SAP-Sensors für Ipswitch WhatsUp. White Paper

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1 SAP-Sensors für Ipswitch WhatsUp White Paper 1

2 Inhaltsverzeichnis Copyright Übersicht... 3 Voraussetzungen... 3 Die Arbeitsweise... 4 Das StarterPack... 5 Die Zugriffsmethode RFC... 5 Die Übergabe an WhatsUp... 5 Definition Sensor im WhatsUp... 6 VbScripts Analyse von Werten... 6 SSH Gezielte Abfrage Strings... 7 SSH Erzeugen von Grafiken Der SAP-Profiler... 9 Definition Zugang zu SAP... 9 Interaktive Testmöglichkeiten Lokale/Globale Sensoren SAP CCMS Monitoring SAP Benutzer-Schnittstelle Copyright Das Copyright für die SAP-Sensoren liegt bei der ICON Software GmbH. ICON Software GmbH Am Dorfplatz 10 D Altendorf Telefon: 09675/ Web: Mail: Verwendete Warenzeichen: SAP, R/3 sind eingetragene Warenzeichen der SAP AG Windows ist ein eingetragenes Warenzeichen der Microsoft Corporation Windows NT ist ein eingetragenes Warenzeichen der Microsoft Corporation SQL Server ist ein eingetragene Warenzeichen der Microsoft Corporation ORACLE ist ein eingetragenes Warenzeichen der ORACLE Corporation Inc DB2 Common Server ist ein eingetragenes Warenzeichen der IBM Corporation ADABAS ist ein eingetragenes Warenzeichen der Software AG (Weitere) Produkt- und Markennamen werden ausschließlich zur Identifikation der Produkte verwendet und können eingetragene Marken der entsprechenden Hersteller sein. Technische Änderungen vorbehalten 2

3 1. Übersicht Mit Hilfe der SAP-Sensoren besteht die Möglichkeit eine Vielzahl von verschiedenen Informationen und Messwerten für das WhatsUp-Monitoring von Ipswitch aus dem SAP abzurufen. Hierzu ist kein Eingriff auf den beteiligten SAP-Systemen erforderlich. Es kann auf lokale als auch entfernte SAP-Systeme zugegriffen werden. Der Zugang erfolgt mittels der Methode RFC (Remote Function Call). Es sind lediglich die benötigten Zugriffsrechte, etwa Name, Passwort, usw., erforderlich. Voraussetzungen Folgende Voraussetzungen sind für den Einsatz der SAP-Sensoren erforderlich: - Die beteiligten Sensoren sind als Exe-Dateien jeweils in einem eigenen Verzeichnis, etwa "C:\SapGold" abzulegen - Es wird die DLL LibRfc32.Dll aus der SAP-Installation bzw. GUI benötigt. Diese Datei ist gegebenenfalls im SapGold-Verzeichnis einzustellen - Auf dem beteiligtem SAP-System muss der SAP OS Collector SapOsCol.Exe gestartet sein um Daten über das Betriebssystem zu erhalten - Für den Zugriff auf SAP ist ein Profil, welches getrennt mit dem Tool SAP Profiler.Exe zu erstellen ist, benötigt. Es ist für das SAP ein gültiger Zugang mit Berechtigung für das Ausführen von Basisfunktionen erforderlich Hinweise: Die SAP-Sensoren arbeiten mit den gängigen SAP-Releases (3.1I 7.x) zusammen. 3

4 Die Arbeitsweise Um auf ein SAP zugreifen zu können ist ein Profil mit den Zugangsdaten, etwa den Rechnername, die Anwenderkennung und dem Passwort, erforderlich. Dieses Profil wird mit dem SAP Profiler erstellt und als kleine Datei im Sensorenverzeichnis hinterlegt. Mit Hilfe des Profilers kann auch direkt auf das SAP zugegriffen werden. Dies kann aus Verifizierungsgründen erfolgen und bedarf noch keiner Einplanung des Sensors ins WhatsUp. Bei den Sensoren wird als erstes das vorgegebene Profile ausgelesen und der Zugang zum beteiligten SAP-System mittels RFC-Methode eröffnet. Unter der Verwendung der Angaben Benutzerkennung, Kennwort und Mandant wird sich im SAP angemeldet. Nach der erfolgreichen Anmeldung wird die gewünschte Funktion im SAP ausgeführt. Hierzu hat der verwendete SAP-Baustein Zugriff auf das SAP-Umfeld. Im Bereich Basics wird z.b. auf die Betriebssystemdaten, wie etwa Prozesse oder CPU-Belastung, zurückgegriffen. Das Ergebnis wird vom Sensor ausgewertet, aufbereitet und dem WhatsUp übergeben. Im WhatsUp-System von SolarWinds werden die gelieferten Informationen aufgegriffen und gesammelt. Diese können dann grafisch ausgewertet werden. Bei Abweichungen eines Wertes vom Sollzustand stehen dann alle vom WhatsUp gegebenen Möglichkeiten zur Verständigung bzw. Benachrichtigung für den Administrator zur Verfügung. 4

5 Das StarterPack Für die Installation der Sensoren wird lediglich eine Zip-Datei in ein eigenes Verzeichnis entpackt. Bei den Sensoren handelt es sich um ausführbare Exe-Dateien. Folgende Dateien sind im StarterPack enthalten: SAP Profiler.Exe SAP SysCheck.Exe SAP SysInfo.Exe SapEye.Exe QuickStart.Pdf GUI zum Erstellen von Objekten Sensor für Systemüberprüfung Sensor SAP-Informationen Executable für SapEyes Benutzer-Handbuch Bei den Dateien SAP SysCheck.Exe und SAP SysInfo.Exe handelt es sich um jeweils gültige Sensoren. Der SAP-Profiler mit der Kennung SAP Profiler.Exe ist ein eigenständiges Programm für die Verwaltung der SAP-Profile und darf nicht als Sensor eingepflegt werden. Weitere Sensoren sind hier im Handbuch mit beschrieben und können jeweils nachgeladen werden. Die zugehörige Lizenz, eine kleine Datei mit dem Namen "SapGold.Lic" wird getrennt ausgeliefert und ist im gleichen Verzeichnis zu hinterlegen. Die Zugriffsmethode RFC Das SAP-System wird mit der Methode RFC (Remote Function Call) angesprochen. Hierbei handelt es sich um ein Protokoll auf CPI-C Basis. Der prinzipielle Ablauf eines Aufrufes zu einem Sensor lässt sich wie folgt darstellen: - Start des Sensors und Auslesen Profildaten (Username, Passwort) - Eröffnen der RFC-Verbindung mit der Funktion RFC-Open - Abrufen und Ausführen des zugeordneten Bausteines im SAP - Beenden der RFC-Verbdingung mit der Funktion RFC-Close - Übergabe des Ergebnisses an WhatsUp zur Weiterverarbeitung Die Übergabe an WhatsUp Das Ergebnis des Sensors wird für das WhatsUp wie folgt aufbereitet. Beispiel (Antwortzeiten eines SAP-Systems): # (E62) Sys-Info: Host=SapTest, Sid=E62, Is=09, Rel=7.02, Dbs=ORACLE, Os=Linux, IP=xx.x.xx.xx > RFC-Open Time: 2480 msec > Processing Time: 0047 msec > RFC-Close Time: 0015 msec > Response Time: 2542 msec Das Ergebnis des Sensors besteht aus einer Informationszeile und den zugehörigen Kanälen. 5

6 Definition Sensor im WhatsUp Im WhatsUp werden die SAP Sensoren unter dem Bereich " VB-Scripts" bzw. "SSH" geführt. Siehe hierzu auch die entsprechende Beschreibung in der WhatsUp-Dokumentation. Für die Implementierung der Sensoren stehen 3 Möglichkeiten zur Verfügung: - Einbetten der Funktion über VB-Scripts (gezielte Analyse von Werten) - Einbetten der Funktion über SSH (gezielte Abfrage eines Strings) - Einbetten der Funktion über SSH (Erzeugen von grafischen Darstellungen) VbScripts Analyse von Werten Bei dieser Methode wird der SAP-Sensor über ein VbScript aufgerufen und mittels Coding das erhaltene Listing ausgewertet. Hierbei besteht die Möglichkeit gezielt in Abhängigkeit der Datenqualität den Senser auf "Up" oder "Down" zu setzen. Hierzu wird unter "Active Monitor Library" ein entsprechender Eintrag vergesehen und zugeordnet: In diesem Beispiel wird beim Erkennen der allgemeinen Informationszeile der Sensor auf "Up", also dem Statement "Context.SetResult 0, Mid(Line,3)" gesetzt. Mittels des Statements Context.SetResult 1, "SAP Error" würde ein Fehler signalisiert. Diese Methode über VbScripts ist ausbaufähig so dass hier beliebige Situationen abgebildet werden könnten. 6

7 SSH Gezielte Abfrage Strings Bei der Anwendung der SAP-Sensoren über die Methode SSH wird in Abhängigkeit eines auftretenden Strings im Ergebnis der Status des Sensors auf "Up" oder "Down" gesetzt. Hierzu wird unter "Active Monitor Library" ein entsprechender Eintrag für SSH vergesehen und zugeordnet: Als Basis hierzu dient auch das erzielte Ergebis des ausgelösten SAP-Sensors. Der Sensor wird über SSH aufgerufen und das Ergebnis abgeglichen. Diese Methode kann direkt über die Konsole vor der Einplanung interaktiv ausgetestet werden. Hierzu ist der entsprechende SSH-Dienst erforderlich. 7

8 SSH Erzeugen von Grafiken Bei dieser Anwendung der SAP-Sensoren über die Methode SSH werden grafische Informationen an das WhatsUp übergeben. Hierzu wird unter "Performance Monitor Library" ein entsprechender Eintrag für SSH vergesehen und zugeordnet: Es wird hier lediglich ein numerischer Wert an das Monitoring übergeben. Dieser Wert wird durch die Angabe "CH=xx" aus dem erzeugten Ergbnis des Sensors abgeleitet. Der Sensor selbst gliedert die erstellten Werte in Kanäle auf, siehe hierzu die Ergebisse vom Profiler. 8

9 2. Der SAP-Profiler Mit dem SAP Profiler werden Profile für den SAP-Zugang definiert und im Sensorenverzeichnis eingestellt. Zusätzlich besteht dann die Möglichkeit vorhandene Sensoren vor der Einplanung in WhatsUp in Echtzeit zu testen. Definition Zugang zu SAP Um mittels der Sensoren auf die SAP-Systeme zugreifen zu können ist die Definition eines Profils für den Zugang erforderlich. Hierbei sind die erforderlichen Informationen mit dem Programm SAP Profiler.Exe zu erstellen. Die Zugangsinformationen werden im WhatsUp- Verzeichnis, etwa "C:\SapGold" abgelegt. Der Name des Profils ist bei der Definition des beteiligten Sensors als (erster) Parameter später mit in der WhatsUp-Definition des SAP-Sensors anzugeben. Für das Überprüfen des SAP-Zuganges werden folgende Methoden unterstützt: - Ping : Anpingen des Systems (Funktion aus dem Betriebssystem) - Info : Auslesen der SAP-Informationen (allgemeine Kennungen) - Check : Überprüfen der Berechtigungen (Benutzerkennung) Für die Funktionen Ping und Info ist keine Vorgabe der Benutzerkennung und des Kennwortes erforderlich. Bei der Info werden allgemeine Daten zum SAP-System, etwa Betriebssystem oder Datenbank mit erfasst. Dieses Angaben stehen auch für die Sortierung der Profile in der SAP-Profiler-Übersicht zur Verfügung. Das Kennwort verschlüsselt in der Profil-Datei abgelegt. 9

10 Interaktive Testmöglichkeiten Mittels des SAP Profilers besteht die Möglichkeit alle Funktionen vor der Einplanung ins WhatsUp interaktiv zu testen. Hierzu stehen folgende Bereiche zur Verfügung: - Basics Funktionen aus dem Basis-Bereich - Monitr Funktionen aus dem Monitoring - WrkLd Funktionalitäten aus dem Workload - Bfr/Db Buffer und Datenbank-Funktionen Im Bereich der SAP-Basis werden hier grundsätzliche Informationen zu der SAP-Installation angeboten. Es werden z.b. Daten zur CPU-Belastung, den Plattenaktivitäten sowie Ablaufdaten zum Pagingverhalten angeboten. Der Bereich Monitoring umfasst die prinzipiellen im SAP zu überwachenden Aktivitäten. Dies bezieht sich u.a. auf die CCMS-Aktivitäten (Jobs), das Logging (Fehleraufzeichnungen) oder auch Abbrüche bzw. Datenbanksperren. Mittels der Workload -Anzeigen lassen sich die im SAP gesammelten Statistikdaten zu den Antwortzeiten sowie den benützten Transaktionen und Durchsätze analisieren. Dies umfasst z.b. den CPU-Verbrauch, die Antwortzeiten sowie die Datenbankaktivitäten. Die im SAP verwendeten Buffer und Speicherbereiche werden im Bereich Buffer zur Verfügung gestellt. Hierbei sind die Bufferauslegungen und deren Verwendung direkt ersichtlich. Bei den Datenbank stehen zusätzliche Informationen zu den Datenbanken Oracle, MsSql und Adabas zur Verfügung. Hierin werden Sensoren für die Datenbankauslegung, deren Performance und der Aufteilung angeboten. 10

11 Beispiel für den Sensor SAP SysCheck : Es werden neben den unterstützten Kanälen für WhatsUp die erlangten Daten aufgezeigt. Diesen Kanälen kann im WhatsUp jeweils eine Aktion in Abhängigkeit des gegebenen Wertes zugeordnet werden, etwa das Versenden eines Mails. 11

12 3. Lokale/Globale Sensoren Neben den Zugriff mittels des Sensors auf ein einzelnes SAP-System besteht die Möglichkeit auf eine Gruppe von SAP-Systemen global zuzugreifen. Hierbei nimmt der Sensor nacheinander Kontakt zu den verschiedenen SAP-Systemen auf, ruft die gewünschte Information ab und stellt diese dem WhatsUp als Übersicht zur Verfügung. Dies ermöglicht ein Gegenüberstellen eines Wertes, z.b. der Dialog-Antwortzeiten einer Rechnergruppe, nach Rechnernamen. Im WhatsUp selbst ist dann eine Zuordnung bzw. eine Reaktion zu den einzelnen Rechnersystemen ermöglicht. 12

13 4. SAP CCMS Monitoring Das SAP stellt im Bereich CCMS Monitoring eine Vielzahl von vordefinierten Messwerten mit der Transaktion RZ20 zur Verfügung. Diese sind nach Monitoren hierarchisch organisiert und liefern neben dem Status auch numerische Ablaufwerte. Mittels des Sensors SAP Monitoring werden diese direkt abgegriffen und es wird für die Verwendung im WhatsUp ein Alias-Name zugeordnet. Es lassen sich sämtliche Werte erfassen und im WhatsUp entweder als lokaler oder globaler Sensor definieren. Im WhatsUp wird auf diesen Sensornamen Bezug genommen und die Zuordnung von Reaktionen wird ermöglicht. 13

14 5. SAP Benutzer-Schnittstelle Mit Hilfe des Sensors SAP UserTable besteht die Möglichkeit eigene Daten und Informationen aus dem SAP dem WhatsUp für eine Überwachung zur Verfügung zu stellen. Herzu wird lediglich im SAP eine kleine Tabelle mit dem Namen ZGOLD definiert: Folgende Sensor-Typen stehen als Beispiel zur Verfügung: - Factura : Übergabe von numerischen Werten ohne Statuskennung - Idoc : Übergabe von Status und numerischen Werten an WhatsUp - Supplier : Nur die Übergabe von Status, etwa bei einer Prozesskette Es lassen sich hierzu beliebig viele Sensoren im SAP bzw. WhatsUp definieren. Die Verwaltung der Tabelle erfolgt innerhalb der SAP-Anwendungen. Diese Tabelle wird direkt vom WhatsUp mittels des Sensors ausgelesen, aufbereitet und überwacht. Die Zuordnung von Reaktionen entspricht den regulären WhatsUp-Konventionen. 14

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