Überlegungen Aktivierung 50plus

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1 Überlegungen Aktivierung 50plus Warum geht es heute? Projektvorhaben Aktivierung 50plus in einem Workshop im Rahmen des Gesamtprojekts entstanden. Erste Projektentwicklung und Recherche, wie es funktionieren könnte. Heute: Ihre Erfahrungen/Ihre Mithilfe gefragt: Wie könnte so etwas bei uns in der Region funktionieren? 1

2 Ausgangssituation I Wir werden im Aichfeld immer älter. Bevölkerung Bezirk Judenburg % 16% 39% Bevölkerung Bezirk Judenburg % 0 bis 14 Jahre 15 bis 59 Jahre 60% 0 bis 14 Jahre 15 bis 59 Jahre 49% 60 Jahre und älter 60 Jahre und älter Prognosen: Landesstatistik Steiermark Ausgangssituation II Wir werden im Aichfeld immer weniger. Österreich/Steiermark wächst Westliche Obersteiermark schrumpft (Spitzenplatz in Österreich) rund minus 15 % in den nächsten 20 Jahren (ÖROK) Jeder fünfte Jugendliche aus der Region wird/möchte abwandern (SORA) 2

3 Ausgangssituation II Die drohende Abwärts-Spiralle (Beispiele Ostdeutschland): ein Mangel an geeigneten Arbeitsplätzen, eine beschleunigte Alterung da Jüngere fortziehen, leer stehende Geschäfte und Wohnungen, leere Gemeindekassen mit der Folge eines Abbaus von technischer und sozialer Infrastruktur Zugangschancen zu Arbeitsplätzen, Gesundheit, Bildung, moderner Kommunikations- und Infrastrukturtechnik und damit die Teilhabechancen am gesellschaftlichen Leben verringern sich für die Zurückgebliebenen in der Region. Ausgangssituation II Wir werden im Aichfeld immer weniger. Wir können es uns nicht leisten, auf die Erfahrungen, das Wissen und das Engagement der Generation 50plus zu verzichten. Im Gemeinwesen können immer weniger Aufgaben im sozialen, kulturellen, etc. Bereichen öffentlich abgedeckt werden. 3

4 Ausgangssituation III Das freiwillige Engagement der Generation 60plus ist in Österreich in den letzten Jahren zurückgegangen (50% auf 30%). Jene Generation, deren Anteil in der Gesamtbevölkerung massiv zunimmt. Freiwilliges Engagement hilft mit gebraucht zu werden Lebenssinn und freude zu vermitteln die Lebensqualität zu steigern gesund und fit zu bleiben Positive Effekte auf die Region. Zentrale Fragestellung Anteil 50plus in Bevölkerung wird immer größer Brauchen mehr freiwilliges Engagement im Aichfeld Freiwilliges Engagement vermittelt Sinn, hält gesund. Wie können wir im Aichfeld die Generation 50plus stärker aktivieren, ihr Lebenswissen, ihre Erfahrung und ihr Engagement in die Gemeinschaft stärker einzubringen? 4

5 Unsere Projektidee Wir brauchen Multikplikator/innen der Generation 50plus in der Region. die ihr Erfahrungswissen und Ressourcen in die Region einbringen wollen die dies gezielt können: Initiativen und Projekte planen und umsetzen (regionales Ausbildungsprogramm) die andere in ihrer Generation aktivieren können/mitziehen können (Schnellballeffekt) die etwas für die eigene Lebensqualität tun möchten Beispiel deutsches EFI-Programm seniortrainerin Erfahrungswissen für Initiativen Blockseminare für Menschen ab 55 Jahren zur Gruppenführung und professionelle Ideenumsetzung Ältere übernehmen Verantwortung in der Region Engagement für andere vermittelt Lebenssinn und freude seniortrainerinnen sind Unterstützer bestehender Initiativen und Initiatoren neuer Projekte 5

6 Beispiel Plan60 Österreichsiches Modellprojekt zum Thema Freiwilligenengagement von älteren Menschen in Wien Empowermentkurse ausgehend vom individuellen Erfahrungswissen dazu befähigt werden, eigene Ideen zu entwickeln und zu planen Umsetzung ehrenamtlich, mit Gleichaltrigen und in Kooperation mit selbst gewählten Institutionen. Fokus hier stark: Lebensqualität steigt durch Engagement, WHO: Active Ageing 6

7 Beispiel aktiv-plus Coaches Land Niederösterreich SeniorPartners ist eine Initiative des Landes Niederösterreich mit dem Ziel, das Wissen und Können der älteren Generation zu nutzen und weiter zu geben Aktiv-plus-Servicestelle/Aktiv-plus-Akademie/Service Freiwillige (dzt Vereine) Aktiv-plus-Coaches/SeniorPartners als Unterstützung von Freiwilligenorganisationen und initiativen als Initiatoren von neuen Projekten als allgemeine Unterstützer Vernetzer Koordinatoren von freiwilligem Engagement in den Gemeinden Beispiel aktiv-plus Coaches Land Niederösterreich Suche von Senioren und Ausbildung zu Aktiv-plus-Coaches, Ausarbeitung von Einsatzbereichen, Begleitung, Anerkennung/Wertschätzung, Öffentlichkeitsarbeit Aktiv-plus-Servicestelle/Aktiv-plus-Akademie/Service Freiwillige (dzt Vereine) Aktiv-plus-Coaches als Unterstützung von Freiwilligenorganisationen und initiativen als Initiatoren von neuen Projekten als allgemeiner Unterstützer Vernetzer Koordinator von freiwilligem Engagement in den Gemeinden 7

8 Beispiel Land Niederösterreich SeniorPartners: Gefragt, beliebt und gesucht. Egal was Sie können, Ihr Wissen wird gesucht, Ihre Erfahrung ist gefragt: von der Unterstützung in Vereinen und Organisationen bis hin zur Mitarbeit in Gemeinden, bei sozialen Einrichtungen, in der Familienhilfe, der Umwelt- oder Energieberatung,in Schulen, Kindergärten oder in der Erwachsenenbildung. Auch Handwerker und kleine Unternehmen, Dienstleistungsbetriebe oder karitative und gemeinnützige Institutionen freuen sich auf Ihren Beitrag. 8

9 Beispiel Land Niederösterreich SeniorPartners:Überall unverzichtbar und gerne gesehen. Wirtschaft -> Hilfe bei Unternehmensgründung, Betriebswirtschaftliche Unterstützung, Urlaubsvertretung & Telefondienst, Betriebswirtschaftliche & handwerkliche Unterstützung... Pädagogik -> Unterstützung bei Berufswahl, Nachmittagsbetreuung für Kinder, Erziehungspartnerschaft Organisationsunterstützung von Schikursen, Festen... Gemeinde -> Mitarbeit bei Veranstaltungen, Führungen, Ortsbildpflege, Organisation von Hilfs- und Servicediensten, Umwelt- & Energieberatung, Verkehrssicherheit Vereine -> Hobbybetreuung, Veranstaltungsorganisation, Essen auf Rädern, Einkaufs & Besuchsdienste Aushilfe bei Krankheit oder in Notfällen... Beispiel Land Niederösterreich SeniorPartners: Wer das Wertvollste verschenkt, bestimmt selbst die Menge. Darum entscheiden Sie als Senior-Partner selbst, wie lange, wo und in welcher Form Sie mithelfen möchten. Schließlich soll Ihnen Ihre Aufgabe ja auch Freude machen und Ihren Interessen entsprechen. Muße ohne Muss. Freiwillig und frei wählbar. 9

10 Ähnliches Modellprojekt im Aichfeld denkbar? Aktivierung durch Ausbildung von Multiplikator/innen Lehrgang I im Jahr 2009: der Generation 50plus aus der Region Ausbildung in Blöcken in der Region Beispiel für Inhalte: Projektmanagement, Kommunikationstraining, Konflikte lösen, Öffentlichkeitsarbeit, etc. Ein kleines Projekt im Rahmen der Ausbildung auch umsetzen (z. B. Besuchsdienst aufbauen/organisieren) anders, keinesfalls zu verschult, viel auf Erfahrungen basierend; klare Strukturen Ähnliches Modellprojekt im Aichfeld denkbar? Im Idealfall (2010) mehr als eine Lehrgangsgruppe viele ältere MultiplikatorInnen deren Engagement und Kompetenz in der Region dringend gebraucht und gut angenommen wird (ob in bestehenden Vereinen, Gemeinden oder in neuen Initiativen) Modellprojekt Aichfeld über das berichtet wird. 10

11 Zeit- und Arbeitsplan Derzeit Planungsphase Projektidee entwickeln, mögliche Förderungen ausfindig machen, erster Kostenplan, ähnliche Projekte recherchieren, etc. Experten der Region dazu befragen: Wie müsste das Konzept aussehen, dass es in der Region funktioniert? Projektkonzept fertig stellen, Finanzierung aufstellen Zeit- und Arbeitsplan Vorbereitungs- und Bewerbungsphase Ausbildung im Detail planen und organisieren Projekt-/Ausbildungsunterlagen publizieren Vorstellung des Projekts in der Öffentlichkeit Informationsabend für Vereine Pressekonferenz, mediale Bewebung persönliche Anschreiben und Kontakte 11

12 Zeit- und Arbeitsplan Durchführungsphase Februar bis Juni 2009: Start des Ausbildungsprogramms erster Jahrgang je Lehrgangsgruppe 10 bis 15 TeilnehmerInnen rund 70 bis 100 Stunden (auch z. B. regionale Exkursionen) und ein Mini-Projekt laufend Öffentlichkeitsarbeit (Anerkennung erfahren), ev. Vorteilskarte mit Ermäßigungen in der Region, Versicherungsschutz Zeit- und Arbeitsplan Abschlussphase erster Lehrgang Juli 2009: öffentliche Abschlussfeier (mit Medien) weitere Begleitung, laufenden weiteren Erfahrungsaustausch der Lehrgangsgruppe sicherstellen Evaluation/Bilanz ziehen: Was verändern? Zweiten Durchlauf planen, etc. 12

13 Was wir wollen den demografischen Wandel in unserer Region aktiv begegnen und gestalten Die Kompetenzen der Älteren nutzen erhalten weiterentwickeln Unsere Fragen, Ihre Einschätzungen Wie wird das Projekt in der Zielgruppe aufgenommen werden? Wird sich eine Lehrgangsgruppe finden? Wie müsste die Ausbildung gestaltet sein, damit es funktioniert? Kann mit der Unterstützung von Vereinen gerechnet werden? Wer könnte etwas dagegen haben? 13

14 Unsere Fragen an Sie Wie kann die Generation 50plus in der Region aktiviert werden? Welche Erfahrungen gibt es in den Vereinen damit? Was funktioniert? Was funktioniert nicht? Was sind Hemmnisse und Befürchtungen? Welche Aus- und Weiterbildungen gibt es in den jeweiligen Vereinen und Verbänden bereits? Wie werden diese angenommen? DANKE! 14

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