Psychose Analyse und Therapie Der Ratgeber får Betroffene und AngehÇrige

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1 Ursula Schnieder Psychose Analyse und Therapie Der Ratgeber får Betroffene und AngehÇrige Diese Publikation ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung der Texte und Abbildungen, auch auszugsweise, ist ohne die schriftliche Zustimmung des Verlages rechtswidrig und wird straf- und zivilrechtlich verfolgt. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung oder Verwendung in elektronischen Systemen. Sämtliche Angaben und Anschriften wurden sorgfältig und nach bestem Wissen und Gewissen ermittelt. Trotzdem kann von Autor und Verlag keine Haftung übernommen werden. Copyright 2011 SuperSenior Marketing Ltd.

2 Ursula Schnieder 1.Ausgabe 2011 SPRACHREGELUNG: Zur Vereinfachung beim Schreiben und Lesen wird immer die männliche Form verwendet: der Patient, der Arzt usw. Dieser Artikel dient als allgemeiner Gattungsbegriff und schließt weibliche Personen automatisch mit ein. 2

3 Inhaltsverzeichnis Seite Vorwort 5 Psychose im Åberblick 7 Was ist eine Psychose? 8 Was ist eine Psychose nicht? 9 Wie unterscheidet man eine Psychose von einer Neurose? 10 IrrtÇmer und Vorurteile.. 12 Symptome RealitÉtsverlust.. 14 Wahnvorstellungen.. 15 Denk- und GedÉchtnisstÑrungen 15 Depressionen.. 16 VerhaltensÉnderungen Halluzinationen FrÇhwarnzeichen einer Psychose. 18 Welche Formen der Psychose gibt es?. 21 Organische Psychosen. 21 PrimÉre organische Psychosen. 22 SekundÉre organische Psychosen.. 22 Akute organische Psychosen. 22 Chronische organische Psychosen 22 Ursachen der organischen Psychose im Åberblick 23 Nicht-organische Psychosen 23 Affektive Psychosen 24 Posttraumatischreaktive Psychose.. 25 Die frçhkindliche Psychose.. 25 Die schizophrenen Psychosen Paranoide Schizophrenie.. 28 Hebephrene Schizophrenie.. 28 Katatone Schizophrenie.. 29 Schizophrenia simplex Drogenpsychose.. 30 Depressionen und Psychose 34 Diagnose einer Psychose Differenzialdiagnosen Die Diagnose und was jetzt? Leben mit einer Psychose Ursachen von Psychosen.. 43 Organische Psychosen. 43 Ursachen der Schizophrenie. 46 Umweltschadstoffe als eine Ursache von Psychosen.. 47 Amalgam und Psychosen. 49 Entgiftung StÑrungen des Neurotransmitterhaushaltes als Ursache 52 3

4 Behandlung. 53 Organische Psychose. 54 Nicht-organische Psychose.. 54 Neuroleptika. 55 Typische Antipsychotika 57 Atypische Antipsychotika.. 58 Sonstige Medikamente Klinikaufenthalt Psychoedukation Psychotherapie Kognitive Verhaltenstherapie.. 60 Soziotherapie.. 60 Familientherapie 60 Elektroschocktherapie (EKT) 61 Tiere als Therapie. 61 Nebenwirkungen der Medikamente.. 63 MÇdigkeit BewegungsstÑrungen.. 63 Gewichtsprobleme Nicht kontrollierbare KÑrperfunktionen Teilnahme am StraÜenverkehr Die héufigsten Nebenwirkungen im Åberblick Naturheilkunde. 66 Antroposophische Medizin Omega-3-FettsÉuren.. 70 HomÑopathie Stress und Stressreduzierung. 73 Muskelrelaxation nach Jacobson.. 74 Ordnungstherapie Duftende ále fçr`s Wohlbefinden.. 75 Farbtherapie Meditation Weg von den Drogen.. 80 Dem Leben eine Struktur geben 82 Familie das wertvolle Fundament. 83 Umgang der Mitmenschen mit einer Psychose.. 87 Soziale Kontakte. 89 Vorurteilen und Stigmatisierungen begegnen 91 ZurÇck ins neue alte Leben 93 Selbsthilfegruppen eine oft unterschétzte groüartige Hilfe 95 Psychosen vorbeugen. 96 RÇckfÉlle und Krisen verhindern 99 Prognose HÉufige Fragen Vorbereitung fçr Ihren Arzttermin 104 4

5 Vorwort Menschen mit einer Psychose sind vieles aber Sie sind weder faul noch dumm. Eine Psychose lésst auch keine RÇckschlÇsse auf die Intelligenz einer Person zu. Und entgegen der vorherrschenden Meinung haben Menschen mit Psychose keine gespaltene PersÑnlichkeit. Dennoch veréndert eine Psychose viele Leben, nicht nur das der Betroffenen, sondern auch das der AngehÑrigen und Freunde. Bis die Diagnose Psychose gestellt wird, liegt némlich meistens schon ein langer Leidensweg hinter der ganzen Familie. FÇr AuÜenstehende bedeutet eine Psychose eine Erkrankung, die Angst macht und unbegreiflich ist. Denn héufig benimmt sich der Betroffene so seltsam, dass man ihn gar nicht mehr wieder erkennt. Die Entfremdung wird im Laufe der Zeit immer grñüer. Aber auch die Situationen, die fçr alle Beteiligten so richtig peinlich sein kñnnen, treten immer Ñfter auf. Auch fçr den Betroffenen selbst ist die Psychose alles andere als eine erklérbare Krankheit. Er bemerkt selbst, dass er nicht mehr er selbst ist, sich sein Wesen in mancherlei Hinsicht vñllig veréndert hat, sodass er mitunter sogar Angst vor sich selbst bekommen kann. Ein groües Problem der Psychose ist es, dass diese Erkrankung nicht sichtbar ist. Es ist eben kein Beinbruch, den man mit einer Gipsschiene wieder in den Griff bekommt. Und es ist auch keine Grippe, die jeder kennt, und mit der man etwas anfangen kann. Sie ist eine riesige Herausforderung an den Betroffenen und seine AngehÑrigen. Denn verzweifelt ringen sie alle (gemeinsam) um die Gesundung. HÉufig geschieht dies quasi unter Ausschluss der áffentlichkeit, denn eine Psychose ist keine Krankheit, mit der man sich brçsten kñnnte. Nein, eine Psychose ist in unserer Leistungsgesellschaft eine Erkrankung mit einem gewaltigen Makel. Eine Krankheit, die am besten gar nicht stattfindet. Und erst recht nicht in der eigenen Familie. Und ist die Diagnose erst mal gefallen, muss man diese begreifen. Das gilt fçr den Betroffenen und die FamilienangehÑrigen gleichermaüen. So manche schwierige, aber auch peinliche Situation aus der Vergangenheit bekommt nach der Diagnosestellung plñtzlich eine andere Dimension, irgendwie auch einen Sinn. Denn Situationen werden erklérbar, aber deswegen nicht leichter ertragbar. Wer die Diagnose Psychose bekommt, wird zunéchst geschockt sein. Denn niemand mñchte als psychisch krank gelten oder gar zu den VerrÇckten 5

6 gehñren. Aber dennoch endlich gibt es eine ErklÉrung fçr das entrçckte Verhalten, das in der Vergangenheit héufig so befremdlich wirkte. Wie soll man als AngehÑriger auch wissen, was in dem Betroffenen vorgeht? Eie Diagnose kann tatséchlich eine Art Befreiungsschlag sein, weil man es bis dato vielleicht als ein Dilemma sah, mit solch einem merkwçrdigen, der Wirklichkeit entrçckten, Menschen leben zu mçssen. Ab dem Tag der Diagnose jedoch weiü man endlich, wo man dran ist. Man kennt die Ursache fçr das oft befremdlich wirkende Verhalten - das erleichtert vieles. Damit man mit der Psychose besser umgehen kann und die Krankheit versteht, muss man sich mit ihr auseinandersetzen. Man nennt dies in der Fachsprache Psychoedukation. Und ein Buch, in dem die Erkrankung von verschiedenen Aspekten her beleuchtet wird, in dem sich nicht die FremdwÑrter die Klinke in die Hand geben, ist in dieser Situation Gold wert. Ein Buch, das so versténdlich geschrieben ist, dass es jeder Betroffene und AngehÑrige sofort versteht. Denn auf schwer verdauliche FachausdrÇcke und psychiatrische Ausdrucksweisen wurde bewusst verzichtet. Die Rede ist von dem soeben erschienenen Buch Psychose Analyse und Therapie von Ursula Schnieder. In diesem Buch wurde ein komplexes Thema in einen unverzichtbaren Rat-geber verwandelt, der eine unbezahlbare Hilfestellung fçr jeden Betroffenen und AngehÑrigen darstellt. In diesem wertvollen Buch erhalten Sie viele Informationen und RatschlÉge zu dieser oftmals unterschétzten Krankheit. Sie bekommen wichtige Antworten zu vielen Ihrer Fragen, damit Sie erkennen, welchen Therapieweg Sie einschlagen kñnnen. Und auch, damit Sie die Ursache der Erkrankung herausfinden kñnnen. Denn wenn die Ursache erkannt wird, und diese womñglich behoben werden kann, erhñhen sich die Aussichten auf einen positiven Heilungserfolg héufig um ein Vielfaches. Das Buch von Ursula Schnieder ist fçr Betroffene und AngehÑrige gleichermaüen lesenswert. Es soll Ihnen eine wichtige Hilfestellung geben, die Angst vor der Krankheit nehmen und Mut machen får den Weg der Gesundung. Denn eines ist sicher: In vielen Fällen ist eine Psychose heilbar. 6

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