Markteintrittsstrategien am Beispiel Indien und China. Fallbeispiel Wacker Chemie

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1 ESF in Bayern Wir investieren in Menschen Herzlich Willkommen zum Vortrag Markteintrittsstrategien am Beispiel Indien und China Fallbeispiel Wacker Chemie Elena Dimitrowa Ulrich Harrer Nikolaus Ruhstorfer 28. Juli IHK für Niederbayern in Passau

2 Inhalt 1. Die Wacker Chemie AG im Überblick 2. Gründe für Expansion nach Indien 3. Art des Markteintritts 4. Internationalisierungsprobleme und deren Lösung 5. Ausblick 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 2

3 Inhalt 1. Die Wacker Chemie AG im Überblick 2. Gründe für Expansion nach Indien 3. Art des Markteintritts 4. Internationalisierungsprobleme und deren Lösung 5. Ausblick 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 3

4 Das Unternehmen im Überblick Umsatz gesamt - davon im Ausland Nettogewinn Investitionen in F & E Mitarbeiter weltweit Produktionsstätten 27 Tochterunternehmen 100 Quelle: Geschäftsbericht 2008: Wege zur Globalität Millionen Euro Millionen Euro 438,3 Millionen Euro 163,2 Millionen Euro 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 4

5 Geschichte 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 5

6 Organisations- und Rechtsform 2005 Umwandlung GmbH AG Wacker Chemie AG 2006 Börsengang (MDAX notiert) 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 6

7 Branchenstruktur Deutschland viertgrößter Chemieproduzent der Welt nach den USA, China und Japan 2000 Unternehmen, 93% davon KMUs seit 1995 kontinuierlicher Anstieg des Umsatzes und der Ausgaben für F & E Deutsche Chemieunternehmen im Ausland Deutschland Chemieexportweltmeister (12,4% Marktanteil) Seit 1991 Verdoppelung der Direktinvestitionen 2006: 128 Tochtergesellschaften oder Joint Ventures in China mit Mitarbeitern, 40 in Indien mit Mitarbeitern 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 7

8 Inhalt 1. Die Wacker Chemie AG im Überblick 2. Gründe für Expansion nach Indien 3. Art des Markteintritts 4. Internationalisierungsprobleme und deren Lösung 5. Ausblick 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 8

9 Internationalisierung von Wacker 1958 erste Auslandsgesellschaft in Mailand, 1965 in New York, 1983 in Tokio Ende der 90er Jahre Expansion nach Lateinamerika und Südostasien First-Mover-Strategie Marktanteile sichern Authority Management Markteintrittsoptionen an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst Tochtergesellschaften und Joint Ventures 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 9

10 Gründe für die Expansion nach Indien Anfang der 90er Jahre Öffnen des indischen Markts für Aktivitäten ausländischer Unternehmen Zahlreiche Reformen Beispiel: Importzölle für Chemikalien Siliconemarkt in Indien vorhanden, obwohl sehr klein 1998 Potenzial des indischen Siliconemarkt auf 90 Millionen DM geschätzt 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 10

11 Inhalt 1. Die Wacker Chemie AG im Überblick 2. Gründe für Expansion nach Indien 3. Art des Markteintritts 4. Internationalisierungsprobleme und deren Lösung 5. Ausblick 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 11

12 Grundlagen der Markteintrittsstrategie Grundsatzfrage vor Eintritt in neuen Markt Strategie ist entscheidend für Geschäftserfolg Unternehmensinterne Einflussfaktoren Strategische Faktoren (Synergieeffekte, Strategiemotive) Harte Faktoren (Firmengröße, Kapitalintensität) Weiche Faktoren (Unternehmenskultur, Kernkompetenzen) Unternehmensexterne Einflussfaktoren Landesspezifisches Unternehmensumfeld Branchenstruktur Eigenschaften des Gastmarktes 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 12

13 Wackers Markteintrittsstrategie in Indien Kooperationsstrategie mit Metroark Chemicals Pvt. Ltd. Joint-Venture Anteile: 51% Wacker Chemie AG 49% Metroark Shareholder Agreement geschlossen am 9. November 1998 Wacker Metroark Chemicals startet Geschäftsbetrieb am 1. Februar 1999 Ziel: Synergien durch Zusammenschluss der Kernkompetenzen Wacker bringt Technologien ein Metroark bereitet Marktzugang vor 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 13

14 Warum ein Joint-Venture? Herausforderungen: Landesgröße Kulturelle Distanz (Mentalitätsdifferenzen) Behördliche Hindernisse: - Regierung erschwerte freies Agieren ausländischer Unternehmen - Handelsfirmen zunächst nicht erlaubt, nur Produktionsfirmen Präsenz vorher beschränkt sich auf Liaison-Office 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 14

15 Timing und Integration Eintritt Wackers sofort nach Öffnung des Marktes 1992 First-Mover-Advantages durch Economies of Speed Einsatz der Kernkompetenzen Skaleneffekte, Verbundeffekte, Lernkurveneffekte (kurz-/mittelfristige Ziele) Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten (langfristige Ziele) Alle Siliconeaktivitäten von Metroark werden ins JV integriert Liaison-Office Mitarbeiter wurden in das Gemeinschaftsunternehmen übernommen 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 15

16 Personalpolitik Delegierter aus deutschem Mutterhaus in leitender Funktion Managing Director entstammt der indischen Eigentümerfamilie Zugang zu lokalem Marktwissen durch indische Führungskräfte Expatriates zur Anpassung der Strategie des JV auf Konzernstrategie 50 Expatriates weltweit ( Förderung des interkulturellen Verständnisses) Arbeiterschaft besteht ausschließlich aus indischen Mitarbeitern + niedriges Lohnniveau sprachliche, kulturelle Hindernisse 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 16

17 Inhalt 1. Die Wacker Chemie AG im Überblick 2. Gründe für Expansion nach Indien 3. Art des Markteintritts 4. Internationalisierungsprobleme und deren Lösung 5. Ausblick 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 17

18 Staat, Recht, Politik Staatliche Restriktionen, regulative Wirtschaftspolitik keine Schwierigkeiten Arbeitsrecht Einhaltung der Vorgaben, keine Schwierigkeiten Streiks (politisch motiviert) Behinderung des Verkehrs, keine Lösungsmöglichkeiten Korruption keine Schwierigkeiten, Vorbeugung durch Code of Conduct 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 18

19 Bildung und Wissenstransfer 1/2 Ausbildungsdefizite - Schulungen in Indien und Deutschland - Entsendung deutscher Spezialisten keine Schwierigkeiten Expatriates - interkulturelles Training keine Schwierigkeiten 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 19

20 Bildung und Wissenstransfer 2/2 Schutz geistigen Eigentums - Zusammenarbeit indischer und deutscher Patenanwälte - Vertragliche Regelungen keine Schwierigkeiten 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 20

21 Infrastruktur 1/2 Straßen (Hauptverkehrsweg) teilweise schlecht ausgebaut Eisenbahn besitzt zu wenig Kapazitäten unzureichende Seehäfen unzureichendes Kommunikationsnetz Zusammenarbeit mit indischen Politikern Unterstützung durch die Deutsch-Indische Handelskammer 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 21

22 Infrastruktur 2/2 Energieversorgung unzureichende Kapazitäten häufige Stromausfälle große Dieselgeneratoren Zusammenarbeit mit indischen Politikern Unterstützung durch die Deutsch-Indische Handelskammer 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 22

23 Kultur viele unterschiedliche Religionen, Sprachen und Volksgruppen andere Denkweise und Diskussionskultur anderes Verständnis von Sekundärtugenden (z.b. Pünktlichkeit, Ordnung) Training der Expatriates Einlassen auf die Mentalität aber: Durchsetzung von Vereinbarungen Durchführungs- statt Ergebniskontrollen 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 23

24 Inhalt 1. Die Wacker Chemie AG im Überblick 2. Gründe für Expansion nach Indien 3. Art des Markteintritts 4. Internationalisierungsprobleme und deren Lösung 5. Ausblick 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 24

25 Ausblick Erfolgreiche Expansion in einen Wachstumsmarkt Erfahrungsgrundlage für andere Geschäftsbereiche Anpassung einiger Länder an deutsche Verhältnisse (z.b. Osteuropa) in Indien noch nicht absehbar 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 25

26 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 28. Juli 2009 Elena Dimitrowa, Ulrich Harrer, Nikolaus Ruhstorfer 26

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