IIS4ENERGY NENERGIE. Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Strategisches IT-Management Universität Duisburg-Essen Prof. Dr.

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1 Arbeitskreis Innovative Informationssysteme für die Energiewirtschaft IIS4ENERGY NENERGIE Institut für Enterprise Systems Universität Mannheim Prof. Dr. Alexander Mädche Essen, April 2013 Prof. Dr. Frederik Ahlemann Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Strategisches IT-Management Universität Duisburg-Essen Prof. Dr. Frederik Ahlemann energie-is.org

2 Das Wichtigste auf einen Blick Energieversorger sind besonderen Herausforderungen ausgesetzt Unternehmenssoftware ist auch bei Energieversorgern das Rückgrat der Informationsverarbeitung Plattformen sind das Schlüsselkonzept zukunftsfähiger Unternehmenssoftware IIS4Energy bietet Energieunternehmen eine Möglichkeit Plattformkompetenzen aufzubauen: Vernetzung mit anderen Unternehmen der deutschen Energiewirtschaft Steigerung der Innovationsfähigkeit durch Erfahrungsaustausch und Diskussion hinsichtlich innovativer Informationssysteme Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis durch regelmäßige Workshops und strukturierte Aufbereitung relevanter Themen Mitgestaltung zukünftiger Lösungen durch Einbringen von individuellen Anforderungen im Rahmen konkreter Projekte wie z.b. NENERGIE 1

3 Kleine und mittlere Energieversorger sind besonderen Herausforderungen ausgesetzt Unbundling Wettbewerbsintensität Energie- Sektor Anreizregulierung Energiewende 2

4 Kleine und mittlere Energieversorger sind besonderen Herausforderungen ausgesetzt Unbundling! Anreizregulierung Bewältigung der Herausforderungen mit bestehenden Energie- Ressourcen Sektor Konstante oder sinkende Budgets Energie- Schnelle Umsetzung wende Wettbewerbsintensität 3

5 Diese Rahmenbedingungen haben unmittelbare Auswirkungen auf IT/IS Entflechtung vormals integrierter Energieversorger Mandantentrennung Standardisierung von unternehmensübergreifenden Prozessen und Datenaustauschformaten im Rahmen GPKE, MaBiS und WiM Formatänderung im Rahmen der Überlastung der EVU-internen IT Abteilungen und zunehmende Ansprüche an externe Dienstleister Mangelnde Automatisierung der Geschäftsprozesse (EDNA-Initiative e.v. 2008) Mangelhafte Stammdatenqualität Manuelle Nachbearbeitung (EDNA-Initiative 2011) Kontinuierliche Zunahme der Herausforderungen Marktprozesse für Einspeisestellen und Herkunftsnachweisregister Smart-Metering und Meter Data Management 4

6 Unternehmenssoftware ist auch bei Energieversorgern das Rückgrat der Informationsverarbeitung Weitreichende Prozess- und Datenintegration Umfasst alle (viele) funktionale Bereiche eines Unternehmens und steht in engem Zusammenspiel mit organisationalen Strukturen Deckt ggf. auch unternehmensübergreifende Prozesse ab Basiert i.d.r. auf Standardsoftware (z.b. ERP, CRM, Business Intelligence oder Portale) Organisationale Strukturen Integrierte Anwendungssysteme Unternehmenssoftware 5

7 Module 1 Module 3 Module 3 Module 2 Unternehmenssoftware ist das Ergebnis der konsequenten Umsetzung des Integrationsgedankens Ökosysteme Rechensysteme Funktionale Systeme Integrierte Systeme Service-orientierte Systeme Plattform-basierte Systeme ERP Module Module Module 1 Module 2 SOA Middleware Interfaces Single Purpose Module Module 3 Module 4 Mdule x Plattform Zeit Beschränkter Funktionsumfang Inkonsistenzen, Heterogenität, lokale Optimierungen, TCO Komplexität, begrenzte Flexibilität, Wettbewerbsvorteile Governance, Entwicklung und Wartung, Fehlende Fähigkeiten Gemeinsame Kernfunktionalität, Modularisierung, Kommunikation über Schnittstellen 6

8 Plattformen sind das Schlüssel-Konzept zukunftsfähiger Unternehmenssoftware Plattformen sind erweiterbare Softwaresysteme ( Codebase ) mit einer Kernfunktionalität, die gemeinsam von Modulen genutzt werden. Die Module interagieren untereinander und mit der Plattform über definierte Schnittstellen. (Tiwana et al., 2010) Ökosystem Module Platform Interfaces Module Die Plattform und ihre Module bilden gemeinsam das Plattform-Ökosystem. (Gawer & Cusumano, 2002) 7

9 One Size Fits All -Plattformen funktionieren dabei nicht: Branchen-spezifische Plattformen sind notwendig Die Plattform-basierte Produktentwicklung wurde in der Automobilindustrie bereits in den 90er Jahren eingeführt. Zwar konnten die Kosten tatsächlich reduziert werden, allerdings kam es zu Markenproblemen und Kannibalisierungseffekten. Volkswagen: Unterschiedliche Assembley Kits in Abhängigkeit von der Produktklasse und dem Preis. Bsp.: Volkswagen Modularer Querbaukasten (MQB): Harmoinisierte Schnittstellen Basis für 40 unterschiedliche Modelle (A3, Polo, Golf, Passat, ) bis 2018 Intensivierte Zusammenarbeit mit First- Tier Suppliers 8

10 Die Verbindung des Plattform-Konzeptes mit Cloud-Technologie verspricht neue Potenziale (Rymer and Ried, 2012) 9

11 Das Potenzial einer Plattform für die Energiebranche ist offensichtlich Energieversorger Software / App-Anbieter Einfache Kombination von Apps unterschiedlicher Anbieter ( Assembly ) Beschleunigte Entwicklung durch Nutzung von Basisdiensten Standardisierte Schnittstellen reduzieren Systemintegrationsaufwand Vereinfachte Vermarktung von Lösungen Vereinfachte Beschaffung durch App-Stores Konzentration auf innovative Funktionalitäten (und nicht auf Infrastrukturen); Wandel zum SaaS-Provider Alle Vorteile einer Cloud-Lösung (z.b. pay per use, einfacher Einstieg, flexible Ressourcen-Nutzung) 10

12 Die Gründe für die Nicht-Nutzung von SaaS-Angeboten und Plattform-Diensten sind vielfältig Energieversorger Software / App-Anbieter Eher konservatives Verständnis von IT Oft fokussiert auf Umsetzung gesetzlicher Rahmenbedingungen Systemintegrationsproblematik bleibt bei derzeitigen SaaS-Angeboten weitgehend bestehen Keine Energie-Plattform verfügbar Mangelnde Erfahrung im Umgang mit Cloud Computing und SaaS Migration auf Plattform-Technologien aufwändig Mangelnde echte SaaS-Angebote Risiko signifikant 11

13 Mittel- bis langfristig können Cloud-basierte Plattformen die IT- Architektur von EVUs stark prägen Netzbetreiber Konzern Lieferant Kundenportal Smart- Metering Kundenportal Groupware Stand-Alone Prozesslösungen z.b. WiM ZFA-Module ZFA-Module Stand-Alone Prozesslösungen z.b. WiM Datendrehscheibe (EDI-System) Abrechnungssystem Abrechnungssystem CRM EDM Materialmanagement CRM Workforcemanagement EDIFACT EDIFACT Tools Tools ERP EDIFACT Tools EDIFACT Tools Optional 12

14 Die Modul-Orientierung erfordert eine Zerlegung von monolithischen Systemen CRM Standardisierte Stammdatenobjekte Kundenserviceprozesse Stand-Alone Prozesslösungen z.b. WiM BNetzA Prozesse: GPKE, WiM, MaBiS Standardisierte Stammdatenobjekte Datendrehscheibe (EDI-System) Datendrehscheibe (EDI-System) Formate EDIFACT Tools EDIFACT Tools Formate Abrechnungssystem Tarifierung Standardisierte Stammdatenobjekte Standardprozesse z.b. Abrechnungsund EDM-Prozesse ERP Standardprozesse z.b. Abrechnungsund EDM-Prozesse Reporting Standardisierte Stammdatenobjek te Materialmanagement 13

15 Das plattform-basierte Szenario ermöglicht bessere Datenqualität, verbesserte Prozessintegration und eine größere Wiederverwendung Netzbetreiber Konzern Lieferant Kundenportal Materialmanagement Kundenportal Kundenserviceprozesse Tarifierung Corporate Layer Tarifierung Vertriebs- u. Kundenserviceprozesse ZFA-Module Smart-Metering Smart-Metering BNetzA Prozesse: GPKE, WiM, MaBiS Workforcemanagement Flexible Platform Formate BNetzA Prozesse: GPKE, WiM Standardprozesse z.b. Abrechnungsund EDM-Prozesse Datendrehscheibe (EDI-System) Reporting EDIFACT Tools Standardisierte Stammdatenobjekte Standard Plattform 14

16 Der Arbeitskreis IIS4Energy bietet Energieunternehmen eine Möglichkeit Plattform-/SaaS-Kompetenzen aufzubauen Unterstützung von Unternehmen der Deutschen Energiewirtschaft bei der Evaluation und Nutzung geeigneter Lösungen im Bereich innovative Informationssysteme (IIS) zur Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. 15

17 Durch Ihre Teilnahme und Ihr Engagement erhalten Sie viele wertvolle Informationen Zusammenbringen von Unternehmen der Deutschen Energiewirtschaft unabhängig von Größe, Sparte und Marktrolle. Bereitstellung einer Plattform (Community Webseite, Mailing Liste, etc.) zum Erfahrungsaustausch und der Diskussion von Ideen in Hinblick auf die Nutzung innovativer Informationssysteme. Pro Jahr vier eintägige Workshops unter Moderation der wissenschaftlichen Einrichtungen. Strukturierte Aufbereitung relevanter Themen durch die wissenschaftlichen Einrichtungen. Einbringen von individuellen Anforderungen im Rahmen konkreter Projekte. Nutzen Ihrer Teilnahme Vernetzung Stärkung der Innovationsfähigkeit Informationsfunktion Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis Mitgestaltung zukünftiger Lösungen 16

18 NENERGIE ist das erste Projekt des Arbeitskreises Motivation Hohe Komplexität von System- und Prozesslandschaft der Energiewirtschaft Hohe Nachfrage nach kostengünstigen prozessintegrierenden Softwarelösungen zur schnellen Umsetzung regulatorischer Anforderungen Limitierte Möglichkeiten kleiner und mittlerer Softwarehersteller innovative Softwarelösungen zu realisieren. NENERGIE bringt Anwenderunternehmen und Anwender zusammen: Ziel Erzielung von Prozessexzellenz und Erhöhung der Datenqualität bei Unternehmen der Energiewirtschaft. Vernetzung von Softwareherstellern, EVUs und Dienstleistern zur Schaffung komplementärer Leistungsbündel und Ermöglichung des Marktzugangs. Erstellung eines plattformbasierten Technologiekonzeptes. 17

19 NENERGIE Ergebnisse Bildung eines Kooperationsnetzwerks aus Anwenderunternehmen und Softwareherstellern. Konzepte zur Lösung zentraler technologischer Herausforderungen. Lösungen zur effektiven Ausgestaltung des Plattform-Ökosystems. Wertschöpfung durch den Einsatz von web-basierten Lösungen in der Energiewirtschaft. Wissenschaftliche Begleitung des Projektes und erfolgreiche Publikation der Ergebnisse. 18

20 Die Mitgliedschaft bei IIS4Energy Projekt bietet Ihnen ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis Die Netzwerkpartner beteiligen sich finanziell am Netzwerk mit einem nach der Größe des Unternehmens gestaffelten Jahresbeitrag 1. Jahresbeitrag IIS4Energy & NENERGIE Kleinst- und Kleinunternehmen [EUR p.a.] Mittlere Unternehmen [EUR p.a.] Großunternehmen [EUR p.a.] % Ermäßigung in den ersten drei Jahren für Gründungsmitglieder des Arbeitskreises 1 Als Grundlage für die Einstufung eines Unternehmens wird die KMU Definitionen der EU verwendet [2]. 19

21 Prof. Dr. Frederik Ahlemann Universität Duisburg-Essen Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Strategisches IT-Management R09 R01 H33 Universitätsstraße Essen Telefon: Fax Prof. Dr. Alexander Mädche Universität Mannheim Fakultät für Betriebswirtschaftslehre Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik IV und Institute for Enterprise Systems (InES) L 15, Stock Mannheim Telefon: Fax

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