Pädagogische Grundlagen

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1 Liebe Freunde! Pädagogische Grundlagen Ist die FESH (Freie Evangelische Schule Hannover) eine Schule, die aus Kindern Christen macht? Wohl kaum. Das dürfen und können wir nicht tun. Sie wissen sicher: GOTT HAT KEINE ENKEL! Das heißt: Christ wird ein Mensch nicht durch die "Dressur" irgendeiner Erziehung, sondern durch die persönliche Entscheidung, sein Leben von Gott bestimmen zu lassen. Was will die FESH aber eigentlich? Sie will Eltern helfen, ihren von Gott gegebenen Erziehungsauftrag zu erfüllen. Viele Eltern haben diese Aufgabe schon längst aufgegeben bzw. an andere offene und geheime Miterzieher abgegeben, die durch negative Einflußnahme auf Kinder einwirken. Manche Eltern lehnen christliche Erziehung ab, weil sie ihnen nach Indoktrination riecht. Sie plädieren für "neutrale" Erziehung. Dabei übersehen sie, daß es keine Neutralität in Erziehungsdingen gibt. Nein, die Aufgabe bleibt. Unsere Kinder sind angewiesen darauf, daß Eltern und auch Schule mithelfen, "ihre eigentliche Bestimmung zu finden, nämlich Leben in der Gottes-Beziehung". Oder wie es unser Psalmwort formuliert: daß sie Vertrauen gewinnen zu Gott und damit zum Leben, daß sie Ehrfurcht gewinnen vor dem Schöpfer des Lebens und mit seiner Realität rechnen, daß sie Halt und Orientierung gewinnen an den guten und tragfähigen Lebensordnungen, die Gott uns aus liebender Fürsorge gegeben hat. Sie

2 merken: Christliche Erziehung will helfen, das Leben zu gewinnen. Dazu will die FESH ihren Beitrag leisten. Auch die Erziehungsgrundlagen, die wir formuliert haben, sollen dazu dienen. Möge Gott uns helfen, daß wir unseren Erhiehungsauftrag verantwortlich und mit seiner Hilfe erfüllen. Mit herzlichem Segensgruß Der Vorstand des Trägervereins Gott will Beziehung Kinder wachsen heute in einer Gesellschaft auf, die weithin durch Beziehungslosigkeit, unverbindliche Beziehungen und Beziehungskrisen geprägt ist. Sie sehnen sich nach Geborgenheit, Verbindlichkeit und sinnvollen Verhaltensmaßstäben. Kinder brauchen eine Erziehung, die gute Rahmenbedingungen für das Heranwachsen zum mündigen, beziehungsfähigen Menschen schafft. Christliche Erziehung setzt hier Akzente, denn das Evangelium von Jesus Christus beinhaltet die Lösung der Beziehungsfrage gegenüber GOTT, MENSCH und MITMENSCH: "GOTT WILL BEZIEHUNG". Wie ein roter Faden zieht sich das Interesse Gottes am Menschen durch das geoffenbarte Wort Gottes in der Bibel. Gott verheißt seine Nähe und Hilfe denen, die in einer Beziehung mit ihm leben, er gibt Orientierung und Handlungsbereitschaft für ein sinnerfülltes Leben. Das Leben in einer nachchristlichen, pluralistischen Gesellschaft fordert heraus, Kindern diese Tatsache zu vermitteln und ihnen Möglichkeiten von Identifikation und Erfahrung einzuräumen.

3 Christliche Erziehung will Kindern helfen, ihre eigentliche Bestimmung zu finden, das Leben in der Gottes-Beziehung. Christliche Erziehung will keine weltfremden Frömmler, sondern Menschen, die in der Verantwortung vor Gott ihre Welt und Umwelt prägend mitgestalten. Gott schafft Beziehung Jedes Erziehungskonzept, jeder Erziehungsstil beinhaltet eine spezifische Anschauung vom Menschen. Grundlegend für die pädagogische Arbeit der FESH ist das Menschenbild der Bibel. Danach ist der Mensch kein zufälliges Produkt der Materie, sondern Geschöpf Gottes, mit Würde und einem freien Willen ausgestattet. Er ist geschaffen als Einheit von Leib, Seele und Geist und als Ebenbild Gottes in die Beziehung mit ihm berufen. Die Welt ist ihm als Gottes Schöpfung zur Gestaltung und Bewahrung anvertraut. Die Auflehnung gegen den Schöpfergott bedeutet den Verlust der Gottesbeziehung, negative Folgen im Zusammenleben der Menschen und die Zerstörung der Schöpfung. In JESUS CHRISTUS schafft Gott die Chance einer neuen Gottes-beziehung. Durch Jesu Sterben am Kreuz und seine Auferstehung erfährt der Mensch, der seine sündige Existenz bekennt, Gottes Liebe und Güte, Vergebung der Schuld und die lebensverändernde Kraft des Heiligen Geistes. Menschen, die immer wieder die Liebe und Vergebung Gottes erfahren, erleben Urgeborgenheit, Vertrauen und die Fähigkeit zur Liebe. Diese Liebesbeziehung ist die Basis eines Lebens zur Ehre Gottes. Gott beauftragt und befähigt für Beziehung Kinder brauchen Lehrer, deren Selbstverständnis nicht nur Wissens-vermittlung, sondern auch den Auftrag zur Erziehung und zum Vorbild beinhaltet. Kinder brauchen Lehrer, die selbst in Beziehung mit Gott leben und die in der Lage sind, Beziehung aufzubauen. Kinder brauchen Lehrer, die den Mut zum Dienen neu entdecken und praktizieren.

4 Lehrer an der FESH leben in einer wachsenden Gottesbeziehung. Sie sind von Gott beauftragt und befähigt zu dienen, indem sie Unterricht und Erziehung verantwortlich gestalten und sich mit fachlichen Fragen glaub-würdig auseinandersetzen. Lehrer an der FESH erfahren eigene Ohnmacht im Scheitern, Belastung durch persönliche Schuld und erleben ihre Grenzen im Umgang mit anderen. Sie selbst sind auf Vergebung von Gott und Erneuerung durch den Heiligen Geist angewiesen. Lehrer an der FESH erfahren Selbsterziehung und erleben Hilfen für ihren Erziehungs-alltag durch das Wort Gottes, Gebet und die Glaubensgemeinschaft mit anderen. Lehrer an der FESH bejahen das gemeinsame Erziehungskonzept und sind zu regelmäßiger Absprache über fachliche Sachverhalte und zum Aus-tausch über pädagogische Herausforderungen und Fragestellungen bereit. Gott gestaltet Beziehung Die Bibel bezeugt es: GOTT HAT EIN HERZ FÜR KINDER. Sie erfahren seine Liebe und Wertschätzung. Kinder können erleben, - von Gott angenommen zu sein - mit Gott zu reden - auf ihn zu hören - von Gott verändert zu werden - mit ihm neue Wege zu gehen. Besonders im Kleinkind- und Grundschulalter ist es wichtig, daß Kinder das Wort Gottes kennenlernen, biblische Wahrheiten erfahren und in der Auseinandersetzung damit Orientierung für menschliches Denken und Handeln erhalten. Das Evangelium von Jesus Christus und die Gebote Gottes, insbesondere das Doppelgebot der Liebe: "Du sollst den Herrn deinen Gott lieben von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst" (Lukas 10,27) bilden die Grundlage für die Gestaltung von Gottes-Beziehung sowie Ich- und Du- Beziehung.

5 Zuspruch und Anspruch des Evangeliums bedeuten auch Lernen - der Überwindung von Hoffnungslosigkeit angesichts bedrohter Lebenssituationen - des Einsatzes für Schwache und Benachteiligte - des Engagements für die bedrohte Umwelt als Schöpfung Gottes. Kinder brauchen die Herausforderung von verschiedenen Tätigkeits-feldern, um derartige Lernerfahrungen zu machen. Die beabsichtigten Lernprozesse müssen so angelegt sein, daß am Ende nicht Zwangsdenken, blinde Anpassung und Denkhemmung stehen, sondern Mündigkeit, ohne die ein aus Beziehung gelebter Glaube nicht möglich ist. Die Entscheidungsfreiheit muß bewahrt bleiben. Beziehung - Kind, Unterricht und Schulleben Der Unterricht in einer durch Gottesbeziehung geprägten Schule bemüht sich, zuverlässige Lern- und Erfahrungsgrundlagen für Lebensbejahung und -bewältigung zu bieten. Er wird innerhalb des gesetzlichen Rahmens (Rahmenrichtlinien, Erlasse) fachspezifische, kind- und gesellschafts-orientierte Ziele im Sinne des Evangeliums zu verwirklichen suchen. Die Kinder sollen auch befähigt werden, die sie umgebenden Einflüsse zu hinterfragen und zu beurteilen, d.h. der Unterricht wird nicht auf Lehr-gegenstände beschränkt, die sich konfliktlos in das biblisch-christliche Weltbild einordnen lassen. Vielmehr sollen Kinder lernen, sich mit Lerninhalten sachlich auseinanderzusetzen und sie nach biblischen Maßstäben einzuordnen und zu hinterfragen. Lernen, das auf dem Hintergrund von Gottesbeziehung geschieht, erfordert eine vertrauensfördernde Lernatmosphäre, in der Kinder sich wohlfühlen, sie Lernmotivation erfahren und ihre Bedürfnisse nach Ordnung, Sicherheit und Ruhe befriedigt werden.

6 Lernen auf dem Hintergrund von Gottesbeziehung bedingt einen Unter-richt, der Kinder herausfordert zum Denken, zur Entwicklung des Gewissens, des Gefühlslebens sowie selbsttätigem Tun und Engagement für andere. Kinder brauchen dazu unterrichtliche Anreize, um Neugierde zu entwickeln, Staunen zu lernen, Gaben und individuelle Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. Kinder müssen ihre Persönlichkeit entfalten können, unabhängig von individuellen und gesellschaftlichen Wandlungsprozessen. Das Angebot von künstlerisch-musischen Kursen und praxisnahen Projekten trägt zur Verwirklichung dieser Ziele bei. Gezielte Fördermaßnahmen und differenziertes Arbeiten werden in einen Unterricht integriert, der sowohl vielfältige Lehr- und Lernformen, notwendige Übungsphasen als auch offene Arbeitsformen, die die Selbsttätigkeit der Kinder anregen, kennt. Für den Unterricht selbst ist eine regelmäßige Erfolgskontrolle und Leistungsbeurteilung unentbehrlich. Sie gibt Auskunft über den erreichten Lernstand und hat eine informative und erzieherische Funktion für Lehrende und Lernende. Kinder brauchen auch Erfahrung in der Gemeinschaft mit anderen. Sie erleben eigene und fremde Grenzsituationen, Lernschwächen, Erfolg und Mißerfolg. Das Leben aus der Gottesbeziehung bejaht und fördert gemeinschaftliches Lernen und Wachsen, gemeinsames Tun und gegenseitige Hilfe im Klassenverband. Sofern die außerschulische Wirklichkeit (Erkundungsgänge, Theater- und Konzertaufführungen, aktuelle Aktionen usw.) dazu beitragen kann, wird sie mit einbezogen. Über den Unterricht hinaus spielen klassen-übergreifende Projekte, Besuche außerhalb der Schule und Schulfahrten eine Rolle. Auch regelmäßig stattfindende Feste mit den Familien und Freunden der Schule sind wichtiger Bestandteil des Schullebens. Kleine Konzerte, Ausstellungen und andere Darbietungen spiegeln die Arbeit in der Schule wieder, wie der

7 gemeinsame Tagesanfang und die Schul-gottesdienste, die einen festen Bestand im Schulalltag haben. Beziehung - Eltern und Schule Erziehung und Unterweisung der Kinder ist zunächst die vorrangige Aufgabe der Eltern, die diese zeitweise an die Schule und andere Einrichtungen abgeben. Viele Eltern beobachten, daß Kinder dem Bereich häuslicher Einflußnahme heute immer mehr entzogen werden. Diese Entwicklung steht auch dem Erziehungsauftrag aus 5. Mose 6, 4-7 entgegen: "Der Herr ist unser Gott, der Herr allein! Und du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst." Das Grundgesetz Artikel 6, Abs. 2; Artikel 7, Abs. 4 und 5; Artikel 12, Abs. 1 bietet Eltern die Möglichkeit, Schulen in freier Trägerschaft "mit besonderem pädagogischen Interesse" zu errichten. Die FESH bietet eine Chance, den biblischen Erziehungsauftrag erneut ernst zu nehmen und Lehrer, die in einer Gottesbeziehung leben, in diese Erziehungsarbeit zu berufen. Der intensive Dialog zwischen Eltern und Lehrern ist die Grundlage für die Entfaltung von Beziehung und den offenen und vertrauenschaffenden Umgang miteinander. Er trägt dazu bei, Lebenswirklichkeit und Lebensumstände des einzelnen Kindes transparent zu machen und erzieherische Maßnahmen zu erörtern. BEZIEHUNG braucht Austausch, Anregungen, Korrektur und mut-machende schulische Angebote. Gesprächsabende, Vorträge, Seminare usw. sollen dazu dienen, Eltern in ihrer Erziehungsarbeit zu begleiten und zu beraten. BEZIEHUNG lebt von schöpferischen Einfällen und Kreativität.

8 Die vielen Möglichkeiten einer freien Schule können durch die engagierte Mitarbeit der Eltern initiiert und getragen werden. Bei der Organisation und Gestaltung von Schulfesten, Projekten, Freizeiten, handwerklichen, musischen und sportlichen Aktivitäten können sie selbst ihre Fähigkeiten entdecken und einbringen. Organisation und Rechtslage Die FESH ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule mit den Klassen 1 bis 6. Schulträger ist der Verein FREIE EVANGELISCHE SCHULE IN HANNOVER e.v. Dieser Verein arbeitet auf der Basis der EVANGELISCHEN ALLIANZ. Eltern, Lehrer und andere an der Mitarbeit interessierte Personen können entsprechend der Satzung dem Verein beitreten. Neben dem Trägerverein besteht noch ein Freundeskreis, dessen Mitglieder die Schule finanziell, ideell und bei Bedarf auch tatkräftig unterstützen. Neben staatlichen Zuschüssen finanziert sich die Schule durch Spenden und Schulgeld. Schule: Prinz-Albrecht-Ring Hannover-Bothfeld Tel: (0511) , Fax: (0511) Trägerverein: z.hd. Verwaltungsleitung Prinz-Albrecht-Ring Hannover-Bothfeld Tel: (0511) , Fax: (0511) Konto: Sparkasse Hannover, BLZ: , Kto.-Nr IBAN: DE BIC: SPKHDE2HXXX Stand: 02/2015

9 Was wir hörten und erfuhren, was uns die Väter erzählten, das wollen wir unseren Kindern nicht verbergen, sondern dem kommenden Geschlecht erzählen: die ruhmreichen Taten und die Stärke des Herrn, die Wunder, die er getan hat. Er stellte sein Gesetz auf in Jakob, gab in Israel Weisung und gebot unseren Vätern, ihre Kinder das alles zu lehren, damit das kommende Geschlecht davon erfahre, die Kinder der späteren Zeiten; sie sollten aufstehen und es weitergeben an ihre Kinder, damit sie ihr Vertrauen auf Gott setzen, die Taten Gottes nicht vergessen und seine Gebote bewahren. Psalm 78, 3-7

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