Rechnungslegung nach HGB und IFRS. -Teil III- WS 2011/12

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1 Rechnungslegung nach HGB und IFRS -Teil III- WS 2011/12

2 4.2 Immaterielle Vermögensgegenstände (Intangible Assets) IFRS Definition und Ansatzvorschriften Gem. IAS 38 ist ein immaterieller Vermögenswert ein identifizierbarer, nicht monetärer Vermögenswert ohne physische Substanz. Als Beispiele fallen unter diese Definition u.a. Computersoftware, Patente, Urheberrechte, Filmmaterial, Kundenlisten und Absatzrechte (IAS 38.9). Ansatzkriterien (IAS ff.): 1. Identifizierbarkeit (38.11) 2. Verfügungsmacht (38.13) 3. Künftiger K wirtschaftlicher Nutzen (38.17) 4. Wahrscheinlichkeit des Nutzenzuflusses (38.21) 5. Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes können zuverlässig bemessen werden (38.21) 2

3 4.2 Immaterielle Vermögensgegenstände (Intangible Assets) IFRS Beispiel: Die ComSoft AG hat sich auf die Erstellung von Fachbüchern für die Anwender bestimmter Software spezialisiert. Auch für ein neu erschienenes Computerprogramm wird ein solches Buch erstellt. Zu diesem Zweck wird mit einem Verlagshaus ein Vertrag abgeschlossen, wobei die Kosten des Vertragsabschlusses mit EUR angegeben werden. Der Verlag geht von sehr guten Absatzchancen für das Buch aus (Wahrscheinlichkeit > 80 v.h.) und räumt der ComSoft AG die übliche Umsatzbeteiligung ein. Ist das Urheberrecht aus diesem Buch als immaterieller Vermögenswert zu aktivieren? 3

4 4.2 Immaterielle Vermögensgegenstände (Intangible Assets) IFRS 1) Identifizierbarkeit (=Separierbarkeit)? 2) Verfügungsmacht? 3) Künftiger wirt. Nutzen? 4) Wahrscheinlichkeit Nutzenzufluss? 5) Bewertbarkeit? 4

5 4.2 Immaterielle Vermögensgegenstände (Intangible Assets) IFRS Aufgabe: Die Mitarbeiter aus dem Rechnungswesen der Guugel AG werden auf Firmenkosten zum Bilanzbuchhalter International IHK ausgebildet. Die Kursgebühren betragen EUR. Durch die Weiterbildung können die Mitarbeiter Projekte im Rahmen der beabsichtigten Umstellung der Konzern-Rechnungslegung auf IFRS betreuen. Der Nutzen für die Guugel AG ist zweifellos gegeben. Die Aktiengesellschaft will die Aufwendungen in Höhe von insgesamt EUR (vier Mitarbeiter) aktivieren. Ist das zulässig? 5

6 Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte Die IFRS trennen bei selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen den Erstellungsprozess in eine Forschungs- und in eine Entwicklungsphase (IAS 38.52). Forschung (IAS 38.8): Suche nach neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen. Entwicklung (IAS 38.8): Anwendung der Forschungsergebnisse oder von anderem Wissen zur Produktion neuer oder beträchtlich verbesserter Materialien, Produkten, Verfahren etc. vor dem Beginn der eigentlichen industriellen Produktion/ kommerziellen Nutzung. 6

7 Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte Ein aus der Forschungsphase resultierender immaterieller Vermögenswert darf nicht aktiviert werden (Aktivierungsverbot). Falls keine sinnvolle Trennung der Forschungs- und Entwicklungsphase möglich ist, sind alle Kosten der Forschungsphase zuzurechnen (IAS 38.53). Für immaterielle Vermögenswerte, die der Entwicklungsphase zuzuordnen sind, besteht nach folgenden Zusatzkriterien eine Aktivierungspflicht (IAS 38.57): 1. Nachweis der technischen Realisierbarkeit, 2. Absicht der Fertigstellung sowie zur zukünftigen Nutzung, 3. Fähigkeit der künftigen Nutzung bzw. künftigen Verkaufs, 4. der künftige Nutzen innerhalb oder über einen Markt außerhalb des Unternehmens kann belegt werden, 5. Verfügbarkeit ausreichender Ressourcen, um die Entwicklung zu vollenden und 6. die Ausgaben für das Projekt sind zuverlässig bewertbar. Entwicklungskosten sind ab dem Zeitpunkt der erstmaligen Erfüllung aller Ansatzkriterien anzusetzen. Alle vorhergehenden Aufwendungen dürfen nicht aktiviert werden. Es dürfen nur direkt zurechenbare Kosten berücksichtigt werden (IAS 38.66). 7

8 Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte Vgl. Lüdenbach/Hoffmann, IFRS-Kommentar, S. 570,

9 Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte Praxis-Beispiel (Altana AG, Geschäftsbericht 2004): "Forschungskosten sind Kosten für eigenständige und planmäßige Forschung mit der Absicht, neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu erlangen. Sie werden nach IAS 38 bei Anfall sofort aufwandswirksam berücksichtigt. Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, theoretische Erkenntnisse technisch und kommerziell umzusetzen. Auch sie werden aufwandswirksam erfasst, da die Voraussetzungen zur Aktivierung als immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 aufgrund der bis zur Markteinführung bestehenden Risiken nicht vollständig erfüllt sind." 9

10 Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte Automobilindustrie: Kriterium der technischen Machbarkeit andere Auslegung. 2008: Von den insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten wird ein hoher, z.t ein über 50% hinausgehender Teil, aktiviert. Alle Branchen: Aktivierung eines Entwicklungsprojekts kann an einer einigermaßen verlässlichen Kostenzuordnung wegen ungelöster Schlüsselungsproblemen von Gemeinkosten scheitern (IAS 38.53). 10

11 Aktivierungsverbote: Selbst geschaffener Firmenwert (IAS 38.48) Selbstgeschaffene Markennamen, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten und ähnliche Rechte und Werte (IAS 38.63) 11

12 Beispiel: Aktivierungsge- bzw. verbote: 12

13 Lösung: Gesamtaufw Aufw. vor Erfüllung der Zusatz- Kriterien - Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen (nach Erf. der Zusatzkrit.) Bilanzansatz: 13

14 Bewertung Gem. IAS erfolgt die erstmalige Bewertung zu Anschaffungsoder Herstellungskosten. Zur Folgebewertung können zwei unterschiedliche Methoden angewendet werden (IAS 38.72): Anschaffungskostenmodell (38.74): Bewertung auf Basis fortgeführter AK bzw. HK, wobei grundsätzlich planmäßige Abschreibungen und außerplanmäßige Abschreibungen (IAS 36) zu berücksichtigen sind. Neubewertungsmodell (IAS 38.75) : Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Praktische Bedeutung hat das Neubewertungsmodell zur Bewertung von immateriellen Vermögenswerten kaum, da ein aktiver Markt für diese Vermögenswerte kaum existiert, dies aber zur Anwendung des Neubewertungsmodells eine Voraussetzung ist. 14

15 Bewertung Zur Berechnung der Abschreibungen müssen die immateriellen Vermögenswerte in: immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungs- dauer eingeteilt werden. Eine unbestimmte Nutzungsdauer ist dann anzunehmen, wenn es keine Anhaltspunkte gibt, dass ein immaterieller Vermögenswert ab einem bestimmten Zeitpunkt keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr abwirft. Bei unbestimmter Nutzungsdauer ist der immaterielle Vermögenswert nicht planmäßig abzuschreiben, sondern es ist jedes Jahr ein Wertminderungstest (Impaiment-Test) durchzuführen (IAS ). 15

16 Bewertung Beispielaufgabe: Die auf Pflegeprodukte spezialisierte Colgabe AG erwirbt zwei bereits am Markt etablierte Zahnpastamarken (alonal und eminal). Es soll bestimmt werden, welche Nutzungsdauern die Marken besitzen. Die Marke "alonal" ist international vertreten und seit vielen Jahren erfolgreich am Markt platziert. Die Vertriebsexperten gehen davon aus, dass mit jährlichen Marketingaufwendungen von 3 Mio. EUR der Wert der Marke auch in Zukunft erhalten werden kann. Dagegen ist die Marke "eminal" nur regional bekannt. Es wird geschätzt, dass diese Marke unter Aufrechterhaltung der bisher jährlich aufgewandten Werbebeträge nur noch drei Jahre Bestand haben wird. Wie sind diese Marken im IFRS-Abschluss der Colgabe AG zu behandeln? 16

17 Bewertung Lösung Beispielaufgabe: alonal eminal 17

18 Bewertung Aufgabe: Die Colgabe AG (siehe vorstehenden Fall) will die Marke "alonal" nach dem Anschaffungskostenmodell bewerten. Die Anschaffungskosten betrugen am Die erzielbaren Beträge der Marke entwickeln sich wie folgt: : EUR; : EUR; : EUR. Mit welchen Werten ist die Marke "alonal" in den IFRS- Abschluss der Stichtage , und anzusetzen? 18

19 Bewertung Lösung: : : : 19

20 Geschäfts- oder Firmenwert (IFRS 3) Originärer Geschäfts- oder Firemenwert Ansatzverbot (IAS 38.48) Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert Ansatzpflicht (IFRS 3.32) Geschäfts- oder Firmenwert = positive Differenz zwischen den AK des Unternehmenszusammenschlusses und dem beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden (IFRS 3.32) Der Geschäfts- oder Firmenwert hat eine unbestimmte Nutzungsdauer, damit entfällt eine planmäßige Abschreibung. Pflicht zum jährlichen Wertminderungstest bzw. wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen IAS (b). Wertminderungstest mit Hilfe der kleinsten unabhängigen zugehörigen zahlungmittelgenerierenden Einheit (s.o.), da der Geschäfts- oder Firmenwert keine eigenen Zahlungsmittel generiert, die unabhängig von anderen Vermögenswerten sind. 20

21 4.3 Sachanlagen HGB Bilanzausweis 266 Abs. 2 A. II. HGB Bewertung gem. 253 HGB (s.o.): Anschaffungs- oder Herstellungskosten./. planmäßige Abschreibung (AfA) = fortgeführte AK/ HK./. außerplanmäßige Abschreibung = niedrigere beizulegende Wert ========================== 21

22 4.3 Sachanlagen HGB Anlagespiegel (Anlagengitter) 268 Abs. 2 HGB sog. Brutto-Anlagespiegel AK/ HK der am Beginn des Geschäftsjahres vorhandenen Anlagegüter + Zugänge des Geschäftsjahres zu AK/ HK./. Abgänge des Geschäftsjahres zu AK/ HK +/- Umbuchungen während des Geschäftsjahres zu AK/ HK + Zuschreibungen des Geschäftsjahres./. kumulierte Abschreibungen = Buchwerte Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind entweder in der Bilanz oder im Anlagespiegel anzugeben. 274a Nr. 1 HGB Befreiung für f r kleine Kapitalgesellschaften 22

23 4.3 Sachanlagen HGB Beispiel: Nachfolgend finden Sie den Anlagespiegel (in T ) der Habgier & Raffke GmbH zum : Anlagevermögen historische AK/HK Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Abschreibungen kum. Bilanzwert Abschreibung Gj. Gebäude Techn. Anlagen u. Maschinen BGA Anlagen im Bau Beiteiligungen Beteiligung = =

24 4.3 Sachanlagen HGB Fortsetzung Beispiel: Die gesamten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres (inkl. Neuzugänge und anteilige AfA auf Abgänge) betragen bei: - Gebäuden ,-- - technischen Anlagen u. Maschinen ,-- - Betriebs- und Geschäftsausstattung ,-- Fertigstellung eines Geschäftsgebäudes (Anlagen im Bau) zum , HK in 2007: ,--; in 2008 fallen weitere 1,0 Mio. an (gesamt HK = 1,5 Mio. ). Verkauf eines Firmen-LKW (BGA) zum , AK ,--, Buchwert zum : ,--, Verkaufspreis ,-- (netto). Zuschreibung auf Beteiligungen i.h.v ,--. Verkauf einer Hochdruckpresse, AK 1,0 Mio., Buchwert zum ,-; Verkaufspreis ,-- (netto). Erstellen Sie den Anlagespiegel zum

25 4.3 Sachanlagen HGB ( Angaben in T ): Anlagevermögen historische AK/HK Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Abschreibungen kum. Bilanzwert Abschreibung Gj. Gebäude Techn. Anlagen u. Maschinen BGA Anlagen im Bau Beiteiligungen Beteiligung 25

26 4.3 Sachanlagen HGB Übungsaufgabe: Nachfolgend finden Sie den Anlagespiegel (in T ) der Pleite AG zum : historische AK/HK Anlagevermögen Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Abschreibungen kum. Bilanzwert Abschreibung Gj. Gebäude Techn. Anlagen u. Maschinen BGA Anlagen im Bau Beteiligungen

27 4.3 Sachanlagen HGB Fortsetzung Übungsaufgabe: Im Jahr 2008 sind folgende Sachverhalte zu berücksichtigen: a) Kauf einer neuen Stanzmaschine AK am , ND = 5 J. (lin. AfA) b) Der Wert der Beteiligung ist dauerhaft auf 50 T gesunken. c) Verkauf von BGA am , AK = ,-- ( ), ND = 10 Jahre (lin. AfA) d) Fertigstellung eines Geschäftsgebäudes (Anlagen im Bau) zum , HK in 2008: ,-- (HK gesamt 1.000), Abschreibung = 3% pro Jahr. e) Die gesamten planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres der übrigen Vermögensgegenstände (ohne Fälle F a-d) a betragen bei - Gebäuden ,-- - technischen Anlagen u. Maschinen ,-- - Betriebs- und Geschäftsausstattung ,-- Erstellen Sie den Anlagespiegel zum

28 4.3 Sachanlagen HGB (Angaben in T ): historische AK/HK Anlagevermögen Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Abschreibungen kum. Bilanzwert Abschreibung Gj. Gebäude Techn. Anlagen u. Maschinen BGA Anlagen im Bau Beteiligungen 28

29 4.3 Sachanlagen HGB Aufgabe: Am kauft die Pleite AG 5 gleichartige Maschinen für je , % USt. auf Ziel. ND = 10 J (lineare AfA). Am beträgt der beizulegende Wert aller Maschinen voraussichtlich dauerhaft ,--. Am steigt der beizulegende Wert der Maschinen überraschend auf ,--. Am wird eine Maschine für , % USt. bar verkauft. Geben Sie die sich aus obigen Sachverhalten ergebenden Buchungssätze für die Jahre an. Erstellen Sie für die Jahre jeweils einen Anlagespiegel für die Bilanzposition Maschinen. 29

30 4.3 Sachanlagen HGB Anlagevermögen historische AK/HK Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Abschreibungen kum. Bilanzwert Abschreibung Gj. 01: Masch. 02: Masch. 03: Masch. 04: Masch. - 05: Masch. 30

31 4.4 Sachanlagen IFRS Ansatzvorschriften Gemäß IAS 16 sind Sachanlagen materielle Vermögenswerte, die ein Unternehmen für Zwecke der Herstellung oder die Lieferung von Gütern und Dienstleistungen, zur Vermietung an Dritte oder für Verwaltungszwecke besitzt und länger als ein Jahr genutzt werden (IAS 16.6). Ansatzkriterien (IAS 16.7): Wahrscheinlichkeit des Nutzenzuflusses, und wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bemessen werden können. 31

32 4.4 Sachanlagen IFRS Komponentenansatz Eine Besonderheit im Sachanlagevermögen, ist gem. IAS 16 der sog. Komponentenansatz (components approach). Gem. IAS ist eine komplexe Sachanlage (z.b. ein Flugzeug) in einzelne Komponenten aufzuteilen, wenn die Kosten der jeweiligen Komponente in Relation zu den Gesamtkosten wesentlich sind (z.b. Triebwerk, Außenhaut, Innenausstattung, Elektronik usw.). Als wesentlich gilt eine Komponente, wenn ihr Wert mindestens 5% der AK/HK des Vermögensgegenstandes ausmacht. 1 Die einzelnen Komponenten sind dann in den Folgeperioden separat abzuschreiben. Nur wenn die Komponenten analoge Nutzungsdauern aufweisen und mit den gleichen Verfahren abgeschrieben werden sollen, können sie zusammengefasst werden. Die Aufgliederung wird allerdings weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Vgl. Andrejewski/Böckem, KoR 2005, S

33 4.4 Sachanlagen IFRS Praxis-Beispiel: Die Inneneinrichtung des Airbus 380 wird (unterstellt) in drei Varianten geliefert: First Class: Designer-Möbel mit separatem Bett Business Class: Höhenverstellbare Sessel, umschlagbar als Schlafgelegenheit Economy Class: Reihensitze ("Holzklasse") Die First-Class-Einrichtung sollte entsprechend der Vorstellung von Innenarchitekten nach sieben Jahren wegen der modischen Anforderungen des erlesenen Kundenkreises komplett ausgetauscht werden. In der Business Class genügt eine neue Polsterung der Sitze nach 10 Jahren. In der "Holzklasse" kann ein Austausch der gesamten Bestuhlung nach 14 Jahren erfolgen. 33

34 4.4 Sachanlagen IFRS Beispiel: Geschäftsberichte 2005/2006 von Flugverkehrsgesellschaften (Iberia, British Airways, Deutsche Lufthansa u.a.): Der Rahmen und die Triebwerke werden zwar als getrennte Komponenten geführt, aber durchweg mit gleicher Nutzungsdauer abgeschrieben. Größere Ersatzteile und Reservetriebwerke werden als eigenständiger Vermögenswert im Anlagevermögen geführt und abgeschrieben. Die Generalüberholungen und Großinspektionen werden als gesonderte Komponente geführt und abgeschrieben. Die am "Musterfall" des Verkehrsflugzeuges durch den Board vorgeschlagene "Zerlegung" des Vermögenswertes in seine Komponenten scheint deshalb in der Praxis sehr zurückhaltend ausgeübt zu werden. Das erlaubt eine entsprechend großzügige - vielleicht auch sinnvolle - Anwendung auch auf andere Großobjekte. 34

35 Beispiel entnommen: o.v., IWP (Univ. Saarland) 35

36 Komponentenansatz 36

37 Komponentenansatz 37

38 Komponentenansatz 38

39 Komponentenansatz 39

40 Komponentenansatz 40

41 Komponentenansatz 41

42 Komponentenansatz 42

43 Komponentenansatz Praxis-Beispiel: Eine Müllverbrennungsanlage mit Energie- und Wärmeerzeugung besteht aus folgenden wesentlichen Bestandteilen: Entladehalle Abfallbunker Rostfeuerung Schlackenaustragung Dampferzeugung Elektrofilter Energienutzung Speisewasserwärmer Katalysator Abgaswäscher Rückstromwirbler/Gewerbefilter Kamin Emissionsmessstation 43

44 Komponentenansatz Nun kann man mit einiger Akribie und Sachverstand jedem dieser Teilbereiche eine mutmaßliche individuelle Nutzungsdauer zuordnen. Die Frage ist nur, ob dies technisch garantierbar und wirtschaftlich sinnvoll ist. Letzteres zielt auf das Kosten-Argument, ersteres auf die mangelnde Prognosemöglichkeit. Ob die Rostfeuerung 10 oder 15 Jahre genutzt werden kann, wird niemand definitiv "festlegen" wollen, sofern nicht Ersatzintervalle (wie beim Flugzeug) regulatorisch vorgegeben sind. 44

45 Bewertung Die erstmalige Bewertung erfolgt zu AK oder HK (IAS 16.15). Die Folgebewertung der Sachanlagen kann nach zwei unterschiedlichen Methoden erfolgen: Anschaffungskostenmodell: Bewertung auf Basis fortgeführter AK bzw. HK, wobei planmäßige Abschreibungen und außerplanmäßige Abschreibungen zu berücksichtigen sind. Neubewertungsmodell: Neubewertung zum beizulegenden Wert (Fair Value). Zusätzlich zu den erfolgswirksam vorzunehmenden planmäßigen Abschreibungen erfolgt der Wertansatz zum Neubewertungsbetrag (regelmäßig erfolgsneutral). 45

46 Bewertung Voraussetzung für die Anwendung der Neubewertungsmethode ist, dass der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann (IAS 16.31). Der beizulegende Zeitwert (fair value) ist ein Marktwert; er ist grundsätzlich vom Absatzmarkt zu bestimmen (IAS 16.32). Die Entscheidung, das Neubewertungsmodell anzuwenden, muss immer für die gesamte Gruppe von Sachanlagen (z.b. Grundstücke und Gebäude, Maschinen, Schiffe, Büroausstattung usw.) einheitlich getroffen werden (IAS 16.36). Neubewertungen sind grundsätzlich jährlich vorzunehmen, wenn der beizulegende Zeitwert in Relation zum jeweiligen Buchwert starken Schwankungen unterliegt. Bei geringfügigen Schwankungen reicht eine Überprüfung alle drei bis fünf Jahre (IAS 16.34). 46

47 Bewertung 47

48 Bewertung Die Behandlung der Neubewertungsrücklage stellt sich wie folgt dar: 1. Abnutzbare Sachanlagen: a) Anteilige erfolgsneutrale Umbuchung in die Gewinnrücklagen i.h.v. des Unterschiedsbetrages zwischen planmäßiger Abschreibung auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts und fiktiven fortgeführten historischen AK/HK. oder b) Vollständige Umbuchung (Auflösung) in die Gewinnrücklagen bei Veräußerung oder Stilllegung. 2. Nicht abnutzbare Sachanlagen: Vollständige Umbuchung in die Gewinnrücklagen bei Veräußerung oder Stilllegung. 48

49 Bewertung Beispiel 1: Die Billy GmbH erwirbt am eine Maschine für Die Abschreibung erfolgt linear über acht Jahre. Am ist der Fair Value auf ,-- gestiegen. Wie erfolgt die Bewertung zum , und unter Zugrundelegung der Neubewertungsmethode? Alternative: Wie ist nach IFRS vorzugehen, wenn der Fair Value Ende 2006 auf ,-- sinkt? Auf die Berücksichtigung latenter Steuern soll verzichtet werden. Welche Bilanzansätze würden sich nach HGB ergeben? 49

50 Bewertung Beispiel 2: Der Fair Value des Sachanlagevermögens ist am auf ,-- gesunken. Stellen Sie die endgültige Bilanz der Y-GmbH auf. Latente Steuern sind nicht zu berücksichtigen. 50

51 Bewertung 51

52 Bewertung Übungsaufgabe: Die Muster GmbH legt Ihnen folgende Bilanz zum vor Neubewertung vor. (Angaben in T ): Aktiva Passiva Sachanlagen 20 Eigenkapital 40 Umlaufvermögen 100 davon: Jü: 15 Bankverbindl a) Stellen Sie die Bilanz nach IAS unter Verwendung der Neubewertungsmethode auf, wenn der fair value der Sachanlagen zum T 80 beträgt. (Buchung angeben) b) Die Restnutzungsdauer des Sachanlagevermögens beträgt im Jahr 02 noch 20 Jahre und wird linear abgeschrieben. Wie hoch ist die Abschreibung in 2002 nach IAS? 52

53 Bewertung c) Erstellen Sie die Bilanz zum unter der Annahme, dass von dem Gewinn aus 01 nichts ausgeschüttet wird (Einstellung i.d. Gew.rückl.). Das Umlaufvermögen hat sich um T 20 erhöht. Verb. sind unverändert. Der Gewinn vor Abschreibung beträgt T 20. Es erfolgt eine anteilige Auflösung der Neubewertungsrücklage. d) Zum legt die Muster GmbH Ihnen folgende Bilanz nach Abschreibung und anteiliger Auflösung der NBWR vor: Aktiva Passiva Sachanlagen 40 Eigenkapital 260 Umlaufvermögen 300 davon: NBW: 30 Jü: 15 Bankverbindl Der Zeitwert des Sachanlagevermögens sei zum auf T 5 gesunken. Stellen Sie die Bilanz zum nach Neubewertung auf. 53

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