Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik

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2 Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik Bachelor & Master-Studiengänge: Entwicklungen in Hochschulen und Konsequenzen für die 2. Phase der Lehrerbildung - Gewerblich-Technische Fachrichtungen - Die Bildungslandschaft wird sich in den nächsten 10 Jahren stärker ändern als in den letzten 500 Jahren (Peter Gometz Rektor der Universität St. Gallen) Georg Spöttl, biat-universität Flensburg

3 Hintergründe der Umstrukturierung...

4 Deklaration von Bologna (1999) 1. Bildungsminister aus 29 europäischen Ländern kamen überein, ein vereinheitlichtes gesamteuropäisches Bildungswesen aufzubauen. 2. Erklärung hat keine rechtliche Verbindlichkeit. 3. Es wurden dazu auch keine Bürger oder Betroffene befragt. Die Bundesregierung hat den Bologna-Prozess im Hochschulrahmengesetz verankert; damit hat er verpflichtenden Charakter. (http://www.sup.adc.education.fr/europedu/deutsch/vert/declarationmid.html)

5 Grundlage für Bachelor und Master Hintergründe für diese Entwicklungen: 1995: WTO beschließt das Allgemeine Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (General Agreement on Trade in Services, GATS). Absicht: Weltweite Privatisierung des Dienstleistungssektors innerhalb von 10 Jahren. Überwindung nationaler Grenzen & Regeln. Konsequenzen: Weltweiter Handel mit Wissen und Bildung. Gewinnerwartungen sollen Gewinne der Automobilindustrie bei weitem überschreiten

6 Herausforderungen Internationalisierung / Europäisierung / Globalisierung - Lebensräume - Lern- und Ausbildungsformen Informations- / Wissensgesellschaft - Internet, Mediengesellschaft - Wissensexplosion / -verfall - Lebensbegleitendes Lernen Megatrends Wandel der Industrie- und Arbeitsgesellschaft - Aufweichen des Normalarbeitsverhältnisses - Neue Formen der Arbeitsorganisation Dienstleistungsgesellschaft - Rücknahme Produktion - Wissensproduktion Individualisierung / Differenzierung / Pluralisierung - Produktions-, Herstellungsformen, Dienstleistungen - Bildungs- und Berufswege - Lebenskonzepte, -stile, Werte ONSEQUENZEN für Bildungssystem und Lehrerbildung

7 Quelle: Prof. Dr. jur. Falk Roscher, FH Esslingen, Vortrag IGIP, Karlsruhe 2003

8 Anforderungen der Politik an Bachelor und Master...

9 BA-MA-Strukturen für Lehrämter Eckpunkte der Politik 1. Polyvalenz und Nähe zum Arbeitsmarkt sicher stellen 2. BA-Studium ist berufsqualifizierend: Danach Einstieg in außerschulische berufliche Praxis oder MA-Studium 3. BA-Studium: Soll Besuch von schul- und unterrichtsbezogenen Veranstaltungen ermöglichen 4. MA-Studium: Soll für Berufsfeld Schule qualifizieren 5. Akkreditierung und Evaluation dienen als Qualitätssicherung 6. MA-Studiengänge schließen Qualifikationen des I. Staatsexamens ein Quelle: Entwürfe von MBWFK, ; Verabredungen Norddeutsche WissenschaftsministerInnen

10 Polyvalenz und Abschlüsse auf Krücken 1. BA und MA als eigenständige, berufsqualifizierende Abschlüsse vertikale Polyvalenz (Bologna) 2. BA als eigenständiger berufsqualifizierender Abschluss ohne Lehrbefähigung! Gewerblich-Technische-Fachrichtungen: Ingenieurabschluss 3. DILEMMA bei JA: In der MA-Phase ist 2. Fach nicht voll studierbar nach KMK KONSEQUENZ: a) KMK-Regeln von 1995 werden nicht mehr eingehalten b) In das BA-Studium werden Lehramtsinhalte integriert FOLGE: Es wird eine kleine Lehramtsausbildung in die Wege geleitet

11 Modelle...

12 Bachelor-Master-Ausbildung Gesamtausbildungsdauer: Ausbildungsabschnitt Lebensalter 6.5 / 9.5 Jahre 7 / 10 Jahre 2. Staatsprüfung 2. Staatsprüfung 29 Jahre 6 / 7 Jahre 8.5 Jahre Referendariat Referendariat 3. Phase 2. Fach 6,5 Jahre 22 Jahre 19 Jahre Studium an einer wiss. Hochschule/ Universität KMK 1995 Lineares Modell angelehnt an Schulz, Staatsprüfung MA BA Allgem. Hochschulreife Berufsausbildung Berufsausbildung BA/MA 2004 Vocational Education BA/MA Gestuftes Modell (vertikale Polyvalenz) 25.5 Jahre 2. Staatsprüfung Referendariat BA/MA Parallel Modell Praxis MA BA Praktikum BA/MA 2004 Vocational Education

13 Modelle zum Bachelor/ Master-Studium für Gewerbelehrer Integratives Modell "Magdeburger" Modell (konsekutiv) Master of TEVT Master of TEVT MA 60 SWS 1. Fach 2. Fach BP / Fach- Did. MA 60 SWS 1. Fach BP / Fach-Did. 2.Fach. Bachelor of TEVT Bachelor of TEVT oder Bachelor of Science BA 120 SWS 1. Fach 2. Fach BP / Fach-Did. BA 120 SWS 1. Fach BP / Fach-Did. 2.Fach Anmerkungen: BA-Abschluss mit erziehungswissenschaftlichen Inhalten könnte für eine Berufstätigkeit in der Berufsbildung/PE qualifizieren Anmerkungen: Unklares Berufsbild auf BA-Ebene. BA-Abschluss mit erziehungswissenschaftlichen Inhalten könnte für eine Berufstätigkeit in der Berufsbildung / PE qualifizieren (Mosaikmodell) BA = 180 Credits; MA = 120 Credits GTW-Vorüberlegungen ( )

14 Modelle zum Bachelor/ Master-Studium für Gewerbelehrer Nicht-Konsekutives Modell Halb-konsekutives Modell Master of TEVT Master of TEVT MA 60 SWS 2. Fach BP / Fach-Did. Bachelor of Science MA 60 SWS Vertiefung 1. Fach (oder hoch affines BP / Fach-Did. Zweitfach) Bachelor of Science BA 120 SWS 1. Fach nmerkungen: isserfolgsmodell der Vergangenheit: keine Integration von Natur-/Ingenieurund Geisteswissenschaft keine berufswissenschaftliche Fachbildung im 1. Fach eiteneinsteigermodell BA 120 SWS 1. Fach Arbeitswissenschaft / Betriebswirtschaft Anmerkungen: Im BA-Studium Wechselwirkung Arbeit und Technik im Vordergrund, im MA- Studium kommt der Bildungsaspekt hinzu. Kein (echtes) 2. Fach GTW-Vorüberlegungen ( )

15 Berufliche Schulen / Arbeitsmarkt Master of Science in TEVT Master Thesis 30 CPs (20 SWS) Master of Science in TEVT Master Thesis 30 CPs (20 SWS) 4 Semester 1. Fach + Didaktik 18 CPs (12 SWS) 2. Fach (hochaffin) + Didaktik 30 CPs (20 SWS) Berufspädagogik 42 CPs (28 SWS) 4 Semester Curriculum/ Didaktik 15 CPs (10 SWS) 2. Fach (affin) + Didaktik 54 CPs (36 SWS) Berufspädagogik 21 CPs (14 SWS) Uni Flensburg, biat Modell A Uni Flensburg, biat Modell B Bachelor of Science in.. Arbeitsmarkt Bachelor of Science in 6 Semester Bachelor Thesis 15 CPs Berufspraktikum 15 CPs Pflicht-, Basis- Haupt- und Wahlmodul, Projektstudium 140 CPs Nichttechnische Fächer 10 CPs Mathematik 15 CPs Physik 8 CPs 6 Semester Bachelor Thesis 15 CPs Fach CPs Personalentwicklung und Marketing 45 CPs Betriebspraktikum / Berufsausbildung

16 Vier Entwicklungsrichtungen...

17 Szenario I: Stufenmodell 3. Phase: Erweitertes Studium 2. Fach an der Universität Staatsprüfung 2. Phase 2. Phase Seiteneinsteiger Seiteneinsteiger MA Lehramt BA Ingenieurwissenschaft Konsequenz: Enge Verzahnung MA-Studium und 3. Phase im 2. Fach Stellenwert 2. Phase: wird längerfristig geringer

18 Szenario II: Mischmodell Lehramt Berufliche Fachrichtung Ingenieurwissenschaft Konsequenz: Ähnlich den grundständigen Modellen mit Vertiefung im Lehramt während der Master-Phase. Staat muss an Einstellvoraussetzung MA festhalten. Stellenwert 2./3. Phase: bleibt auf Niveau wie bisher

19 Szenario 3: Offenes Modell Grundstruktur: 1. Staat definiert über Standards verschiedene Lehrerprofile 2. Über Akkreditierung und Zertifizierung wird Qualität verschiedener Lehrerprofile an Unis und Lehrerbildungsinstituten gesichert 3. Schulen stellen zertifizierte Lehrer ganz nach Bedarf ein Konsequenz: Alle akkreditierten Einrichtungen können Lehrer ausbilden (Fachrichtungsbezug? Berufsfeldbezug?...) Stellenwert 2. Phase: Konkurriert mit zahlreichen anderen Anbietern Stellenwert 3. Phase: hoch relevant für Profilbildung bei Lehrern

20 Szenario 4: Tabula-Rasa-Modell Grundstruktur: 1. Staat zieht sich aus Lehrerbildung zurück und verzichtet auf Staatsexamen 2. Staat verzichtet auf Regelungen in der Lehrerbildung 3. Agenturen/Schulen stellen Fachkräfte nach jeweiligem Bedarf ein (mit BA, MA etc) Stellenwert Erstausbildung: obsolet Stellenwert Lehrerbildungsinstitute: sehr hoch, falls auf dem Fort- und Weiterbildungsmarkt konkurrenzfähig

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23 Übersicht zu den Entwicklungsfeldern Projektmanagement Eigenständigkeit der Schule Teamentwicklung Wissensmanagement Beteiligungskultur Kooperation mit dem Umfeld Herausbilden eines Dienstleistungscharakters Lernortgestaltung Verantwortungs- und Zuständigkeitsverlagerung Lernkultur für neue Lernkonzepte Qualitätsmanagement von Unterricht Weiterbildung Relevant für den Modellversuch UbS

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