Allgemeine Bedingungen für die Fondsgebundene Lebensversicherung mit unbestimmter Vertragslaufzeit gültig ab 12/2014

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1 Allgemeine Bedingungen für die Fondsgebundene Lebensversicherung mit unbestimmter Vertragslaufzeit gültig ab 12/2014 Inhaltsverzeichnis 1. Leistungen des Versicherers im Versicherungsfall (Er- bzw. Ablebensfall) Pflichten des Versicherungsnehmers Umfang des Versicherungsschutzes Beginn des Versicherungsschutzes Welche Vertragsgrundlagen gelten? Was ist eine Fondsgebundene Lebensversicherung? Veranlagung in Investmentfonds Kosten und Gebühren Anpassung des Risikobeitrags Leistungserbringung durch den Versicherer Stichtage Wann können Sie die Versicherung kündigen? Beitragsfreistellung Nachteile einer Kündigung oder Beitragsfreistellung Was gilt für Mitteilungen, die sich auf das Versicherungsverhältnis beziehen (Formvereinbarung)? Wer erhält die Versicherungsleistung? Was gilt bei Verpfändung, Abtretung und Vinkulierung? Was ist bei Verlust der Versicherungspolizze zu tun? Verjährung Aufsichtsbehörde und Beschwerdestelle Angaben zur Steuerpflicht (FATCA) Anwendbares Recht und Gerichtsstand Erfüllungsort... 9 Besondere Bedingungen für die Fondsgebundene Lebensversicherung 10 Versicherungsbedingungen für die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung..10 Seite 1 von 12

2 Bitte lesen Sie die folgenden Begriffsbestimmungen sorgfältig durch sie sind für das Verständnis dieser Allgemeinen Bedingungen unerlässlich: Ablebensfall Beitragssumme Bezugsberechtigter (Begünstigter) Deckungsrückstellung Erlebensfall Gesetzesgrundlagen ist die Beendigung des Versicherungsvertrages durch Ableben des Versicherten. ist die Summe aller während der Beitragszahlungsdauer fällig werdenden Beiträge, nach Abzug der Versicherungssteuer. ist die Person, die für den Empfang der Leistung des Versicherers benannt ist. sind die Ihrer Fondsgebundenen Lebensversicherung zugrunde liegenden Fondsanteile. Wir ermitteln deren Geldwert, indem wir die Anzahl der Fondsanteile je Investmentfonds, mit dem am Stichtag uns zur Verfügung gestellten Kurswert des jeweiligen Investmentfonds, multiplizieren. ist die Beendigung des Versicherungsvertrages durch Kündigung des Versicherungsnehmers. eine Übersicht der wichtigsten für diesen Vertrag maßgeblichen Gesetzesgrundlagen finden Sie im Anhang. Kapitalanlagegesellschaft/KAG eine Gesellschaft deren Geschäftstätigkeit in der Verwaltung von Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) oder alternativen Investmentfonds im Sinne des Investmentfondsgesetzes 2011 (InvFG) besteht. Modellrechnung Tarif/Geschäftsplan Versicherer ist die individuell auf Ihren Vertrag abgestimmte Darstellung der möglichen Vertragsentwicklung, insbesondere der Erlebensleistung und der Rückkaufswerte, unter der Annahme der dort ausgewiesenen Fondsperformance. enthält die bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) hinterlegten versicherungsmathematischen Berechnungsgrundlagen Ihres Versicherungsvertrags. Fondsgebundene Veranlagung: FinanceLife Lebensversicherung AG, Untere Donaustraße 21, Wien; Tel. +43/1/ ; Fax: +43/1/ Sitz der Gesellschaft: Wien; FN i beim Handelsgericht Wien DVR Pensionszahlung: Raiffeisen Versicherung AG, Untere Donaustraße 21, Wien; Tel Sitz der Gesellschaft: Wien; FN 52576v beim Handelsgericht Wien DVR Versicherter Beitrag Versicherungsnehmer ist die Person, deren Risiko versichert ist. ist das vom Versicherungsnehmer zu zahlende Entgelt. ist der Vertragspartner des Versicherers und Träger der Rechte und Pflichten aus dem Versicherungsvertrag. Seite 2 von 12

3 1. Leistungen des Versicherers im Versicherungsfall (Er- bzw. Ablebensfall) 1.1. Ihr Versicherungsvertrag ist auf unbestimmte Zeit gegen Einmalerlag oder laufende Beitragszahlung über eine im Vorhinein festgelegte Beitragszahlungsdauer abgeschlossen. Er endet entweder durch Kündigung Ihrerseits (Erlebensfall) oder durch Ableben der versicherten Person (Ablebensfall). - Im Erlebensfall leisten wir den Geldwert der Deckungsrückstellung. Es wird kein gesonderter Abzug verrechnet. - Im Ablebensfall der versicherten Person leisten wir den Höchstwert unter den folgenden drei Werten a) der vereinbarten Todesfallsumme b) dem Geldwert der Deckungsrückstellung zuzüglich 5 % der Beitragssumme c) 105 % des Geldwertes der Deckungsrückstellung - Diese Bestimmungen gelten auch in beitragsfreier Zeit, sofern nach Ende der Beitragszahlungsdauer noch kein Teilrückkauf erfolgt ist. - Ist in der beitragsfreien Zeit jedoch mindestens ein Teilrückkauf erfolgt, so entspricht die Ablebensleistung 105 % des Geldwertes der Deckungsrückstellung. Die Beitragssumme und die Mindesttodesfallleistung sind im Vorschlag, Antrag beziehungsweise in der Versicherungspolizze angeführt Der Bezugsberechtigte kann soweit die Veranlagung in börsengehandelten Wertpapieren erfolgte - ab einem Depotwert von Euro 2.500,- verlangen, dass wir anstelle der Auszahlung einer Versicherungsleistung als Geldbetrag eine Übertragung von Wertpapieren in der entsprechenden Währung des Deckungskapitals an ihn durchführen. Soweit nichts anderes verlangt wird, zahlen wir die Versicherungsleistung als Geldleistung aus Verlangt der Bezugsberechtigte die Leistung in Wertpapieren so fallen Übertragungskosten an, die von der Deckungsrückstellung abgezogen werden. Die Kosten für die Übertragung der Versicherungsleistung richten sich nach dem Geldwert der Deckungsrückstellung. Dieser Wert verringert sich um die festgelegten Übertragungskosten. Wir berechnen eine Gebühr in Höhe von 1,25 % des Wertes der gutgeschriebenen Anteileinheiten. Den Wert der Wertpapiere ermitteln wir zu dem in genannten Stichtag Der Versicherungsnehmer hat das Recht, anstelle der Auszahlung der Versicherungsleistung als Kapitalzahlung durch uns eine Auszahlung als Pension in Rentenform durch den vereinbarten Pensionsversicherer unter Übertragung des Deckungskapitals von uns an diesen, zu verlangen. Die Höhe der Pension wird auf der Grundlage der zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme gültigen Rechnungsgrundlagen des Pensionsversicherers, insbesondere der dann gültigen Sterbetafel und dem dann gültigen Rechnungszins, ermittelt Ist zum erstmaligen Pensionszahlungstermin der auszuzahlende Depotwert unter Euro, kann der Versicherer statt der laufenden Pensionsauszahlung auch einmalig abfinden. 2. Pflichten des Versicherungsnehmers 2.1. Sie sind im Sinne des 16 VersVG verpflichtet den Antrag und die damit verbundenen Fragen wahrheitsgemäß und vollständig auszufüllen bzw. zu beantworten. Wenn das Leben einer anderen Person versichert werden soll, ist auch diese für die wahrheitsgemäße und vollständige Beantwortung aller Fragen verantwortlich Werden Fragen schuldhaft unrichtig oder unvollständig beantwortet, können wir innerhalb von drei Jahren seit Abschluss, Wiederherstellung oder einer die Leistungspflicht des Versicherers erweiternden Änderung des Vertrages von diesem zurücktreten. Tritt der Versicherungsfall innerhalb dieser drei Jahre ein, können wir auch noch nach Ablauf dieser Frist zurücktreten. Wir können den Rücktritt nur innerhalb eines Monats ab Kenntnis der Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit der Angaben erklären. Wir können nicht vom Vertrag zurücktreten, wenn wir von der Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit der Angaben Kenntnis hatten oder der verschwiegene Umstand keinen Einfluss auf den Eintritt des Versicherungsfalles hatte. Bei arglistiger Täuschung können wir den Vertrag jederzeit anfechten. Wenn wir den Vertrag anfechten oder vom Vertrag zurücktreten leisten wir den Geldwert der Deckungsrückstellung. Schuldhaft unrichtige oder unvollständige Angaben können darüber hinaus nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen zum Verlust des Versicherungsschutzes führen, sodass wir im Versicherungsfall nur den Geldwert der Deckungsrückstellung leisten Sie sind verpflichtet, die vereinbarten Versicherungsbeiträge (einmalige oder laufende Beiträge) an uns kostenfrei und rechtzeitig zu bezahlen Minderjährige Versicherungsnehmer sind - ungeachtet der Mindesteinzahlungssumme - nicht zur Beitragsleistung verpflcihtet Sie können Ihre laufenden Beiträge nach Vereinbarung jährlich, halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich bezahlen. Es wird kein Unterjährigkeitszuschlag verrechnet. Im Versicherungsfall ( 1.) werden etwaige Beitragsrückstände in Abzug gebracht Der erste oder einmalige Beitrag wird mit Zustellung der Versicherungspolizze, nicht aber vor Versicherungsbeginn fällig und ist sodann innerhalb von zwei Wochen zu bezahlen. Folgebeiträge sind innerhalb eines Monats, bei monatlicher Beitragszahlung innerhalb von zwei Wochen, jeweils ab dem in der Versicherungspolizze angegebenen Fälligkeitstag zu bezahlen Wenn Sie den ersten oder einen einmaligen Beitrag nicht rechtzeitig bezahlen, sind wir leistungsfrei und können vom Vertrag zurücktreten, es sei denn Sie waren an der rechtzeitigen Zahlung ohne Verschulden verhindert. Es gilt als Rücktritt unsererseits, wenn wir den ersten oder einmaligen Beitrag nicht innerhalb von drei Monaten vom Fälligkeitstag an gerichtlich geltend machen. Bei einem Rücktritt sind die von uns getragenen einer von Ihnen durchgeführten ärztlichen Untersuchung an uns rückzuerstatten. Seite 3 von 12

4 2.8. Wenn Sie einen Folgebeitrag nicht rechtzeitig bezahlen, erhalten Sie eine schriftliche Mahnung. Bezahlen Sie den Rückstand nicht innerhalb der in der Mahnung festgesetzten Frist von mindestens zwei Wochen, können wir den Vertrag zum Ablauf der festgesetzten Frist kündigen, es sei denn Sie waren an der rechtzeitigen Zahlung ohne Verschulden verhindert. Im Falle unserer Kündigung vermindert sich Ihr Versicherungsschutz auf die beitragsfreie Todesfallsumme oder er entfällt bei Unterschreitung der Mindestsumme gemäß zur Gänze Laufende Beiträge sind im Einzugsermächtigungsverfahren zu bezahlen. Wir buchen sie jeweils bei Fälligkeit von dem uns angegebenen Konto ab Für eine Stundung der Beiträge ist eine schriftliche Vereinbarung mit uns erforderlich Die Veranlagung erfolgt erst nach Einlangen der Beiträge zum nächstmöglichen vorgesehenen Investitionstermin. Termin für den Kauf und den Verkauf von Fondsanteilen ist jeweils der letzte Börsetag eines Monats. Soweit es auf den nächstmöglichen Termin ankommt, steht der Termin unter dem Vorbehalt, dass die maßgebenden Voraussetzungen bis zum 20. des laufenden Monats gegeben sind Die Teilnahme an Auslandseinsätzen des Bundesheeres und / oder die Teilnahme an einem UN Einsatz müssen Sie uns melden. Für die Dauer der Teilnahme dieses Einsatzes können wir den Versicherungsschutz einschränken oder einen Risikozuschlag verrechnen. 3. Umfang des Versicherungsschutzes 3.1. Der Versicherungsschutz besteht grundsätzlich unabhängig davon auf welcher Ursache der Ablebensfall beruht Bei Selbstmord des Versicherten innerhalb von drei Jahren nach Abschluss, Wiederherstellung oder einer die Leistungspflicht des Versicherers erweiternden Änderung des Vertrages leisten wir den Geldwert der Deckungsrückstellung. Wird uns nachgewiesen, dass Selbstmord in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit begangen wurde, besteht hingegen voller Versicherungsschutz Wenn das Ableben unmittelbar oder mittelbar durch kriegerische Ereignisse verursacht wurde, denen die versicherte Person außerhalb Österreichs bei Ausübung einer beruflichen oder dienstlichen Tätigkeit ausgesetzt war, leisten wir den Geldwert der Deckungsrückstellung Wird Österreich in kriegerische Ereignisse verwickelt, von einer nuklearen, biologischen, chemischen oder durch Terrorismus ausgelösten Katastrophe betroffen, bezahlen wir bei einem dadurch verursachten Ablebensfall den Geldwert der Deckungsrückstellung. 4. Beginn des Versicherungsschutzes Der Versicherungsschutz beginnt, sobald wir die Annahme Ihres Antrages schriftlich oder durch Zustellung der Versicherungspolizze erklärt und Sie den ersten oder einmaligen Beitrag rechtzeitig ( 2.6.) bezahlt haben. Vor dem in der Versicherungspolizze angegebenen Versicherungsbeginn besteht kein Versicherungsschutz. 5. Welche Vertragsgrundlagen gelten? Vertragsgrundlagen sind der Antrag, die Versicherungspolizze, der vereinbarte Tarif, die vorliegenden Allgemeinen und Besonderen Versicherungsbedingungen und die Modellrechnung zur Fondsgebundenen Lebensversicherung. Der Tarif enthält die versicherungsmathematischen Berechnungsgrundlagen für Ihren Versicherungsvertrag und unterliegt der Kontrolle und Aufsicht der Finanzmarktaufsicht. Der Tarif enthält insbesondere Bestimmungen über die Festlegung des Beitrags, der Leistung und der Kosten. 6. Was ist eine Fondsgebundene Lebensversicherung? 6.1. Die Fondsgebundene Lebensversicherung bietet Versicherungsschutz unter unmittelbarer Beteiligung an der Wertentwicklung eines oder mehrerer Sondervermögen (Anlagestock/Anlagestöcke). Die Anlagestöcke werden gesondert vom übrigen Vermögen in Wertpapieren angelegt und in Anteileinheiten aufgeteilt Die Versicherungsleistungen sind vom Wert der insgesamt gutgeschriebenen Anteileinheiten (Deckungsrückstellung) abhängig. Die Deckungsrückstellung Ihrer Versicherung ergibt sich aus der Zahl der auf Ihre Versicherung entfallenden Anteileinheiten. Den Geldwert der Deckungsrückstellung Ihrer Versicherung ermitteln wir dadurch, dass die Zahl der Anteileinheiten Ihrer Versicherung mit dem am Stichtag des letzten durchgeführten Investitionstermins ermittelten Wert einer Anteileinheit des entsprechenden Anlagestockes multipliziert wird Erträge, die wir aus den in den Anlagestöcken enthaltenen Vermögenswerten erzielen, werden gemäß den Vertragsbedingungen des jeweiligen Investmentfonds, verwendet. Bei ausschüttenden Investmentfonds werden die Erträge durch eine automatische Wiederanlage in Anteileinheiten des gleichen Investmentfonds umgerechnet und den einzelnen Versicherungen gutgeschrieben. Bei thesaurierenden Investmentfonds fließen die Erträge unmittelbar dem Sondervermögen des betreffenden Investmentfonds zu und erhöhen damit den Wert der Anteileinheiten. 7. Veranlagung in Investmentfonds 7.1. Bei der Fondsgebundenen Lebensversicherung erfolgt die Veranlagung in Investmentfonds. Bei Kurssteigerungen erzielen Sie Wertzuwächse, Kursrückgänge führen zu Wertminderungen. Bei Veranlagung in Investmentfonds, die in einer Fremdwährung notieren, unterliegen die Investmentfonds Währungskursschwankungen, die den Wert der Fondsanteile zusätzlich beeinflussen können. Sie tragen bei der Fondsgebundenen Lebensversicherung das volle Seite 4 von 12

5 Veranlagungsrisiko. Es gibt daher keine garantierte Erlebensleistung. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu Ihren Versicherungsbeitrag führen wir nach Abzug der gesetzlichen Versicherungssteuer, der Kosten und Gebühren (siehe 8.) den ausgewählten Investmentfonds zu und bauen mit diesen Anlagebeträgen den Geldwert der Deckungsrückstellung auf. Investmentfonds-Ausschüttungen und Kapitalertragsteuer-Rückerstattungen führen wir ebenfalls den Investmentfonds zu Unter den zur Verfügung stehenden Portefeuilles werden Ihnen während der Versicherungsdauer beliebige, kostenfreie Wechsel bzw. Änderungen der prozentuellen Aufteilung ermöglicht. Die Änderung ist zu jedem künftigen Monatsbeginn möglich, sofern der Auftrag bis zum 20. des laufenden Monats bei der Gesellschaft eingegangen ist. Wir werden Ihren Antrag annehmen, wenn dem kein wichtiger Grund entgegensteht. Bei einer Änderung der Veranlagungsstrategie sind wir soweit hierdurch das Versicherungsinteresse oder die veranlagte Risikoklasse geändert werden gemäß den gesetzlichen Grundlagen verpflichtet, ein aktuelles Anlegerprofil von Ihnen anzufordern. Dieses muss dem Änderungsauftrag beigelegt werden. Sollten Fondsanteile über die Börse gehandelt werden, sind anfallende Transaktionskosten vom Versicherungsnehmer zu tragen. Sie können während der Vertragslaufzeit folgende Änderungen der Veranlagungsstrategie in geschriebener Form beantragen: a) Portefeuillewechsel mit Änderung der Veranlagungsstrategie für den gesamten Vertrag Der vorhandene Geldwert der Deckungsrückstellung wird entsprechend der geänderten Gewichtung in die Investmentfonds der neu beantragten Portefeuilles übertragen. Die Entscheidung gilt auch für künftig fällige Anlagebeträge. b) Portefeuillewechsel mit Änderung der Veranlagungsstrategie für das bestehende Depotguthaben Der vorhandene Geldwert der Deckungsrückstellung wird entsprechend der geänderten Gewichtung in die Investmentfonds der neu beantragten Portefeuilles übertragen. Die künftig fälligen Anlagebeträge sind davon nicht betroffen und werden gemäß der bisherigen Vereinbarung veranlagt. c) Portefeuillewechsel mit Änderung der Veranlagungsstrategie für die neuen Einzahlungen Die künftig fälligen Anlagebeträge werden entsprechend der geänderten Gewichtung in die Investmentfonds der neu beantragten Portefeuilles investiert. Der vorhandene Geldwert der Deckungsrückstellung ist davon nicht betroffen und bleibt gemäß der bisherigen Vereinbarung veranlagt. d) Änderung der Veranlagungsstrategie, einzelner Portefeuilles oder einzelner Veranlagungstitel innerhalb der fondsgebundenen Veranlagung Soweit die fondsgebundene Veranlagung auf verschiedene Portefeuilles oder einzelne von Ihnen gewählte Fondstitel aufgeteilt wurde, können Änderungen oder Umgewichtungen der einzelnen Portefeuilles oder der von Ihnen gewählten Fondstitel vorgenommen werden. Hiervon ausgenommen sind Änderungen der innerhalb unserer festgelegten Portefeuilles veranlagten Einzeltitel. Sollte die Zusammensetzung eines Portefeuilles Ihrem Veranlagungsinteresse nicht mehr entsprechen, müsste das Portefeuille als Ganzes gewechselt werden Entnahmen aus der Deckungsrückstellung Ihres Versicherungsvertrages können bis zu einem Geldwert von 25% der Versicherungssumme mit uns vereinbart werden, ohne dass es zu einer teilweisen Kündigung des Vertrages kommt. Darüber hinausgehende Verfügungen entsprechen einer teilweisen Kündigung Ihres Versicherungsvertrages. Gegebenfalls sind die steuerlichen Vorschriften in Bezug auf Nachversteuerung für Entnahmen oder Teilkündigungen zu beachten. Da bei fondsgebundenen Lebensversicherungen keine konkrete Versicherungssumme vereinbart ist, ist hilfsweise die Summe der vereinbarten Beiträge bis zum Ende der Laufzeit als Versicherungssumme heranzuziehen. Sind in Ihren Anlagestöcken mehrere Portefeuilles oder Investmentfonds veranlagt, bestimmen Sie im Falle einer Teilkündigung oder Entnahme aus welchem Fonds oder Portefeuille die Versicherungsleistung erfolgen soll. Soll die Versicherungsleistung aus mehr als einem Portefeuille oder Investmentfonds erfolgen, dann ist uns die gewünschte Gewichtung bekannt zu geben Eine Kapitalanlagegesellschaft (KAG) kann sowohl den Ankauf von Fondsanteilen verweigern als auch einen Investmentfonds schließen. Ebenso können wir aus wichtigem Grund ein Portefeuilles oder einen Investmentfonds mit Wirkung sowohl für die Neuanlage als auch für bereits erworbene Fondsanteile aus dem Angebot zu Ihrer fondsgebundenen Veranlagung entfernen. Ein solcher wichtiger Grund, welcher nicht in der Verantwortung des Versicherers liegt, ist insbesondere dann gegeben, wenn der Investmentfonds oder ein Portefeuille nicht mehr oder nur eingeschränkt oder nicht mehr täglich handelbar ist, eine Fondsgesellschaft Mindestabnahmemengen vorgibt oder einem Investmentfonds oder Portefeuille die Vertriebszulassung für Österreich entzogen wird Wir informieren Sie, wenn ein von Ihnen gewählter Investmentfonds oder eines unserer Portefeuilles - geschlossen - aus unserer Auswahl entfernt - mit einem anderen Investmentfonds zusammengelegt - die Ausgabe von Anteilen eingestellt wird oder - eine Veranlagung oder Weiterveranlagung aus sonstigen Gründen nicht oder nicht mehr möglich ist. Zusätzlich fordern wir Sie auf (außer bei Zusammenlegung von Investmentfonds), binnen eines Monats einen anderen Investmentfonds oder ein anderes Portefeuille mit Wirkung für die Neuveranlagung oder gegebenenfalls auch für bestehende Fondsanteile oder Portefeuilles aus unserem Angebot auszuwählen. Falls Sie sich nicht innerhalb dieser Frist entscheiden, wird das ab diesem Zeitpunkt zu veranlagende und gegebenenfalls auch das schon veranlagte Kapital in das Portefeuille I (100 % Anleihefonds, Veranlagung gemäß den Besonderen Versicherungsbedingungen) oder in ein dann zur Verfügung stehendes geeignetes Portefeuille übertragen. Seite 5 von 12

6 7.7. Sie können dann bei einem Rückkauf oder bei Fälligkeit anstelle einer Auszahlung des Geldwertes der veranlagten Investmentfondsanteile (Wertpapiere) nur noch - soweit wertpapierrechtlich möglich - die Übertragung der Ihrer Veranlagung zugrunde liegenden Wertpapiere (Investmentfondsanteile) verlangen. In diesem Fall kann auch keine Änderung der Veranlagungsstrategie mehr beantragt werden. Sollten Übertragungen aus wertpapierrechtlichen Gründen nicht oder nicht mehr möglich sein (etwa bei einer Veranlagung in Großanleger- oder Spezialfonds) führen wir die Veranlagung bis zum Ende der Aussetzung der Anteilsrücknahme oder der Kündigung der Fondsverwaltung durch die KAG weiter fort. Im Fall der Kündigung durch die KAG erfolgt in der Regel die Abwicklung des Wertpapierbestandes durch die Depotbank. Ihre Ansprüche an den veranlagten Wertpapieren bleiben dann unabhängig vom Versicherungsvertrag weiter bestehen. In diesem Fall tragen Sie als Versicherungsnehmer das Veranlagungsbeziehungsweise das Verlustrisiko bis zur Veräußerung beziehungsweise Abwicklung der betroffenen Wertpapiere weiter. Unter den zuvor beschriebenen Voraussetzungen können Wertpapierbestände auch ohne Berücksichtigung eines Mindestdepotwertes an den Versicherungsnehmer übertragen werden. 8. Kosten und Gebühren 8.1. Die Versicherungssteuer wird entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen von Ihren Beiträgen in Abzug gebracht. Weiters verrechnen wir Ihnen für unsere Leistungen im Rahmen Ihrer Fondsgebundenen Lebensversicherung Kosten zur Deckung des Ablebensrisikos ( 8.2.), Abschlusskosten ( 8.4.) und Verwaltungskosten ( 8.5.) sowie Gebühren ( 8.9.). Die jährlichen Kosten sind von mehreren Faktoren, insbesondere dem Geldwert der Deckungsrückstellung abhängig und können daher nicht im vorhinein in absoluten Werten angegeben werden. Durch Vergleich der jeweiligen Werte der Spalte Beitragssumme mit der Spalte Rückkaufswerte bei 0%-Performance in Ihrer Modellrechnung ersehen Sie die Gesamtkostenbelastung (bei einer Performance von 0%) Die Kosten zur Deckung des Ablebensrisikos (Risikokosten) richten sich nach dem Alter des Versicherten sowie der Ablebensleistung und dem Geldwert der Deckungsrückstellung. Das technische Alter ist die Differenz zwischen dem jeweils aktuellen Kalenderjahr und dem Geburtsjahr. Die Risikokosten errechnen sich jährlich aus der Differenz des Wertes der Ablebensleistung und dem Geldwert der Deckungsrückstellung zum Stichtag, sowie der Ablebenswahrscheinlichkeit gemäß der österreichischen Sterbetafel für Männer und Frauen 2000/2002 mit den von der österreichischen Aktuarsvereinigung empfohlenen Modifikationen. Für Vertragsabschlüsse ab dem kommt die österreichische Sterbetafel für Männer und Frauen 2000/2002 UNISEX zur Anwendung. Für die Übernahme erhöhter Risiken insbesondere wegen Krankheit, Beruf, Sport, etc. werden wir Zusatzbeiträge ( Risikozuschläge ) zum Beitrag oder besondere Bedingungen mit Ihnen vereinbaren. Den Risikobeitrag entnehmen wir der Deckungsrückstellung Die Fondsanteile kaufen wir zum jeweils aktuellen Kurswert. Es wird kein Ausgabeaufschlag verrechnet Abschlusskosten sind alle mit dem Abschluss einer Versicherung verbundenen Kosten, etwa die Kosten für Vermittlung, Beratung, Anforderung von Gesundheitsauskünften, und ärztlichen Attesten etc. Die Höhe der Abschlusskosten entnehmen Sie bitte der Polizze (Tabelle A) Die jährlichen Verwaltungskosten entnehmen Sie bitte der Polizze (Tabelle A) Die Kosten ziehen wir von Ihrem Beitrag vor der Veranlagung in Investmentfonds ab, eventuelle anfallende Gebühren entnehmen wir der Deckungsrückstellung Bei Versicherungen gegen Einmalbeitrag und beitragsfreien Versicherungen entnehmen wir monatlich der Deckungsrückstellung die Verwaltungs- und Risikokosten. Bei Kursrückgängen kann dies dazu führen, dass die Deckungsrückstellung vor Ablauf der vereinbarten Versicherungsdauer aufgebraucht ist. In diesem Fall endet der Vertrag ohne weitere Versicherungsleistung Die Rechnungsgrundlagen für die Ermittlung der Kosten nach 8.1. sind Teil der versicherungsmathematischen Grundlagen des jeweiligen Tarifes. Diese können für bestehende Verträge von uns nicht verändert werden. Ihre korrekte Anwendung ist von der Finanzmarktaufsicht (FMA) jederzeit überprüfbar Für durch Sie veranlasste Mehraufwendungen verrechnen wir angemessene Gebühren, und zwar - für die Zahlungserinnerung bei Zahlungsverzug der Erstprämie EUR 9,-- (1. Mahnstufe, 2. Mahnstufe). - für die Mahnung gemäß 39 VersVG bei Zahlungsverzug einer Folgeprämie EUR 9,--. - bei Lastschriftrückweisung stellen wir Ihnen die uns angelasteten Gebühren in Rechnung. - für die Übertragung von Wertpapieren 1,25 % des übertragenen Wertpapiervolumens. - die Kosten für die gerichtliche Kraftloserklärung auf den Überbringer lautende Versicherungspolizze ist gegebenenfalls vom Versicherungsnehmer zu tragen Aufstockungen/Zuzahlungen Aufstockungen der laufenden Beiträge und Zuzahlungen zu den bestehenden Depotwerten können unter Berücksichtigung der zum gegenständlichen Zeitpunkt geltenden Rechtslage bis zur Höhe der ursprünglichen Beitragssumme - vorbehaltlich unserer Zustimmung - jederzeit schriftlich beantragt werden. Durch Aufstockungen der Beiträge oder Zuzahlungen zu den bestehenden Depotwerten erhöht sich der Versicherungsschutz. Insbesondere kann ein anhand von Beitragsfreistellungen verminderter Versicherungsschutz durch Aufstockungen/Zuzahlungen nachträglich wieder ausgeglichen werden Bei Lastschriftrückweisungen stellen wir Ihnen die uns angelasteten Gebühren und die aus der Rückabwicklung von Wertpapierkäufen resultierende Kursverluste in Rechnung. Seite 6 von 12

7 9 Anpassung des Risikobeitrags Im Sinne des 172 VersVG wird der Versicherer im Fall einer bedeutenden, unvorhersehbaren und nicht nur vorübergehenden Veränderung der Risikoeintrittswahrscheinlichkeiten (zb Sterbe- oder Berufsunfähigkeitswahrscheinlichkeit) eine Anpassung des Risikobeitrags vornehmen. Unvorhersehbar ist eine Veränderung, die der langjährig beobachteten Entwicklung widerspricht und die der Versicherer daher in seiner Kalkulation nicht berücksichtigen konnte. Der Versicherungsnehmer wird vor der beabsichtigten Änderung von der Anpassung rechtzeitig informiert. Im Falle einer Erhöhung des Risikobeitrags kann der Versicherungsnehmer eine Herabsetzung des Versicherungsschutzes bei gleichbleibender Beitragshöhe verlangen. 10. Leistungserbringung durch den Versicherer Für die Erbringung von Leistungen aus dem Vertrag können wir die Übergabe der Versicherungspolizze verlangen. Bei Verlust einer auf Überbringer lautenden Versicherungspolizze können wir die Leistungserbringung von einer gerichtlichen Kraftloserklärung abhängig machen. Im Ablebensfall sind zusätzlich auf Kosten des Bezugsberechtigten eine amtliche Sterbeurkunde und ein Nachweis über die Todesursache des Versicherten vorzulegen. Zusätzlich können wir auf Kosten des Bezugsberechtigten weitere ärztliche oder amtliche Nachweise verlangen Nach Eintritt eines Versicherungsfalles sind wir nach 34 VersVG berechtigt, alle zur Beurteilung der Leistungspflicht erforderlichen Informationen zu erheben. Die Versicherungsleistung wird nach Eintritt des Versicherungsfalles und Abschluss der Erhebungen zum Versicherungsfall und Leistungsumfang fällig Leistungen an ausländische Berechtigte (Bezugsberechtigte) erbringen wir, sobald uns behördlich nachgewiesen wird, dass wir die Zahlung ohne Gefahr der Haftung für unberichtigte Steuern vornehmen dürfen. Bei Überweisungen außerhalb der Europäischen Union trägt der Empfänger die Gefahr und die Kosten Wenn der Versicherungsnehmer eine Pensionsleistung anstelle der Kapitalleistung in Anspruch nehmen will, ist dies spätestens mit der Kündigung der Polizze zu beantragen. 11. Stichtage Der Stichtag für die Umrechnung der laufenden Anlagebeträge, von Investmentfonds-Ausschüttungen und Kapitalertragsteuer-Rückerstattungen in Fondsanteile ist der letzte Börsetag vor Beitragsfälligkeit. Termin für den Kauf und den Verkauf von Fondsanteilen ist jeweils der letzte Börsetag eines Monats. Ist es aus irgendwelchen Gründen nicht möglich diese Termine einzuhalten, etwa weil dies aufgrund der Öffnungszeiten ausländischer Börsen nicht möglich ist, verschiebt sich der jeweilige Stichtag auf den nächstmöglichen Börsentag. Soweit es auf den nächstmöglichen Termin ankommt, steht der Termin unter dem Vorbehalt, dass die maßgebenden Voraussetzungen bis zum 20. des laufenden Monats gegeben sind Im Erlebensfall legen wir bei der Ermittlung des Geldwertes der Deckungsrückstellung den dem letzten Tag des Versicherungsschutzes letztvorangegangenen Börsetag zu Grunde. Im Ablebensfall wird als Stichtag der letzte Börsetag des aktuellen Monats herangezogen, in dem der Todesfall gemeldet wird. Erfolgt die Meldung jedoch nach dem 20. des Monats, so wird als Stichtag der letzte Börsetag des nächsten Monats herangezogen Ist ein Erwerb oder eine Veräußerung der Fondsanteile an einem dieser Stichtage nicht möglich (z.b. Investmentfonds wird an diesem Tag nicht gehandelt; Börsetag ist kein Bankarbeitstag), so ist der Stichtag der nächstmögliche Erwerbsoder Veräußerungstag. 12. Wann können Sie die Versicherung kündigen? Kündigung und Auszahlung der Deckungsrückstellung Sie können Ihren Versicherungsvertrag schriftlich kündigen mit 1-monatiger Frist zum Monatsende, frühestens auf den Schluss des ersten Versicherungsjahres Teilweise Kündigungen Ihrer Versicherung sind schriftlich mit 1-monatiger Frist zum Monatsende, frühestens jedoch auf den Schluss des ersten Versicherungsjahres möglich, sofern der verbleibende Geldwert der Deckungsrückstellung mindestens EUR 1.000,-- beträgt Im Falle einer teilweisen Kündigung Ihrer Versicherung nach Ende die Beitragszahlungsdauer entfällt die Mindesttodesfallleistung. Die Ablebensleistung entspricht in diesem Fall dem Geldwert der Deckungsrückstellung zuzüglich 5 % der Beitragssumme Im Falle der Kündigung Ihrer Versicherung erhalten Sie den Geldwert der Deckungsrückstellung. Der Geldwert der Deckungsrückstellung entspricht nicht der Summe der einbezahlten Beiträge. Es wird 176 Abs. 5 VersVG berücksichtigt. Ein gesonderter Abzug wird nicht verrechnet Die beispielhafte Entwicklung des Geldwertes der Deckungsrückstellung unter Annahme von verschiedenen Performancewerten können Sie Ihrer - sowohl im Vorschlag als auch in Ihrer Versicherungspolizze - enthaltenen Modellrechnung, jeweils Tabelle A, entnehmen. Die tatsächlichen Ergebnisse sind abhängig von der Entwicklung der Investmentfonds und werden daher höher oder niedriger sein als die in der Tabelle angegebenen Werte Beträgt der Geldwert der Deckungsrückstellung weniger als EUR 15,--, wird dieser Betrag nicht ausgezahlt, sofern kein weiterer Zahlungsvorgang (z.b. Beitragsrückzahlung) erfolgt. Seite 7 von 12

8 13. Beitragsfreistellung Sie können Ihren Versicherungsvertrag schriftlich mit einmonatiger Frist zum Monatsende, frühestens auf den Schluss des ersten Versicherungsjahres beitragsfrei stellen Voraussetzung für die Beitragsfreistellung ist, dass der Geldwert der Deckungsrückstellung die Mindestsumme von EUR 1.000,-- nicht unterschreitet. Im Falle der Unterschreitung wird der Geldwert der Deckungsrückstellung ausbezahlt. Bei Beitragsfreistellung wird die Todesfallsumme entsprechend gekürzt. Sie errechnet sich aus dem Verhältnis (Quotient) der ursprünglichen Todesfallsumme zur ursprünglichen Beitragssumme, multipliziert mit der neuen Beitragssumme. Für die Ablebensleistung gelten die Regelungen gemäß Nach erfolgter Beitragsfreistellung werden die Risiko- und Verwaltungskosten und allfällige Gebühren monatlich der Deckungsrückstellung entnommen. Dies kann je nach Entwicklung der Fondsanteile dazu führen, dass die Deckungsrückstellung vor Ablauf der vereinbarten Versicherungsdauer aufgebraucht ist. In diesem Fall endet der Vertrag ohne weitere Versicherungsleistung Anstelle einer gänzlichen Beitragsfreistellung können Sie schriftlich verlangen, teilweise von Ihrer Beitragszahlungspflicht befreit zu werden. In diesem Fall wird die Todesfallleistung analog zu neu festgelegt. Haben Sie nur eine teilweise Befreiung von der Beitragszahlungspflicht beantragt, so kann dem Antrag nur entsprochen werden, wenn der verbleibende Geldwert der Deckungsrückstellung einen Mindestwert von EUR 1.000,-- erreicht. 14. Nachteile einer Kündigung oder Beitragsfreistellung Aufgrund der in den ersten Jahren anfallenden Abschlusskosten liegt der Geldwert der Deckungsrückstellung nach Versicherungsbeginn deutlich unter der Summe der einbezahlten Beiträge. Eine Kündigung bzw. Beitragsfreistellung Ihres Versicherungsvertrages in den ersten 10 Jahren kann daher mit finanziellen Nachteilen verbunden sein. Verbindliche Deckungsrückstellungswerte können aufgrund der nicht absehbaren Entwicklung der Investmentfonds nicht angegeben werden. Sie finden jedoch in Ihrem Vorschlag und der Versicherungspolizze eine Modellrechnung, welcher Sie die Wertentwicklung Ihres Versicherungsvertrages bei bestimmten Fondsperformances entnehmen können. 15. Was gilt für Mitteilungen, die sich auf das Versicherungsverhältnis beziehen (Formvereinbarung)? Für sämtliche Anzeigen und Erklärungen des Versicherungsnehmers an den Versicherer ist die geschriebene Form erforderlich, sofern nicht die Schriftform ausdrücklich und mit gesonderter Erklärung vereinbart wurde. Der geschriebenen Form wird durch Zugang eines Textes in Schriftzeichen entsprochen, aus dem die Person des Erklärenden hervorgeht (z.b. Telefax oder ). Schriftform bedeutet, dass dem Erklärungsempfänger das Original der Erklärung mit eigenhändiger Unterschrift des Erklärenden zugehen muss. Die qualifizierte elektronische Signatur ist der eigenhändigen Unterschrift nicht gleichgestellt Änderungen sind zu jedem künftigen Monatsbeginn möglich, sofern der Auftrag in geschriebener Form bis zum 20. des laufenden Monats bei der Gesellschaft eingegangen ist Nach Eintritt des Versicherungsfalles können wir eine Ablehnung, einen Rücktritt oder eine Anfechtung auch einem berechtigten Dritten gegenüber erklären. Wenn Sie Ihren Wohnort wechseln, müssen Sie uns Ihre neue Adresse mitteilen, andernfalls richten wir unsere Erklärungen rechtswirksam an Ihre letzte uns bekannte Adresse. Wenn Sie Ihren Wohnort außerhalb Europas nehmen, müssen Sie uns eine Person innerhalb Österreichs benennen, die bevollmächtigt ist, unsere Erklärungen an Sie entgegenzunehmen. 16. Wer erhält die Versicherungsleistung? Sie bestimmen, wer bezugsberechtigt ist. Der Bezugsberechtigte erwirbt das Recht auf die Leistung mit Eintritt des Versicherungsfalles. Bis dahin können Sie die Bezugsberechtigung jederzeit ändern. Änderung und Widerruf der Bezugsberechtigung müssen uns schriftlich angezeigt werden Sie können auch bestimmen, dass der Bezugsberechtigte das Recht auf die künftige Leistung unwiderruflich und damit sofort erwerben soll. Dann sind Änderungen des Bezugsrechtes nur noch mit dessen Zustimmung wirksam Ist die Versicherungspolizze auf den Überbringer ausgestellt, können wir dennoch verlangen, dass der Überbringer der Versicherungspolizze uns seine Berechtigung nachweist. 17. Was gilt bei Verpfändung, Abtretung und Vinkulierung? Eine Verpfändung oder Abtretung ist uns gegenüber nur wirksam, wenn sie uns zuvor angezeigt wurde. Abtretungen (Zessionen) der Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag an Dritte sind nur mit Zustimmung des Versicherers wirksam. Eine Vinkulierung bedarf neben einer zuvor erfolgten Anzeige zu ihrer Wirksamkeit auch unserer Zustimmung. 18. Was ist bei Verlust der Versicherungspolizze zu tun? Wenn Sie den Verlust der Versicherungspolizze in geschriebener Form anzeigen, werden wir Ihnen eine Ersatzurkunde ausstellen. Wir können verlangen, dass Sie eine auf den Überbringer (Inhaber) lautende Versicherungspolizze auf Ihre Kosten gerichtlich für kraftlos erklären lassen. Seite 8 von 12

9 19. Verjährung Sie können Ihre Ansprüche aus Ihrem Versicherungsvertrag innerhalb von 3 Jahren ab Fälligkeit der Leistung geltend machen. Danach tritt Verjährung ein. Steht der Anspruch einem anderen zu, so beginnt die Verjährung zu laufen, sobald diesem sein Recht auf die Leistung bekannt geworden ist. Ist ihm sein Recht nicht bekannt geworden, so verjähren die Ansprüche erst nach 10 Jahren ab Fälligkeit der Leistung. 20. Aufsichtsbehörde und Beschwerdestelle Ihre Beschwerden können Kunden an FinanceLife Lebensversicherung AG, Untere Donaustraße 21, Wien, richten, auch per Eine Beschwerde wird von uns unverzüglich der für die Bearbeitung eingesetzten Person zugewiesen. Zu jeder Beschwerde werden wir binnen zwei Wochen eine Stellungnahme abgeben. Aufsichtsbehörde: Finanzmarktaufsicht, Otto-Wagner-Platz 5, 1090 Wien. Auch an diese können Kunden sich mit Beschwerden wenden. 21. Angaben zur Steuerpflicht (FATCA) Sie sind verpflichtet, uns über Ihren allfälligen Umzug ins Ausland zu informieren und uns alle Änderungen der Angaben, die für die Beurteilung der persönlichen Steuerpflicht des Leistungsempfängers relevant sein können (insbesondere österreichische und/oder ausländische Steuerpflicht und Steuernummer, Wohnsitz, Anzahl der Tage und gewöhnlicher Aufenthalt im Ausland, entsprechende Daten von Treugebern) unverzüglich bekannt zu geben. Ist der Versicherungsnehmer keine natürliche Person, so ist diese verpflichtet, uns über allfällige Änderungen von Sitz und Organisation, sowie für die Beurteilung der Steuerpflicht relevante Änderung der Eigentümerstruktur (mehr als 25 % werden direkt oder indirekt von US-Person gehalten) zu informieren Leistungen erbringen wir nur Zug um Zug gegen Identifikation und, falls von uns verlangt, Abgabe einer Erklärung des Leistungsberechtigten, die die Angaben laut Abs. 1. enthält, sowie entsprechender Nachweise (insbesondere Reisepass) Wenn und insoweit die Gefahr einer Haftung für Steuern durch uns besteht, sind wir berechtigt, den entsprechenden Teil der Versicherungsleistung bis zum Wegfall der Gefahr einzubehalten und an die jeweils zuständigen in- oder ausländischen Steuerbehörden abzuführen. Wir sind nicht verpflichtet, Kosten des Leistungsempfängers, die zur Erlangung einer allfälligen Rückerstattung der abgeführten Beträge von Steuerbehörden anfallen, zu ersetzen. 22. Anwendbares Recht und Gerichtsstand Dieser Vertrag unterliegt österreichischem Recht ohne die Verweisungsnorm des österreichischen internationalen Privatrechts. Ansprüche aus Ihrem Versicherungsvertrag können bei dem für Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt zuständigen Gericht geltend gemacht werden. 23. Erfüllungsort Erfüllungsort für die Versicherungsleistung ist der Sitz des Versicherers. Seite 9 von 12

10 Besondere Bedingungen für die Fondsgebundene Lebensversicherung mit planmäßiger Erhöhung der Beiträge und Leistungen ohne erneute Gesundheitsprüfung 1. Nach welchem Maßstab erfolgt die planmäßige Erhöhung der Beiträge? 1.1. Die Beiträge für diese Versicherung einschließlich etwaiger Zusatzversicherungen erhöhen sich jeweils um den vereinbarten Prozentsatz des Vorjahresbeitrags (Erhöhungsbetrag) Der Erhöhungsbetrag bewirkt eine Erhöhung der Versicherungsleistungen ohne erneute Gesundheitsprüfung. Alle im Rahmen des Versicherungsvertrages getroffenen Vereinbarungen, insbesondere auch die Kostenregelungen gemäß 8 der AVB, gelten ab dem jeweiligen Erhöhungstermin für den Erhöhungsbetrag Die Erhöhungen erfolgen bis zum Ablauf der Beitragszahlungsdauer, jedoch nicht länger, als bis der Versicherte das rechnungsmäßige Alter* von 65 Jahren erreicht hat. 2. Zu welchem Zeitpunkt erhöhen sich Beiträge und Versicherungsleistungen? 2.1. Die Erhöhungen der Beiträge und der Versicherungsleistungen erfolgen jeweils zum Jahrestag des Versicherungsbeginns Sie erhalten rechtzeitig vor dem Erhöhungstermin eine Mitteilung über die Erhöhung. Der Versicherungsschutz aus der jeweiligen Erhöhung beginnt am Erhöhungstermin. 3. Wonach errechnen sich die erhöhten Todesfallsummen? 3.1. Die Erhöhung der Todesfallsumme errechnet sich nach dem am Erhöhungstermin erreichten rechnungsmäßigen Alter* der versicherten Person, der restlichen Beitragszahlungsdauer und einem eventuell vereinbarten Beitragszuschlag Sind Zusatzversicherungen eingeschlossen, so werden ihre Versicherungsleistungen im selben Verhältnis wie die Todesfallleistungen der Hauptversicherung erhöht. 4. Welche sonstigen Bestimmungen gelten für die Erhöhung der Versicherungsleistungen? 4.1. Alle im Rahmen des Versicherungsvertrages getroffenen Vereinbarungen, auch die Bezugsrechtsverfügung, erstrecken sich ebenfalls auf die Erhöhung der Versicherungsleistungen Die Erhöhung der Versicherungsleistungen aus dem Versicherungsvertrag setzen die Fristen des 2. (Pflichten des Versicherungsnehmers) und des 3.2. (Selbstmord) der Allgemeinen Bedingungen nicht erneut in Lauf. 5. Wann werden Erhöhungen ausgesetzt? 5.1. Die Erhöhung entfällt, wenn Sie bis ein Monat vor dem Erhöhungstermin widersprechen Unterbliebene Erhöhungen können Sie mit unserer Zustimmung nachholen Sollten Sie mehr als zweimal hintereinander von der Erhöhungsmöglichkeit keinen Gebrauch machen, so erlischt Ihr Recht auf weitere Erhöhungen; es kann jedoch mit unserer Zustimmung neu begründet werden Ist in Ihrer Versicherung eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung eingeschlossen, erfolgen keine Erhöhungen, solange wegen Berufsunfähigkeit Ihre Beitragszahlungspflicht ganz oder teilweise entfällt. Versicherungsbedingungen für die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung 1. Was ist Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen? 1.1. Ist die versicherte Person sechs Monate ununterbrochen infolge Krankheit oder Körperverletzung, die während der Beitragszahlungsdauer entstanden und ärztlich nachzuweisen sind, mindestens zu 50% - im Vergleich mit einem körperlich und geistig Gesunden mit vergleichbaren Ausbildungen, Fähigkeiten und Kenntnissen außerstande ihren Beruf auszuüben, so gilt die Fortdauer dieses Zustandes vom Anfang an als Berufsunfähigkeit. Berufsunfähigkeit liegt nicht vor, wenn die versicherte Person eine andere ihrer Ausbildung und Erfahrung und ihrer bisherigen Lebensstellung entsprechende Tätigkeit ausübt Ist der Versicherte pflegebedürftig im Sinne des Bundespflegegeldgesetzes in der jeweils gültigen Fassung und benötigt der Versicherte 121 Stunden (Pflegestufe 3) oder mehr Pflege pro Monat, so gilt der Versicherte auch als berufsunfähig Scheidet der Versicherte aus dem Berufsleben aus, ohne dass Berufsunfähigkeit vorliegt und werden jedoch später Leistungen wegen Berufsunfähigkeit beantragt, so kommt es bei der Anwendung der Punkte 1.1. und 1.2. darauf an, dass die versicherte Person außerstande ist eine Tätigkeit auszuüben, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht. 2. Was ist versichert? 2.1. Wird der Versicherte während der Beitragszahlungsdauer dieser Zusatzversicherung im Sinne des 1 berufsunfähig, so erbringen wir folgende Versicherungsleistungen: Befreiung von der Beitragszahlungspflicht für die Hauptversicherung und die eingeschlossenen Zusatzversicherungen. Berechnungsgrundlage für Leistungen aus der Berufsunfähigkeitszusatzversicherung ist die Höhe der letzten Prämienzahlungsverpflichtung für den Haupttarif. Seite 10 von 12

11 2.2. Wir leisten nicht, wenn die Berufsunfähigkeit auf einer der folgenden Ursachen beruht: - Unmittelbar oder mittelbar auf kriegerischen Ereignissen; - Unruhen, falls der Versicherte auf Seiten der Unruhestifter teilgenommen hat; - Nukleare, durch biologische oder chemische Waffen eingetretene Katastrophen und terroristische Anschläge; - Widerrechtlicher Handlung, mit der Sie als Versicherungsnehmer vorsätzlich die Berufsunfähigkeit des Versicherten herbeigeführt haben; - Vorsätzlicher Ausführung oder strafbarem Versuch eines Verbrechens oder Vergehens durch den Versicherten; - Absichtlicher Herbeiführung von Krankheit oder Kräfteverfall, absichtlicher Selbstverletzung, missbräuchlichem Drogenkonsum oder versuchtem Selbstmord; - Aufgrund mittelbaren oder unmittelbaren Einflusses ionisierender Strahlen im Sinne des Strahlenschutzgesetzes (Bundesgesetzblatt Nr. 227/1969) der jeweils geltenden Fassung; 2.3. Ohne besondere Vereinbarung sind wir von der Verpflichtung zur Leistung befreit, wenn die Berufsunfähigkeit verursacht wurde - in Ausübung einer Tätigkeit als Sonderpilot (z.b. Paragleiter, Hängegleiter, Ballonfahrer, Drachenflieger, Fallschirmspringer), Hubschrauberpilot, Militärpilot, Testpilot, Kunstflugpilot; - in Ausübung einer gefährlichen Sportart (z.b. Extremklettern, Tauchen mit Atemgerät); - infolge Teilnahme an Wettfahrten oder zugehörigem Training in einem Land-, Luft- oder Wasserfahrzeug; - bei länger dauerndem Aufenthalt in klimatisch ungünstigen Zonen, bei Reisen in politisch unsichere Gebiete bzw. bei Teilnahme an Expeditionen aus wissenschaftlichen und anderen Gründen Entsteht Berufsunfähigkeit aufgrund eines der im Absatz 2.2. bzw. ohne besondere Vereinbarung der im Absatz 2.3. genannten Fälle, erlischt diese Zusatzversicherung, ohne dass eine Leistung daraus fällig wird. 3 Was haben Sie zu beachten, wenn Leistungen verlangt werden? 3.1. Nach Eintritt des Versicherungsfalls kann der Versicherer alle zur Beurteilung der Leistungspflicht notwendigen Informationen erheben, insbesondere sind dies: - Eine Darstellung der Ursache für den Eintritt der Berufsunfähigkeit. - Ausführlicher Bericht der Ärzte, die den Versicherten gegenwärtig behandeln bzw. behandelt oder untersucht haben, über Ursache, Beginn, Art, Verlauf und voraussichtliche Dauer des Leidens. - Unterlagen über den Beruf des Versicherten, seine Stellung und Tätigkeit zum Zeitpunkt des Eintritts der Berufsunfähigkeit sowie über die eingetretenen Veränderungen. - Bei Pflegebedürftigkeit Bescheinigung über Art und Umfang der Pflegebedürftigkeit Versicherungsleistungen werden erst nach Abschluss der notwendigen Erhebungen fällig Die untersuchenden und behandelnden Ärzte müssen ermächtigt werden, uns Auskunft zu erteilen. Das gilt auch für Krankenhäuser, Sanatorien, Heilanstalten, Versorgungs- und Fürsorgeämter sowie Versicherungsunternehmen und Sozialversicherungsträger oder ähnliche Einrichtungen Wir können auf unsere Kosten und in unserem Auftrag weitere ärztliche Untersuchungen, zusätzliche Auskünfte, Aufklärungen und Nachweise - auch über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Versicherten und deren Veränderungen - verlangen. Diese weiteren ärztlichen Untersuchungen haben in Österreich zu erfolgen, auch wenn der Versicherte seinen ständigen Wohnsitz außerhalb Österreichs hat. Dadurch eventuell entstehende Reise- und Aufenthaltskosten sind vom Versicherten zu tragen Zumutbare Anordnungen, die der untersuchende oder behandelnde Arzt trifft, um die Heilung zu fördern oder die Berufsunfähigkeit zu mindern, müssen befolgt werden Eine Minderung des Grades der Berufsunfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit und die Wiederaufnahme oder Änderung der beruflichen Tätigkeit sind uns unverzüglich anzuzeigen Soweit für den Haupttarif dynamische Erhöhungen vereinbart wurden, ist die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung davon ausgenommen. 4 Wann beginnt und wann endet ein Anspruch auf Leistung? 4.1. Der Anspruch auf Leistung beginnt mit dem Monatsersten, der dem ersten Tag der Berufsunfähigkeit folgt Der Anspruch auf Leistung endet, wenn der Grad der Berufsunfähigkeit wegfällt, der Versicherte stirbt oder die vertragliche Leistungsdauer abläuft. 5 Wann geben wir eine Erklärung über unsere Leistungspflicht ab? 5.1. Nach Erhalt und Prüfung der für die Leistungsbeurteilung erforderlichen Unterlagen werden wir erklären, ob wir unsere Leistungspflicht anerkennen. Wir können auch ein zeitlich begrenztes Anerkenntnis aussprechen Bis zur Entscheidung über unsere Leistungspflicht sind die Beiträge weiter zu bezahlen; wir werden diese Beiträge bei Anerkennung der Leistungspflicht zurückzahlen. 6 Was gilt für die Nachprüfung der Berufsunfähigkeit? 6.1. Wir sind berechtigt, das Fortbestehen der Berufsunfähigkeit nachzuprüfen Zur Nachprüfung können wir einmal jährlich auf unsere Kosten eine Untersuchung des Versicherten durch von uns zu beauftragende Ärzte verlangen Wir sind auch berechtigt zu prüfen, ob die versicherte Person nach dem Eintritt der Berufsunfähigkeit neue berufliche Kenntnisse oder Fähigkeiten erworben hat. Werden dadurch folgende Voraussetzungen insofern erfüllt, dass der Versicherte - auf Basis dieser neu erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse tatsächlich einen neuen Beruf ausübt, - diese neue berufliche Tätigkeit der zum Zeitpunkt des Eintrittes der Berufsunfähigkeit bestandenen Lebensstellung entspricht, so erlischt unsere Leistungspflicht. In diesem Fall ist es auch unerheblich, ob die Berufsunfähigkeit in dem ursprünglichen Beruf andauert Ergibt die Nachprüfung den Wegfall der Berufsunfähigkeit, so wird dieser nicht vor Ablauf eines Monats nach Absendung der Mitteilung, frühestens jedoch zu Beginn des darauffolgenden Versicherungsvierteljahres, wirksam. Seite 11 von 12

12 6.5. Nach Ablauf eines zeitlich begrenzten Anerkenntnisses werden wir so rasch wie möglich, spätestens innerhalb von 6 Monaten, erklären, ob wir rückwirkend ab dem Ablauf des zeitlich begrenzten Anerkenntnisses leisten, oder ob wir weitere Leistungen ablehnen. 7 Was gilt bei einer Verletzung der Anzeige- und Mitwirkungspflichten? 7.1. Wir übernehmen den Versicherungsschutz im Vertrauen darauf, dass Sie alle mit dem Antrag verbundenen Fragen wahrheitsgemäß und vollständig beantworten Wenn das Berufsunfähigkeitsrisiko eines anderen versichert oder mitversichert werden soll, ist auch dieser für die wahrheitsgemäße und vollständige Beantwortung verantwortlich Werden Fragen schuldhaft unrichtig oder unvollständig beantwortet, können wir innerhalb der ersten drei Jahre seit Abschluss, letzter Änderung oder Wiederherstellung des Vertrages zurücktreten. Nach dieser Frist können wir vom Vertrag nur zurücktreten, wenn die Berufsunfähigkeit innerhalb der ersten 3 Jahre nach Abschluss, letzter Änderung oder Wiederherstellung eintritt, die Anzeige aber erst später erfolgt und die Anzeigepflicht schuldhaft verletzt wurde. Wir werden den Rücktritt innerhalb eines Monats ab Kenntnis der Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit der Angaben erklären. Wir können nicht vom Vertrag zurücktreten wenn - wir von der Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit der Angaben Kenntnis hatten, oder - der verschwiegene Umstand keinen Einfluss auf den Eintritt des Versicherungsfalles hatte Bei arglistiger Täuschung können wir den Vertrag anfechten. Wenn wir den Vertrag anfechten oder vom Vertrag zurücktreten, erlischt diese Zusatzversicherung, ohne dass eine Leistung daraus fällig wird Solange die Bestimmungen des 3 oder 6 nicht erfüllt werden, besteht keine bzw. keine weitere Leistungspflicht. 8 Wie und bis wann können Sie bei Meinungsverschiedenheiten Rechte geltend machen? 8.1. Sind Sie mit unseren Entscheidungen nicht einverstanden, können Sie innerhalb eines Jahres nach Zugang unserer Erklärung den Anspruch gerichtlich geltend machen Verstreicht diese Frist, ohne dass bei Gericht Klage erhoben wird, so sind weitergehende Ansprüche als wir anerkannt haben ausgeschlossen. 9 Wie berechnen wir Ihren Beitrag? 9.1. Den Beitrag berechnen wir nach dem Alter der versicherten Person und der Beitragszahlungsdauer. Bei erhöhtem Risiko können Zusatzbeiträge und besondere Bedingungen vereinbart werden. 10 Wie ist das Verhältnis zur Hauptversicherung? Die Zusatzversicherung bildet mit der Versicherung, zu der sie abgeschlossen worden ist (Hauptversicherung) eine Einheit und kann ohne diese nicht fortgesetzt werden. Wenn der Versicherungsschutz aus der Hauptversicherung endet, erlischt auch die Zusatzversicherung Bei Herabsetzung der versicherten Leistung der Hauptversicherung verringert sich die versicherte Leistung der Zusatzversicherung entsprechend dem Teil der Hauptversicherung, für den die Beitragszahlung eingestellt ist Sie können die Zusatzversicherung kündigen. Rückkauf oder Beitragsfreistellung ist nicht möglich Ist unsere Leistungspflicht anerkannt, so berechnen wir alle Leistungen aus der Hauptversicherung so, als ob Sie die unabhängig von der ursprünglich vereinbarten Zahlungsweise - in den von Ihnen ausgewählten Fonds an Anerkannte Ansprüche auf Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente werden bei Rückkauf der Hauptversicherung nicht berührt Die Zusatzversicherung ist grundsätzlich am Überschuss beteiligt und gehört zur Bestandsgruppe BUZ 98. In einzelnen Versicherungsjahren kann eine Zuteilung von Überschüssen entfallen. Beitragspflichtige Versicherungen erhalten laufende Überschussanteile ab Beginn. Darüber hinaus wird bei Ablauf, Tod, Rückkauf, bei Beitragsfreistellung der Hauptversicherung, bei Ablauf der Zusatzversicherung vor dem Ablauf der Hauptversicherung oder Eintritt der Berufsunfähigkeit eine Schlusszahlung fällig, wenn bereits ein laufender Überschussanteil zu gewähren war. Laufende Überschussanteile zu Verträgen mit Berufsunfähigkeits- Beitragsbefreiung und fällige Schlussüberschussanteile zum Zeitpunkt des Eintrittes der Berufsunfähigkeit, Beitragsfreistellung der Hauptversicherung oder Ablauf der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung vor der Hauptversicherung werden in Anteilseinheiten der Fondsgebundenen Lebensversicherung umgewandelt. Beitragsfreie Versicherungen erhalten Zinsüberschussanteile erstmalig zu Beginn des Versicherungsjahres, das frühestens ein Jahr nach Beitragsbefreiung beginnt. Der Zinsüberschussanteil zur Beitragsbefreiung wird in Anteileinheiten der Fondsgebundenen Lebensversicherung umgewandelt Soweit in diesen Bedingungen nichts anderes bestimmt ist, finden die Versicherungsbedingungen für die Hauptversicherung sinngemäß Anwendung. Seite 12 von 12

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