Landkreis Esslingen. Psychologische Beratungsstellen für Familie und Jugend Esslingen und Nürtingen. Jahresbericht 2006 Teil 1: Bindung

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1 Landkreis Esslingen Psychologische Beratungsstellen für Familie und Jugend Esslingen und Nürtingen Jahresbericht 2006 Teil 1: Bindung

2 Landkreis Esslingen Psychologische Beratungsstellen für Familie und Jugend des Landkreises Esslingen Jahresbericht 2006 Sichere frühkindliche Bindung Schutzfaktor einer gelingenden Entwicklung Psychologische Beratungsstellen für Familie und Jugend Nürtingen: Europastr. 40, Nürtingen Tel.: 0711/ , Fax: 0711/ Internet: Esslingen: Uhlandstr. 1, Esslingen Tel.: 0711/ , Fax: 0711/ Internet: 1

3 Sichere frühkindliche Bindung Schutzfaktor einer gelingenden Entwicklung Die Bedeutung früher Beziehungs- und Bindungserfahrungen Neben psychoanalytischen und in jüngerer Vergangenheit auch neurobiologischen Erkenntnissen weisen insbesondere die Befunde der empirischen Bindungsforschung auf die außerordentliche Bedeutung frühkindlicher Beziehungserfahrungen. Bindungsmuster der frühen Kindheit haben in vielfältiger Weise Einfluss auf die emotionale, soziale und auch kognitive Entwicklung, die Persönlichkeitsentwicklung und den gesamten Lebenslauf des Menschen, sie zeigen eine erstaunliche Stabilität bis ins Erwachsenenalter. Die Hirnforschung sieht in sicheren emotionalen Bindungen die wohl wichtigste Voraussetzung für eine optimale Hirnentwicklung und somit positive Entwicklung des Kindes. Umgekehrt haben ungünstige frühkindliche Beziehungserfahrungen einen negativen Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns und bergen damit die Gefahr beeinträchtigter psychosozialer Entwicklung. Die (neue) Aktualität der Bindungsforschung Bindungstheorie und empirische Bindungsforschung erfahren international seit mehr als zwanzig Jahren, seit einigen Jahren auch in Deutschland, eine zunehmende - manche sprechen von boomartiger - Beachtung; ihre Erkenntnisse finden u.a. Eingang in Entwicklungspsychologie, Pädagogik, Psychiatrie und klinische Psychologie, in Diagnostik und Psychotherapie u.a. in der Behandlung traumatisierter Erwachsener oder in der Paarberatung. Besondere Aktualität gewinnen bindungstheoretische Erkenntnisse derzeit durch ihre Praxisrelevanz für bindungsorientierte Präventionsansätze in der frühen Kindheit. Initiiert und gefördert durch Familienministerin von der Leyen und in Baden- 2

4 Württemberg durch die Landesregierung entstehen Initiativen, Projekte und Programme für Familien mit kleinen Kindern, besonders für Familien in belastenden, riskanten Lebenslagen. Hilfen und Angebote von Frühinterventionsprogrammen zielen im Allgemeinen darauf, eine gute frühkindliche Betreuung durch Förderung elterlicher Beziehungs- und Erziehungskompetenzen zu gewährleisten. Insbesondere soll der Aufbau einer positiven Eltern-Kind-Bindung in den ersten Lebensjahren des Kindes unterstützt werden. Von herausragender Bedeutung ist dabei der Befund der Bindungsforschung, dass die Entwicklung einer sicheren emotionalen frühkindlichen Bindung an seine Eltern einen bedeutenden Schutzfaktor für die weitere Entwicklung des Kindes darstellt. Langfristige Effekte früher Prävention ergeben sich aus der Tatsache, dass Bindungsmuster von einer Generation zur anderen weitergegeben werden, die Qualität der Bindung sich von der Eltern- auf die Kindergeneration gleichsam vererbt. Eine gute frühkindliche Versorgung in der Familie fördert somit die Chance einer guten Elternschaft in der nächsten Generation. John Bowlby ( ) und Mary Ainsworth ( ) die Eltern der Bindungstheorie Die Bindungstheorie wurde von dem britischen Psychiater und Psychoanalytiker John Bowlby in den 60er Jahren grundgelegt. Eine zentrale Aussage lautet, dass es ein biologisch verankertes System der Bindung gibt, das die Entwicklung der emotionalen Beziehung zwischen Mutter und Kind steuert. Von Bowlby und seiner Forschungsgruppe liegen umfangreiche theoretische und klinische Arbeiten über die Bedeutung frühkindlicher Bindung vor, die aufzeigen, wie Bindung sich entwickelt und wie sie das gesamte Leben hindurch Einstellungen und Verhaltensweisen, besonders in sozialen Beziehungen, beeinflusst. 3

5 Wichtige Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe um Bowlby war Mary Ainsworth, die in Längsschnittuntersuchungen und in verschiedenen Kulturen die Bindungsentwicklung von Säuglingen untersuchte. Sie hat neue Erkenntnisse darüber gewonnen, welche unterschiedlichen Bindungsmuster oder Bindungsstile existieren, wie und weshalb sich diese verschiedenen Muster herausbilden und wie sie die langfristige Entwicklung der Kinder beeinflussen. Ihr besonderer Verdienst liegt auch in der Entwicklung eines bis heute angewandten standardisierten Verfahrens, mit dem sich verschiedene Bindungsmuster, also wichtige qualitative Unterschiede in Eltern-Kind-Beziehungen, erfassen lassen. Mit diesem zwanzigminütigen Verfahren, der sog. Fremden Situation, werden Eltern-Kind-Interaktionen beobachtet bzw. auf Video aufgezeichnet. Die Kinder, zwölf bis achtzehn Monate alt, spielen in Anwesenheit ihrer Mutter in einem unbekannten Umfeld. Die Mutter verlässt jeweils kurz den Raum, es wird beobachtet, wie die Kinder mit den Trennungen von der Mutter umgehen und vor allem, wie sie auf Trost und Beruhigung reagieren, wenn die Mutter nach der Trennung zurückkommt. Das Bindungsbedürfnis ein angeborenes biologisches Grundbedürfnis Nach Bowlby verfügt der Mensch von Geburt an über ein biologisch angelegtes Bindungsbedürfnis, d.h. der menschliche Säugling hat das angeborene Bedürfnis, eine Bindung zu den Personen - in der Regel den Eltern - einzugehen, die ihn mit relativer Kontinuität und Regelmäßigkeit in der frühen Kindheit versorgen und betreuen. Bindung entwickelt sich in der Regel allmählich im Verlauf des ersten Lebensjahres und ist normalerweise fest begründet, wenn das Kind etwa ein Jahr alt ist. Das Bindungsverhalten des Säuglings ist darauf ausgerichtet, die Nähe zu seiner Mutter / Bezugsperson (wieder-)herzustellen und wird in erster Linie ausgelöst durch Gefühle der Unsicherheit, Angst, bei Unwohlsein oder Schmerz. Es sind primär Situationen, die für das Kind eine belastende, bedrohliche und Stress induzierende Wirkung haben wie beispielsweise die Trennung von der Mutter, das Alleinsein in einer fremden Umgebung oder die 4

6 Anwesenheit fremder Menschen. Nähe und Kontakt zur Mutter sollen Sicherheit, Schutz und Trost gewährleisten. Bindungspersonen dienen generell als Quelle emotionaler Sicherheit und externe Hilfe zur Regulation der Gefühle. Mit Blick auf das Interaktionsgeschehen zwischen Kind und Bezugsperson spricht Bowlby von Bindungssystem, das überlebenssichernde Funktion hat: dieses sieht Mutter und Säugling als Mitglieder in einem sich wechselseitig bedingenden und selbstregulierenden System. Es ist genetisch verankertes Motivationssystem, das nach der Geburt zwischen Säugling und Betreuungsperson, in gewisser Weise biologisch vorprogrammiert, aktiviert wird. Das Kind ist von Geburt an aktiver Beobachter sowie Interaktions- und Dialogpartner, der signalisiert, wann Bedürfnisse nach Nähe auftauchen und befriedigt werden wollen. Bindung und Bindungsverhalten Eine Bindung zwischen Säugling und Betreuungsperson besteht also nicht von Geburt an, sondern entwickelt sich erst im Laufe der ersten zwölf Lebensmonate. Der Säugling verfügt, wie gesagt, von Anfang an über bestimmte Verhaltensweisen, so seine Bewegungen, seine Mimik und besonders seine Lautäußerungen, die signalisieren, was er braucht. Diese Verhaltensweisen, die geeignet sind, Nähe und Kontakt zur Bezugsperson herzustellen, nennt man Bindungsverhaltensweisen, die je nach Alter anders aussehen. Besonders markante Bindungsverhaltensweisen der frühen Kindheit sind Weinen, Rufen, Jammern und Schreien, Protest bei Trennung oder Anklammern und Nachfolgen. Es ist notwendig, zwischen einer bestehenden Bindung zu einer Bezugsperson und offen gezeigtem Bindungsverhalten zu unterscheiden. Bindung als besondere Beziehung eines Kindes zu seinen Eltern bzw. primären Bezugspersonen ist nach Ainsworth in den Emotionen verankert und verbindet das Individuum mit anderen, besonderen Personen über Raum und Zeit hinweg. Demgegenüber wird Bindungsverhalten nur unter verunsichernden, belastenden oder bedrohlichen Situationen gezeigt. Je mehr das Kind die Nähe, Sicherheit und Unterstützung seiner Bindungsperson braucht, weil es krank, unglücklich oder einsam ist, um so mehr und deutlicher lässt sich Bindungsverhalten beobachten. Ein kleines Kind, dass sich in Anwesenheit der Mutter zufrieden und konzentriert mit seinem Spiel beschäftigt, hat keinen Anlass, Bindungsverhalten zu zeigen, die Bindung an seine Mutter besteht trotzdem. Die Abwesenheit von Bindungsverhalten 5

7 bedeutet daher nicht Abwesenheit von Bindung. Um eine bestehende Bindung beobachten zu können, gilt eine unfreiwillige Trennung von der Bindungsperson als sicherster Testfall zur Prüfung von Bindungen. Hierarchie der Bindungspersonen Der Säugling entwickelt im Verlauf des ersten Lebensjahres eine Hierarchie von Bindungen an verschiedene Bezugspersonen, die je nach Grad der erlebten Verunsicherung und Angst in einer bestimmten Reihenfolge als Trostquelle in Frage kommen. Meist ist die Mutter die primäre Bezugsperson oder Hauptbindungsperson; ist diese bei drohender Gefahr nicht anwesend oder wird das Kind von ihr getrennt, reagiert es mit Kummer, Weinen und Protest und begibt sich je nach Alter aktiv auf die Suche nach ihr. Je schlechter es einem Kind geht, umso mehr sucht es die Nähe der Hauptbindungsperson. Je größer der Schmerz oder die Angst, desto eindringlicher und kompromissloser wird das Kind auf der Anwesenheit der primären Bindungsperson bestehen. Steht diese nicht zur Verfügung, können einstweilen auch nachrangige Bezugspersonen emotionale Unterstützung anbieten, aber das Kind wird sich durch sie nur schwer trösten lassen. Bindung und Exploration Neben einem sicheren Hafen, den man anlaufen kann, wenn man ängstlich, unglücklich und verunsichert ist, bedeutet Bindung auch, dass die Bindungsperson als sichere Basis zur Verfügung steht, von der aus der Aufbruch ins Leben gewagt und die Welt erobert werden kann. Dem Bedürfnis nach Bindung steht von Anfang an das Bedürfnis, die Welt um sich herum zu erforschen, gegenüber. Das sog. Explorationssystem gilt als ein zweites, ebenfalls genetisch angelegtes Motivationssystem, das dann aktiviert wird, wenn das Bindungsbedürfnis befriedigt ist. Der Säugling kann seine Umwelt erst dann neugierig und interessiert erkunden, wenn sein Bedürfnis nach emotionaler Sicherheit und Zuwendung befriedigt ist. Steht die Mutter bzw. Bindungsperson als emotionale Basis zur Verfügung, kann er sich von ihr mehr oder weniger weit entfernen und auch eine gewisse Anspannung und Beunruhigung aushalten. Werden jedoch Distanz oder angstmachende Erfahrungen zu groß, schränken sich die Explorationswünsche zunehmend ein und das Bindungssystem wird wieder aktiv. 6

8 Damit der Säugling sich selbstwirksam und handelnd erfahren kann, ist es wichtig, dass die Bindungsperson ihm Initiative und Steuerung von Bindungs- und Explorationsverhalten, von Nähe und Distanz zu ihr, jeweils überlässt. Obwohl Bindungsbedürfnisse und Explorationswünsche entgegengesetzten Motivationen entspringen, stehen sie wechselseitig zueinander in Abhängigkeit. Sie stehen zueinander in einem dynamischen Gleichgewicht. Es bietet sich das Bild einer Wippe oder Waage an: je stärker das Bindungssystem aktiviert ist, desto weniger Explorationsverhalten ist vorhanden und umgekehrt. Das Ziel besteht in einer angemessenen Ausbalancierung dieser beiden wichtigen Bedürfnissysteme. Aus anderer Perspektive und aus Sicht der Bezugsperson formuliert geht es um die Unterstützung von Autonomie im Rahmen einer Sicherheit spendenden Beziehung. Elterliche Feinfühligkeit und Bindungsqualität - nach Ainsworth Wie beschrieben entwickelt jedes Kind in der Regel im Verlauf des ersten Lebensjahres eine Bindung an seine Hauptbezugsperson(en). Abhängig von der Art der gesammelten Interaktionserfahrungen innerhalb dieser Beziehungen zeigen sich bedeutsame Unterschiede in der Qualität der Bindung, bereits mit einem Jahr sind qualitativ unterschiedliche Bindungsmuster zuverlässig erkennbar. In ihren Forschungen konnte Ainsworth einen Zusammenhang zwischen dem Pflegeverhalten der Bezugsperson und der Bindungssicherheit der Kinder feststellen. Die Feinfühligkeit der Betreuungsperson bildet hierbei die wesentliche Determinante und Grundlage für die Qualität der Bindung, die der Säugling entwickelt, d.h. die elterliche Feinfühligkeit entscheidet damit als wesentliche Variable über Bindungssicherheit oder -unsicherheit des Kindes. (Spätere Autoren haben diese Aussage relativiert, da auch andere Faktoren für die Qualität der Beziehung maßgeblich sind.) 7

9 Ainsworth (1977) hat in vier Punkten charakteristische Kompetenzen und Verhaltensweisen einer feinfühligen Bezugsperson beschrieben: Die Mutter ist in der Lage, die kindlichen Signale mit größter Aufmerksamkeit wahrzunehmen. Verzögerungen in ihrer Wahrnehmung können durch äußere oder innere Beschäftigung mit eigenen Bedürfnissen und Befindlichkeiten entstehen. Sie muss die Signale aus der Perspektive des Säuglings richtig deuten, verstehen, etwa das Weinen des Kindes in seiner Bedeutung entschlüsseln (Weinen wegen Hunger, Unwohlsein, Schmerzen, Langeweile). Dabei besteht die Gefahr, dass die Signale des Säuglings durch die eigenen Bedürfnisse sowie die Projektionen dieser Bedürfnisse auf das Kind verzerrt oder falsch interpretiert werden. Sie muss angemessen auf die Signale reagieren, also etwa die richtige Dosierung der Nahrungsmenge herausfinden, eher beruhigen oder Spielanreize bieten, ohne durch Über- oder Unterstimulation die Mutter-Kind- Interaktion zu erschweren. Die Reaktion muss prompt, also innerhalb einer für das Kind noch tolerablen Frustrationszeit erfolgen. So ist die Zeitspanne, in der ein Säugling auf das Gestilltwerden warten kann, in den ersten Wochen sehr kurz, wird aber im Laufe des ersten Lebensjahres immer länger. Kurz zusammengefasst zeigt sich feinfühliges Verhalten der Bezugsperson in ihrer Fähigkeit, die Signale des Kindes wahrzunehmen, sie richtig zu interpretieren und sie auch angemessen und prompt zu befriedigen. Die Bezugsperson muss in der Lage sein, sich in den psychischen Zustand des Kindes hineinzuversetzen, schon Signale beginnender Belastung wahrzunehmen und dem Kind zu helfen, seinen psychophysiologischen Mangelzustand zu regulieren, auszugleichen oder zu lindern. Dies weist auf einen komplexen und komplizierten Interaktionsprozess zwischen Mutter und Kind hin, der auf den verschiedenen Ebenen gelingen oder misslingen kann, zumal auch jedes Kind über jeweils individuelle Signale in Interaktion tritt. Fehlinterpretationen kindlicher Signale und Bedürfnisse können zu einem Teufelskreis wechselseitiger Enttäuschung und Frustration bzw. zu einer negativen Gegenseitigkeit und damit zu negativen Interaktionsverläufen führen. 8

10 Bindungsmuster Klassifikation der kindlichen Bindungsqualität Wie beschrieben sind Bindungsmuster Resultat bestimmter Eltern-Kind-Interaktionen bzw. Bindungserfahrungen des Kindes mit engen Bezugspersonen. Diese Bindungsmuster gelten als kindliche Anpassungsstrategien an das mehr oder weniger feinfühlige Fürsorgeverhalten der Bindungsperson; sie werden als Strategien im Umgang mit Belastung und emotionaler Verunsicherung manifest. In der erwähnten standardisierten Versuchsanordnung, der Fremden Situation, konnte Ainsworth verschiedene Typen von Bindungsverhalten beobachten. Ainsworth unterschied je nach Bindungsqualität: - sicher gebundene Kinder - unsicher- vermeidend gebundene Kinder - unsicher- ambivalent gebundene Kinder Diese Typisierung ließ sich bei späteren Versuchen bestätigen, wurde allerdings in weiteren Untersuchungen durch eine vierte Kategorie ergänzt (s.u.). Sicher gebundene Kinder Sicher gebundene Kinder reagieren in der Fremden Situation auf eine Trennung von der Mutter mit deutlichem Bindungsverhalten, indem sie nach der Mutter rufen und versuchen, ihr nachzulaufen, weinen und deutliche Zeichen emotionaler Belastung zeigen. Kommt die Mutter zurück, reagieren sie erfreut; möchten auf den Arm genommen und getröstet werden; sie lassen sich nach kurzer Zeit wieder beruhigen und können ihr Spiel- und Explorationsverhalten wieder aufnehmen. Sicher gebundene Kinder haben die Erfahrung gemacht, dass ihre Bindungsperson ihre Gefühle und Bedürfnisse feinfühlig wahrnimmt, auf sie eingeht und dass sie als sicherer Hafen in Anspruch genommen werden kann, wenn es ihnen schlecht geht. Bei Irritation, ängstlicher Anspannung und Verunsicherung können sie Halt, Trost 9

11 und Geborgenheit erwarten. Macht ein Kind verlässlich die Erfahrung, dass seine Bezugsperson seine Bedürfnisse sensibel beantwortet, lernt es zu vertrauen, dass die Bezugsperson bei Bedarf zur Verfügung steht. Außerdem entwickelt es Zutrauen in die eigene Kompetenz, durch sein Verhalten das Verhalten der Bezugsperson beeinflussen und deren Zuwendung und Unterstützung auslösen zu können, d.h. es macht eine frühe Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Unsicher - vermeidend gebundene Kinder Unsicher - vermeidend gebundene Kinder zeigen in der oben beschriebenen Versuchsanordnung von Ainsworth bei einer Trennung kein deutliches Bindungsverhalten. Sie reagieren erstaunlich unabhängig und selbständig und spielen scheinbar konzentriert weiter, als würden sie das Weggehen der Mutter gar nicht realisieren. Manchmal lässt sich allerdings erkennen, dass sie der Mutter mit den Augen folgen, wenn diese den Raum verlässt. Kommt die Mutter zurück, reagieren sie eher ablehnend und suchen weder körperliche Nähe noch Trost. Psychophysiologische Messungen deuten allerdings auf eine erhebliche Stressbelastung der Kinder in dieser Trennungssituation: Auch wenn sie nach Außen hin kein Bindungsverhalten zeigen, machen erhöhte Herzfrequenz und erhöhter Cortisol-Spiegel ihre emotionale Verunsicherung und Belastung sichtbar. Die Kinder dieses Bindungstyps haben die Erfahrung gemacht, dass die Bezugsperson wenig feinfühlig auf ihr Bindungsverhalten reagiert. Wenn sie sich ängstlich, verunsichert oder bedroht fühlen und sie emotionale Unterstützung und körperliche Nähe der Mutter suchen, werden sie mit ihren Bedürfnissen nicht wahrgenommen, sondern eher ignoriert oder gar abgelehnt und zurückgewiesen. Diese Kinder äußern in der Regel ihre Wünsche nach Nähe oder Körperkontakt kaum, da sie die Erfahrung gemacht haben, dass eine positive Antwort eher nicht zu erwarten ist. Unsicher - ambivalent gebundene Kinder Am deutlichsten mit Stress reagieren unsicher-ambivalent gebundene Kinder auf eine Trennung: Ihr Bindungsverhalten äußert sich in heftigem Weinen und Protest; sie lassen sich nach der Rückkehr der Mutter kaum von ihr beruhigen und brauchen viel Zeit, bis sich ihr emotionaler Zustand wieder stabilisiert hat. Es fällt ihnen schwer, sich wieder auf ihr Spiel einzulassen: 10

12 Ihr Verhalten spiegelt Ambivalenz, einerseits suchen sie Nähe und Körperkontakt, indem sie sich z.b. verzweifelt an die Mutter anklammern, andererseits zeigen sie aktiven Körperwiderstand in aggressiven Verhaltensweisen wie Schlagen, Treten, Stoßen oder Sichabwenden. Ein unsicher-ambivalentes Bindungsstil entsteht bei inkonsistentem Fürsorgeverhalten der Bezugsperson. Die Bezugsperson ist unbeständig in ihrer Aufmerksamkeit und Ansprechbarkeit, manchmal geht sie zuverlässig und feinfühlig auf die Signale des Kindes ein, dann wieder ist sie zurückweisend und ablehnend oder es kommt zu einem Wechsel zwischen Verwöhnung oder Überstimulation und großer frustrierender Versagung. Verständlich wird, dass diese Kinder oft schon bei der kleinsten Trennung oder sonstigen Belastung mit heftigen Emotionen reagieren, da sie kein Vertrauen in die verlässliche Verfügbarkeit der Bezugsperson und die Vorhersagbarkeit ihres Verhaltens entwickeln konnten. Der Zusammenhang zwischen Bindungsqualität und feinfühligem Fürsorgeverhalten lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Der Säugling entwickelt eher eine sichere Bindung an die Bezugsperson, die seine Bedürfnisse zuverlässig und feinfühlig wahrnimmt und beantwortet. Werden dagegen die Bedürfnisse in den Interaktionen mit der Bezugsperson gar nicht, nur unzureichend oder inkonsistent beantwortet, entwickelt sich eher eine unsichere Bindung. Eine unsichere Bindung zeigt sich darin, dass das Kind ablehnend oder ambivalent auf die primäre Bindungsperson und ihr Angebot an Trost, Nähe oder Kontakt reagiert. Die Bezugsperson steht weder als sicherer Hafen noch als sichere Basis in zuverlässiger und ausreichender Weise zur Verfügung, so dass auch das Explorationsverhalten des Kindes eingeschränkt ist. Kinder mit desorganisiertem Verhaltensmuster und hochunsicherer Bindung In anderen Studien fiel eine weitere Gruppe von Kindern auf, die keiner der drei oben beschriebenen Kategorien zugeordnet werden konnte (Main& Solomon, 1986). In der fremden Situation zeigten diese Kinder typische Besonderheiten des Verhaltens, das als unsicher- desorganisiert und unsicher - desorientiert beschrieben wurde. Charakteristisch waren sich widersprechende Verhaltensweisen wie Schwanken zwischen Nähe und Exploration oder ein rasch wechselndes desorganisiertes 11

13 Annäherungs- und Vermeidungsverhalten. Bei der Wiedervereinigung mit der Mutter wandten sie beispielweise ihr Gesicht ängstlich ab. Sie reagierten unvermittelt wie erstarrt und führten begonnenes Verhalten nicht zu Ende. Diese Kinder sind offenbar in einem unlösbaren Konflikt gefangen: da ihre Bindungsperson, bei der sie Nähe und Schutz suchen, gleichzeitig offenbar die ist, die Angst auslöst, kollabieren ihre Verhaltensstrategien in der oben beschriebenen Weise. Das Risiko der Entwicklung hochunsicherer Bindungen bei Kindern wurde bei unterschiedlichen Stichproben gefunden: Zum einen fand man überzufällig häufig hochunsichere Bindungen bei Kindern von Eltern, die ungelöste traumatische Erfahrungen wie Vernachlässigung, Misshandlung, Missbrauch oder schwere Verlusterlebnisse in ihrer Kindheit erlebt hatten. Unverarbeitete Traumata der Eltern können durch das kindliche Verhalten wieder aktiviert werden und dazu führen, dass die Eltern ihrerseits die eigenen Erlebnisse, etwa von Gewalt und Missbrauch, mit ihren Kindern wiederholen. Über Generationen hinweg können so ungelöste traumatische Erfahrungen weitergegeben werden, die zu Bindungsdesorganisation und Bindungsstörungen bei der jeweiligen Kindergeneration führen. Auf der anderen Seite findet sich ein hohes Risiko der Entwicklung hochunsicherer Bindungen bei Kindern aus psychosozial belasteten Familien. Besonders gefährdet sind Kinder, die vernachlässigt oder misshandelt werden, sowie Kinder von Eltern mit depressiver Erkrankung oder Drogen- und Alkoholmissbrauch. Es entstehen gravierende Störungen der Eltern-Kind-Beziehung mit den daraus folgenden Beeinträchtigungen der weiteren emotionalen, sozialen und kognitiven Entwicklung. Prozentuale Verteilung der unterschiedlichen Bindungsmuster Die Ergebnisse von unterschiedlichen Längsschnittuntersuchungen an repräsentativen Stichproben zeigen folgende prozentuale Verteilung der verschiedenen Muster der Bindungsqualität: ca % der Kinder wurden als sicher, ca % als unsicher- vermeidend und ca % als unsicherambivalent gebunden klassifiziert. Ca 15% der Kinder wurden als desorganisiert eingestuft. 12

14 Sichere Bindung als Schutzfaktor Unsichere Bindungsbeziehungen wie unsicher-vermeidendes und unsicher ambivalentes Muster sind nicht per se pathologisch, also keine klinischen Fälle. Auch wenn die unterschiedlichen Bindungserfahrungen unterschiedliche Auswirkungen auf die weitere Entwicklung haben, sind sie als Ausdruck einer normalen Variabilität von Bindungserfahrungen aufzufassen. (Dies gilt nicht für hochunsichere Bindungen.) Eine sichere emotionale Bindung des Kindes an seine Eltern wird als ein bedeutender Schutzfaktor in der kindlichen Entwicklung betrachtet. Sie wirkt der Entwicklung von Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen entgegen. Sicher gebundene Kinder haben Entwicklungsvorteile und zeigen bereits im Kindergarten seltener aggressives Verhalten, sie verhalten sich sozial kompetenter und empathischer. Später zeigen sie sich in der Bewältigung schwieriger Lebenssituationen (z.b. einer Trennung der Eltern) als psychisch belastbarer, können sich in einer Notsituation aktiv Hilfe von anderen holen und haben mehr Selbstvertrauen in die eigenen Kompetenzen. Unsicher gebundene Kinder haben dagegen im Vergleich ungünstigere Startbedingungen, Entwicklungsnachteile und auch ein erhöhtes Entwicklungsrisiko. Kommen weitere Risikofaktoren hinzu, wird eine negative Entwicklungsprognose mit einer Beeinträchtigung in emotionaler, sozialer und auch kognitiver Hinsicht wahrscheinlicher. Eine sichere Bindung erhöht die Vulnerabilitässchwelle für Belastungen, eine unsichere erniedrigt sie. Sichere Bindung gilt als Schutz, eine unsichere als Risikofaktor für die Entwicklung von psychopathologischen Symptomen. Bestätigt werden diese Befunde durch die Erkenntnisse der Resilienzforschung, die die überragende Bedeutung der zuverlässigen frühkindlichen Bezugsperson nachweisen. Im Zentrum der Forschung stehen Personen, die unter außerordentlich starken Belastungen und dem Einfluss verschiedener Risikofaktoren in den ersten 13

15 Lebensjahren aufgewachsen sind und die sich dennoch zu relativ gesunden Erwachsenen entwickelt haben. Das Vorhandensein einer positiven Beziehung zu mindestens einem Elternteil oder einem anderen Erwachsenen zeigte sich dabei als ein erstrangiger Schutzfaktor für die weitere Entwicklung. Projekt ProjuFa - Frühe Beratung und Hilfen Im Berichtsjahr hat der Landkreis Esslingen zusammen mit den freien Trägern der Psychologischen Beratungsstellen begonnen, das Präventionsprojekt ProjuFa zu entwickeln ( Zielgruppe des Projekts sind Familien mit Kindern von 0 3 Jahren, insbesondere psychosozial belastete Familien. Unter Berücksichtigung bindungstheoretischer Erkenntnisse soll durch Aus- und Aufbau von Vernetzungsstrukturen, insbesondere zwischen Gesundheitssystem und Jugendhilfe, sowie durch die Entwicklung von Hilfsangeboten frühzeitige Unterstützung und positive Weichenstellung für eine gelingende frühkindliche Entwicklung installiert werden. Literatur Karin Grossmann & Klaus E. Grossmann (2004). Bindungen das Gefüge psychischer Sicherheit, Stuttgart Karl Heinz Brisch (2003). Bindungsstörungen, Stuttgart Ute Ziegenhain et al. (2004). Entwicklungspsychologische Beratung für junge Eltern, Weinheim/München Elisabeth Longen Dipl.-Psychologin Leiterin der Beratungsstellen 14

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