Organisatorischer Leiter Rettungsdienst

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1 Organisatorischer Leiter Rettungsdienst Ausbildungsunterlage Stand: Version 2.0

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3 Vorwort In der Ausbildung von Führungskräften ist es zunächst Notwendig einen Überblick über die Thematik Führung zu vermitteln. Es ist jedoch auch gleichermaßen bedeutsam auf allen Führungsebenen im Sinne des Führungsvorganges einheitliche Vorgehensweisen zu trainieren. Angefangen von der ersten Fahrzeugbesatzung bis zum nachrückenden Organisatorischen Leiter Rettungsdienst ist eine durchgängige Führung unerlässlich. Es ist daher notwendig die Inhalte dieser Ausbildungsunterlage auch in der Aus- und Fortbildung aller Einsatzkräfte des Rettungsdienstes anzuwenden um die Anfangsphase einer Schadenlage mit ihren spezifischen Problemen schnellstmöglich überwinden zu können. Ich habe in der vorliegenden Dokumentation die Elemente Führungsorganisation und Führungsmittel bewusst als eigene Lage in den Führungsvorgang integriert. Somit wird hier das Führungssystem der Dienstvorschrift als eine Einheit beschrieben ohne jedoch den Aspekt eines immer wiederkehrenden Denk- und Handlungsablaufes zu vernachlässigen. Mit der Version 2.0 sind einige redaktionelle Änderungen eingearbeitet worden. So wurden die Abbildungen den aktuellen Vordrucken und Taschenkarten angepasst. Seit Jahresbeginn 2015 werden alle Rettungsdienstmitarbeiter der Region einheitlich in dem Vorsichtungsmodel PRIOR geschult. Die entsprechenden Seiten dieser Ausbildungsunterlage wurden geändert. Weiterhin fand eine einheitliche Einigung auf eine weiße Kennzeichnungsweste für den LNA statt. Ludwigslust, den , B.A. Gefahrenmanagement und Prävention geprüfter Berufspädagoge Lehrrettungsassistent Seite I

4 Inhaltsverzeichnis Seite Vorwort II Inhaltsverzeichnis III Abkürzungen IV 1. Lagefeststellung Allgemeine Lage Einflussfaktoren Umweltsphären Eigene Lage Taktische Einheiten Führungsorganisation Führungsmittel Schadenlage Einstieg in die Lageerkundung Eintreffmeldung Anhalteplatz Frontalansicht Personenbefragung Vorgehen bis zum Gefahrenbereich Gesamtübersicht Zusammenfassung der Erkundung Seite II

5 Inhaltsverzeichnis Seite 2. Planungsphase Beurteilung Erkannte Gefahren zusammenfassen Wertung vornehmen Gefahrenabwehrmöglichkeiten Entschluss Abwägen der Möglichkeiten Einleiten der Maßnahmen Auftragsvergabe Der Befehl Grundlagen Einsatzformen Befehlsarten Lagemeldung Meldegrundsätze Anlässe für Meldungen Terminologie Inhalt der Meldung Kontrolle Kontrollpunkte Kontrolle der tatsächlichen und effektiven Führung Abschließende Maßnahmen Quellenverzeichnis Tabellenverzeichnis Abbildungsverzeichnis Glossar Seite III

6 Abkürzungen AAO Allgemeine Aufbauorganisation (Polizei) AAO Alarm- und Ausrückordnung (NiPoG) ADAC Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e. V. AT Abtransport AGBF Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren ÄLRD Ärztlicher Leiter Rettungsdienst AWITEL Albis Wired Telephone (digitales Feldtelefon) BAO Besondere Aufbauorganisation (Polizei) BBK Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BE Behandlung BGBl Bundesgesetzblatt BMI Bundesministerium des Innern BOS Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben CBRN chemisch, biologisch, radiologisch und nuklear DLRG Deutsche Lebens Rettungs Gesellschaft DRF Deutsche Rettungsflugwacht e. V. DRK Deutsches Rotes Kreuz Dv Dienstvorschrift EA Einsatzabschnitt EAL Einsatzabschnittsleiter EDV Elektronische Datenverarbeitung EE Einsatzeinheit EL Einsatzleiter ELW Einsatzleitwagen EPÖA Einsatzbezogene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Polizei) e.v. eingetragener Verein FeWIS Feuerwehrinformationssystem des Deutschen Wetterdienstes FüAss Führungsassistent FwDv Feuerwehrdienstvorschrift GGSK Größere Gefahren- und Schadenlagen und Katastrophen (Polizei) GSG Gefährliche Stoffe und Güter HEIKAT Handlungsempfehlung zur Eigensicherung für Einsatzkräfte der Katastrophenschutz- und Hilfsorganisationen GVOBl Gesetz- und Verordnungsblatt h Stunde IuK Information und Kommunikation JUH Johanniter Unfall Hilfe KatS Katastrophenschutz KdoW Kommandowagen KIT Krisenintervention im Rettungsdienst km Kilometer LKW Lastkraftwagen LNA Leitender Notarzt m Meter MANV Massenanfall von Verletzten und Erkrankten MRT Magnetresonanztomographie MTF Medizinische Task Forces MTF Mannschafts - Transport - Fahrzeug MV Mecklenburg Vorpommern Seite IV

7 NEF NiPoG NotSan OPTA OrgL PA PDV Puma PSNV RA RD RS RTW S s SanZug SBE SEE SEG SK SN STAN SZ TEL TH THW u.a. UEAL Ü-MANV UVV Vgl WLAN Notarzteinsatzfahrzeug Nicht polizeiliche Gefahrenabwehr Notfallsanitäter Operativ taktische Adresse Organisatorische Leiter Rettungsdienst Patientenablage Polizeidienstvorschrift Presse- und Medienarbeit Psychosoziale Notfallversorgung Rettungsassistent Rettungsdienst Rettungssanitäter Rettungswagen Sachgebiet Sekunde Sanitätszug Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen Schnelleinsatzeinheit Schnell - Einsatz Gruppe Sichtungskategorie Landeshauptstadt Schwerin Stärke - und Ausrüstungsnachweisung Sanitätszug Technische Einsatzleitung Technische Hilfe Bundesanstalt Technisches Hilfswerk unter anderem Untereinsatzabschnittsleiter Überregionaler Massenanfall von Verletzten und Erkrankten Unfallverhütungsvorschrift vergleiche Wireless Local Area Network (drahtloses lokales Netzwerk) Seite V

8 Seite VI

9 1. Lagefeststellung Abbildung 1: Lagefeststellung Seite 1

10 1.1 Allgemeine Lage Die allgemeine Lage beinhaltet die für die Führungskraft unveränderbaren Einflussfaktoren. Wir selbst können diese Faktoren im Einsatz nicht bestimmen oder beeinflussen. Sie sind jedoch in jedem Fall zu berücksichtigen, da sie die Gesamtsituation mit bestimmen. Die allgemeine Lage kann daher auch als kritischer Faktor bezeichnet werden. Abbildung 2: Allgemeine Lage Die drei Einflussfaktoren können für sich oder im Zusammenhang für bestimmte Personengruppen auch einen Symbolwert darstellen. Dieser Symbolwert stellt unter Umständen den Grund für eine zerstörerische Handlung in Form eines (terroristischen) Anschlages dar. Die politische Situation, besondere Ereignisse und ungewöhnliche Zusammenhänge können Indikatoren für einen solchen Anschlag sein und erfordern unsere Aufmerksamkeit. 1 1 Vgl.: BBK (2/2008); HEIKAT Taschenkarte für Einsatzkräfte Seite 2

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