Weitererleitung an das Sozialzentrum Vermittlung einer Einladung des SZ beim regionalen HGV Begleitung eines U25 oder Ü 25 nach Aufnahme eines Ausbildungsplatzes oder Arbeitsplatzes nach dem Patenprinzip Vermittlung einer Einladung des SZ in z.b. Jahreshauptversammlungen der regionalen Verbände und Vereine Information über Bedarfe von Arbeitgebern Information über Optimierungsfelder zur Thema Zusammenarbeit mit den Sozialzentren zum Thema Arbeitsmarkt usw.. Teilnehmer: SZ, Bürgermeister, Amtsvorsteher und Mitarbeiter/innen des Kreises als Gäste, u.a? Ergebnis der Veranstaltung sollen dokumentierte Vereinbarungen über die Aufgaben jedes Teilnehmers sein, über die dann in den unter Punkt 4.2 benannten Treffen regelmäßig berichtet wird. 4

5 4.1 Daraufhin finden regelmäßige Zusammenkünfte in der Region zur Auswertung der Ergebnisse und Integration von geplanten regionalen Arbeitsmarktprozessen in die Option und Weiterentwicklung des Netzwerkes statt; ggf könnte ein sog. Arbeitsmarktforum im Anschluss an Amtsausschusssitzungen dazu dienen. Gleichermaßen könnte sich die Bürgermeisterdienstversammlung eignen, zu einem ständigen Tagesordnungspunkt Ergebnisse und Erfahrungen auszutauschen Die Planung und Durchführung dieser Schritte obliegt den Trägerkommunen der Sozialzentren Entscheidung über einzuladende Personen, Einladung, Planung, Durchführung und Moderation der Veranstaltungen, Aufgabenverbindlichkeit für die TeilnehmerInnen herstellen, Dokumentation der Ergebnisse, Informationsaustausch mit dem Kreis 4.3. Die Veranstaltungen sollen bis zum Abschluss des 3. Quartals 2007 durchgeführt sein 4.4. Diese aktive Einbindung des Haupt-und Ehrenamtes ist in Abgrenzung zu den (einzuführenden) Regionalen Bündnissen zu sehen, da dazu die Unternehmen direkt angesprochen werden. 5. Fazit Mit Umsetzung der geplanten Schritte betreiben wir ein Stück Standortpolitik für die Stärkung des Kreises Nordfriesland und bitten das kommunale Haupt-und Ehrenamt um Unterstützung. 5

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