Bericht über die CIO-Konferenz auf dem Jakobsberg,

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1 Bericht über die CIO-Konferenz auf dem Jakobsberg, Die Firma ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbh lud gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Jens Böcker, Böcker Ziemen Management Consultants GmbH & Co. KG, eine exklusive Gruppe von CIOs namhafter Unternehmen vom 14. bis 15. August 2015 zu einer Konferenz auf dem Jakobsberg bei Boppard ein. Thematischer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Diskussion der zukünftigen Rolle des CIOs und die damit erforderliche optimale Unterstützung des CIOs. Auf diese Weise wurden neue Ideen und Lösungsansätze gewonnen und ausgetauscht. Traditionell gelten CIOs als konservativ, kostenorientiert und kontaktarm. Sie übernehmen die Rolle des IT-Lieferanten. Die CIOs hingegen nehmen sich selbst laut des von COMPUTERWOCHE, der IDG-Marktforschung und der IDC Central Europe GmbH durchgeführten IT-Kompass 2015 in der Rolle als Business Enabler wahr. Die Business- Bereiche stimmen der Rolle zwar grundsätzlich zu, sehen allerdings noch sehr viel Verbesserungspotential. Innovationen zählen sie nicht zu den Stärken der CIOs. Daran verdeutlicht sich, dass Selbstbild und Fremdwahrnehmung der IT noch weit auseinanderliegen. Ziel ist es jedoch, dass IT und Business ihre Diskrepanz überwinden und eng zusammenarbeiten. Beide Seiten sind also gefordert: Die Geschäftsleitung muss den CIO als Bestandteil der Unternehmensführung sehen und in die strategische Planung einbeziehen. Die IT wiederum sollte die Fachbereiche einbeziehen und sich mehr mit Innovationen anstelle von operativen Themen befassen. 1 Der Einsatz neuer Technologien führt zusätzlich zu einer Auseinandersetzung mit der Einführung eines CDOs im Unternehmen. Laut einer Umfrage von Herrn Prof. Dr. Böcker halten gerade große Unternehmen die Rolle des CDOs für sinnvoll, da er als zentraler Ansprechpartner fungiert, Kompetenzlücken schließt und die digitale Strategie vorantreibt. 1 Vgl. Quack, Karin: IT-Kompass: Unternehmens-IT im Fokus: Selbstbild und Fremdwahrnehmung divergieren, in: COMPUTERWOCHE, Der Artikel basiert auf den Ergebnissen des IT- Kompass 2015 eine Studie von der COMPUTERWOCHE, der IDG-Marktforschung und der IDC Central Europe GmbH. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbh 1

2 Langfristig wird es jedoch zu einer Umverteilung der Aufgaben kommen, sodass sich die Kompetenzen des CDOs im Management wiederfinden. 2 Als Diskussionsgrundlage der Konferenz auf dem Jakobsberg diente eine Umfrage von ORBIT, an der die Konferenzgäste teilnahmen. 3 Die Ergebnisse zeigen, dass die IT-Abteilung in den wenigsten Unternehmen heute bereits Kernbestandteil der Unternehmensstrategie ist. Nach Angaben der CIOs (33 %) entscheidet die IT-Abteilung bei der Unternehmensstrategie selbst nicht mit, sondern wird oft erst informiert, nachdem die Entscheidungen getroffen wurden. In anderen Fällen (33 %) erfolgt eine frühzeitige Information über Entscheidungen, damit die IT sich optimal vorbereiten kann. Dennoch besteht bei den CIOs ein klarer Konsens: Durch eine frühzeitige Einbindung und Abstimmung der IT in die Entscheidungen der Unternehmensstrategie ergibt sich ein positiver Beitrag auf den Unternehmenserfolg. Auf die Frage, was die drei wichtigsten Anforderungen der Geschäftsleitung an die IT in den kommenden Jahren sind, wurden folgende Antworten von den CIOs am häufigsten genannt: So sehen sie die IT in Zukunft besonders beim Ausbau der Digitalisierung von Geschäftsprozessen (19 %), bei der schnelleren Bereitstellung von IT-Services (19 %) und bei der Entwicklung neuer innovativer IT-Produkte und -Services (19 %) in der Pflicht. Gleichzeitig sind die Befragten der Meinung, dass die zukünftige Ausrichtung der IT in manchen Bereichen Probleme bereiten wird. Als die größten Probleme wurden genannt: Es gibt zu wenig Mitarbeiter mit dem entsprechenden Know-how (19 %). Des Weiteren fehlt eine übergreifende Planung von IT-Projekten und Landschaft (19 %). Darüber hinaus wird die IT durch zu starre Organisationsstrukturen (19 %) und mangelnde Unterstützung seitens des Top-Managements (19 %) gehemmt. In Zukunft wird das Thema Sourcing eine zentrale Rolle einnehmen das bestätigen auch die CIOs. Ihrer Meinung nach wird die IT-Abteilung in zehn Jahren die große Mehrzahl der Leistungen von extern zukaufen, unabhängig davon, ob die IT eher zentral (71 %) oder dezentral (29 %) in den Fachbereichen organisiert ist. Nicht zuletzt, weil die Anforderungen an die IT-Abteilung stetig wachsen und sich durch Outsourcing Chancen ergeben: Durch externen Leistungsbezug lassen sich die IT-Kosten reduzieren, die Kernkompetenzen können fokussiert und die IT-Services verbessert werden. 2 Im Rahmen eines Projektes an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wurde eine Online-Befragung von 85 Unternehmen im Zeitraum vom bis durchgeführt. 3 Es handelte sich um eine Online-Befragung mit sieben Teilnehmern. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbh 2

3 Abschließend kann zusammengefasst werden, dass die Rolle des CIOs und damit seine strategische Einbindung maßgeblich von der Positionierung des Unternehmens am Markt abhängt. Grundsätzlich ist der CIO in Unternehmen im B2C-Markt mit starker Ausrichtung des Unternehmens auf digitale Geschäftsmodelle (wie Uber und Amazon) ein strategischer Business Enabler. Im Gegensatz dazu ist die Rolle des CIOs heute im klassischen B2B-Bereich auf den Zulieferer beschränkt. Die Organisation der IT kann im Schwerpunkt zentral oder zum Teil dezentral in den Fachabteilungen erfolgen. Die dezentrale Organisation hat den Vorteil der besseren Einbindung der Fachbereiche in die IT-Strategie und Umsetzung, aber den Nachteil, dass die Führung der IT komplexer wird. Die Belegschaft der IT kann in zwei Archetypen unterteilt werden: die radikalen, meist jungen Umgestalter und die bewahrenden, auf den laufenden Betrieb gerichteten, rustikalen Mitarbeiter. Zwischen den beiden Typen sind deutliche Kulturunterschiede möglich, wodurch Konflikte entstehen können. Um die IT- Organisation als CIO zu führen, werden neben den technischen Voraussetzungen Führungskompetenz, Prozess-Know-how und Projekterfahrung, aber auch soziale Kompetenz immer wichtiger. Ein Potential der IT ist das bestehende Prozess-Know-how im Unternehmen, da die IT als zentrale Service-Einheit zu allen Bereichen des Unternehmens Verbindungen hat. Dieses Prozess-Know-how zusammen mit der technischen Kompetenz und der Projekterfahrung kann einen wesentlichen Impuls für die weitere Digitalisierung des Unternehmens geben. Letztendlich muss die moderne IT wie ein IT-Systemhaus aufgestellt sein, mit einer Vertriebsorganisation und einer Delivery. Die Delivery muss nicht nur hausintern erfolgen, sondern kann extern zugekauft werden. Entsprechend kommt auf den IT-Leiter ein hoher vertrieblicher Anteil zu, den viele der aktuellen CIOs nicht leisten wollen und zum Teil von ihrer Persönlichkeitsstruktur her gar nicht leisten können. Wichtige Kriterien für die Unterstützung des CIOs in seiner Rolle sind Selbstmarketing der IT im Unternehmen, die bessere Unterstützung und das Verständnis der Unternehmensleitung, Möglichkeiten zur Reduktion der Komplexität in der IT-Landschaft und in den Projekten und der Invest in Soft Skills, wie z. B. Führung und soziale Kompetenz. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbh 3

4 Umfrageergebnisse Jakobsberg Ist die IT Kernbestandteil der Unternehmensstrategie? Die IT wird erst informiert, nachdem eine strategische Entscheidung getroffen wurde. Die IT wird frühzeitig über strategische Entscheidungen informiert, um sich optimal auf diese vorzubereiten. Die IT wird bei strategischen Entscheidungen von Anfang an involviert und darf diese mitentscheiden. Die IT gibt aktiv Impulse über die zukünftige Ausrichtung der Unternehmensstrategie. 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% Was sind die drei wichtigsten Anforderungen Ihrer Geschäftsleitung an die IT in den kommenden Jahren? Optimierung der internen Zusammenarbeit (Social Collaboration-Plattformen, Erhöhung der Datensicherheit Verbesserung der Informationsauswertung und -nutzung Entwicklung neuer innovativer IT-Produkte und -Services Schnellere Bereitstellung von IT-Services Ausbau der Digitalisierung von Geschäftsprozessen Effizienz der IT steigern und Kosten senken 0% 5% 10% 15% 20% ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbh 4

5 In welchen drei Bereichen bereitet die zukünftige Ausrichtung der IT die größten Probleme? Top-Management unterstützt nicht genug Technologie nicht reif genug Zu starre Organisationsstrukturen In den Fachbereichen sind die Geschäftsprozesse nicht flexibel genug Nicht genug Budget für Umsetzung Keine übergreifende Planung der IT-Projekte und -Landschaft Zu wenig Mitarbeiter mit dem entsprechenden Know-how 0% 5% 10% 15% 20% Wie sieht Ihrer Meinung nach die IT-Abteilung in 10 Jahren aus? Es gibt keine IT-Abteilung mehr. Alle IT- Services werden von extern bezogen und von den Fachabteilungen selbst verwaltet. Die IT-Abteilung ist dezentral organisiert und den Fachbereichen angegliedert. Sie erbringt fast alle Leistungen selbst. Die IT-Abteilung ist dezentral organisiert und den Fachbereichen angegliedert. Sie kauft fast alle Leistungen von extern zu. Die IT-Abteilung ist zentral organisiert und erbringt fast alle Leistungen selbst. Die IT-Abteilung ist zentral organisiert und kauft fast alle Leistungen von extern zu. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbh 5

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