Klima und Wirtschaft Prolog

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1 Prolog Dass der Mensch an der Klimaschraube dreht, ist heute naturwissenschaftlich hinreichend belegt Welche sozio-ökonomische Folgen der durch uns verursachte Klimawandel zeigen wird, ist unsicher und wissenschaftlich weitgehend ungeklärt Gunter Stephan, Universität Bern 1

2 eine Überraschung für die Schweiz Λ-Temperatur ( o C pro Dekade) Welt Schweiz Weiterhin Zunahme der Niederschläge um 0.5-1% Gunter Stephan, Universität Bern 2

3 eine Überraschung für die Schweiz Direkte Schäden 2050: p.a.: 1-3 Mia CHF/1-1.5 % BIP Sektoren Tourismus Wasser-, Energiewirtschaft Land-, Forstwirtschaft Verkehrswirtschaft, Versicherungen Auswirkungen Wintertourismus Versorgungsengpässe Anpassung, Wetterextreme Schaden an Infrastruktur Anstieg Schadensfälle * bei C bis 2100 (vgl. Meier, 1998, OcCC, 2007) Gunter Stephan, Universität Bern 3

4 driving forces Faktor Weltbevölkerung Lebenserwartung Arbeitszeit pro Jahr ½ Individualmobilität protag GtC-Ausstross Energie Energieverbrauch Gunter Stephan, Universität Bern 4

5 die unsichtbare Hand Elementare Botschaft unter allen denkbaren ist der Markt ist der beste Allokationsmechanismus Hauptsatz der Wohlfahrtstheorie In einer Welt, in der alle Güter auf perfekten Märkten gehandelt werden, ist ein Marktgleichgewicht stets Pareto-optimal Gunter Stephan, Universität Bern 5

6 öffentliche Güter / common pool Klassifikation von Gütern GÜTERTYP KRITERIEN Rivalität bei Nutzung Private + + Öffentliche - - Common pool + - Ausschluss aus Nutzung Gunter Stephan, Universität Bern 6

7 öffentliche Güter / common pool Beispiele Ausschluss möglich Ausschluss nicht möglich Rivalität im Konsum Pizza Atmosphäre als Deponie Keine Rivalität im Konsum Radiohören (CH) Sonnenschein Gunter Stephan, Universität Bern 7

8 das Klima als common pool Kohlenstoffkreislauf Gunter Stephan, Universität Bern 8

9 Klimawandel und Marktversagen Nachfrage CO2 Konzentration Emissionen Vor 1750 nach Gunter Stephan, Universität Bern 9

10 die empirische Evidenz Gunter Stephan, Universität Bern 10

11 Perspektiven einer rationalen Politik Zukunft lässt sich vielfältig gestalten Investitionen in physischen Kapital Investitionen in Bildung (Human-Kapital) Investitionen in technischen Fortschritt Investitionen in Umweltqualität (Umwelt-Kapital) Gunter Stephan, Universität Bern 11

12 Perspektiven einer rationalen Politik Klimaschutz ist Zukunftsinvestition weil Mittel aber knapp sind, besteht aber Verwendungskonkurrenz Rationale Klimapolitik Bestimmt, wann, wo, in welchem Umfang Emissionen reduziert werden basiert auf Kosten - Nutzen - Betrachtung führt zu effizienten Lösungen Gunter Stephan, Universität Bern 12

13 Kosten Nutzen - Analyse Kosten/Nutzen Grenznutzen Grenzkosten CO2 Reduktion Gunter Stephan, Universität Bern 13

14 Instrumente der Klimapolitik Auf nationaler Ebene Gebote, Verbote, Vorschriften Lenkungsabgaben und Steuern Handelbare Emissionsrechte Auf internationaler Ebene Cap and Trade Vereinbarungen Technische und finanzielle Hilfe Gunter Stephan, Universität Bern 14

15 Cap and Trade Schritt 1 Vermeidungsziele (Auflagen) durch internationale Verhandlungen bestimmen und Emissionsrechte spezifizieren Schritt 2 Emissionsrechte Unterzeichnerstaaten zuweisen Schritt 3 Emissionsrechte handeln Gunter Stephan, Universität Bern 15

16 Cap and Trade Grenzkosten Rot Grenzkosten Blau Gesamtemissionen weltweit Gunter Stephan, Universität Bern 16

17 Cap and Trade No trade Global $ - trillion USA Europe MI China Annex I World Gunter Stephan, Universität Bern 17

18 warum Klimakonventionen? Klimaschutz Kann nur hinreichend werden, wenn viele Länder Massnahmen zur Reduktion von GHG Emissionen ergreifen Ist ein öffentliches Gut Ohne Bindung besteht ein Anreiz zum Trittbrettfahren Gunter Stephan, Universität Bern 18

19 Kyoto ein zahnloser Tiger GigaTons ROW Annex I BAU KYOTO BAU KYOTO Gunter Stephan, Universität Bern 19

20 Kyoto ein zahnloser Tiger Gunter Stephan index years Kyoto Switzerland Gunter Stephan, Universität Bern 20

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