Anbindung von FormsForWeb an einen LDAP Server

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1 Anbindung von FormsForWeb an einen LDAP Server Version 1.0 Deutsch / August 2006 Nur für internen Gebrauch /

2 Einführung / Inhaltsübersicht Dieser Leitfaden beschreibt die Anbindung eines LDAP-Servers an die Formularserveranwendung FormsForWeb. Leitfaden Ausgangssituation 3 LDAP 6 Quellen 7 Konfiguration 8 LDAP Browser\Editor 11 Benutzer & Gruppen 12 FormsForWeb 16 Konfiguration 16 Formulardesign 22 Seite 2 August-2006 T. Thomas

3 Ausgangsituation FormsForWeb ist eine auf Java basierende Formularserveranwendung. Ein FormsForWeb System umfasst einen Application Server und eine Datenbank. In der Datenbank ist die Benutzerverwaltung und das Speichern der Formulardaten realisiert. In vielen Behörden und Unternehmen gibt es bereits LDAP-Server / Verzeichnisdienste, in denen Personendaten geführt sind und häufig besteht der Wunsch, auch die Benutzerverwaltung von FormsForWeb in einem Verzeichnisdienst zu führen. Seite 3 August-2006 T. Thomas

4 Ausgangsituation In seiner Basisfassung verwendet FormsForWeb die eigene Datenbank zur Authentifizierung von Benutzern LDAP Server Es kann auch ein LDAP- Server zur Authentifizierung verwendet werden. FormsForWeb Webserver Authentifizieren Formulardaten FormsForWeb Datenbank Seite 4 August-2006 T. Thomas

5 Ziel In seiner Basisfassung verwendet FormsForWeb die eigene Datenbank zur Authentifizierung von Benutzern Es kann auch ein LDAP- Server zur Authentifizierung verwendet werden. FormsForWeb Webserver LDAP Server Authentifizieren Formulardaten Formulardaten FormsForWeb Datenbank Auch Formulardaten können aus dem LDAP- Server bezogen werden. Dieser Leitfaden beschreibt die dafür notwendigen Schritte. Seite 5 August-2006 T. Thomas

6 LDAP LDAP (Lightweight Directory Access Protocol) ist eigentlich nur das Protokoll, das zur Kommunikation zwischen einem Directory Server und einem Klienten verwendet wird. Mittlerweile hat sich im Sprachgebrauch eingebürgert, dass man von einem LDAP-Server spricht, und dabei einen Directory-Server oder deutsch Verzeichnisdienst meint, dessen Daten-Struktur der LDAP- Spezifikation entspricht und der über das Netzwerkprotokoll LDAP Daten mit Client-Systemen austauschen kann. Seite 6 August-2006 T. Thomas

7 Open-LDAP Quellen Der LDAP-Server soll am Beispiel des Opensource Produktes OpenLDAP erläutert werden. Es wurde eine Implementierung des OpenLDAP Servers (www.openldap.org) für 32-bit Windows Betriebssysteme gewählt (http://lucas.bergmans.us/hacks/openldap). Der Vorteil dieses Servers ist die verwendete Opensource Lizenz (www.opensource.org), die einen kostenneutralen Einsatz ermöglicht. Grundsätzlich ist jeder LDAP Server geeignet, als Authentifizierungsserver für FormsForWeb eingesetzt zu werden. Dabei gibt es einige Bedingungen, die erfüllt werden müssen und auf die im weiteren Verlauf eingegangen wird. Seite 7 August-2006 T. Thomas

8 OpenLDAP Konfiguration Es empfiehlt sich den OpenLDAP Server in das vorgeschlagene Verzeichnis C:\OpenLDAP zu installieren. Nach der Installation muss die slapd.conf aus dem Rootverzeichnis der Installation angepasst werden: Nachfolgend dem bereits vorhandenen include des Core Schema müssen 3 mitgelieferte Schemata ergänzt werden: include./schema/cosine.schema include./schema/inetorgperson.schema include./schema/nis.schema Seite 8 August-2006 T. Thomas

9 OpenLDAP Konfiguration Der Wert des Attributs suffix muss an die Umgebung angepasst werden. Der DN und das Passwort des Super User Accounts kann angepasst werden ( Attribute rootdn und rootpw ). Es empfiehlt sich in einem produktiven System das Super User Passwort verschlüsselt abzuspeichern. Der Hashwert zu einem Passwort kann mit slappasswd.exe aus dem OpenLDAP Root Verzeichnis ermittelt werden. Das verschlüsselte Passwort mit verwendetem Algorithmus kann dann anstelle des Klartextwertes in der slapd.conf abgelegt werden: ( {SSHA}lXp8zFTvtD5imJZqbnvZtT+4Zx1U6HFE anstelle von secret ) Seite 9 August-2006 T. Thomas

10 OpenLDAP Konfiguration Ausschnitt aus der Konfigurationsdatei slapd.conf: suffix rootdn rootpw "ou=lucom,dc=com" "cn=manager,ou=lucom,dc=com" secret Der Super User darf alles ist im Verzeichnisdienst nicht explizit eingetragen, nur in der slapd.conf Seite 10 August-2006 T. Thomas

11 OpenLDAP LDAP Browser\Editor Um den OpenLDAP Server mit Daten zu befüllen, empfiehlt sich der Einsatz einer grafischen Benutzeroberfläche. Der LDAP Browser\Editor (http://www-unix.mcs.anl.gov/~gawor/ldap/) ist eine freie Software, die eine einfache Manipulation der OpenLDAP Daten ermöglicht. Das Bild zeigt eine Verbindungseinstellung für einen lokalen OpenLDAP Server mit dem Benutzeraccount cn=manager. Es ist für eine erfolgreiche Anmeldung notwendig, den vollständigen DN (=distinguished name) des Super Users anzugeben. Er muss mit den Angaben in der slapd.conf übereinstimmen. Seite 11 August-2006 T. Thomas

12 OpenLDAP Benutzer und Gruppen Nach erfolgreicher Verbindung kann man nun Organisationseinheiten, Gruppen und Benutzer in den OpenLDAP Server einpflegen. Es gibt 2 häufig verwendete Möglichkeiten mit den vorhandenen Schemata Benutzer und Gruppen im OpenLDAP Server anzulegen: posixuser und posixgroup inetorgperson und Group. Eine Authentifizierung am FormsForWeb-Server mit Zuweisung von Gruppenberechtigungen kann nur über inetorgperson/group erfolgen, da die posixgroups nicht die vollständigen DNs ihrer Mitglieder abspeichern. Seite 12 August-2006 T. Thomas

13 OpenLDAP Ex- und Import von Directory-Daten Die meisten Verzeichnisdienste bieten die Möglichkeit, ihre Daten in eine Datei zu exportieren, bzw. sie aus einer Datei zu laden. Üblich ist das LDIF-Format. LDIF (Abkürzung aus dem Englischen für LDAP Data Interchange Format) ist ein ASCII-basierendes Dateiformat zur Darstellung von Informationen aus einem LDAP-Verzeichnis. Durch die Beschränkung auf eine rein textuelle Darstellung bleibt das Format menschenlesbar und kann somit einfach interpretiert werden. Ein LDAP-Objekt wird durch mehrere LDIF-Zeilen beschrieben. Am Anfang steht immer der distinguished name dn, der die absolute Position im LDAP-Baum angibt. Es folgen ein oder mehrere Objektklassen, die definieren, welche Attribute zulässig oder vorgeschrieben sind. Dann folgen die Attribut/Wert-Paare, die den eigentlichen Inhalt darstellen. Die Definition eines Objektes wird durch eine Leerzeile abgeschlossen. Seite 13 August-2006 T. Thomas

14 OpenLDAP Beispiel LDIF-Datei Ausschnitte aus der LDIF-Datei, die wir zu Demonstrationszwecken verwenden wollen: dn: ou=lucom,dc=com ou: lucom objectclass: top objectclass: organizationalunit dn: ou=users, ou=lucom,dc=com ou: Users objectclass: top objectclass: organizationalunit dn: uid=test1,ou=users, ou=lucom,dc=com userpassword:: dgvzda== uid: test1 seealso: uid=admin,ou=users,ou=lucom,dc=com description: EXPERTE description: SACHB givenname: Otto objectclass: top objectclass: person objectclass: organizationalperson objectclass: inetorgperson sn: Tester cn: Testuser 1 dn: ou=groups, ou=lucom,dc=com ou: neworganizationalunit ou: Groups objectclass: top objectclass: organizationalunit dn: cn=admin,ou=groups, ou=lucom,dc=com objectclass: top objectclass: groupofnames cn: ADMIN member: uid=test1,ou=users,ou=lucom,dc=com member: uid=admin,ou=users,ou=lucom,dc=com member: uid=oliver,ou=users,ou=lucom,dc=com Seite 14 August-2006 T. Thomas

15 OpenLDAP Unser Demo Verzeichnis Auf der rechten Seite zeigt sich unser vorbereitetes Beispiel- Verzeichnis mit einigen Benutzern Gruppen und Organisationseinheiten Die Organisationseinheiten sind zum Teil gezielt verschachtelt Copyright Siemens Business Nur Services für internen GmbH Gebrauch & Co. OHG / Vertraulich Alle Rechte / Streng vorbehalten. vertraulich Seite 15 August-2006 T. Thomas

16 FormsForWeb Konfiguration Innerhalb des FormsForWeb Servers müssen Modifikationen an zwei verschiedenen Stellen durchgeführt werden, um eine Anmeldung an einem LDAP-Server zu ermöglichen: configuration.xml Das Modul authenticator muss freigeschaltet und angepasst werden Die BackendLoginConfiguration muss vom BackendRdmbMapper auf den BackendLdapMapper umgeschaltet werden. Wenn auch Lookups aus dem Verzeichnisdienst verwendet werden sollen, wird auch der ldap-connector freigeschaltet und angepasst. struts-config.xml Verweise auf (4) *RDBMSAuthentication.jsp-Seiten müssen auf die entsprechenden *LDAPAuthentication.jsp-Seiten umgelenkt werden. Das kann durch einfaches Suchen und Ersetzen geschehen. Seite 16 August-2006 T. Thomas

17 FormsForWeb configuration.xml Verbindungsdaten Anpassung der configuration.xml Das Authentifizierungsmodul authenticator kann für RDBMS oder LDAP verwendet werden. Unser Fokus ist hier LDAP. Der erste Teil des LDAP Authentifizierungsmoduls konfiguriert die Verbindung zum LDAP Server Die Parameter ldapbasedn, ldapserverurl, ldapsuperuserdn und ldapsuperuserpassword müssen an die Umgebung angepasst werden. Der angegebene SuperUser muss am LDAP Server Leseberechtigung für alle Benutzer haben, die sich anmelden können sollen. Seite 17 August-2006 T. Thomas

18 FormsForWeb configuration.xml Personendaten Filter einrichten und Attribute zuordnen: Der zweite Teil des Moduls legt die Suchfilter für Personen und Gruppen fest und konfiguriert, welche Attribute aus dem LDAP-Server den entsprechenden Werten im FormsForWeb- Server zugeordnet werden. Der ldapuserfilter muss so konfiguriert werden, dass er genau einen Datensatz aus dem LDAP-Server als Ergebnis zurückgibt. Es soll sich dabei um einen Benutzer handeln (objectclass=inetorgperson). Der Benutzername, den der Benutzer in der Anmeldemaske von FormsForWeb eingibt, kann als Wert der Variablen {0} verwendet werden (cn={0}). Mit dem Parameter attruserid legt man die Zuordnung des aus dem LDAP-Servers ausgelesenen Benutzernamens fest. Mit den Parametern attrfirstname und attrlastname werden Vor- und Nachname zugeordnet. Mit dem Parameter ldapuseraddattribs können weitere LDAP-Attribute in FFW verfügbar gemacht werden (Makro user: ).. Seite 18 August-2006 T. Thomas

19 FormsForWeb configuration.xml Gruppen Der Schalter ldapaddgroupmembership legt fest, ob Gruppenzuordnungen aus dem LDAP-Server ausgelesen werden sollen. ldapgroupreversemembership ist hier angeschaltet, weil die Informationen über Gruppenzugehörigkeiten in den Gruppen gespeichert sind (Alternative: in den Benutzern) Seite 19 August-2006 T. Thomas

20 FormsForWeb configuration.xml Gruppen Der Parameter attrgroupid agiert analog zu attruserid und definiert, welches Attribut aus dem LDAP-Server für die Rechtevergabe verwendet werden soll (Hier: der Common Name der Gruppe). Der ldapusergroupfilter funktioniert analog zum ldapuserfilter und soll die Auswahl auf Gruppen beschränken (objectclass=groupofnames). Der vollständige DN des Benutzers kann hier über die Variable {0} ausgelesen werden und schränkt die Menge der Gruppen auf diejenigen ein, in denen der Benutzer Mitglied ist. Die weiteren Parameter steuern, ob auch Mitgliedschaften von Gruppen in anderen Gruppen berücksichtigt werden sollen und ob diese zusätzlichen Gruppenmitgliedschaften rekursiv nach oben (Wurzel) oder unten (Blätter) eingesammelt werden sollen. Nachdem diese Änderungen durchgeführt wurden und die WebApp FFW neu gestartet worden ist, sollte getestet werden, ob das Einloggen und Erkennen der Gruppenzugehörigkeiten erwartungsgemäß funktioniert. Bei auftretenden Problemen sollte das Logfile des FFW-Servers zu Rate gezogen werden (loglevel: debug). Seite 20 August-2006 T. Thomas

21 FormsForWeb configuration.xml LDAP-Konnektor Innerhalb des Muduls server werden die Konnektoren definiert. Für den Zugriff auf ein Verzeichnisdienst (nur lesend nicht schreibend), z.b. um ein Daten-Lookup durchzuführen wird folgender Abschnitt aktiviert. Die eingestellten Verbindungsdaten gleichen denen aus dem Authentifikator-Modul. Seite 21 August-2006 T. Thomas

22 FormsForWeb Formulardesign Beim Formulardesign können LDAP Datasets ganz analog zu den bereits vertrauten SQL-Datasets vereinbart werden. Die wesentlichen Unterschiede sind: Es ist nur lesender Zugriff möglich (keine Schreiboperationen!) Es wird eine andere Abfrage-Syntax verwendet statt SQL- Statements kommen LDAP-Filter zum Einsatz. Für eine Auswahlbox kann z.b. mit folgenden Einstellungen die gewünschte Treffermenge erzielt werden. Umgangssprachlich bedeutet der Filter: Finde alle LDAP-Einträge, die der ObjectKlasse organisationalunit angehören und deren Attribut ou mit struktur0 anfangen. Seite 22 August-2006 T. Thomas

23 FormsForWeb Formulardesign und LDAP-Filter Definition von LDAP Filtern Mit LDAP-Filtern können Kriterien angegeben werden, nach denen im Verzeichnis bestimmte Objekte gesucht werden können. LDAP Filter werden in vielen Situationen benötigt. LDAP-Filter werden in folgenden RFCs definiert: RFC 1588: A String Representation of LDAP Search Filters RFC 1960: A String Representation of LDAP Search Filters (ersetzt RFC 1588) RFC 2254: The String Representation of LDAP Search Filters (ersetzt RFC 1960) RFC 3377 : Lightweight Directory Access Protocol (v3): Technical Specification (ersetzt RFC 2254) Seite 23 August-2006 T. Thomas

24 FormsForWeb Formulardesign und LDAP-Filter Syntax und Operatoren LDAP-Filter bestehen aus einem oder mehreren Kriterien, die mittels UND- bzw. ODER-Operatoren miteinander verknüpft werden. Dabei stehen die Operatoren stets am Anfang und dann kommen die Operanden (also die Suchkriterien). Dies nennt man die "polnische Notation". Die Suchkriterien werden dabei in runden Klammern aufgeführt - das ganze kommt dann wiederum in runde Klammern. UND-Verknüpfung: (& (...K1...) (...K2...)) oder auch mit mehr als zwei Kriterien: (& (...K1...) (...K2...) (...K3...) (...K4...)) ODER-Verknüpfung: ( (...K1...) (...K2...)) oder auch mit mehr als zwei Kriterien: ( (...K1...) (...K2...) (...K3...) (...K4...)) Verschachtelte Verknüpfungen: Jede UND/ODER-Verknüpfung kann insgesamt wieder als einzelnes Kriterium aufgefasst werden: ( (& (...K1...) (...K2...))(& (...K3...) (...K4...))) bedeutet: (K1 UND K2) ODER (K3 UND K4) Seite 24 August-2006 T. Thomas

25 FormsForWeb Formulardesign und LDAP-Filter Die Suchkriterien bestehen dann aus einer Forderung an ein LDAP-Attribut, z.b (givenname=paul). Man beachte folgende Regeln: Gleichheit:(attribute=abc),z.B.(&(objectclass=user)(displayName=Panzer)) Ungleichheit:(!attribute=abc), z.b. (!objectclass=group) Vorhandensein:(attribute=*), z.b. (mailnickname=*) Nichtvorhandensein:(!attribute=*), z.b. (!proxyaddresses=*) Größer-Vergleich:(attribute>=abc), z.b. (mdbstoragequota>=100000) Kleiner-Vergleich:(attribute<=abc), z.b. (mdbstoragequota<=100000) Ungefähr-Vergleich:(attribute~=abc), z.b. (displayname~=panser) Achtung: ~= Wird in ADS-Umgebungen wie = behandelt!! Wildcards:, z.b. (sn=f*) oder oder (givenname=*paul*) Seite 25 August-2006 T. Thomas

26 FormsForWeb Formulardesign und LDAP-Filter Weitere Regeln: Nur echte Attribute Es können lediglich normale Attribute für einen LDAP-Filter herangezogen werden. Nicht zulässig sind die so genannten Constructed Attributes, die eigentlich gar nicht in der Verzeichnisdatenbank vorghanden sind, sondern erst im Moment einer Client-Anfrage vom Server gebildet werden. Ein (schmerzliches) Beispiel eines solchen nicht zu verwendenden Attributes ist "distinguishedname". Nicht zulässig sind auch Objekt-Properties der ADSI-Objekte, bei denen es sich gar nicht um LDAP-Datenbank-Attribute handelt, sondern nur um Schnittstellen-Eigenschaften des betreffenden Objektes. Seite 26 August-2006 T. Thomas

27 FormsForWeb Formulardesign und LDAP-Filter Keine Hochkommata Eventuell zu vergleichende Strings werden NICHT in Hochkommas erscheinen. Ein Filter für den AnzeigeNamen "Philipp Föckeler" würde also lauten (displayname=philipp Föckeler). Groß-/Kleinschreibung Diese ist normalerweise entscheidend, z.b. müssen Sie unbedingt TRUE oder FALSE verwenden, wenn Sie Boolean-Attribute filtern wollen. Einige Attribute sind jedoch Case-Insensitiv, d.h. es wird ein Treffer gefunden, auch wenn sich die Groß-/Kleinschreibung von Ihrem Suchfilter unterscheidet. Seite 27 August-2006 T. Thomas

28 FormsForWeb Formulardesign und LDAP-Filter Sonderzeichen LDAP-Filter können mit Unicode-Zeichen definiert werden. Sie können z.b. ohne Probleme deutsche Umlaute verwenden - wenn dies Sinn macht (wenn also das gefilterte Attribut ein Unicode-String ist). Allerdings spielen die Zeichen ( ) & =! > < ~ * / \ ein besondere Rolle bei der Definition von LDAP-Filtern. Wenn diese Zeichen innerhalb eines Attribut-Strings gesucht oder verglichen werden sollen, dann müssen Sie diese mit einem vorangestellten Backslash und deren hexadezimalem ASCII-Code angeben: ( = \28 ) = \29 & = \26 = \7c = = \3d > = \3e < = \3c ~ = \7e * = \2a / = \2f \ = \5c Ein Beispiel: Wir wollen alle Objekte haben, deren Attribut "displayname" mit "*" beginnt: (displayname=\2a*) Gelegentlich wird auch das Null-Zeichen (\00) benötigt. Seite 28 August-2006 T. Thomas

29 FormsForWeb Formulardesign und LDAP-Filter Multivalued Attribute Sie können auch nach bestimmten Werten in Multivalue-Attributen filtern. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Attribut objectclass. Durch den hierarchischen Aufbau des Verzeichnis-Schemas wird hier ein Objekt stets mehrere Objektklassen besitzen. Ein ADS-Benutzer hat z.b. die ererbten Objektklassen top, person, organizationalperson und user. Ein Filter könnte jetzt ohne weiteres so lauten: (objectclass=user) Sie müssen sich allerdings bewußt sein, dass eine derartige Filterung am Server immer mehr Performance frisst als ein Filter nach einem normalen "eindimensionalen" Attribut. Hinweis: Die zitierten LDAP-Filter-Regeln sind überwiegend Auszüge aus der Quelle: Weiterreichende Informationen finden Sie ebendort. Seite 29 August-2006 T. Thomas

30 Ende Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Seite 30 August-2006 T. Thomas

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