Projekt: 2- und 3-dimensionales Darstellen Thema:»AeroShow«

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1 Projekt: 2- und 3-dimensionales Darstellen Thema:»AeroShow«Visualisierung von Bewegungen Wintersemester 2004 / Semester Produktgestaltung Fachbereich Gestaltung HTW-Dresden [FH] Betreuung: Dipl.-Des. MSc André Kabella

2 1 - Einleitung 2»AeroShow«ist die Fortsetzung des Projektes»FallBeispiele«von Frau Prof. Mathiebe, der Schritt vom Modell zur computergestützten, vierdimensionalen Darstellung. Aufbauend auf den bestehenden Entwürfen soll ein Film entstehen, der das Objekt erklärt und präsentiert, der das zugrunde liegende Prinzip erlebbar macht und aerodynamische Zusammenhänge erläutert. Die Entwicklung eines schlüssigen Storyboards, welches eine Spannung aufbaut und hält, den Betrachter neugierig macht und ihm Antworten präsentiert, ist wichtiger Bestandteil des Projektes. Ein zweiter Schwerpunkt liegt im Analysieren und Planen von Bewegungen. Sollen Bewegungen glaubhaft simuliert werden, muss genau untersucht werden, wie sich Geschwindigkeiten verhalten. Wann, wie und wie lange wird beschleunigt bzw. abgebremst? Dritter wichtiger Teilaspekt der Aufgabe ist eine, der Produktgestaltung entsprechende Wahl der Darstellung. Zweck der Visualisierung in der Produktgestaltung ist die Erklärung des Entwurfes, die Kommunikation von Ideen. Daher gilt es eigene Darstellungsqualitäten zu entwickeln, die evtl. produktrelevante Zusatzinformationen, multiple Darstellungen, Maße oder Bezeichnungen, andere Zeitabläufe, Konstruktionsinformationen etc. enthalten bzw. überflüssige Details und Pseudorealismen zu vermeiden.

3 2 - Projektwoche 3 Thema der Projektwoche: Prozesskette Animation Das Erstellen von Animationen beinhaltet die verschiedensten Schritte. Von der Idee über die Planung zur Produktion bis hin zur Präsentation müssen unterschiedliche Aufgaben (Prozesse) bewältigt werden. In dieser Projektwoche sollen die Prozesse vorgestellt und erläutert werden. Einzelne Prozesse werden genauer untersucht. Ziel der Projektwoche ist die technologische Vorbereitung auf das Projekt AeroShow im Rahmen der Veranstaltung Computer Animationssysteme in der ersten Hälfte des 7. Semesters. Die Prozesse im Überblick 1 - Gründe 2 - Filmidee 3 - Storyboard 4 - Medienplan 5 - Zeitplan 6 - Produktion 1 - Gründe Was sind die Gründe (Motivation) für die Verwendung einer computergenerierten 3D - Animation zur Präsentation eines Entwurfs? -Erklären von Bewegungen / Bewegungszusammenhängen -Erklären von Prozessen -Vermitteln eines räumlichen Eindrucks (z.b. mittels Kamerafahrt) -Vermitteln von Eindrucks vom Entwurf im Kontext seines geplanten Einsatzgebietes -Werbung für den Entwurf (Imagefilm) Wichtig ist die Frage: Was will ich mit der Animation bei wem erreichen? (Laie / Experte, Marketing / Technik, Produzent / Endkunde / Vertrieb)

4 4 2 - Filmidee Gibt es Gründe für die Verwendung einer computergenerierten Animation, muss eine entsprechende Filmidee entwickelt werden, die Voraussetzung für das Erstellen eines Storyboards ist. Eine Frage, die erneut gestellt werden muss: -Was will ich mit der Animation bei wem erreichen? Andere Fragen sind: -Welche Funktionen sollen gezeigt bzw. erklärt werden? -Soll eine reale Situation simuliert werden oder gibt es ein künstliches Umfeld? -Welche Wirkung soll erzielt werden? -Welche stilistischen Mittell können verwendet werden? -Ist eine technisch - erklärende oder eher eine verspielte, gar humoristische Darstellung angebracht? Wichtig ist es, einen Spannungsbogen aufzubauen, der dem angestrebten Ziel entspricht. Bei Animationsfilmen, die zur reinen Erklärung dienen, sollte der Spannungsbogen relativ flach gehalten werden. Imagefilme hingegen können von Spannungswechseln profitieren. Spannung Spannung Zeit Beispielspannungskurve eines erklärenden Filmes Zeit Beispielspannungskurve eines Imagefilmes

5 5 3 - Storyboard Im Storyboard (auch Drehbuch) wird die gesamte Animation vorgeplant. Mithilfe von gezeichneten Schlüsselbildern und entsprechenden Erklärungen dazu und zu den Ereignissen zwischen den Schlüsselbildern, sollte es auch für Dritte möglich sein, die Animation zu erstellen. Zeit Bild Bemerkungen Darsteller Sounds Zeit Bild Mögliche Gestaltung eines Storyboardvordrucks

6 6 4 - Medienplan Im Medienplan werden alle Szenen und Darsteller, die verwendet werden sollen bzw. produziert werden müssen erfasst. Das können sein: -Sounds: Musik Schaltergeräusche Hitergrundgeräusche... -Videosequenzen -Standbilder -computergenerierte Animationen (Sequenzen) Voraussetzung für die Erstellung eines volständigen Medienplans ist ein schlüssiges und ausführliches Storyboard. 5 - Zeitplan Für die termingerechte Fertigstellung der coomputergenerierten Animation ist ein Zeitplan notwendig. Erfasst werden sollten: -Drehtermine für die Erzeugung echter Videosequenzen (Einflussfaktoren berücksichtigen: Wetter, Verkehr,...) -Fototermine (siehe Video) -Soundrecherche (CDs, WWW,...) -Audiocapturing -cg. 3D: Konstruktion Materialien Beleuchtung Animation von Objekten Animation von Kameras Animation von Licht Animation von Materialien Splittung in Einzelsequenzen Rendering Zusammenführung der Einzelbilder zu Filmen -Schnitt (Zusammenführung aller Medien) -Rendering 6 - Produktion In der Phase der Produktion werden die, im Zeitplan erfassten Aufgaben abgearbeitet.

7 7 Beispiel einer Prozesskette Zur Veranschaulichung der Problematik wurde ein Beispiel gewählt, anhand dessen die einzelnen Phasen einer Animationserstellung erklärt werden können. Grund Grund der Animation ist das Erlernen bzw. Üben der Animationserstellung. Filmidee Der, im ersten Moment einfach wirkende EinBeinSpringer ist ein Objekt, an dem verschiedene Bewegungen und dabei möglicherweise auftauchende Probleme untersucht werden können. Vor einer Szenerie springt ein einzelner EBS ins Bild, sieht sich um, springt weiter, sieht sich erneut um und springt aus dem Bild. Kurze Zeit später springen viele EBS durchs Bild, dem ersten EBS hinterher. Der Spannungsbogen, der damit erreicht werden soll: Spannung Zeit

8 8 Storyboard Storyboard, erste Skizzen Medienplanung / Zeitplan Medien- und Zeitplanung sind nicht Bestandteil der Projektwoche. Produktion In diesem Abschnitt der Projektwoche sollen beispielhaft alle Schritte der Animationsphase in StudioTools getestet werden.

9 3 - Aufgabenstellung 9 Analysieren Sie das, im Projekt»FallBeispiele«entstandene Objekt hinsichtlich seiner Funktionszusammenhänge und Bewegungsabläufe. Entwickeln Sie eine Filmidee, in dem der Entwurf erklärt und inszeniert wird. Berücksichtigen Sie dabei den Zweck der geplanten Animation und den Empfänger. Erstellen Sie ein Storyboard, dass verschiedene Darstellungsqualitäten und Stilmittel (Photorealistik, Gitterdarstellung, Echtbild), die im Film Verwendung finden sollen beinhaltet. Begründen Sie anhand des Storyboards warum, wann und wo unterschiedliche Stilmittel zum Einsatz kommen. Binden Sie in Ihre Animation (Darstellung) produktgestalterisch relevante Informationen (Konstruktion etc.) ein. Verwenden Sie zur Unterstützung Ihrer Darstellung akustische Signale. Produzieren Sie eine Videosequenz von ca. 60 Sekunden Länge im unten angegebenen Format. abzugebende Ergebnisse: 1 Plakat A2 (Ausdruck und Datei (*.pdf)) das folgendes beinhaltet: -skizziertes Storyboard -Screenshots der Animation -knappe Beschreibung der Animation computergenerierte Animation (Videoclip) 60 Sekunden: -als QuickTime (*.mov) Datei -Grösse 720 x 576 Pixel -Kompression: keine / DV - PAL / Sorensen3 / mpeg4-25 Bilder pro Sekunde

10 4 - Zeitplan 10 Woche Inhalt Veranstaltungsart 42 Einführung: Prozess Animation Projektwoche 43 Aufgabenstellung Vorlesung 44 Bewegungsanalyse Storyboard 45 Storyboard Stilmittelplanung 46 Zwischenpräsentation Präsentation 47 Medienplan Produktion 48 Produktion 49 Produktion 50 Produktion 51 Abgabe Präsentation

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