Nachhal&ge Nutzung natürlicher Ressourcen sozial und geisteswissenscha7liche Forschungslandscha7 in der Schweiz

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1 Schweizerische Akademische Gesellschaft für Umweltforschung und Ökologie Société Académique Suisse pour la Recherche Environnementale et l`ecologie Swiss Academic Society for Environmental Research and Ecology Nachhal&ge Nutzung natürlicher Ressourcen sozial und geisteswissenscha7liche Forschungslandscha7 in der Schweiz SAGW Tagung, Dr. Franziska Schmid Dr. Michael Stauffacher

2 Ablauf Ausgangslage Fragestellungen und Vorgehen Disziplinäre und insgtugonelle Verankerung ThemaGsche Schwerpunkte Folgerungen Desiderata für eine sozial und geisteswissenschakliche Ressourcenforschung

3 Ausgangslage Ressourceneffizienz, grüne WirtschaK, umweltverträgliche Technologien, nachhalgge Nutzung natürlicher Ressourcen,... Und welche Rolle spielen die Sozial und GeisteswissenschaKen? SAGW beaukragt SAGUF für eine Bestandesaufnahme

4 Fragestellungen Welche Schweizer InsGtuGonen, welche Disziplinen forschen mit welchen methodischen und theoregschen Ansätzen und Schwerpunkten zum Thema Ressourcen? Lassen sich Kompetenzzentren erkennen? In welchen InsGtuGonen wird die krigsche Masse erreicht und in welchen nicht? Welche Defizite und Desiderata zur Entwicklung der Forschung zu natürlichen Ressourcen und nachhalgger Ressourcennutzung bestehen in der Schweiz?

5 Forschungsgegenstand natürliche Ressourcen Unter natürlichen Ressourcen [...] sind vom Menschen genutzte oder nutzbare natürliche Stoffe und Energiearten zu verstehen. Sie umfassen als ExistenzmiAel menschlichen Lebens alle Bestände an Rohstoffen. (Haas und Schlesinger, 2007) knüpk an Deba[e um ökologische NachhalGgkeit an umweltökonomisches Konzept, das auch nagonal (Bundesamt für Umwelt) und internagonal (Millenium Ecosystem Assessment) verwendet wird anschlussfähig an technik und naturwissenschakliche Forschung

6 Vorgehen Suche nach Personen und InsGtuGonen, die zu natürlichen Ressourcen forschen in: Internet Datenbanken (ProClim, FORS, BAFU Datenbank Umweltgruppen Schweiz) Webseiten der Forschenden und InsGtuGonen Webumfrage bei sozial und geisteswissenschaklichen InsGtuten Universitäten, ETH Zürich und Lausanne, Forschungsanstalten

7 Disziplinäre und ins&tu&onelle Verankerung 155 Forschende idengfiziert: Lehrstuhlinhaber(innen), Professor(innen), Abteilungs und Gruppenleitende, auch Oberassistent(innen), Postdocs, Doktorierende Fachrichtungen: BrückenwissenschaKen stark vertreten, klassische SozialwissenschaKen kaum sichtbar

8 Disziplinäre und ins&tu&onelle Verankerung Ökonomie (33) Humangeographie (32) PoliGkwissenschaKen (23) Soziologie (12) RechtswissenschaKen (12) Geschichte (9) UmweltwissenschaKen (8) Psychologie (7) Anthropologie (6) Agrarökonomie (3) Philosophie (4) MedienwissenschaKen (1)

9 Disziplinäre und ins&tu&onelle Verankerung Forschende an über 60 InsGtuten der Schweizer Hochschulen Dominanz der ETH und Forschungsanstalten OrienGerung an vorgegebenen Themen und Begrifflichkeiten Natürliche Ressourcen wie Wald, Wasser und LandschaK auch Schwerpunkt der SozialwissenschaKler/innen Eigene sozial und geisteswissenschakliche InsGtute/ Abteilungen, z.b. InsGtut für Umweltentscheidungen (ETH), die Abteilung WirtschaKs und SozialwissenschaKen (WSL) oder Professur für Soziologie (ETH)

10 Disziplinäre und ins&tu&onelle Verankerung Wenige universitäre InsGtute, die explizit zu natürlichen Ressourcen forschen: Historisches InsGtut (Universität Bern) Sozialanthropologisches InsGtut (Universität Bern) Ethnologisches Seminar (Universität Luzern) InsGtut des PoliGques Territoriales et de l'environnement Humain (Universität Lausanne) InsGtut für WirtschaK und Ökologie (Universität St. Gallen)

11 Disziplinäre und ins&tu&onelle Verankerung An den Universitäten sind es v.a. Interfakultäre InsGtuGonen bzw. disziplinenübergreifende Programme Centre for Development and Environment (Universität Bern) Interfaktultäre KoordinaGonsstelle für Allgemeine Ökologie (Universität Bern) Fachbereich NachhalGgkeitsforschung (Universität Basel) NaGonaler Forschungsschwerpunkt Nord Süd

12 Thema&sche Schwerpunkte Umwelt und RessourcenpoliGk InternaGonale PoliGken und Strategien Ressourcen und Agrarökonomie InnovaGonen Historischer Umgang mit Natur bzw. natürlichen Ressourcen Umweltbewusstsein und verhalten Ökologische NachhalGgkeit in Unternehmen PoliGscher, sozialer, ökonomischer Kontext der Ressourcennutzung NachhalGge Entwicklung Transdisziplinäre Forschung, WissenschaKsphilosophie/Ethik

13 Thema&sche Schwerpunkte Keine eigentliche Schwerpunktbildung Ökonomische und poligsche Fragestellungen dominant (Steuerungsmechanismen, Rahmenbedingungen, Instrumente, Strategien), v.a. nagonale und internagonale Ebene betrachtet Grosse Anzahl Forschende beschäkigt sich mit poligschem, sozialem, ökonomischem Kontext der Ressourcennutzung von meist ruralen GesellschaKen in Ländern des Südens ( > Entwicklungsforschung); urbane Räume und GesellschaKen kaum untersucht Lücken: Rohstoffe/Bergbau, Abfall/Entsorgung, Biodiversität

14 Folgerungen: Stand der aktuellen sozial und geisteswissenscha7lichen Ressourcenforschung KriGsche Masse an den Universitäten und in den klassischen sozial und geisteswissenschaklichen Disziplinen nicht gegeben Mögliche Erklärungen Methodik der Bestandesaufnahme, teilweise werden andere Begrifflichkeiten als natürliche Ressourcen verwendet Geringe Grösse der universitären InsGtute, OrienGerung auf Fachdisziplin Universitäre Karriereprobleme Selbstverständnis als primär reflekgerend krigsche Beobachter/innen Haltung: problemoriengerte Forschung sei nicht wissenschaklich, wissenschakliche Beratung

15 Desiderata für Entwicklung einer integra&ven sozialund geisteswissenscha7lichen Ressourcenforschung ProblemlösungsperspekGve ist Grundbedingung für zukünkiges, langfrisgges menschliches Leben Sozial und GeisteswissenschaKler/innen sollen sich vermehrt akgv einbringen Vernetzung der Sozial und GeisteswissenschaKler(innen) für Sichtbarkeit und gemeinsame Forschungsprojekte integragve Forschung, zusammen mit den Natur und TechnikwissenschaKen und gemeinsam mit beteiligten wie betroffenen Akteuren

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