Referieren und Präsentieren

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1 Referieren und Präsentieren mit dem Overhead dem Beamer

2 Beim Sprechen senden wir Signale auf verschiedenen Kanälen Visueller Kanal (sichtbare Signale) Taktiler Kanal (fühlbare Signale) Auditiver Kanal (hörbare Signale) Körpersprache (Kinesik) Räumliches Verhalten (Proxemik) Körperliche Kontaktaufnahme Stimmlicher Ausdruck (Prosodik) TEXT (Syntaktik und Semantik) Wie man etwas sagt Das Nonverbale Was man sagt Das Verbale Nonverbale und verbale Kommunikation bestimmen unser Miteinander-Sprechen Kommunikationsmodell

3 Der visuelle Eindruck prägt das Bild, das man sich von einer Persönlichkeit macht Visuelle Signale sind: Hieraus schließt man auf: " Haltung " Auftreten " Gestik " Mimik " Blickkontakt " Sicherheit / Unsicherheit " Spannung /Gelöstheit " Gesprächsbereitschaft " Offenheit, Ehrlichkeit " Engagiertes Zuhören " Verschlossenheit Nonverbale Kommunikation

4 Der Ton macht die Musik Unser Höreindruck wird geprägt durch: " Stimme " Stimmlage " Artikulation " Dialekt " Deutlichkeit " Betonung " Lautstärke " Sprechgeschwindigkeit Er ist entscheidend für: " Verständlichkeit " Eindruck von Kompetenz " Glaubwürdigkeit " Sprechmelodie Kommunikationsmodell

5 Ein missglückter Referats- oder Präsentationsbeginn kann nur schwer wieder korrigiert werden In den ersten Minuten entscheidet der Hörer intuitiv und pauschal über Fachkompetenz und Sicherheit des Sprechers Kommunikationsfähigkeit und willigkeit des Sprechers Qualität des Inhalt Nützlichkeit des Inhalt Am Anfang hohe Konzentration auf das, was man sagt und wie man es sagt und gute Vorbereitung gerade der Einstiegsphase

6 Text und Sprechweise zusammen bestimmen den Grad der Verständlichkeit Je klarer die Gliederung erkennbar ist, um so mehr Fakten können behalten werden. Viele Hauptsätze und kurze Sätze erleichtern das Verstehen. Weniger Information kann mehr sein. Viele Stimmsenkungen am Ende von Gedanken und Sätzen vermitteln Sicherheit und Verständlichkeit. Der Brustton der Überzeugung ist auch der Brustton verständlichen Informierens. Abwechslungsreiches Sprechen mit Pausen erhöht die Verständlichkeit. Verständlichkeit

7 Das Urteil über die Qualität eines Referates bzw. einer Präsentation fällt in den ersten Minuten Hohe Aufmerksamkeit des Hörers darauf, WAS WIE gesagt wird WAS gesagt wird, kann nur zu einem geringen Teil behalten werden

8 Der Inhalt des Beginns wird zu einem großen Teil vergessen In den ersten drei Minuten ist die Aufnahmekapazität des Hörers sehr gering. Er muss sich gewöhnen an die Situation die Persönlichkeit des Sprechers, seine Stimme, Sprechweise Qualität des Inhalt Terminologie und Syntax des Sprechers Kurze Sätze, Zusammenfassung und Nachstrukturierung nach circa 3 Minuten

9 Interesse und Behaltensleistung stimmen nicht überein (am Beispiel eines Vortrags von 30 Minuten mit drei Hauptteilen) in Minuten Interesse Behaltensleistun g 1. Minute so what, summary 3. Minute Agenda 9. Minute 1. Zusammenfassung 18. Minute 2. Zusammenfassung 27. Minute 3. Zusammenfassung 30. Minute Endzusammenfassung

10 7 Grundsätze machen aus vielen Details überzeugende Referate und Präsentationen " Visualisierung dient der Verständlichkeit " Botschaften statt Überschriften " Der gesprochene Text geht dem Bild voran " Der Refererierende sieht voraus " Weniger zeigen ist mehr " Verständlichkeit erhöht die Glaubwürdigkeit " Visualisiertes muss gut lesbar sein

11 Erster Grundsatz: Die Visualisierung dient der zusätzlichen Verständlichkeit des Gesprochenen Präsentieren bedeutet nicht, einzelne Folien bzw. Bilder zu erklären. Sondern: Der gesprochene Inhalt wird durch Folien bzw. Bilder verdeutlicht und unterstützt

12 Zweiter Grundsatz: Jedes Bild hat eine eindeutige Aussage Die Überschrift ist die Ausnahme: Statt einer Überschrift beginnt die Folie / das Bild mit: einer Botschaft einem action title einer klaren Aussage

13 Dritter Grundsatz: Der Hörer kennt die Botschaft vor ihrer Visualisierung Folien-Präsentation: Beamer-Präsentation: Besprochene Folie bleibt auf dem Projektor liegen, bis die neue Folie eingeführt wurde Kein Ausschalten des Projektors Beim Folienwechsel kurze Pause machen Das besprochene Bild bleibt, bis das neue Bild eingeführt wurde Zusätzliche Einblendungen ankündigen Beim Bildwechsel kurze Pause machen

14 Vierter Grundsatz: Der Präsentierende kennt das nächste Bild Folien-Präsentation: Beamer-Präsentation: Folien immer so organisieren, dass man die nächste Folie sieht Im Idealfall sieht man vor sich die Kopie der aktuellen Folie und die nächste PowerPoint-Handzettel mit den nächsten vier oder sechs Folien erleichtern den Überblick Evtl. gesonderter Ausdruck der einzelnen Botschaften

15 Fünfter Grundsatz: Weniger zeigen ist mehr Zeigen auf der Leinwand oder auf dem Projektor ist die Ausnahme: Man zeige nur, wenn es Missverständnisse geben könnte und Begriffe wie links oder oben etc. nicht greifen Es gibt keine perfekte Methode des Zeigens, jede hat eigene Nachteile

16 Sechster Grundsatz: Verständlichkeit hat eine eigene sittliche Qualität Folien-Präsentation: Beamer-Präsentation: Man erkläre stets erst die ganze Folie, dann Details, auch bei Textfolien Einzelne Teile einer Folie werden nie abgedeckt Bei schrittweiser Einblendung kann es sehr hilfreich sein, wenn sich die Grafik schon beim Erscheinen des Bildes vollständig aufbaut

17 Siebter Grundsatz: Visualisiertes muss gut lesbar sein Für die Schriftgröße gibt es feste Regeln: Höchstens drei Schriftgrößen in einer Präsentation Titel pt Untertitel pt Text pt Anmerkungen 12 pt

18 Die drei wichtigsten Visualisierungsgrundsätze Der Hörer kennt den Inhalt des nächsten Bildes, bevor es erscheint Während des Folien- bzw. Bildwechsels wird nicht gesprochen Der Präsentierende sieht vor sich immer das nächste Bild (die nächste Folie, den nächsten Text)

19 Die drei wichtigsten Vortragsgrundsätze Kurze Sätze und häufige Stimmsenkungen erhöhen die Verständlichkeit Der Brustton der Überzeugung ist auch der Brustton der Information Zu schnell spricht nur, wer keine Pausen macht

20 Überzeugend argumentieren heißt... die Einstellungen und (Vor-) Urteile des Partners genau zu kennen... die (für den Partner) richtigen Argumente auszusuchen... Fakten detailliert und schriftlich zu präsentieren... negative Emotionen zu vermeiden Auf Dauer überzeugt nur eine transparente Argumentation Argumentieren

21 Das Referat: Fünf Schritte von der Bedeutung bis zum Ergebnis Bedeutung Ziel Agenda Information Ergebnis Warum spreche ich? Was interessiert am meisten? Welches Ergebnis sollte erreicht werden? Wo liegen die Schwerpunkte dieses Referates? Wie ist die Struktur des Referates? Welche Inhalte erwarten die Zuhörer? Was wurde im Einzelnen erarbeitet? Was wurde untersucht, analysiert, mit welchen Ergebnissen? Was sind die wichtigsten Ergebnisse? Was sollte unbedingt behalten werden? Das Referat

22 Jede Zwischenfrage ist berechtigt Auch wenn es offensichtlich nicht so ist, der Präsentierende weiß: Jeder Zuhörer hat das Recht, jede Zwischenfrage zu stellen Jede Zwischenfrage bezieht sich sachlich auf den Inhalt Zwischenfragen

23 Jede Antwort bezieht sich positiv auf den Inhalt Bei Widerspruch: 1 Um nähere Erläuterungen und Begründungen bitten erst dann sachlich antworten Bei unsachlichen Fragen: 1 Möglichen Fragehintergrund interpretieren bezogen auf sich oder den Fragenden 2 Widerspruch als offene Frage umformulieren und diese dann beantworten 2 Möglichen Inhalt der Frage sachlich umformulieren und dann beantworten Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. Zwischenfragen

24 Mündliche Kommunikation verbindet Informationen über die Person... die Sache Kommunikation ist vielschichtig. Wenn jemand spricht, sagt er nicht nur WAS er sagt.... die Beziehung... die Intention... und die Situation Kommunikationsmodell

25 Kommunikation erinnert an einen Eisberg: der größte Teil der Information wird nicht ausgesprochen... Fakten... Inhalt... Zahlen Beziehungen Gefühle Absichten Interessen Vorlieben... Werte Normen... Beziehung Kommunikationsmodell

26 Unsere Beziehung zum Gesprächspartner Die Situation, in der wir sprechen, Unsere Intention...verändert das, was wir sagen... Unsere momentane Befindlichkeit Unsere Einstellung zur Sache Kommunikationsmodell

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