Konfiguration. Deutsch DDF4220HDV. Rev /

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1 Konfiguration Deutsch DDF4220HDV Rev /

2 Informationen zu Urheberrecht, Marken, Geschmacksmustern 2013 Dallmeier electronic Weitergabe sowie Vervielfältigung dieses Dokuments, Verwertung und Mitteilung seines Inhalts sind verboten, soweit nicht ausdrücklich gestattet. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. Alle Rechte für den Fall der Patent-, Gebrauchsmuster- oder Geschmacksmustereintragung vorbehalten. Technische Änderungen vorbehalten. Der Hersteller übernimmt keine Haftung für Sach- oder Vermögensschäden, die aus geringfügigen Mängeln des Produkts oder geringfügigen Mängeln in der Dokumentation, z. B. Druck- oder Schreibfehler, entstehen und bei denen der Hersteller nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig handelt. Dallmeier electronic GmbH & Co.KG Cranachweg Regensburg Mit gekennzeichnete Marken sind eingetragene Marken von Dallmeier electronic. Mit *) gekennzeichnete Marken sind Marken oder eingetragene Marken folgender Eigentümer: Adobe und Flash von Adobe Systems Incorporated mit Hauptsitz in San José, Kalifornien, USA; AMD und AMD Athlon von Advanced Micro Devices, Inc. mit Hauptsitz in Sunnyvale, Kalifornien, USA; IBM von International Business Machines Corporation mit Hauptsitz in Armonk, New York, USA; Intel und Pentium oder Intel Pentium von Intel Corporation mit Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien, USA; JavaScript von Oracle Corporation (und/oder ihren verbundenen Unternehmen) mit Hauptsitz in Redwood Shores, Kalifornien, USA; Linux von Linus Torvalds (in den USA und/oder anderen Ländern); Microsoft, ActiveX, DirectX, Internet Explorer, Windows, Windows Server und Windows Vista von Microsoft Corporation mit Hauptsitz in Redmond, Washington, USA Die Nennung von Marken Dritter dient lediglich Informationszwecken. Dallmeier electronic respektiert das geistige Eigentum Dritter und ist stets um die Vollständigkeit bei der Kennzeichnung von Marken Dritter und Nennung des jeweiligen Rechteinhabers bemüht. Sollte im Einzelfall auf geschützte Rechte nicht gesondert hingewiesen werden, berechtigt dies nicht zu der Annahme, dass die Marke ungeschützt ist. 2

3 Inhaltsverzeichnis 1 Einführung Gültigkeit Dokumente Darstellungskonventionen Sicherheitshinweise Allgemeine Hinweise Lieferumfang Transport und Verpackung Gewährleistung Bestimmungsgemäße Verwendung Leistungsmerkmale Anforderungen Allgemein Betrieb Außenbereich Wartung Verbindung und Login Systemvoraussetzungen Verbindung Login Grundlegende Einstellungen Oberfläche Systemzeit Manuelle Konfiguration Zeitserver Kameraname Benutzerverwaltung Anmeldeoptionen Gruppenanmeldung Benutzeranmeldung Anmeldung über LDAP Rechte Netzwerk Grundeinstellungen Manuelle Konfiguration DHCP Sicherheit Streaming Video Server Übertragungsprotokoll und -format Übertragungsverfahren TTL RTCP Dynamische Server RTSP

4 8 Video Videostandard Sensor Allgemein Experteneinstellungen Belichtungssteuerung Private Zonen Encodereinstellungen Encoder Encoder Encoder Ereignisverwaltung SMTP-Server FTP-Server Kalender Wochenplan Ausnahmen Ausnahmen kopieren Ereigniseinstellungen kopieren Ereignisroutine löschen Schnittstellen Dateneinblendung Filter Position Digital Image Shift Service und Info Downloads Werkseinstellungen Lizenzen Ereignis Log Konfigurationsdatei Download Upload Wiederherstellung der Konfiguration Konfigurationsübertragung auf mehrere Geräte Info Bildübertragung Webbrowser Live-Video (ActiveX) Einzelbild (JPEG) RTSP-Applikation Analoge Videoausgabe

5 1 Einführung 1.1 Gültigkeit Dieses Dokument ist gültig für folgendes Gerät: DDF4220HDV Picodome Die Ausführungen in diesem Dokument basieren auf der Software-Version Abbildungen in diesem Dokument können vom tatsächlichen Produkt abweichen. 1.2 Dokumente Datenblatt Das Dokument Datenblatt enthält detaillierte technische Spezifikationen und Eigenschaften des Geräts. Zielgruppe dieses Dokuments sind geschulte Systemintegratoren. Installation Das Dokument Installation enthält detaillierte Beschreibungen zu Installation, Anschluss und Inbetriebnahme des Geräts sowie Sicherheitshinweise und allgemeine Hinweise. Zielgruppe dieses Dokuments sind geschulte Systemintegratoren. Konfiguration (dieses Dokument) Das Dokument Konfiguration (dieses Dokument) enthält detaillierte Beschreibungen zur Konfiguration des Geräts sowie Sicherheitshinweise und allgemeine Hinweise. Zielgruppe dieses Dokuments sind geschulte Systemintegratoren. 1.3 Darstellungskonventionen Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und Lesbarkeit dieses Dokuments werden verschiedene Textformatierungen und Hervorhebungen verwendet: Achtung ACHTUNG kennzeichnet Maßnahmen zur Vermeidung von Sachschäden, Fehlkonfigurationen oder Fehlbedienungen. Handlungsanweisungen sind durch Pfeile ( ) gekennzeichnet. ¾¾Führen Sie Anweisungen stets in der beschriebenen Reihenfolge aus. Fett/kursiv formatierte Ausdrücke weisen in der Regel auf ein Bedienelement am Gerät (Schalter, Beschriftungen) oder dessen Benutzeroberfläche (Buttons, Menüeinträge) hin. Kursiv formatierte Absätze bieten Informationen zu Grundlagen, Besonderheiten und effizienter Vorgehensweise sowie allgemeine Empfehlungen. 5

6 2 Sicherheitshinweise Benutzen Sie das Gerät nur in technisch einwandfreiem Zustand, bestimmungsgemäß, sicherheits- und gefahrenbewusst. Fachpersonal Die Aufstellung, Montage, Anschluss, Inbetriebnahme und Konfiguration des Geräts darf nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden. Dies gilt auch für Wartung, Prüfung und Reparatur, wobei die Regelungen der Normenreihe DIN VDE 0701 (Instandsetzung, Änderung und Prüfung elektrischer Geräte) eingehalten werden müssen. Vorschriften Die Nutzung von Video- oder Audioüberwachungsanlagen ist in der Regel streng reglementiert. Informieren Sie sich vor dem Einsatz des Geräts über die geltenden Gesetze und Verordnungen in Bezug auf Daten-, Arbeits- und Umweltschutz. Stellen Sie ihre Einhaltung sicher. Systemkomponenten Verwenden Sie nur interne Komponenten, die von Dallmeier geprüft und freigegeben wurden. Nicht geeignete interne Komponenten können zu Funktionsstörungen, Beschädigungen, Datenverlust und zum Verlust der Gewährleistung führen. Veränderungen Nehmen Sie keine Veränderungen an Hard- oder Software vor, die nicht von Dallmeier geprüft und freigegeben wurden. Nicht geeignete Veränderungen können zu Funktionsstörungen, Beschädigungen, Datenverlust und zum Verlust der Gewährleistung führen. Dokumentation Lesen Sie die mitgelieferten Dokumente sorgfältig und vollständig. Beachten Sie immer die enthaltenen Anweisungen, Hinweise und Warnungen. Kondenswasser Wenn das Gerät von kalter in warme Umgebung gebracht wird, kann entstehendes Kondenswasser zu Funktionsstörungen und Beschädigungen führen. Warten Sie in diesem Fall vor der Inbetriebnahme bis das Gerät die Raumtemperatur angenommen hat (bis zu 8 Stunden). Erdung und Potentialausgleich Für die Sicherheit von Personen (Schutz gegen gefährliche Berührungsspannungen) und Geräten (Schutz gegen Überspannungen) und die Störfestigkeit von Anlagen der Informations- und Kommunikationstechnik gegen elektromagnetische Störungen (EMI) sind zwingend alle nach aktuell gültigen DIN-, VDE- und ISO-Normen vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen auszuführen, die für eine normgerechte Erdung und einen korrekten Potentialausgleich aller verwendeten elektrischen und elektronischen Geräte sorgen. 6

7 Gewitter Um Beschädigungen am Gerät durch elektrische Überspannung während eines Gewitters zu vermeiden, trennen Sie das Gerät von der Stromversorgung (Netzstecker ziehen). Diese Vorgehensweise wird auch empfohlen, wenn das Gerät über einen längeren Zeitraum nicht verwendet wird. Betriebsbedingungen Ungeeignete Betriebsbedingungen können zu einer verkürzten Lebensdauer, Funktionsstörungen, Beschädigungen, Datenverlust und zum Verlust der Gewährleistung führen. Beachten Sie die Vorgaben der technischen Daten, die Anforderungen an die Betriebsumgebung und die Wartungsvorschriften. Erschütterungen Erschütterungen können zu Funktionsstörungen und Beschädigungen führen. Das Gerät darf im Betrieb nicht bewegt werden. Fremdkörper Wenn Gegenstände oder Flüssigkeiten in das Gerät gelangen, trennen Sie es sofort von der Stromversorgung (Netzstecker ziehen). Verständigen Sie den zuständigen Vertriebspartner. Brandgeruch Wenn Sie am Gerät Brandgeruch oder Rauchentwicklung feststellen, trennen Sie es sofort von der Stromversorgung (Netzstecker ziehen). Verständigen Sie den zuständigen Vertriebspartner. Öffnen Das Gehäuse des Geräts darf zur Inbetriebnahme, Prüfung, Wartung und Reparatur nur von geschultem Fachpersonal geöffnet werden. Entsorgung Entsorgen Sie elektrische und elektronische Geräte nicht im Hausmüll. Trennen Sie das Gerät von der Stromversorgung. Entfernen Sie alle angeschlossenen Geräte. Geben Sie das Gerät an Ihren zuständigen Vertriebspartner zurück. 7

8 3 Allgemeine Hinweise 3.1 Lieferumfang Im Standardlieferumfang sind enthalten: 1 DDF4220HDV Picodome IM oder SM (Typ je nach Bestellung) 1 Dokumentation Konfiguration (auf DVD-ROM) 1 Dokumentation Installation (gedruckt und auf DVD-ROM) 1 Bohrschablone (gedruckt und auf DVD-ROM) Zudem sind alle Schrauben, Dübel und Spezialwerkzeuge enthalten, die für eine sachgerechte Installation der jeweils bestellten Gerätevariante notwendig sind. Der Lieferumfang kann abhängig von der bestellten Ausstattung, der Gerätevariante oder dem Zielland abweichen. Der Funktionsumfang des Geräts richtet sich nach der bestellten Ausstattung oder Gerätevariante und kann vom Inhalt dieser Dokumentation abweichen. Bestimmte Funktionen oder Eigenschaften können eine kostenpflichtige Lizenz erfordern. 3.2 Transport und Verpackung Bewahren Sie die Originalverpackung für den späteren Transport auf. Dallmeier übernimmt keine Verantwortung für Schäden durch unsachgemäßen Transport. Der Versand sollte nur in der Originalverpackung erfolgen. Falls die Originalverpackung nicht mehr zur Verfügung steht, achten Sie auf eine Verpackung, die ausreichend Schutz vor Beschädigungen, Nässe, Hitze und Kälte bietet. 3.3 Gewährleistung Maßgeblich sind die jeweils bei Vertragsabschluss geltenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). 3.4 Bestimmungsgemäße Verwendung DDF4220HDV Picodome IM Der DDF4220HDV Picodome IM (Einbauvariante) ist eine hybride 1,3-Megapixel HD Kamera, verbaut in einem vandalismusgeschützten (IK10) Dome-Gehäuse. Die Einbauvariante ist für die Montage in abgehängten Decken oder Hohlraumwänden ausschließlich im Innenbereich konzipiert und kann über Power over Ethernet (PoE Class 0, IEEE 802.3af) oder mit 12 V DC Spannungsversorgung betrieben werden (separates Netzteil erforderlich). DDF4220HDV Picodome SM Der DDF4220HDV Picodome SM (Aufputzvariante) ist eine hybride 1,3-Megapixel HD Kamera, verbaut in einem vandalismusgeschützten (IK10) Dome-Gehäuse. Die Aufputzvariante ist für die Montage an tragenden Decken und Wänden im Innenbereich konzipiert und kann über Power over Ethernet (PoE Class 0, IEEE 802.3af) oder mit 12 V DC Spannungsversorgung betrieben werden (separates Netzteil erforderlich). 8

9 3.5 Leistungsmerkmale 1/3" 1,3-Megapixel CMOS Bildsensor Pure Digital Signal Processing Hybride HD Kamera HD Video über IP (Ethernet, RJ45) und analoge SD (PAL/NTSC) Videoausgabe über BNC (FBAS) HD Video in Echtzeit (720p/30) Wide Dynamic Range (WDR) Hervorragende Low-Light-Empfindlichkeit Monofokal-Objektiv (F2.0 / 2,4 mm) Auflösung Video über IP: SD (4CIF PAL/NTSC), HD (720p, SXGA ) Auflösung analoge Videoausgabe: SD (4CIF PAL/NTSC) Videokompression: H.264, MJPEG Bildrate bis zu 30 fps Simultanes Dual- oder Tri-Streaming Manueller Weißabgleich (MWB) Automatischer Weißabgleich (ATW, One-Push AWB) Automatische Verstärkungsregelung (AGC) Automatischer elektronischer Shutter (AES) Umfangreiche Bildoptimierungsfunktionen wie Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Schärfe Digitale Rauschreduzierung (DNR) Drei verschiedene Belichtungsmessverfahren: Integralmessung (Ganzfeldbelichtungsmessung), mittenbetonte Messung und Spot-Messung Privacy Zone Masking (Maskieren von geschützten Bereichen) Flip-Funktion (horizontal, vertikal oder beides) Digital Image Shift 1) Alarmmeldung via und FTP Bilder-Upload Spannungsversorgung mit 12 V DC oder über PoE (Class 0, IEEE 802.3af) Geringe Leistungsaufnahme (2,9 W typisch) Kompaktes vandalismusgeschütztes (IK10) Picodome -Gehäuse IP66 (Aufputzvariante) Verschiedene elegante Designvarianten auf Anfrage erhältlich PPL-Kugelgelenk (Push, Point & Lock zur einfachen Ausrichtung) ONVIF-konform Geprüft nach DIN EN ) Digital Image Shift = Digitale Bildverschiebung zur Feinausrichtung des Bildausschnitts (nur bei 720p, vertikale Verschiebung um 120 Pixel nach oben oder unten) 9

10 4 Anforderungen 4.1 Allgemein Schädliche Umgebungsbedingungen können die Lebensdauer des Geräts verkürzen und Fehlfunktionen oder Beschädigungen verursachen. ¾¾Installieren/betreiben Sie das Gerät nicht an Orten mit viel Staub oder Schmutz, Wasser- oder Öldampf (z. B. Küche), direkter Sonneneinstrahlung, starker Wärmeabstrahlung (z. B. Heizkörper), ungeeigneten Umgebungstemperaturen, starken Strahlungsquellen (z. B. Radiosender, Magnetfelder), korrosiven Umgebungsbedingungen (z. B. Gas, Salzwasser), ungenügender Belüftung (z. B. geschlossener Schrank). 4.2 Betrieb ¾¾Beachten Sie die folgenden Hinweise zum Betrieb des Geräts: Die Spannungsversorgung des Geräts kann entweder über Power over Ethernet (PoE Class 0, IEEE 802.3af) oder über ein separates 12 V DC Netzteil erfolgen. Verwenden Sie jedoch niemals beide Stromquellen gleichzeitig. Achten Sie bei der Verwendung eines separaten 12 V DC Netzteils immer auf die korrekte Polarität. Trennen Sie das separate 12 V DC Netzteil immer von der Stromversorgung (Netzstecker ziehen), bevor Sie das Gerät anschließen oder abtrennen. Für den UL-konformen Betrieb des Geräts mit einem separaten 12 V DC Netzteil müssen Sie immer ein UL-zertifiziertes, leistungsbegrenztes (LPS Limited Power Source) Netzteil der Klasse 2 verwenden. Bei Verwendung eines separaten 12 V DC Netzteils kann es aufgrund einer auftretenden Masseschleife zu Störungen im analogen Videosignal kommen. Verwenden Sie in diesem Fall zur galvanischen Trennung einen Videosignal-Übertrager (Balun) zwischen der Signalquelle (Kamera) und dem RG-59 Anschlusskabel. Befinden sich das Gerät oder die am Gerät angeschlossenen Kabel im Bereich von starken Strahlungsquellen, kann das Videobild verfälscht werden. Das Gerät ist mit einer automatischen Verstärkungsregelung (AGC) ausgestattet. Bei schwacher Beleuchtung kann es zu Veränderungen im Bild kommen (z. B. Bildrauschen). Dies ist jedoch keine Fehlfunktion. Die Qualität des Videobildes ist abhängig von der Beleuchtung und dem verwendeten Monitor. Der automatische Weißabgleich ist abhängig von der verwendeten Beleuchtung und kann z. B. bei Mischlicht (bestehend aus Kunstlicht und Tageslicht) zu Farbverfälschungen führen. Eine schlechte Beleuchtung kann zu fehlerhaftem Weißabgleich führen. Das Gerät ist mit einer Wide-Dynamic-Range(WDR)-Funktionalität ausgestattet. Bei aktiviertem WDR-Modus kann der sogenannte Solarisationseffekt (Umkehr der Tonwerte bei extrem hellen Lichtquellen) auftreten. Dieses Phänomen tritt jedoch nur im WDR-Modus auf und stellt keine Fehlfunktion dar. 10

11 4.3 Außenbereich DDF4220HDV Picodome IM Der DDF4220HDV Picodome IM (Einbauvariante) wurde ausschließlich für den Einsatz im Innenbereich konzipiert. Eine Installation im Außenbereich ist unzulässig und kann zu Funktionsstörungen, Beschädigungen, Datenverlust und zum Verlust der Gewährleistung führen. DDF4220HDV Picodome SM Der DDF4220HDV Picodome SM (Aufputzvariante) wurde für den Einsatz im Innenbereich konzipiert. Eine mögliche Installation im Außenbereich ist jedoch unter Einhaltung der folgenden Anweisungen zulässig: Setzen Sie das Gerät nicht direktem Wettereinfluss (Regen, direkter Sonneneinstrahlung etc.) aus. Verwenden Sie immer einen geschützten Montageort (z. B. unter einem Vordach). 4.4 Wartung Das Gehäuse des Geräts darf zur Inbetriebnahme, Prüfung, Wartung und Reparatur nur von geschultem Fachpersonal geöffnet werden. Reinigung Sollte eine Reinigung des Geräts erforderlich sein, beachten Sie die folgenden Hinweise: Achtung Beschädigung der Oberfläche des Geräts ¾¾Reinigen Sie das Gehäuse (außen) mit einem weichen, trockenen und antistatischen Tuch. Verwenden Sie keine Reinigungsmittel. ¾¾Reinigen Sie die Plastikkuppel mit Wasser und etwas Haushaltsspülmittel. Verwenden Sie dazu ein weiches, fusselfreies Tuch oder Schwamm. Reiben Sie die Kuppel niemals trocken ab. Verwenden Sie keine haushaltsüblichen Glasreiniger. Vermeiden Sie starkes Reiben. Zum Abtrocknen vorsichtig mit einem trockenen Tuch abtupfen, um ein Verkratzen der Oberfläche zu vermeiden. 11

12 5 Verbindung und Login Die Konfiguration des Geräts erfolgt mit einem PC/Webbrowser über das lokale Netzwerk (LAN Local Area Network). Achtung Die Konfiguration des Geräts muss immer über ein IP-basiertes Netzwerk mittels Webbrowser erfolgen, auch wenn Sie die Kamera später rein analog betreiben möchten. 5.1 Systemvoraussetzungen Zur Konfiguration des Geräts mit Anzeige des Live-Videos muss der Client-PC die folgenden Mindestsystemvoraussetzungen erfüllen: Computer Betriebssystem Prozessor (CPU) Arbeitsspeicher (RAM) Grafikkarte Ethernet Webbrowser Software IBM *) -PC kompatibel Microsoft *) Windows *) XP Windows Vista *) Windows 7 (jeweils mit aktuellstem Service Pack) Intel *) Pentium *) 4 mit mindestens 3 GHz AMD *) Athlon *) oder schnellerer Prozessor (oder vergleichbar) 1 GB (Windows XP) 2 GB (Windows Vista, Windows 7) DirectX *) 9.0 oder 10.0 kompatibel 64 MB Grafikspeicher (128 MB oder höher empfohlen) 100 Mbit/s Microsoft Internet Explorer *) (aktuellste Version) Adobe *) Flash *) Player (aktuellste Version) JavaScript *) aktiviert Microsoft ActiveX *) aktiviert Dallmeier Live Video ActiveX (aktuellste Version) Beachten Sie, dass ein leistungsfähigerer PC erforderlich ist, wenn mehrere Geräte mit Anzeige des Live- Videos simultan konfiguriert werden. eine DirectX-kompatible Grafikkarte und das Dallmeier Live Video ActiveX für die Konfiguration ohne Anzeige des Live-Videos nicht erforderlich sind. das Dallmeier Live Video ActiveX direkt vom Gerät oder über das Dallmeier Partnerforum heruntergeladen werden kann. das Dallmeier Live Video ActiveX nach der Verbindung mit dem Gerät automatisch über das Internet heruntergeladen werden kann (nur mit Microsoft Internet Explorer und wenn es nicht bereits installiert ist). die Konfiguration ohne Anzeige des Live-Videos mit einem beliebigen Betriebssystem und Webbrowser möglich sein kann. Der Adobe Flash Player ist jedoch immer für die Konfiguration erforderlich. 12

13 5.2 Verbindung Die ab Werk standardmäßig eingestellte IP-Adresse des Geräts ist ¾¾Stellen Sie sicher, dass der PC/Webbrowser eine Verbindung zum Gerät über das Ethernet herstellen kann. ¾¾Starten Sie den Webbrowser. ¾¾Geben Sie die IP-Adresse des Geräts in die Adresszeile des Webbrowsers ein. ¾¾Bestätigen Sie die Eingabe. Die Verbindung zum Gerät wird hergestellt. Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) des Live-Modus wird angezeigt. A B C D E F G Abb. 5-1 Live-Modus mit einstellbarer Videoauflösung A Titelleiste aus-/einblenden B Umschalten zwischen Live- und Konfigurationsmodus C Live-Video D Videoauflösung einstellen E Verbindungsmethode (UDP oder TCP) F IP-Adresse des Geräts G Abmelden aus Konfigurationsmodus 13

14 ¾¾Beachten Sie die nachfolgenden Erklärungen. ¾¾Blenden Sie die Titelleiste (A) aus, falls erforderlich. ¾¾Ändern Sie die Verbindungsmethode (E), falls erforderlich. ¾¾Ändern Sie die Auflösung des Live-Videos (D), falls erforderlich. Die hier eingestellte Videoauflösung betrifft nur die Anzeige des Live-Videos im Webbrowser, nicht die Encodereinstellungen. Verbindungsmethode Wenn die Netzwerkverbindung zum Gerät über einen Router/Gateway mit NAT-Funktion (Network Address Translation) verläuft, wird das Live-Video im Webbrowser unter Umständen nicht angezeigt. Für diesen Fall stehen zwei Lösungen zur Verfügung: Der Router/Gateway muss so konfiguriert werden, dass die Adressen der über das User Datagram Protocol (UDP) gesendeten Datenpakete korrekt umgesetzt werden. UDP wird von der Streaming-Funktion des Geräts standardmäßig verwendet. Eine einfachere Lösung besteht in der Auswahl der Verbindungsmethode -> TCP. In diesem Fall stellt das Gerät das Protokoll der Streaming-Funktion auf das Transmission Control Protocol (TCP) um. Zum Empfang der Datenpakete muss der Port für das DaVid-Protokoll 2) und Port 80 für das Hypertext Transfer Protocol (HTTP) geöffnet sein. Beachten Sie, dass bei der Datenübertragung über TCP in der Regel keine Paketverluste (Fehlen einzelner Bilder) auftreten. kurzzeitig Spitzen in der Netzwerkauslastung (Peaks) auftreten können. geringe Verzögerungen (Delays) auftreten können. Die hier beschriebene Funktion Verbindungsmethode hat keinen Einfluss auf die Funktion Streaming (siehe Abschnitt Streaming auf Seite 32). 2) Dallmeier Video Protokoll 14

15 5.3 Login Die grafische Benutzeroberfläche des Konfigurationsmodus wird nach erfolgreicher Identifizierung als berechtigter Benutzer angezeigt. Das ab Werk standardmäßig eingestellte Admin-Passwort ist 3. Achtung Gefahr von Missbrauch durch unberechtigte Benutzer! ¾¾Ändern Sie das ab Werk standardmäßig eingestellte Admin-Passwort so bald als möglich. ¾¾Klicken Sie CONFIG in der Benutzeroberfläche des Live-Modus. Der Login-Dialog wird angezeigt. Abb. 5-2 ¾¾Geben Sie den Benutzernamen (Default: admin ) ein, falls erforderlich. ¾¾Geben Sie das Passwort (Default: 3 ) ein. ¾¾Bestätigen Sie abschließend mit OK. Die grafische Benutzeroberfläche des Konfigurationsmodus wird angezeigt. 15

16 A B C D E F G H Abb. 5-3 Konfigurationsmodus A Titelleiste aus-/einblenden B Umschalten zwischen Live- und Konfigurationsmodus C IP-Adresse des Geräts D Abmelden aus Konfigurationsmodus E Anzeige Live-Video deaktivieren/aktivieren F Live-Video G Konfigurationsmenü H Konfigurationsdialoge Beachten Sie, dass die Anzeige des Live-Videos im Konfigurationsmodus deaktiviert werden kann, falls nur eine geringe Bandbreite zur Verfügung steht. nach 5 Minuten ohne Benutzeraktion eine erneute Anmeldung erforderlich ist. 16

17 6 Grundlegende Einstellungen Die grundlegenden Einstellungen und die Benutzerverwaltung sind im Menü Allgemeine Einstellungen integriert. 6.1 Oberfläche Die grafische Benutzeroberfläche kann in verschiedenen Sprachen dargestellt werden. ¾¾Öffnen Sie den Dialog Oberfläche über Allgemeine Einstellungen > Oberfläche... Abb. 6-1 ¾¾Stellen Sie die gewünschte Sprache ein. ¾¾Deaktivieren Sie die Checkbox Live-Video (ActiveX) in WebConfig anzeigen, falls Kapazitätsengpässe im Netzwerk oder Überlastungen Ihres Systems auftreten. ¾¾Bestätigen Sie abschließend mit OK. 17

18 6.2 Systemzeit Die Systemzeit kann manuell eingestellt oder mit einem UTC-Zeitserver synchronisiert werden. In beiden Fällen muss jedoch die Zeitzone eingestellt werden. ¾¾Öffnen Sie den Dialog Zeiteinstellung über Allgemeine Einstellungen > Zeit... ¾¾Wählen Sie den Tab Zeitzone. Abb. 6-2 ¾¾Stellen Sie die Zeitzone ein. ¾¾Bestätigen Sie abschließend mit OK Manuelle Konfiguration Beachten Sie, dass eine manuelle Konfiguration nicht möglich ist, wenn die Synchronisation mit einem UTC-Zeitserver eingeschaltet ist. ¾¾Wählen Sie den Tab Datum/Zeit. Abb. 6-3 ¾¾Stellen Sie das Datum ein. ¾¾Stellen Sie die Zeit ein. ¾¾Bestätigen Sie abschließend mit OK. 18

19 6.2.2 Zeitserver Beachten Sie, dass der Zeitserver ständig über das Netzwerk erreichbar sein muss. ¾¾Wählen Sie den Tab Zeitserver. Abb. 6-4 ¾¾Geben Sie die IP-Adresse des Zeitservers ein. ¾¾Aktivieren Sie die Checkbox Zeitserver verwenden, um die Synchronisation mit einem UTC-Zeitserver einzuschalten. ¾¾Bestätigen Sie abschließend mit OK. Bei Verwendung eines Host-Namens anstelle einer IP-Adresse, müssen Sie sicherstellen, dass die Einstellungen des Domain Name Systems (DNS) korrekt konfiguriert sind (siehe Abschnitt Domain Name System (DNS) auf Seite 29). Kontaktieren Sie Ihren Netzwerkadministrator für weitere Informationen und zu Ihrer Unterstützung. 19

20 6.3 Kameraname Der Kamera kann ein Name zugeordnet werden, der dann in einer externen Applikation 3) angezeigt wird und zusätzlich direkt in das Video (max. 16 Zeichen) eingefügt werden kann. ¾¾Öffnen Sie den Dialog Kameraname über Allgemeine Einstellungen > Kameraname... Abb. 6-5 ¾¾Geben Sie einen Namen für die Kamera ein. ¾¾Falls erforderlich, wählen Sie aus der Drop-down-Liste Name in Video einfügen die Position aus, an welcher der Kameraname direkt in das Video eingefügt werden soll. ¾¾Wählen Sie aus der Drop-down-Liste Farbe die Darstellungsfarbe des Kameranamens im Video. Bei Farbe automatisch werden zur besseren Lesbarkeit die Zeichen des Kameranamens je nach Bildinformation automatisch entweder in schwarz oder in weiß dargestellt. ¾¾Bestätigen Sie abschließend mit OK. 6.4 Benutzerverwaltung Die Konfiguration des Geräts ist nur nach einer erfolgreichen Authentifizierung als berechtigter Benutzer möglich. Die Benutzerverwaltung ermöglicht dazu die Definition verschiedener Zugriffs- und Konfigurationsrechte für drei unterschiedliche lokale Benutzergruppen. Falls erforderlich, können den lokalen Benutzergruppen zudem einzelne lokale Benutzer zugeordnet werden. Des Weiteren wird die zentralisierte Benutzerverwaltung über einen Active Directory (AD) Verzeichnisdienst (z. B. Microsoft Windows Server *) oder Linux *) Server mit Samba) mithilfe von LDAP (Lightweight Directory Access Protocol) unterstützt Anmeldeoptionen Der Anmeldemodus legt die Art der Authentifizierung fest. Anmeldemodus Gruppenanmeldung Benutzeranmeldung Anmeldung über LDAP Art der Authentifizierung Gruppenpasswort Benutzername + Benutzerpasswort oder Gruppenpasswort LDAP-Benutzername + LDAP-Benutzerpasswort Die Authentifizierung mit dem Gruppenpasswort ist auch im Anmeldemodus Benutzeranmeldung möglich. 3) z. B. SMAVIA Viewing Client (Dallmeier Video Management Software) 20

21 ¾¾Öffnen Sie den Dialog Anmeldeoptionen über Allgemeine Einstellungen > Benutzerverwaltung > Anmeldeoptionen... Abb. 6-6 ¾¾Wählen Sie den erforderlichen Anmeldemodus. Beachten Sie dazu die nachfolgenden Abschnitte zu den verschiedenen Anmeldemodi. ¾¾Bestätigen Sie abschließend mit OK Gruppenanmeldung Die Gruppennamen der drei lokalen Benutzergruppen können angepasst werden. Beachten Sie, dass ab Werk standardmäßig das Passwort 3 für die lokale Benutzergruppe Gruppe 1: admin eingestellt ist. das ab Werk eingestellte Passwort für die lokale Benutzergruppe Gruppe 1: admin aus Sicherheitsgründen unbedingt geändert werden muss. ab Werk für die lokalen Benutzergruppen Gruppe 2: user und Gruppe 3: guest standardmäßig kein Passwort festgelegt ist. ein Login der lokalen Benutzergruppen Gruppe 2: user und Gruppe 3: guest erst nach Festlegung eines Passworts möglich ist. ¾¾Öffnen Sie den Dialog Benutzergruppen über Allgemeine Einstellungen > Benutzerverwaltung > Benutzergruppen... Abb

22 ¾¾Wählen Sie den Tab der relevanten Gruppe. ¾¾Geben Sie einen neuen Namen im Feld Gruppenname ein, falls erforderlich. ¾¾Geben Sie ein Neues Passwort ein. ¾¾Wiederholen Sie die Passworteingabe im Feld Bestätigung Passwort. ¾¾Bestätigen Sie abschließend mit Übernehmen Benutzeranmeldung Im Anmeldemodus Benutzeranmeldung können den drei lokalen Benutzergruppen individuelle lokale Benutzer zugeordnet werden. Benutzer definieren ¾¾Stellen Sie sicher, dass der Anmeldemodus auf Benutzeranmeldung eingestellt ist. ¾¾Öffnen Sie den Dialog Benutzergruppen über Allgemeine Einstellungen > Benutzerverwaltung > Benutzergruppen... Abb. 6-8 ¾¾Wählen Sie den Tab der relevanten Gruppe. ¾¾Klicken Sie Neu. Der Dialog Neuer Benutzer wird angezeigt. Abb. 6-9 ¾¾Geben Sie einen neuen Namen im Feld Benutzername ein. ¾¾Geben Sie ein Neues Passwort ein. ¾¾Wiederholen Sie die Passworteingabe im Feld Bestätigung Passwort. ¾¾Bestätigen Sie abschließend mit OK. 22

23 Benutzer bearbeiten ¾¾Stellen Sie sicher, dass der Anmeldemodus auf Benutzeranmeldung eingestellt ist. ¾¾Öffnen Sie den Dialog Benutzergruppen über Allgemeine Einstellungen > Benutzerverwaltung > Benutzergruppen... ¾¾Wählen Sie den Tab der relevanten Gruppe. ¾¾Wählen Sie den relevanten Benutzer aus der Benutzerliste. ¾¾Bearbeiten oder Löschen Sie den Benutzer mit einem Klick auf den entsprechenden Button Anmeldung über LDAP Diese Einstellung ermöglicht die zentralisierte Benutzerverwaltung über einen Active Directory (AD) Verzeichnisdienst (z. B. Microsoft Windows Server oder Linux Server mit Samba) mithilfe von LDAP (Lightweight Directory Access Protocol). Die Benutzerrechte werden über drei verschiedene Gruppenrichtlinien am LDAP-Client (dieses Gerät) zugewiesen. Achtung Im Anmeldemodus Anmeldung über LDAP ist die Anmeldung als lokale Gruppe oder als lokaler Benutzer nicht mehr möglich. Die folgenden LDAP-Einstellungen sollten nur von einem erfahrenen Administrator mit fortgeschrittenen LDAP-Kenntnissen vorgenommen werden. Damit die jeweiligen Gruppenrichtlinien/Rechte am LDAP-Client (dieses Gerät) gesetzt werden können, muss zunächst am LDAP-Server jeder LDAP-Benutzer, der Zugriff auf dieses Gerät erhalten soll, einer bestimmten LDAP-Gruppe zugeordnet werden, die dann vom LDAP-Client (dieses Gerät) ausgelesen werden kann. Eine gültige LDAP-Gruppenbezeichnung für den jeweiligen Directory-Eintrag am LDAP- Server muss folgendermaßen aufgebaut sein: [Gruppenpräfix][Gruppensuffix] Der Gruppenpräfix ist frei wählbar (beispielsweise myhostname), jedoch erforderlich. Dadurch können mehreren gleichzeitig installierten LDAP-Clients vom gleichen System (z. B. hier beschriebenen Dallmeier Kameras) unterschiedliche LDAP-Gruppen und dadurch unterschiedliche Benutzerrechte zugeordnet werden. Die verfügbaren Gruppensuffixe sind fest vorgegeben: Gruppe 1 (Administrator): Gruppe 2 (Benutzer): Gruppe 3 (Gast): _G4 _G2 _G1 23

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