Asset Management. Essen, 20. Mai Dr. Frank Maaser

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1 Asset Management Essen, 20. Mai 2015 Dr. Frank Maaser

2 Asset Management Worum geht es? Definition des IAM Institute of Asset Management: Systematische und koordinierte Aktivitäten und Praktiken, mit deren Hilfe ein Unternehmen seine Betriebsmittel und Betriebsmittelsysteme (Assets), ihre Leistungsfähigkeit, Risiken und Kosten über den gesamten Lebenszyklus optimal und nachhaltig verwalten kann, um seine strategischen Unternehmensziele zu erreichen. BSI PAS55:2008, Grundlage der ISO 55000:2014

3 Asset Management Optimierungsaufgabe Leistungsfähigkeit Risiken Kosten Lebenszyklus: Investition Betrieb und Instandhaltung Aussonderung

4 Asset Management Maßnahmenfelder Investition Zielnetz, Beschaffungsvorgaben, Erneuerungsquote, Budgets Art, Umfang und Zeitpunkt von Investitionen Betrieb Prozesseffizienz, Risikomanagement, Instandhaltung Budgets, Instandhaltungsstrategie, Prozesseffizienz, Aussonderung Zielnetz, Kosten-Nutzen-Abwägung, Erneuerungsquote, Budgets Datenerfassung und -bereitstellung / Controlling Störgrößen: Vorgaben / Regeln, technologische Entwicklung, Politik,

5 Asset Management Beispielhafte Fragestellungen Optimaler Investitionszeitpunkt? Welche Investitionsalternative? Intensive oder extensive Instandhaltung? Prioritäten der Instandhaltungsmaßnahmen? Wartungs- / Instandsetzungszyklen? Welche Risiken bestehen? Wie wird damit umgegangen? Ersetzen oder ertüchtigen? Optimaler Aussonderungs- / Ersatzzeitpunkt?

6 Versorgungsqualität - Kosten Quelle: Maaser 2014, Organisationsformen der Instandhaltung

7 Bsp.: Investition / Desinvestition Asset Management Der wirtschaftlich sinnvollste Investitionszeitpunkt im derzeitigen Regulierungssystem ist jeweils ein Jahr vor dem Basisjahr. geringste Verzögerung zu EOG- Berücksichtigung höchste in EOG abbildbare Kosten Fragen: Gibt das Netz das her? / Können wir so lange warten? Übersteigen die Kosten intensiverer Instandhaltung womöglich die potentiellen Erlöszuwächse durch den optimalen Investitionszeitpunkt? Welche Risiken gehen wir mit einer verzögerten Investition ein?

8 Asset Management Bsp.: Verlängerung von Wartungsintervallen Durch die Verlängerung von Wartungsintervallen können Kosten unterhalb des vorgegebenen Erlöspfads und damit zusätzliche Gewinne realisiert werden. Fragen: Was bedeutet das für die Zuverlässigkeit und die Lebensdauer der betroffenen Anlagen? Übersteigen die negativen Effekte womöglich den zusätzlichen Gewinn? Welche Risiken werden mit der Wartungsverzögerung eingegangen?

9 Rollen im Asset Management Prozess Asset Owner Asset Owner / Asset Manager Geschäftspolitik Finanzierung Budget/Genehmigung Geschäftsentwicklung Regulatorangelegenheiten Kontakte Körpersch., Kunden gesetzliche Vorschriften Finanzierugsmanagement Asset Manager Asset Manager / Service Provider Service Provider Instandhaltungsstrategien Refurbishment/Ersatz-Entscheid. Risk Management F&E / neue Technologien Ausgabenplanung Instandhaltungsmanagement Projektausführung / PM Instandhaltung Beschaffung / Lagerverwaltung IT / Datenverwaltung Systemführung / Netzumschaltg. Fehleranalyse Quelle: Balzer / Schorn 2011, Asset Management für Infrastrukturanlagen

10 Rollen im Asset Management Prozess Strukturdaten, Erweit.- Invest. regulat. Auswirk. Reg.-Man. Renditeerwartung, strateg. Entwicklungsrahmen Budgetrahmen (langfristig), techn. Rahmenbedingungen Unternehmensleitung Unternehmensstrategie Asset Owner Netzstrategie Asset Management Entwicklung Netzergebnis, Kennzahlen Netzentwicklung benöt. Budget (lfr.+kfr.), Kennzahlen für BM-Gruppen Quelle: angelehnt an Drescher/Walther 06/2014 kaufm.& regulat. Kennz. benöt. Budget (lfr.+kfr.) Controlling regulat. Pl. IH-Aufw., Invest., Versorg.- unterbr. optimiert regulatorische Kennzahlen Instandhaltungsbedarf, Instandhaltungstechnik Maßn.liste, J.-Budget, technische Vorgaben langfristige IH-Strategie mittelfristige IH-Planung Asset Service Kennzahlen für BM kurzfristige IH-Maßnahmen Zustandsdaten, spezifische Kosten, benöt. Budget (kfr.) AP AS AD kaufm. Pl.+St. regulat. Kennzahlen

11 Instandhaltungsstrategien ereignisorientierte Instandhaltung sofort aufgeschoben zeitorientierte Instandhaltung Kalenderzeit Belastung zustandsorientierte Instandhaltung Inspektionen permanentes Monitoring zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung

12 Instandhaltungsstrategien Ereignisorientierte Instandhaltung (CM) Quelle: Maaser 2014, Organisationsformen der Instandhaltung

13 Zeitorientierte Instandhaltung (TBM) Instandhaltungsstrategien Quelle: Maaser 2014, Organisationsformen der Instandhaltung

14 Instandhaltungsstrategien Zustandsorientierte Instandhaltung (CBM) Quelle: Maaser 2014, Organisationsformen der Instandhaltung

15 Instandhaltungsstrategien Prioritätsorientierte Instandhaltung (RCM) Indizes: c = Zustand des Betriebsmittels i = Wichtigkeit des Betriebsmittels d = Priorität des Betriebsmittels Bereiche: I = Ersatz des Betriebsmittels II = Erhaltung des Betriebsmittels III = Überwachung des Betriebsmittels Quelle: Balzer / Schorn 2011

16 Risikomanagement Risikoableitung aus Unternehmenszielen Quelle: BDEW, Landesgruppe Nord, 2007 Ziele Versorgungsqualität Wirtschaftlicher Erfolg Einhaltung von Gesetzen Zielgrößen und Planwerte Risiko bestimmt durch Vorgaben für Planwerte und Risikogrenzen Planwerte und zulässige Risikogrenzen SAIFI (U.-Häufigkeit), CAIDI (U.-Dauer), SAIDI (Nichtverfügbk.) Anlagenzustand, Ersatzteilsituation, Entstörungsman., Unternehmensziele, Kundenstruktur, BNetzA(ARegV) Richtwerte für U.- Häufigkeit und -Dauer Risikomanagement Gewinn, Anlagensubstanz, Erlöse Anlagenzustand, Marktrisiken, Pönalen Unternehmensziele, BNetzA(ARegV) Richtwerte f. Anlagenersatz/Nutzungsdauer Risikomanagement Anlagensicherheit, Personenschutz, Umweltschutz Anlagenzustand Unternehmensziele, Gesetze und Verordnungen Keine Abweichungen von den Vorgaben tolerierbar

17 Arbeitsablauf einer Risikobewertung Risikomanagement Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit x Konsequenz Störung: Wahrscheinlichkeit siehe z.b.: DIN Asset, System Risiko: Identifikation Risiko: Beurteilung Bewertung von Maßnahmen Risiko: Behandlung Störung: Konsequenz Quelle: Balzer / Schorn 2011, Asset Management für Infrastrukturanlagen

18 Risikomanagement Risikobeurteilung (graphisch / rechnerisch) Quelle: Balzer / Schorn 2011

19 Grundsätzlicher Aufbau Asset Management System Asset Management System Asset Simulation Strategiebewertung Instandhaltung / Invest LCC- Betrachtungen KPIs / Cockpit. Integrationsplattform GIS / NIS ERP CMMS / IPS SCADA/CMS AVA / LV

20 Essen, 20. Mai 2015 Dr. Frank Maaser Maaser gemis KG Hansestraße 21, Bentwisch Telefon:0381 /

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