Ergänzungen FHB und Richtlinien BSA ASTRA GEVIII Applikationen der Steuer- & Leittechnik

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1 NSNW AG - Netzenstrasse Sissach Ergänzungen FHB und Richtlinien BSA ASTRA GEVIII Applikationen der Steuer- & Leittechnik Version Nr. / Datum / Visum: Ablage: Verteiler: Genehmigt am / durch: 1.1 / / GO Infotyp: Technische Dokumentation;Betreff: EFHB BSA Öffentlich / SV

2 Versionsänderungen/Historie Tabelle 1: Versionsänderungen / Historie Version Nr. Datum Inhalt / Betreff Autor (Kürzel) Layout erstellt GO Webapplikationen GO Glossar GO Präzisierung Datenarchivierung GO Freigabe NSNW GO Datenarchivierung GO Ergänzungen FHB und Richtlinien BSA ASTRA Zusammenfassung Dieses Dokument ergänzt das ASTRA Fachhandbuch BSA mit den betrieblichen Aspekten der GE VIII. (Fachhandbuch BSA, Kommunikations & Leittechnik, Applikationen der Steuer- und Leittechnik , 2009) / GO Infotyp: Technische Dokumentation;Betreff: EFHB BSA GEVIII Applikationen der Steuer- & Leit- Datum: Ablage: technik

3 Inhaltsverzeichnis 1 Allgemein Architektur Webapplikationen Datenbank Logdateien/Protokollierung Testing Benutzerverwaltung Rollenkonzept Datenarchivierung Glossar Literaturverzeichnis / GO Infotyp: Technische Dokumentation;Betreff: EFHB BSA GEVIII Applikationen der Steuer- & Leit- Datum: Ablage: technik

4 1 Allgemein 1.1 Architektur Die Anwendungen sind so aufzubauen, dass die Daten, die Geschäftslogik und die Benutzerschnittstelle voneinander getrennt sind (vgl. z.b. MVC/Model View Controller). Dabei ist die Geschäftslogik als Dienst zu implementieren (läuft unter eigenem Benutzer nur für diesen Dienst). Die gesamte Funktionalität der Software (ohne Grafische Anzeige) muss jederzeit auch ohne einen angemeldeten Benutzer am Betriebssystem gewährleistet sein (z.b. auch ohne Autologin am Betriebssystem). Es muss möglich sein, z.b. per RDP auf einen Rechner zuzugreifen und die Anwendung zu starten, ohne Beeinträchtigung der laufenden Anwendungen auf dem System (z.b. mehrfache Dateizugriffe etc.) Webapplikationen Webanwendungen müssen zwingend alle folgenden Browser unterstützen: - Internet Explorer 10 - Google Chrome 28 und höher - Mozilla Firefox 23 und höher Die Verwendung von Plugins jeglicher Art ist verboten. Zugelassen sind nur durch die W3C spezifizierte Standards (z.b. HTML, CSS etc.). Die Anwendungen müssen auch auf schlanken Bedienstationen (Thin Client mit z.b. elux) bedienbar sein (kein Unterschied zu Fat-Clients). 1.2 Datenbank Die Live-Daten (vgl. 1.7 Datenarchivierung) sind in einer Datenbank zu speichern, welche per SQL92 angesprochen werden kann. Archivdaten sind von den Live-Daten aus performancegründen zu trennen. 1.3 Logdateien/Protokollierung Es sind Logdateien von allen Komponenten der Anwendung zu erstellen. Diese Logmechanismen müssen konfigurierbar sein. Folgende Konfigurationen müssen möglich sein: - Grösse der Logdateien (danach ist eine neue Logdatei zu erstellen, alte Logdateien werden behalten) - Anzahl der Logdateien (danach werden diese wieder überschrieben) - Formatierung der Logdateien - Speicherort der Logdateien - Granularität der Logdateien (z.b. Fatal, Error, Warning, Info, Debug) Das System muss so gebaut sein, dass jederzeit nachvollziehbar ist, wer (Benutzer/Gruppe/Rechte), von wo (Netzwerk-Adresse/IP), was bedient hat (aktive Handlungen wie Schaltungen, Reports, Konfigurationen etc.). Datum: / GO Seite: 4 / 7 Ablage: Infotyp: Technische Dokumentation;Betreff: EFHB BSA

5 1.4 Testing Die Anwendung muss automatisch getestet werden können. Dabei sind bei allen Änderungen an der Anwendung/dem System die automatischen Tests durchzuführen. Das Testergebnis mit allen einzelnen Tests muss als Report in der Dokumentation der GE VIII abgelegt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass immer die gleichen Tests mit dem gleichen Ablauf ausgeführt werden und somit die Qualität mit Veränderungen an der Software nicht abnimmt. Für automatische Tests von Webanwendungen existieren Frameworks wie z.b. Selenium Benutzerverwaltung Die Benutzerverwaltung wird als zentraler Dienst vom Leitsystem zur Verfügung gestellt (LDAP). Bei der Anmeldung nimmt die Anwendung den Benutzernamen und das Passwort entgegen und übermittelt diese verschlüsselt (LDAPS) an die zentrale Benutzerverwaltung. Diese gibt der Anwendung eine Fehlermeldung (falsche Logindaten) oder das Benutzerobjekt mit den Gruppenzugehörigkeiten zurück. Die Zuordnung der Gruppen zum Benutzer ist in der zentralen Benutzerverwaltung hinterlegt. Die Zuordnung zwischen Gruppen und den Rechten innerhalb der Anwendung erfolgt in der Anwendung. Abbildung 1: Benutzerauthentifizierung HTTPS X LDAPS LDAPS LDAPS Bedienstation Anlagensteuerung Abschnittsrechner Betriebsleitrechner LDAP-Server Als Rückfallebene muss es möglich sein, sich direkt an der Anwendung anzumelden. Dazu steht für jede Rolle ein entsprechender Benutzer zur Verfügung. Die Anforderungen an die Passwörter sind einzuhalten. (Ergänzungen zum Fachhandbuch und Richtlinien BSA GEVIII Rechner der Steuer- und Leittechnik, 2014) 1.6 Rollenkonzept Folgende Rollen sind definiert: - Verkehr - Betrieb - Administration - Gast 1 Datum: / GO Seite: 5 / 7 Ablage: Infotyp: Technische Dokumentation;Betreff: EFHB BSA

6 Innerhalb der Anwendung sind die Rollen klar abzugrenzen. So darf es nicht möglich sein, als Benutzer mit den Rollen Administration, Betrieb, dass auf ein und derselben Ansicht (z.b. Webseite/Tab) betriebliche Schaltungen (Betrieb) sowie Parametrierung (Administration) der Anlage möglich sind. Der Wechsel zwischen den Rollen muss ohne An- und Abmelden möglich sein (z.b. mit verschiedenen Ansichten). Die Unterscheidung von Berechtigungen z.b. für die Polizei und der VMZ-CH wird über die Gruppen resp. der Zuordnung von Gruppen und Berechtigungen innerhalb der Anwendung gelöst. 1.7 Datenarchivierung Die Betriebsdaten müssen für die Dauer von einem Jahr aufbewahrt werden (Fachhandbuch BSA, Kommunikations & Leittechnik, Applikationen der Steuer- und Leittechnik , 2009). Dabei gilt es zu unterscheiden, zwischen Live-Daten und Archivdaten. Live-Daten sind Daten, welche innerhalb der letzten 30 Tage angefallen sind. Diese sind in geeigneter nicht komprimierter Form (einfach automatisch auswertbar) zu speichern. Die restlichen Daten, welche älter sind, werden als Archivdaten in komprimierter Form (ZIP oder GZIP) gespeichert. Entpackt müssen die Daten einfach automatisch auswertbar sein. Die Dimensionierung der Festplatte muss so gewählt werden, dass mit der Installation und allen archivierten Daten eine Reserve von 30% für z.b. Updates bleibt. Zusätzlich muss die Möglichkeit bestehen, Daten über das Netzwerk (CIFS/SCP) einfach zu sichern. 2 Glossar CIFS CSS elux FAT Fat-Client GZIP HTML MVC LDAP(S) SAT SCP Common Internet File System, Windows Freigabe Cascading Style Sheet, Darstellung von HTML-Elementen Linux Distribution für Thin Clients Factory Acceptance Test, Werksprüfung Computer/Rechner mit vollwertigem Betriebssystem Gnu-Zip, siehe Zip HyperText Markup Language Model View Controller, Software Architektur Lightweight Directory Access Protocol, Verzeichnisdienst z.b. für Benutzer Site Acceptance Test, Vorortprüfung Secure Copy, Sicheres kopieren über das Secure-Shell-Protokoll (SSH) Datum: / GO Seite: 6 / 7 Ablage: Infotyp: Technische Dokumentation;Betreff: EFHB BSA

7 SQL SSH Thin Client W3C ZIP Structured Query Language, Datenbankabfragesprache Secure Shell, verschlüsselte Konsolenverbindung Rechner mit minimalen Betriebssystem mit Browser und Fernzugriffsoftware World Wide Web Consortium, Komprimierte Datei 3 Literaturverzeichnis ASTRA. ( ). Fachhandbuch BSA, Kommunikations & Leittechnik, Applikationen der Steuer- und Leittechnik Abgerufen am von Bundesamt für Strassen ASTRA: ASTRA. ( ). Fachhandbuch BSA, Kommunikations & Leittechnik, Gliederung Leittechnik Abgerufen am von Bundesamt für Strassen ASTRA: ASTRA. ( ). Fachhandbuch BSA, Kommunikations & Leittechnik, Netzwerke Abgerufen am von Bundesamt für Strassen ASTRA: ASTRA. ( ). Fachhandbuch BSA, Kommunikations & Leittechnik, Rechner der Steuerund Leittechnik Abgerufen am von Bundesamt für Strassen ASTRA: Bundesamt für Strassen. (kein Datum). NSNW AG. ( ). Ergänzungen zum Fachhandbuch und Richtlinien BSA GEVIII Rechner der Steuer- und Leittechnik. Abgerufen am von Nationalstrassen Nordwestschweiz AG: Datum: / GO Seite: 7 / 7 Ablage: Infotyp: Technische Dokumentation;Betreff: EFHB BSA

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