33 Lektion History Makers

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1 33 Lektion History Makers Patenschaften verändern Leben Judith Strube, Dr. Thomas Kröck Woche vom bis Text: Matthäus 25,40 werden. Zielgedanke Die Kinder werden ermutigt, Gottes Liebe auch zu den Menschen in anderen Ländern zu bringen und History Makers zu Merkvers Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. (Matthäus 25,40; Luther84) Erklärungen zum Text Jesus möchte, dass wir die Gute Nachricht weitergeben. Das haben wir in der vorangegangenen Lektion gesehen (Mt 28,18-20). Wie bei Jesus soll dies durch Wort und Tat geschehen. Der Stellenwert dieses Dienstes wird dadurch deutlich, dass Jesus den Dienst an einem notleidenden Menschen gleichsetzt mit dem Dienst an ihm selbst (V.40). History Makers... ist eine Kampagne der Sozialmissionarischen Arbeit des Deutschen EC Verbands. Ihr könnt Geschichte machen und das Leben eines Menschen verändern! Das soll durch HISTORY MAKERS deutlich werden. Jugendkreise, Jungscharen und Schulkassen übernehmen mit einer Patenschaft Verantwortung für ein Kind in Indien und machen Geschichte im Leben dieses Menschen. Die Kosten für eine Patenschaft betragen 26 Euro im Monat. Weitere Informationen dazu gibt es in der kostenlosen Broschüre Patenschaften Tipps und Informationen oder im Internet unter Wer mit der Jungschargruppe eine Patenschaft übernehmen möchte, sollte daran denken, dass es sich dabei um eine langfristige Aktion handelt, nicht um einen Gedanken, der für eine kurze Zeit Begeisterung auslöst. Es wird wichtig sein, die Patenschaft immer wieder zu thematisieren und durch Briefe und Gebete am Leben des Patenkindes Anteil zu nehmen. Man kann entsprechende Flyer und Broschüren beim Deutschen EC Verband erhalten und sie dann an die Kinder austeilen. So werden auch die Eltern informiert, und sie werden ihre Kinder vielleicht unterstützen oder auch selbst eine Patenschaft übernehmen. Situation der Jungscharler Kinder im Jungscharalter haben sich durch den Einfluss der Medien zumeist ein Halbwissen über das Leben in sogenannten Dritte-Welt-Ländern angeeignet. In den Vorstellungen über das Leben der Kinder in diesen Ländern dominieren Armut und Hunger. Es sollte unser Ziel sein, dass unsere Jungscharler auch arme Kinder zunächst als Kinder wahrnehmen, die wie sie selbst gerne spielen, Gefühle haben und in familiären Beziehungen stecken. Es sollte deutlich werden, dass deutsche Kinder von den indischen auch lernen können, z.b. in der Ausdauer und Geschicklichkeit beim Spiel, im stärkenden Zusammenhalt einer Großfamilie oder in der Freude an kleinen Dingen. Mit ihrem natürlichen Gerechtigkeitsempfinden stehen die Kinder der Armut ohnmächtig gegenüber. In dieser Lektion geht es darum, die Jungscharler zur Einsicht in die Mitverantwortlichkeit zu führen und ihnen die Möglichkeit zur konkreten Hilfe zu geben. Wenn es darum geht, von dem eigenen Geld etwas abzugeben, reagieren Kinder recht unterschiedlich. Manche von ihnen sind großzügig, gebefreudig und sofort hilfsbereit. Sie leiden mit, wenn sie von Not erfahren, und freuen sich, wenn sie selber etwas zur Linderung beitragen können. Andere Kinder haben wenig Erfahrung mit dem Teilen. Sie haben noch nicht gelernt, von den eigenen Bedürfnissen abzusehen und auch das Leben anderer Kinder zu bedenken. Treffpunkt Der Raum ist mit Tüchern, Teppichen und anderen Gegenständen möglichst indisch geschmückt. Im Hintergrund läuft indische Musik. Stationenspiel An den Stationen (Wohnen, Essen, Spielen, Schule) erleben die Kinder verschiedene Aspekte des Lebens in Indien. Es stehen jeweils ca. fünf Minuten zur Verfügung, dann wird gewechselt. Wohnen Einige indische Kinder leben, wie wir, in gemauerten Häusern. Doch es gibt auch viele, die in einer Hütte leben, die aus Brettern, Blech und Planen zusammen- Jumat 71-33

2 geflickt ist. Die Jungscharler sollen nachempfinden können, wie es sich anfühlt, so zu leben. Mit einer Plane oder Stühlen wird eine ca. 3 x 5 m große Fläche als Hütte markiert. Sechs Jungscharler spielen Familie und legen sich in der Hütte schlafen. Eine wahre Geschichte Rajendran kommt aus dem Bundesstaat Tamil Nadu in Südindien. Seine Familie gehört zu dem Stamm der Pusari. Sie werden auch Leute der Dunkelheit genannt. Sie sind sehr arm, besitzen kein Land und arbeiten als Landarbeiter oder sammeln und verkaufen Essen In Indien essen die Menschen Reis und trinken Tee. Es gibt in kleinen Bechern schwarzen Tee mit viel Milch und Zucker oder einen Teller mit gekochtem Reis. Gegessen wird der Reis mit den Fingern der rechten Hand. Dabei sollte nichts herunterfallen. (Indische Rezepte gibt es als Download unter Brennholz. Fast niemand von ihnen kann lesen und schreiben. Deshalb werden sie oft von den reichen Grundbesitzern ausgenutzt. Rajendran hat noch vier Geschwister: zwei ältere Schwestern, einen jüngeren Bruder und eine kleine Schwester. Sein Vater arbeitet als Tagelöhner in der Landwirtschaft und verdient ungefähr einen Euro am Tag. Die Mutter kümmert sich um den Haushalt und sorgt für die Kinder. Die älteste Schwester kann schon mitarbeiten, indem sie Vieh hütet. Spielen Das Steinspiel aus Indien zeigt die Geschicklichkeit der indischen Kinder und ihre Fähigkeit, mit einfachen Dingen zu spielen. Nicht aufgeben, wenn es nicht gleich klappt! 1. Wirf einen Stein hoch und fange ihn auf. 2. Wirf einen Stein hoch und nimm währenddessen einen zweiten auf. Fange den ersten Stein. 3. Wirf zwei Steine hoch und nimm währenddessen einen dritten auf. Fange die beiden Steine. 4. Wirf drei Steine hoch und nimm währenddessen einen vierten auf. Fange die drei Steine. 5. Wirf vier Steine hoch und nimm währenddessen einen fünften auf. Fange die vier Steine. Schule In Indien gibt es verschiedene Sprachen und Schriften. Das Alphabet (s. Kopiervorlage, Seite 37) wird in Nordindien gebraucht. Die Jungscharler sollen versuchen, ihre Namen mit dieser Schrift zu schreiben. Knackpunkt Lieder s. Bausteine Indische Missionare kümmern sich besonders um Leute vom Stamm der Pusari. Rajendrans Eltern kamen zum Glauben an Jesus und ließen sich taufen richtete die Mission ein Internat ein, damit Kinder aus den Stämmen die Schule besuchen können. Seit 1992 wird das Internat mit 40 Jungen von der Sozial-Missionarischen Arbeit des Deutschen EC-Verbandes unterstützt. Mit sechs Jahren kam Rajendran in das Internat und hatte dadurch die Möglichkeit, die Schule zu besuchen. Das Leben im Internat war natürlich eine große Umstellung für ihn. Im Dorf lebten alle in Hütten aus Erde und Palmblättern. Jetzt wohnte er in einem modernen Haus. Vorher war er frei, in Feld und Wald zu spielen, ohne sich an besondere Zeiten halten zu müssen. Er musste sich erst an den festen Tagesablauf des Internats gewöhnen. Aber die Heimeltern waren für ihn und Jumat 71-34

3 die anderen Jungen wie Onkel und Tante und halfen ihnen, sich einzuleben und in der Schule mitzukommen. Hier konnte er sich auch satt essen, während zu Hause das Essen manchmal nicht für alle reichte. Natürlich war Rajendran froh, wenn seine Eltern ihn im Internat besuchten oder wenn er in den Ferien nach Hause konnte. Inzwischen ist Rajendran mit der Schule fertig und möchte Pastor werden und seinen Leuten von Gottes Liebe erzählen. Das Leben von Rajendran hat sich verändert, weil ihn eine Familie aus Sachsen mit einer Patenschaft unterstützt und seine Ausbildung ermöglicht hat. Auch ihr könnt einem Kind in Indien mit einer Patenschaft helfen. (Bilder von Rajendran und ein kurzes Video gibt es als Download unter Vorstellung von History Makers Doppelpunkt Aufgabenstellung für die Gruppenarbeit: Ihr sollt gleich in der Gruppe einige Fragen beantworten, die mit dem zu tun haben, was wir gerade gesehen/gehört haben. Nehmt euch für jede Frage Zeit und schreibt auf, was euch dazu einfällt. 1. Was brauchen Kinder zum Leben? Denkt dabei zunächst an euch selbst. Was ist wirklich lebensnotwendig? Holt euch als Hilfe einen Briefumschlag. Darin findet ihr kleine Zettel. Sortiert sie danach, was zum Leben notwendig ist, und was nicht. Die Liste kopieren (s. Kopiervorlage, Seite 37) und in kleine Zettel zerschneiden und für jede Gruppe in einen Umschlag stecken. 2. Wie lebte Rajendran zu Hause? Was fehlte ihm? 3. Wie ging es Rajendran im Internat? 4. Wollt ihr ein Kind in Indien regelmäßig mit eurem Taschengeld unterstützen, damit es in die Schule gehen kann? Sprecht in der Gruppe darüber. Schlusspunkt Ergebnisse der Doppelpunktarbeit Im Plenum werden die Fragen durchgegangen. Für Frage eins bietet sich an, die Zettel nochmals sortieren zu lassen. Für Frage zwei muss beachtet werden, dass die Armut und Not der Kinder zwar deutlich benannt, aber nicht emotional zu stark ausgemalt werden sollte. Es sollte der Schwerpunkt auf der Aussage liegen, dass die Möglichkeit für uns besteht, Not zu lindern. Im Gespräch über das Taschengeld ist zu bedenken, dass eventuell nicht alle Kinder Taschengeld erhalten. Dies ist zum Beispiel bei Kindern anderer Nationalitäten nicht üblich. Hier müssten andere Möglichkeiten benannt werden, wie man sich trotzdem einsetzen kann. Zum Beispiel kann geplant werden, nach dem Gottesdienst Waffeln zu verkaufen und den Erlös für das Patenkind zu spenden. (Ideen für weitere Aktionen gibt es im Rahmen der Aktion History Makers bei der Sozial-Missionarischen Arbeit des EC-Verbandes.) Darüber hinaus sollte noch deutlich werden, dass man eines auf jeden Fall tun kann: beten! Geschichte zum Nachdenken In der letzten Jungscharstunde ging es darum, die Gute Nachricht von Jesus weiterzusagen. Hört euch diese Geschichte an und sprecht darüber: Ein Mann hat von Jesus gehört und möchte nun davon weitererzählen. Er geht zu seiner Nachbarin, die im Rollstuhl sitzt. Sie freut sich, Besuch zu bekommen. Sie stellt etwas zu trinken auf den Tisch. Zu essen hat sie im Moment nichts mehr, weil sie nicht alleine zum Supermarkt fahren kann. Sie braucht immer Hilfe dafür. Sie erzählt dem Besucher: Leider kann ich Ihnen kein Essen anbieten, denn ich kann ja nicht alleine einkaufen. Ach, wenn doch nur jemand mit mir zum Supermarkt fahren würde. Der Mann hört der Frau gar nicht richtig zu, sondern er fängt gleich an, der Frau einen Abschnitt aus der Bibel vorzulesen. Diese kann gar nicht in Ruhe zuhören, weil sie sich Sorgen macht. Als der Mann fertig gelesen hat, sagt er Auf Wiedersehen und geht nach Hause. Wie beurteilst du das Verhalten des Mannes? Er hat aus der Bibel vorgelesen, ist das gut? Gab es noch etwas, was er hätte tun können? Was hätte er anders machen können? Es wäre toll, wenn am Ende des Gespräches die Kinder motiviert sind, eine Patenschaft zu übernehmen. Sie können damit aktiv werden und konkret einem Kind helfen. Bausteine Lieder Indisches Lied, s. Seite 36 Aus: Kinder feiern Jesus Nr. 74 Allen Kindern dieser Erde Nr. 91 Jesus in meinem Haus Nr. 104 Ho-Ho-Hosianna Nr. 161 Herr, deine Güte reicht Jumat 71-35

4 Spardose basteln Hierfür müssen im Vorhinein Papier- oder Plastikdosen gesammelt werden (Käseschachteln, Kaffee- oder Chipsdosen...). Auf den Deckel wird ein Schlitz mit einem Cutter geschnitten. Die Dose selbst wird anschließend mit buntem Papier beklebt und schön gestaltet. Es bietet sich auch an, Serviettentechnik anzuwenden. Gebetserinnerung oder Poster Falls die Gruppe sich entschieden hat, eine Patenschaft zu übernehmen, wird demnächst ein Foto des indischen Kindes mit den wichtigsten Informationen eintreffen. Jedes Jungscharkind kann sich eine Gebetserinnerung basteln. Hierfür wird für eine Kopie des Fotos in der Mitte auf einem DIN-A4-Blatt Platz gelassen. Außerdem werden auf dem Blatt verteilt kleine Kästen markiert, in die man die Informationen über das Kind dann eintragen kann. Der verbleibende Rest wird gestaltet. Hierfür kann man runde oder eckige Korken mit Plakafarbe bemalen. Damit wird ein schöner Rand auf das Papier gedruckt. Auf ähnliche Weise können die Jungscharler auch gemeinsam ein Poster mit Informationen über das Patenkind und sein Land gestalten. Neben dem Patenschaftsbogen können dazu eine Landkarte und Bilder aus Zeitschriften und Reiseprospekten verwendet werden. Kopiervorlage, Lektion 33, Bausteine, Seite 35 Lied aus Südindien Jesu nallavar (Gott ist so gut...) 1.) Jesus ist so gut für mich Jesu nallavar. Jesu nallavar. Jesu nallavar. Nalla-var ana-ke 2.) Jesus ist so gut für dich Jesu nallavar. Jesu nallavar. Jesu nallavar. Nalla-var una-ke 3.) Jesus ist so gut für uns Jesu nallavar. Jesu nallavar. Jesu nallavar. Nalla-var nama-ke Melodie in Meine Lieder Deine Lieder, Nr. 143 Jumat 71-36

5 Kopiervorlage, Lektion 33, Treffpunkt, Seite 34 Versuche deinen Namen mit den indischen Buchstaben zu schreiben! Kopiervorlage, Lektion 33, Doppelpunkt, Seite 35 URLAUBSREISEN FERNSEHER ESSEN SCHULBILDUNG SAUBERES TRINKWASSER EIGENES ZIMMER KLEIDUNG MENSCHEN, DIE FÜR MICH SORGEN SAUBERE LUFT SÜSSIGKEITEN MEDIZIN GOTTES WORT GAMEBOY FREUNDE SCHULBÜCHER Jumat 71-37

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