Fachkräfte für die Schweiz k zwischen Wunschdenken und politischer Realität

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1 Fachkräfte für die Schweiz k zwischen Wunschdenken und politischer Realität Fachkräfte Modell F 11. Juni 2012, Hotel Central Plaza Zürich Dr. Sebastian Friess Mitglied der Direktion BBT

2 Aktualität: Zuwanderung & Demografie 2

3 Übersicht Analyse Fachkräftesituation: Demografische Entwicklung bringt grosse Herausforderungen. Fachkräftepotenziale: Freie und inaktive Potenziale in der Schweizer Erwerbsbevölkerung. Leitlinien + Ziele des EVD. Möglichkeiten und Grenzen: Über Aktivierung und Qualifizierung freie Potenziale ausschöpfen. 3

4 Demografische Herausforderung Total Quelle: BFS, SECO, eigene Berechnungen «Fachkräfte für die Schweiz 2011» EVD

5 Inländisches Arbeitskräftepotenzial: bereits sehr gut genutzt Quelle: BFS, BESTA Erwerbstätigenquoten Erwerbslosenquote Jahre Jahre Jahre Jahre Total Frauen Männer Total Total Total Schweiz Niederlande Norwegen Dänemark Schweden Österreich Deutschland UK EU Frankreich Italien

6 Erwerbstätigkeit in Vollzeit-Äquivalenten: Unterschiede sichtbar 100% 90% 93% 88% 80% 79% 70% 69% 65% 60% 50% 40% 40% mit Kindern ohne Kinder 30% 20% 10% 0% Frauen Männer Total Quelle: BFS, SAKE, eigene Auswertungen

7 Bildungsstand der Erwerbstätigen: Zunahme der Höherqualifizierung 70% 60% 52%: Sekundar II-Abschluss 50% 40% 32%: Tertiärabschluss 30% 20% 10% 0% %: kein Abschluss/ Sekundar I Erwerbstätige nach Bildungsstand Quelle: BSS & FAI

8 Fazit Analyse Verlässliche empirische Daten zu Fachkräfteknappheit schweizweit existierten bislang nicht. Aussagen zu Fachkräftemangel stützten sich i.d.r. auf einzelne Branchen und/oder Unternehmensbefragungen Aufgrund demografischer Entwicklung aber Handlungsbedarf: Freie Potenziale aktivieren Vorhandene Potenziale entwickeln 8

9 Übersicht Analyse Fachkräftesituation: Demografische Entwicklung bringt grosse Herausforderungen. Fachkräftepotenziale: Freie und inaktive Potenziale in der Schweizer Erwerbsbevölkerung. Leitlinien + Ziele des EVD. Möglichkeiten und Grenzen: Über Aktivierung und Qualifizierung freie Potenziale ausschöpfen. 9

10 Fachkräftepotenziale für die Schweiz: Jugendliche (- 24) Erwachsene (25+) ältere Personen (55+) Ausbildung Vollzeiterwerbstätige Teilzeiterwerbstätige Nichterwerbstätige Stellensuchende Quelle: BFS/SAKE, eigene Berechnungen, Illustration

11 Fachkräftepotenziale für die Schweiz: Nicht-erwerbstätige und erwerbslose Jugendliche (<25) Jugendliche (- 24) Erwachsene (25+) ältere Personen (55+) Ausbildung Vollzeiterwerbstätige Teilzeiterwerbstätige Nichterwerbstätige Stellensuchende

12 Fachkräftepotenziale für die Schweiz: Nicht-erwerbstätige Erwachsene ohne Sek II Abschluss (>25) Jugendliche (- 24) Erwachsene (25+) ältere Personen (55+) Ausbildung Vollzeiterwerbstätige Teilzeiterwerbstätige Nichterwerbstätige Stellensuchende

13 Fachkräftepotenziale für die Schweiz: Nicht- und Teilzeiterwerbstätige Erwachsene mit mindestens Sek II Abschluss (>25) Jugendliche (- 24) Erwachsene (25+) ältere Personen (55+) Ausbildung Vollzeiterwerbstätige Teilzeiterwerbstätige Nichterwerbstätige Stellensuchende

14 Fachkräftepotenziale für die Schweiz: Ältere Arbeitnehmende Jugendliche (- 24) Erwachsene (25+) ältere Personen (55+) Ausbildung Vollzeiterwerbstätige Teilzeiterwerbstätige Nichterwerbstätige Stellensuchende

15 Fachkräftepotenziale für die Schweiz: Höherqualifizierung der aktiven Erwerbsbevölkerung Jugendliche (- 24) Erwachsene (25+) ältere Personen (55+) Ausbildung Vollzeiterwerbstätige Teilzeiterwerbstätige Nichterwerbstätige Stellensuchende

16 Fachkräftepotenziale für die Schweiz: Zuwanderung von Fachkräften Jugendliche (- 24) Erwachsene (25+) ältere Personen (55+) Ausbildung Vollzeiterwerbstätige Teilzeiterwerbstätige Nichterwerbstätige Stellensuchende

17 Fachkräftepotenziale für die Schweiz: Berechnung von Arbeitskräftepotenzialen, 2009 Jugendliche Personen Jahre ältere Personen Total Jahre ohne SEK II mit SEK II Jahre 65+ Jahre Erwerbstätigenquote 91% 74% 90% 68% Vollzeit-Erwerbstätigenquote 81% 60% 75% 55% Vollzeitäquivalente Erwerbstätige (in 1'000) ' '806 Theoretisches Potenzial Vollzeiterwerbstätige (in 1'000) Ausschöpfung von 20%, Vollzeiterwerbstätige (in 1'000) Total Personen (in 1'000) '

18 Fachkräftepotenziale für die Schweiz: Berechnung von Arbeitskräftepotenzialen, 2009 Jugendliche Personen Jahre ältere Personen Total Jahre ohne SEK II mit SEK II Jahre 65+ Jahre Erwerbstätigenquote 91% 74% 90% 68% Vollzeit-Erwerbstätigenquote 81% 60% 75% 55% Vollzeitäquivalente Erwerbstätige (in 1'000) ' '806 Theoretisches Potenzial Vollzeiterwerbstätige (in 1'000) Ausschöpfung von 20%, Vollzeiterwerbstätige (in 1'000) Total Personen (in 1'000) '

19 Theoretische vs. reale Potenziale Zielvorgaben «Aktivierung» offen Ermöglichen oder fördern? Grundsatzdebatten Dringlichkeit? 19

20 Übersicht Analyse Fachkräftesituation: Demografische Entwicklung bringt grosse Herausforderungen. Fachkräftepotenziale: Freie und inaktive Potenziale in der Schweizer Erwerbsbevölkerung. Leitlinien + Ziele des EVD. Möglichkeiten und Grenzen: Über Aktivierung und Qualifizierung freie Potenziale ausschöpfen. 20

21 Leitlinien und Ziele Jugendliche (- 24) Erwachsene (25+) ältere Personen (55+) Jugendliche (- 24) Erwachsene (25+) ältere Personen (55+) Jugendliche (- 24) Erwachsene (25+) ältere Personen (55+) Ausbildung Ausbildung Ausbildung Vollzeiterwerbstätige Vollzeiterwerbstätige Vollzeiterwerbstätige Teilzeiterwerbstätige Teilzeiterwerbstätige Teilzeiterwerbstätige Nichterwerbstätige Nichterwerbstätige Nichterwerbstätige Stellensuchende Stellensuchende Stellensuchende Berufsbildung vor Arbeit 95% der Jugendlichen verfügen über einen Sek II Abschluss Jugendarbeitslosigkeit geht deutlich zurück Zahl der sozialhilfeempfangenden Jugendlichen nimmt ab Zuerst Arbeit, dann Bildung Erhöhung der Arbeitsmarktbeteiligung Nach- und Höher- Qualifizierung Anzahl erwerbslose und sozialhilfeempfangende Erwachsene und ihre erwerbsbiographischen Hintergründe kennen Erhöhung Beschäftigungsgrad Schaffung von Rahmenbedingungen für eine stärkere Arbeitsmarktbeteiligung Höherqualifizierung orientiert am Arbeitsmarktbedarf 21

22 Leitlinien und Ziele Jugendliche (- 24) Erwachsene (25+) ältere Personen (55+) Jugendliche (- 24) Erwachsene (25+) ältere Personen (55+) Jugendliche (- 24) Erwachsene (25+) ältere Personen (55+) Ausbildung Ausbildung Ausbildung Vollzeiterwerbstätige Vollzeiterwerbstätige Vollzeiterwerbstätige Teilzeiterwerbstätige Teilzeiterwerbstätige Teilzeiterwerbstätige Nichterwerbstätige Stellensuchende Nichterwerbstätige Stellensuchende Nichterwerbstätige Stellensuchende Chancen verbessern zur Erwerbstätigkeit im Alter Verbleib im Erwerbsleben bis ins reguläre Pensionsalter und darüber hinaus Alle Erwerbspersonen berufsbegleitend für den Arbeitsmarkt höherbilden Kontinuierliches Höherqualifizieren sicherstellen Zuerst Potentiale im Inland bestmöglich ausschöpfen. Zuwanderung als Ergänzung Gezielte Zuwanderung zur Deckung von Fachkräftelücken 22

23 Übersicht Analyse Fachkräftesituation: Demografische Entwicklung bringt grosse Herausforderungen. Fachkräftepotenziale: Freie und inaktive Potenziale in der Schweizer Erwerbsbevölkerung. Leitlinien + Ziele des EVD. Möglichkeiten und Grenzen: Über Aktivierung und Qualifizierung freie Potenziale ausschöpfen. 23

24 Verbesserte Arbeitsmarktbeteiligung (Vereinbarkeit) Familienexterne Kinderbetreuung: (u.a.) wichtigste Fortschritte in Betreuung und Betreuungseinrichtungen in den Kantonen und Städten kennen und transparent machen. Steuersystem: Negative Arbeitsanreize identifizieren ( EFD) Rolle der Kantone: Träger von Wissen, Heterogenität der Nachfrage 24

25 Höherqualifizierung orientiert am Arbeitsmarktbedarf Weiterbildung und Höherqualifizierung: Geeignete Formen kennen, damit Abschlüsse berufsbegleitend möglich. Anrechnung von Bildungsleistungen: Effizienz erreichen ohne Verlust Erwerbsbeteiligung. Schaffung Weiterbildungsgesetz: Höherqualifizierung für Erwerbstätige, die bereits Sek II-Abschluss haben. 25

26 Wo stehen wir aktuell? Sondierung mit den Kantonen Umsetzungsschwerpunkte anpassen an politische Möglichkeiten [Schwerpunkte 2012] Politische Mehrheitsverhältnisse? 26

27 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! k Tel 031 /

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