Inhaltsverzeichnis. ÖH - Bundesvertretung Medizin-Studenten wollen im Praxisjahr 650 Monatsgage Heute vom (Seite 6)

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1 Inhaltsverzeichnis ÖH - Bundesvertretung Medizin-Studenten wollen im Praxisjahr 650 Monatsgage Heute vom (Seite 6) Studenten wollen Geld für ihre Arbeit Kleine Zeitung vom (Seite 6) Praktikum im Spital soll bezahlt werden OÖ Nachrichten vom (Seite 2) Studium: Wenn Jungärzte Kredite aufnehmen müssen Die Presse vom (Seite 2) Angehende Ärzte wollen Entschädigung Salzburger Nachrichten vom (Seite 2) Mitterlehner: Nein zu 650 Euro für Medizinpraktikum Der Standard vom (Seite 7) 650 Euro für junge Mediziner Tiroler Tageszeitung vom (Seite 12) Medizinstudenten gegen Gratispraktikum Wiener Zeitung vom (Seite 1) Gratisarbeit Wiener Zeitung vom (Seite 8) Seite 2 Seite 3 Seite 4 Seite 5 Seite 7 Seite 8 Seite 9 Seite 10 Seite 11 Copyright: APA-DeFacto GmbH - Seite 1

2 ÖH - Bundesvertretung "Heute" vom Seite 6 Ressort: Politik Heute Hauptausgabe, Heute Niederösterreich, Heute Oberösterreich Medizin-Studenten wollen im Praxisjahr 650 Monatsgage Das "finanzielle Aus" für Medizinstudenten durch das klinisch-praktische Jahr (sechstes und letztes Studienjahr, Anm.) befürchtet die ÖH. Dieses wird derzeit nicht bezahlt. Bei 35 Wochenstunden hätten die Studenten aber keine Zeit für einen Nebenjob, soziale Absicherung fehle, und es gebe kaum Chance auf Familienbeihilfe (bis 24 Jahre). Daher fordert die ÖH eine Aufwandsentschädigung von 650 pro Monat. Bereits jetzt gehe jeder vierte heimische Medizinstudent für das letzte Ausbildungsjahr aus finanziellen Gründen ins Ausland. Copyright: APA-DeFacto GmbH - Seite 2

3 "Kleine Zeitung" vom Seite: 6 Ressort: Politik Steiermark Studenten wollen Geld für ihre Arbeit WIEN. Diese Woche starteten die ersten Medizinstudenten in das neu eingeführte Klinisch- Praktische Jahr (KPJ). Im sechsten und letzten Jahr ihres Studiums müssen die Jungmediziner fortan ohne Bezahlung 48 Wochen zu je 35 Stunden in Krankenhäusern arbeiten Nachtdienste inklusive. Die Hochschülerschaft (ÖH) lehnt dies ab und forderte eine Entschädigung von 650 Euro pro Monat. Weil im KPJ keine Zeit für Nebenjobs bleibe, stehen viele Studenten vor dem finanziellen Aus, erklärt Sarah Schober, ÖH-Vorsitzende an der Wiener MedUni. Wer etwas verdienen will, müsse ins Ausland. Laut einer Umfrage der ÖH tue dies bereits jeder Vierte, dem das KPJ bevorsteht. Im sechsten Studienjahr laufe zudem für die meisten Studenten die Familienbeihilfe aus. Weder Gesundheits- noch Wissenschaftsministerium fühlen sich, wie sie kundtun, für die Entschädigung der Jungmediziner zuständig. Copyright: APA-DeFacto GmbH - Seite 3

4 "Oberösterreichische Nachrichten" vom Seite: 2 Ressort: Politik Praktikum im Spital soll bezahlt werden Studenten fordern einheitliche Entschädigung für klinisch-praktisches Jahr WIEN. Das letzte Studienjahr sieht für angehende Ärzte eine Ausbildung direkt im Spital vor: Im klinisch-praktischen Jahr (KPJ), das 48 Wochen dauert, werden sie auf den Arztberuf vorbereitet. An den Universitäten Innsbruck und Graz - wo auch die künftigen Studenten der Linzer Medizinfakultät den ersten Teil ihrer Ausbildung absolvieren - gibt es das KPJ schon länger, die Uni Wien hat diese Woche mit der neuen Ausbildung begonnen. Aus Sicht der Hochschülerschaft (ÖH) ist das klinisch-praktische Jahr allerdings stark verbesserungswürdig: Medizin-Studenten sollten für ihre Tätigkeit im Spital eine österreichweit einheitliche Aufwandsentschädigung erhalten, forderte Sarah Schober, ÖH-Vorsitzende an der Med-Uni Wien, gestern. 650 Euro pro Monat - analog zur Regelung für angehende Lehrer im Unterrichtspraktikum - sollten Medizinstudenten in diesem letzten Studienjahr erhalten. Derzeit gewähren nur einige Spitalsträger in Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg eine Aufwandsentschädigung. Das Gesundheitsministerium verweist in dieser Frage auf die Autonomie der Universitäten, im Wissenschaftsministerium heißt es, das KPJ sei eine Lehrveranstaltung, für die gesetzlich keine Entschädigung vorgesehen ist. Zumindest für den Wiener Krankenanstaltenverbund ist eine Änderung aber "grundsätzlich vorstellbar". Copyright: APA-DeFacto GmbH - Seite 4

5 "Die Presse" vom Seite: 2 Ressort: Themen des Tages Österreich, Abend Studium: Wenn Jungärzte Kredite aufnehmen müssen Ausbildung. Medizinstudenten müssen im letzten Studienjahr 35 Stunden pro Woche arbeiten. Ohne Bezahlung. Von Julia Neuhauser Wien. Den schwierigsten Schritt hat Nico Meyer schon hinter sich gebracht: Der 28-jährige Medizinstudent hat seine Verwandtschaft gezwungenermaßen um Geld gebeten. Um viel Geld. Anders hätte er sich seine Ausbildung zum Mediziner nicht leisten können. Für den Wiener beginnt schon bald das neu geschaffene Klinisch-Praktische Jahr - die praktische Ausbildung. Das sechste und damit letzte Studienjahr verbringen die Medizinstudierenden im Spital. 35 Stunden pro Woche müssen sie dort mindestens arbeiten. Bezahlung gibt es - in den meisten Fällen - keine. Die Hochschülerschaft (ÖH) schreit auf: Die unbezahlte Beschäftigung bringe für viele finanzielle Probleme. Zwölf Prozent der betroffenen Studierenden müssen wegen des Klinisch-Praktischen Jahrs laut einer ÖH-Umfrage einen Kredit aufnehmen. Meyer wird im kommenden Jahr monatlich 500 Euro von seinen Verwandten bekommen. In den nächsten fünf Jahren muss er die insgesamt 6000 Euro zurückzahlen. So wurde es schriftlich vereinbart. Vor dem Klinisch-Praktischen Jahr hat sich der angehende Mediziner sein Studium selbst finanziert: "Zu Spitzenzeiten hatte ich drei Jobs." Er war als Tutor an der Uni beschäftigt, bildete Zivildiener aus und hielt Vorträge für Sanitäter. Pro Woche arbeitete er so neben dem Medizinstudium zehn Stunden. Das brachte im Schnitt 500 bis 600 Euro im Monat. Zwei der drei Jobs muss er während des Klinisch-Praktischen Jahrs an den Nagel hängen. Es ist zeitlich nicht anders möglich. Die Hochschülerschaft kennt zahlreiche Fälle wie jenen von Nico Meyer - auch noch dramatischere. Vor allem für Studierende mit Kind sei das unbezahlte einjährige Praktikum eine große finanzielle Belastung. Die ÖH fordert deshalb eine Aufwandsentschädigung ähnlich jener beim Unterrichtspraktikum. Dort erhalten Junglehrer 50 Prozent des Einstiegsgehalts. Bei den Jungärzten entspräche das 650 Euro netto im Monat. Damit ist der Ball der Politik zugespielt. Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) hält eine Bezahlung zwar für "einen sinnvollen Beitrag zur Attraktivierung des Arztberufs", sieht sich aber nicht dafür zuständig. Das Klinisch-Praktische Jahr falle in den Zuständigkeitsbereich des Wissenschaftsministeriums. Es handle sich ja um Studierende. Auch das Uni-Ministerium sieht sich nicht als richtigen Ansprechpartner. Das Klinisch-Praktische Jahr sei eine Weiterentwicklung der Famulaturen und daher eine Lehrveranstaltung. Und für diese sei keine Aufwandsentschädigung vorgesehen, heißt es aus dem Ressort. Es stünde den Krankenanstalten aber frei, Geld zu bezahlen. Das sei eine gute Möglichkeit für Spitäler, sich als künftiger Arbeitgeber attraktiver zu machen. Entschädigungen in einzelnen Ländern So sehen das derzeit aber nur wenige Spitäler. Geplant ist eine Aufwandsentschädigung in einzelnen Häusern in Vorarlberg, Oberösterreich und Salzburg. Für den Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) ist eine Entschädigung "grundsätzlich vorstellbar". Derzeit laufen Gespräche mit anderen Krankenanstaltenträgern dazu. Extrageld, um etwaige finanzielle Engpässe abzufedern, ist im Wissenschaftsministerium offenbar nicht angedacht. Angesichts der Beschwerden der ÖH verweist man auf das bestehende Stipendiensystem: Für sozial bedürftige Studierende gebe es ja Beihilfen bis zu 679 Euro. Für Nico Meyer ist das nur ein schwacher Trost. Er war 23 Jahre alt, als er das Medizinstudium begann. Die Familienbeihilfe konnte er ob des Alters nicht mehr lange beziehen. In den ersten Copyright: APA-DeFacto GmbH - Seite 5

6 Jahren wurde er noch von seinen Eltern unterstützt, doch deren finanzielle Situation sei "wirklich nicht rosig". Der Vater arbeite in der Tagesbetreuung von behinderten Menschen, die Mutter war im Bankbereich tätig und ist derzeit auf Arbeitssuche. Studienbeihilfe erhielt Meyer dennoch keine. "Der Staat ist überraschenderweise der Ansicht, dass genug Geld da wäre, um das Studium zu finanzieren." Die ÖH ist verärgert: Wenn die angehenden Ärzte so behandelt würden, könne die Regierung so viele Medizinfakultäten errichten, wie sie wolle, sagt Florian Kraushofer von der ÖH in Anspielung auf die neue Linzer Fakultät. Mit Hürden wie diesen vertreibe man junge Ärzte erst recht. Copyright: APA-DeFacto GmbH - Seite 6

7 "Salzburger Nachrichten" Nr. 180 vom Seite: 2 Ressort: Innenpolitik Österreich Angehende Ärzte wollen Entschädigung Klinisch-Praktisches Jahr sieht viel Arbeit, aber kein Geld vor. Wien. Die ÖH verlangt für das in dieser Woche gestartete neue Klinisch-Praktische Jahr (KPJ) an den Medizin-Unis eine Aufwandsentschädigung für die Studenten. Das KPJ bildet das letzte Studienjahr und gliedert sich in die Blöcke Innere Medizin, Chirurgische Fächer und Wahlfächer. Es dauert insgesamt 48 Wochen, in denen die Studierenden je 35 Stunden im Spital anwesend sein und ärztliche Tätigkeiten sowie Nachtdienste übernehmen müssen. Eine Bezahlung ist nicht vorgesehen. Das will die ÖH nicht akzeptieren. Am Dienstag drängte sie auf eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 650 Euro monatlich. Schließlich sei es den Medizinstudenten unmöglich, neben dem KPJ Geld für ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Zahlen sollten die Krankenanstaltenträgern. Der Wiener Krankenanstaltenverbund könne sich eine Entschädigung grundsätzlich vorstellen, hieß es auf Anfrage. In Abstimmung mit den anderen Trägern werde gerade die Umsetzbarkeit geprüft., APA Copyright: APA-DeFacto GmbH - Seite 7

8 "Der Standard" vom Seite: 7 Ressort: Inland Von: Lisa Breit Bundesland, Bundesland Abend Mitterlehner: Nein zu 650 Euro für Medizinpraktikum Studierendenvertreter forderten eine gesetzlich festgelegte Aufwandsentschädigung Wien Dem Ansinnen der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH), Medizinstudierende während ihres Klinisch-Praktischen Jahres (KPJ) mit mindestens 650 Euro pro Monat zu entlohnen, erteilte das Ministerium am Dienstag auf Standard-Anfrage eine klare Absage: Das KPJ sei eine Lehrveranstaltung und müsse als solche nicht entschädigt werden, heißt es aus dem Büro von Minister Reinhold Mitterlehner. Wenn Krankenhäuser die Studenten selbst bezahlen wollen, stehe ihnen das frei. Das Gesundheitsministerium weist indes jegliche Verantwortung von sich: Das sind noch keine Ärzte, sondern Studierende, heißt es. Das von der ÖH geforderte Mindestgehalt von 650 Euro entspricht in etwa dem eines Unterrichtspraktikums. Es sollte nach Wunsch der Studierendenvertreter in einem Bundesgesetz geregelt werden. Am Montag starteten, wie der Standard berichtete, rund 600 Wiener Medizinstudenten in ihr Praxisjahr. 48 Wochen sollen sie dort ihre spätere ärztliche Tätigkeit üben. In Innsbruck und Graz ist das KPJ bereits Usus, wobei hier bisher maximal 30 Stunden vorgesehen waren. Das Vollzeitpraktikum soll künftig im Lehrplan verankert werden. Obwohl die Studierendenvertreter das praktische Jahr grundsätzlich als eine große Chance für alle sehen, stoßen sie sich an den Rahmenbedingungen: Geld gibt es nur in einigen Krankhäusern in Vorarlberg und Oberösterreich, für die Erwerbstätigkeit bleibe bei einer 35- Stunden-Woche keine Zeit. Studierende würden daher scharenweise das Land verlassen und ins Ausland gehen, wo Praktika meist entgolten werden, kritisiert Florian Kraushofer aus dem Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung. Ein Dorn im Auge ist der Hochschülerschaft auch, dass die Wiener KPJ-Plätze für das kommende Jahr noch nicht mit dem Krankenhausverband (KAV) ausverhandelt wurden: Studierende könnten keinen Platz bekommen, sagt die ÖH-Vorsitzende der Meduni Wien, Sarah Schober. Copyright: APA-DeFacto GmbH - Seite 8

9 "Tiroler Tageszeitung" Nr. 214 vom Seite: 12 Ressort: Nachrichten1u2 650 Euro für junge Mediziner Wien - Die HochschülerInnenschaft (ÖH) verlangt für das in dieser Woche gestartete neue Klinisch-Praktische Jahr (KPJ) an den Medizin-Unis eine Aufwandsentschädigung für die Studenten. Das KPJ bildet das letzte Studienjahr im Medizinstudium, in diesem haben Studenten eine Anwesenheitspflicht von 35 Wochenstunden im Spital und übernehmen auch Nachtdienste. Die Studentenvertreter fordern 650 Euro im Monat analog zur Regelung für angehende Lehrer. Das KPJ dauert 48 Wochen und gliedert sich in die Blöcke Innere Medizin, Chirurgische Fächer und Wahlfächer. Die Studenten führen dabei etwa Blutabnahmen durch oder leisten Assistenztätigkeiten im OP. In Wien hat es am 4. August begonnen, in Graz und Innsbruck, wo es bisher schon eine Art Praktisches Jahr - allerdings mit weniger Anwesenheitspflicht und in verkürzter Form - gab, laufen noch Übergangsbestimmungen. (APA, TT) Copyright: APA-DeFacto GmbH - Seite 9

10 "Wiener Zeitung" Nr. 152 vom Seite: 1 Ressort: Titelseite Wiener Zeitung Letztes Studienjahr an Spitälern gilt als Lehrveranstaltung. Medizinstudenten gegen Gratispraktikum Wien. Medizinstudenten sind verpflichtet, das letzte Studienjahr als Klinisch-Praktisches Jahr (KPJ) an einem Krankenhaus zu absolvieren. 35 Stunden und 48 Wochen übernehmen sie ärztliche Dienste wie Blutabnahmen und Assistenzdienste. Geld dafür gibt es keines. Die Österreichische Hochschülerschaft greift dieses Thema auf, weil das KPJ jetzt erstmals angelaufen ist. Die ÖH fordert 650 Euro als monatliche Entschädigung. Der Wiener Krankenanstaltenverband zeigt sich gesprächsbereit. Das Wissenschaftsministerium argumentiert, dass das KPJ als Lehrveranstaltung zu verstehen sei. Den Krankenhäusern sei es aber unbenommen, den auszubildenden Medizinern finanzielle Anreize zu geben. Seite 8 Copyright: APA-DeFacto GmbH - Seite 10

11 "Wiener Zeitung" Nr. 152 vom Seite: 8 Ressort: Österreich Wiener Zeitung Medizinstudenten erhalten für ein praktisches Jahr an Spitälern keinen Lohn. ÖH fordert 650 Euro. Gratisarbeit Wien. (apa/kuc) Das aktuelle System fördert eine Zwei-Klassen-Gesellschaft die einen, die sich Ausbildung leisten können, und jene, die wieder einmal um Stipendien, Familienbeihilfe und Überleben kämpfen müssen, sagt Christopher St., ein 24-jähriger Medizinstudent, zur Wiener Zeitung. Er macht damit seiner Empörung Luft, dass Medizinstudenten im fünften Jahr ihres Studiums an Spitälern ein Klinisch-Praktisches Jahr absolvieren müssen, ohne dafür bezahlt zu werden. Das Klinisch-Praktische Jahr können sich nur Studentinnen und Studenten leisten und entspannt und konzentriert angehen, deren Eltern es finanzieren oder die davor gearbeitet haben, um dann unbezahlt Arbeiten zu können, sagt Christopher St. Es wird befürchtet, dass noch mehr Jungmediziner nach dem Studium das Weite suchen und Österreich gegen Deutschland, England oder die Schweiz eintauschen. Das Klinisch-Praktische Jahr (KPJ) bildet das letzte Jahr des Medizinstudiums. Dabei arbeiten die Studierenden 35 Wochenstunden in Krankenhäusern und übernehmen ärztliche Tätigkeiten sowie auch Journaldienste. Das KPJ dauert 48 Wochen und gliedert sich in die Blöcke Innere Medizin, Chirurgische Fächer und Wahlfächer. Die Studenten führen dabei etwa Blutabnahmen durch oder leisten Assistenztätigkeiten im OP. In Wien hat es am 4. August begonnen, in Graz und Innsbruck, wo es bisher schon eine Art Praktisches Jahr allerdings mit weniger Anwesenheitspflicht und in verkürzter Form gab, laufen noch Übergangsbestimmungen. Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) verlangt nun für dieses KPJ eine Aufwandsentschädigung für die Studenten. Sarah Schober, ÖH-Vorsitzende an der Medizin-Uni Wien, erklärte am Dienstag in einer Pressekonferenz, dass 35 Wochenstunden plus Nachtdienste eine zusätzliche Erwerbsarbeit für den Lebensunterhalt nicht zuließen. Dazu käme noch, dass das KPJ als sechstes und letztes Studienjahr konzipiert sei die meisten Studenten hätten dann aufgrund der Altersgrenze von 25 Jahren keinen Anspruch mehr auf Familienbeihilfe. Die Studentenvertreter fordern daher neben einer verlängerten Beihilfen-Bezugsdauer sowie die Schaffung von Stipendien eine Aufwandsentschädigung von 650 Euro im Monat analog zur Regelung für angehende Lehrer im Unterrichtspraktikumsgesetz. Diese solle von den Krankenanstaltenträgern geleistet werden. Studenten müssen 370 Euro Verdienstentgang hinnehmen Bei einer Umfrage hätten fast zwei Drittel der Studenten angegeben, durch das KPJ einen Verdienstentgang hinnehmen zu müssen im Mittel rund 370 Euro pro Monat, heißt es aus der ÖH. Die Hälfte habe durch das KPJ finanzielle Mehrbelastungen zu tragen, etwa weil es nicht am Heimatort absolviert werden könne. Das Mittel liegt hier bei 270 Euro pro Monat. Wie kann man von Studenten erwarten, dass sie im schlimmsten Fall auch noch in einer anderen Stadt, man muss ja erst einmal einen Platz in einem Krankenhaus finden ohne Entlohnung Unterkunft und Essen für ein Jahr finanzieren sollen? Außerdem ist ein Arbeiten neben dem KPJ unmöglich, es handelt sich ja um eine Vollzeitausbildung, sagt Christopher St. Am schlimmsten ist es natürlich, wenn man schon eine eigene Wohnung hat und in eine andere Stadt muss, dann muss man ein Jahr zwei Wohnungen finanzieren. Ohne Mithilfe und Unterstützung ist dies kaum möglich. Und dann wird wieder einmal über die LangzeitstudentInnen und den Schlendrian diskutiert, das ist ziemlich ärgerlich für uns. Im Gesundheitsministerium ist man der Ansicht, dass Praktika grundsätzlich zu bezahlen seien. Solange es um Studenten gehe, liege das aber in der Autonomie der Unis, die wiederum mit den Krankenanstaltenträgern verhandeln müssten. Im Wissenschaftsministerium verwies man darauf, dass das KPJ eine Weiterentwicklung der Famulaturen sei und daher eine Lehrveranstaltung, weshalb gesetzlich keine Aufwandsentschädigung vorgesehen sei. Für Copyright: APA-DeFacto GmbH - Seite 11

12 sozial bedürftige Studierende gebe es die Möglichkeit des Bezugs von Studienbeihilfe. Die Krankenanstaltenträger könnten sich aber durch eine Aufwandsentschädigung als künftiger Arbeitgeber attraktiver machen. Wiener Spitäler können sich Entschädigung vorstellen Für den Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) ist eine Praktikumsentschädigung grundsätzlich vorstellbar, hieß es auf APA-Anfrage. Deren Umsetzbarkeit werde in Abstimmung mit den anderen Krankenanstaltenträgern gerade geprüft. Dazu liefen gerade Gespräche. Die Studierenden übernehmen Journaldienste und ärztliche Tätigkeiten. fotolia/ilike Copyright: APA-DeFacto GmbH - Seite 12

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