Daniels G o d s t o r y

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1 Daniels Godstory

2 Ein zweifelhafter Neustart... Mit einem abgewetzten Aktenkoffer aus der Brockenstube machte ich mich auf den Weg nach Bern mein erster Tag an der Universität. Nach mehreren Jahren mit Gelegenheitsjobs hatte ich mich zum Medizinstudium entschlossen, obschon die Vorzeichen für meine akademische Karriere alles andere als gut waren. Meine Freundin war ein Jahr zuvor unerwartet schwanger geworden ein kleiner Sohn wartete also zuhause auf mich und wollte ernährt werden. Da ich keine Stipendien erhielt, musste ich ein Darlehen auf das elterliche Haus aufnehmen und ging so ein grosses finanzielles Risiko ein. Ausserdem war ich im Rahmen einer schweren Cannabisabhängigkeit vorübergehend an einer paranoiden Psychose erkrankt und litt unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses. Letztlich machte mir auch der Berufsberater wenig Hoffnung, zumal die ersten beiden Medizinalprüfungen damals eine Durchfallquote um fünfzig Prozent aufwiesen. Wäre ich damals mit dem Begriff «Plan Gottes für Dein Leben» konfrontiert worden, hätte ich wohl geradewegs herausgelacht. Ungewollt und doch geliebt... Im Jahre 1962 in Bern geboren, genoss ich in Thun eine unbeschwerte Kindheit. Meine Ferien verbrachte ich ausnahmslos bei meinen Grosseltern in einem kleinen zürcherischen Weiler. Die Idylle des bäuerlichen Lebens, die Wälder und Weiher und die guten Freundschaften bescherten mir einen reichen Erinnerungsschatz und liessen mich vergessen, dass ich zuhause ein «Unfallkind» war Resultat einer Affäre meines Vaters mit der Gemeindeschwester, die seine Eltern pflegte. Meinen Vater liebte und bewunderte ich. Erst Jahre nach seinem Tod an einem Krebsleiden realisierte ich, wie berühmt er als Autobauer war. Dass sein Tod ausgerechnet in die Zeit meines sozialen Abstiegs fiel, betrübt mich bis heute ebenso die Tatsache, dass ich ihm gegenüber meine Liebe und Bewunderung nie ausdrücken konnte. So weit ich zurückdenken kann, war

3 das Verhältnis zu meiner Mutter belastet, sodass ich noch während meiner Gymnasialzeit zuhause auszog. Erst Jahre später als ich selber erfahren durfte, wie sehr ich von meinem Schöpfer geliebt werde konnte ich meiner Mutter vergeben. Rausch und Ernüchterung... Nach der Matura hielt ich mich als Kellner und Taxifahrer über Wasser, wohnte in Bauernhäusern und WG s. Daneben schrieb, malte und musizierte ich ziellos, ohne Konzept und immer mehr durch ein Abdriften in eine esoterische Scheinwelt verwirrt. Ich las Bücher über Buddha, Marx und Rudolf Steiner und ereiferte mich in stundenlangen Diskussionen in allerlei Beizen und Jugendhäusern. Ich rauchte bis zwei Pakete Zigaretten pro Tag und konsumierte täglich Cannabis und Alkohol. Meine Texte wurden immer wirrer, kein Projekt wurde auch nur annähernd fertiggestellt und immer mehr nahmen paranoide Gedanken Raum in mir ein. Erst die Geburt meines Sohnes Sebastian 1987, ein traumatisches Erlebnis mit Drogenpilzen

4 und Gottes unermüdliches Wirken an meinem Herzen brachte die dringend notwendige Ernüchterung. Ein besonderes Geschenk... Mit gemischten Gefühlen betrat ich die grosse Aula der Universität. Beim Eingang zum Hörsaal standen zwei Männer und verteilten etwas plötzlich hielt ich eine Gideonsbibel und eine Einladung für die Studentenbibelgruppe in der Hand! Ich folgte der Einladung und erlebte dort innige Gemeinschaft und fühlte mich trotz meiner wirren Ideen angenommen. Das Leben dieser Menschen berührte mich und was ich damals noch nicht wusste etliche dieser jungen Studenten rangen zuhause im Gebet um meine Seele! Noch vor Semesterende übergab ich mein Leben Jesus Christus. Mit Sündenerkenntnis und Vergebung folgte Wunder auf Wunder! Die Cannabisjoints landeten im Abfall, etwas später auch die Zigaretten. Insbesondere aber

5 entwickelte ich eine derart überschäumende Freude am Studium, dass ich die beiden ersten Prüfungen problemlos überstand und nach sechs Jahren das Studium inkl. Doktorarbeit erfolgreich abschloss. Blick zurück im Frieden... Wenn ich heute zurückblicke, erfüllt mich eine tiefe Dankbarkeit für das neue Leben, das Gott mir schenkte. Doch das neue Christenleben brachte nicht nur Sonnenschein. Dass meine damalige Frau und Mutter

6 unserer beiden Söhne diesen Weg nie mit mir teilen wollte, legte mir eine schwere Last auf. Eines Tages stellte sie mich vor die Wahl, entweder meinem Glauben abzuschwören oder mich von ihr und den Kindern zu trennen. Schweren Herzens verliess ich das gemeinsame Haus, das ich in vielen Freizeitstunden selber umgebaut hatte und zog in eine kleine Wohnung. Doch nach einer schwierigen Zeit erlebte ich Gottes Treue und lernte schon bald meine jetzige Frau kennen. Heute dürfen wir gemeinsam Gott nachfolgen und uns an zwei aufgeweckten, fröhlichen Kindern erfreuen. Das kleine blaue Bibelbüchlein war mir ein steter Begleiter fast jeden Morgen las ich im Zug einige Zeilen und der Heilige Geist leitete mich von Wahrheit zu Wahrheit «... nicht durch Heer oder Kraft sondern durch Deinen Geist!» Daniel Beutler-Hohenberger

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9 1. Auflage,

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