b) Berechnen Sie den internen Zinsfuss eines Bonds mit einem heutigen Preis von 104.8, einem 4.25% Coupon und einer Restlaufzeit von 2 Jahren.

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1 Vorlesung 1 Aufgabe 1 (Buch): Ordnen Sie die folgenden Waren bezüglich ihrer Nützlichkeit als Geld. Erklären Sie, weshalb sie als Geld verwendet werden oder nicht verwendet werden: Muscheln Möbel Orangen Wein Geldmarktpapiere Muscheln sind relativ gut vergleichbar (Recheneinheit), einfach zu transportieren (Zahlungsmittel) und verderben nicht (Wertaufbewahrung). Relativ gut geeignet als Geld. Möbel sind eher schwerer vergleichbar (Recheneinheit), schwer zu transportieren (Zahlungsmittel) und verderben nicht (Wertaufbewahrung). Eher weniger gut geeignet als Geld. Orangen sind sehr gut vergleichbar (Recheneinheit), einfach zu transportieren (Zahlungsmittel), aber schnell verderblich (Wertaufbewahrung). Eher schlecht geeignet als Geld, ausser es geht um Orangensaftkonzentrat (vgl. entsprechende Futures). Wein ist eher schwerer vergleichbar (Recheneinheit), als Flüssigkeit nicht ganz einfach zu transportieren (Zahlungsmittel) und verdirbt langsam (Wertaufbewahrung). Weniger gut geeignet als Geld. Geldmarktpapiere sind sehr gut vergleichbar (Recheneinheit), einfach zu transportieren (Zahlungsmittel) und verderben nicht (Wertaufbewahrung). Sehr gut geeignet als Geld. Aufgabe 15 (Buch): Im 16. Jahrhundert wurde der Silberanteil des Britischen Pfund auf einen Sechstel des ursprünglichen Wertes reduziert. Weshalb wurde dies durchgeführt? Was geschah bezüglich des Gebrauchs von Pfund als Zahlungsmittel? Falls Sie vom alten und neuen Pfund gleichzeitig haben, welches verwendet Sie zuerst? Weshalb? Finanzierung von Staatsausgaben durch Reduktion des Edelmetallanteils. Das schlechte Geld verdrängt darauf das gute, d.h. es wird nur noch das Pfund mit dem reduzierten Silberanteil für Zahlungen verwendet. Das Pfund mit dem höheren Silberanteil wird zurückbehalten, da es unabhängig von der staatlichen Garantie einen höheren Wert darstellt. Geldmengenwachstum und Inflation: Erklären Sie, weshalb es für die Schweizerische Nationalbank schwieriger ist, die Geldmenge M3 zu steuern als die Geldmenge M1. Erklären Sie, weshalb es Sinn macht, bei der Messung der Inflation denjenigen Teil besonders zu analysieren, der durch Nahrungsmittel und Energiepreise beeinflusst wird. M1 ist näher an der Notenbankgeldmenge. In M3 sind mehr Komponenten, die vom Verhalten der Marktteilnehmer abhängen, das von der Nationalbank nur indirekt beeinflusst werden kann. Nahrungsmittel und Energiepreise sind sehr stark von Schwankungen auf dem Weltmarkt abhängig. Diese Schwankungen kann die Nationalbank nicht beeinflussen. Sie würden daher die Inflationsmessung verzerren.

2 Vorlesung 2 Aufgabe 3 (Buch): Die Chicago Mercantile Exchange hat die Einführung eines Finanzinstruments auf die Regenmenge im Staat Illinois angekündigt. Für jeden Inch Regen über der durchschnittlichen Regenmenge des entsprechenden Monats zahlt der Verkäufer dem Käufer USD 1,000. Wer könnte vom Kauf eines solchen Produkts profitieren? Wer könnte vom Verkauf profitieren? Kauf: Jemand, der von seinem Geschäft her bei mehr Regen Geld verliert und dieses Risiko hedgen möchte, z.b. Tourismus. Verkauf: Jemand, der von seinem Geschäft her bei mehr Regen Geld verdient und dieses Risiko hedgen möchte, z.b. Stromwirtschaft, Wasserversorgung. Aufgabe 12 (Buch): Das Handeln von Wertpapieren auf der Basis von privater Information (Insiderhandel) ist verboten. Warum? Was würde mit den Finanzmärkten passieren, wenn man auf Basis von nicht öffentlich verfügbarer Information handeln könnte? Sicherstellen gleicher Wettbewerbsbedingungen für alle Akteure mit einem fairen Handelsablauf. Wenn Insiderhandel erlaubt wäre, dann ergäben sich Probleme der asymmetrischen Information, z.b. würde man mit einem Insider nicht handeln, da man annimmt, er weiss besser Bescheid über den richtigen Preis. Dies führt ev. zu weniger Handelsaktivität und weniger Liquidität. Sie wollen 120 Aktien der Nandro-Bergbahnen (illiquider Nebenwert) an der Schweizer Börse kaufen. Sie geben den Auftrag als Bestens-Auftrag auf. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Der Bestens-Auftrag kann in jedem Fall sofort ausgeführt werden. Nein. Nur wenn auch Verkaufsaufträge vorhanden sind. Der Bestens-Auftrag hat das Risiko, dass zu einem sehr hohen Preis gekauft wird. Ja. Wenn nur wenige Verkaufsaufträge vorhanden sind. Der Bestens-Auftrag wird in jedem Fall zu einem günstigeren Preis ausgeführt als dies bei einem limitierten Auftrag der Fall wäre. Nein. Das hängt von den Verkaufsaufträgen ab. Der Bestens-Auftrag wird tendenziell schneller ausgeführt als ein limitierter Auftrag. Ja. Sofern Verkaufsaufträge in ausreichender Menge vorhanden sind, wird der Bestens-Auftrag auf jeden Fall ausgeführt.

3 Vorlesung 3 Aufgabe 7 (Buch): Zinssatz = 3% Berechnen Sie den Wert eines 5% Coupon Bonds mit 5 Jahren Restlaufzeit und 1000 USD Nominalwert. Was passiert, wenn der Zins auf 4% steigt. Der Wert sinkt von auf Gegeben sei die folgende Zinskurve: 1J 2.6% 2J 3.5% 3J 4.1% a) Berechnen Sie den fairen Preis eines 3 jährigen Bonds mit einem 4.75% Coupon (jährliche Zinszahlungen). b) Berechnen Sie den internen Zinsfuss eines Bonds mit einem heutigen Preis von 104.8, einem 4.25% Coupon und einer Restlaufzeit von 2 Jahren.

4 Vorlesung 4 Firmen sind idiosynkratischen und systematischen Risiken ausgesetzt. Nennen Sie je ein Beispiel für die beiden Risikoarten für: SAP (Softwarehersteller) UBS (Grossbank) SAP: Idiosynkratisch: Das Risiko, dass ein anderer Hersteller von Unternehmenssoftware (Oracle, Microsoft) mehr Erfolg hat oder ein neues Release von SAP verzögert wird. Systematisch: Ein konjunktureller Einbruch hat auch einen Umsatzrückgang bei Unternehmenssoftware zur Folge UBS: Idiosynkratisch: Risiko, dass gewisse Geschäftspraktiken der UBS mit US Kunden als illegal angesehen werden. Systematisch: Genereller Einbruch des Interbankenmarktes als Folge der Finanzkrise. Berechnen Sie Erwartungswert und Standardabweichung für den Fall 1 auf Folie 6, wenn für zwei Zeitperioden investiert wird, die Investition sich in beiden Zeitperioden wie angegeben verhält und die Entwicklung in den beiden Zeitperioden voneinander unabhängig sind. Erwartungswert = 0.25* * *400 = 1100 Standardabweichung = Wurzel aus (0.25*700^ * *(-700)^2) =

5 Vorlesung 5 Alternative Anlagen (wie Private Equity, Hedge Funds, Emerging Markets) zeichneten sich in der Vergangenheit durch eine tiefe Korrelation zu den traditionellen Anlagen aus. Was bedeutete dies für einen Investor in den letzten 10 Jahren? Was bedeutet es für einen Investor, wenn die Korrelationen zu alternativen Anlagen aufgrund der zunehmenden Integration der Finanzmärkte in Zukunft wesentlich höher sein werden? Tiefe Korrelation bedeutet bessere Diversifikationsmöglichkeiten. In den letzten 10 Jahren konnte ein Investor davon profitieren und ein besseres Risiko-Rendite-Spektrum erreichen. Wenn die Korrelationen in der Zukunft höher sind, dann fällt dieser Vorteil weg. Asset A hat eine erwartete Rendite von 7% und eine Volatilität von 22%. Asset B hat eine erwartete Rendite von 4% und eine Volatilität von 12% a) Wie hoch ist die erwartete Rendite und die Volatilität, wenn Sie 30% in Asset A investieren und 70% in Asset B bei einer Korrelation zwischen den beiden Assets von 0.35? Erwartungswert = 0.3*7% + 0.7*4% = 4.9% Volatilität = Wurzel aus (0.3^2*0.22^ ^2*0.12^ *0.7*0.22*0.12*0.35) = 11.6% b) Können Sie eines der Portfolios von entweder 100% Asset A, 100% Asset B oder 30% Asset A und 70% Asset B klar einem der anderen zwei Portfolios vorziehen? Das Portfolio hat mehr erwartete Rendite und weniger Volatilität als Asset B, kann diesem also vorgezogen werden. c) Zeichnen Sie die 3 Portfolios aus Teilaufgabe b) in ein Erwartungsrendite-Volatilitäts-Diagramm und zeichnen Sie den Verlauf der effizienten Anlagemöglichkeiten, falls die Korrelation zwischen den Assets 1 wäre. Zeichnen Sie ein Erwartungsrendite-Volatilitäts-Diagramm mit Aktien (schematisch). Zeichnen Sie in das Diagramm den risikolosen Zins ein, wenn Sie zum gleichen Zins anlegen und sich Geld ausleihen können.

6 Zeichnen Sie in das Diagramm die Situation ein, wenn Sie sich Geld nur zu einem höheren Zins ausleihen können als für die risikolose Geldanlage gilt.

7 Vorlesung 6 Aufgabe 7 (Buch): Ein 10-jähriger Zerobond hat einen Yield von 6%. Nun steigt die Inflationsrate von 2% auf 3%. Wie verändert sich der Bondpreis? Nehmen Sie an, die erwartete Inflationsrate ist immer noch 2%, die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich auf 3% erhöhen wird, ist aber gestiegen. Was hat dies für Konsequenzen für den Bondpreis? Der Preis wird von auf ca sinken, da die erhöhte Inflationsrate sich in einen höheren Nominalzins von 7% durchschlägt. Wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung steigt, dann wird sich der Nominalzins ebenfalls erhöhen, aber nicht um volle 1%. Aufgabe 13 (Buch): In einem Zeitungsinserat behauptet ein Bondfonds, dass der Fonds im letzten Jahr eine Rendite von 13.5% aufgewiesen habe. Die aktuellen Zinsen sind aber in der Grössenordnung von 5%. Wie kann dieser Fonds eine so hohe Rendite aufweisen? Es handelt sich um effektive Bondrenditen, die durch den Coupon und die Preissteigerung zustandekommen. Bei sinkenden Zinsen ist eine solche Rendite möglich, da die Preise der Bonds entsprechend steigen. Erklären Sie, inwiefern das Kreditrisiko eines Bonds seinen internen Zinsfuss beeinflusst. Erklären Sie, wodurch Unterschiede im internen Zinsfuss von Bonds derselben Laufzeit neben dem Kreditrisiko auch noch begründet werden können. Mehr Kreditrisiko wird über eine höhere erwartete Rendite entschädigt, d.h. einen höheren internen Zinsfuss. Weitere Erklärungen sind Liquiditätsunterschiede oder steuerliche Aspekte.

8 Vorlesung 7 Aufgabe 7 (Buch): 1994 stieg die Zinsstruktur in den USA stark an. Das Fed befürchtete eine wirtschaftliche Überhitzung und erhöhte die kurzfristigen Zinsen mehrere Male. Zunächst erhöhte sich die Zinsstruktur parallel. Später dann begann sie sich abzuflachen und stieg nicht mehr an. Verwenden Sie die Erwartungstheorie und erklären Sie, was geschehen ist. Die Erwartungstheorie besagt, dass die langfristigen Zinsen dem Durchschnitt der erwarteten zukünftigen Kurzfristzinsen entsprechen. Als das Fed begann, die (kurzfristigen) Zinsen zu erhöhen erwarteten die Investoren, dass die Kurzfristzinsen in der Zukunft noch stärker steigen werden, womit die gesamte Zinsstruktur parallel anstieg. Die Kurve flachte ab, als die Investoren keine weitere Erhöhung der Kurzfristzinsen mehr erwarteten, da sich die Wirtschaft auf den normalen Wachstumspfad zurück bewegte. Aufgabe 11 (Buch): In der Folge von Problemen mit den Reifen eines SUV musste Ford mit einem Downgrading ihrer Commercial Papers von A-1 auf A-2 rechnen. Der Spread zwischen diesen Ratings beträgt ca. einen halben Prozentpunkt. Wie viel kostet ein mögliches Downgrading, wenn Ford 1 Mrd. USD in Commercial Papers emittieren möchte? 1 Mrd * = 5 Mio. USD pro Jahr. Gegeben sei die folgende Zinskurve für Festgeld: 1J 2.6% 2J 3.5% 3J 4.1% a) Berechnen Sie die Forward Rates für ein Festgeld mit einem Jahr Laufzeit, das in 1 bez. in 2 Jahren zu laufen beginnt. Jahr 1: 1.035^2/1.026 = 1.044, damit 4.4% Jahr 2: 1.041^3/1.035^2 = 1.053, damit 5.3% b) Eine Bank gibt die Forward Rate für ein Festgeld mit zwei Jahren Laufzeit, das in 1 Jahr zu laufen beginnt, mit 4.1% an. Zeigen Sie auf, wie Sie unbeschränkt Geld verdienen könnten, falls Sie zu diesen Festgeldzinsen auch Kredite von der Bank erhalten könnten. Korrekt wäre: Wurzel aus (1.041^3/1.026) = 1.049, damit 4.9% Die Forward Rate der Bank ist zu tief. Man würde einen Forward Kredit aufnehmen von 1 auf 3 Jahre, dazu einen Spot-Kredit von 1 Jahr Laufzeit. Das Geld legt man auf 3 Jahre fest an. Der Betrag, der übrig bleibt, ist der Arbitragegewinn.

9 Vorlesung 8 Welche der folgenden Aussagen zur Aktie sind richtig? Der Aktionär hat ein Recht auf Dividende, so dass die AG nicht dauerhaft keine Dividende ausschütten darf. Falsch. Die Generalversammlung kann immer entscheiden, keine Dividende auszuzahlen. Das Aktienkapital ist gegenüber dem Fremdkapital nachrangig, d.h. im Konkursfall werden zunächst die Fremdkapitalgeber bedient und erst danach die Aktionäre, wenn noch etwas übrig ist. Richtig. Die Aktionäre können umfassend in den Geschäftsgang der AG Einsicht nehmen. Falsch. Geschäftsgeheimnisse werden Aktionären nicht offenbart. Bei Inhaberaktien muss sich der Aktionär bei der AG melden, wenn er an der Generalversammlung teilnehmen will. Richtig. Die AG kennt die Inhaber nicht persönlich. Welche der folgenden Aussagen zum Aktienmarkt sind richtig? Bei längeren Halteperioden sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Wert am Ende der Periode tiefer ist als am Anfang. Richtig. Anlagen mit hoher Korrelation zum Aktienmarkt haben günstige Diversifikationseigenschaften. Richtig. Die Aggregation von Erwartungen hat zur Folge, dass im aktuellen Aktienkurs alle zukünftigen Ereignisse bereits berücksichtigt sind. Falsch. Völlig unerwartete Ereignisse können nicht berücksichtigt werden. Hohe Dividendenrenditen weisen auf ein hohes Kursniveau des Aktienmarktes hin. Falsch. Die Dividendenrendite ist die Dividendenzahlung geteilt durch den Aktienkurs. Bei hohen Kursen und gleichbleibenden Dividenden ist die Dividendenrendite daher tief. Ein Unternehmen zahlt eine erwartete nächste Dividende von CHF Sie nehmen für das Unternehmen Kapitalkosten in Höhe von 8.5% an. a) Nehmen Sie an, diese Dividende werde auf ewig unverändert jedes Jahr ausbezahlt. Berechnen Sie den heutigen Wert der Aktie. 2.80/0.085 = b) Aufgrund der in der Vergangenheit ausbezahlten Dividenden berechnen Sie die Wachstumsrate der Dividenden mit 8.4% pro Jahr. Wie interpretieren Sie diese Wachstumsrate im Hinblick auf die Aktienbewertung. Die Wachstumsrate ist extrem hoch und entspricht fast den Kapitalkosten. In diesem Bereich wird das Modell extrem sensitiv bezüglich kleinster Veränderungen in den Parametern und der Wert kann nur sehr ungenau berechnet werden. c) Nehmen Sie eine Wachstumsrate der Dividenden von 2.6% pro Jahr an. Berechnen Sie den heutigen Wert der Aktie. 2.80/( ) = 47.46

10 Für eine Aktie wird der folgende Dividendenstrom prognostiziert: Berechnen Sie den Barwert dieser Aktie, indem Sie Eigenkapitalkosten von 7.5% annehmen. 64/( )= 2560 ist der Fortführungswert im Jahr 1 Gesamtwert = 2560/ / = Annahme, dass die heutige Dividende noch nicht ausbezahlt ist. Man unterscheidet 3 Formen der Markteffizienz: Schwache Form: Man kann keine Überschussrenditen aufgrund vergangener Preisinformationen erwirtschaften Halbstarke Form: Man kann keine Überschussrenditen aufgrund öffentlich verfügbarer Informationen erwirtschaften Starke Form: Man kann keine Überschussrenditen aufgrund irgendwelcher Informationen erwirtschaften Diskutieren Sie, mit welchen Formen der Markteffizienz die Anwendung der Fundamentalanalyse und der technische Analyse vereinbar ist. Wenn Fundamentalanalyse funktioniert, dann dürfen die Märkte höchstens schwach effizient sein. Wenn technische Analyse funktioniert, dann dürfen die Märkte keine Form von Effizienz aufweisen.

11 Vorlesung 9 Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Futures und Optionen Optionen beinhalten für die Longseite das Recht, aber nicht die Pflicht zum Kauf oder Verkauf. Futures sind symmetrisch und beinhalten Recht und Pflicht. Sie kaufen eine Option mit Strikepreis 120 für 3 Franken. Am Verfallstag hat die zugrundeliegende Aktie einen Wert von 122? Was machen Sie? Wie hoch ist Ihr Nettogewinn/- verlust? Annahme, dass es sich um eine Calloption handelt. Sie üben aus. Der Payoff beträgt Franken = 2 Franken. Der Nettoverlust beträgt damit 1 Franken. Was sind Vor- und Nachteile von ausserbörslich gehandelten Derivaten gegenüber börsengehandelten Derivaten? Vorteile OTC: Mehr Flexibilität bezüglich Laufzeiten, Underlyings, etc. Vorteile börsengehandelt: Mehr Liquidität durch Standardisierung, kein Kreditrisiko. Sie gehen eine Short-Position in SMI Futures von 100 Kontrakten ein. Der aktuelle SMI steht bei 6'200. Der aktuelle Futureskurs auf 3 Monate beträgt 6'280. Jeder Kontrakt zahlt CHF 10 pro Indexpunkt. a) Berechnen Sie Ihren Gewinn, falls der SMI bei Verfall des Futureskontraktes auf 6'000 Punkten steht. 280*10*100 = 280'000 b) Sie müssen bei Ihrer Bank pro Kontrakt 6'000 CHF hinterlegen. Berechnen Sie die Rendite auf dem hinterlegten Kapital. Kapital = 600'000. Rendite somit 47%. c) Berechnen Sie den Verlust, falls der SMI bei Verfall des Futureskontraktes auf 7'000 Punkten steht. 720*10*100 = 720'000 Bezugsverhältnis: für 10 Call Warrants können Sie 1 Aktie kaufen Sie kaufen 100'000 Call Warrants. Nehmen Sie an, die UBS Aktie steht am bei CHF 28.- Berechnen Sie Ihren Gewinn und die Rendite auf dem eingesetzten Kapital. Kaufpreis = 18'000 CHF. Payoff bei Verfall = 80'000. Gewinn = 62'000 CHF. Rendite somit 344%.

12 Vorlesung 10 Rechnen Sie mit den Wechselkursen von Folie 3 das Dreiecksgeschäft von Folie 4 durch. Beachten Sie dabei die jeweiligen Bid/Ask-Kurse. Mit welcher Summe USD enden Sie, wenn Sie mit 1 Mio. USD starten? Aufgabe 9 (Buch): Weshalb ist eine starke Währung im Interesse des Staates? Eine starke Währung ist Ausdruck der Stabilität des Staates (tiefe Inflationsraten, attraktive Anlagemöglichkeiten). Zudem hilft es den Importeuren. Was sind Gegenargumente? Die Exporte werden verteuert. Was kann ein Staat zur Stützung der Währung tun? Inflationsrate niedrig halten, Zinsen in attraktiver Höhe, eigene Währung gegen ausländische Währung kaufen. Der Interbanken-Zinssatz für Festgeld mit 1 Jahr Laufzeit wird von der UBS für CHF mit 2.36% (Bid) und 2.48% (Ask) und für USD mit 5.76% (Bid) und 5.98% (Ask) angegeben. Der CHF/USD Kassa-Wechselkurs wird mit (Bid) und (Ask) angegeben. Berechnen Sie für den CHF/USD Termin-Wechselkurs auf 1 Jahr von Seiten der UBS den tiefstmöglichen Bid und den höchstmöglichen Ask, so dass gegenüber der UBS keine Arbitrage möglich ist. Der Bid-Ask-Bereich des Terminkurses darf nicht ausserhalb von bis sein.

13 Vorlesung 11 Betrachten Sie die folgenden Märkte: - Krankenversicherungen - Rechtschutzversicherungen - Autohaftpflichtversicherung - Wo sehen Sie Adverse Selektion? - Wo sehen Sie Moral Hazard? Welche Möglichkeiten nutzen die Anbieter, um adverse Selektion und Moral Hazard zu reduzieren? Krankenversicherungen: Personen mit schlechtem Gesundheitszustand würden Versicherungen nachfragen. Personen mit gutem Gesundheitszustand würden sich nicht versichern. Nach Abschluss einer Versicherung besteht kein Anreiz mehr, auf die Gesundheit zu achten. Vertragszwang (für Grundversicherung), Einreichen von Gesundheitsuntersuchungen (für weitergehende Versicherungen), Franchise, Selbstbehalt. Rechtschutzversicherungen: Personen mit grossen Risiken würden Versicherungen nachfragen. Personen mit wenig Risiken würden sich nicht versichern. Nach Abschluss einer Versicherung besteht kein Anreiz mehr, Rechtskosten zu vermeiden. Detaillierte Untersuchung der beruflichen Situation des Versicherungsnehmers. Ausschluss gewisser Risiken mit besonders hohen Informationsproblemen (Baugenehmigungen, Verantwortungshaftung von Geschäftsführern, etc.). Autohaftpflichtversicherungen: Personen mit grossen Risiken würden Versicherungen nachfragen. Personen mit wenig Risiken würden sich nicht versichern. Nach Abschluss einer Versicherung besteht kein Anreiz mehr, vorsichtig zu fahren. Bonus-Malus-System, besondere Konditionen für Neulenker, Selbstbehalt. Liquiditätsversorgung: Banken transformieren illiquide Aktiva in liquide Einlagen, die jederzeit abgezogen werden können. Was sehen Sie für mögliche Probleme aufgrund des Verhaltens der Einleger? Wie kann das Problem gelöst werden? Was für Moral Hazard Probleme ergeben sich durch die Lösungsansätze? Einleger in grosser Zahl können ihre Einlagen gleichzeitig abrufen (Bank Run). Staatliche Einlagensicherung, so dass die Einleger wissen, dass ihr Geld sicher ist und sie somit keinen Grund haben, ihre Einlage zurückzuziehen. Moral Hazard dadurch, dass die Banken weniger Anreize haben, ihre Risiken zu begrenzen. Finanzkrise 2008: Zeigen Sie Moral Hazard Probleme auf, die durch die Art des staatlichen Eingreifens hervorgerufen werden könnten. Wenn die Banken wissen, dass sie im Krisenfall gerettet werden, dann werden sie ihre Risiken auch in Zukunft nicht begrenzen.

14 Vorlesung 12 Aufgabe 5 Buch: Weshalb halten Banken üblicherweise mehr liquide Mittel als Industrieunternehmen? Anschlussfrage: Interpretieren Sie den Liquiditätsbestand der Banken im Zusammenhang mit der Finanzkrise Aufgrund des Geschäfts (Einlagen mit kurzem Horizont und Kredite mit langem Horizont) benötigt die Bank liquide Mittel. Ansonsten könnten die Kundengelder, die jederzeit abgerufen werden können, nicht bedient werden. Im Krisenfall ist damit zu rechnen, dass mehr Kunden ihre Gelder abziehen. Dafür benötigt man mehr Liquidität. Kreditrisiko: Welche typischen Probleme sehen Sie beim Kreditportfolio von kleinen schweizerischen Regionalbanken? Welche Möglichkeiten hätten diese Banken zur Lösung des Problems? Welche neuen Probleme könnten sich durch die Lösungsmöglichkeiten ergeben? Eine Regionalbank ist meistens schlecht diversifiziert, da sie häufig Unternehmen finanziert, die ähnlichen Risiken ausgesetzt sind. Eine Möglichkeit wäre der Handel mit Krediten (direkter Handel mit einer anderen Bank oder Verbriefung von Krediten). Der Anreiz zum korrekten Monitoring der Kredite könnte vermindert sein, wenn die Bank die Kredite verkaufen kann. Kreditrisiko im Handelsbuch: Zeigen Sie Probleme mit der Risikoüberwachung und -steuerung auf, wenn sich im Handelsbuch Positionen mit Kreditrisiko befinden. Im Handelsbuch misst man das Risiko v.a. mit dem Value-at-Risk, d.h. abhängig von den kurzfristigen Schwankungen. Das Kreditrisiko äussert sich aber als Event-Risiko. Der Kredit kann ausfallen, auch wenn gar keine Schwankung im Marktwert sichtbar war. Das Event-Risiko wird daher im Value-at-Risk für das Handelsbuch nicht ausreichend berücksichtigt.

15 Vorlesung 13 Welche der folgenden Aussagen zu Fonds sind richtig? Fund of Funds haben den Vorteil, dass sie zusätzlich auch das Managerrisiko diversifizieren Richtig. Fund of Funds haben den Vorteil, dass der Anleger insgesamt weniger Gebühren zahlt als bei normalen Fonds. Falsch. Tendenziell gilt das Gegenteil, da Fund of Funds Gebühren von mehreren Fonds beinhalten. Bei passiven Fonds ist das Risiko grundsätzlich geringer als bei aktiven Fonds Falsch. Nur das Risiko, vom Benchmark abzuweichen, ist geringer. Anlagestrategiefonds weisen ein normalen Fonds überlegenes Risiko-Rendite-Profil auf Falsch. Gilt nicht allgemein. Aufgabe 9 Buch: Inwiefern unterscheidet sich die typische Bilanz eines Schadenversicherers von der Bilanz eines Lebensversicherers? Der Versicherer wird die Fristigkeit der möglichen Zahlungsverpflichtungen aufgrund seiner Versicherungsverträge in der Gestaltung der Aktivseite berücksichtigen und ähnliche Fristen wählen. Lebensversicherungen sind langfristig mit einer Kombination aus Spar- und Versicherungskomponente. Auf der Aktivseite werden sich daher Anlagen mit einem eher längeren Horizont finden. Bei der Schadenversicherung geht es um die Zahlung von Schäden. Es werden daher Anlagen benötigt, die auch kurzfristig liquidiert werden können. Welche Charakteristika hat ein Land, in dem die Altersversorgung auf Basis des Umlageverfahrens dem Kapitaldeckungsverfahren überlegen ist? Weshalb ist es in der Praxis schwierig, vom einen Verfahren auf das andere zu wechseln, falls ein Verfahren nicht mehr optimal ist? Ein Land mit sehr starkem Wachstum der Wirtschaft und der Bevölkerung. Hier zahlen immer mehr Leute die Rente für anteilig weniger Rentner. Der Verfahrenswechsel reduziert bestehende Leistungen von einem Teil der Bevölkerung und ist daher politisch schwer durchsetzbar. Die Umstellung vom Umlageverfahren auf das Kapitaldeckungsverfahren bringt Reduktionen für heutige Rentner, die ja keinen Kapitalstock aufgebaut haben. Die umgekehrte Umstellung wäre an sich einfacher. Es stellt sich nur die Frage, was mit dem bereits aufgebauten Kapitalstock geschieht.

16 Vorlesung 14 Zeigen Sie Probleme Asymmetrischer Information (Qualitätsunsicherheit und Moral Hazard) im Zusammenhang mit der Regulierung des Finanzsystems auf. Qualitätsunsicherheit führt dazu, dass die Kunden nicht wissen, wie gut die Bank dasteht. Es besteht bei Gerüchten der Insolvenz das Problem des Bank Runs. Zu weitgehende staatliche Garantien/Sicherheitsnetze können dazu führen, dass die Banken ihre Risiken nicht mehr genügend begrenzen. Erläutern Sie, welche Risiken mit Mindesteigenkapitalvorschriften sinnvoll reguliert werden können und für welche Risiken dieses Instrument eher ungeeignet ist. Risiken, die mit der Schwankung von Marktwerten zusammenhängen, können sinnvoll reguliert werden. Das Eigenkapital wirkt als Puffer bei negativer Entwicklung der Marktwerte. Für Risiken, die mehr Event-Charakter haben (z.b. rechtliche Risiken, operationelle Risiken) wirkt der Eigenkapitalpuffer weniger. Hier wären ev. Verfahrensvorschriften sinnvoller.

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