Visualisieren Präsentieren Moderieren

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1 Josef W. Seifert Visualisieren Präsentieren Moderieren 20. Auflage GABAL

2 Inhalt Vorwort Zum Buch l Visualisieren 1.1 Was bringt Visualisierung? 1.2 Planung einer Visualisierung 1.3 Bausteine für eine Visualisierung Medien zur Visualisierung (Informationsträger) Gestaltungselemente 1.4 Komposition einer Visualisierung Blattaufteilung Anordnung und Logik Farben und Formen 2 Präsentieren 2.1 Präsentieren - wozu eigentlich? 2.2 Vorbereitung einer Präsentation Vorbereitung auf Thema und Ziel Vorbereitung auf die Zielgruppe Inhaltliche Vorbereitung Vorbereitung des Ablaufs Organisation der Präsentation 2.3 Durchführung einer Präsentation Tipps für die Eröffnung Tipps für den Hauptteil Tipps für den Abschluss 2.4 Nachbereitung der Präsentation

3 3 Moderieren Moderation - was ist das eigentlich? Sl 3.2 Der Moderator Vorbereitung einer Moderation Inhaltliche Vorbereitung Klären der Zielsetzung Vorbereitung auf die Teilnehmer Methodische Vorbereitung Organisatorische Vorbereitung Persönliche Vorbereitung Durchführen einer Moderation Ablauf einer Moderation Hilfsmittel für eine Moderation Methoden für eine Moderation Prozesssteuerung in einer Moderation Exkurs Besprechungsmoderation Nachbereitung einer Moderation Persönliche Nachbereitung Organisatorische Nachbereitung 157 Übrigens 160 Literatur 161 Verzeichnis der Abbildungen 164 Stichwortverzeichnis 166

4 l Visualisieren

5 1.1 Was bringt Visualisierung? Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Auch wenn neuere Untersuchungen zeigen, dass jeder Mensch einen bevorzugten Eingangskanal hat und dies nicht in jedem Fall der visuelle ist, bleibt die Tatsache unbestritten, dass der Mensch ein Augentier" ist. Die meisten Menschen sind (zumindest auch) visuelle Typen". Unabhängig davon sagt eine visuelle Darstellung tatsächlich mehr, als man es mit tausend Worten sagen könnte, man denke nur an den visuellen Teil im täglichen Miteinander, den Bereich der non-verbalen Kommunikation. Hier ein weiteres interessantes Faktum, die Behaltensquote": Behaltensquote Behalten (%) Selbst tun 50 Hören und Sehen 20 Hören Sinne Abb. l - Behaltensquote Wie die Darstellung zeigt, gewinnen wir, zum Beispiel in einer Präsentation, durch bildhafte Darstellung (Bilder, Symbole, geschriebenes Wort) 30% im Behalten. Welche Vorteile Visualisierung insgesamt bringt, lässt sich bestenfalls erahnen. Aber was genau verstehen wir eigentlich unter Visualisierung"? Visualisierung heißt, etwas bildhaft darstellen". Dies kann geschehen für Sachaufgaben, Gefühle, Prozesse. Diese optische Dokumentation muss nicht das gesprochene Wort ersetzen, vielmehr ist es ihr Ziel:

6 a die Aufmerksamkeit der Empfänger auf das Wesentliche zu konzentrieren, «die Betrachter einzubeziehen, a den Redeaufwand zu minimieren, a dem Publikum Orientierungshilfen zu geben, a- Informationen leicht(er) erfassbar zu machen, a Wesentliches zu verdeutlichen, a Gesagtes zu ergänzen und zu vertiefen, a das Behalten zu fördern, * zu Stellungnahmen zu ermuntern. In der Visualisierung sind der persönlichen Kreativität zwar keine Grenzen gesetzt, es empfiehlt sich aber, die Grundlagen der bildhaften Darstellung zu kennen und zu berücksichtigen. Hierzu gehören Kenntnisse über die Planung einer Visualisierung,... Bausteine für eine Visualisierung,... Regeln für die Komposition einer Visualisierung. 12

7 1.2 Planung einer Visualisierung Eine gute Visualisierung muss in aller Regel gründlich überlegt werden, bevor sie in die Tat umgesetzt werden kann. Dies wird, abhängig von der jeweiligen Situation, mal mehr und mal weniger möglich sein. Man sollte aber auch bei geringer Vorbereitung nicht auf Visualisierung und damit deren positive Effekte völlig verzichten. Wenn man ausreichend Zeit hat und/oder die Darstellung entsprechend wichtig ist, sollte man sich auch unbedingt ausreichend Zeit zur Vorbereitung nehmen. Gute, zum Beispiel im Rahmen einer Präsentation spontan" entwickelte Darstellungen setzen eine sehr gute Vorbereitung voraus, da der Akteur hierfür das Bild vor seinem geistigen Auge" (und/oder als dünne Bleistiftskizze auf dem Blatt) vorentwickelt haben muss. Zur gründlichen Vorbereitung einer Darstellung macht man wie beim guten Schulaufsatz als ersten Schritt eine Stoffsammlung. Man sammelt also zunächst alle möglicherweise brauchbaren Informationen zum Thema und selektiert dann, als zweiten Arbeitsschritt, die wesentlich erscheinenden Inhalte aus der zur Verfügung stehenden Stofffülle (Grobauswahl). Im dritten Schritt werden die durch die Grobauswahl gefundenen Inhalte weiter komprimiert. Hierfür könnten die folgenden Leitfragen verwendet werden: a Was will ich darstellen (Inhalt)? 9 Wozu soll die Darstellung dienen (Ziel)? a Wen will ich informieren oder überzeugen (Zielgruppe)? Erst nach dieser planerischen Arbeit geht es um die Visualisierung im engeren Sinne, und es stellt sich die Frage, wie und womit die geplanten Inhalte aufbereitet und präsentiert werden sollen.

8 1.3 Bausteine für eine Visualisierung Für die Herstellung einer Visualisierung benötigt man einerseits inhaltliche Elemente, mittels derer die Information logisch aufgebaut werden kann, und andererseits Medien, auf denen die Visualisierung physikalisch entsteht. Beides zusammen könnte man als die Bausteine" für eine Visualisierung bezeichnen. Diese werden zur Komposition einer Gesamtdarstellung nach bestimmten Regeln genutzt. Die in der (organisationalen) Praxis am häufigsten verwendeten Medien sind: 9 Pinnwand (mit Pinnwandpapier), 9 Flip-Chart (mit Flip-Bögen), 9 Overhead-Projektor (mit Transparentfolien), 9 Beamer & Co. (mit PC/Notebook). Zu den Gestaltungselementen gehören: 9 Text, 9 Freie Graphik und Symbole, ** Diagramme. Die Gestaltungselemente sind für alle Informationsträger gleichermaßen verwendbar - die Gestaltungsregeln identisch. Die Informationsträger unterscheiden sich bezüglich ihrer Brauchbarkeit je nach Anlass und Zweck des Einsatzes. Sie finden deshalb im Folgenden erst eine Kurzbeschreibung je Medium (Informationsträger). Im Anschluss daran gehe ich auf die genannten Gestaltungselemente ein. Die Regeln zur Gestaltung sind im Abschnitt 1.4 Komposition einer Visualisierung" beschrieben.

9 Stichwortverzeichnis Seite Abfrage auf Zuruf 110 f. Ablauf einer Moderation 92 f. Ablauf einer Präsentation 54 f. Ablaufdiagramm 38 f. Ablaufplan 132 f. Ablaufplan für eine Präsentation 59 Abschließen 151 f. Abschluss 96, 138 f. Abschluss einer Moderation 151 f. Abschluss einer Präsentation 57 f., 74 Aktionsplan (Maßnahmenplan} 136 f. Aktivierung der Teilnehmer (Aufmerksamkeit) 56 Akzeptanz 85, 146 Alternativfrage 101. Anordnung 42 f. Anordnung der Gestaltungselemente 42 f. Appell 57, 74 Arbeiten 144 f. Arbeitsklima 143 Aufbaudiagramm 38 f. Aufgaben des Moderators 82 f. Auflistung 30 f. Aufmerksamkeit (Aktivierung der Teilnehmer) 55 Balkendiagramm 34 f. Bausteine der Visualisierung 14 Beamer 18 f., 64, 73 Begrüßung 54 f., 68 Behaltensquote 11 Besprechungsmoderation 153 f. Bestuhlung 60 f. Betonung 45 Blattaufteilung 41 Blickkontakt 68 Blitzlicht 140 f. Brainstorming 134 f.

10 Co-Moderator Darstellung von Größen Diagramme Dialekt Digitalprojektor Diskussion Diskussion, visuelle Diskussionsleiter Durchführung einer Moderation Durchführung einer Präsentation Dynamik Einbeziehen der Teilnehmer (Aufmerksamkeit) Einladung Ein-Punkt-Abfrage Einstellung der Teilnehmer Einstieg Einzelvorstellung Entscheidungs-Matrix (Diagramme) Entwicklung, weitere Entwicklungsverläufe Eröffnung einer Präsentation, Eröffnung Erwartungen der Teilnehmer Erwartungsabfrage Fachjargon Fadenkreuz Fahrplan Farben Feedback Feedback-Regeln Filzstifte Flip-Chart Folien Formen Fotoprotokoll Seite 83 f., f. 28 f. 18 f. 58 f., f. 58, f. 68 f. 42 f f., 90 f. 116 f f., 104 f. 106 f f. 54 f., f., 108 f. 108 f. 122 f f. 76 f f. 16, 62, 72, 90, 99 17, f. 158 f.

11 Frage Fragehaltung Fragen der Teilnehmer Freifläche Gegenfrage Generalprobe Gesamtmenge Geschlossene Frage Gestaltung von Plakaten Gestaltungselemente Gestik Gliedern Gliederung (Vorbereitung, inhaltlich) Graphik, freie Grundhaltung des Moderators Gruppengröße Hauptteil der Präsentation Hausaufgaben Heimvorteil Hervorhebung Hilfsmittel der Moderation Ideenfindung Informationsträger Karten Karten-Abfrage Kennenlern-Matrix Killerphrasen Kino-Bestuhlung Kleidung Kommunikation Komposition der Visualisierung Komprimieren Körpersprache (Gestik/Mimik) Kreisdiagramm Kritikverhalten Seite 69, 100 f. 83, , f. 24 f., f f., , 91 26, 42 f. 98 f f , 110 f. 104 f f f f. 75 f.

12 Kurvendiagramm Lampenfieber (pers. Vorbereitung) Lautstärke Lesbarkeit Liste Logik Maßnahmen planen Maßnahmenplan Matrix Matrix (Entscheidungsmatrix) Matrix (Methodenkatalog) Medien (Informationsträger) Mehr-Punkt-Abfrage Methoden für eine Moderation Methodenkatalog Mind-Map Moderation Moderationskarten Moderationsmethode Moderationsplan Moderationszyklus Moderator Moderatorenkoffer Moderatorenteam Moderieren Nachbereitung einer Moderation Nachbereitung einer Präsentation Netzbild Offene Frage Organigramm Organisation einer Präsentation Organisationsstruktur Organisatorische Vorbereitung Orientieren Ort der Veranstaltung Seite 32 f , f f., 136 f. 136 f. 130 f f. 15 f., 62 f., 72 f., 90, f , f f , 92 f., f f. 79 f. 156 f. 75 f. 128 f f. 59 f. 38 f. 89 f. 142 f. 60 T 89

13 Overhead-Projektor Paarinterview Packpapier Pannen, technische Pausen PC Persönlicher Angriff Phasen der Moderation Pinnwand Planung einer Visualisierung Präsentationstechnik Präsentieren Prioritäten setzen Problem-Analyse-Schema (PAS) Protokoll Prozesssteuerung Punkten Raum Reflexion des Gruppenprozesses Reihung Rhetorische Frage Rhythmus Rückblick Rückmeldung Satzergänzung Säulendiagramm Schrift Schritte der Moderation Schwierige Situationen Seitengespräch Selektieren Sinne Sitzordnung Spickzettel Spielregeln Seite 17, 62 f., 721, , f. 15, 62, 72,90, f. 47 f. 108 f., 116 f., 118 f. 124 f. 158 f. 141 f. 94, 116 f., 118 f. 60, 89 96, f f f f. 22 f. 92 f. 146 f f., 89 f. 67, 144

14 Sprechtempo Steckbrief Steuerung der Gruppe Stifte Stifthaltung Stimme Stimmlage Stimmungsbarometer Stoff sammeln Störungen Suggestivfrage Symbole Symmetrie Tabelle Tageslicht-Projektor (Overhead-Projektor) Technik Teilmenge Teilnehmer Text (gestaltung) Thema Thema auswählen Thema bearbeiten Themen sammeln Themenspeicher Tortendiagramm Transparentfolien U-Form Umgang mit Gruppen Umgang mit Medien Unsachliche Beiträge Unterlagen für Teilnehmer Ursachen-Wirkungs-Diagramm Versprecher Verständlichkeit Verständlichmacher Seite 106 f. 141 f. 22 f. 22 f. 138 f. 53 f. 69, 71, 74, 144 f , f. 30 f. 17, 62 f., 72 f., f. 36 f. 86, , 114 f. 95, 120 f. 93 f., 110 f. 94, 114 f. 36 f. 17, f. 141 f. 62 f f

15 Verständnisfragen Verwendung Moderationsmethode Vielredner Vier-Felder-Tafel Visualisierung Visuelle Diskussion Vorbereitung einer Moderation Vorbereitung einer Präsentation Vorbereitung, inhaltliche Vorbereitung, Medien Vorbereitung, methodische Vorbereitung, organisatorische Vorbereitung, persönliche Vorbereitung, Unterlagen Vorbereitung, Visualisierung W-Frage (Offene Frage) Zeit Zeitdauer Zeitdruck Zeitplanung Zeitpunkt Ziel Zielgruppe Zielsetzung Zurückgegebene Frage Zusammenfassung Zwei-Felder-Tafel Seite f f. 11 f., 41 f. 148 f. 85 f. 50 f. 53 f., f f. 67, ,89 66, , 89, , f, f. 86, 93 f f. 172

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