Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken

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1 Projekt Cyber Defense Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken Cyberdefense Conference Swiss Crows & ISSS, 25. April 2012, Aarau, Gérald Vernez

2 Das Projekt in Kürze Auslöser : Vorfälle täglich + steigend. Vorstösse des Parlamentes + Auftrag des Bundesrates. Arbeitsgruppe aus Bund, Kantone, Wirtschaft : Workshops, Interviews, Benchmarking, Vernehmlassungen. 1. Termin am Ende 2011 verlängert um die Komplexität bei den Kantonen und der Wirtschaft noch detaillierter zu erfassen : Entscheid des Bundesrates über die SFU 13 Ämterkonsultation und Behandlung der Strategie im Bundesrat am Vor den Sommerferien: Planung der Konkretisierung und der Transition BR. 2

3 Politische Vorstösse Geschäft Nr. Titel Rechtssicherheit für Anbieter von Internetdienstleistungen Strafrechtliche Schritte gegen Cyberkriminalität Internetkriminalität Internetkriminalität. Aufstockung Kampf dem Terrorismus Nationale Strat. für die Bekämpfung Internetkriminalität Die Schweiz wirksamer gegen Cybercrime schützen Schaffung eines nationalen Kompetenzzentrums Mehr Rechtssicherheit bei Netzwerkkriminalität Sicherheit des Wirtschaftsstandortes Schweiz Rechtliche Verantwortlichkeit Internetprovider Effektivität und Effizienz im Bereich... Internetkriminalität Schutz vor Cyberangriffen Massnahmen gegen Cyberwar Leit- und Koordinationsstelle im Bereich der Cyber- Bedrohung MELANI für alle Effektivität und Effizienz im Bereich... Internetkriminalität 3

4 Auftrag des Bundesrates Der Bundesrat hat das VBS im Dezember 2010 beauftragt, eine Strategie gegen Cyber-Risiken zu erarbeiten. Sie muss Auskunft darüber geben: wie die Risikolage im Cyber-Bereich aussieht; wie der Bund und die Schweiz bzw. die Betreiber der kritischen Infrastrukturen dagegen gerüstet sind; wo die Mängel liegen und wie diese Mängel am effektivsten und effizientesten zu beheben wären. 4

5 Netzwerk ausserhalb Verwaltung (Auszug) Economiesuisse - Verband der Schweizer Unternehmen IKT Sektor Cisco Systems (Schweiz) CLUSIS - Association suisse de la sécurité de l'information Crypto AG Hewlett Packard Schweiz GRI - Groupement Romand de l'informatique IBM Schweiz AG ICT Switzerland ICT-SR - ICT Switzerland Suisse Romande ISSS Information Security Society Switzerland Microsoft Schweiz Omnisec AG NAGRA Kudelski Group RUAG Defense SPIK - Schweizer Polizei Informatik Kongress Swico - Der Wirtschaftverband für die Digitale Schweiz SI - Schweizer Informatik Gesellschaft SIMSA - Swiss Internet Industry Association Swiss ICT SWISS INFOSEC AG SARIT - Swiss Association for Research in Information Technology Thales Suisse SA Maschinensektor Swissmem Hochschulen ETHZ - Forschungsstelle für Sicherheitspolitik HEIG VD - Haute école d'ingénierie et de gestion (VD) Université de Lausanne (HEC) HTA Hochschule Technik und Architektur (LU) ILCE Institut de lutte contre la criminalité économique (NE) Telekom Sektor Asut - Schweizerischer Verband der Telekommunikation Swisscom AG Sunrise Communications AG Orange Communications SA UPC Cablecom Finanz- und Versicherungssektor SwissBanking - Schweizerische Bankiervereinigung UBS AG, Switzerland Credit suisse Swiss Re Ltd SVV - Schweizerischer Versicherungs-verband SIRM Swiss Association of Insurance + Risk Managers Energiesektor Swisselectric Swissgrid "VSE - Verband Schweiz. Elektrizitätsunternehmen" "VSG - Verband der Schweizerischen Gasindustrie " Schweizerische Erdölvereinigung Electrosuisse - Verband für Elektro-, Energie- und Informationstechnik SEV Verkehrssektor Skyguide - swiss air navigation services ltd Flughafen Zürich AG Swiss International Air Lines Ltd VöV - Verband öffentlicher Verkehr Logistiksektor Die Schweizerische Post GS1 Schweiz Gesundheitssektor Santésuisse Scienceindustries - Verband Chemie, Pharma, Biotech H+ Die Spitäler der Schweiz 5

6 Netzwerk Kantone SVS (Sicherheitsverbund Schweiz) KKJPD (Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren) KKPKS (Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz) EDK (Erziehungsdirektoren-Konferenz ) SKP (Schweizerische Kriminalprävention) KSBS (Konferenz der Strafverfolgungsbehörden Schweiz) EnDK (Energiedirektoren-Konferenz) CLAMPP (Conférence latine des directerus et directrices cantonaux des affaires militaires et de la protection de la population) 6

7 Allgemeine Lage in der Schweiz Mittel und Prozesse Durchhaltefähigkeit und Koordination Heterogenität Rechtliche Grundlagen Fachkräfte Expertise Ressourcen Bestehende Mittel Miliz Infrastrukturen 7

8 Cyber-Tendenzen Infrastrukturen Mobile Kommunikation, Mobiles Computing, Externalisierung, Virtualisierung, Internet of Things, Explosion des Bedarfes an Datenmanagement und Ressourcen. Geschwindigkeit (Time to Market ). Lebenstil ( Homo Cyberneticus ) e-government : e-voting, e-admin, e-taxes, e-identity, e-business : e-marketing, e-payment, e-banking, Social Networks. Gewalt Kriminalisierung (schwere / organisierte Kriminalität). Politisierung (Acktivismus, Terrorismus). Militarisierung. 8

9 Bedrohungen Kriminell Sicherheitspolitisch Betreiber kritischer Infrastrukturen Polizei ziv Recht Justiz Völkerrecht Nachrichtendienste Diplomatie Armee Weitere Ausgangslage und Umfeld des Projektes Komplexität der Antwort zu den Cyber-Risiken Relevanz Betroffene Bereiche Konflikt Terrorismus Sabotage Spionage Kriminalität Aktivismus Vandalismus Gefahren Vorfälle 9

10 Weitere Herausforderungen Die kleine Schweiz im global vernetzten Umfeld (Hightech / Finanzplatz / Universitäten / kritische Infrastrukturen). Neutralität. Föderalismus mit sieben Departementen, 26 Kantonen und vielen weiteren Akteuren. Kollision staatlicher Sicherheitsinteressen mit marktwirtschaftlichen und persönlichen Interessen. Kostenverteilung. Faktor Zeit. 10

11 Wie gravierend sind Cyber-Risiken Lagebeurteilung Anzahl, Natur und Motivation des Angreifers Anzahl, Natur, Komplexität und Effekte der Angriffe Anzahl, Natur und Komplexität der Auswirkungen Anzahl, Natur und Komplexität der Ziele Dauer des Angriffes und der Wiederherstellung der Lage Anzahl, Natur der Beteiligten / Verteidiger (cyber / nicht cyber) Normale Lage Krisenlage Ausserordentliche Lage 11

12 Wer ist von betroffen? INTERNATIONALES UMFELD Behörden (Bund und Kantone, grosse Gemeinde) Kritische Infrastrukturen Wirtschaft Bevölkerung 12

13 Die Strategie Ziele des Bundesrates Zugang zu den Chancen und Vorteilen, die der Cyber-Bereich für die Schweizer Wirtschaft und Bevölkerung mit sich bringt sicherstellen. Aber die Risiken müssen auch berücksichtigt werden. Folgende Ziele sollen mit der NSCYD erreicht werden (in allen Lagen): Bedrohungen und Gefahren im Cyber-Bereich frühzeitig erkennen und Vorsorgemassnahmen in Kooperation treffen; Resilienz von kritischen Infrastrukturen gegenüber Cyber- Attacken in Zusammenarbeit erhöhen; Voraussetzungen für eine wirksame Bekämpfung der Cyber- Kriminalität schaffen. 13

14 Kritikalität Eigenvertantw. Vereinbarung Pflicht Die Strategie Prinzipien der nationalen Strategie Integraler Ansatz Eigenverantwortung Zusammenarbeit (national und international) Informationsaustausch (inkl. ND) Transparenz und Vertrauen Subsidiarität Privatsphäre Wirtschaft Kontinuum Ein Einflugloch kann muss 14

15 Die Strategie Hauptprozesse gegen die Cyber-Risiken Das Richtige rechtzeitig wissen. ANTIZIPATION PRÄVENTION Die Anfälligkeit der Schweiz vor Cyber- Risiken reduzieren. Für Krisen vorbereitet sein. REAKTION Konsequenzen von Cyber-Risiken beheben und entgegen wirken. 15

16 Koordination Die Strategie Massnahmen Antizipation Prävention Reaktion A1: Analyse zukünftiger Cyber-Risiken A2: Analyse der Cyber-Bedrohung und Lagedarstellung A3: Erstellung einer Übersicht der Cyber-Verwundbarkeiten A4: Nachbereitung von Vorfällen P1: Reduktion der Anfälligkeit für Cyber-Risiken P2: Sensibilisierung P3: Vorbereitung auf Krisen R1: Krisenmanagement R2: Technisch-operative Vorfallanalyse R3: Abwehr von Cyber-Angriffen R4: Strafverfolgung 16

17 Kooperation mit dem Ausland Die Strategie Architektur Zusammenarbeit im Inland Strafverfolgung Bedrohungsanalyse und nachrichtendienstliche Fähigkeiten Koordination Technischoperative Fähigkeit Rechtsgrundlagen Schutz- und Vorsorgemassnahmen 17

18 Die Strategie Fazit Weiter warten und über Details und Kompetenzen streiten erhöht die Gefahr dass wir zu spät handeln. Der Bund ist nur eine der kritischen Infrastrukturen; die nationale Strategie kann sich nicht nur auf den Bund konzentrieren. Es bestehen grosse Erwartungen seitens der Wirtschaft und der Bevölkerung. Es geht um die Glaubwürdigkeit der Schweiz und des Staates. Die bestehenden Instrumente genügen für die heutige Bedrohungsintensität nicht immer; oft sind sie noch unbekannt oder unterdotiert. 18

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