Projekt Grünstadt Schweiz. Generalversammlung VSSG 22. August 2014 in Vernier

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1 Projekt Grünstadt Schweiz Generalversammlung VSSG 22. August 2014 in Vernier

2 Aufbau Idee Grünstadt Schweiz Überblick Stand der Projektarbeiten Zeitplan Arbeitspakete Feldforschung am Beispiel ZHAW Massnahmenkatalog (Struktur, Punkteverteilung, Bewertung) Beispiele Massnahmen im Detail Zertifizierungsprozess Weiteres Vorgehen 2

3 Idee Grünstadt Schweiz GRÜNSTADT SCHWEIZ orientiert sich am erfolgreichen Label Energiestadt Schweiz: GRÜNSTADT SCHWEIZ bietet eine breite Palette von Möglichkeiten wie Städte mit ihren Grünräumen nachhaltig umgehen können (Massnahmenkatalog). Städte müssen aus dieser breiten Palette eine gewisse Anzahl von Massnahmen umsetzen, um zertifiziert zu werden. Ein Vergleich unter den Städten animiert, zu einer kontinuierlichen Verbesserung (Umsetzung zusätzlicher Massnahmen). 3

4 Überblick zum Projektstand Projekt zeitlich im gesetzten Rahmen ;>Umsetzungsziel 2016 realistisch Projekt finanziell im gesetzten Rahmen Arbeitspakete Feldforschung: Engagement der Städte und erste Ergebnisse Stand Projektdokumentation: Massnahmenkatalog, Bewertung, Massnahmen und Zertifizierungsprozess im Entwurf Stand Aufbau Organisation und Label 4

5 Projektzeitplan Massnahmenkatalog Was? Wer? Jul 14 Aug 14 Sep 14 Okt 14 Nov 14 Dez Überarbeitung des Massnahmenkataloges Steuerungsgruppe Orientierung für Forschungsbeteiligte Projektgruppe 18.8 Präsentation an der Generalversammlung VSSG Vorstand Vernehmlassung zum Massnahmenkatalog Mitglieder VSSG Auswertung der Vernehmlassung Steuerungsgruppe Diskussion der Ergebnisse der Vernehmlassung Projektgruppe Überarbeitung des Massnahmenkataloges Steuerungsgruppe 5

6 Arbeitspakete Feldforschung Bsp. ZHAW Stadtbäume: Nachhaltiges Management Erhöhung der Lebensdauer Fokus: Fachgerechte Jungbaumpflege Standortgerechte Arten; und Sortenwahl Baumgrube, Substrat und begrünte Baumscheiben Bio;konforme Dünge;und Pflanzenschutzmittel Nützlingsförderung und ;einsatz Verkehrssicherheit Bild: ZHAW 6

7 Zertifizierungsstufen 7

8 Massnahmenkatalog Zusammenstellung von möglichen und sinnvollen Massnahmen aus dem Grünbereich Alle Städte sollen angesprochen werden Innovative Massnahmen, die nicht im Massnahmenkatalog vorgesehen sind, werden über zusätzliche Jocker;Punkte honoriert (5 freie Massnahmen)

9 Struktur Massnahmenkatalog 3 Prozesse, 10 Massnahmenpakete, 60 Massnahmen 9

10 Punkteverteilung 10

11 Überblick Massnahmenkatalog Kernprozesse Planung / Projektierung / Bau PPB1 Planung und Nutzung bei Grün- und Freiflächen PPB2 Grundsätze Planung und Bau PPB3 Baulicher Unterhalt, Sanierung PPB4 Pflanzenverwendung, Pflanzplanung PPB5 Grünflächen- und Baumkataster PPB6 Regelungen zu privaten / öffentlichen Projekten PPB7 Vorgaben bei Ausschreibungen zu öffentlichen Projekten PPB8 Planung von Be- / Entwässerung PPB9 Gartendenkmäler Pflege und Unterhalt PU1 Pflegekonzepte PU2 Umgang mit dem Boden PU3 Mechanisierung und Technikeinsatz PU4 Baumpflege PU5 Reinigung und Lauben PU6 Pflanzenernährung PU7 Pflanzenschutz PU8 Winterdienst PU9 Unkrautregulierung PU10 Bewässerung Produktion Pro1 Pro2 Pro3 Pro4 Pro5 Pro6 Pro7 Mechanisierung und Technikeinsatz Verwendung von Vermehrungsmaterial Substrat Pflanzenernährung Pflanzenschutz Unkrautregulierung Bewässerung Biodiversität Bio1 Bio2 Bio3 Bio4 Bio5 Bio6 Bio7 Bio8 Bio9 Erhebungen zur Biodiversität und Dokumentierung der Entwicklung Erhalten, vernetzen und schaffen neuer Lebensräume Lebensräume und Nischen an Gebäuden Festlegen von Vorrangflächen Biodiversität Einheimischen Pflanzen Umgang mit Altbäumen Bodenversiegelung Management Invasiver Neobioten Dachbegrünungen 11

12 Bewertung Produktion (Pro) Produktion max. Anzahl Punkte Pro1 Mechanisierung und Technikeinsatz 8 Pro2 Verwendung von Vermehrungsmaterial 6 Pro3 Substrat 8 für Gold für Silber Pro4 Pflanzenernährung Pro5 Pflanzenschutz Pro6 Unkrautregulierung 8 Pro7 Bewässerung 6 12

13 Bewertung Pflege und Unterhalt (PU) Pflege und Unterhalt max. Anzahl Punkte für Gold für Silber PU1 Pflegekonzepte PU2 Umgang mit dem Boden 10 PU3 Mechanisierung und Technikeinsatz 8 PU4 Baumpflege PU5 Reinigung und Lauben 8 PU6 Pflanzenernährung PU7 Pflanzenschutz 10 PU8 Winterdienst 6 PU9 Unkrautregulierung 10 PU10 Bewässerung 6 13

14 Pro4 Pflanzenernährung Massnahme: Die Stadt verwendet nachhaltige Düngungsmassnahmen (bedarfsgerecht, biokonforme Düngemittel, Vermeidung von Nährstoffauswaschung) und trifft Massnahmen für Aufbau und Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Ziel: Die Städte setzen bedarfsgerecht biokompatible Dünger ein und rapportieren diese in Form eines Düngemittelbuchs nach. Die Bodenfruchtbarkeit wird gefördert und erhalten (z.b. Humusaufbau). Ebenso werden Versalzung des Bodens, Auswaschungsgefahr und der Verbrauch von knappen Mitteln (Phosphor) minimiert. 14

15 max. Anzahl Punkte für Gold für Silber Pro4 Pflanzenernährung Bewertung: Es werden folgende Elemente bewertet. Die Bereiche Stellfläche/Tische im Gewächshaus und Freiland sowie die Bereiche bodengebundene Produktion im Gewächshaus und im Freiland können jeweils zusammen bewertet werden. Verwendung biokompatibler Düngemitteln Keine Versickerung von Nährlösungen Nährstoff und Humusversorgung (Ausnahme N) bevorzugt durch Kompost (unter Einhaltung der maximalen Menge gem. StoV) Bedarfsgerechte Düngergaben Anwendung angepasster Düngetechnik Keine erhöhten Salzgehalte im Boden (gemäss Bodenanalyse) 15

16 PU9 Unkrautregulierung Massnahme: Städte wenden präventive und alternative Methoden zur herbizidfreien Regulierung von Unkräutern an. Ziel: Unerwünschte Pflanzen werden mittels Anwendung eines toleranz; und nutzungsorientierten Unkrautmanagements geschwächt sowie deren Regeneration und Vermehrung verhindert. Eine durch die Unkrautregulierung entstehende Belastung und Gefährdung von anderen Lebewesen (Mensch, Flora und Fauna), Böden, Gewässer und Luft soll vermieden werden. Der Einsatz von chemisch; synthetischen Herbiziden wird reduziert. Stattdessen finden präventive und alternative Verfahren Anwendung. 16

17 PU9 Unkrautregulierung max. Anzahl Punkte 10 für Gold kein Minimum erforderlich für Silber kein Minimum erforderlich Bewertung: Einhaltung gesetzlicher Anforderungen Anwendung eines toleranz;und nutzungsorientierten Unkrautmanagements Kombination verschiedener manueller, mechanischer und thermischer Verfahren Umsetzung von präventiven Massnahmen zur Verhinderung des Unkrautaufkommens: Bodenvorbereitung, Zwischenbegrünung, Mulchung, Vegetationsschluss Anwendung umweltschonender Bekämpfungsmethoden Chemische Herbizide auf Vegetationsflächen werden nur in begründeten und schriftlich dokumentierten Ausnahmefällen punktuell als Einzelstockbehandlung ausgebracht. 17

18 PU9 Beispiel aus Vernier Mit warmem Schaum (Wasser und Pflanzenzucker) gegen unerwünschtes Beikraut in der Parkanlage der Mairiede Vernier (Rathaus). Heute Nachmittag Vorführung 18

19 Bio2 Erhalten, vernetzen und schaffen neuer Lebensräume Massnahme: Die Stadt verfügt über konkrete Massnahmen und Planungsinstrumenten (z.b. LEK) zur Erhaltung/Aufwertung/ Vergrösserung bestehender, bzw. zur Schaffung neuer (natürlichen/ naturnahen) Lebensräume für einheimische Pflanzen und Tierarten sowie zur Förderung ihrer Vielfalt. Grünanlagen werden möglichst durch Grünkorridore oder über Biotop;Trittsteine untereinander und mit dem Umland vernetzt. Ziel: Um die Biodiversität in den Städten zu fördern werden Quantität, Qualität, Strukturvielfalt und Vernetzung von Lebensräumen gefördert. 19

20 Bio2 Beispiel aus Vernier: Verger des Montagnais Neuer Lebensraum mit Blumenwiese, Eichenallee, Wildhecke, Hochstamm; Obstbäumen (Pro SpecieRara). Zusätzlich: Ernte durch Junge Erwachsene im Arbeitsprogramm, Most;Produktion im Behinderten Heim. 20

21 max. Anzahl Punkte für Gold für Silber Bio2 Erhalten, vernetzen und schaffen neuer Lebensräume Bewertung: Die Lebensräume auf Gemeindegebiet und ihre Vernetzung sind inventarisiert. Das Inventar gibt Auskunft über Standort, Fläche, Art des Lebensraumes, enthaltene Strukturen und Vernetzung, seltene Tier und Pflanzenarten sowie Informationen zur Pflege und Nutzungsintensität des Grünraumes. Die weiteren Instrumente enthalten Ziele im Einklang mit der Biodiversitätsstrategie Schweiz, konkrete Massnahmen und einen Umsetzungsplan. Wo möglich orientieren sich die Massnahmen an bewährten Systemen. Die Zuständigkeiten sind geregelt Die Umsetzung des Aktionsplans ist terminiert Die Finanzierung ist gesichert Monitoring und Dokumentation sind geregelt 21

22 Bio 2 Erhalten, vernetzen und schaffen neuer Lebensräume Der «Bois de la Grille» ist im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) eingetragen: Typische Waldgesellschaften und Trockenwiesen Präsentation heute Uhr Exkursion Freitag Uhr 22

23 Weitere Beispiele aus Vernier Nachhaltige Produktion und Bewässerung Bioproduktion (Pro3, Pro6) Kompostierbare Töpfe (L1) Wiederverwendbare Kulturplatten mit spezieller Waschanlage (L1) Bewässerung aus Dachwasser und geschlossener Wasserkreislauf (Pro7) PH;Messstation (Pro4) Präsentation heute Uhr 23

24 Weitere Beispiele aus Vernier Kommunikation gegen aussen KK 1 Zu beachten auf dem Weg zum Bois de la Grille 24

25 Weitere Beispiele aus Vernier Pick;Nick;Areal «Bois de la Grille»: Beispiel nutzungs; orientierte Planung, schonender Bau und nachhaltige Nutzung mit naturnahen Flächen PPB1 Exkursion Freitag Uhr 25

26 Weitere Beispiele aus Vernier Zwischennutzungen für brachliegende Flächen: Freie Massnahme F2 Präsentation heute Uhr 26

27 Zertifizierungsprozess (1) Re;Zertifizierung alle 4 Jahre 27

28 Zertifizierungsprozess (2) Zeitskala 28

29 Weiteres Vorgehen Separate Veranstaltung für interessierte Städte Termin: 30. Oktober 2014 Informationen auf der Homepage: Rückmeldungen der Städte bis: 3. Oktober

30 Kontakt GRÜNSTADT SCHWEIZ nateco AG Sissacherstrasse 20 CH;4460 Gelterkinden

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