HOWTO: Sonicwall SSL-VPN und SafeWord Authentifizierung

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1 HOWTO: Sonicwall SSL-VPN und SafeWord Authentifizierung Windows Server ADN Distribution GmbH Maik Steppeler

2 HOWTO: Sonicwall SSL-VPN und Safeword Authentifizierung (Windows Server 2008) 2

3 Inhalt Hinweis... 4 Installation von SafeWord... 5 Konfiguration von SafeWord... 8 Konfiguration des NPS Konfiguration der Firewall Konfiguration der SSL-VPN Appliance

4 Hinweis Dieses Dokument beschreibt die nötigen Schritte zur Installation und Konfiguration der folgenden Komponenten: SonicWall Firewall, SonicWall SSL-VPN Appliance, SafeWord 2008 und den Microsoft NPS (RADIUS) Server. Es soll lediglich als Leitfaden dienen und ist kein Garant für eine Hochsicherheitslösung. Die hier beschriebene Konfiguration des IAS-Servers kann und sollte den individuellen Sicherheitsansprüchen angepasst werden. Für Anmerkungen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge wenden Sie sich bitte an: 4

5 Installation von SafeWord Bei der Installation des SafeWord Produktes muss beachtet werden, dass der User Schema-Administrator ist. Im Regelfall kann der Domänen Administrator hierfür benutzt werden. Der Server sollte eine Verbindung zum Internet aufbauen können, da das Produkt auf diesem Weg aktiviert und aktualisiert wird. Im hier aufgeführten Beispiel ist der Microsoft IAS Server bereits installiert. Nachdem Sie die CD ins Laufwerk gelegt haben, öffnet sich der Installations-Assistent. In den ersten beiden Dialogen klicken Sie auf Install SafeWord Wenn im nächsten Schritt der Hinweis erfolgt, dass ein Update verfügbar ist, können Sie dieses direkt installieren (Abb. 1). Als nächstes werden Sie aufgefordert die Seriennummer des Produktes einzugeben. Diese finden Sie auf der Rückseite des Activation Certificate, welches dem Produkt beigelegt ist. Nach Eingabe der Seriennummer klicken Sie auf die Schaltfläche OK um die Installation fortzusetzen. (Abb.1) Klicken Sie im Fenster SafeWord Setup auf die Schaltfläche Next und bestätigen Sie die Lizenzvereinbarung mit Yes. Im nächsten Schritt bestimmen Sie das Installations-Verzeichnis, in dem SafeWord installiert werden soll, anschließend klicken Sie auf Next. Im darauf folgenden Menüpunkt wählen Sie die zu installierenden Komponenten aus (Abb.2). Diese sind neben dem SafeWord Server und Management Snap-in for Active Directory auch der IAS-NPS (RADIUS) Agent. Klicken Sie anschließend auf den Button Next. 5

6 (Abb. 2) Wählen Sie in den nächsten zwei Schritten noch welche Program Folder erstellt werden sollen, lesen Sie die Zusammenfassung durch um Fehler zu korrigieren und bestätigen Sie Ihre Auswahl mit Next. Wählen Sie, wenn Sie nach der User Management Configuration gefragt werden den Punkt I will manage users in Active Directory (Abb. 3) und klicken Sie auf Next. Wie Sie die User mit Hilfe des Enterprise Solution Packs (ESP) konfigurieren, können Sie dem SafeWord 2008 Administration Guide entnehmen. Dieses Dokument finden Sie auf der Safeword Homepage. Hinweis Bitte beachten Sie, dass für das Enterprise Solution Pack weitere Lizenzen erforderlich sind. Ansonsten können Sie diese Features 30 Tage als Evaluierungs-Version testen! Wie in Abb.4 gezeigt, müssen Sie als nächstes die Server Ports sowie Encryption key und Signing key eintragen. An den Ports sollten Sie nichts ändern. Aus Sicherheits-Gründen sollten aber, anders als in Abb. 4 gezeigt, der Encryption- und der Signing key unterschiedlich sein. 6

7 (Abb. 3) (Abb. 4) Danach müssen Sie den Domänen Namen angeben, für den SafeWord die Authentifizierung durchführen soll. Nachdem Sie auf die Schaltfläche Next geklickt haben werden Sie aufgefordert den IAS Service neu zu starten, was Sie mit einem Klick auf die Schaltfläche Yes bestätigen. Nachdem der Service neu gestartet wurde, können Sie die Installation mit einem Klick auf die Schaltfläche Finish abschließen. 7

8 Konfiguration von SafeWord Nachdem die Installation von SafeWord 2008 abgeschlossen wurde, muss das Produkt noch aktiviert und konfiguriert werden. Mit diesen Schritten wollen wir uns nun beschäftigen. Öffnen Sie die Management Konsole Active Directory Benutzer und Computer. Dieser Konsole wurde ein neues Snap-in hinzugefügt. Dieses Snap-in lautet SafeWord. Sobald Sie auf Safeword klicken, werden Sie aufgefordert, ein Administratorkennwort zu vergeben. Dieses können Sie auch speichern, um nicht jedesmal gefragt zu werden. Beachten Sie aber hier auch die Sicherheitsrichtlinien Ihres Unternehmens. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das SafeWord Snap-In. Es öffnet sich ein Kontextmenü in dem unter anderem Activate Product aufgeführt wird (Abb. 5). Diesen Punkt wählen Sie aus. Sollten Sie schon über einen My Secure Computing Account verfügen, melden Sie sich an. Ansonsten können Sie direkt einen My Secure Computing Account erstellen. Geben Sie eine gültige Mail Adresse an. An diese Mail Adresse wird Ihr Zugangs-Passwort geschickt, des Weiteren ist diese Adresse Ihr Benutzername für den My Secure Computing Account. (Abb. 5) 8

9 Nachdem Sie sich angemeldet haben, werden Sie aufgefordert mindestens eine Token Group ID einzugeben. Auch diese befindet sich auf dem Activation Certificate. Nachdem Sie auf den Button Submit geklickt haben werden die Aktivierungs-Codes auf das System heruntergeladen. Damit Sie diese Daten auch bei einer eventuellen Neuinstallation des Produktes noch zur Verfügung haben, sollten Sie diese auch noch einmal manuell herunterladen und gut gesichert aufbewahren. Mit einem Klick auf die Schaltfläche OK schließen Sie die Aktivierung ab. Im nächsten Schritt müssen Sie den Benutzern noch die Token zuweisen. Markieren Sie ein Benutzer-Objekt und lassen Sie sich die Eigenschaften anzeigen. Auch hier ist eine neue Registerkarte SafeWord hinzugekommen. In diesem Bereich können Sie dem User einen Token zuweisen. Hierzu müssen Sie im Feld Token Serial Number die Seriennummer des Token eintragen (Abb. 6), welchen Sie dem User überreichen werden. Die Token Serial Number befindet sich auf der Rückseite des Tokens. (Abb. 6) Wenn Ihnen die Eingabe eines Token-Codes nicht sicher genug sein sollte, können Sie im Feld User must append this PIN to their token passcode einen PIN hinterlegen, den der User bei jeder Anmeldung am System zusätzlich mit eintragen muss. Zu guter Letzt muss dem User noch die RAS Einwahl gestattet werden. Hierzu gehen Sie auf die Registerkarte Einwahl und wählen den Punkt Zugriff über NPS-Netzwerkrichtliniern steuern unter Netzwerkzugriffsberechtigung (Abb. 7). Bestätigen Sie diese Konfigurations-Punkte mit OK. 9

10 (Abb. 7) 10

11 Konfiguration des NPS Damit die Authentifizierung über den RADIUS Server funktioniert, muss dieser noch konfiguriert werden. Öffnen Sie dazu das Verwaltungs-Tool Netzwerkrichtlinienserver. Es muss ein neuer RADIUS Client erstellt werden (Abb. 8.1). Der Anzeigename kann beliebig gewählt werden, sollte allerdings aussagekräftig sein. Im Feld Clientadresse muss die interne IP-Adresse der Firewall eingetragen werden (Abb. 8.2). Im nächsten Menü-Feld muss als Clienthersteller noch RADIUS Standard ausgewählt und ein geheimer Schlüssel eingetragen werden. Dieser muss mit dem secret key auf der Firewall übereinstimmen. (Abb. 8.1) 11

12 (Abb. 8.2) Als nächstes müssen Sie noch eine neue Netzwerk Richtlinie erstellen (Abb. 9.1). Dies konfigurieren Sie unter dem Punkt Richtlinien. Zum erstellen dieser neuen Richtlinie können Sie den Assistenten nutzen (Abb. 9.2). Geben Sie auch hier einen Aussagekräftigen Namen als Richtlinien Namen an. Der Typ des Netzwerkzugriffsservers bleibt auf Nicht spezifiziert. Nachdem Sie auf die Schaltfläche Weiter geklickt haben, müssen Sie mindestens eine Bedingung angeben (Abb. 9.3). In diesem Beispiel wird die Bedingung Benutzergruppe hinzugefügt. 12

13 (Abb. 9.1) (Abb. 9.2) 13

14 (Abb. 9.3) Nachdem die Bedingung ausgewählt wurde, geben Sie an, dass der Zugriff gewährt werden soll. Anschließend klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter. Direkt im Anschluss geben Sie an, welche Authentifizierungs-Methoden genutzt werden sollen. Geben Sie die in Abb. 9.4 gezeigten Methoden ein. Im nächsten Schritt können Sie noch Einschränkungen wie zum Beispiel Leerlaufzeitlimit oder Tag- und Uhrzeitbeschränkungen definieren. Zu Guter Letzt definieren Sie noch die RADIUS-Attribute. Hier können Sie Standard auswählen und Ihre Wahl mit einem Klick auf Weiter bestätigen. Im nächsten Dialog sehen Sie eine Zusammenfassung Ihrer Einstellungen. Sollten diese korrekt sein, klicken Sie auf Fertig stellen. 14

15 (Abb 9.4) 15

16 Konfiguration der Firewall Die SSL-VPN Appliance wird in diesem Beispiel an eine TZ180 mit dem SonicOS enhanced angeschlossen. Der OPT Port der Firewall wird als DMZ Zone konfiguriert. Es kann aber auch jede andere Firewall genutzt werden, wichtig ist, dass ein freier Port zur Verfügung steht. Schließen Sie die SSL-VPN Appliance an eine Firewall eines anderen Herstellers an, muss die Firewall entsprechend konfiguriert werden. In diesem Fall können Sie dieses Kapitel überspringen und mit dem nächsten Kapitel Konfiguration der SSL-VPN Appliance fortfahren. Des Weiteren wird in diesem Kapitel nicht der Netextender berücksichtigt, und die Firewall-Regel für den Zugriff der SSL-VPN Appliance so gesetzt, dass diese den kompletten Zugriff auf das LAN erhält. Auch diese Regel sollten Sie aus Sicherheitsgründen Ihren Bedürfnissen anpassen. Melden Sie sich an der Firewall an. Navigieren Sie zum Menüpunkt Interfaces unterhalb des Haupt-Punktes Network. Konfigurieren Sie das OPT Interface (Abb. 10). Stellen Sie IP-Assignment auf Static, geben Sie unter IPAddress eine IP-Adresse ein und die dazugehörige Subnetz Maske kommt ins entsprechende Feld. Bestätigen Sie die Eingabe mit OK. (Abb. 10) Als nächstes navigieren Sie zum Punkt Address Objects, ebenfalls unterhalb Network. Erstellen Sie ein neues Object für die SSL-VPN Appliance. Achten Sie darauf, dass die Zone DMZ ausgewählt ist. Dieses Object können Sie nun für die benötigten Firwall und auch NAT Regeln benutzen. Zuerst erstellen Sie eine NAT Regel. In dem hier aufgeführten Beispiel existiert nur eine öffentliche IP-Adresse. Sollten Sie mehrere haben, muss auch ein Adress Objekt für die Externe IP-Adresse der 16

17 SSL-VPN Appliance erstellt werden. Unterhalb des Menü Punktes Network finden Sie den Punkt NAT Policies. Hier fügen Sie die in Abb. 11 gezeigte NAT Policy hinzu. (Abb.11) Die in Abb.11 gezeigte NAT Regel bewirkt, dass jeder https Traffic der auf das WAN Interface trifft an die SSL Appliance weitergeleitet wird. Damit dies auch passiert, muss noch die dazugehörige Firewall Regel erstellt werden. Dazu navigieren Sie zum Punkt Access Rules unterhalb des Punktes Firewall. Hier wählen Sie aus der Matrix den Punk WAN > DMZ. Der Abb können Sie entnehmen, wie die Regel eingestellt werden muss. Direkt im Anschluss erstellen Sie noch eine Firewall Regel, die den Zugriff von der SSL-VPN Appliance in der DMZ in das LAN erlaubt. Diese Regel finden Sie in Abb Damit ist die Konfiguration der Firewall abgeschlossen. 17

18 (Abb. 12.1) (Abb. 12.2) 18

19 Konfiguration der SSL-VPN Appliance Jetzt müssen Sie nur noch die SSL-VPN Appliance ins System einbinden. Nachdem Sie sich angemeldet haben navigieren Sie zum Menüpunkt Interfaces unterhalb von Network. Hier Konfigurieren Sie das Interface X0 mit der IP Adresse, die Sie auch dem Adress-Objekt auf der Firewall gegeben haben (Abb. 13). (Abb. 13) Das benötigte Standard Gateway definieren Sie im Menüpunkt Routes. Hier wird die IP Adresse des Opt Ports der Firewall eingestellt. Der nächste Schritt ist es ein Portal anzulegen. Dies geschieht unter dem Menü Punkt Portal Layouts, welches unter Portals zu finden ist (Abb. 14). Hier wird ein neues Portal hinzugefügt und den entsprechenden Wünschen angepasst (Abb. 15). Der Portalname muss angegeben werden. Diesen müssen die User angeben um an die Anmeldemaske zu gelangen. Die Loginmessage kann angeglichen werden. Dies geschieht durch die Änderung des angezeigten html-codes. Die Portal URL sollte den entsprechenden Usern mitgeteilt werden. Der Cache cleaner (Active-X Komponente) kann aktiviert werden. Dieser löscht nach Beendigung einer Session den Webcache und hinterlässt keine Spuren auf dem System. 19

20 (Abb. 14) (Abb. 15) 20

21 Als nächsten Schritt gilt es eine Logon-Domäne zu erstellen. Dies geschieht unter Domains (Abb. 16.1). Wichtig ist es hier als Authentication Type RADIUS auszuwählen. Der Domain Name kann beliebig gewählt werden. Wichtig ist nur, dass die Radius Server Address und das Secret password mit dem RAS Client im IAS Server übereinstimmen (Abb. 16.2). (Abb. 16.1) (Abb. 16.2) 21

22 Jetzt kann sich der User am Virtual Office anmelden. Als Logon Domäne muss das Radius Portal ausgewählt sein. Es gilt zu beachten, dass nur Username und Passwort abgefragt werden. Ins Feld Passwort muss nun allerdings der TokenCode eingegeben werden. 22

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