GESUNDHEIT NACH SCHULSCHLUSS

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1 SACH INFORMATION Wie verbringen Kinder ihre Freizeit nach der Schule? Die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sind in den letzten Jahrzehnten vielfältiger geworden. Ob Kinder deshalb glücklicher oder zufriedener sind, ist fraglich. FREIZEITAKTIVITÄTEN Die KIM-Studie 2003 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest zeigt auf, dass bei Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren Fernsehen und Hausaufgaben machen bzw. Lernen ex aequo am ersten Platz der am häufigsten ausgeübten Freizeitaktivitäten liegen. Am dritten Platz steht das Treffen mit Freunden, den vierten Platz nimmt das Spielen (im Freien oder im Haus) ein. Buben und Mädchen bevorzugen großteils die gleichen Freizeitaktivitäten, Unterschiede gibt es nur in wenigen Bereichen. Mädchen malen häufiger und spielen öfter ein Instrument als Buben. Sie beschäftigen sich auch intensiver mit Tieren und lesen häufiger als Buben. Buben hingegen verbringen mehr Freizeit mit sportlichen Aktivitäten und Videospielen und verwenden öfter Gameboys und Computer. Die meisten Kinder sind nicht gerne alleine. Sie wollen ihre Freizeit mit Freunden verbringen. Mit zunehmendem Alter der Kinder reduziert sich die Zeit, die mit Malen, Basteln, Zeichnen und der Familie verbracht wird. Der Computer gewinnt an Bedeutung, ebenso das Lesen von Zeitschriften und Zeitungen sowie das Telefonieren. Können Kinder frei wählen, wie sie ihre Freizeit verbringen wollen, entscheiden sich 46% für ein Treffen mit Freunden. Auf Platz Zwei folgt das Spielen im Freien, das von 42% der 6- bis 13-jährigen als liebste Freizeitbeschäftigung angegeben wird. Fernsehen wird von 34% der Kinder gewählt und somit auf den dritten Platz verwiesen. Sport zu betreiben und am Computer zu spielen oder zu lernen finden sich ex aequo, von 19% gewählt, auf Platz Vier wieder. Die Bedeutung des Fernsehens hat in den letzten Jahrzehnten massiv zugenommen. Haushalte ohne Fernsehapparat sind heute eine Seltenheit, die zur Auswahl stehenden Programme sind kaum mehr zu überblicken. Wird der Wunsch nach einem eigenen Fernsehapparat im Kinderzimmer erfüllt, wissen Eltern oft nicht mehr, welche Filme ihre Kinder anschauen. Fernsehen ist im Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten sehr einfach. Es erfordert keinerlei Vorkenntnisse oder Übung. Es steht das Zuschauen Gemeinsames Spielen im Freien macht Spaß und fördert die Gesundheit sowie die soziale Entwicklung von Kindern. Der Computer hat nicht nur in der Arbeitswelt der Erwachsenen, sondern auch in der Freizeit der Kinder stark an Bedeutung gewonnen. ÖKO LOG NIEDERÖSTERREICH 6.10

2 SACH INFORMATION im Mittelpunkt. Ein aktives Mittun oder ein gemeinsames Erleben mit anderen findet nur in Ausnahmefällen statt. Fernsehsendungen sind ein häufiges Gesprächsthema von Kindern. Sie sorgen aber nicht nur für Diskussionen, sie ZUSAMMENFASSUNG: An der Spitze der häufigsten Freizeitaktivitäten bei Kindern steht das Fernsehen. Das gilt übrigens auch für Frau und Herrn Österreicher. Werden Kinder gefragt, welche Freizeitaktivitäten sie am liebsten machen, wird das Fernsehen erst nach dem Treffen mit Freunden und dem Spielen im Freien genannt. INFO SERVICE: War einst das Lesen von Büchern für Kinder und Jugendliche der Schlüssel um in eine Geschichtenwelt eintauchen zu können, so bieten sich heute Fernseh- und Videofilme, Hörspiele etc. an. Die Bedeutung des Kinderbuches hat stark abgenommen. Das Lesen von Büchern ist nur für sechs Prozent der Kinder die liebste Freizeitbeschäftigung. beeinflussen auch das Entstehen von Rollenbildern und Wertvorstellungen. Bei Frauenfiguren in Fernsehfilmen hat das Aussehen nach wie vor eine sehr große Bedeutung, bei Männerfiguren spielen die Verkörperung von Stärke, Macht und Gewalt eine wichtige Rolle. Der Computer hat nicht nur in die meisten Schulen, sondern auch in viele Privathaushalte Einzug gehalten. Zu Hause wird der Computer von Kindern und Jugendlichen aber nicht primär für schulische Belange genutzt, sondern vor allem zum Spielen, zum Verschicken von s, zum Internet-Surfen und zum Chatten. Die Zeit, die Kinder vor dem Computer verbringen, wird von den Eltern oft beschränkt. Eine Kontrolle der Internetseiten, die von den Kindern besucht werden, findet häufig nicht statt. Der Besuch von Chatforen verleitet viele Kinder unüberlegt ihren Namen, ihr Alter und nicht selten auch ihre Telefonnummer bekannt zu geben. Für eine sportliche Betätigung in der Freizeit bieten zahlreiche Organisationen ein umfassendes Angebot. Die Zeit, in der Buben automatisch Fußball spielen gingen und Mädchen turnen, ist vorbei. Ob Baseball, Judo oder Tanzen die Angebotsvielfalt ist enorm ÖKO LOG NIEDERÖSTERREICH

3 DIDAKTISCHE UMSETZUNG Kindern steht heute im Vergleich zu früher eine viel größere Anzahl von unterschiedlichen Freizeitaktivitäten zur Verfügung. Dies betrifft sowohl organisierte Formen der Freizeitgestaltung als auch individuelle Aktivitäten.Trotzdem ist den Kindern die Vielfalt ihrer Möglichkeiten nicht immer bewusst. LERNZIELE: Kennlernen unterschiedlicher Freizeitaktivitäten. Reflektieren des eigenen Freizeitverhaltens und Bedürfnisse artikulieren. Verben in ihren unterschiedlichen Personalformen anwenden. Einüben englischer Sprachmuster. FREIZEITHITPARADE Lieblingsspielzeuge begleiten Kinder oft viele Jahre hindurch. ORT: Klassenzimmer. ZEITAUFWAND: zwei Unterrichtsstunden. MATERIALIEN: schwarze Kugelschreiber, Kärtchen (3,5 cm x 3,5 cm), Klebepunkte, Sanduhr, Würfel, Papier, Arbeitsblatt KOSTEN: gering. UMSETZUNG: Zur Vorbereitung die Bildkärtchen vom Arbeitsblatt ausschneiden, Kärtchen für die Tafel vergrößern und weitere Kärtchen mit Verben herstellen (siehe Arbeitsblatt 1). Ein Kind zieht eines der Bildkärtchen und stellt die Freizeitbeschäftigung pantomimisch dar, die anderen Kinder erraten die Tätigkeit. Nach mehreren Durchgängen wird überlegt, welches Thema heute im Unterricht behandelt wird. Danach werden alle Kärtchen an der Tafel befestigt und die einzelnen Freizeitbeschäftigungen benannt. Die Kinder verbalisieren, welche Freizeitbeschäftigungen sie gerne ausüben. Hierbei wird festgestellt, dass nicht für alle Tätigkeiten ein Kärtchen vorhanden ist. Einzelne Kinder übernehmen es, diese mit schwarzem Kugelschreiber auf Kärtchen zu zeichnen. Diese werden dann für alle Kinder und als Tafelkärtchen kopiert. Mögliche Einsatzformen der Kärtchen: Freizeithitparade: Jedes Kind erhält 6 Klebepunkte. Auf den Tafelkärtchen darf bewertet werden, welche Tätigkeit gerne ausgeführt wird. Pro Bild dürfen maximal 2 Punkte verwendet werden. Memory: Bild-Bild oder Bild-Wort, hierzu werden die Verben für die Freizeitbeschäftigungen zuvor auf leere Kärtchen geschrieben. Gemeinsam mit den Eltern machen Gesellschaftsspiele besonders viel Spaß. Bibliotheken bieten kostengünstige Möglichkeiten für Leseratten. ÖKO LOG NIEDERÖSTERREICH 6.10

4 DIDAKTISCHE UMSETZUNG Eltern tragen die Verantwortung dafür, dass Kinder in der Freizeit nicht überfordert werden. Für viele Eltern ist es schwierig, den Kindern ihre Freizeitwünsche zu erfüllen. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass sich Interessensgruppen zusammenschließen und so die Organisation für die Eltern erleichtert wird. INFO SERVICE: Sport als ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsvorsorge wird im Ordner Gesundheit, Kapitel Vorsorge Sport und Spiel behandelt. Unter findet man Informationen zur Freizeitgestaltung in Niederösterreich. Zeichnen-Erklären-Darstellen: Materialien: Bildkärtchen, Sanduhr, Würfel (je 2-mal beschriftet mit den Worten: zeichnen, erklären, darstellen), Blätter. Die Kinder bilden Gruppen mit jeweils etwa 5 Personen, immer 2 dieser Gruppen spielen miteinander. Ein Kind zieht ein Bildkärtchen und würfelt. Gemäß dem Würfelauftrag zeichnet, erklärt oder stellt das Kind den Begriff dar. Bei der Erklärung dürfen die Freizeitbeschäftigung bzw. die Gegenstände, die dafür notwendig sind, nicht genannt werden. Die MitspielerInnen der eigenen Gruppe sollen den Begriff ermitteln. Die Kinder der anderen Gruppe sind für die Sanduhr verantwortlich. Kann der Begriff bis zum Ablaufen der Sanduhr gefunden werden, darf die Gruppe das Kärtchen behalten. Nun kommt die andere Gruppe zum Zug. Hat eine der beiden Gruppen 5 Kärtchen gewonnen, ist das Spiel zu Ende. Begriffe suchen: Etwa 5 Kinder bilden eine Gruppe, alle Bildkärtchen liegen aufgedeckt. Das erste Kind entscheidet sich für eine Freizeitbeschäftigung, verrät diese nicht der Gruppe und schreibt sie verdeckt auf ein Blatt Papier. Nun dürfen die anderen Kinder reihum Fragen stellen, die mit JA oder NEIN beantwortet werden können. Nicht verwendet werden dürfen die einzelnen Gegenstände, die für diese Freizeitbeschäftigung notwendig sind (wie beispielsweise: Fahrrad) diese müssen umschrieben werden. Ist sich ein Kind sicher, welche Freizeitbeschäftigung gewählt wurde, darf direkt danach gefragt werden. Wurde korrekt gewählt, darf sich dieses Kind das Kärtchen nehmen. Nun ist das nächste Kind an der Reihe. Hat ein Kind 3 Kärtchen gewonnen, ist das Spiel zu Ende. Das mache ich gerne: Zusätzlich zu den Bildkärtchen benötigt jedes Kind die 3 Kärtchen von Arbeitsblatt 1. Die Kinder ordnen die Tätigkeiten nach den 3 Kriterien: Das mache ich gerne Das mache ich nicht gerne Das habe ich noch nicht ausprobiert. Anhand der Kartenstapel können Reihensprechübungen durchgeführt werden. Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Sitznachbar ratet: Ich glaube, du fährst gerne mit dem Rad? Gemäß der Zuordnung wird geantwortet. Wann wirst du wieder? Anhand der Kärtchen wird die Zukunftsform geübt. Wer macht was? Materialen: Kärtchen und Würfel laut Arbeitsblatt 1, Zettel. In Partnerarbeit wird jeweils gewürfelt, die richtige Endung eingestellt, vorgelesen und eventuell aufgeschrieben. My hobbies: Anhand der Kärtchen werden folgende Sprachstrukturen geübt: I can/can t I like/don t like I m good/bad at 6.10 ÖKO LOG NIEDERÖSTERREICH

5 ARBEITSBLATT DAS MACHE ICH GERNE? WER MACHT WAS? Material: Splinten, Würfel (ich - du er/sie/es - wir - ihr - sie), Kärtchen Herstellung: Die Kärtchen und Scheiben werden auf Karton kopiert, ausgeschnitten und gelocht. Jede Scheibe wird mit einem Splinten auf dem Kärtchen befestigt. Anhand der Vorlage können weitere Kärtchen hergestellt werden. spiel en st t e lach en st t e en st t e ÖKO LOG NIEDERÖSTERREICH 6.10

6 ARBEITSBLATT FREIZEITHITPARADE 6.10 ÖKO LOG NIEDERÖSTERREICH

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