Schweizer. Familienunternehmen. Gefahr. Eine Analyse der Auswirkungen der Erbschaftssteuer- Initiative auf

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1 Schweizer Familienunternehmen in Gefahr Eine Analyse der Auswirkungen der Erbschaftssteuer- Initiative auf Familienunternehmen in der Schweiz

2 Referenten Dr. Urs Landolf Partner Autor der Studie Dr. Marcel Widrig Partner Autor der Studie

3 Agenda Seite 1 Ausgangslage 1 2 Resultate 5 3 Fazit 9

4 Ausgangslage 1

5 Ausgangslage Kernpunkte der Erbschaftssteuer-Initiative Abschaffung der kantonalen Erbschafts- und Schenkungssteuergesetze zugunsten einer bundesweiten Erbschafts- und Schenkungssteuer Einheitliche Steuer auf dem Nachlass von 20% bei einem generellen Freibetrag von 2 Mio. Franken Nur bei Weiterführung des Unternehmens durch die Erben während mindestens zehn Jahren: Reduzierter Steuersatz Zusätzlicher Freibetrag für Unternehmensanteile Ratenzahlung während maximal zehn Jahren Unsere Studie zeigt, welche Auswirkungen die Annahme der Erbschafts- und Schenkungssteuer-Initiative auf Schweizer Familienunternehmen hat. 2

6 Ausgangslage Datengrundlage Finanzkennzahlen von 123 Schweizer Familienunternehmen: Bilanz Erfolgsrechnung Mitarbeiterzahl Tätigkeitssektor 3

7 Ausgangslage Szenarienanlage Daten von 123 Schweizer Familienunternehmen 3 Szenarien 3 Methoden 2 Optionen 4 Techniken der Erbschaftssteuerhöhe (mit/ohne Entlastung) zur Ermittlung des Verkehrswerts zur Erwirtschaftung der Liquidität zur Bereitstellung der Liquidität Konkrete Auswirkungen auf Familienunternehmen 4

8 Resultate 5

9 Resultate Erbschaftssteuerbelastung: Standardfall Keine Weiterführung 10 Jahre, 20% Steuerlast, 2 Mio. Freibetrag Kleinunternehmen bis 50 MA ( 27) KMU bis 250 MA ( 86) Grossunternehmen 1949 Mitarbeiter Substanzverlust 31.7% des Eigenkapitals 23.7% des Eigenkapitals 27.4% % des Eigenkapitals Effektive Steuerlast 23.4% % des Unternehmenswerts 23.5% % des Unternehmenswerts 25.4% % des Unternehmenswerts Gewinnsteigerung über 10 Jahre Vorfinanzierung 29.1% Nachfinanzierung 21.7% Vorfinanzierung 33.1% Nachfinanzierung 25.3% Vorfinanzierung 39.3% Nachfinanzierung 31.0% Gewinnsteigerung unrealistisch! Ca. 30% endgültiger Eigenkapitalverlust durch Erbschaftssteuer! Bei anderen Bewertungsmethoden sind die Resultate viel höher, der Substanzverlust kann bis zu 50% des Eigenkapitals betragen. 6

10 Resultate Erbschaftssteuerbelastung: Entlastungsszenario 1 Weiterführung 10 Jahre, 10% Steuerlast, 10 Mio. Freibetrag Kleinunternehmen bis 50 MA ( 27) KMU bis 250 MA ( 86) Grossunternehmen 1949 Mitarbeiter Substanzverlust 7.0% des Eigenkapitals 7.1% des Eigenkapitals 11.9% des Eigenkapitals Effektive Steuerlast 10.9% % des Unternehmenswerts 11.0% % des Unternehmenswerts 11.3% % des Unternehmenswerts Gewinnsteigerung über 10 Jahre Vorfinanzierung 5.5% Nachfinanzierung 4.8% Vorfinanzierung 8.6% Nachfinanzierung 7.6% Vorfinanzierung 15.5% Nachfinanzierung 13.5% Drohende Steuerlast während Sperrfrist: Volle Steuer wird fällig, sofern das Unternehmen nicht 10 Jahre weitergeführt wird (Tod, Konkurs, etc.)! Vorsichtiger Unternehmer (Familie steht im Risiko) blockiert Mittel in Höhe der vollen Erbschaftssteuerschuld (vgl. Standardfall) während 10 Jahren. 7

11 Resultate Erbschaftssteuerbelastung: Entlastungsszenario 2 Weiterführung 10 Jahre, 5% Steuerlast, 22 Millionen Freibetrag Kleinunternehmen bis 50 MA ( 27) KMU bis 250 MA ( 86) Grossunternehmen 1949 Mitarbeiter Substanzverlust Drohende Steuerlast Drohende Steuerlast 5.6% des Eigenkapitals Effektive Steuerlast Drohende Steuerlast Drohende Steuerlast 5.6% - 5.8% des Unternehmenswerts Gewinnsteigerung über 10 Jahre Drohende Steuerlast Drohende Steuerlast Vorfinanzierung 6.8% Nachfinanzierung 6.3% Drohende Steuerlast während Sperrfrist: Volle Steuer wird fällig, sofern das Unternehmen nicht 10 Jahre weitergeführt wird (Tod, Konkurs, etc.)! Vorsichtiger Unternehmer (Familie steht im Risiko) blockiert Mittel in Höhe der vollen Erbschaftssteuerschuld (vgl. Standardfall) während 10 Jahren. 8

12 Fazit 9

13 Fazit Zentrale Erkenntnisse (I/II) Die Erbschaftssteuer fällt bei konservativer Bewertung ab 14 Mitarbeitern an, bei alternativen Bewertungen bereits ab 8 Mitarbeitern. Die Erbschaftssteuer vernichtet bis zu 50% des Eigenkapitals von Schweizer Familienunternehmen. Die steuerliche Gesamtbelastung beträgt 32% des Unternehmenswerts und nicht wie vorgesehen 20%. Wird ein Unternehmen nicht während mindestens 10 Jahren durch die Erben weitergeführt (Unfalltod, Konkurs, etc.), fällt nachträglich die volle Erbschaftssteuer an. Während der Weiterführungsfrist von zehn Jahren ist die volle Erbschaftssteuer lediglich aufgeschoben. Der vorsichtige Unternehmer bildet eine Reserve für dieses Risiko. Durch diese Mittelbindung fehlt Kapital für Investitionen und Arbeitsplätze gehen verloren. 10

14 Fazit Zentrale Erkenntnisse (II/II) Es ist offen, was der Gesetzgeber oder die Gerichte als «Weiterführung des Unternehmens durch die Erben» bestimmen werden. Bei enger Auslegung können nur wenige Familienunternehmen von Entlastungen profitieren. Bei Familienunternehmen mit mehreren Aktionären drohen im Erbfall Zwangsverkäufe der Unternehmensanteile. Bei Weiterführung eines Unternehmens führt die drohende Steuer während zehn Jahren zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Darlehensaufnahme. Schweizer Familienunternehmen erleiden durch die Zusatzbelastung und/oder Mittelblockade infolge der Erbschaftssteuer massive Wettbewerbsnachteile im Verhältnis zu Konzernen. Die Sperrfrist und ihre Mittelblockade lähmt Schweizer Familienunternehmen und gefährdet dadurch die KMU-Landschaft Schweiz. 11

15 Kontakte Dr. Urs Landolf Partner Telefon: PricewaterhouseCoopers AG Birchstrasse 160 CH-8050 Zurich Dr. Marcel Widrig Partner Telefon: PricewaterhouseCoopers AG Birchstrasse 160 CH-8050 Zurich

16 Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit This publication has been prepared for general guidance on matters of interest only, and does not constitute professional advice. You should not act upon the information contained in this publication without obtaining specific professional advice. No representation or warranty (express or implied) is given as to the accuracy or completeness of the information contained in this publication, and, to the extent permitted by law, PricewaterhouseCoopers AG, its members, employees and agents do not accept or assume any liability, responsibility or duty of care for any consequences of you or anyone else acting, or refraining to act, in reliance on the information contained in this publication or for any decision based on it All rights reserved. In this document, refers to PricewaterhouseCoopers AG which is a member firm of PricewaterhouseCoopers International Limited, each member firm of which is a separate legal entity.

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