Qualitätsmanagement an berufsbildenden Schulen in Bremen. Was hat das mit Lernen zu tun?

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1 Qualitätsmanagement an berufsbildenden Schulen in Bremen Was hat das mit Lernen zu tun? Beitrag zur Fachtagung 150 Jahre berufsbildende Schulen in Hamburg Sabine Kurz

2 ERSTES UND LETZTES ZIEL UNSERER DIDAKTIK SOLL ES SEIN, die Unterrichtsweise aufzuspüren und zu erkunden, bei welcher die Lehrer weniger zu lehren brauchen, die Schüler dennoch mehr lernen; In den Schulen weniger Lärm, Überdruss und unnütze Mühe herrsche, dafür mehr Freiheit, Vergnügen und wahrhafter Fortschritt. (Comenius 1632)

3 Abfolge der Wirkungsvermutungen Wirksamkeitsdefizit Unterrichtsqualität Frage danach, wie Lernen gelingen kann Führt zur Strukturreform Eigenverantwortung Aufbau schulbezogenes Führt zur Führt zum Aufbau neuer Strukturen und zur reflexiven Vergewisserung in Bezug auf Lernen und Lehren Führt zum

4 Implementierung Neue Steuerung 1. Projektierung (5 BS) 2. Projektierung (alle BS / B) 3. Projektierung (B) 4. Wirkungsanalyse Unterrichtsentwicklung Einführung Vorbereitung: Novellierung SG Unterrichtsentwicklung Einführung flächendeckend Einführung Personalkostenbudgetierung Unterrichtsentwicklung Verstetigung Verstetigung Personalkostenbudgetierung Quantitative Erhebung + Fallstudie Regionale Berufsbildungszentren Referat BB Einführung neuer Steuerungsinstrumente für Controlling Ergebnis: - wirkt strukturell - ist gut akzeptiert - kommt nicht im Unterricht an Auseinandersetzung mit Gründen - Teilnahme am Projekt Q-Kult ( )

5 Gescheitert trotz Schulbezogener Unterstützung Wahl eines, das ein Lernmodell ist und explizit für Schulen entwickelt wurde Aufbau schnittstellenübergreifender Regelkreise mit dazugehörigen Steuerungsinstrumenten Warum?

6 Grund 1: Vernachlässigung Typischer Antinomien Anspruch individuelle Förderung und Orientierung an abstrakten inhaltlichen Vorgaben und Prüfungsanforderungen Notwendigkeit individueller Lernförderung und Verpflichtung für alle das gleiche Lernangebot bereit zu halten Verpflichtung zu Selektion einerseits und andererseits die Aufforderung zum bestmöglichen Laufbahnerfolg zu verhelfen

7 Grund 2: Vernachlässigung Zusammenhang - Kultur Inwieweit passen die Formen, Instrumente oder Strukturen eines schulischen Qualitätsmanagements zur jeweiligen Kultur? Schulkultur Schulkultur* Schulkultur begünstigt Implementierung von ; moduliert Schulkultur Schulkultur Schulkultur Schulkultur begünstigt Implementierung von ; Schulkultur moduliert Schulkultur Schulkultur Schulkultur verhindert Implementierung von

8 Organisationskultur nach E. Schein Kultur = gemeinsam geteilte Werte z.b. gemeinsame Artefakte und Äußerungen... Sprache, Umgangsformen, Rituale, Statusmerkmale,... Bekundete Werte Grundlegende Annahmen: Umweltbezug, Wahrheit, Zeit, Menschen, Handeln, Beziehungen... Leitbilder, Strategien, moralische und normative Regeln / Aussagen... Überzeugungen, heimliche Regeln, Handlungsmaxime,... Intrusions -Ebene

9 Lehren und Lernen basiert auf geteilten Gewissheiten, die das Handeln begründen. Diese Gewissheiten beziehen sich reflexiv auf erfolgte Handlungen basiert auf alltäglichen Routinen als notwendige Reduktion ansonsten unbewältigbarer Komplexität und Widersprüchlichkeit von Lehr- Lern-Situationen ist systemisch so organisiert, dass verstehensorientierte Diagnosen keinen Raum haben Lösung: Kulturdiagnose?

10 OCAI die Typen (bezogen auf Schulkultur) strukturiert, definiert interne Orientierung die effiziente Schule die leistungsorientierte Schule externe Orientierung die kollegiale Schule die innovative Schule offen, kreativ Wichtig: - Es gibt nicht nur einen Kulturtypen, sondern jeder Kulturtyp hat in gewisser Weise seine Berechtigung - d.h. bestimmte Formen, Ausprägungen und schulindividuelle Eigenheiten eines s passen gut bzw. weniger gut zu diesem Kulturtyp

11 Vielen Dank! Für weitere Informationen Details zum Projekt:

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