> Mutterschaftsentschädigungen sind bei der AHV-Ausgleichskasse des letzten Arbeitgebers geltend zu machen.

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1 Taggelder Wer zahlt Taggelder und wieviel? > Mutterschaftsentschädigungen sind bei der AHV-Ausgleichskasse des letzten Arbeitgebers geltend zu machen. AHV > «Kleines» Taggeld für erste Ausbildung ca. Fr. 30. > Taggeld bei Eingliederungsmassnahmen: Höhe in der Regel nach Massgabe des früheren Erwerbseinkommens. IV UV > Unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit. > 80% des zuletzt bezogenen Lohnes bei 100% Arbeitsunfähigkeit. Höchstes Taggeld Fr > Zwei Tage Wartefrist. Keine Begrenzung auf 720 Tage. > Verköstigungsabzug von höchstens Fr. 20. pro Spitaltag. Kein Abzug im Besonderen, wenn für Kinder zu sorgen ist. Taggeld nach Krankenversicherungsgesetz (KVG): > Das höchst versicherbare Taggeld ist meistens beschränkt (z. B. Fr. 30. ). > Versicherungsvorbehalte max. 5 Jahre. > 2 Tage Wartefrist. Weiterer Aufschub möglich. > Leistungsdauer in der Regel zwei Jahre. > Mindestens 50 % Arbeitsunfähigkeit. KV Taggeld nach Versicherungsvertragsgesetz (VVG): Individuelle Vertragsvereinbarungen (siehe S. 118). > Versicherungs-Taggelder (Krankheit, Unfall, Mutterschaft, ALV) wirken sich auf die Dauer des BVG-Versicherungsschutzes für die Risiken Tod und Invalidität aus. > Die Regelungen in Art. 8 Abs. 3 BVG und Art. 10 Abs. 2 lit. d BVG sind unvollständig und widersprüchlich. BV 4

2 Invalidität Wer zahlt wieviel bei dauernder Erwerbsunfähigkeit? AHV > 1 /1, 3 /4, 1 /2 oder 1 /4 Renten je nach IV-Grad. Wartefrist 1 Jahr. Invaliditätsgrad 70% und mehr: 1 /1 Rente von Fr bis Fr Invaliditätsgrad 60% 69%: 3 /4 Rente von Fr bis Fr Invaliditätsgrad 50% 59%: 1 /2 Rente von Fr bis Fr Invaliditätsgrad 40% 49%: 1 /4 Rente von Fr bis Fr > Mindestalter 18, Höchstalter 64 (Frau), 65 (Mann). > Verwitwete IV-Rentner: Fr bis Fr > Kinderrenten bis 18 bzw. 25 (Ausbildung): Fr bis Fr > Kein Aufschub der Altersrente. > Keine Zusatzrente mehr für Ehepartner. IV > Unfallbedingte Invalidität. > Vollrente 80% des letzten Jahreslohnes. > Komplementärrenten 90% zu IV-Renten. > Teuerungszulagen. > Zusätzlich: Integritätsentschädigung bis max. Fr UV > Eventuell Kapitalleistungen je nach Vereinbarung. KV Anspruch auf Leistungen haben Personen, die im Sinne der IV mindestens 40% invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren (Art. 23 BVG). > Volljahresrente: ca. 6,9% der Altersgutschriften (obligatorischer Teil). > 1 /1, 3 /4, 1 /2 oder 1 /4 Renten je nach IV-Grad. > Kinderrenten: ca. 1,3 % von Altersgutschriften. > Weiterführung des Alterskontos bei Invalidität (Art. 14 / 15 BVV 2). > Invalidität 40%: Reduktion der Grenzwerte des koordinierten Lohnes. > Gesundheitliche Vorbehalte fallen nach fünf Jahren (überobligatorisch) weg. Auch bei Leistungen aus UVG oder Militärversicherung sind BVG-Leistungen nicht ausgeschlossen. Überentschädigungsfragen: Art. 24 / 25 BVV 2 / BGE 123 V 193 / BGE 123 V 204 ff. BV 5

3 AHV Bestimmungsgrösse Alters- und Alters- und Hinterlassenenrenten und Leistungen an Angehörige Invalidenrente Invalidenrente für Witwen / Witwer Massgebendes Witwen / Witwer Waisen- und Waisenrente 60 % durchschnittliches Kinderrente Jahreseinkommen 1/1 1/1 bis

4 Invalidität Betätigungsvergleich Bemessung der Invalidität bei Hausfrauen und Hausmännern ohne Erwerbstätigkeit. Vergleich und Bewertung der invaliditätsbedingten Leistungseinbussen mit folgendem Schema (Beispiel): Aufgaben Minimum Maximum % % 1. Haushaltführung (Planung, Organisation, Arbeitseinteilung, Kontrolle) Einkauf und weitere Besorgungen Ernährung (Zubereitung der Mahlzeiten, Reinigungsarbeit in der Küche) Wohnungspfl ege Wäsche, Kleiderpfl ege, Herstellung und Neugestalten (Nähen, Stricken, Häkeln) Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen Verschiedenes (Krankenpfl ege, Pfl anzen- und Gartenpfl ege, Haustiere). Beliebige Tätigkeiten (z. B. gemeinnützig, 0 50 Weiterbildung, künstlerisches Schaffen). (Aus der Wegleitung über Invalidität und Hilfl osigkeit des BSV) > Der Betätigungsvergleich ist bei ausschliesslicher Haushaltführung zu machen. Bei Haushaltführung und teilweiser Erwerbstätigkeit: gemischte Methode, d.h. Anteil Erwerbstätigkeit wird von der Haushaltführung ab gezogen. > Überprüfung z. B. einer abgelehnten oder teilweisen IV-Rente für eine Hausfrau, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen Veränderung der massge benden familiären Verhältnisse (Kinder sind grösser und selbstän diger geworden) oder aus wirtschaftlicher Notwendigkeit ohne Invalidität eine Erwerbs tätigkeit auf genommen worden wäre. > Spezifi sche Methoden auch für Versicherte, die im bisherigen Aufgabenbereich eingeschränkt sind (Studenten, Selbständigerwerbende, Landwirte). > UVG und BVG leisten nur für Einschränkungen in der Erwerbstätigkeit. Teilzeit Eine Frau ist 14 Stunden pro Woche (Vollzeit 42 Stunden) erwerbstätig. Sie ist also 1 /3 erwerbstätig und 2 /3 haushaltführend. Die invaliditätsbedingten Einschränkungen im Haushalt und in der Erwerbstätigkeit werden geschätzt und addiert. 47

5 Ergänzungsleistungen Sachverhalt Der Mann leidet an Alzheimer und lebt im Pfl egeheim. Das Heim kostet im Tag Fr Die Krankenkasse zahlt daran pro Tag Fr Der Kanton hat den Betrag für persönliche Auslagen mit Fr im Monat festgelegt. Die Begrenzung der Heimtaxen erlaubt die volle Berücksichtigung der Tagestaxe. Dem Mann gehört ein Einfamilienhaus mit einem Steuerwert von Fr Auf der Liegenschaft lasten Hypotheken in Höhe von Fr , welche zu 3% verzinst werden müssen. Die Frau wohnt im Einfamilienhaus. Der Eigenmietwert beträgt Fr Der Frau gehört ein Sparvermögen von Fr , welches mit 1,5% verzinst wird. Die Pauschale für die Krankenversicherung beträgt pro Person Fr im Monat. Der Mann erhält eine AHV-Rente in Höhe von monatlich Fr , die Frau eine solche von monatlich Fr Heimaufenthalt Bei einem Heimaufenthalt können die Kantone den Vermögensverzehr auf 1 /5 erhöhen. Der Betrag für persönliche Aus lagen ist im Rahmen von Fr bis Fr (kantonal geregelt). Ehegatte im Pflegeheim Ehegattin zu Hause EL-Berechnung Gemeinsamer Berechnungsteil Bestimmung des Vermögensverzehrs selbstbewohnte Liegenschaft /. Freibetrag anrechenbarer Wert der Liegenschaft 0. Sparvermögen Bruttovermögen /. Hypotheken Reinvermögen 0../. Freibetrag Ehepaar für Verzehrsberechnung massgebendes Vermögen 0. Vermögensverzehr 1 /10 von Fr Einnahmen AHV-Rente Mann AHV-Rente Frau Zinsertrag Vermögensverzehr 0. Total Einnahmen des Ehepaares Gesonderter Berechnungsteil Mann (Heim) Frau (Hause) Ausgaben Heimtaxe (365 x Fr ) Persönliche Auslagen Lebensbedarf Bruttomiete (Eigenmietwert Fr NK-Pauschale Fr ) max. Krankenversicherungsprämie (Pauschale)* Hypothekarzins Gebäudeunterhalt ( 1 / 5 v. Ertrag) Total Ausgaben Einnahmen Hälfte der Einnahmen des Ehepaares Krankenkassenleistung (365 x Fr. 40. ) Eigenmietwert Total Einnahmen jährliche EL Ausgaben /. Einnahmen EL pro Jahr * kantonal geregelt 56

6 Unfall-Versicherung UVG Taggeldtabelle (Annäherungswerte) Versicherter Jahresverdienst Fr. Versicherter Jahresverdienst Fr. Versicherter Jahresverdienst Fr. Taggeld Jahreslohn geteilt durch 365. Davon 80 %

7 Berufliche Vorsorge Prinzip BV-Altersgutschriften (Minimum) Die Altersgutschriften werden jährlich in Prozenten des koordinierten Lohnes berechnet. Ansätze: Jahrgangs-Altersgutschriften Das für die Berechnung der Altersgutschrift massgebende Alter ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Kalenderjahr und dem Geburtsjahr. Alter Jahrgänge 7 % % % % Kalenderjahr 2012 Geburtsjahr 1960 massgebendes Alter 52 (Art. 13 BVV 2) Berechnungsbeispiel mit angenommenen Zahlen: Arbeitnehmer, geb Koord. Koord. Alters- BVG- Datum Jahreslohn Abzug Lohn Alter gutschriften Zins Ertrag Guthaben % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % % %

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