BIWAQ II eine vorläufige Bilanz aus der Perspektive des BBSR. Abschlusswerkstatt BIWAQ 2 Orhan Güleş; Regine Wagner, BBSR, Leipzig,

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1 BIWAQ II eine vorläufige Bilanz aus der Perspektive des BBSR

2 Inhalt 1 Gesamtübersicht 2 Übergang Schule Beruf 3 Integration von Langzeitarbeitslosen in Beschäftigung 4 Stärkung der Lokalen Ökonomie 5 Mehrwert für das Quartier 6 Gewonnene Erkenntnisse

3 1 Gesamtübersicht

4 2 Übergang Schule Beruf: Zielerreichung bis 12/2013 (51 Projekte) Output teilnehmende Jugendliche an Qualifizierungs- und Bildungsmaßnahmen : (48 % weiblich), 108 % des Ziels ( TN) wurden bislang erreicht, 3 Projekte werden die angestrebten Zielzahlen nicht erreichen. Ergebnis Vermittlung in Ausbildung : 929 TN (50 % weiblich). 46 % des Zielwerts (2.006 geplante Vermittlungen) wurden bislang erreicht, 40 % der Projekte werden das angestrebte Ziel nicht erreichen. Genderziele: Der Anteil der teilnehmenden weiblichen Jugendlichen liegt mit 48 % leicht über dem angestrebten Wert (47 %).

5 2 Übergang Schule Beruf: Erfolgsfaktoren und Hemmnisse Ganzheitlichkeit, Orientierung an individuellen Bedürfnissen, Flexibilität, sozialpädagogische Begleitung Integrierter Ansatz aus Freizeit, Theorie und Praxis Gut erreichbare Anlaufstellen vor Ort Stufenweiser Übergang vom geschützten zum arbeitsweltnahen Praxiseinsatz Vorbilder (Personal, Azubis, Erfolgsgeschichten) Gute Kooperation und Vernetzung mit den relevanten Akteuren (rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit, Partnerschaften Schule-Wirtschaft-Jugendhilfe etc.) Geschlechterspezifische AGs, nichtstereotype Praxiseinsätze o Lernen in der Freizeit o familiäre Situation (alleinerziehend, keine adäquate Unterstützung durch die Eltern), peers o Problemcocktails o Mobilitätsbereitschaft

6 3 Integration von Langzeitarbeitslosen in Beschäftigung: Zielerreichung bis 12/2013 (61 Projekte incl. Quartiersarbeit) Output teilnehmende Langzeitarbeitslose an Qualifizierungs- und Bildungsmaßnahmen : % des angestrebten Zielwerts (6.080 TN) wurden bislang erreicht, 15 Projekte werden die angestrebten Zielzahlen voraussichtlich nicht erreichen. Ergebnis Vermittlung in 1. Arbeitsmarkt : (58 % weiblich). Bislang 65 % des Zielwerts (1.993 geplante Vermittlungen) erreicht, rd. die Hälfte der Projekte werden die angestrebten Ziele erreichen. Altersstruktur: Anteil an über 55-Jährigen bei Quartiersarbeit deutlich höher (20 % vs. 10 %). Genderziele: Der weibliche Anteil liegt derzeit mit 56% leicht unter dem angestrebten Wert von 59 %. z.t. aber dennoch sehr hohe Nachfrage von Wiedereinsteigerinnen (mit Migrationshintergrund), 67 % der Projekte arbeiten mit Alleinerziehenden.

7 3 Integration von Langzeitarbeitslosen in Beschäftigung: Erfolgsfaktoren und Hemmnisse Prinzip der Freiwilligkeit, Fokus auf Selbstbestimmung Wertschätzung (Personal, Bewohner, Adressaten) Niedrigschwelliger Einstieg für die Ansprache (insb. für Mütter mit Migrationshintergrund ) Anlaufstellen vor Ort (Nähe Jobcenter, Andocken Gemeinbedarfseinrichtungen, z.b. Mehrgenerationenhäuser) Passgenaue, individuelle Maßnahmen mit zeitlicher Flexibilität und sozialpädagogische Begleitung Gute Vernetzung, um ganzheitliche, integrierte Betreuung zu gewährleisten (von Schuldnerberatung bis Arbeitgeberkontakt) Als sinnvoll erachtete Tätigkeiten o Multiple Vermittlungshemmnisse Teilnehmender höher als erwartet (Folge des Rückgangs der Erwerbslosigkeit, Zuweisungspraxis Jobcenter) o Vorrang von Maßnahmen des Jobcenters o Reduzierung geförderte Beschäftigung o Ausstieg aus der Niederschwelligkeit Qualifizierung außerhalb der Arbeitszeit (Quartiersarbeit)

8 4 Stärkung der lokalen Ökonomie: Zielerreichung bis 12/2013 (21 Projekte) 1972 beratene Kleinst- und Kleinunternehmen, Zielerreichungsgrad 119 %, 3 Projekte werden angestrebten Zielwert nicht erreichen. Vernetzung: Nach länger Anlaufphase mehr Bereitschaft zu Vernetzungsaktivitäten. Bevorzugt werden temporäre Aktionen. Kommunale Wirtschaftsförderung stärker im Boot. Reduzierung Leerstand: gelingt nur in Ausnahmen, auch bei Neuvermietung hohe Fluktuation. Existenzgründungsberatungen: 485 (49 % w), Zielerreichungsgrad 54 %, weniger Frauen als geplant (soll 55 %), 109 Gründungen (48 % w). 11 von 19 Projekten werden die angestrebte TN-Zahl voraussichtlich nicht erreichen. Verbesserung Stadtteilimage: Einbeziehung nichtwirtschaftlicher Akteure, Nachbar Unternehmer

9 4 Stärkung der lokalen Ökonomie: Erfolgsfaktoren und Hemmnisse Fundierte Bedarfs- und Potenzialanalysen Mix aus sozialpädagogischer Begleitung und betriebswirtschaftlicher Beratung (interdisziplinäre Teams) Unterstützung Gründerinnen bei der Kinderbetreuung/Unternehmerinnen-Netzwerke Verlinkung zu gesamtstädtischen Förder- und Beratungsangeboten o Wegfall Gründerzuschuss durch Jobcenter, alternative Angebote (Weitervermittlung), Aufstockerbetreuung, weniger Interesse als erwartet, kein ausreichendes Potenzial o Geringe Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer/innen o Stadtstrukturelle Voraussetzungen (5 Projekte finden in Großwohnsiedlungsquartieren statt)

10 5 Mehrwert für das Quartier: gute Praxis für die Verknüpfung mit städtebaulichen Investitionen Ein neu gebautes Bürgerhaus mit integrierter Kita als Mittelpunkt der BIWAQ-Aktivitäten: Beschäftigung von langzeitarbeitslosen Menschen, z.t. mit Behinderung, im HeidelBERG-Café niederschwelliges Medienzentrum (incl. Sprachkurse) Vermittlungsangebote für Schulabgänger/innen Informationsveranstaltungen im Bürgersaal Heidelberg, Emmertsgrund

11 5 Mehrwert für das Quartier: gute Praxis für die Verknüpfung mit anderen Handlungsfeldern Mobilität und Klimaschutz Bremen-Gröpelingen Sicherer Weg in die Kita Berlin-Mitte Gesundheit, Fitness, Kommunikation Mannheim, Hochfeld

12 5 Mehrwert für das Quartier: gute Praxis für Beteiligungsorientierung Kein BIWAQ-Schritt ohne die Stadtteilvertretung Düren-Nord Familienangebote auf dem Nordstadtfest Gießen-Nordstadt Den eigenen Stadtteil zeigen Dessau, Theater- und Johannisviertel

13 5 Mehrwert für das Quartier: gute Praxis für Partnerschaften Regionale Unternehmen virtuell in den Stadtteil holen Berlin-Gropiusstadt

14 5 Mehrwert für das Quartier: gute Praxisbeispiele für Vielfalt 1001 Chancen für Muslima Hamburg, Lohbrügge

15 5 Mehrwert für das Quartier: gute Praxisbeispiele für konzeptionsbasiertes Vorgehen

16 6 Gewonnene Erkenntnisse Mehr Flexibilität bei der Gebietsabgrenzung bei nachweisbaren Handlungsbedarfen Stärkung der integrierten, handlungsfeldübergreifenden Vorgehensweise (Quartiersbezug, Partnerschaften, zusätzliche Effekte für das Quartier) Bessere Anbindung an die Gesamtstadt (stadtgesellschaftlicher Zusammenhalt, Erschließen von zusätzlichen Ressourcen (Unternehmen, Mentoren, Angebote, brückenbildende Aktivitäten) Genauere Ex ante Prüfung der Zielwerte Verstärkte Ansprache von Langzeitarbeitslosen erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt: Ältere (55+),Menschen mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende, Wiedereinsteigerinnen Noch stärkere Flexibilisierung, um passgenaue Lösungen zu finden Gelingende Übergänge aus der Niederschwelligkeit Verstärkter Fokus auf Anschlussperspektiven und die Verbesserung der Selbstkompetenz Stärkung lokaler Ökonomie mit Blick auf Nahversorgungsfunktion und Erschließung gesamtstädtischer Potenziale (realistischer Blick auf die stadtstrukturellen Potenziale)

17 Das BIWAQ-Team im BBSR dankt den BIWAQ-Projekt-Teams!!! Bildnachweise: Büro Stadtberatung Dr. Sven Fries (Folie 10); D. Seidel, M. Keiner, M. Wünsche (Folie 11); Projekte Gemeinsame Wege, low tec ggmbh, Avendi Seniorenservice Dessau (Folie 12), R. Damman (Folie 13), P. Ruiz-Holtgrefe, SBB Kompetenz ggmbh (Folie 14) B. Bilic (Folie 17)

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