Schalltechnische Untersuchung Bebauungsplan Zaberfelder Weg in Zaberfeld

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1 Bebauungsplan Zaberfelder Weg in Zaberfeld INGENIEURBÜRO FÜR UMWELTAKUSTIK Projekt: 2108/b1-1. Juni 2017 Auftraggeber: Joachim Schaffer Schliffweg Zaberfeld BÜRO STUTTGART Schloßstraße Stuttgart Tel: 0711 / Fax: 0711 / Messstelle nach 29 BImSchG für Geräusche BÜRO FREIBURG Engelbergerstraße Freiburg i. Br. Tel: 0761 / Fax: 0761 / BÜRO DORTMUND Ruhrallee Dortmund Tel: 0231 / Fax: 0231 / Bearbeitung: Carolyn McQueen, M.Sc. THOMAS HEINE Dipl.-Ing.(FH) von der IHK Region Stuttgart ö.b.u.v. Sachverständiger für Schallimmissionsschutz Durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC akkreditiertes Prüflaboratorium. Die Akkreditierung gilt für die in der Urkunde aufgeführten Standorte und Prüfverfahren. AXEL JUD Dipl.-Geograph von der IHK Region Stuttgart ö.b.u.v. Sachverständiger für Schallimmissionen und Schallschutz im Städtebau

2 Zwischenbericht zur internen Abstimmung Ergebnisse der akustischen Belastung durch den Betrieb der Firma Schaffer im Bebauungsplangebiet Inhaltsverzeichnis 1 Aufgabenstellung Beurteilungsgrundlagen Geplanter Betrieb und Berechnungsgrundlagen Ergebnisse und Beurteilung... 6 Der Zwischenbericht umfasst 6 Seiten. Stuttgart, den 1. Juni 2017 Dipl.-Geogr. Axel Jud Carolyn McQueen, M.Sc. 2108/b

3 1 Aufgabenstellung Die Gemeinde Zaberfeld plant im Teilort Ochsenburg einen Bebauungsplan aufzustellen. Es soll ein Mischgebiet mit ca. 5 Bauplätzen ausgewiesen werden. In der Nachbarschaft des geplanten Mischgebiets befindet sich westlich ein ehemaliger Steinbruch mit Natursteinhandel. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens sind die Schallimmissionen, welche durch den angrenzenden Gewerbebetrieb auf die geplante Bebauung einwirken, zu ermitteln sowie ggf. Schallschutzmaßnahmen zu konzeptionieren und geeignete Festsetzungsvorschläge zu unterbreiten. Die Grundlage der Untersuchung ist die DIN ,2 und die Verwaltungsvorschrift Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) 3 mit dem Verfahren detaillierte Prognose. Die Vorbelastung durch andere Anlagen oder Betriebe wird nicht erhoben, es wird ein pauschaler Ansatz gewählt. Hinweis: Die Ergebnisse und die Grundlagen der Berechnungen werden in einem ausführlichen Untersuchungsbericht detailliert dargestellt. Der Detaillierungsgrad des vorliegenden Zwischenberichts genügt nicht den Anforderungen, wie sie i.d.r. im Genehmigungsverfahren gestellt werden, sondern dient als Zwischenbericht für die weitere Planung. 1 DIN Schallschutz im Städtebau - Lärmkarten; Kartenmäßige Darstellung von Schallimmissionen. 2 DIN Beiblatt 1 Schallschutz im Städtebau - Berechnungsverfahren; Schalltechnische Orientierung für städtebauliche Planung. Mai Sechste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm - TA Lärm) vom 26. August 1998 (GMBl Nr. 26/1998 S. 503). 2108/b

4 2 Beurteilungsgrundlagen Zur Beurteilung der schalltechnischen Situation werden grundsätzlich folgende Regelwerke angewendet: o o Die DIN ,2 wird in der Regel im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens angewendet und gilt für alle Lärmquellen. Die TA Lärm 3 gilt für Anlagen im Sinne des BImSchG. Die TA Lärm ist im Bebauungsplanverfahren zwar nicht bindend, es sollte jedoch im Rahmen der Abwägung geprüft werden, ob deren Anforderungen eingehalten werden können. Die Richtwerte der TA Lärm entsprechen weitestgehend den Orientierungswerten der DIN für Gewerbe. Durch die Berücksichtigung von Zuschlägen, z. B. für die Impulshaltigkeit und die Betrachtung der lautesten Nachtstunde, liegen die Anforderungen der TA Lärm über denen der DIN Für die Beurteilung der anlagenbezogenen Immissionen wird deshalb die TA Lärm angewendet. 1 DIN Schallschutz im Städtebau - Teil 1: Grundlagen und Hinweise für die Planung. Juli DIN Beiblatt 1 Schallschutz im Städtebau - Berechnungsverfahren; Schalltechnische Orientierung für städtebauliche Planung. Mai Sechste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm - TA Lärm) vom 26. August 1998 (GMBl Nr. 26/1998 S. 503). 2108/b

5 Gebietseinstufung und Schutzbedürftigkeit Die Schutzbedürftigkeit eines Gebietes ergibt sich in der Regel aus den Festsetzungen in den Bebauungsplänen. Der Schutzcharakter der geplanten Bebauung entspricht der eines Mischgebietes (MI) 1. Die Abbildungen 1 veranschaulicht das Bebauungsplangebiet. Abbildung 1 - Bebauungsplan Zaberfelder Weg - 2. Erweiterung 1 Bebauungsplan nach 13a und örtliche Bauvorschriften Zaberfelder Weg - 2. Erweiterung, Maßstab: 1:500, Stand: , Käser Ingenieure. 2108/b

6 3 Geplanter Betrieb und Berechnungsgrundlagen Östlich des geplanten Bebauungsplangebiets befindet sich ein Gewerbebetrieb für Natursteinhandel. Folgende Randbedingungen und Einwirkzeiten sind für die schalltechnische Beurteilung von Bedeutung: o Betriebszeit werktags maximal von 7 00 bis Uhr. o Es wird ein Innenpegel L I von 81,6 db(a) in der Werkstatt angesetzt. Die Schallabstrahlung der Maschinen in der Werkstatthalle wurde messtechnisch in 1 m Abstand erfasst 1. o Für den Zeitbereich der Entladung und Beladung werden die Hallentore für zwei Stunden jeweils als geöffnet berücksichtigt. o Da die genaue bauliche Ausführung des Betriebsgebäudes nicht bekannt ist, wurden der Berechnung folgende Schalldämmmaße der Bauteile zugrunde gelegt: Umfassungsbauteile (Fenster und Fassaden): Dach: Hallentor geschlossen: Hallentor offen: R W = 25 db R W = 30 db R W = 12 db R W = 0 db o Parken von fünf Pkw tags (10 Bewegungen pro Tag) auf dem Mitarbeiterparkplatz mit fünf Stellplätzen. o Parken von fünf Pkw tags (10 Bewegungen pro Tag) auf dem Kundenparkplatz mit zehn Stellplätzen. o An- und Abfahrt von insgesamt fünf Lkw (zwei Lkw für die Anlieferungen, zwei Lkw für den Containerwechsel sowie ein Lkw für den Warenausgang) und von einem Transporter ( Sprinterklasse ) pro Tag. o Rangiervorgänge von fünf Lkw mit Einsatz eines akustischen Rückfahrwarners (zwei Lkw für die Anlieferungen, zwei Lkw für den Containerwechsel sowie ein Lkw für den Warenausgang) und von einem Transporter ( Sprinterklasse ) pro Tag. o Einsatz eines Dieselstaplers während der Be- und Entladung von Waren tags für 2 Stunden im Bereich der Entladung und für 1 Stunde im Bereich des Warenausgangs. 1 Die Messung erfolgte am , mit einem geeichten und kalibrierten Messgerät der Genauigkeitsklasse 1, Typ: Norsonic-Tippkemper 140, S.Nr , Frequenzbewertung A, Zeitbewertung: fast. 2108/b

7 Abbildung 2 - Schallquellen des Natursteinhandels 2108/b

8 4 Ergebnisse und Beurteilung Anhand des Rechenmodells wurden die Beurteilungspegel durch den westlichen Betrieb (Natursteinhandel) ermittelt. Die Beurteilung erfolgt mit den Immissionsrichtwerten der TA Lärm 1. Die Farbabstufung der Karte wurde dabei so gewählt, dass ab den hellroten Farbtönen die Immissionsrichtwerte für Mischgebiete überschritten werden. Maßgebliche Schallquellen bilden der Dieselstapler sowie die Containerwechsel. Die Beurteilungspegel am Tag betragen bis 52 db(a) (IO 03). Die Immissionsrichtwerte der TA Lärm für Mischgebiete von tags 60 db(a)) werden eingehalten. Nachts findet kein Betrieb statt. Das Spitzenpegelkriterium der TA Lärm wird eingehalten. Aufgrund der Einhaltung der Immissionsrichtwerte sind keine Lärmschutzmaßnahmen notwendig. Abbildung 3 - Pegelverteilung Gewerbebetrieb tags, Rechenhöhe 4 m ü. Gel. 1 Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm), Sechste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz vom 26. August 1998 (GMBl S. 503). 2108/b