Seminar Basel II Schweizerische Umsetzung auf der Zielgeraden. Basel II für die Schweiz: Überblick

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1 Seminar Basel II Schweizerische Umsetzung auf der Zielgeraden Basel II für die Schweiz: Überblick Daniel Zuberbühler 29. September 2005, Kongresszentrum, MCH Messe Basel

2 Themen 1. Ziele der CH-Umsetzung 2. Grundzüge der CH-Umsetzung Was wird 1:1 aus Basel II übernommen? Zwei Standardansätze für Kreditrisiken Risikoverteilungsvorschriften Säule 2 Säule 3 Keine Gefährdung der KMU-Finanzierung 3. Inhalt des Anhörungspaketes 4. Folgen der Differenzierung /Z EBK / CFB / SFBC 2

3 Basel II 1. Säule: Menü-Auswahl (BIZ) Risiko-Kategorien einfach Kreditrisiken Marktrisiken Operationelle Risiken inkl. rechtliche Risiken ex. Strategie-Risiken ex. Reputations-Risiken Standardansatz De Minimis (Europa) Basic Indicator Foundation IRB Standardansatz Standardansatz Advanced IRB Interne Modelle VaR Advanced Measurement Approaches (AMAs) komplex sensitiv /Z EBK / CFB / SFBC 3

4 Ziele der Umsetzung in der Schweiz 1. Einfach für überwiegend im Inland tätige Banken Schweizer Standardansatz, SA-CH 2. Vergleichbarkeit für international tätige Banken Internationaler Standardansatz, SA-BIZ 3. Fortgeschrittene Ansätze zugeschnitten für Grossbanken IRB & AMA 4. Keine Gefährdung der KMU-Finanzierung 5. Erhalt des schweizerischen Eigenmittelniveaus Weiterhin deutlich über internationalem Minimum /Z EBK / CFB / SFBC 4

5 Grundzüge der CH-Umsetzung Säule 1 Schwergewicht Alle Menüs anbieten Kein Zwang zu institutsspezifischen Ansätzen Einfache Ansätze für grosse Mehrheit Säule 2 Einfach Fortführung EBK-Praxis Zuschläge individuell Zielgrösse 120% Risiko-Mgmt. Säule 3 Minimum Abweichung nach unten Koordination mit Rechnungslegung DIFFERENZIERUNG /Z EBK / CFB / SFBC 5

6 Was wird 1:1 aus Basel II übernommen? Risiko-Kategorien Kreditrisiken Differenzierung Marktrisiken Operationelle Risiken inkl. rechtliche Risiken ex. Strategie-Risiken ex. Reputations-Risiken Standardansatz De Minimis (Europa) Basic Indicator Foundation IRB Advanced IRB Multiplikator Standardansatz Interne Modelle VaR Standardansatz Advanced Measurement Approaches (AMAs) /Z EBK / CFB / SFBC 6

7 BASEL II: CH-UMSETZUNG DIFFERENZIERUNG STANDARDANSÄTZE KREDITRISIKEN Alte BankV + Basel II Nova SA-CH STANDARD Basel II pur + Multiplikatoren SA-BIZ Foundation IRB Advanced IRB /Z EBK / CFB / SFBC 7

8 Standardansätze für Kreditrisiken Schweizerisch International SA-CH SA-BIZ Zielgruppe Methode Kalibrierung Umstellungs- Aufwand Vorteile Universalbanken: Hypo, Retail, KMU-Kredite; Mehrheit Einbau Basel II-Nova Rest unverändert EM-Niveau halten Retail- und KMU privilegieren Klein Risikodifferenziert kostengünstig Internat. tätig; externes Rating; börsenkotiert; IFRS; Auslandbank Basel II pur nach EU- Richtlinie zusätzlich Multiplikatoren zur Anhebung auf SA-CH-Level Hoch Keine Doppelrechnung transparent /Z EBK / CFB / SFBC 8

9 Basel II: SA-CH vs. SA-BIZ Wohnhypo Retail Bank >3y Uebrige F. Not leidend Bankgeb. Basel II pur Basel II SA-CH Basel II SA-BIZ /Z EBK / CFB / SFBC 9

10 KMU-Finanzierung: keine Gefährdung Neue Unterlegung von OpR EM-Reduktion für KR Deutliche Verbesserungen zugunsten KMU seit ersten Entwürfen von Basel II Kredite 1,5 Mio CHF = Retail, privilegierte RGW Umsatz 75 Mio CHF IRB: RGW-Reduktion bis 20% CH-Umsetzung: Privilegierung 1:1 übernehmen SA: Wohnbauhypo., Retail, externe Ratings CH-Privilegierung beibehalten für gewerbl. Hypo. IRB: RGW 1:1 aus Basel II Interne Ratings (IRB) keine Erfindung von Basel II /Z EBK / CFB / SFBC 10

11 BASEL II: CH-UMSETZUNG RISIKOVERTEILUNG KREDITRISIKEN STANDARD SA-CH CH-System SA-BIZ EU-System EM- Risikogewichte Foundation IRB EU-System Brutto Exposure Advanced IRB /Z EBK / CFB / SFBC 11

12 Risikoverteilungsvorschriften 1. Abschnitt Allgemeines 2. Abschnitt Schweizer Ansatz 3. Abschnitt Internationaler Ansatz Allgemein gültige Regelungen für beide Ansätze Unveränderte Meldegrenzen von 10%, 25% und 800% Für Banken, die unter den EM-Vorschriften den Schweizer Standardansatz anwenden (SA-CH) Grundsätzlich keine Änderungen gegenüber heutiger Regelung (Art. 21 und 22 BankV) Für Banken, die unter den EM-Vorschriften den Internationalen Standardansatz (SA-BIZ) oder IRB anwenden Berechnungsmethode wie EU Gewichtung nach Gegenparteirisiko Basis grundsätzlich Bruttoexposure EM-Risikogewichte Ausnahmen vom Einbezug in die Gesamtposition Spezialregelung für Lombardkredite Keine Spezialregelung für Lombardkredite /Z EBK / CFB / SFBC 12

13 Aufsichtsverfahren (Säule 2): Vier Grundprinzipien von Basel II 1. Bankintern: Anpassung EM an Risikoprofil & Strategie zur Erhaltung des EM-Niveaus 2. Aufsicht: prüft Einhaltung von Ziff. 1 und greift nötigenfalls ein 3. Aufsicht erwartet EM über Säule 1 und ist befugt, individuell mehr EM zu verlangen 4. Aufsicht muss frühzeitig Massnahmen ergreifen, damit EM nicht unter Minimum fallen ( early intervention ) prompte Remedur verlangen, wenn EM unter Minimum und nicht sofort wieder hergestellt ( prompt corrective action ) /Z EBK / CFB / SFBC 13

14 Säule 2: Risikomanagement Kein Zwang zu institutsspezifischen Ansätzen für regulatorische Eigenmittel Sinnvolle Elemente für internes RiskMgmt nutzen Erwartungen der EBK (steigen mit Bankgrösse / Komplexität der Aktivitäten) Laufende Verbesserung (Kredit)-RiskMgmt Basel II IRB gibt Ansätze & Inspiration Bankeigene Auswahl aus den IRB-Mindestanforderungen (z.b. interne Ratings für relevante Portfolios, sofern Kosten-Nutzen i.o.) Überwachen von (Kredit-)Risikokonzentrationen sowie Liquiditätsrisiken /Z EBK / CFB / SFBC 14

15 Säule 2 (Art. 27 ERV) EM-Anforderungen Unterschreiten temporär erlaubt Intensivere Aufsicht Retablierungsplan Ev.Restriktionen Zielgrösse (27 I ERV) Zuschlag (27 III ERV) Minimum (Säule 1) BankG 4 III Zeit /Z EBK / CFB / SFBC 15

16 Säule 3 Nur absolutes Minimum von Basel II, mit Abweichungen nach unten Privatbankiers: keine Offenlegung Partielle Offenlegung, wenn kumulativ SA-CH & BIA oder SA für OpR Keine Verbriefungstransaktionen EM-Anforderung total < 200 Mio. CHF Anrechenbare Eigenmittel Erforderliche Eigenmittel, unterteilt nach KR, nicht gegenparteibezogene R, MR, OpR Basel II-Prinzip: mehr Offenlegung für institutsspezifische Ansätze, international Tätige, Grosse /Z EBK / CFB / SFBC 16

17 Privatbankiers Säule 3 Offenlegung Partiell SA-CH < 200 Mio CHF Nur EM-Angaben Voll SA-CH / SA-BIZ > 200 Mio CHF Qualitative Info Quantitative Info Gemäss EBK-RS (= Basel II Vorgabe) >400 Mio CHF Semesterangaben > 4 Mia CHF Quartalsangaben Zusätzlich IRB AMA MR-VaR Verbriefungen Verweis auf Basel II /Z EBK / CFB / SFBC 17

18 BankV Gruppen & Konglomerate Inhalt des Anhörungspaketes Fokus auf einfache Ansätze BANKG Eigenmittel & Risikoverteilung ERV QIS-CH (Kalibrierung) Erläuterungen (Botschaft) Kostenanalyse EBK-RS Kreditrisiken EBK-RS Marktrisiken (Ex REM-EBK) EBK-RS Operation. Risiken EBK-RS EM-Offenlegung (Säule 3) EBK-RS Risiko- Verteilung (Q1/06) IRB: Verweis auf Basler Originaltext /Z EBK / CFB / SFBC 18

19 Differenzierte Regulierung: Folgen Volumen des Regulierungswerkes vervielfacht Menüs für jeden Geschmack Für einzelnes Institut nur Bruchteil anwendbar Aufsichtsbehörde und Prüfgesellschaften müssen alle Menüs herstellen, erklären und à jour halten Kein Mittel zur Reduktion des Aufsichtspersonals, aber Kosten der Aufsicht kleinster Teil Reduktion indirekte Kosten (Prüfhonorare, Compliance, Ausbildung, Opportunitäten) Kein Killer für Kleine, aber ev. Wettbewerbsverzerrung /Z EBK / CFB / SFBC 19

20 Rekalibrierung im Basler Ausschuss Nationale QIS4 in USA und D Q4/04 D: QIS3 bestätigt USA: massive EM-Reduktionen, grosse Streuung - Can we simply fix this with a multiplier? - Implikationen für Basler Ausschuss und EU? Internationale QIS5 Q4/05 Rekalibrierung im Basler Ausschuss Q2/06 Eigenkapital im Bankensystem erhalten Gewisse Anreize zugunsten interner Ansätze Fokus der Diskussion auf IRB /Z EBK / CFB / SFBC 20

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