Erinnern Lernen Leben. für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam

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1 Erinnern Lernen Leben für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam

2 Ihr Engagement für den Wiederaufbau. Ziegelgalerie in der Kapelle Quelle: Stiftung Garnisonkirche Potsdam Foto: Monika Schulz-Fieguth Übernehmen Sie die Patenschaft! Mit der Übernahme einer einjährigen Patenschaft tragen Sie am wirkungsvollsten zum Wiederaufbau der Hof- und Garnisonkirche zu Potsdam bei. Als Pate unterstützen Sie den Wiederaufbau für ein Jahr durch eine monatlich gleichbleibende Zuwendung in der Höhe Ihrer Wahl. Die Höhe der zwölfmonatlichen Patenzuwendungen ist ab einem Betrag von zwanzig bis hin zu einhundert Euro möglich. Sie können Ihre Patenschaft selbstverständlich zu jeder Zeit und ohne Angabe von Gründen auch schon vorab beenden oder die Höhe der Zuwendung ändern. Oder werden Sie Patronin oder Patron! Als Patronin oder Patron des Wiederaufbaus der Hof- und Garnisonkirche zu Potsdam können Sie den Wiederaufbau sogar noch nachhaltiger unterstützen. Denn ein Patronat wird für die Dauer von drei Jahren und einer monatlichen Zuwendung ab einhundert Euro übernommen. Natürlich können Sie Ihr Patronat - genau wie die Patenschaft - zu jeder Zeit und ohne Angabe von Gründen vorab beenden oder die Höhe der Zuwendung ändern. Ihr Engagement wird dankbar verewigt. Ob als Patin, Pate oder Patron Sie tragen nicht nur fühlbar, sondern auch sichtbar zum Wiederaufbau der Hof- und Garnisonkirche zu Potsdam bei. Denn die Namen der Paten und Patrone werden auf einem Ziegelstein festgehalten. Dieser besondere Ziegel wird im Turmaufgang der Kirche verbaut und soll dort allen Besuchern dankbar von Ihrem Engagement künden. Bis dahin informieren wir Sie natürlich regelmäßig über den Fortgang des Wiederaufbaus. Selbstverständlich können Sie auch anonym bleiben. Helfen Sie noch heute. Übernehmen Sie noch heute eine Patenschaft oder ein Patronat. Lassen Sie uns gemeinsam mit diesem besonderen Schmuckstück barocker Baukunst das architektonische Tafelsilber in Deutschland und Europa vervollständigen. Füllen Sie am besten noch heute Ihre beiliegende Unterstützungszusage aus und senden Sie diese an die folgende Adresse: Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam e. V. (FWG) Breite Straße Potsdam

3 Die Bedeutung des Wiederaufbaus. Virtuelles Modell Potsdam, um 1850 Quelle: arte4d Arstempano, Andreas Hummel Die endgültige Zerstörung der im Zweiten Weltkrieg stark beschädigten Hof- und Garnisonkirche zu Potsdam durch die Machthaber in der DDR haben nicht nur die evangelische Kirche und Potsdam, sondern Deutschland und damit auch Europa einer der schönsten barocken Kirchen beraubt. So betonte es auch Bundeswirtschaftsminister Gabriel in seiner Rede anlässlich der feierlichen Übergabe einer der Glocken aus dem ehemaligen Glockenspiel der Kirche: Das Engagement für dieses Projekt kann der Stadt Potsdam, aber auch dem ganzen Land etwas geben. Die Kirche war ohne jeden Zweifel ein wunderbares barockes Gebäude, das Potsdam über zwei Jahrhunderte hinweg überragt hat. In der Tat gehört das Bauwerk wie auch die Dresdner Frauenkirche zum nationalen Tafelsilber und ist damit für das kulturelle Erbe Europas von besonderer Bedeutung. Die wiedererstehende Kirche wird im äußeren Erscheinungsbild dem zerstörten Gebäude entsprechen und im Inneren den Anforderungen zukunftsorientierter Nutzungen Rechnung tragen. Im ersten Bauabschnitt wird der Turm errichtet. Der Entwurf vom Architektenbüro Hilmer & Sattler und Albrecht enthält einen zentralen und großzügigen Kapellenraum. Dafür werden auf über 600 Quadratmetern Austellungs- und Bildungsräume entstehen, in denen die Geschichte gezeigt wird und mit jungen Menschen über die Zukunft nachgedacht werden soll. Schließlich reflektiert die Garnisonkirche gerade die deutsche Geschichte der vergangenen drei Jahrhunderte in ihren vielfältigen Facetten. Daran erinnerte auch Alt-Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker anlässlich der Aufstellung der Wetterfahne in Potsdam: Ich freue mich, dass die Wetterfahne wieder da ist. Das ist ein wichtiger Schritt des Wiederaufbaus und damit zur Wiedergewinnung der ehemaligen Hofund Garnisonkirche als Ort der Friedensund Versöhnungsarbeit. Wir brauchen diese Kirche als Lernort der deutschen Geschichte.

4 Geschichte. Garnisonkirche Potsdam, um 1885 Reproduktion: Stiftung Stadtmuseum Berlin Foto: F. Albert Schwartz Häuser Breite Straße 4-8 vor der Turmruine, 1945 Quelle: Potsdam Museum Foto: Hans Weber Potsdam als barockes Gesamtkunstwerk nahm seinen Anfang unter König Friedrich Wilhelm I. Die evangelische Garnisonkirche wurde von Johann Philipp Gerlach in zwei Abschnitten erbaut: Zunächst entstand 1732 das Kirchenschiff und schließlich drei Jahre später der Kirchturm. Die elegante architektonische Gestalt und ihre weithin ausstrahlende städtebauliche Wirkung ließen die Potsdamer Garnisonkirche zu einem Hauptwerk des preußischen Barock werden. Friedrich Wilhelm I. wurde in der Gruft der Kirche beigesetzt. Auch sein Sohn Friedrich II. wurde hier bestattet, allerdings gegen seinen Willen. In dieser Gruft trafen sich 1805 König Friedrich Wilhelm III., Königin Luise und Zar Alexander I besuchte Napoleon I. die Sarkophage wurde in der Kirche mit einem gemeinsamen Abendmahl der königlichen Familie, des Hofes und der Militär- und Zivilgemeinde die Union zwischen Lutheranern und Calvinisten beispielhaft vollzogen. 1933, am Morgen des 21. März, inszenierte Reichspropagandaminister Joseph Goebbels hier den Festakt zur Konstituierung des Reichstages, mit dem der Öffentlichkeit die symbolische und politische Verbindung zwischen dem konservativen Deutschland und den Nationalsozialisten demonstriert werden sollte. Die Garnisonkirche war auch das Gotteshaus des Infanterieregiments 9, aus dessen Reihen sich 21 Offiziere am Widerstand des 20. Juli 1944 beteiligten. Am 14. April 1945 wurde die Kirche bei einem Luftangriff schwer beschädigt. Dennoch fanden in der späteren DDR und trotz Repressalien gegen die Gemeindemitglieder bis 1968 Gottesdienste im erhaltenen Turmstumpf statt, der»heilig-kreuz-kirche«hieß. Schließlich wurde die Kirche am Sonntag, dem 23. Juni 1968 auf Beschluss der SED, wie so viele andere Kirche auch, gesprengt. Die Parteiführung war wegen der Erstarkung christlicher Gemeindetätigkeiten besorgt. Bis heute klafft an der Stelle, an der die Garnisonkirche einst stand, eine Lücke. Die Baulücke in der Breiten Straße beschreibt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel als eine emotionale Lücke.

5 Der Ziegelstein. Herstellung von Ziegeln Quelle: Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam e. V. Foto: Monika Schulz-Fieguth Der Mauerziegel. Ziegel gehören zu den ältesten, vorgefertigten Bauelementen. Sie werden aus tonhaltigem Lehm geformt und in Öfen gebrannt. Schon in den Siedlungen der Jungsteinzeit finden sich neben Holz, Stein und Pflanzenfasern auch Lehmziegel als Baumaterial. Die ältesten Ziegel wurden bisher bei Grabungen in Jericho gefunden und datieren um v. Chr. Mit den Römern verbreitete sich der gebrannte Ziegel als bevorzugtes Baumaterial auch in Europa. Auch wenn die späteren Bauherren und Architekten der Renaissance und des Barocks den Ziegel als Sichtmauerwerk weniger schätzten und ihn mit Putz oder Stuck bedeckten oder doch zumindest überschlämmten, so blieb der Backstein unter der Verblendung doch lange der am häufigsten verwendete Baustoff. Übrigens: Auch die chinesische Mauer wurde zu großen Teilen aus Backstein errichtet. Wissenswertes. Ein Ziegelstein besteht zu 100 % aus Ton. Je nach Tonvorkommen und dessen mineralischer Zusammensetzung bestehen große Unterschiede in seiner Festigkeit und Farbe. Über seine Beschaffenheit entscheiden schließlich auch die Höhe der Brenntemperatur und die verschiedenen Möglichkeiten der Oberflächengestaltung. So haben Steine, die bei sehr hohen Temperaturen gebrannt wurden, einen besonders hellen Klang, wenn man gegen sie schlägt. Diese Steine nennt man daher Klinker. Zu den besonderen Vorteilen von Ziegeln als Baustoff gehört nicht nur, dass sie offenporig sind und somit Feuchtigkeit und Wärme leichter aufnehmen bzw. abgeben können. Ein Ziegel aus Ton ist völlig frei von Schadstoffen. Überdies liegen Tongrube und Ziegelei meistens in direkter Nachbarschaft, sodass auch transportbedingte CO2-Emissionen gering gehalten werden können. Bei den Ton- bzw. Lehmabbaugebieten handelt es sich zwar oftmals um sehr artenarme Brach-, Forst- oder Weideflächen. Die meisten Unternehmen der Ziegelindustrie nehmen für ihren Eingriff in die Natur Ausgleichsmaßnahmen vor und setzen sich mit großem finanziellen Engagement für Rekultivierungsmaßnahmen ein. So kann ein ehemaliges Abbaugebiet beispielsweise in ein fruchtbares Feuchtbiotop verwandelt werden.

6 Kontakt. Nagelkreuzkapelle an der Garnisonkirche Potsdam Quelle: Stiftung Garnisonkirche Potsdam Foto: Charlotte 25, Potsdam Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam e. V. (FWG) Breite Straße Potsdam Vorsitzender Burkhart Franck Mitglieder und Spenderbetreuung Telefon Telefax Titelbild. Virtuelles Modell um 1850 Quelle: arte4d Arstempano Andreas Hummel Unterstützer. Stiftung Garnisonkirche Potsdam Spendenkonto. Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam e. V. Deutsche Bank BIC DEUTDEDB160 IBAN DE

sich wegen der Friedens- und Versöhnungsarbeit in der Nagelkreuzkapelle gesammelt haben.

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