Projekt Sensibilisierung der VermittlerInnen. Projektidee/Ziele Erste Erfahrungen

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1 Projekt Sensibilisierung der VermittlerInnen Projektidee/Ziele Erste Erfahrungen Auslöser Personen mit Lese-/Schreibschwierigkeiten schreiben sich nur sehr selten ohne jede Unterstützung/Ansporn von Drittpersonen für einen Nachholkurs Lesen und Schreiben ein. Es braucht: Schlüsselerlebnis/ Subjektive Notwendigkeit Vermittlung durch Drittperson 2 Colloque illettrisme 2009 A LeE 1

2 1.2. Ziele Enttabuisierung des Themas Illettrismus durch Information Schaffung eines Problembewusstseins bei möglichst vielen Vermittlergruppen. Steigerung der Ich-Betroffenheit. Die Vermittlergruppen erkennen Illettrismus-Betroffene und lernen konkrete Handlungsmöglichkeiten im Rahmen ihrer Vermittlerfunktion kennen. Möglichst viele Menschen mit Bedarf werden zum Besuch von Nachbildungskursen motiviert Zielpersonen Mögliche Vermittlerpersonen/-gruppen sind Menschen, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt sind, die Mühe mit Lesen und Schreiben haben. (z.b. BeraterInnen, Vorgesetzte, Personalverantwortliche etc.) Mögliche Berufsfelder: Gewerkschaften, Arbeitslosenvermittlung, Personalverantwortliche in Betrieben, Sozialdienste, Gesundheitswesen etc. 4 Colloque illettrisme 2009 A LeE 2

3 1.4. Unser Angebot Sensibilisierungsmodul Illettrismus; organisiert vom Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben, kostenlos Dauer: 3h Begrenzt auf die Regionen AG, BE, ZentralCH, TI Inhalt: Begriffliches, Abgrenzungen Ursachen Folgen anhand konkreter Alltagssituationen (mögliche Lebensläufe, Textproben) Probleme am Arbeitsplatz, Verheimlichungsstrategien Konkrete Möglichkeiten, das Problem anzusprechen Kurs- und Beratungsangebot Lesen und Schreiben in Ihrer Region Konkrete Umsetzung am Arbeitsplatz der Teilnehmenden Fragen/Evaluation Projektträger 1.6. Finanzierung Bundesamt für Berufsbildung und Technologie, BBT 6 Colloque illettrisme 2009 A LeE 3

4 2.1. Erste Schritte Erste Kontaktaufnahmen und Projektpräsentation Berufsberatung Ausbildung Pflegeassistenz Gewerkschaften Sozialarbeit Gesundheitswesen Personalverantwortliche Betrieb Häufige Erstreaktionen Sehr interessant. Gibt es aber bei uns nicht. / Ist mir bisher nicht begegnet. Ja, kennen wir. Aber nur bei MigrantInnen. Das sind Menschen, die Analphabeten sind, oder? Ah, ja der aktuelle Mister Schweiz hat das doch auch? Es betrifft unseren unmittelbaren Auftrag nicht. Es wäre zwar interessant, aber wir haben aus Zeitdruck andere Prioritäten 8 Colloque illettrisme 2009 A LeE 4

5 2.3. Vorgehen beim Erstkontakt Herstellung einer direkten Gesprächssituation 1. Telefon; 2. ½ h Präsentation des Angebots vor Ort Persönliche Auseinandersetzung anregen/ An Vorkenntnissen anknüpfen. Wie könnte die Problematik sich im aktuellen Umfeld konkret manifestieren? Was ist Illettrismus? Häufige Verwechslungen mit Analphabetismus Abgrenzung zu Sprachproblematik von MigrantInnen Breites Spektrum von Schwierigkeiten mit der Schriftlichkeit bei Betroffenen. Gute Lösungsmöglichkeiten bestehen! Zwischenerkenntnisse Erst das direkte Gespräch schafft den Zugang Der Informationsbedarf ist gross. Das Thema Illettrismus bisher eher schemenhaft bekannt (wenn überhaupt) Nachhaken und bedürfnisgerechte, direkte Information lohnen sich: Ah ja, jetzt wo Sie es sagen, kommt mir dazu eine Situation in den Sinn, die ich kürzlich erlebt habe Auf die Vielfältigkeit der Situationen hinweisen. Den/Die Illettrismus-Betroffene(n) gibt es nicht! Ressourcenprobleme (zeitl.) der Vermittlerpersonen bleiben ein Problem, mit dem wir leben müssen! 10 Colloque illettrisme 2009 A LeE 5

6 11 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 12 Colloque illettrisme 2009 A LeE 6

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